Heibel-Ticker 12/05 - Facebook sorgt für Börsenbegeisterung

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H E I B E L - T I C K E R S T A N D A R D

F I N A N Z I N F O R M A T I O N E N

- Einfach einen Tick besser -
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DEUTSCHE BIBLIOTHEK : ISSN 1862-5428

7. Jahrgang - Ausgabe 05 (03.02.2012)
Erscheinungsweise: wöchentlich Freitag/Samstag
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I N H A L T

01. INFO-KICKER: MEHR INFOS ZUR BEOBACHTUNGSLISTE
02. SO TICKT DIE BÖRSE: AMAZON & FACEBOOK
FACEBOOK IPO WIRD DAS EVENT DES BÖRSENJAHERS 2012
VERWIRRENDE QUARTALSZAHLEN VON AMAZON
03. AUSBLICK: STEIGENDER RISIKOAPPETIT
04. TV-INTERVIEW AM MITTWOCH: KUKA & JENOPTIK
KUKA VERDREIFACHT GEWINN
JENOPTIK VERDREIFACHT GEWINN
05. MONATSBETRACHTUNG: DAX, DOW JONES, NIKKEI, US-DOLLAR,
YEN, GOLD, ÖL, UMLAUFRENDITE
05. BEOBACHTETE WERTE
06. DISCLAIMER / HAFTUNGSAUSSCHLUSS UND RISIKOHINWEISE
07. AN-/ABMELDUNG

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01.INFO-KICKER: MEHR INFOS ZUR BEOBACHTUNGSLISTE
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Liebe Börsenfreunde,

Die Darstellung unserer Beobachtungsliste habe ich grundlegend
überarbeitet. Sie finden die Tabelle wie immer in Kapitel 06,
im Kapitel 03 habe ich einige Erläuterungen dazu verfasst.

Wichtigste Neuerung: Es wird nun die jeweilige Positionsgröße
stets mit angegeben sowie die aktuelle Bargeldquote sowie der
bisher in diesem Jahr erzielte Erfolg. Ich hoffe, Sie kommen
mit der neuen Darstellung gut zurecht. Insbesondere in der PDF-
Version ist sie meines Erachtens gelungen, in der Textversion
ist es schwer, die gleiche Übersichtlichkeit zu erzielen.

Facebook hat die Unterlagen für seinen Börsengang bei der Börse
eingereicht: 5 Mrd. USD sollen platziert werden, ein kleines
Scheibchen des neuen Giganten. Meine Gedanken zum Börsengang
finden Sie im Kapitel 02.

Dort habe ich auch das Quartalsergebnis von Amazon kommentiert
– leider nicht erklärt. Denn CEO Jeff Bezos hinterlässt diesmal
noch mehr Fragen als sonst. Ich bin verwirrt und habe Ihnen
meine Verwirrung dargestellt. Wer Amazon-Aktien hat, der sollte
sich gut überlegen, ob er diese Amazon-Wirren mitmachen möchte
oder lieber erst einmal abwartet.

Im Fernsehen wurde ich nach Kuka und Jenoptik gefragt, zwei
deutsche Mittelständler mit gutem Geschäft in den
Schwellenländern. Beide Unternehmen sind super aufgestellt und
haben eine Gewinnverdreifachung präsentiert. Doch wo soll es
von hier aus noch hingehen?

Wie immer zum Monatswechsel habe ich heute besonders
ausführlich die Charttechnik der wichtigsten Indizes in diese
Ausgabe eingefügt. Mehr dazu finden Sie im Kapitel 05.

Die PDF-Version dieser Ausgabe wird Ihnen ab morgen früh im
Archiv sowie unter dem folgenden Link zur Verfügung stehen:
http://www.heibel-ticker.de/downloads/hts120203.pdf

Nun wünsche ich eine anregende Lektüre,

take share, Ihr
Börsenschreibel

Stephan Heibel

Chefredakteur und
Herausgeber des
Heibel-Ticker


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02. SO TICKT DIE BÖRSE: AMAZON & FACEBOOK
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FACEBOOK IPO WIRD DAS EVENT DES BÖRSENJAHERS 2012

Wie viel ist Facebook wert? Und welches Preisschild wird für
den Börsengang an Facebook gehangen? Zwei unterschiedliche
Dinge, die ich hier kurz erläutern möchte.

Facebook hat inzwischen einen Marktanteil von 28% auf dem Markt
für Werbebanner. Weit vor dem zweitplatzierten Yahoo! mit 11%,
gefolgt von Microsoft und Google. Ja, Google hat kaum
Werbebanner, Google dominiert bei Textanzeigen, die jedoch
nicht so hohe Werbeeinnahmen bringen wie Banner.

Der Umsatz mit Werbebannern hat sich bei Facebook im
vergangenen Jahr verdoppelt. Nicht von einer kleinen
unbedeutenden Ziffer aus, sondern schon zuvor lagen die
Einnahmen im Milliardenbereich. Es gibt nur wenige Unternehmen
mit Milliardenumsätzen, die ihren Umsatz binnen Jahresfrist
verdoppeln können. Und Facebook beginnt gerade einmal, die
Umsatzmöglichkeiten mit den 800 Millionen Facebook-Nutzern
auszuloten. Wer weiß, welche Einnahmequellen dem Unternehmen
neben Werbebannern noch einfallen.

Inzwischen ist Facebook nicht mehr nur für Schulkinder hipp,
sondern auch die ältere und konservativere Mittelschicht hat
vielfach ein Facebook Account. Datenschutzprobleme sorgen zwar
immer wieder für negative Schlagzeilen, doch letztlich möchte
kaum jemand den Zug der Facebook-Gemeinde verpassen. Xing spürt
schon den Atem von Facebook bei seinen Geschäftskontakten im
Nacken.

Wie viel ist Facebook also wert? Nun, Mark Zuckerberg selbst
hat bereits die 100 Mrd. USD Marktkapitalisierung als Ziel
ausgerufen. Ich habe bereits eine Reihe von schlüssigen
Bewertungsansätzen gesehen, die auf Werte zwischen 70 und 110
Mrd. USD kommen. Gehen wir also einmal der Einfachheit halber
davon aus, dass die Zielgröße 100 Mrd. USD realistisch ist. Wie
könnte nun der Börsengang (IPO) vonstatten gehen?

Seien Sie bitte nicht so naiv zu glauben, dass die
Konsortialbanken (also die Banken, die den IPO organisieren und
umsetzen) einen „fairen“ Wert für das Unternehmen ausrechnen
und die auszugebenden Aktien mit einem entsprechenden Kurs
versehen. Es gibt verschiedene Strategien, für die Banken und
für Facebook, das Maximum aus dem IPO herauszuholen. Hier zwei
Beispiele:

1. Künstliche Verknappung: Der Wert wird auf nur 50 Mrd. USD
taxiert, und am Tag des IPOs werden lediglich 5% der Anteile
ausgegeben, die restlichen 95% der Aktien verbleiben bei den
Altaktionären. Mit 50 Mrd. USD Marktkapitalisierung wird
Facebook umgehend in diversen Indizes enthalten sein und jede
Menge Fondsmanager werden Facebook Aktien kaufen müssen. Wenn
dann aber nur 5% der Aktien ausgegeben werden, erhält jeder
Kaufinteressent beispielsweise nur ein Viertel der Anzahl von
Aktien, die er eigentlich haben wollte.

Institutionelle Anleger haben stets Zielgrößen für ihre
Portfoliopositionen und müssen diese erreichen, sonst stimmt
die Finanzmathematik des Portfolios nicht. Also müssen sie die
fehlenden drei Viertel der Position nach dem IPO über den
freien Markt kaufen, über die Börse. Da es aber kaum frei
gehandelte Stücke gibt, wird der Preis durch diese Nachfrage
umgehend in die Höhe katapultiert.

Es ist nicht unwahrscheinlich, dass bei diesem Vorgehen der
Aktienkurs binnen weniger Stunden um 100% ansteigt und die
„Zielgröße“ von 100 Mrd. USD Marktkapitalisierung erreicht
wird. Wenn alles gut läuft für die Banken, schießt die Aktie
sogar darüber hinaus.

Privatanleger bleiben in diesem Haifischbecken auf der Strecke,
sie werden bei der IPO-Zuteilung kaum berücksichtigt und haben
am Tag des IPOs kaum die Nerven, die Aktie mit einem Plus von
80% noch zu kaufen.

Sind die 100% Plus dann erreicht, also die Zielgröße, dann
geben die Altaktionäre weitere Stücke in den Markt. Über Tage
können dann zu diesen Kursen „eigene Aktien“ der Altaktionäre
an die Börse strömen, die dort von der verrückt gewordenen
Masse aufgesogen werden.

2. die Banken können auch gleich das Preisschild 100 Mrd. USD
an Facebook hängen und gleich eine größere Anzahl an Aktien in
den IPO geben. Dadurch würden dann auch Privatanleger einen
Anteil an Facebook erhalten können, und auch institutionelle
Anleger könnten von vornherein mit einer passenden
Positionsgröße bedacht werden. Alle, die ein Interesse an
Facebook Aktien haben, werden durch den IPO bedacht, der
Börsenhandel ist anschließend schleppend, da die meisten
Aktionäre die Aktien für einen längeren Zeitraum behalten
möchten.

In den Finanzmedien wird der Erfolg oder Misserfolg eines
Börsengangs am Kursplus des ersten Tages gemessen – leider.
Springt die Aktie also um 100% in die Höhe, dann war der IPO
„erfolgreich“, geht die Aktie unverändert aus dem Rennen, so
steht der Finanzpresse die Enttäuschung auf die Titelseite
geschrieben. Unberücksichtigt bleibt dabei, wie viele denn
letztlich im Rahmen des IPOs Aktien zugeteilt bekamen.

Facebook hat nun bekannt gegeben, im Frühjahr an die Börse
gehen zu wollen. Bitte entscheiden Sie sich nicht zu früh, ob
Sie beim IPO dabei sein wollen oder ob Sie die Aktie kaufen
müssen. Warten Sie bis zur Bekanntgabe der IPO-Konditionen und
entscheiden Sie dann kurzfristig, ob diese Konditionen günstig
sind oder nicht.


Schauen wir einmal, wie die einzelnen Indizes auf diese
Entwicklungen reagiert haben:


Wochenperformance der wichtigsten Indizes

INDIZES 02.02.12 Δ
Dow Jones 12.705 -0,2%
DAX 6.656 1,8%
Nikkei 8.832 -0,1%
Euro/US-Dollar 1,31 0,3%
Euro/Yen 100 -0,8%
10-Jahre-US-Anleihe 1,83% -0,1
Umlaufrendite Dt 1,50% -0,1
Feinunze Gold USD $1.758 2,3%
Fass Brent Öl USD $111,96 1,1%
Kupfer in US$/to 8.332 -2,7%
Baltic Dry Shipping I 651 -13,5%

Nach wie vor hängt der DAX in seiner Aufholjagd sämtliche
anderen Indizes weltweit ab. Der Goldpreis zieht wieder an,
obwohl die Angst vor dem Wirtschaftskollaps langsam abnimmt –
Grund ist wohl die nunmehr aufkommende Angst vor Inflation.

Und der Baltic Dry Shipping Index bricht weiter ein. Nach wie
vor gehe ich davon aus, dass die vielen in den vergangenen
Wochen in Betrieb genommenen Transportschiffe die Ursache für
diesen kurzfristigen Preiseinbruch sind.

Schauen wir und nun noch die Stimmung unter Anlegern und
Analysten an:


Sentimentdaten

Analysten
Empfehlungen (Anzahl Empfehlungen):

Kaufen / Verkaufen
13.01.- 20.01. (561): 51% / 11%
20.01.- 27.01. (263): 51% / 12%
27.01.- 03.02. (294): 50% / 13%

Kaufempfehlungen der Analysten
Royal Dutch Shell, ABB, ThyssenKrupp

Verkaufsempfehlungen der Analysten
Nokia, Wacker Chemie, Banco Santander

Privatanleger
03. KW: 64% Bullen (137 Stimmen)
04. KW: 60% Bullen (142 Stimmen)
05. KW: 51% Bullen (145 Stimmen)

Kaufempfehlungen der Privatanleger
Bank of Ireland, PagesJaunes Group, Archos S.A.

Verkaufsempfehlungen der Privatanleger
BMW, BNP Paribas, MAN SE

Die Sentiment-Daten wurden in Zusammenarbeit mit Sharewise
erstellt:
http://www.sharewise.com?heibel

Die Skepsis steigt, sowohl Analysten als auch Privatanleger
trauen dem Kursanstieg nicht mehr so richtig und wechseln
langsam auf die Seite der Bären.

Erstaunlich finde ich, dass weder Analysten noch Privatanleger
Banken das Überleben dieser Krise zutrauen, obwohl die EZB doch
schon seit Wochen gerade den Bankensektor mit Liquidität
flutet. Hier dürfte die Rallye im Bankensektor noch lange nicht
vorbei sein.


VERWIRRENDE QUARTALSZAHLEN VON AMAZON

Gründer und CEO Jeff Bezos ist bekannt für seine
Kompromisslosigkeit. Immer wieder hat er den kostspieligen
Wachstumsdrang über die kurzfristigen Gewinnambitionen seiner
Aktionäre gestellt. Mir fallen ohne weiteres fünf
Quartalsberichte ein, mit denen er seit dem Börsengang Amazons
im Jahr 1997 seine Aktionäre verprellt hat: Zuerst Wachstum,
dann Gewinne!

Zunächst war es die überlegene Software, die er für viel Geld
stricken ließ. Dann waren es die teuren Logistikzentren, die er
weltweit baute. Dann kam die teure aber geniale One-Klick-
Abwicklung hinzu, die er sich auch gleich patentieren ließ. Und
schließlich holte er mit günstigen Konditionen viele Online-
Händler als Kooperationspartner auf seine Plattform. Verdient
wird später, so sein Credo, zunächst müssen wir den Weltmarkt
aufrollen.

Und nun kommt mit viel Marktgetrommel das Kindle Fire, wo
Amazon für jedes verkaufe Gerät einen Obolus draufzahlt. Erneut
stimmte Bezos seine Anleger auf seine Expansionsstrategie ein,
und wer ihm die vergangenen vier mal vertraut hat, der wurde
schließlich mit einem üppigen Aktienkursgewinn belohnt. Ohne
Aktiensplits würde die zu 17 USD ausgegebene Aktie heute bei
1.778,20 USD notieren, ein Plus von über 1.000%.

Wie sieht es diesmal aus? Amazon hat diese Woche entsprechend
den Befürchtungen schlechte Zahlen präsentiert. Noch schlechter
als von Analysten erwartet und damit wieder einmal im Akkord
mit den früheren Expansionsphasen, wo Analysten es Jeff Bezos
niemals abnahmen, wie konsequent er in die Zukunft investiert
und wie viel Geld er dafür in kürzester Zeit locker macht.

Doch diesmal überrascht eine andere Zahl weit mehr: Der Umsatz.
Es hätte mich nach den früheren Erfahrungen nicht überrascht,
wenn Bezos uns überragende Umsatzzahlen präsentiert und im
zweiten Satz erwähnt hätte, dass aber keine Gewinne
erwirtschaftet wurden. Doch diesmal lag der Gewinn über den
Erwartungen aber der Umsatz blieb zurück. Was ist passiert?
Weiß Bezos nicht mehr, wie er in Wachstum investieren muss?

Zahlen zum Kindle Fire wurden nicht bekannt gegeben, Bezos
sprach lediglich von einem Wachstum von 88%, verriet aber nicht
auf welcher Basis. Das Kindle Fire soll im Amazon-Universum
eine Kundenbeziehung aufbauen wie Apples iPad über iTunes zum
App Store. Spiele, Programme und bei Amazon natürlich Bücher
sollen auf das Kindle Fire geladen werden. Wenn es Amazon
gelingt, das Kindle Fire im Markt oder in einer Nische zu
etablieren, dann wird Amazon darüber seine Kundendatenbanken
mit weiteren Verhaltensdaten aufforsten können, ein großer Wert
für die gezielten Werbemaßnahmen des Unternehmens.

Doch es besteht auch die Gefahr, dass das Kindle Fire wie die
anderen Touchpads vom iPad überrollt wird. Immerhin hat Apple
nun eine Kooperation mit einigen Schulen gestartet und will
sämtliche Schulbücher auf dem iPad verfügbar machen. War Bezos
zu langsam?

Ist Amazon überhaupt in der Lage, ein Touchpad mit Hard- und
Software anzubieten, das den hohen Ansprüchen am Markt genügt?
Oder ist Amazon letztlich doch nichts weiter als ein
Einzelhändler, wenn auch stark technologieorientiert?

Ich muss zugeben, ich kann diese Frage nicht beantworten: Alles
spricht dafür, dass das Kindle Fire nicht gegen das iPad wird
bestehen können. Doch das Kindle Fire als einen Fehler
abzustempeln, würde heißen, gegen Jeff Bezos zu wetten – und
damit lag man bislang immer falsch.

So ist Amazon durch die jüngsten Zahlen in meinen Augen zu
einer Aktie geworden, mit der man vorerst nicht spielen darf.
Weder dürfen Sie die Aktie kaufen, noch leerverkaufen. Der
Kampf ist im Gange und es ist noch zu früh, einen Gewinner
auszumachen. Warten wir also auf das nächste Quartalsergebnis
in drei Monaten.

Klar, ich könnte eine reißerische Empfehlung schreiben, in der
ich die Qualitäten und den Weitblick des Jeff Bezos hervorhebe.
Ich könnte auch die Aktie zerreißen, indem ich den schwachen
Umsatz als den Anfang vom Ende herausstelle. Manchmal ist es
aber für einen Anleger das beste, sich einfach ehrlich
einzugestehen, dass wir uns in dieser Situation keine Meinung
bilden können. Und bei Amazon ist das derzeit der Fall. Ich
rate also vorerst einmal abzuwarten.

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03. AUSBLICK: STEIGENDER RISIKOAPPETIT
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04. TV-INTERVIEW AM MITTWOCH: KUKA & JENOPTIK
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KUKA VERDREIFACHT GEWINN

Diese Woche hat Kuka vorläufige Zahlen vermeldet. Der Gewinn
des Anbieters von Produktionsrobotern für die
Automobilindustrie hat sich verdreifacht. Insbesondere in den
Schwellenländern fanden die deutschen Roboter reißenden Absatz:
50% des Umsatzes erwirtschaftet Kuka inzwischen in den
Schwellenländern, und dort beträgt das Umsatzwachstum über
100%. Aber auch eine neue Robotergeneration hat die Nachfrage
beflügelt, auch in den Industrieländern muss man die Produktion
modernisieren.

Nach harten Sparmaßnahmen und Restrukturierungen ist das
Unternehmen nunmehr offensichtlich am Ziel. Die gewünschte
Gewinnmarge von 5% (EBIT) wurde fast erreicht, die neuen
Roboter gingen in den Vertrieb und sorgten für einen
Umsatzsprung von insgesamt 33%. Der Auftragsbestand war im
Vorquartal noch um 15% angewachsen, nun betrug das Plus nur
noch 11%.

Für so solide Zahlen ist das KGV 12e von 13 in meinen Augen
angemessen. Kuka –Aktien sind somit nicht zu teuer, aber auch
kein Schnäppchen mehr. Der Gewinn wird künftig im Rahmen der
Umsatzentwicklung ansteigen. Doch im laufenden Jahr wird kaum
ein weiterer Umsatzanstieg erwartet, und auch für das nächste
Jahr fehlt ein Katalysator.

Mag sein, dass das Wachstum der Schwellenländer in den
kommenden Quartalen noch die eine oder andere positive
Überraschung für die Aktionäre bereit hält. Doch das ist
derzeit nicht absehbar und daher ist das aktuelle Kursniveau in
meinen Augen fair.


JENOPTIK VERDREIFACHT GEWINN

Ja, genau wie Kuka konnte auch Jenoptik den Gewinn
verdreifachen. Auch wie Kuka erwirtschaftet Jenoptik einen
großen Teil des Geschäfts mit der Automobilindustrie und auch
bei Jenoptik waren gerade die Schwellenländer für
überdurchschnittliche Wachstumszahlen verantwortlich.
„Industrielle Messtechnik“ heißt der Bereich, der in die immer
komplexere Bordelektronik der Autos geht. Aber daneben hat
Jenoptik auch einen deutlichen Zuwachs bei seinen optischen
Systemen, also Objektivsystemen für die Medizintechnik sowie
für die Verteidigung, verzeichnet. Zuletzt konnte ein Projekt
der Verkehrstechnik in Saudi Arabien abgeschlossen werden.

Auch Kuka will das Geschäft auf hohem Niveau stabil halten. Im
Jahr 2011 hat Kuka seine Finanzverbindlichkeiten neu
strukturiert, was im Jahr 2012 zu einem höheren Gewinn führen
soll, so das Unternehmen. Wir dürfen also trotz stagnierendem
Umsatz einen kleinen Gewinnanstieg erwarten.

Das KGV 2012e beträgt aktuell 1 und ich halte es für
angemessen. Auch Jenoptik hat seine Hausaufgaben gemacht, das
Unternehmen segelt stabil durch die Krise und gleicht
wegfallende Umsätze der Industrieländer durch Neugeschäfte in
Schwellenländern aus. Auch bei Jenoptik können wir unsere
Phantasie bemühen und ein besonders gutes Geschäft in den
Schwellenländern für die Zukunft erhoffen, doch diese Phantasie
reicht mir nicht, um die Aktie zu empfehlen.

Auch Jenoptik ist also in meinen Augen fair bewertet.




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05. MONATSBETRACHTUNG: DAX, DOW JONES, NIKKEI, US-DOLLAR,
YEN, GOLD, ÖL, UMLAUFRENDITE
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DAX 6.458

Fakten:
30.12.2011: 5.898,4
31.01.2012: 6.458,9 (Unterschied: 560,6 bzw. 9,5%)
27.01.2012: Hoch bei 6.574,2
09.01.2012: Tief bei 5.987,8 (Schwankung: 586,4 bzw. 9,9%)

Unterstützungen: 6420 / 6230 / 6000 / 4965
Widerstände: 6650 / 6840 / 7000 /7600

Auf sieben Wochen Aufwärtstrend bringt es der DAX. Mitte Januar
wurde der gleitende Durchschnitt der letzten 200 Tage
überschritten, der zur Bestimmung eines langfristigen Trends
benutzt wird. Der Kurs verläuft in einem etwa 300 Punkte hohen
Trendkanal aufwärts.

Gegenüber vielen anderen Indizes kann der DAX mit
überdurchschnittlicher Performance aufwarten. Das Jahreshoch
lag am 2.2. bereits bei 6.668 Punkten. Spätestens nach
Überschreiten von 6.480 Punkten kann man als Kursziel die 7.000
Punkte im DAX ausmachen. Im Jahr 2010 erstreckte sich diese
Entwicklung von Ende Oktober bis Anfang Dezember und fand
mehrfach bei 6.600 Punkten eine Unterstützung. Bei den
Abwärtsbewegungen im März und August 2011 spielte diese Marke
jedoch keine Rolle mehr.

Der VDAX als Angst-Indikator (Volatilität) ist bereits bis auf
fast 21 Punkte gefallen, eine weitere Bestätigung des starken
Trends.

Zur Info hier die Monatsentwicklung des VDAX:

VDAX 22.49

VDAX Fakten:
30.12.2011: 28,59
31.01.2012: 22,49 (Unterschied: -6,10 bzw. -21,3%)
09.01.2012: Hoch bei 26,60
26.01.2012: Tief bei 20,68 (Schwankung: 5,92 bzw. 20,7%)


EuroStoxx 2.417

EuroSTOXX50 Fakten
30.12.2011: 2.316,6
31.01.2012: 2.416,7 (Unterschied: 100,1 bzw. 4,3%)
27.01.2012: Hoch bei 2.467,6
09.01.2012: Tief bei 2.279,7 (Schwankung: 187,9 bzw. 8,1%)


Dow Jones Industrial 12.633

Fakten:
30.12.2011: 12.217,6
31.01.2012: 12.632,9 (Unterschied: 415,3 bzw. 3,4%)
26.01.2012: Hoch bei 12.842,0
03.01.2012: Tief bei 12.221,2 (Schwankung: 663,4 bzw. 5,4%)

Unterstützungen: 12230 / 11740 / 11230 / 10400
Widerstände: 12875 / 13130 / 14200

Der DJIA ist mit 12.842 Punkten fast bis an das Hoch von Anfang
Mai 2011 bei 12.876 Punkten gestiegen und hat die Schwächephase
vom Herbst damit vollständig kompensiert. Die Kursgewinne seit
Jahresanfang sind jedoch niedriger als beim DAX. Aufgrund der
Wechselkurse kommt es zeitweise sogar zu Kursrückgängen. Das
Überwinden des Hochs aus dem Jahr 2011 hätte eine wichtige
Signalwirkung, ein Scheitern wäre negativ. Beim NASDAQ ist
dieser Ausbruch bereits erfolgt.

Große Beachtung fand diese Woche das "Golden Cross" im S&P 500:
die kurzfristige 50-Tages-Durchschnittslinie kreuzte die
langfristige 200-Tages-Durchschnittslinie von unten nach oben,
was ein weiteres kräftiges Signal für einen intakten
Bullenmarkt ist.


S&P 500: 1.312

S&P 500 Fakten:
30.12.2011: 1.257,6
31.01.2012: 1.312,4 (Unterschied: 54,8 bzw. 4,4%)
26.01.2012: Hoch bei 1.333,5
03.01.2012: Tief bei 1.258,9 (Schwankung: 74,6 bzw. 5,9%)


NASDAQ 2.468

Nasdaq Fakten:
30.12.2011: 2.277,8
31.01.2012: 2.468,0 (Unterschied: 190,1 bzw. 8,3%)
31.01.2012: Hoch bei 2.481,5
04.01.2012: Tief bei 2.307,6 (Schwankung: 174,0 bzw. 7,6%)

Einen Ausbruch über das Jahreshoch von 2011 hat der NASDAQ100
bereits vollzogen und kennt nach oben hin nun kein Halten mehr.
Am 2.2. hat er bereits die 2500-Punkte-Marke überschritten.
Höhere Kurse findet man in diesem Index zuletzt am 6.2.2001,
also noch zu Zeiten der DOTCOM-Blase.

Damit ist ein wichtiger Sektor, der Tech-Sektor, der in den
vergangenen Jahren wie ein Klotz am Bein der Börsen hing
(Microsoft, Intel, Cisco, Yahoo, ...), wieder in seine
Führungsrolle geschlüpft.


Nikkei 8.803

Nikkei 225 Fakten:
30.12.2011: 8.455
31.01.2012: 8.803 (Unterschied: 347 bzw. 4,1%)
25.01.2012: Hoch bei 8.912
06.01.2012: Tief bei 8.349 (Schwankung: 562 bzw. 6,7%)

Unterstützungen: 8.730 / 8340 / 8.136 / 7.000
Widerstände: 9.150 / 10.200 / 10.900

Der Nikkei konnte sich zwar erholen, bleibt aber noch klar
hinter dem Hoch Ende November zurück und verläuft auch
weiterhin unter dem gleitenden Durchschnitt der letzten 200
Tage, der aktuell bei etwa 9.080 Punkten steht. Das technische
Bild sieht damit bedeutend schwächer aus als bei anderen
Indizes, der langfristige Abwärtstrend bleibt bis auf Weiteres
noch intakt.

Besser sieht es bei den chinesischen Indizes aus, z.B. beim
Hang-Seng (Hongkong), der gerade das Oktoberhoch überwunden hat
und am gleitenden Durchschnitt der letzten 200 Tage angekommen
ist. Auch die Monatsperformance kann sich sehen lassen, sie
übertrifft auch die vom DAX.

Ein japanisches Unternehmen nach dem anderen meldet
Geschäftszahlen, die von der Tsunami-Katastrophe schwerer
betroffen sind als dies stets vermutet wurde. Gleichzeitig
lockert China langsam die Zinszügel, und entsprechend steigen
der Optimismus sowie die Aktienkurse im Land, sozusagen als
Vorwegnahme des zu erwartenden wirtschaftlichen Aufschwungs.

Hang Seng 20.391

Hang Seng Fakten:
30.12.2011: 18.434
31.01.2012: 20.391 (Unterschied: 1.956 bzw. 10,6%)
27.01.2012: Hoch bei 20.591
09.01.2012: Tief bei 18.303 (Schwankung: 2.288 bzw. 12,4%)


US-Dollar / Euro 1,31

Fakten:
30.12.2011: 1,295
31.01.2012: 1,309 (Unterschied: 0,013 bzw. 1,0%)
27.01.2012: Hoch bei 1,324
13.01.2012: Tief bei 1,263 (Schwankung: 0,061 bzw. 4,7%)

Unterstützungen: 1,303 / 1,263 / 1,232 / 1,187
Widerstände: 1,323 / 1,355-1,36 / 1,39 / 1,424 / 1,455

Der Euro hat im Januar den tiefsten Stand seit August 2011
erreicht, dann aber eine eindrucksvolle Trendwende vollzogen
und bereits den gleitenden Durchschnitt der letzten 38 Tage
überschritten. Die 1,32 Dollar-Marke stellt aber nun einen
stärkeren Widerstand dar. Es fällt auf, dass es auch im Jahr
2011 bis Mai zu einem starken Aufwärtstrend im Euro kam. Man
darf das aber nicht überbewerten, denn im Jahr 2010 war es
gerade umgekehrt.



Yen / Euro 99,9
Fakten:
30.12.2011: 99,61
31.01.2012: 99,86 (Unterschied: 0,25 bzw. 0,2%)
26.01.2012: Hoch bei 102,17
16.01.2012: Tief bei 97,02 (Schwankung: 5,14 bzw. 5,2%)

Unterstützungen: 97 / 89
Widerstände: 102 / 105 / 108 / 112-114 / 118 / 123

Der Euro hat im Januar den tiefsten Stand seit fast 11 Jahren
erreicht und stabilisiert sich im Augenblick an der
psychologisch wichtigen 100-Yen-Marke. Auch der gleitende
Durchschnitt der letzten 38 Tage wurde überschritten, wird aber
wieder von oben getestet. Das technische Bild kann jedoch noch
nicht recht überzeugen, mehr als eine Bodenbildung ist das
derzeit nicht.

Exkurs:
USDollar/Yen 76,3

Fakten:
30.12.2011: 76,86
31.01.2012: 76,28 (Unterschied: -00,58 bzw. -0,8%)
25.01.2012: Hoch bei 78,27
31.01.2012: Tief bei 76,14 (Schwankung: 02,13 bzw. 2,8%)

Unterstützungen: 75,6
Widerstände: 79,5 / 82 / 85,5

Der Yen präsentiert sich weiter stark gegenüber dem Dollar und
bewegt sich weiter im Bereich von 76 Yen je Dollar. Immerhin
besteht in diesem Bereich die Chance auf eine Bodenbildung. Das
erklärt auch die Schwäche des Nikkei gegenüber anderen Indizes,
denn der hohe Yen-Kurs schwächt die exportabhängige japanische
Wirtschaft.


Gold in US-Dollar 1.737 USD/Oz

Fakten:
30.12.2011: 1.564,3
31.01.2012: 1.737,4 (Unterschied: 173,1 bzw. 11,1%)
31.01.2012: Hoch bei 1.747,7
02.01.2012: Tief bei 1.564,1 (Schwankung: 183,6 bzw. 11,7%)

Unterstützungen: 1700 / 1666 / 1600 / 1522 / 1480
Widerstände: 1763 / 1800 / 1920

Der Goldpreis konnte zum Jahresanfang die Abwärtsbewegung
beenden und steigt seither in einem 80 Dollar hohen Trendkanal
an. Die gleitenden Durchschnitte der letzten 38 und 200 Tage
wurden dynamisch überwunden und die Abwärtstrendlinie
gebrochen. Nun steht das Hoch von Anfang Dezember bei 1.763
Dollar an. Nach dem Doppeltief von September und Dezember
(1.532 und 1.522 Dollar) kann sich nun ein Aufwärtstrend
ausbilden, der beim nachhaltigen Überwinden der 1800-Dollar-
Marke sogar Potential bis über 2000 Dollar hat.

Wie erwartet war also der Ausverkauf im Gold in den letzten
Monaten durch die Börsenbaisse ausgelöst worden: Anleger und
Spekulanten benötigten Geld und haben auf ihre Goldreserven
zugegriffen. Nun steigen die Börsen wieder, und auch der
Goldpreis zieht wieder an. Die Lösung, die sich in Europa für
die Schuldenkrise abzeichnet, riskiert höhere Inflationsraten
und treibt damit einen guten Teil des Anlagevermögens nach wie
vor in den sicheren Hafen des Goldes.

Die Angst vor dem Kollaps unseres Wirtschaftssystems weicht der
Angst vor Inflation, beides führt zu steigender Goldnachfrage.
Nach wie vor halte ich einen Anteil von 10-20% Gold in einem
Portfolio für angemessen.


Crude Oil 111,2 USD/Fass

Wir haben auf Brent Crude Oil (Nordsee-Öl) umgestellt, da es
für uns relevanter ist. Das Western Texas Öl (WTI) spiegelt die
politischen Wirren in den arabischen Ländern kaum wider.

Fakten:
30.12.2011: 107,22
31.01.2012: 111,16 (Unterschied: 3,94 bzw. 3,7%)
12.01.2012: Hoch bei 114,99
03.01.2012: Tief bei 108,22 (Schwankung: 6,77 bzw. 6,3%)

Widerstände: 114 / 117,5
Unterstützungen: 109 / 102 / 95 / 90 / 80

Der Ölpreis entwickelt sich derzeit entgegen der aktuellen
Marktrichtung eher schwach und verläuft seit November
überwiegend in der Handelsspanne zwischen 105 und 114 USD und
damit in einem Seitwärtstrend. Die gleitenden Durchschnitte der
letzten 38 und 200 Tage sind daher nur begrenzt aussagekräftig.
Der gleitende Durchschnitt der letzten 200 Tage liegt derzeit
bei 112 USD und damit über dem aktuellen Kursniveau, der
gleitende Durchschnitt der letzten 38 Tage bei 110 Dollar und
damit darunter.


WTI Crude Oil 98,3 USD/Fass

Fakten
30.12.2011: 100,5
31.01.2012: 98,3 (Unterschied: -2,2 bzw. -2,2%)
05.01.2012: Hoch bei 103,8
23.01.2012: Tief bei 97,5 (Schwankung: 6,3 bzw. 6,3%)

Widerstände: 104 / 108 / 116
Unterstützungen: 100 / 95 / 92,5 / 84 / 75


Kupfer
Fakten:
30.12.2011: 7.554
31.01.2012: 8.485 (Unterschied: 931 bzw. 12,3%)
27.01.2012: Hoch bei 8.610
05.01.2012: Tief bei 7.471 (Schwankung: 1.139 bzw. 15,1%)

Widerstände: 8.536 / 9.200 / 9.800 / 10.100
Unterstützungen: 8.000 / 7.200 / 6.800

Mit einer ordentlichen Performance von über 12% kann auch der
Kupferpreis im Januar aufwarten. Dieser Index belegt, dass die
Rezessionsängste zurückgehen. Zuletzt hat er den gleitenden
Durchschnitt der letzten 200 Tage erreicht. Etwas höher, bei
etwa 8.480 Dollar, liegt das 50%-Rectracement des Abwärtstrends
von Februar bis Anfang Oktober. Darüber folgt bei 8.536 Dollar
das Tief vom Mai. Es sind derzeit also mehrere wichtige
technische Marken, die den Preisanstieg bremsen können. Wird
dieser Bereich und darüber die 9.000-Dollar-Marke überwunden,
dann könnte es schnell wieder in Richtung des Allzeithochs vom
Februar 2011 bei 10.148 Dollar gehen.


Umlaufrendite 1,50%

Fakten:
30.12.2011: 1,46
31.01.2012: 1,50 (Unterschied: 0,04 bzw. 2,7%)
24.01.2012: Hoch bei 1,62
16.01.2012: Tief bei 1,42 (Schwankung: 0,20 bzw. 13,7%)

Widerstände: 2,00 / 2,30 / 2,80 / 3, 25
Unterstützungen: 1,89 / 1,72 / 1,57 / 1,49

Die Umlaufrendite hat im Januar ein neues Allzeittief bei 1,42%
erreicht und hat damit die 1,50%-Marke, die erstmals am
30.12.2011 unterschritten wurde, nochmals deutlich unterboten.
Während es bisher an diesen Tiefs meist wieder schnell aufwärts
ging, bleibt der Prozentsatz bisher recht nahe an der 1,50%-
Marke. Das ist ein für eine Bodenbildung eher atypisches
Verhalten, in jedem Fall aber ein Seitwärtstrend. Beim Ausbruch
aus einer engen Handelsspanne kommt es häufig zu starken
Bewegungen. In diesem Fall jedoch ist aufgrund der Maßnahmen
der EZB kaum mit starken Anstiegen zu rechnen.


Bund Future 139,8

Fakten:
30.12.2011: 138,95
31.01.2012: 139,79 (Unterschied: 0,84 bzw. 0,6%)
13.01.2012: Hoch bei 140,23
24.01.2012: Tief bei 137,18 (Schwankung: 3,05 bzw. 2,2%)

Widerstände: 139,9 / 140,3
Unterstützungen: 137,2 / 136,5 / 133,2


10-Jährige US Treasury Notes 1,8%

(CBOE Interest Rate 10-Year T-No)
Fakten:
30.12.2011: 1,87
31.01.2012: 1,80 (Unterschied: -0,07 bzw. -3,7%)
23.01.2012: Hoch bei 2,09
31.01.2012: Tief bei 1,80 (Schwankung: 0,29 bzw. 15,5%)

Allzeittief:
22.09.2011: Tief bei 1,70%

Auch die Renditen der 10-jährigen US-Staatsanleihen notieren
auf niedrigem Niveau, aber liegen noch deutlich über dem
Tiefststand vom September.


10-Jährige US Treasury Notes 132

Fakten:
30.12.2011: 131,09
31.01.2012: 132,34
31.01.2012: Hoch bei 132,34
23.01.2012: Tief bei 129,81 (Schwankung: 2,53 bzw. 1,9%)

Am letzten Januartag haben die US-Staatsanleihen ein neues
Allzeithoch erreicht.


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06. BEOBACHTETE WERTE
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Bitte beachten Sie auch den Kundenbereich auf meiner
Internetseite unter www.heibel-ticker.de. Dort finden Sie
aktuelle Charts mit meinen jeweils aktualisierten
Einschätzungen.

==========

Im Wochenverlauf habe ich zu mehreren Titeln Anmerkungen im
Kundenbereich der Webseiten verfasst.

Die dritte Spalte zeigt die Schlusskurse von Donnerstagabend.
Unter „Woche“ steht die Veränderung im Vergleich zur Vorwoche.
Unter „2012“ steht das Ergebnis der Position seit Jahresbeginn
bzw. seit Aufnahme ins Portfolio.
Unter „Anteil“ finden Sie den Anteil der jeweiligen Position am
Gesamtdepot.

Unter i steht zur Information meine Grundtendenz:
K – bei Gelegenheit Kaufen,
NK - Nachkaufen
H - Halten,
V - bei Gelegenheit Verkaufen,
TV – Teilverkauf, also nicht die ganze Position
VL – Verkaufslimit, bei überschreiten eines bestimmten Kurses
sollte verkauft werden
SL – Stopp Loss, bei Unterschreiten eines bestimmten Kurses
sollte verkauft werden.
TS – Trailing Stopp, wie SL, nur dass das Limit kontinuierlich
nachgezogen wird

Die „Gelegenheit“ zum Kaufen oder Verkaufen wird sodann
kurzfristig von mir per Update an Sie bekanntgegeben.

Ich habe diese Spalte „i“ insbesondere für neue Kunden
vorgesehen, die zu einem späteren Zeitpunkt wissen wollen, ob
ich die Position noch zukaufen würde, wenn ich beispielsweise
darin nicht schon voll investiert wäre. Zukaufen würde ich
jeweils jedoch niemals zu Höchstkursen, sondern stets nur nach
kurzfristigen Kursrückschlägen von mindestens 5-7%.

Kauffolge: Je spekulativer, desto aggressiver würde ich kaufen
und verkaufen. Derzeit verwende ich die folgenden Schritte:
Value Positionen in drei Schritten aufbauen: 25%-25%-50%,
Spekulative und alternative Positionen in zwei Schritten
aufbauen: 50%-50%,
Tradingpositionen ganz oder gar nicht: 100%.

Stopp Loss Limits, Verkaufslimits und ähnliche Aktionsmarken
verwalte ich aktiv in meinem System und ändere ich unter der
Woche mehrfach, fast täglich. Eine Veröffentlichung der
entsprechenden Limits ist in der Regel nicht sinnvoll,
allenfalls Stopp Loss Marken werde ich bisweilen im Text
bekanntgeben.

Auch dieses Kapitel bleibt den zahlenden Abonnenten des
Heibel-Ticker PLUS vorbehalten. Bitte haben Sie Verständnis
dafür, aber ohne eine kleine Einnahmequelle kann ich diesen
Dienst nicht aufrecht erhalten.

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täglichen Medienrummel trennen kann, wie der Autor des
Heibel-Tickers Stephan Heibel.

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nachmacht oder verfälscht oder nachgemachte oder verfälschte
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setzt, wird mit Lust-, manchmal auch mit Erkenntnisgewinn
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Wir recherchieren sorgfältig und richten uns selber
nach unseren Anlageideen. Dennoch müssen wir jegliche
Regressansprüche ausschließen, die aus der Verwendung
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Anlageentscheidungen sollten nur von Anlegern mit
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Anlageentscheidung die eigene Hausbank oder einen
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Die Verwendung der Inhalte dieses Heibel-Tickers erfolgt
auf eigene Gefahr. Die Geldanlage an der Börse
beinhaltet das Risiko enormer Verluste bis hin zum
Totalverlust des eingesetzten Kapitals.

Quellen:
Kurse: Deutsche Kurse von comdirect.de, Goldbarren von
proaurum.de, US-Kurse von finance.yahoo.com. Alle Kurse sind
Schlusskurse vom Donnerstag sofern nichts Gegenteiliges
vermerkt ist.
Bilanzdaten: Comdirect, Yahoo! Finance sowie Geschäftsberichte
der Unternehmen
Informationsquellen: dpa-AFX, Aktiencheck, Yahoo! Finance,
TheStreet.com, IR-Abteilung der betreffenden Unternehmen

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