Heibel-Ticker 13/13 - Frohe weiße Ostern

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H E I B E L - T I C K E R    S T A N D A R D

F I N A N Z I N F O R M A T I O N E N

- Einfach einen Tick besser -



DEUTSCHE BIBLIOTHEK : ISSN 1862-5428

8. Jahrgang - Ausgabe 13 (28.03.2013)
Erscheinungsweise: wöchentlich Freitag/Samstag



I N H A L T

01.Info-Kicker: Frostige Temperaturen zu Ostern
02.So tickt die Börse: Sturm im Wasserglas
 - Wochenperformance der wichtigsten Indizes
03.Sentiment: Euphorie wird zu Europhobie bei Instiutionellen
 - Top Analystenziele
04.Ausblick: Dividendentitel heben ab
05.Zypern-Lösung nicht Blaupause für Europa sondern Kopie der USA
 - : Zypern-Lösung nicht Blaupause für Europa sondern Kopie der USA
 - Zypern-Lösung nicht Blaupause für Europa sondern Kopie der USA
06.Tradingidee: Süss MicroTec erhält Folgeauftrag von Samsung
07.Update beobachteter Werte
 Sorge um Eisenerzpreis drückt Kurs, nachkaufen
 Kurs erneut im Minus, nachkaufen
 Übertriebener Ausverkauf, Nachkaufen
 Anleihe nachkaufen, Stabilität für den Sommer
08.Übersicht HT-Portfolio
09.Disclaimer / Haftungsausschluss und Risikohinweise
10.An-/Ab-/Ummeldung



01. Info-Kicker: Frostige Temperaturen zu Ostern

Liebe Börsenfreunde,

eisekalt ist es hier im Norden! So wenig, wie ich das Grün des Rasens unter der Schneedecke sehen kann, so wenig grün sehen wir auch an der Börse. Frostige Stimmung! Der Tabubruch in Zypern werde sich, so die Marktmeinung, nachteilig auf den Rest des Eurolands auswirken. Entsprechend flüchtet das Kapital aus Europa in die USA.

Doch eine Kapitalflucht sieht anders aus, wie ich in Kapitel 02 zeigen werde. Außer ein paar Nachzüglern gibt es hier keine Panik.

Die Stimmung ist immerhin eingebrochen: Von Euphorie ist nichts mehr zu sehen, Analysten und institutionelle Anleger werden eher von einer Europhobie sprechen. Lediglich die Privatanleger greifen bereits wieder opportunistisch zu. Die Einzelheiten zur Entwicklung des Sentiments lesen Sie in Kapitel 03.

Dividendentitel werden nicht mehr mit KGV oder Wachstumsaussichten bemessen, hier zählt nur noch die Dividendenrendite, wie ich am Beispiel von Nestlé zeige. Das KGV von 19 steht in keinem Verhältnis zum mäßigen Umsatzwachstum von 6-7%. Welche DAX-Aktien noch ein solches Muster aufweisen und was dies für Sie bedeutet, lesen Sie in Kapitel 04.

Dijsselbloem ist sehr unglücklich in sein neues Amt gestartet, die aktuell schlechte Stimmung ist in meinen Augen zu einem großen Teil ihm zu verdanken. Mehr dazu in Kapitel 05.

Heute ergab sich eine Tradingidee, die Sie in Kapitel 06 nachlesen können.

Wichtige Updates finden Sie wie immer in Kapitel 07 und in Kapitel 08 eine Übersicht über unsere Portfoliostruktur.

Die PDF-Version dieser Ausgabe steht Ihnen ab sofort im Archiv sowie unter dem folgenden Link zur Verfügung: https://www.heibel-ticker.de/downloads/hts130328.pdf

Nun wünsche ich eine anregende Lektüre und Frohe weiße Ostern,

take share, Ihr
Börsenschreibel

Stephan Heibel

Chefredakteur und
Herausgeber des
Heibel-Ticker




02. So tickt die Börse: Sturm im Wasserglas

"Bankensturm bleibt aus", titeln die ersten Medien nach der Bankenöffnung heute Mittag in Zypern. Der DAX klettert schon langsam nach oben. Nein, Zypern ist noch nicht das Ende des Euros. Die Rettung war gepflastert mit politischen Fehlern, insbesondere seitens des neuen EU-Kommissars Dijsselbloem (siehe Kapitel 05), aber unter'm Strich ist was Vernünftiges herausgekommen: Die meisten Zyprioten haben ihr Sparvermögen behalten können.

Das lange Osterwochenende steht bevor, und die Medien laufen zur Höchstform auf. Man möchte dem Volk natürlich am liebsten die aussichtslose Lage der Menschen in Zypern aufzeigen. Dazu helfen lange Warteschlangen vor den Banken Zyperns.

Und natürlich möchte man sich als verantwortungsvoll darstellen und mahnend auf die Gefahren hinweisen, die aus der Zypernrettung folgen könnten. Es könnte zu einem Bankenansturm in Spanien kommen, denn auch dort ist der Bankensektor zu einem großen Teil bereits von staatlichen Hilfen abhängig. Und internationale Anleger könnten Italien meiden, wir haben immerhin in dieser Woche gesehen, dass Italien nicht das volle Volumen an Staatsanleihen am Markt platzieren konnte...

...und eigentlich muss doch nach dieser Enteignung in Europa (Zypern ist ja nach Aussage Dijsselbloems nur der Anfang) jegliches internationale Kapital aus Europa abgezogen werden. Schlimmer noch, auch die europäischen Millionäre werden ihr Kapital ins Ausland retten, so der Tenor des verantwortungsvoll mahnenden Journalisten.

Der Goldpreis ist diese Woche um ein halbes Prozent zurückgegangen. Komisch. Wie passt das denn in die Sichtweise der Medien? Müsste der Goldpreis vor dem Hintergrund dieser chaotischen Zustände in Europa nicht durch die Decke gehen?

Was, wenn das Chaos Zyperns NICHT auf Spanien, Italien, ... Europa überschwappt? Was, wenn ein Zypriot seiner Dankbarkeit Luft macht, dass Europa sein Sparvermögen gerettet hat, das die zypriotischen Banken eigentlich in hochverzinsten griechischen Anleihen verzockt haben? Und was, wenn weder in Spanien noch in Italien Schlangen vor den Banken gefilmt werden können?

Zypern entwickelt sich langsam in das zurück, was es ist: Eine Randerscheinung. Und der viel zitierte Tabubruch wird dem neuen EU-Komissar Dijsselbloem als falsch verstandene und vorschnelle Äußerung zugeschoben. Nach Ostern wird die Berichtssaison für das erste Quartal 2013 beginnen und wir werden sehen, wie weit wir in Europa vom Chaos entfernt sind.

Wer jetzt nicht kauft, könnte schon in ein paar Tagen den Kursen wieder hinterher laufen. Schauen wir einmal, wie sich die wichtigsten Indizes im Wochenvergleich entwickelt haben:

WOCHENPERFORMANCE DER WICHTIGSTEN INDIZES

INDIZES27.3.13Woche Δ
Dow Jones14.526 0,7%
DAX7.789 -1,8%
Nikkei12.336 0,0%
Euro/US-Dollar1,28-1,1%
Euro/Yen120,44-1,3%
10-Jahres-US-Anleihe1,85%-0,08
Umlaufrendite Dt1,02%-0,07
Feinunze Gold$1.606 -0,5%
Fass Brent Öl$109,81 2,1%
Kupfer7.618 -0,7%
Baltic Dry Shipping922 -0,9%



Es ist schon so, dass einiges Kapital aus Europa flieht, Ziel sind die USA. Anders kann ich mir das Plus beim Dow Jones (+0,7%) gegenüber dem Minus beim DAX (-1,8%) nicht erklären. Zudem ist der Euro in dieser Woche kräftig zurückgegangen (-1,1%), was ebenfalls für einen Kapitalstrom von Europa in die USA spricht. In Europa haben insbesondere die Finanztitel Federn gelassen, während in den USA die vermeintlich langweiligen Dividendentitel gekauft wurden.

Gleichzeitig sind auch die Renditen der Staatspapiere Deutschlands und der USA wieder zurückgegangen, was ebenfalls auf die gestiegene Nachfrage zurückzuführen ist.

Die Bewegung, die nach Meinung vieler Anleger Europa in die Knie zwingen soll, findet also statt. Doch die Intensität ist sehr gering. Ich würde sagen, wer sein Geld nicht im Euro anlegen möchte, der hat es schon längst abgezogen. Da hat der Umgang mit Griechenland schon ausreichend Gründe geliefert. Nach Zypern gibt es nun nur noch ein paar Nachzügler.

Schauen wir einmal, wie sich die Stimmung unter den Anlegern entwickelt hat.




03. Sentiment: Euphorie wird zu Europhobie bei Instiutionellen

Unsere animusX Erhebung hat einen drastischen Rückgang der Euphorie verzeichnet, der Kurssturz war also kurzfristig richtig erwartet worden und führte anschließend zu einem Anstieg der neutralen Haltung der Anleger. Doch die mittelfristige Zuversicht, die erst in den vergangenen zwei Wochen verschwand, kehrt auch auf dem niedrigeren Kursniveau noch nicht zurück. Insgesamt hat sich die Stimmung also drastisch eingetrübt, wenngleich damit erst einmal die Euphorie abgebaut wurde - von Pessimismus kann man noch nicht sprechen.

Ganz ähnlich geht es auch aus der Sentimenterhebung der Deutschen Börse hervor, in der die Pessimisten ein Jahreshoch erreichen.

Wir sehen also das typische Anlegerverhalten: Zuerst wird lautstark eine Korrektur gefordert, damit man nachkaufen könne. Kommt diese Korrektur dann, stecken viele den Kopf in den Sand. Der Mut für Käufe scheint verflogen zu sein.

Sentimentdaten

Analysten
Empfehlungen (Anzahl Empfehlungen):

Kaufen / Verkaufen
22.03.- 28.03. (268): 42% / 16%

Kaufempfehlungen der Analysten
Brenntag, VTG, Kingfisher

Verkaufsempfehlungen der Analysten
RWE, Praktiker, Texas Instruments

Privatanleger
11. KW: 59% Bullen (225 Stimmen)
12. KW: 55% Bullen (215 Stimmen)
13. KW: 65% Bullen (172 Stimmen)

Kaufempfehlungen der Privatanleger
Société Générale, Dialog Semi, BASF

Verkaufsempfehlungen der Privatanleger
Kraft Foods, Blackberry, SMA Solar

Auch die Analysten bleiben auf einem verhältnismäßig defensiven Niveau, nur selten sinkt die Anzahl der Kaufempfehlungen unter 50%. Lediglich die Privatanleger stellen sich gegen den Trend und versammeln sich bereits wieder im Bullenlager. Eine ähnliche Aufteilung hat auch die Deutsche Börse berichtet und ist auch bei der animusX Erhebung zu sehen. Liegt der Privatanleger also falsch, ist er zu früh dran? Kommt es noch schlimmer?

Oder haben wir das Schlimmste hinter uns und können uns auf eine Fortsetzung der Rallye nach Ostern freuen? Ich werde dieser Frage im nächsten Kapitel nachgehen.

Sie wollen wissen, was die Analysten im Einzelnen für Aussagen treffen und wo sie die größten Chancen sehen? Ich habe für Sie eine Übersicht der Analysen mit den höchsten Kurszielen ausgearbeitet. Die Liste zeigt ganz einfach an, wo das aktuelle Kursziel des Analysten prozentual am meisten über dem aktuellen Kurs liegt. Die Details zu den einzelnen Empfehlungen finden Sie unter
http://www.aktien-meldungen.de/Aktienresearch/Top-Aktien

TOP ANALYSTENZIELE

UnternehmenAnalyse v.KursKurszielUpside
Deutz26.34,11 €6,50 €58,15%
Ströer27.38,11 €12,60 €55,36%
Gildemeister25.316,29 €24,00 €47,33%
VTG26.313,42 €19,00 €41,58%
Gigaset25.31,07 €1,50 €40,19%
HHLA HH Hafen27.317,04 €23,50 €37,91%
Tipp2427.341,37 €57,00 €37,78%
infineon26.36,23 €8,50 €36,44%
Jenoptik26.37,94 €10,70 €34,76%
Lanxess26.355,74 €74,00 €32,76%

Es handelt sich um Analysen aus dieser Woche. Bitte genießen Sie diese Übersicht mit Vorsicht. Sie wissen ja, dass häufig auch ein Eigeninteresse des Analysten für eine rosa Brille sorgen kann, weshalb Analysteneinschätzungen tendenziell optimistischer ausfallen, als es die Realität anschließend erlauben würde (Sellside-Analysen). Aber die Übersicht gibt einen Eindruck darüber, wo die Erwartungen mit dem aktuellen Kurs am weitesten auseinander liegen. Wer letztlich Recht haben wird, der Analyst oder die Anleger, die den Kurs machen, ist in jedem Einzelfall individuell zu beurteilen.

Gildemeister, VTG, Gigaset, HHLA, ... da tummeln sich einige Aktien in der Top-Analystenziel-Liste, deren Kurs schneller eingebrochen ist als die Analysten ihre Ziele senken konnten. Ich wäre bei diesen Kandidaten vorsichtig.




04. Ausblick: Dividendentitel heben ab

Der Ausblick bleibt den zahlenden Abonnenten des Heibel-Ticker PLUS vorbehalten. Bitte haben Sie Verständnis dafür, aber ohne eine kleine Einnahmequelle kann ich diesen Dienst nicht aufrecht erhalten.

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Hier im Heibel-Ticker Standard erhalten Sie überwiegend vergangenheitsbezogene Erklärungen von mir. Detaillierte Analysen und Einschätzungen über die künftige Börsenentwicklung gibt es nur im kostenpflichtigen Heibel-Ticker PLUS. Das Angebot für die zahlenden Abonnenten des Heibel-Ticker PLUS baue ich kontinuierlich weiter aus und komme dabei insbesondere den Wünschen meiner Kunden nach. Inzwischen bietet das Heibel-Ticker PLUS Abonnement folgende Zusätze:

INTERNET: Kundenbereich

- täglich aktuelle Einschätzungen zu den Meldungen, die unsere offenen Positionen betreffen

- einen Chart für jede offene Position, um die Kurssituation schneller zu erfassen

- die Möglichkeit, nur die 10 neuesten Kommentare zu den offenen Positionen anzeigen zu lassen.

- Sie können sich aus den empfohlenen Werten Ihr eigenes Musterportfolio zusammenstellen, um gezielter und schneller die für Sie relevanten Neuigkeiten zu sehen.

Weiterhin erhalten meine Kunden eine übersichtliche Tabelle über alle offenen Positionen mit der jeweiligen Wochenperformance sowie Performance seit Empfehlung und mit einer Übersicht über die anstehenden Aktivitäten wie Stopp Loss nachziehen oder verkaufen bzw. kaufen.

Für die besonders aktiven Anleger unter Ihnen biete ich an, die unterwöchigen Updates direkt per E-Mail an Sie zu senden und ich benachrichtige Sie im Falle von Aktionsempfehlungen (Kauf oder Verkauf) direkt per SMS auf Ihr Handy. Dabei handelt es sich um einen Zusatzdienst (Express!), den ich mit 5 € pro Monat berechne. Keine Angst, sämtliche Updates befinden sich natürlich dann auch nochmals in der Freitagsausgabe für die normalen PLUS-Kunden.

Den Reaktionen meiner Kunden entnehme ich, dass der Heibel-Ticker PLUS die Bedürfnisse von Anlegern gezielt und verständlich sowie fundiert und erfolgreich befriedigt. Schauen Sie sich das neue Angebot einmal mit einem Schnupperangebot (6 Wochen zu 16 Euro) an. Es würde mich freuen, wenn ich Sie als neuen Abonnenten gewinnen kann.

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05. Zypern-Lösung nicht Blaupause für Europa sondern Kopie der USA



Zypern-Lösung nicht Blaupause für Europa sondern Kopie der USA

Do, 28. März um 09:24 Uhr
ZYPERN-LÖSUNG NICHT BLAUPAUSE FÜR EUROPA SONDERN KOPIE DER USA

Der Aufschrei war groß, als die EU Zypern vorschrieb, selbst die Kleinsparer für die Rettung des Bankensektors zur Kasse zu bitten. Vom Modellversuch für Spanien und/oder Italien war die Rede, die Begriffe Enteignung und Tabubruch erstürmten bei den Suchbegriffen von Google die Top-Positionen.

Dieser politische Fehler der EU (genauer gesagt: Dijsselbloems, denn Juncker hätte auch in einer Nachtsitzung einen solchen Vorschlag niemals passieren lassen) wurde inzwischen glücklicherweise korrigiert, im Resultat bleiben nun Sparguthaben bis 100.000 Euro unangetastet. Die größeren Vermögen hingegen werden umso stärker belastet.

Damit entspricht diese Lösung dem Vorgehen der USA in der Savings & Loan Krise Ende der 80er. Nach der Deregulierung der Sparkassen (Savings & Loans) in den 70ern weiteten diese ihr Geschäft überproportional aus, konnten ihre langfristigen Zinsversprechungen vor dem Hintergrund des stetig sinkenden Zinsniveaus jedoch nicht einhalten.

Es folgte der Zusammenbruch unzähliger kleiner Sparkassenverbände. Die USA gründeten damals einen Auffangfonds (Resolution Trust Corp.) über den die Sparguthaben der Sparkassenkunden bis zu einem Betrag von etwa 100.000 US-Dollar besichert wurden. Alle darüber liegenden Vermögen waren im Fall der Pleite der entsprechenden Sparkasse futsch. Und immerhin 747 der damals existierenden 3.234 Sparkassen gingen Pleite.

Die Rettung des Mindestsparbetrags durch die Regierung war noch immer teuer genug um die Verschuldung der USA in die Höhe zu katapultieren und eine kleine Rezession Anfang der 90er nach sich zu ziehen.

Zypern selbst ist nicht in der Lage, die eigenen Banken aufzufangen, denn Zypern selbst ist überschuldet. Die gefundene Lösung ist letztlich recht fair, denn ohne die EU wären die Vermögen vollständig futsch. Katastrophal war in meinen Augen lediglich der erste Vorschlag der EU, indem die kleinen Vermögen ebenfalls belastet wurden, sowie die Rhetorik Dijsselbloems. Von ihm dürfen wir in der kommenden Zeit noch einige Irreführungen erwarten.

Die Folge ist nun, dass internationale Anleger ihr Kapital aus diesem rechtlich unsicheren Ort abziehen, und ich meine damit Europa, nicht nur Zypern. Insbesondere Bankaktien sind unter Druck. Schon bald wird man aber sehen, dass der letztlich umgesetzte Schritt vernünftig war und eben keine Blaupause für andere Euroländer darstellt, und so sollte das Vertrauen schnell wieder zurückkommen.

Wer also mutig ist, der kann schon bald Bankaktien zu einem ordentlichen Ausverkaufspreis kaufen.



06. Tradingidee: Süss MicroTec erhält Folgeauftrag von Samsung

Süss MicroTec hat soeben bekanntgegeben (12:21 Uhr), dass ein Kunde, der bereits 2012 erste Geräte installiert hatte, einen Folgeauftrag vergeben hat. An der Börse wird vermutet, dass es sich um Samsung handelt. Der Käufer werde die bestellten Systeme zur Vorserienproduktion nutzen, was für das innovative Unternehmen Süss die Vorstufe für den breiten Einsatz der Geräte bedeutet.

Süss bietet Maschinen an, die eine dreidimensionale Produktion von Micropozessoren ermöglichen. Da die zweidimensionalen Platinen bei steigender Komplexität an ihre Grenzen stoßen, verspricht man sich weitere Performancegewinne durch die Nutzung der dritten Dimension, man geht in die Höhe.

Für ein kleines Unternehmen wie Süss MicroTec mit 163 Mio. Euro Umsatz und einer Marktkapitalisierung von gerade einmal 167 Mio. Euro ist ein Kunde wie Samsung das Tor zur weiten Welt. Die Aktie ist bereits in den Minuten nach der Bekanntgabe um 13% von 8,10 auf 9,20 angesprungen, ich erwarte einen weiteren Anstieg auf über 10 Euro. Wer schnell ist kann noch einsteigen, bevor die institutionellen Anleger aus der Mittagspause zurückkommen und dem Kurs hinterherlaufen.



07. Update beobachteter Werte

Bitte beachten Sie auch den Kundenbereich auf meiner Internetseite unter www.heibel-ticker.de. Dort finden Sie aktuelle Charts mit meinen jeweils aktualisierten Einschätzungen.

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Im Wochenverlauf habe ich zu mehreren Titeln Anmerkungen im Kundenbereich der Webseiten verfasst.

Die dritte Spalte zeigt die Schlusskurse von Donnerstagabend. Unter „Woche“ steht die Veränderung im Vergleich zur Vorwoche. Unter „2012“ steht das Ergebnis der Position seit Jahresbeginn bzw. seit Aufnahme ins Portfolio. Unter „Anteil“ finden Sie den Anteil der jeweiligen Position am Gesamtdepot.

Unter ! steht zur Information meine Grundtendenz:
Kbei Gelegenheit Kaufen, 
NKNachkaufen 
HHalten, 
Vbei Gelegenheit Verkaufen, 
TVTeilverkauf, also nicht die ganze Position 
VLVerkaufslimit, bei überschreiten eines bestimmten Kurses sollte verkauft werden 
SLStopp Loss, bei Unterschreiten eines bestimmten Kurses sollte verkauft werden 
TSTrailing Stopp, wie SL, nur dass das Limit kontinuierlich nachgezogen wird 



Die „Gelegenheit“ zum Kaufen oder Verkaufen wird sodann kurzfristig von mir per Update an Sie bekanntgegeben.

Ich habe diese Spalte „!" insbesondere für neue Kunden vorgesehen, die zu einem späteren Zeitpunkt wissen wollen, ob ich die Position noch zukaufen würde, wenn ich beispielsweise darin nicht schon voll investiert wäre. Zukaufen würde ich jeweils jedoch niemals zu Höchstkursen, sondern stets nur nach kurzfristigen Kursrückschlägen von mindestens 5-7%.

Kauffolge: Je spekulativer, desto aggressiver würde ich kaufen und verkaufen. Derzeit verwende ich die folgenden Schritte:

Value Positionen in drei Schritten aufbauen: 25%-25%-50%,

Spekulative und alternative Positionen in zwei Schrittenaufbauen: 50%-50%,

Tradingpositionen ganz oder gar nicht: 100%.

Stopp Loss Limits, Verkaufslimits und ähnliche Aktionsmarken verwalte ich aktiv in meinem System und ändere ich unter der Woche mehrfach, fast täglich. Eine Veröffentlichung der entsprechenden Limits ist in der Regel nicht sinnvoll, allenfalls Stopp Loss Marken werde ich bisweilen im Text bekanntgeben.

Auch dieses Kapitel bleibt den zahlenden Abonnenten des Heibel-Ticker PLUS vorbehalten. Bitte haben Sie Verständnis dafür, aber ohne eine kleine Einnahmequelle kann ich diesen Dienst nicht aufrecht erhalten.

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In Deutschland gibt es kaum einen anderen, der die Hintergründe der Aktienmärkte so messerscharf von dem täglichen Medienrummel trennen kann, wie der Autor des Heibel-Tickers Stephan Heibel.

Von seinen Fähigkeiten, komplizierte Zusammenhänge verständlich darzustellen, können Sie sich mit diesem Heibel-Ticker Standard überzeugen. Wenn Sie allerdings seine Schlussfolgerungen und Empfehlungen erfahren möchten, dann sollten Sie sich einmal um den Heibel-Ticker PLUS kümmern.

Für eine Jahresgebühr von 120 Euro erhalten Sie ein Jahresabonnement sowie einen Vorzugspreis auf sämtliche Sonderanalysen, die in unregelmäßigen Abständen veröffentlicht werden. Viele Sonderanalysen stellen wir den Heibel-Ticker PLUS Kunden sogar kostenfrei zur Verfügung.

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08. Übersicht HT-Portfolio

Bitte beachten Sie auch den Kundenbereich auf meiner Internetseite unter www.heibel-ticker.de. Dort finden Sie aktuelle Charts mit meinen jeweils aktualisierten Einschätzungen.

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Im Wochenverlauf habe ich zu mehreren Titeln Anmerkungen im Kundenbereich der Webseiten verfasst.



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09. Disclaimer / Haftungsausschluss und Risikohinweise

Wer un- oder überpersönliche Schreib- oder Redeweisen nachmacht oder verfälscht oder nachgemachte oder verfälschte un- oder überpersönliche Schreib- oder Redeweisen in Umlauf setzt, wird mit Lust-, manchmal auch mit Erkenntnisgewinn belohnt; und wenn alles gut geht, fällt davon sogar etwas für Sie ab. (frei nach Robert Gernhardt)

Wir recherchieren sorgfältig und richten uns selber nach unseren Anlageideen. Dennoch müssen wir jegliche Regressansprüche ausschließen, die aus der Verwendung der Inhalte des Heibel-Tickers entstehen könnten.

Die Inhalte des Heibel-Tickers spiegeln unsere Meinung wider. Sie stellen keine Beratung, schon gar keine Anlageempfehlungen dar.

Die Börse ist ein komplexes Gebilde mit eigenen Regeln. Anlageentscheidungen sollten nur von Anlegern mit entsprechenden Kenntnissen und Erfahrungen vorgenommen werden. Anleger, die kein tiefgreifendes Know-how über die Börse besitzen, sollten unbedingt vor einer Anlageentscheidung die eigene Hausbank oder einen Vermögensverwalter konsultieren.

Die Verwendung der Inhalte dieses Heibel-Tickers erfolgt auf eigene Gefahr. Die Geldanlage an der Börse beinhaltet das Risiko enormer Verluste bis hin zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals.

Quellen:
Kurse: Deutsche Kurse von comdirect.de, Goldbarren & Münzen von proaurum.de, US-Kurse von finance.yahoo.com. Alle Kurse sind Schlusskurse vom Donnerstag sofern nichts Gegenteiliges vermerkt ist.
Bilanzdaten: Comdirect, Yahoo! Finance sowie Geschäftsberichte der Unternehmen Informationsquellen: dpa-AFX, Aktiencheck, Yahoo! Finance, TheStreet.com, IR-Abteilung der betreffenden Unternehmen



10. An-/Ab-/Ummeldung

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