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19.05.2017:



H E I B E L - T I C K E R    S T A N D A R D

F I N A N Z I N F O R M A T I O N E N

- Einfach einen Tick besser -



DEUTSCHE BIBLIOTHEK : ISSN 1862-5428

12. Jahrgang - Ausgabe 20 (19.05.2017)
Erscheinungsweise: wöchentlich Freitag/Samstag



I N H A L T

01.Info-Kicker: Korrektur oder Ende der Rallye?
02.So tickt die Börse: IT-Unternehmen sind weltweit am wertvollsten
 - Die weltweit 10 wertvollsten Unternehmen
 - Marktgeschehen
 - Wochenperformance der wichtigsten Indizes
03.Sentiment: Große Absicherungspositionen stützen den DAX
 -
04.Ausblick: Gretchenfrage
05.Wunschanalyse: Osram
 - Osram: Von der Glühbirne zum Infrarotsensor
 - Wachstums- und Ertragsperle
 - Vermeintlich hohe Bewertung
 - Geschäftlicher Ausblick
 - Kursverdreifachung seit Börseneinführung
 - Kursziel für 12-18 Monate
 - FAZIT
06.Update beobachteter Werte
 Großaktionär halbiert Beteiligung
 Teilverkauf, Liquidität erhöhen
 CO2-Steuer in Kanada treibt Kosten
 Trailing Stopp Loss einziehen
 Handlungsrahmen präzisieren
07.Übersicht HT-Portfolio
08.Disclaimer / Haftungsausschluss und Risikohinweise
09.An-/Ab-/Ummeldung



01. Info-Kicker: Korrektur oder Ende der Rallye?

Liebe Börsenfreunde,

Trump hat die Rallye beendet, ist vielfach zu lesen. Ich sehe das anders, eine Korrektur war überfällig. Und wie seit Wochen in Aussicht gestellt, war die Korrektur zu mild und kurz, dass sie schneller vorbei war, als Anleger die niedrigen Kurse nutzen konnten.

In Kapitel 02 gehe ich heute auf einige der Hintergründe ein, die für die Korrektur bzw. für die skeptische Stimmung verantwortlich sind. Ganz vorne dabei: die überschäumenden Erwartungen an Künstliche Intelligenz, die jedoch auch zu Marktverwerfungen führen wird.

Die Stimmung der Anleger ist weiterhin sehr skeptisch, entsprechend bleibe ich bei meiner Einschätzung, dass der DAX nach unten recht gut abgesichert ist. In Kapitel 03 lesen Sie, wie ich zu dieser Einschätzung komme.

Meinen Ausblick für die kommenden Wochen lesen Sie in Kapitel 04. Die Gretchenfrage lautet nicht, ob Trump US-Präsident bleibt. Die Gretchenfrage ist eine andere, und sie lässt sich bereits beantworten. Daraus leite ich meine Markterwartung für die kommenden Wochen ab.

Osram Licht hat sich von einem langweiligen Beleuchtungshaus zu einem Wachstumsunternehmen im Bereich der Infrarotsensoren entwickelt und wartet nunmehr mit einem Gewinnwachstum von 18% auf. Die heutige Wunschanalyse in Kapitel 05 betrachtet die Aktienrallye der vergangenen Monate und beurteilt, ob sich heute noch ein Kauf lohnt.

Bei unseren spekulativen Positionen habe ich ein paar Stopp Loss Limits eingezogen. Bitte lesen Sie daher die Updates aufmerksam.

Die PDF-Version dieser Ausgabe steht Ihnen ab sofort im Archiv sowie unter dem folgenden Link zur Verfügung: http://www.heibel-ticker.de/downloads/hts170521.pdf

Nun wünsche ich eine anregende Lektüre,

take share, Ihr
Börsenschreibel

Stephan Heibel

Chefredakteur und
Herausgeber des
Heibel-Ticker




02. So tickt die Börse: IT-Unternehmen sind weltweit am wertvollsten

Zeichen einer fortgeschrittenen Aktienmarktrallye ist, dass immer weniger immer größere Unternehmen immer stärkere Kurszuwächse verzeichnen. Schauen wir uns vor diesem Hintergrund mal die derzeit wertvollsten Unternehmen der Welt an.

DIE WELTWEIT 10 WERTVOLLSTEN UNTERNEHMEN

In den vergangenen 10 Jahren hat ein Führungswechsel stattgefunden. Nicht mehr Exxon Mobil und General Electric sind die wertvollsten Unternehmen der Welt, sondern Apple, Google, Facebook und Amazon. Schauen Sie selbst:


Pos.UnternehmenMarktkapitalisierungUmsatzwachstumGewinnwachstum
1Apple (AAPL)$814 billion7%6%
2Alphabet (GOOG)$652 billion18%13%
3Microsoft (MSFT)$528 billion5%2%
4Amazon (AMZN)$460 billion22%N/A
5Facebook (FB)$436 billion50%90%
6Berkshire Hathaway (BRK-B)$403 billion12%8%
7ExxonMobil (XOM)$350 billion-10%4%
8Johnson & Johnson (JNJ)$333 billion2%4%
9Tencent (TCEHY)$315 billion41%33%
10JPMorgan Chase (JPM)$309 billion-1%9%

Quelle: Steve Sjuggerud

Wenn wir uns die Wachstumsgeschwindigkeit von Tencent (China) anschauen, dann ist es nur eine Frage der Zeit, bis die sechs wertvollsten Unternehmen aus der IT-Branche stammen. Selbst Warren Buffet hat das vor zwanzig Jahren nicht kommen sehen, wie er vor wenigen Tagen freimütig zugab.

War das erste Internetthema die direkte Erreichbarkeit der Kunden für produzierende Unternehmen, so gab es inzwischen mehrere Innovationswellen, die in unserer Industrie keinen Stein auf dem anderen ließen. Das autonom fahrende, vernetzte Auto wird kommen, derzeit spielt die Musik bei der künstlichen Intelligenz. Die sechs wertvollsten IT-Unternehmen sitzen auf Bergen von Cash und investieren gigantische Summen in Künstliche Intelligenz: Von entsprechenden Rechenzentren profitiert Nvidia, die ihre Graphikchips zu jedem Preis losschlagen kann, aber auch U.S. Concrete, der Zementmischer, der für Facebook, Google und bspw. Workday gigantische Rechenzentren aus dem Boden stampft.

Künstliche Intelligenz wird schon bald in der Lage sein, komplexe Entscheidungen besser zu treffen, als wir Menschen das können. Beginnen wir bspw. bei der Beurteilung von Röntgenbildern, bei der der Computer in einer weltweit vereinheitlichten Datenbank in die Lage versetzt wird, aus unzähligen Bildern eine Diagnose abzuleiten. Und natürlich fällt mir da mein eigener Arbeitsbereich ein: Ein Computer, der Konjunkturdaten als auch Bilanzdaten eines Unternehmens sowie der Wettbewerber und Zulieferer in einen intelligenten Zusammenhang setzen kann, wird mir irgendwann überlegen sein.

Da fällt mir auch Tesla-Chef Elon Musk ein, der Innovationen so schnell umsetzt, dass ich mir bei der Analyse der Geschäftszahlen völlig hinterweltlerisch vorkomme. Elon Musk lebt nicht im hier und jetzt, er nimmt irgendwelche Drogen, die ihn schon in die Zukunft versetzen. Wenn Sie ihn verstehen wollen, müssen Sie vermutlich auch Drogen nehmen - ich empfehle eine Williams-Christ Birne aus Sommerhausen (http://www.weingut-steinmann.de/), der hat mir nämlich gut geholfen:

Ein Analyst hat Elon Musk im Rahmen der Telefonkonferenz im Anschluss an die Veröffentlichung der Quartalszahlen gefragt, was denn die Ursache für den Anstieg der Lagerbestände bei Tesla sei: Im Vergleich zum Vorquartal befänden sich nun 3.500 S- oder X-Modelle mehr auf Lager, das sei ein Anstieg um 50%. Er fragt nun, ob es ein Nachfrageproblem gebe und ob Tesla mehr produziere, als man verkaufen könne. Elon Musk antwortet gelassen, dass einige Kunden verwirrt seien über den Unterschied zwischen dem neuen Mittelklassewagen Model 3 und dem Premiummodell S. Man habe daher viele Model-S Wagen in die Verkaufsräume geschickt, damit die Kunden, die ihre Fahrzeuge zur Inspektion geben, einen neuen Model-S Probe fahren können.

Also: Nachfrageprobleme kennt Musk nicht. Einen Autoproduzenten, der seinen Kunden bessere Ersatzfahrzeuge zur Verfügung stellt, als sie selber fahren, kennen Analysten nicht.

Ein anderer Analyst fragt, ob sich Musk vorstellen könne, eines Tages eine Marktkapitalisierung wie Apple zu erreichen. Musk antwortet, er müsse vorweg schicken, dass er sich irren könne, aber er sehe einen klaren Pfad für Tesla zu einer Marktkapitalisierung wie Apple. Anmerkung: Das würde eine Vervierzehnfachung zum heutigen Marktwert bedeuten.

Ein weiterer Analyst fragt Musk, ob sein Ziel, im Jahr 2020 über 1 Mio. Autos zu produzieren, noch erreichbar sei. Anmerkung: 2016 produzierte Tesla 76.000 Autos, erst ab Ende des laufenden Jahres steigt Tesla überhaupt in die Massenproduktion ein. Musk: "Ja, ich denke schon. Vielleicht müssen wir 2020 mit einem Model-Y rauskommen, oder schon Ende 2019. Damit denke ich ist die Millionen ziemlich wahrscheinlich, vielleicht sogar mehr."

Der Analyst der Deutschen Bank hat Sorgen über die Absatzmöglichkeiten von Tesla in China. Was, wenn China die Importbedingungen erschwere? Darauf Musk: "Nun, ich denke nicht, dass es bereits der Zeitpunkt für eine Ankündigung für diesen Markt ist, aber ich würde vermuten, dass wir unsere Pläne von Produktionsstandorten in China Ende des Jahres etwas konkreter vorstellen können."

Wenn ich also die Bilanz analysiere und die Zahlen hochrechne, einen Abschlag für zukünftige Risiken anlege und dann einen Aktienkurs ermittele, dann wird dieser Aktienkurs nichts mit dem Aktienkurs zu tun haben, der an der Börse gezahlt wird. Dort werden Anleger, die zu teure Aktien shorten würden, Angst haben, dass Musk Ende des Jahres Produktionskapazitäten in China verkünden wird, die dort bis 2020 vielleicht allein 1 Mio. Autos produzieren werden.

Wer also eingangs Angst vor einer Nachfrageflaute, vor zu hohen Lagerbeständen, vor Absatzproblemen in China und ähnlichem hatte, der geht aus dieser Telefonkonferenz mit dem Wissen heraus, dass die Sorgen nicht nur falsch sind, sondern dass er die Wachstumsdynamik des Konzerns und die Schlagzahl seines CEOs völlig falsch eingeschätzt hat.

Wenn das alles noch Dinge sind, die wir mit viel Phantasie nachvollziehen können, sendet eine weitere Ankündigung Musks jedoch jegliche Kalkulationen in die Tonne. Zum Thema Künstliche Intelligenz sagt Musk nämlich, dass Tesla bereits daran arbeite, das Maschinen Produktionserweiterungen eigenständig vornehmen können. Zieht die Nachfrage an, bestellt die Software eine neue Produktionsstraße und baut sie eigenständig auf.

Na, damit sind nun auch sämtliche Fragen der Kapazitätsengpässe beim Wachstum in Richtung 1 Mio. Autos pro Jahr beantwortet, oder?

Nein, wenn ich näher über diese Aussage nachdenke, kann ich mir gut vorstellen, dass Maschinen einen großen Teil des Ausbauprozesses eigenständig organisieren, bestellen und terminieren. Die erforderliche Handarbeit wird jedoch bei Zulieferern liegen. Aus Tesla-Sicht also vollautomatisch.

MARKTGESCHEHEN

Soweit mein kleiner Exkurs in die Welt von Morgen. Wenn es soweit ist, dass man die Zukunft klar vor Augen hat, dann explodieren in der Regel die Marktbewertungen der Unternehmen, denen man die Zukunft zuschreibt. Dabei wird häufig vergessen, dass diese Entwicklung zu Umbrüchen in Gesellschaften führen werden: Arbeitsplätze werden überflüssig, Unternehmen und ganze Branchen werden verschwinden. Wer an eine Einbahnstraße an der Börse glaubt, wird Schiffbruch erleiden. Ich habe daher in den vergangenen Tagen unsere Positionen dahingehend überarbeitet, dass wir unsere Gewinne absichern, das Risiko begrenzen und ein wenig Handlungsfähigkeit gewinnen. Mehr dazu in Kapitel 04.

Denn die Einbahnstraße der vergangenen Wochen hat diese Woche geendet. Am Mittwoch brachen die Aktienmärkte kräftig ein, angeführt von den US-Märkten. Am Donnerstag ging's weiter bergab, insbesondere in Japan, das den Einbruch des Vortages noch nachholen musste (aufgrund der Zeitverschiebung). Doch als dann in den USA die Börsen öffneten, waren mutige Käufer zu sehen. Gestern Abend endeten die US-Börsen bereits mit einem kräftigen Plus und heute geht's weiter gen Norden.

Schauen wir uns mal die Wochenentwicklung der wichtigsten Indizes an. da ich heute spät dran bin, verwende ich heute die Schlusskurse vom heutigen Freitag:

WOCHENPERFORMANCE DER WICHTIGSTEN INDIZES


INDIZES18.5.17Woche ΔΣ '17 Δ
Dow Jones20.808 -0,4%5,3%
DAX12.639 -0,6%10,1%
Nikkei19.591 -1,9%2,5%
Shanghai A 3.236 1,0%-0,4%
Euro/US-Dollar1,122,9%6,3%
Euro/Yen124,620,6%1,3%
10-Jahres-US-Anleihe2,25%-0,15-0,20
Umlaufrendite Dt0,17%-0,060,18
Feinunze Gold$1.253 2,4%8,8%
Fass Brent Öl$53,65 5,6%-5,4%
Kupfer5.488 -1,6%1,1%
Baltic Dry Shipping957 -5,4%3,1%



In den USA und in Deutschland ist das zwischenzeitliche Minus bereits wieder gut ausgeglichen, Japan wird wohl am Montag folgen, sofern keine Hiobsbotschaft mehr kommt. Damit war die Korrektur genau das, was ich seit Wochen im Rahmen der Sentiment-Analyse angekündigt habe: Kurz und nicht einmal heftig.

Der Euro ist gegenüber dem US-Dollar angesprungen (+2,9%), weil die USA mit einer Latte von schwachen Konjunkturdaten zu kämpfen haben und ihnen nun bewußt wird, dass sie ihre Wachstumsphantasie auf die Wahlversprechen Donald Trumps abgestellt haben. Der ist jedoch für die kommenden Monate mit anderen Dingen beschäftigt, es ist fraglich, ob seine Steuerreform, Repatriation und das Infrastrukturprogramm dieses Jahr noch kommen können. Da bietet sich Europa als Investitionsstandort an, denn Dank Macron gilt Europa nun wieder als stabil, die Konjunktur passt und andere Anlageorte gibt es kaum - selbst im Schwellenland Brasilien herrscht schon wieder Chaos.

Natürlich ist auch eine Menge Geld in Staatsanleihen geflossen, die Kurse stiegen und entsprechend sind die Renditen gefallen. In den USA um -0,15%punkte auf 2,25% in Deutschland um -0,06%punkte auf 0,17%.

Gold ist als sicherer Hafen ebenfalls gefragt, insbesondere in den USA, wenngleich der starke Euro den Kursanstieg des Golds gemessen in Euro wieder ausradiert.

Und Russland und Saudi Arabien haben sich wohl für einer Verlängerung der Produktionskürzungen ausgesprochen, das gab diese Woche dem Ölpreis Auftrieb (+5,6%). Es ist eine Frage der Zeit, bis Analysten vorrechnen, wieviel Marktanteile die Saudis dadurch verlieren werden und dass diese Kürzungen nicht ewig durchgehalten werden können. Aber vorerst steigt der Ölpreis.

Nun bin ich aber gespannt auf die Entwicklung der Stimmung unter den Anlegern.




03. Sentiment: Große Absicherungspositionen stützen den DAX

Der Schock sitzt den Anlegern in den Knochen: Am Mittwoch und Donnerstag ist der DAX eingebrochen. Etwas, das viele Anleger nur aus den Geschichtsbüchern kennen. Mitten in einem Aufwärtstrend gab es zwei Tage mit heftigen Verlusten. Doch so schnell, wie der DAX in den Sinkflug überging, so schnell war der Sinkflug auch vorüber.

Entsprechend dieser Turbulenzen hat sich die Stimmung der Anleger deutlich eingetrübt. Nur noch 18% (-14%) der Umfrageteilnehmer sehen in der aktuellen Entwicklung des DAX einen Aufwärtsimpuls, weitere 19% (-22%) gehen von einer Topbildung aus. Dafür ist nun das Lager derer, die den DAX in einer Seitwärtsbewegung sehen, um 18% auf 38% angewachsen. Weitere 22% (+15%) werten diese Woche bereits als Abwärtsimpuls. Die Stimmung, die vor zwei Wochen noch euphorisch war (+4,4%), ist mit einem Zählerstand von -0,4% nunmehr neutral.

Es ist keine wirkliche Überraschung, dass es nach den heftigen Kurszuwächsen der Vorwochen irgendwann einmal zu einer kleinen Korrektur kommen musste. Dennoch wurden 16% (+11%) auf dem falschen Fuß erwischt, weitere 34% (+13%) haben diese Entwicklung kaum erwartet. 43% (-15%) betrachten diese Korrektur als zum größten Teil innerhalb ihrer Erwartungen und 7% (-9%) haben sogar darauf spekuliert. Die moderate Selbstzufriedenheit der Vorwochen ist somit binnen kürzester Zeit verflogen. Anleger sind verunsichert.

Es überrascht mich, dass viele dieses kleine Korrektürchen bereits als ausreichend empfinden, um ihre Erwartungen deutlich nach oben zu schrauben. So gehen nun 23% (+6%) von einem steigenden DAX in drei Monaten aus. 31% (-2%) erwarten eine Seitwärtsbewegung und ebenfalls 31% (-6%) gehen von einem Abwärtsimpuls in drei Monaten aus. Der Rekordpessimismus, den wir in den vergangenen Wochen gemessen haben, bewegt sich damit wieder zurück in den neutralen Bereich.

Die Investitionsbereitschaft ist nach dem Rücksetzer moderat: 20% (+2%) wollen in den kommenden zwei Wochen Aktien zukaufen, 19% (-4%) wollen verkaufen. Mit 61% (+2%) warten die meisten vorerst ab.

Die Absicherungsgeschäfte von Privatanleger, die von der Euwax gemessen werden, befinden sich weiterhin auf einem sehr hohen Niveau. Das erklärt, warum der Ausverkauf im DAX nur so kurz anhielt und deutet darauf hin, dass dies auch in den kommenden Tagen nicht schlechter sein wird. Institutionelle Anleger, die sich über die Eurex absichern, haben ihre Shortpositionen hingegen bereits aufgelöst und setzen mehrheitlich schon wieder auf steigende Kurse.

In den USA notiert der technische Angst und Gier Index des S&P 500 bei 51% im neutralen Bereich. Auch in den USA sind die Absicherungsgeschäfte der Institutionellen auf niedrigem Niveau. Auch die Investitionsquote der Institutionellen verbleibt mit 92% auf hohem Niveau. US-Privatanleger hingegen sind vorsichtig, der Bulle/Bär-Index ist mit -10,4% deutlich bärisch.

Sentimentdaten

Kaufempfehlungen der Privatanleger
E.On, Commerzbank, RWE

Verkaufsempfehlungen der Privatanleger
Dt. Lufthansa, adidas, Siemens

Die Sentiment-Daten wurden in Zusammenarbeit mit Sharewise
erstellt:
http://www.sharewise.com?heibel

Der DAX hat seit Jahresbeginn bereits doppelt so viel zugelegt (+10,1%) wie der Dow Jones (+5,3%). Meiner Einschätzung nach liegt das an der sich kontinuierlich verbessernden Konjunktur in Europa sowie der gleichzeitig einziehenden politischen Stabilität durch den Wahlsieg Macrons, während in den USA das politische Establishment aus Washington (Geheimdienste und Medien) gegen den Kuckuck (Trump) kämpfen, der sich in ihr Nest gesetzt hat. Das ist ein spannender Kampf, dessen Ausgang noch völlig ungewiß ist. Entsprechend ungewiß ist die Aktienmarktentwicklung in den USA und da ziehen internationale Anleger ihr Kapital gerne um, nach Europa.

So haben viele Anleger hierzulande die Rallye zwar beobachtet, doch Euphorie kam kaum, und dann nur ganz kurz, auf, weil viele deutsche Anleger an der Rallye nicht beteiligt waren. Den Rücksetzer dieser Tage haben sie aber auch nicht genutzt, um einzusteigen, vielmehr interpretierte man dies als Anfang vom Ende der Rallye und stockte teilweise die Absicherungspositionen noch weiter auf.

Damit bleibt in meinen Augen der DAX gut unterstützt, einen heftigen Kurseinbruch fürchte ich auch in den kommenden Tagen nicht. Andererseits spitzt sich die Auseinandersetzung in den USA immer weiter zu, so dass auch beherzte Investitionen in den Aktienmarkt, auch in den deutschen, eher ausbleiben dürften. Das Handelsvolumen dürfte abebben, gegebenenfalls könnten steigende Kurse irgendwann Deckungskäufe nach sich ziehen, was eine Rallye weiter anheizen würde.

Aus Sicht der Sentimenttheorie wären in der kommenden Woche also fallende Kurse eine Überraschung, weiter steigende Kurse würden weitere Nachfrage nach sich ziehen und die Rallye weiter anheizen.










04. Ausblick: Gretchenfrage

Der Ausblick bleibt den zahlenden Abonnenten des Heibel-Ticker PLUS vorbehalten. Bitte haben Sie Verständnis dafür, aber ohne eine kleine Einnahmequelle kann ich diesen Dienst nicht aufrecht erhalten.

Hier im Heibel-Ticker Standard erhalten Sie überwiegend vergangenheitsbezogene Erklärungen von mir. Detaillierte Analysen und Einschätzungen über die künftige Börsenentwicklung gibt es nur im kostenpflichtigen Heibel-Ticker PLUS. Das Angebot für die zahlenden Abonnenten des Heibel-Ticker PLUS baue ich kontinuierlich weiter aus und komme dabei insbesondere den Wünschen meiner Kunden nach. Inzwischen bietet das Heibel-Ticker PLUS Abonnement folgende Zusätze:

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- täglich aktuelle Einschätzungen zu den Meldungen, die unsere offenen Positionen betreffen

- einen Chart für jede offene Position, um die Kurssituation schneller zu erfassen

- die Möglichkeit, nur die 10 neuesten Kommentare zu den offenen Positionen anzeigen zu lassen.

- Sie können sich aus den empfohlenen Werten Ihr eigenes Musterportfolio zusammenstellen, um gezielter und schneller die für Sie relevanten Neuigkeiten zu sehen.

Weiterhin erhalten meine Kunden eine übersichtliche Tabelle über alle offenen Positionen mit der jeweiligen Wochenperformance sowie Performance seit Empfehlung und mit einer Übersicht über die anstehenden Aktivitäten wie Stopp Loss nachziehen oder verkaufen bzw. kaufen.

Für die besonders aktiven Anleger unter Ihnen biete ich an, die unterwöchigen Updates direkt per E-Mail an Sie zu senden und ich benachrichtige Sie im Falle von Aktionsempfehlungen (Kauf oder Verkauf) direkt per SMS auf Ihr Handy. Dabei handelt es sich um einen Zusatzdienst (Express!), den ich mit 6,25 € pro Monat berechne. Keine Angst, sämtliche Updates befinden sich natürlich dann auch nochmals in der Freitagsausgabe für die normalen PLUS-Kunden.

Den Reaktionen meiner Kunden entnehme ich, dass der Heibel-Ticker PLUS die Bedürfnisse von Anlegern gezielt und verständlich sowie fundiert und erfolgreich befriedigt. Schauen Sie sich das neue Angebot einmal mit einem Schnupperangebot (6 Wochen zu 20 €) an. Es würde mich freuen, wenn ich Sie als neuen Abonnenten gewinnen kann.

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05. Wunschanalyse: Osram

Die Analyse von Osram ist nicht leicht, denn der Konzern hat sich gerade von einem großen Teil seines Kerngeschäfts getrennt und die Bilanz ist schwer zu lesen. Ich erkenne in der nun schlanken Bilanz ein Wachstumsunternehmen mit großen Chancen, aber die Risiken des Konzernumbaus und der Eroberung neuer Märkte wiegen gleichzeitig ebenfalls schwer, so dass auf dem inzwischen hohen Kursniveau Chancen und Risiken in meinen Augen fair bewertet werden.

Osram
Von der Glühbirne zum Infrarotsensor

Fr, 19. Mai um 16:07 Uhr
Osram kennen wir alle von den Glühbirnen, die Jahrzehntelang in unseren Häusern von den Decken baumelten. Siemens hat die Tochter vor vier Jahren ausgegliedert und an die Börse gebracht. Schon damals war das Ende der Glühbirne beschlossene Sache (Umsatzentwicklung bei Osram -0,3%), Osram investierte in die LED-Technik. Zum 31. März dieses Jahres wurde mit Ledvance dieser Teil des Unternehmens verkauft.

Der LED-Markt ist jedoch bereits heiß umkämpft, Osram muss dort mit maßgeschneiderten und intelligenten Lösungen punkten. So wirbt das Unternehmen mit „intelligenten Städten”, die mit Hilfe von Osram die Verkehrsdichte zur automatischen Ampelsteuerung ermitteln können, die über Sensoren verfügbare Parkplätze automatisch in zentrale Steuerungssysteme geben können und die Straßen bedarfsgerecht ausleuchten können. Der Bereich des Specialty Lighting wächst derzeit mit 8,1% p.a.

Richtig spannend wird es jedoch bei der Sensorik. Bei Infrarotsensoren bezeichnet sich Osram als Marktführer. Immer mehr Sensoren werden in Autos eingesetzt, sei es der Regensensor, die 3-D Raumerkennung (LIDAR), bei dem Spurhalteassistent, bei dem Notbremsassistent, der Fahrerüberwachung bis hin zur Gesichtserkennung, unsichtbare LED-Elemente aus dem Hause Osram registrieren, was sich in der Umgebung abspielt. Mit 24% Wachstum hat sich dieser Bereich, genannt Opto Semiconductors, zu einem Drittel des Konzernumsatzes heraufgeschwungen.


WACHSTUMS- UND ERTRAGSPERLE

Nein, es ist nicht so, dass irgendein kleiner Bereich mit hohem Wachstum vielleicht in vielen Jahren einmal ordentlich zum Konzernergebnis beitragen könnte: Seit dem Verkauf von Ledvance ist bei Osram das alte Glühlampengeschäft klein und mit geringer Marge ausgestattet. Die großen Bereiche wachsen stark und verfügen über eine hohe Marge. Wer Osram also als traditionelles Glühlampenunternehmen mit niedriger Marge sieht, der muss seine Meinung überarbeiten.

Das herkömmliche Beleuchtungsgeschäft hat einen Anteil am Konzernumsatz von 19%, schrumpft um -0,3% und trägt eine Gewinnmarge von -6%. Das rückläufige Verlustgeschäft des Traditionsunternehmens ist also nur noch für weniger als ein Fünftel des Konzernumsatzes verantwortlich.

Specialty Lighting ist heute der größte Konzernbereich mit 47% Umsatzanteil und einer Gewinnmarge von 13%. Dieses Geschäft wächst jährlich um 8,1%.

Und Opto Semi ist bereits für ein Drittel des Konzernumsatzes verantwortlich, wächst mit 24% und trägt eine Gewinnmarge von stolzen 29%.

Wenn diese Entwicklung so anhält, wird bereits im Jahr 2020 die Hälfte des Umsatzes von Opto Semi kommen, 40% von Specialty Lighting und nur noch 10% aus dem herkömmlichen Beleuchtungsgeschäft. Das Gewinnwachstum würde sich bei einer solchen Entwicklung weiter beschleunigen, von derzeit 18% auf 20% p.a.


VERMEINTLICH HOHE BEWERTUNG

In vielen Analysen habe ich von der „hohen Bewertung” gelesen, mit der Osram bereits bewertet sei. Das KGV 2017e steht bei 22, da in diesem Jahr einige Sonderkosten für die Abspaltung von Ledvance, dem herkömmlichen Beleuchtungsgeschäft, anfallen. Schon 2018 wird das KGVe auf 18 fallen. Bei einem erwarteten Gewinnwachstum von 18-20% finde ich das KGV fair, wenn nicht günstig.

Osram wird mit 7 Mrd. Euro Marktkapitalisierung bewertet, 5% (370 Mio. Euro) davon liegen als Nettoliquidität in der Bilanz. Damit ist die Kriegskasse von Osram ordentlich bestückt, um gegebenenfalls Übernahmen umzusetzen.

Die jährliche Dividende liegt bei 1,5%, Osram investiert derzeit noch stark in den Ausbau des Geschäfts. So wird eine Chipfabrik in Kulim, Malaysia gebaut, um dem überproportionalen Umsatzwachstum der Region Asien / Pazifik (+22%) Rechnung zu tragen.


GESCHÄFTLICHER AUSBLICK

Das Management gibt eine in meinen Augen konservative Prognose aus. Das Umsatzwachstum werde bei 7-9% liegen. Ich komme für das laufende Jahr eher auf 10-12%. Die Gewinnmarge werde bei 16,5 bis 17,5% liegen. Ich habe oben errechnet, dass schon im laufenden Jahr aufgrund des überproportionalen Wachstums der margenstarken Geschäftsbereiche eher 18% erzielbar sind.

Anhaltend hohe Investitionen werden aus dem Cashflow finanziert, das Management hat sich für einen ausgeglichenen Freien Cashflow ausgesprochen.

Derzeit profitiert Osram von dem Bau großer Städte in Asien. Dort werden intelligente Beleuchtungssysteme inzwischen sehr häufig eingesetzt, das Geschäft brummt. Ein Ende des Wachstum ist meiner Einschätzung nach vorerst nicht in Sicht.

Der Automobilmarkt befindet sich in meinen Augen noch in einer frühen Phase der Innovationen. Allerdings gibt es schon eine Menge Sensoren, die eingesetzt werden. Es fehlt noch an der Software, die für eine zeitnahe Auswertung und Umsetzung der Signale verantwortlich ist. Stichwort AI – Artificial Intelligence (Künstliche Intelligenz). Sensoren werden zwar zunehmend eingesetzt, dürften aber früher oder später zum Allgemeingut mutieren. Ob dort die hohe Gewinnspanne von heute gehalten werden kann, ist fraglich.


KURSVERDREIFACHUNG SEIT BÖRSENEINFÜHRUNG

Mitte 2013 wurde Osram von Siemens an die Börse gegeben. Die Erstnotiz erfolgte bei 23,80 Euro, das war gleichzeitig bislang auch das Tief der Aktie. Seither ist die Aktie unter großen Schwankungen zwischen 30 und 50 Euro seitwärts gelaufen und seit Anfang 2017 plötzlich nach oben ausgebrochen. Heute steht die Aktie bei 67,50 Euro, fast dem Dreifachen der Erstnotiz. Dabei hat die Kursrallye gerade in den vergangenen Monaten kräftig an Fahrt aufgenommen.

Es ist selten eine gute Idee, Aktien auf Allzeithochs zu kaufen. Ich empfehle stets, zumindest auf eine kleine Kurskorrektur um 5-7% zu warten. Das würde die Aktie von ihrem aktuellen Höchstkurs bei 68,25 Euro auf 63,50 Euro zurückführen. Doch sollte es zu einer ausgewachsenen Korrektur an den Aktienmärkten kommen, so ist aus charttechnischer Sicht auch ein Rutsch auf das Ausbruchsniveau bei 52 Euro möglich.


KURSZIEL FÜR 12-18 MONATE

Auf Sicht der nächsten 12-18 Monate kann ich mir für das seit der Ausgliederung von Ledvance beschleunigte Wachstum des Konzerns gut ein KGV von 20 vorstellen. Auf Basis der aktuellen Analystenschätzungen ist da nicht mehr viel Spielraum für einen Kursanstieg. Sprich: Die guten Wachstumsaussichten sind bereits weitgehend im Aktienkurs enthalten.

Fraglich ist, ob Analysten mit ihren Schätzungen zu nah an der konservativen Unternehmensprognose liegen. Ich gehe davon aus, dass das Unternehmen in den kommenden Quartalen die konservativen Prognosen deutlich übertreffen wird. Meiner optimistischen Prognose zufolge gebe es dann noch Spiel nach oben.

Das aktuelle Wachstum lässt sich aber nicht automatisch in die Zukunft projizieren. Vielmehr geht Osram mit seinen Investitionen in Vorleistung, in der Hoffnung, das exorbitante Wachtum damit beizubehalten. Sicher ist das jedoch nicht. Damit ist die Aktie auf dem aktuellen Niveau aus heutiger Sicht nicht unter-, sondern fair bewertet.

Es besteht deutliches Wachstumspotential, doch das Wachstum unterliegt Marktrisiken. Entsprechend ist Osram eine Wachstumsaktie mit hohen Risiken.


FAZIT

Wenn ich mir den Konzern anschaue, dann sehe ich keinen Grund, auf dem aktuellen Kursniveau noch überstürzt zu kaufen. Vielmehr haben Anleger die großen Chancen des Konzerns realisiert und die Aktie entsprechend hoch gejubelt. Gelingt es Osram, das Wachstum durch die heftigen Investitionen hoch zu halten, dann kann die Aktie durchaus noch ordentlich weiter laufen. Doch auf dem aktuellen Niveau ist die aktuelle Situation des Konzerns in meinen Augen fair bepreist. Mit einem Kauf der Aktie würde ich auf einen deutlichen Rückschlag warten.



06. Update beobachteter Werte

Bitte beachten Sie auch den Kundenbereich auf meiner Internetseite unter www.heibel-ticker.de. Dort finden Sie aktuelle Charts mit meinen jeweils aktualisierten Einschätzungen.

Dieses Kapitel bleibt den Heibel-Ticker PLUS-Abonnenten vorbehalten.

In Deutschland gibt es kaum einen anderen, der die Hintergründe der Aktienmärkte so messerscharf von dem täglichen Medienrummel trennen kann, wie der Autor des Heibel-Tickers Stephan Heibel.

Von seinen Fähigkeiten, komplizierte Zusammenhänge verständlich darzustellen, können Sie sich mit diesem Heibel-Ticker Standard überzeugen. Wenn Sie allerdings seine Schlussfolgerungen und Empfehlungen erfahren möchten, dann sollten Sie sich einmal um den Heibel-Ticker PLUS kümmern.

Für eine Jahresgebühr von 150 Euro erhalten Sie ein Jahresabonnement sowie einen Vorzugspreis auf sämtliche Sonderanalysen, die in unregelmäßigen Abständen veröffentlicht werden. Viele Sonderanalysen stellen wir den Heibel-Ticker PLUS Kunden sogar kostenfrei zur Verfügung.

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07. Übersicht HT-Portfolio

Bitte beachten Sie auch den Kundenbereich auf meiner Internetseite unter www.heibel-ticker.de. Dort finden Sie aktuelle Charts mit meinen jeweils aktualisierten Einschätzungen.

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Im Wochenverlauf habe ich zu mehreren Titeln Anmerkungen im Kundenbereich der Webseiten verfasst.

Die tabellarische Übersicht bleibt den zahlenden Abonnenten des Heibel-Ticker PLUS vorbehalten.

Die dritte Spalte zeigt die Schlusskurse von Donnerstagabend. Unter „Woche“ steht die Veränderung im Vergleich zur Vorwoche. Unter „2014“ steht das Ergebnis der Position seit Jahresbeginn bzw. seit Aufnahme ins Portfolio. Unter „Anteil“ finden Sie den Anteil der jeweiligen Position am Gesamtdepot.

Unter ! steht zur Information meine Grundtendenz:
Kbei Gelegenheit Kaufen, 
NKNachkaufen 
HHalten, 
Vbei Gelegenheit Verkaufen, 
TVTeilverkauf, also nicht die ganze Position 
VLVerkaufslimit, bei überschreiten eines bestimmten Kurses sollte verkauft werden 
SLStopp Loss, bei Unterschreiten eines bestimmten Kurses sollte verkauft werden 
TSTrailing Stopp, wie SL, nur dass das Limit kontinuierlich nachgezogen wird 



Die „Gelegenheit“ zum Kaufen oder Verkaufen wird sodann kurzfristig von mir per Update an Sie bekanntgegeben.

Ich habe diese Spalte „!" insbesondere für neue Kunden vorgesehen, die zu einem späteren Zeitpunkt wissen wollen, ob ich die Position noch zukaufen würde, wenn ich beispielsweise darin nicht schon voll investiert wäre. Zukaufen würde ich jeweils jedoch niemals zu Höchstkursen, sondern stets nur nach kurzfristigen Kursrückschlägen von mindestens 5-7%.

Kauffolge: Je spekulativer, desto aggressiver würde ich kaufen und verkaufen. Derzeit verwende ich die folgenden Schritte:

Value Positionen in drei Schritten aufbauen: 25%-25%-50%,

Spekulative und alternative Positionen in zwei Schrittenaufbauen: 50%-50%,

Tradingpositionen ganz oder gar nicht: 100%.

Stopp Loss Limits, Verkaufslimits und ähnliche Aktionsmarken verwalte ich aktiv in meinem System und ändere ich unter der Woche mehrfach, fast täglich. Eine Veröffentlichung der entsprechenden Limits ist in der Regel nicht sinnvoll, allenfalls Stopp Loss Marken werde ich bisweilen im Text bekanntgeben.

Bitte haben Sie Verständnis dafür, aber ohne eine kleine Einnahmequelle kann ich diesen Dienst nicht aufrecht erhalten.

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In Deutschland gibt es kaum einen anderen, der die Hintergründe der Aktienmärkte so messerscharf von dem täglichen Medienrummel trennen kann, wie der Autor des Heibel-Tickers Stephan Heibel.

Von seinen Fähigkeiten, komplizierte Zusammenhänge verständlich darzustellen, können Sie sich mit diesem Heibel-Ticker Standard überzeugen. Wenn Sie allerdings seine Schlussfolgerungen und Empfehlungen erfahren möchten, dann sollten Sie sich einmal um den Heibel-Ticker PLUS kümmern.

Für eine Jahresgebühr von 150 Euro erhalten Sie ein Jahresabonnement sowie einen Vorzugspreis auf sämtliche Sonderanalysen, die in unregelmäßigen Abständen veröffentlicht werden. Viele Sonderanalysen stellen wir den Heibel-Ticker PLUS Kunden sogar kostenfrei zur Verfügung.

Falls Ihnen ein Jahr zu lang erscheint, dann können Sie den Heibel-Ticker PLUS auch zunächst für ein halbes- oder viertel Jahr bestellen. Oder bestellen Sie einfach das Schnupperabo zu 20 € für 6 Wochen.

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Eine erfolgreiche Börsenwoche,
take share

Stephan Heibel
www.heibel-ticker.de


mailto:info/at/heibel-ticker/./de



08. Disclaimer / Haftungsausschluss und Risikohinweise

Wer un- oder überpersönliche Schreib- oder Redeweisen nachmacht oder verfälscht oder nachgemachte oder verfälschte un- oder überpersönliche Schreib- oder Redeweisen in Umlauf setzt, wird mit Lust-, manchmal auch mit Erkenntnisgewinn belohnt; und wenn alles gut geht, fällt davon sogar etwas für Sie ab. (frei nach Robert Gernhardt)

Wir recherchieren sorgfältig und richten uns selber nach unseren Anlageideen. Für unsere eigenen Transaktionen befolgen wir Compliance Regeln, die auf unsere eigene Initiative von der BaFin abgesegnet wurden. Dennoch müssen wir jegliche Regressansprüche ausschließen, die aus der Verwendung der Inhalte des Heibel-Tickers entstehen könnten.

Die Inhalte des Heibel-Tickers spiegeln unsere Meinung wider. Sie stellen keine Beratung, schon gar keine Anlageempfehlungen dar.

Die Börse ist ein komplexes Gebilde mit eigenen Regeln. Anlageentscheidungen sollten nur von Anlegern mit entsprechenden Kenntnissen und Erfahrungen vorgenommen werden. Anleger, die kein tiefgreifendes Know-how über die Börse besitzen, sollten unbedingt vor einer Anlageentscheidung die eigene Hausbank oder einen Vermögensverwalter konsultieren.

Die Verwendung der Inhalte dieses Heibel-Tickers erfolgt auf eigene Gefahr. Die Geldanlage an der Börse beinhaltet das Risiko enormer Verluste bis hin zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals.

Quellen:
Kurse: Deutsche Kurse von comdirect.de, Goldbarren & Münzen von proaurum.de, US-Kurse von finance.yahoo.com. Alle Kurse sind Schlusskurse vom Donnerstag sofern nichts Gegenteiliges vermerkt ist.
Bilanzdaten: Comdirect, Yahoo! Finance sowie Geschäftsberichte der Unternehmen
Informationsquellen: dpa-AFX, Aktiencheck, Yahoo! Finance, TheStreet.com, IR-Abteilung der betreffenden Unternehmen



09. An-/Ab-/Ummeldung

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