• 18.12.: Deutsche Bank springt kurz nach VPI-Veröffentlichtung an, Draghis Argumente verflüchtigen sich bit.ly/RtX2jz #Börse #Aktien
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01.12.2017:



H E I B E L - T I C K E R    S T A N D A R D

F I N A N Z I N F O R M A T I O N E N

- Einfach einen Tick besser -



DEUTSCHE BIBLIOTHEK : ISSN 1862-5428

12. Jahrgang - Ausgabe 48 (01.12.2017)
Erscheinungsweise: wöchentlich Freitag/Samstag



I N H A L T

01.Info-Kicker: Ausverkauf kurz vor dem Wochenende
02.So tickt die Börse: US-Rallye vs. DAX-Crash
 - Wochenperformance der wichtigsten Indizes
 - Euro-Schwäche voraus
03.Sentiment: Bereinigender Ausverkauf
 -
04.Ausblick: Süßes für's Depot
05.Update beobachteter Werte
 Konsolidierung äquivalent zum Uranpreis
 Dementi zu Übernahmegerücht für Juniper
 Gold auf 10% Portfolioanteil aufstocken
 Nichts ist alternativlos
06.Übersicht HT-Portfolio
07.Disclaimer / Haftungsausschluss und Risikohinweise
08.An-/Ab-/Ummeldung



01. Info-Kicker: Ausverkauf kurz vor dem Wochenende

Liebe Börsenfreunde,

Schups, da ist es nun doch noch passiert: Nachdem der DAX-Ausverkauf von heute früh im Tagesverlauf aufgeholt werden konnte, stürzte der DAX am Abend nun doch wieder ab, weil Anleger in den USA vor dem Wochenende Gewinne mitnehmen und dadurch ein Minus im Dow Jones erzeugt haben. Man merkt, die Stimmung ist nervös.

In der heutigen Ausgabe habe ich eine Liste von Argumenten vorgebracht, die für weiter steigende Kurse sprechen. Das bedeutet nicht, wie Sie in Kapitel 02 lesen können, dass zwischenzeitlich keine heftigen Korrekturen zu erwarten sind. Heftige Korrekturen gehören zu einem wilden Bullen. Aber sie bilden Kaufgelegenheiten, die man mit ein wenig Nerven ergreifen sollte.

In Kapitel 03 untersuche ich die Stimmungslage. Während die Stimmung neutral und die Erwartung moderat optimistisch ist, zeigt sich eine viel zu starke Long-Positionierung bei Anlegern.

Süßes für unser Portfolio stelle ich Ihnen in Kapitel 04 vor. Es handelt sich um eine Spekulation auf einen steigenden Zuckerpreis.

Wie immer gibt es eine Reihe wichtiger Updates in Kapitel 05 sowie eine Übersicht über unsere offenen Positionen in Kapitel 06.

Die PDF-Version dieser Ausgabe steht Ihnen ab sofort im Archiv sowie unter dem folgenden Link zur Verfügung: http://www.heibel-ticker.de/downloads/hts171203.pdf

Nun wünsche ich eine anregende Lektüre,

take share, Ihr
Börsenschreibel

Stephan Heibel

Chefredakteur und
Herausgeber des
Heibel-Ticker




02. So tickt die Börse: US-Rallye vs. DAX-Crash

Verflixt und zugenäht, was soll ich Ihnen heute schreiben? Da hat der Dow Jones in der abgelaufenen Woche um 2,6% zugelegt, die 24.000 Punkte übersprungen und schreibt ein Allzeithoch nach dem anderen, während der DAX in der Woche weitgehend unverändert blieb und heute früh sogar in einen Sturzflug überging, der ihn an die 12.800 Punkte heranführte. Kann es sein, dass Deutschland kollabiert, während weltweit unzählige positive Dinge zusammenkommen?

Wer hat Recht? Die deutschen Anleger oder die US-Anleger? Oder ist die Frage falsch gestellt?

Ja, diese Frage bringt uns nicht weiter, denn schon lange ist der DAX nicht mehr in der Hand deutscher Anleger. Internationale Anleger bestimmen das Marktgeschehen und internationale Anleger sehen aktuell offensichtlich größere Chancen im Dow Jones. In der abgelaufenen Woche konnte nicht einmal der Raketenstart von Nordkorea die US Finanzmärkte in die Knie zwingen. Dabei behauptet Kim Jong-un inzwischen, sämtliche Regionen der USA mit Raketen erreichen zu können.

Es steht die Entlassung des US-Verteidigungsministers Rex Tillerson auf der Tagesordnung, so behaupten es zumindest eine ganze Reihe von US-Medien. Tillerson hat immer wieder Kommunikationskanäle zu dem "kleinen Raketenmann" (so nennt Trump Kim Jong-un) unterhalten und wurde dafür von Trump regelmäßig gescholten. Nachdem sich Tillerson im Oktober abfällig über Trump geäußert hat (Trump sein ein Trottel), scheint seine Entlassung nur noch eine Frage der Zeit. Sein Nachfolger wird auch schon gehandelt. Mike Pompeo, seit kurzem Chef des CIA.

Tillerson ist vom ersten Moment an kontinuierlich mit Trump aneinander gerauscht. Seine Entlassung wäre ein konsequenter Schritt Trumps im Verhandlungsmarathon mit Nordkorea. Es wäre ein weiteres Signal an Kim Jong-un, die Drohungen Trumps ernst zu nehmen. Bislang konnte Nordkorea darauf hoffen, dass Tillerson seinen Präsidenten ein wenig beschwichtigt. Künftig könnte ein weiterer Kriegstreiber im Führungsstab Trumps mitwirken.

Macht mir das Sorgen? Ja. Verurteile ich Trump deswegen? Nein, noch nicht, er wurde ja dafür gewählt. Die USA sitzen auf einem Berg von Atomwaffen, die zur Abschreckung - und ja nicht zum Einsatz - dienen sollen. Doch was ist das für eine Abschreckung, wenn jedermann weltweit weiß, dass diese Waffen niemals eingesetzt werden? Der Abschreckungseffekt ist dahin. Entweder man macht seinen Gegnern glaubhaft klar, dass man die Waffen auch einsetzen wird, oder man kann sie gleich verschrotten.

Mir wäre das "gleich Verschrotten" lieber. Trump hingegen wählt den Weg der überzeugenden Abschreckung. Einmal mehr lesen wir in den Medien, dass Trump seine Minister nicht im Griff habe. Einmal mehr muss ich feststellen, dass Trump sehr wohl Herr der Lage ist und seine Minister strategisch einsetzt. Das eliminiert leider nicht die aufziehende Gefahr eines Atomkriegs mit Nordkorea, doch zumindest stellt meine Erklärung Trump nicht in ein Licht eines Verrückten. Ich will hoffen, dass seine Strategie der Abschreckung aufgeht, ohne dass er den roten Knopf drücken muss.

An den Finanzmärkten zumindest wird das starke Auftreten Trumps begrüßt. Unterstützung wurde diese Woche vom designierten US-Notenbankchef und Nachfolger Janet Yellens geliefert. Jerome Powell gab diese Woche in einer Kongressanhörung bekannt, die Fed müsse auf unerwartete Gefahren für die Finanzstabilität und den ökonomischen Erfolg seines Landes mit angemessener Durchschlagskraft reagieren. Viele Börsianer haben diese Worte als US-Version des "Whatever it takes" von EZB-Chef Mario Draghi aus dem Jahr 2012 gewertet.

Seit Draghis Worten vor fünf Jahren ist der DAX um 100% angesprungen. Seit Powells Worten vor fünf Tagen hat der Dow Jones mal eben den Raketentest Nordkoreas mit einem Plus von 2,6% beantwortet.

Aber es gibt auch noch weitere Gründe für die US-Rallye, die sich ein wenig wie ein Melt-Up Rallye anfühlt. So findet meines Erachtens derzeit keine vernünftige Preisbildung statt, sondern es gibt Anleger, die um jeden Preis in bestimmte Aktien einsteigen wollen. Auf der anderen Seite gibt es kaum Anleger, die verkaufen. Institutionelle Anleger verkaufen ihre erfolgreichen Positionen nicht, weil sie diese zum Jahresende im Portfolio haben möchten, um vor ihren Kunden prahlen zu können, welch ein gutes Gespür sie doch hatten.

Es trifft also der Zwang einiger Anleger, die entsprechende Positionen noch nicht im Portfolio haben, auf die Zurückhaltung derer, die bereits auf den Aktien sitzen. Bei geringem Handelsvolumen wird so der Preis nach oben gedrückt.

Erschwerend für die wenigen Käufer am Markt kommt hinzu, dass es kaum frische Aktien gibt. Der IPO-Markt ist ziemlich inaktiv und Aktienplatzierungen (Zweitplatzierungen, Kapitalerhöhungen, ...) finden nicht statt. Das Management der Aktienunternehmen hat sich den verantwortungsbewußten Umgang mit dem Aktionärskapital auf die Fahne geschrieben und ist relativ restriktiv in Sachen Kapitalerhöhungen. Zudem schwimmen derzeit viele Unternehmen im Cash, wozu also neue Aktien emittieren?

In normalen Börsenzeiten bieten solche Aktienplatzierungen für institutionelle Anleger immer wieder Möglichkeiten, große Anlagesummen zu festen Preisen unterzubringen. Vielfach haben auch diejenigen, die bereits zufriedenstellend investiert sind, eigene erfolgreiche Positionen verkleinert, um Kapital für die angebotenen neuen Aktien zu generieren.

Derzeit können die Anleger, die hinterherhinken, weder frische Aktien kaufen, noch werden nennenswerte Positionen erfolgreicher Aktien auf den Markt geschmissen. Es ist wie verflixt und je näher das Jahresende kommt, desto größer wird der Druck, bestimmte Positionen zu kaufen, ohne Rücksicht auf den Preis.

Die politische Großwetterlage ist vorteilhaft für die Wall Street. Welch ein Unterschied zur Obama-Administration. Unter Obama musste man täglich mit neuen Hinternissen rechnen. Heute wird lediglich über die Abschaffung der Hindernisse diskutiert - auch Jerome Powell möchte deregulieren.

Hilfreich waren in den vergangenen Wochen die Quartalszahlen einer Reihe von Einzelhändlern wie Home Depot, Costco, Wal-Mart, Kroger. Diese Einzelhändler haben inzwischen Wege gefunden, Amazon die Stirn zu bieten. Über Jahre hat Amazon einen Einzelhändler nach dem anderen in den Ruin getrieben. Nun scheint sich erfolgreicher Widerstand zu regen, die Einzelhändler erzielen mit brauchbaren Online-Auftritten inzwischen gute Wachstumsraten und haben ihre Kosten im Griff. Wo vor vier Wochen noch ein Massensterben mit anschließender Massenarbeitslosigkeit befürchtet wurde, gibt es nun plötzlich tragfähige Geschäftsmodelle, die die Arbeitsplätze sichern.

Die Lagerbestände sind klein, die Aktienzahl der Einzelhändler ist es ebenfalls und so springen die Aktien der erfolgreichen Einzelhändler sprunghaft an. Fühlt sich an wie ein Short Squeeze: Viele Spekulanten, die auf die Pleite dieser Einzelhändler spekuliert haben, müssen sich nun eindecken und laufen dabei den Kursen hinterher.

Hinzu kommt die niedrige Arbeitslosenquote in den USA. Seit 2008 war die Arbeitslosigkeit nicht mehr so niedrig, es herrscht praktisch Vollbeschäftigung. Das führt zu einer steigenden Nachfrage im Einzelhandel, denn je mehr Lohnempfänger, desto mehr kann konsumiert werden. Und so verstärkt sich dieser Trend von selbst.

Wenn Sie also ein internationaler Anleger sind, wo wollen Sie Ihr Geld hintragen: In Anleihen mit lächerlich niedriger Verzinsung? In Immobilien, die inzwischen als überteuert gelten und Gefahr laufen, im Umfeld steigender Zinsniveaus an Wert zu verlieren? Oder in Aktien, deren Unternehmen in den vergangenen Wochen überraschend gute Gewinne ausweisen konnten und unzählige optimistische Prognosen für 2018 veröffentlichten?

Wollen Sie nun die Aktien aus einem Euroland, das vermutlich vom Brexit durchgerüttelt wird und deren stabiler Anker, Angela Merkel, derzeit erfahren muss, dass niemand mit ihr regieren möchte? Und wenn doch, dann droht aus Sicht eines Kapitalisten die Abschaffung der privaten Krankenversicherung, dann droht eine Bürgerversicherung und dann droht ein höherer Spitzensteuersatz, eine höhere Erbschaftssteuer, dann droht eine höhere Belastung der arbeitenden Bevölkerung zur Finanzierung einer Rentenerhöhung. Oder in die USA, die ihre Atomwaffen strategisch und vermeintlich rücksichtslos einsetzt, um wirtschaftliche Interessen durchzusetzen, die illegale Einwanderer ächten, um somit billige Arbeitskräfte außerhalb des Sozialsystems zu haben?

So betrachtet ergibt der heutige Ausverkauf im DAX für mich nur dann einen Sinn, wenn er von internationalen Anlegern ausgelöst wurde, die sich nicht um Bewertungsniveaus, um Gewinnentwicklung und Geschäftsaussichten einzelner Unternehmen kümmern, sondern die geopolitische Entwicklungen über Nacht Spekulationen umsetzen.

10. Zynismus ist keine Investment-Strategie.

--> Gut ist gut!

WOCHENPERFORMANCE DER WICHTIGSTEN INDIZES


INDIZES30.11.17Woche ΔΣ '17 Δ
Dow Jones24.135 2,6%22,1%
DAX13.024 0,1%13,4%
Nikkei22.725 0,8%18,9%
Shanghai A 3.474 -1,1%6,9%
Euro/US-Dollar1,190,5%13,1%
Euro/Yen133,611,2%8,6%
10-Jahres-US-Anleihe2,40%0,08-0,05
Umlaufrendite Dt0,20%0,020,21
Feinunze Gold$1.277 -1,0%10,9%
Fass Brent Öl$63,40 0,0%11,8%
Kupfer6.760 -2,0%24,6%
Baltic Dry Shipping1.578 9,2%70,0%



EURO-SCHWÄCHE VORAUS

Der Euro ist diese Woche gegenüber dem US-Dollar um 0,5% auf 1,19 USD/EUR angestiegen. Ein starker Euro wird als Belastung für die deutsche Exportindustrie betrachtet, der DAX gilt international als Export-Index für Deutschland.

Ich habe vor einem Jahr meine Währungshaltung geändert: Nachdem ich lange Jahre richtigerweise einen schwachen Euro erwartet hatte, habe ich vor einem Jahr einen Euro-Anstieg in Aussicht gestellt. Seither ist der Euro von 1,04 auf 1,20 USD/EUR gestiegen. Heute möchte ich meine Haltung ändern.

COT-USD
Abbildung 1: COT USD


In dem Chart können Sie oben den Verlauf des US-Dollars gegenüber den wichtigsten Weltwährungen sehen. Im Jahr 2017 gab der US-Dollar kräftig nach und fiel von 104 auf bis zu 91. In dieser Zeit haben sich die "large Speculators", also die institutionellen Anleger (grüne Linie), die große Geldbeträge bewegen, von ihren Long-Positionen verabschiedet (dadurch der Verfall des US-Dollars) und sind inzwischen für einen weiter fallenden US-Dollar positioniert (grüne Linie ist unter 0).

Das ist sehr selten der Fall und führt in der Regel zu einer Gegenbewegung. Immer wenn in den vergangenen fünf Jahren das Commitment of Trades der Großanleger die Nulllinie erreichte, gab es in den folgenden 6-12 Monaten einen Anstieg des US-Dollars. Ich stelle mich also auf einen Anstieg des US-Dollars im kommenden Jahr ein.

Mögliche Gründe fallen mir da unzählige ein: Trump ist doch kein Irrer, sondern man gewöhnt sich an seine Politik der polternden Worte. Der Brexit erzeugt Währungsturbulenzen in Europa. Deutschland fällt als Stabilitätsanker in Europa aus, weil wir auf Neuwahlen zulaufen oder eine Minderheitsregierung ohne Durchschlagskraft haben könnten. Egal, denn der Euro dürfte deutlich tiefer stehen, wenn wir die Gründe dafür erfahren.

Wenn der Euro an Wert verliert und der Bitcoin derzeit als Gold-Alternative ungeahnte Höhen erklimmt, dann stellt das Gold derzeit eine attraktive Anlagemöglichkeit dar. Gemessen in US-Dollar hat der Goldpreis in diesem Jahr bereits einen ersten Aufwärtstrend versucht. Hier in Deutschland und gemessen in Euro haben wir davon nichts mitbekommen, weil die Euro-Stärke den Goldpreisanstieg (beiden gemessen in US-Dollar) ausgeglichen hat.

Die Chancen für eine Goldhausse steigen dadurch in meinen Augen: Sollte der US-Dollar nun wieder stärker werden, der Euro also schwächer, dann dürfte das den Goldpreis für uns Euro-Menschen automatisch nach oben treiben.

Wenn dann irgendwann, und das kann noch gut ein oder zwei Jahre dauern, kann aber auch schon morgen passieren, der Bitcoin irgendwann einmal einen heftigen Rückschlag erleidet, werden sich viele internationale Anleger nach dem zum Bitcoin alternativen Sicheren Hafen wenden und Gold kaufen.

In meinen Augen ist die Stärke des Bitcoins nicht allein eine Spekulationsblase von Freaks, sondern auch ein Zeichen dafür, dass eine Alternative zum politisch gesteuerten Währungssystem gewünscht ist und benötigt wird. Traditionell stellt das nur Gold dar, der Bitcoin ist eine junge Alternative, die bislang kaum Langfristanleger gelockt hat. Doch ein wesentliches Merkmal des Bitcoins ist die Unabhängigkeit von Regierungen - genau wie Gold.

Schauen wir nun einmal, wie sich die Stimmung unter den Anlegern entwickelt hat.




03. Sentiment: Bereinigender Ausverkauf

Mit nur noch 17% (-8%) sehen immer weniger Anleger in der aktuellen DAX-Bewegung noch immer einen Aufwärtsimpuls. Stattdessen wollen nun bereits 13% (+4%) einen Abwärtsimpuls erkennen, die meisten jedoch gehen von einer Seitwärtsbewegung aus (+1% auf 45%). Das Sentiment an den Aktienmärkten ist somit neutral, von der Euphorie im Oktober ist nichts mehr übrig geblieben.

Auch die Selbstzufriedenheit der Anleger geht weiter zurück, Verunsicherung macht sich breit. Nur noch 42% (-8%) der Umfrageteilnehmer fühlen ihre Erwartung der Vorwoche durch die aktuelle DAX-Entwicklung zum größten Teil bestätigt, 10% (+1%) geben an, darauf spekuliert zu haben. Hingegen sehen unverändert 33% ihre Erwartungen kaum erfüllt und 15% (+7%) wurden gar auf dem falschen Fuß erwischt.

So wie die Stimmung fällt, so steigt der Zukunftsoptimismus. 35% (+3%) erwarten für den DAX in drei Monaten steigende Kurse, weitere 12% (-3%) gehen zu diesem Zeitpunkt von einer Topbildung aus. Das Lager der Pessimisten umfasst unverändert 23%, eine Seitwärtsbewegung erwarten 27% (-1%). Damit haben die Optimisten die Oberhand, doch von extremem Optimismus sind wir noch weit entfernt.

Die Kaufbereitschaft der Vorwoche ist jedoch trotz der gefallenen Kurse und trotz des gestiegenen Optimismus verflogen. Nur noch 22% (-6%) wollen in den kommenden zwei Wochen Aktien zukaufen, hingegen wollen 17% (-6%) Aktien verkaufen. Mit 61% bleiben die meisten weiterhin unentschlossen.

Das Euwax-Sentiment der Privatanleger notiert auf dem mit Abstand höchsten Niveau des gesamten Jahres (10,22). Privatanleger sind also überaus bullisch positioniert, sie haben sich den gesamten November durch auf long-Positionen konzentriert. Damit ist jeder Anstieg des DAX vermutlich stark begrenzt, da diese long positionierten Anleger sehr schnell ihre Positionen in steigende Kurse hinein auflösen, und somit einen weiteren Anstieg dämpfen werden.

Auch institutionelle Anleger, die sich über die Eurex absichern, sind nunmehr stark long positioniert (Put/Call-Ratio von 1,1 bei einem Durchschnitt von 1,5).

Euwax- und Eurex-Sentiment deuten auf eine zu starke Long-Positionierung der privaten und institutionellen Anleger in Deutschland. Ist der heutige Ausverkauf also eine Reaktion auf diese Fehlallokation? Und ist mit dem heutigen Ausverkauf diese Fehlallokation bereits bereinigt? Meine Interpretation lesen Sie weiter unten. Schaue wir zunächst noch auf die US-Märkte.

Der technische Angst und Gier Index des A&P 500 steht bei 73% und zeigt damit eine leichte Gier auf. Erst ab 75% spricht man von extremer Gier, wie sind kurz davor. Institutionelle US-Anleger haben ihre Investitionsquote erneut stark angehoben. Nach 61,5% vor einem Monat sind nun 77,5% der Kundengelder angelegt. Der Bulle/Bär-Index der US-Privatanleger steht mit 4,3% auf neutralem Niveau.

Sentimentdaten

Sentimentdaten

Kaufempfehlungen der Privatanleger
Dialog Semi, BYD, Illumina, Geely, Merck, ProSiebenSat.1 Media

Verkaufsempfehlungen der Privatanleger
Goldcorp, CA Inc., Nike, Société Générale, Universal Display

Die Sentiment-Daten wurden in Zusammenarbeit mit Sharewise
erstellt:
http://www.sharewise.com?heibel

Wenn ich mir meinen Erklärungsansatz aus Kapitel 02 anschaue und nun die vorläufigen Ergebnisse der Sentiment-Umfrage einbeziehe, muss ich meine Interpretation etwas anpassen: Anleger in Deutschland sind optimistisch und entsprechend positioniert. Weiteres Kaufinteresse besteht jedoch nicht mehr, wohl aber gibt es die Angst, bei fallenden Kurse die erzielten Buchgewinne zu verlieren. Daher wird bei leichten Anzeichen einer Korrektur sofort verkauft.

Ich bleibe bei meiner Auffassung, dass internationale Anleger derzeit US-Aktien bevorzugen, wie in Kapitel 02 beschrieben. Allerdings trafen deren leichte Verkäufe auf eine stark long ausgerichtete Anlegerschaft in Deutschland, die sodann flugs ihre Gewinne sicherte und dadurch den heutigen, heftigen Ausverkauf verursachte.

Ich denke, das war's vorerst. Der Druck, den ich für die US-Anleger beschrieben habe, demzufolge Anleger zum Jahreswechsel möglichst die erfolgreichen Aktien des Jahres 2017 im Portfolio haben möchten, wird in den kommenden Tagen eher größer. Brexit-Sorgen und Zugeständnisse an die SPD für eine "stabile Regierungsbildung" werden uns noch viele Monate bzw. Wochen begleiten. Für einen nachhaltigen Ausverkauf im DAX, während die internationalen Märkte haussieren, dürfte das nicht ausreichen.










04. Ausblick: Süßes für's Depot

Der Ausblick bleibt den zahlenden Abonnenten des Heibel-Ticker PLUS vorbehalten. Bitte haben Sie Verständnis dafür, aber ohne eine kleine Einnahmequelle kann ich diesen Dienst nicht aufrecht erhalten.

Hier im Heibel-Ticker Standard erhalten Sie überwiegend vergangenheitsbezogene Erklärungen von mir. Detaillierte Analysen und Einschätzungen über die künftige Börsenentwicklung gibt es nur im kostenpflichtigen Heibel-Ticker PLUS. Das Angebot für die zahlenden Abonnenten des Heibel-Ticker PLUS baue ich kontinuierlich weiter aus und komme dabei insbesondere den Wünschen meiner Kunden nach. Inzwischen bietet das Heibel-Ticker PLUS Abonnement folgende Zusätze:

INTERNET: Kundenbereich

- täglich aktuelle Einschätzungen zu den Meldungen, die unsere offenen Positionen betreffen

- einen Chart für jede offene Position, um die Kurssituation schneller zu erfassen

- die Möglichkeit, nur die 10 neuesten Kommentare zu den offenen Positionen anzeigen zu lassen.

- Sie können sich aus den empfohlenen Werten Ihr eigenes Musterportfolio zusammenstellen, um gezielter und schneller die für Sie relevanten Neuigkeiten zu sehen.

Weiterhin erhalten meine Kunden eine übersichtliche Tabelle über alle offenen Positionen mit der jeweiligen Wochenperformance sowie Performance seit Empfehlung und mit einer Übersicht über die anstehenden Aktivitäten wie Stopp Loss nachziehen oder verkaufen bzw. kaufen.

Für die besonders aktiven Anleger unter Ihnen biete ich an, die unterwöchigen Updates direkt per E-Mail an Sie zu senden und ich benachrichtige Sie im Falle von Aktionsempfehlungen (Kauf oder Verkauf) direkt per SMS auf Ihr Handy. Dabei handelt es sich um einen Zusatzdienst (Express!), den ich mit 6,25 € pro Monat berechne. Keine Angst, sämtliche Updates befinden sich natürlich dann auch nochmals in der Freitagsausgabe für die normalen PLUS-Kunden.

Den Reaktionen meiner Kunden entnehme ich, dass der Heibel-Ticker PLUS die Bedürfnisse von Anlegern gezielt und verständlich sowie fundiert und erfolgreich befriedigt. Schauen Sie sich das neue Angebot einmal mit einem Schnupperangebot (6 Wochen zu 20 €) an. Es würde mich freuen, wenn ich Sie als neuen Abonnenten gewinnen kann.

Für eine Jahresgebühr von 150 Euro erhalten Sie ein Jahresabonnement sowie einen Vorzugspreis für sämtliche Sonderanalysen, die in unregelmäßigen Abständen veröffentlicht werden. Viele Sonderanalysen stelle ich den Heibel-Ticker PLUS Kunden sogar kostenfrei zur Verfügung.

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05. Update beobachteter Werte

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Dieses Kapitel bleibt den Heibel-Ticker PLUS-Abonnenten vorbehalten.

In Deutschland gibt es kaum einen anderen, der die Hintergründe der Aktienmärkte so messerscharf von dem täglichen Medienrummel trennen kann, wie der Autor des Heibel-Tickers Stephan Heibel.

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06. Übersicht HT-Portfolio

Bitte beachten Sie auch den Kundenbereich auf meiner Internetseite unter www.heibel-ticker.de. Dort finden Sie aktuelle Charts mit meinen jeweils aktualisierten Einschätzungen.

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Im Wochenverlauf habe ich zu mehreren Titeln Anmerkungen im Kundenbereich der Webseiten verfasst.

Die tabellarische Übersicht bleibt den zahlenden Abonnenten des Heibel-Ticker PLUS vorbehalten.

Die dritte Spalte zeigt die Schlusskurse von Donnerstagabend. Unter „Woche“ steht die Veränderung im Vergleich zur Vorwoche. Unter „2014“ steht das Ergebnis der Position seit Jahresbeginn bzw. seit Aufnahme ins Portfolio. Unter „Anteil“ finden Sie den Anteil der jeweiligen Position am Gesamtdepot.

Unter ! steht zur Information meine Grundtendenz:
Kbei Gelegenheit Kaufen, 
NKNachkaufen 
HHalten, 
Vbei Gelegenheit Verkaufen, 
TVTeilverkauf, also nicht die ganze Position 
VLVerkaufslimit, bei überschreiten eines bestimmten Kurses sollte verkauft werden 
SLStopp Loss, bei Unterschreiten eines bestimmten Kurses sollte verkauft werden 
TSTrailing Stopp, wie SL, nur dass das Limit kontinuierlich nachgezogen wird 



Die „Gelegenheit“ zum Kaufen oder Verkaufen wird sodann kurzfristig von mir per Update an Sie bekanntgegeben.

Ich habe diese Spalte „!" insbesondere für neue Kunden vorgesehen, die zu einem späteren Zeitpunkt wissen wollen, ob ich die Position noch zukaufen würde, wenn ich beispielsweise darin nicht schon voll investiert wäre. Zukaufen würde ich jeweils jedoch niemals zu Höchstkursen, sondern stets nur nach kurzfristigen Kursrückschlägen von mindestens 5-7%.

Kauffolge: Je spekulativer, desto aggressiver würde ich kaufen und verkaufen. Derzeit verwende ich die folgenden Schritte:

Value Positionen in drei Schritten aufbauen: 25%-25%-50%,

Spekulative und alternative Positionen in zwei Schrittenaufbauen: 50%-50%,

Tradingpositionen ganz oder gar nicht: 100%.

Stopp Loss Limits, Verkaufslimits und ähnliche Aktionsmarken verwalte ich aktiv in meinem System und ändere ich unter der Woche mehrfach, fast täglich. Eine Veröffentlichung der entsprechenden Limits ist in der Regel nicht sinnvoll, allenfalls Stopp Loss Marken werde ich bisweilen im Text bekanntgeben.

Bitte haben Sie Verständnis dafür, aber ohne eine kleine Einnahmequelle kann ich diesen Dienst nicht aufrecht erhalten.

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Eine erfolgreiche Börsenwoche,
take share

Stephan Heibel
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07. Disclaimer / Haftungsausschluss und Risikohinweise

Wer un- oder überpersönliche Schreib- oder Redeweisen nachmacht oder verfälscht oder nachgemachte oder verfälschte un- oder überpersönliche Schreib- oder Redeweisen in Umlauf setzt, wird mit Lust-, manchmal auch mit Erkenntnisgewinn belohnt; und wenn alles gut geht, fällt davon sogar etwas für Sie ab. (frei nach Robert Gernhardt)

Wir recherchieren sorgfältig und richten uns selber nach unseren Anlageideen. Für unsere eigenen Transaktionen befolgen wir Compliance Regeln, die auf unsere eigene Initiative von der BaFin abgesegnet wurden. Dennoch müssen wir jegliche Regressansprüche ausschließen, die aus der Verwendung der Inhalte des Heibel-Tickers entstehen könnten.

Die Inhalte des Heibel-Tickers spiegeln unsere Meinung wider. Sie stellen keine Beratung, schon gar keine Anlageempfehlungen dar.

Die Börse ist ein komplexes Gebilde mit eigenen Regeln. Anlageentscheidungen sollten nur von Anlegern mit entsprechenden Kenntnissen und Erfahrungen vorgenommen werden. Anleger, die kein tiefgreifendes Know-how über die Börse besitzen, sollten unbedingt vor einer Anlageentscheidung die eigene Hausbank oder einen Vermögensverwalter konsultieren.

Die Verwendung der Inhalte dieses Heibel-Tickers erfolgt auf eigene Gefahr. Die Geldanlage an der Börse beinhaltet das Risiko enormer Verluste bis hin zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals.

Quellen:
Kurse: Deutsche Kurse von comdirect.de, Goldbarren & Münzen von proaurum.de, US-Kurse von finance.yahoo.com. Alle Kurse sind Schlusskurse vom Donnerstag sofern nichts Gegenteiliges vermerkt ist.
Bilanzdaten: Comdirect, Yahoo! Finance sowie Geschäftsberichte der Unternehmen
Informationsquellen: dpa-AFX, Aktiencheck, Yahoo! Finance, TheStreet.com, IR-Abteilung der betreffenden Unternehmen



08. An-/Ab-/Ummeldung

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