H E I B E L - T I C K E R S T A N D A R D
F I N A N Z I N F O R M A T I O N E N
- Einfach einen Tick besser -
DEUTSCHE BIBLIOTHEK : ISSN 1862-5428
8. Jahrgang - Ausgabe 15 (12.04.2013)
Erscheinungsweise: wöchentlich Freitag/Samstag
I N H A L T
| 01. | Info-Kicker: Bären werfen alles in die Waagschale |
| 02. | So tickt die Börse: Internationaler Kapitalstrom in die USA |
| - Wochenperformance der wichtigsten Indizes | |
| 03. | Sentiment: Deutlicher Stimmungsschwenk seit Jahreswechsel |
| - Top Analystenziele | |
| 04. | Ausblick: Chancen in Turnaround-Stories |
| 05. | Technologiesektor: 13 Jahre Bärenmarkt |
| - : | |
| 06. | First Solar ruft Boden für Solarbranche aus: Kostenvorteil ggü. China |
| - First Solar überholt Wettbewerber, neue Chance für Solarworld | |
| 07. | Update beobachteter Werte |
| Details zu Steuerverbindlichkeiten | |
| Vor Gericht und auf Hoher See ... | |
| Erst wenige verstehen den Strategiewandel | |
| Potenzial begrenzt, Teilverkauf | |
| 08. | Übersicht HT-Portfolio |
| 09. | Disclaimer / Haftungsausschluss und Risikohinweise |
| 10. | An-/Ab-/Ummeldung |
01. Info-Kicker: Bären werfen alles in die Waagschale
Liebe Börsenfreunde,
die Argumente der Bären hören sich immer verlorener an, wie ich zuletzt nach dem Vortrag des Euro-Kritikers George Soros dachte. Die meisten Argumente von ihm sind veraltet und schon längstens mit Gegenmaßnahmen im Griff. Dennoch werfen die Bären in diesen Tagen nochmals alles, was sie haben, in die Waagschale und schaffen vielleicht sogar nochmals eine Ausweitung der bislang niedlichen 5%-Korrektur.
Insbesondere globale Verschiebungen sorgen derzeit für Kursbewegungen an den Aktien- und Währungsmärkten. Die Details dazu lesen Sie in Kapitel 02. In Kapitel 03 sodann gehe ich näher auf die obsoleten Argumente der Bären an. Es ist eine Erklärung dafür, dass die Stimmung kaum schwankt, Überraschungen gibt es nicht mehr.
Zwei Turnaround-Stories habe ich in Kapitel 04 für Sie aufgezeigt, von denen wir ungeachtet der kurzfristigen Marktschwankungen über den Sommer gut profitieren sollten.
First Solar hat am Dienstag einen Kurssprung von 50% hingelegt. Die Meldungen sorgten für Euphorie im gesamten Solarmarkt. Die Hintergründe dazu sowie mögliche Folgeentwicklungen habe ich in Kapitel 05 für Sie ausgearbeitet.
Kapitel 06 beschäftigt sich mit dem 13 Jahre lang anhaltenden Bärenmarkt im Technologiesektor. Einige der alten Dinosaurier werden meiner Ansicht nach bald wiederauferstehen.
Wie immer gibt es einige wichtige Updates in Kapitel 07 und eine Übersicht über unser Portfolio in Kapitel 08.
Die PDF-Version dieser Ausgabe steht Ihnen ab sofort im Archiv sowie unter dem folgenden Link zur Verfügung: https://www.heibel-ticker.de/downloads/hts130412.pdf
Nun wünsche ich eine anregende Lektüre,
take share, Ihr
Börsenschreibel
Stephan Heibel
Chefredakteur und
Herausgeber des
Heibel-Ticker
02. So tickt die Börse: Internationaler Kapitalstrom in die USA
Schauen wir diese Woche gleich mal auf die Entwicklung der wichtigsten Indizes, denn daraus lässt sich eine Menge dessen ableiten, was derzeit in der Welt passiert:
WOCHENPERFORMANCE DER WICHTIGSTEN INDIZES
| INDIZES | 11.4.13 | Woche Δ |
| Dow Jones | 14.865 | 1,8% |
| DAX | 7.872 | 0,7% |
| Nikkei | 13.462 | 4,4% |
| Euro/US-Dollar | 1,31 | 1,4% |
| Euro/Yen | 130,35 | 4,8% |
| 10-Jahres-US-Anleihe | 1,79% | 0,03 |
| Umlaufrendite Dt | 1,08% | 0,02 |
| Feinunze Gold | $1.561 | 0,5% |
| Fass Brent Öl | $104,31 | -2,0% |
| Kupfer | 7.613 | 1,9% |
| Baltic Dry Shipping | 865 | -0,1% |
Der Nikkei ist um 4,4% angesprungen. Notenbankchef Kuroda hatte vor einer Woche eine heftige Liquiditätsflutung Japans angekündigt. "Hätte ich doch in den Nikkei investiert", wird sich nun der eine oder andere von Ihnen denken, doch das wünschen Sie sich nicht wirklich. Gleichzeitig hat der japanische Yen nämlich 4,8% gegenüber dem Euro abgegeben. Unter'm Strich wäre Ihr Investment in den Nikkei heute weniger wert als vor einer Woche, der Wechselkursverlust hätte den Nikkei-Gewinn vollständig aufgezehrt.
Allen Bärenrufen zum Trotz ist der DAX nicht eingebrochen, mit einem Wochenplus von 0,7% wurden die Verluste der Vorwoche nahezu ausgeglichen. Nicht berühmt, aber immerhin. Nachdem zuvor die Jagd nach Dividendentiteln dominierte, haben sich Anleger nunmehr auf die Außenseiter konzentriert: Die Aktien, die von der bisherigen Rallye weitgehend vergessen wurden: Die Deutsche Bank und die Commerzbank sowie E.On und RWE stehen an der Spitze der Wochengewinner.
Es ist ein bekanntes Verhalten: Die wirklich guten Unternehmen sind schon gut gelaufen (Bayer, Merck, Beiersdorf, Lufthansa), und kein Anleger möchte den steigenden Kursen gerne hinterherlaufen. Also schaut man, wer noch "Nachholpotenzial" hat. Dabei übersehen Anleger häufig die Gründe für die bislang schlechte Performance dieser Aktien. Ich wäre also vorsichtig, aus den derzeitigen Gewinnern einen nachhaltigen Trend abzuleiten.
Mit 1,08% Rendite ist eine Staatsanleihe nicht unbedingt eine attraktive Alternative, und so ist auch das niedrige Zinsniveau eine weitere Erklärung für die stabile Verfassung der Aktienbörse trotz der Hiobsbotschaften im Euroland. Wohin sonst soll man sein Geld bringen, wenn Spareinlagen nicht mehr sicher sind, wie wir in Zypern gesehen haben, und Staatsanleihen kaum Zinsen abwerfen?
Ähnlich sieht es in den USA aus. Auch dort ist das Zinsniveau zu niedrig. Doch die USA unterscheiden sich in einem Punkt von Europa, von Japan und von China: Sie haben einen Notenbankchef, der Geld mit dem Helikopter über der Bevölkerung verteilt, wenn nötig, und sie haben eine Regierung, die handlungsunfähig ist. "Gridlock" nennen die Amerikaner diese Situation in Washington, Stillstand. Obama redet über ein partielles Waffenverbot und über Kriegstreiberei in Nordkorea. Er weiß, dass er in Sachen Steuern, Sozialhilfen, Gesundheitsausgaben und Wirtschaftsförderung derzeit nichts bewegen kann, die Opposition wird jegliche Änderungen verhindern.
1994 bis 1998 hatte Präsident Clinton schon einmal eine solche Situation und es war eine der wirtschaftlich besten Zeiten für die USA. Unternehmern ist es relativ egal, wie Entscheidungen ausfallen, Hauptsache Entscheidungen fallen. Gewissheit ist das, was ein Unternehmer zum Planen braucht. Natürlich gibt es mehr oder weniger freundliche Rahmenbedingungen für die Wirtschaft, dementsprechend werden dann mehr oder weniger Investitionen durchgeführt. Nur eines schadet wirklich: Ungewissheit. Sie bringt Unternehmer dazu, mit einer Entscheidung über eine Investition abzuwarten, bis die Politik eine Entscheidung getroffen hat.
In der US-Politik sind alle Entscheidungen gefallen, die Obama beeinflussen bzw. anschieben konnte. Von nun an herrscht für die nächsten mindestens zwei Jahre eine Patt-Situation in Washington, gridlock, und Unternehmer müssen nicht mehr auf ausstehende Entscheidungen warten. Sie können nun planen, denn in den nächsten zwei Jahren wird sich an den Rahmenbedingungen nichts ändern.
Es ist die beste aller Welten für die Amerikaner: Washington verschwindet vom Radar und Notenbankchef Ben Bernanke hält die Geldschleusen weit offen, um die politischen Fehler (Zwangskürzungen des Haushaltsbudgets durch ausbleibende Einigung im Steuerstreit) mit Liquidität aufzufangen.
Das erkennen auch die Japaner, die ihr Geld vor der Entwertungskampagne des Notenbankchefs Kuroda in Sicherheit bringen. Wohin? Na, ganz bestimmt nicht nach Europa, nachdem Spareinlagen in Zypern und Unternehmensanleihen in Holland für die Refinanzierung von Banken und Staaten herangezogen wurden. Ich weiß, es ist noch ein weiter Weg von dort bis zu ähnlichen Maßnahmen in Deutschland, und ich habe noch keine Angst um meinen Spargroschen, doch welcher Japaner kann innerhalb Europas so gut differenzieren wie wir Europäer selbst? Im Zweifel bleibt er Europa lieber fern und verschiebt sein Vermögen in die USA.
Dort erkennt auch der Japaner bald das niedrige Zinsniveau und die günstigen Rahmenbedingungen für Unternehmen, und so wird das Geld schon bald in Aktien angelegt. Bislang waren Dividendentitel gefragt doch diese Woche haben auch in den USA insbesondere diejenigen Aktien zugelegt, die bislang vergessen wurden.
Der Dow Jones eilt von Allzeithoch zu Allzeithoch, selbst der S&P 500 hat inzwischen sein Allzeithoch von von 2007 und 2000 hinter sich gelassen. Nachdem in den vergangenen Wochen Kritiker gebetmühlenartig davor warnten, dass sich das Gewinnniveau der Unternehmen nicht halten könne, zeichnet sich nun ab, dass im Falle einer weltweiten wirtschaftlichen Erholung im zweiten Halbjahr nun doch das Gewinnniveau gehalten werden könnte. So schwenkt nun die Rhetorik um in ein kritisieren der Bewertungsniveaus: Einzelne Highflyer werden herausgestellt und als Symbol eines überteuerten Marktes genannt.
Doch die Fakten sehen anders aus: Rechnet man alle Gewinne des Jahres 2012 der S&P 500 Unternehmen zusammen und errechnet daraus ein aktuelles Kurs/Gewinn-Verhältnis, so ergibt sich ein KGV von 15, was historisch günstig ist. Und während die Gewinnerwartungen für 2013 seitens der Analysten in den vergangenen zwölf Monaten kontinuierlich gesunken sind, zeichnet sich nun eine Bodenbildung ab, es könnte schon bald zu einer Erhöhungsorgie bei den Erwartungen der Analysten kommen. Ein zu hohes Bewertungsniveau kann ich also im US-Markt trotz Allzeithochs nicht erkennen.
Fazit: Kurzfristige Kursbewegungen werden immer durch bestimmte Ereignisse losgetreten, wie derzeit beispielsweise durch die Kapitalflucht aus Japan, vielleicht ist auch der eine oder andere vermögende Europäer dabei. Während sich solche kurzfristigen Trends stets als Sondereffekt diskreditieren lassen, der auch kurzfristig ins Gegenteil umschlagen kann (kurzfristige Korrektur), so sind doch die mittelfristigen Faktoren insbesondere in den USA überaus vielversprechend. Liquiditätsflutung durch die Notenbank bei einer handlungsunfähigen Politik und günstig bewerteten Unternehmen lassen mich darauf setzen, dass wir in 12 bis 18 Monaten noch deutlich höhere Kurse sehen.
03. Sentiment: Deutlicher Stimmungsschwenk seit Jahreswechsel
Der DAX steht bei 7.775 Punkten (heute Mittag) und das Gros der Anleger wartet auf Werte um 7.500 Punkte um zu Kaufen. Insbesondere die institutionellen Anleger haben in den vergangenen Tagen ihre Shortquote, also ihre Wetten auf fallende Kurse, hochgefahren, während Privatanleger schon früher kaufbereit sind, offensichtlich mit längerfristigem Zeithorizont.
Doch beide Lager haben gemäß unserer Sentimentumfrage animusX ihre Investitionsquote zurückgefahren. Während die negative Nachrichtenlage Privatanleger eher verunsichert, haben sich die Profis bereits durch ihre hohe Shortquote darauf eingestellt und fühlen sich durch die jüngsten negativen Schlagzeilen immer wieder bestätigt in ihren Weltuntergangsszenarien.
Ich fürchte, den Bären gehen die Argumente aus. Schauen wir einmal vier Monate zurück. Damals drohten die USA über das Fiscal Cliff, die Fiskalklippe zu stolpern. 100% Steuererhöhungen drohten der Bevölkerung, private Haushalte hielten ihre Groschen zusammen und eine Reihe von Unternehmen überstürzten die Ausschüttung von Sonderdividenden, um den drohenden Steuererhöhungen zu entgehen.
Heute wissen wir, das 98% der US-Bevölkerung nicht betroffen sind. Die Anleger, die ihre Dividendenaktien vor dem Jahreswechsel verkauften, kauften sie im neuen Jahr umgehend zurück, es folgte eine fulminante Rallye in den USA.
Vor vier Monaten kam das Gerede über ein baldiges Ende der Liquiditätsflutung durch die Fed auf. Dieses Gerede hielt sich die vergangenen Monate bis endlich vor einer Woche grottenschlechte Arbeitsmarktdaten dieses Argument zur Ruhe betteten. Bernanke wird die Märkte weiter mit Liquidität fluten, solange die Arbeitslosigkeit über 6,5% steht, und das wird nach den jüngsten Zahlen noch eine ganze Weile so sein.
Noch bis in den März hinein waren die Zwangskürzungen des US-Haushaltsbudgets ein beliebtes Argument der Bären. Sollte die Defizitgrenze nicht angehoben werden, so drohten Zwangskürzungen. Inzwischen sind die ersten Zwangskürzungen umgesetzt worden, insbesondere der Arbeitsmarkt zeigt schon erste Resultate. Doch Unternehmensgewinne steigen unbeeindruckt weiter. So ist das einzig wichtige Ergebnis aus der Defizitgrenzen-Zwangskürzungsgeschichte, das wir gesehen haben, dass Obama auch in größter Not in Washington keine einzige Entscheidung mehr durchsetzen kann. Gridlock.
Schauen wir nach Europa. Italien und Spanien waren unter Beschuss, die Wahlen in Italien endeten in einer Patt-Situation, "gridlock" auf italienisch heißt "paralisi" - paralysiert. Der umfassende Hilfsantrag aus Spanien blieb aus, lediglich Geld für die Banken wurde angefordert.
Zypern kam hinzu und verschwand nun wieder, leider mit dem faden Nachgeschmack der teilweisen Enteignung von Sparguthaben. Die meisten Europäer haben nun Angst um ihr Sparvermögen, viele investieren in Aktien, und wieder andere verschieben das Geld innerhalb Europas in die sicheren Länder wie Deutschland. Ausländisches Geld wurde abgezogen, doch gleichzeitig haben die Ausländer eines erkannt: Europa wird den Euro nicht aufgeben, die Währung selbst bleibt stabil.
Wo blieben die Bank-Runs? Wir haben im Fernsehen lange Schlangen vor den zypriotischen Banken gesehen, nachdem diese wieder aufgemacht hatten. Ich möchte die Fernsehgesellschaften bitten, für die Bilder, die wir bald aus Slowenien erhalten werden, nicht wieder die gleichen Gesichter zu engagieren.
Die Bären befinden sich auf dem Rückzug. All ihre Argumente der vergangenen Monate wurden von den Bullen aufgegriffen und ins Gegenteil verkehrt. George Soros Drohung, Deutschland müsse alle Club-Med Länder mit Eurobonds rauspauken oder aber den Euro verlassen, verhallt wie ein letztes erbärmliches Aufbäumen der Bären.
Der Unterschied zwischen Privaten und Institutionellen zeigt sich auch in der Sentimentumfrage der Deutschen Börse, dort zeigen sich die Profis völlig unbeeindruckt von den jüngsten Vorgängen und bleiben kräftig pessimistisch short. Also entweder die Rallye der USA kommt nun zu einem Ende, und es droht eine kräftige Korrektur, die kurzfristig günstigere Einstiegskurse liefert, oder aber die Profis dominieren mit ihren kurzfristigen Einschätzungen den Markt, sind dann jedoch schnell bereit das Lager zu wechseln, wenn die Kurse nachhaltig zu steigen beginnen. Warten wir's ab.
Sentimentdaten
Analysten
Empfehlungen (Anzahl Empfehlungen):
Kaufen / Verkaufen
22.03.- 28.03. (268): 42% / 16%
29.03.- 05.04. (155): 45% / 15%
05.04.- 12.04. (272): 47% / 14%
Kaufempfehlungen der Analysten
SAP, GEA Group, Gerresheimer
Verkaufsempfehlungen der Analysten
Davide Sampari-Milano, Peugeot, Hermes Intl.
Privatanleger
13. KW: 65% Bullen (172 Stimmen)
14. KW: 70% Bullen (182 Stimmen)
15. KW: 62% Bullen (192 Stimmen)
Kaufempfehlungen der Privatanleger
Apple, EADS, Silver Wheaton
Verkaufsempfehlungen der Privatanleger
First Solar, Tesla Motors, Canadia Solar
Analysten sind nach wie vor ebenfalls skeptisch, noch immer werden verhältnismäßig wenige Kaufempfehlungen ausgesprochen. Privatanleger von Sharewise werden hingegen schon vorsichtiger, die Bullenquote ging von 70% auf 62% zurück.
Mit SAP und Apple werden hier günstig bewertete Technologieaktien empfohlen, auf die ich in Kapitel 06 näher eingehen werde. Mit First Solar und Canadian Solar wird vor der Solarbranche gewarnt, die ich in Kapitel 05 näher beleuchte. Kurz gesagt: Beide Branchen sind über Jahre in Vergessenheit geraten. Ist nun der Zeitpunkt der Trendwende gekommen? Ich denke ja, wenn wir einen mittelfristigen Zeithorizont anlegen.
Sie wollen wissen, was die Analysten im Einzelnen für Aussagen treffen und wo sie die größten Chancen sehen? Ich habe für Sie eine Übersicht der Analysen mit den höchsten Kurszielen ausgearbeitet. Die Liste zeigt ganz einfach an, wo das aktuelle Kursziel des Analysten prozentual am meisten über dem aktuellen Kurs liegt. Die Details zu den einzelnen Empfehlungen finden Sie unter
http://www.aktien-meldungen.de/Aktienresearch/Top-Aktien
TOP ANALYSTENZIELE
| Unternehmen | Analyse v. | Kurs | Kursziel | Upside |
| ThyssenKrupp | 11.4 | 14,19 € | 25,00 € | 76,18% |
| Evotec | 8.4 | 2,38 € | 4,00 € | 68,07% |
| Gesco | 8.4 | 57,45 € | 95,00 € | 65,36% |
| Deutz | 8.4 | 4,07 € | 6,50 € | 59,71% |
| RIB Software | 8.4 | 4,24 € | 6,50 € | 53,30% |
| Lanxess | 9.4 | 53,70 € | 80,00 € | 48,98% |
| Daimless | 11.4 | 40,53 € | 60,00 € | 48,04% |
| Gea Group | 10.4 | 26,18 € | 37,00 € | 41,33% |
| BMW | 10.4 | 67,77 € | 95,00 € | 40,18% |
| Lufthansa | 8.4 | 14,30 € | 20,00 € | 39,86% |
Es handelt sich um Analysen aus dieser Woche. Bitte genießen Sie diese Übersicht mit Vorsicht. Sie wissen ja, dass häufig auch ein Eigeninteresse des Analysten für eine rosa Brille sorgen kann, weshalb Analysteneinschätzungen tendenziell optimistischer ausfallen, als es die Realität anschließend erlauben würde (Sellside-Analysen). Aber die Übersicht gibt einen Eindruck darüber, wo die Erwartungen mit dem aktuellen Kurs am weitesten auseinander liegen. Wer letztlich Recht haben wird, der Analyst oder die Anleger, die den Kurs machen, ist in jedem Einzelfall individuell zu beurteilen.
BMW, Daimler, Deutz, Lanxess und ThyssenKrupp auf der Liste der Top-Analystenempfehlungen, da setzen die ersten Analysten schon mutig auf eine bessere Konjunktur in der zweiten Jahreshälfte, denn dies sind konjunktursensible Werte. Auch ich gehe davon aus, dass sich das Bild für das zweite Halbjahr sukzessive aufhellen wird.
04. Ausblick: Chancen in Turnaround-Stories
Der Ausblick bleibt den zahlenden Abonnenten des Heibel-Ticker PLUS vorbehalten. Bitte haben Sie Verständnis dafür, aber ohne eine kleine Einnahmequelle kann ich diesen Dienst nicht aufrecht erhalten.
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05. Technologiesektor: 13 Jahre Bärenmarkt
Fr, 12. April um 14:45 Uhr
Kurz nach der Jahrtausendwende platzte die Internetblase, die sämtliche Bereiche der Computer- und Informationsbranchen zuvor in die Höhe katapultiert hatte. Seither gab es immer wieder Einzelerfolge, doch die Highflyer von damals fristen zu einem großen Teil ein Dasein in Vergessenheit - zumindest aus der Sicht von Anlegern. Dabei gibt es nicht mehr so viele Überlebende, und vielleicht ist es an der Zeit, dem einen oder anderen ein Comeback zuzutrauen. Schauen wir uns die Branche einmal genauer an.
Von den Herstellern von PCs sind nur noch Hewlett Packard und Dell übrig. HP sucht verzweifelt nach einer Strategie für die Zukunft. Nachdem Ende 2012 noch das unmittelbar bevorstehende Ende des Giganten beschrieben wurde, hat sich inzwischen zumindest die Erkenntnis durchgesetzt, dass es jemanden geben muss, der Drucker und PCs baut. HP wird also so schnell nicht von der Bildfläche verschwinden, eine Besserung der Geschäfte ist jedoch noch in weiter Ferne.
Dell kämpft ebenfalls in einem schrumpfenden Markt, der PC-Absatz ist im vergangenen Jahr um 14% eingebrochen. Selbst die Rückkehr des Firmengründers Michael Dell an die Unternehmensspitze konnte das Unternehmen nicht wieder auf einen Wachstumskurs bringen. Zu schwerfällig sei der Konzern geworden, so Michael Dell. Er will Abhilfe schaffen und das Unternehmen mit einigen Partnern von der Börse nehmen, privatisieren. Ein Konsortium von Investoren steht bereit, doch haben inzwischen auch andere Investoren Lunte gerochen, und so entwickelt sich ein Bieterwettstreit um Dell. Ein Zeichen dafür, dass langfristig orientierte Anleger einen Wert in Dell sehen.
Intel liefert Chips, Micron die Hauptspeicher, Western Digital und Seagate die Festplatten und Microsoft die Software für PCs. Diese Unternehmen gelten heute eher als verstaubt, keines dieser Unternehmen hat ein KGV über 11, und dabei werden Dividendenrenditen geboten, die von etablierten Unternehmen wie beispielsweise Exxon kaum überboten werden.
Nokia, Texas Instruments und Broadcom haben den Weg für ein elitäres Smartphone geebnet, doch mit der plötzliche Erfolg im Massenmarkt hat diese Anbieter überrascht, der Zug ist ohne sie abgefahren. Doch auch die Gewinner des Smartphonebooms, Apple, Samsung und Zulieferer Cirrus Logic und Dialog Semiconductor, leiden nunmehr unter dem Abebben der ersten Erfolgswelle. Das explosive Wachstum im Smartphonemarkt ist vorbei, es folgt nun ein Kampf um Marktanteile, und die Aktien, die zuvor als Wachstumsaktien bewertet wurden, werden künftig nunmehr nach fundamental anderen Kriterien bewertet. Derzeit befinden wir uns in der Übergangsphase, in der wachstumsorientierte Anleger das Boot verlassen und bevor die fundamental orientierten Anleger sich trauen zuzugreifen.
Unternehmen sparen an Technologieausgaben, immer mehr stützen sich auf die günstigen Cloud-Angebote. Cisco, Ciena und Juniper haben dadurch weniger Aufträge von branchenfremden Unternehmen, dafür aber einige wenige Aufträge für neu zu bauende Rechenzentren, die für die Datenlast der Cloud-Anwendungen gebaut werden müssen. KLA-Tencor, LAM Research und Applied Materials müssen sich auf einen Massenmarkt einstellen, bei dem individuelle Lösungen in den Hintergrund treten. Der Gewinn bricht weg, die Bewertung schießt bei diesen Unternehmen in die Höhe.
Bleiben die Überlebenden des Internetbooms: Yahoo!, Ebay und Amazon. Erst später kam Google hinzu, und Facebook ist ganz neu hinzugestoßen. Wachstum um jeden Preis, heißt hier die Devise, und Amazon prischt schon seit Jahren voran bei dem Ausbau seiner Infrastruktur. Die Lieferung am gleichen Tag wird nun ins Auge gefasst. Ebay stützt sich immer mehr auf den Bezahldienst Paypal. Google ist inzwischen überall vertreten, selbst in Yahoo! in Form der neuen Cheffin Marissa Mayer, die vor ihrem CEO-Posten bei Yahoo! für Google die Suchseite gestaltete. Facebook hat die Wirren des IPOs hinter sich gelassen und sucht nun nach Möglichkeiten, die große Nutzerbasis zu "monetarisieren", also Geld damit zu verdienen.
Das Internet wird von diesen fünf Unternehmen dominiert. Weiteres Wachstum muss nun aus dem mobilen Internet, Smartphones und Touchpads, kommen, und alle fünf Unternehmen versuchen sich auf verschiedenste Weisen in eine gute Startposition zu bringen. Wir erinnern uns an die Internetblase der Jahrtausendwende und sind daher diesmal etwas vorsichtiger, doch wenn sich ein Sieger zeigen sollte, dann dürfte der Kurs durch die Decke gehen. Und vielleicht ist sogar Platz für mehrere Sieger.
Wir stehen am Anfang der nächsten Welle. Jetzt muss sich zeigen, welches dieser Unternehmen den Schritt in die neue Welt des mobilen Internets schafft. Bislang haben die Schnellsten die Plätze belegt, nun werden die Besten um Marktanteile kämpfen.
Ich habe so meine Meinung, welche dieser Unternehmen die Chancen haben. Und losgelöst von dieser Betrachtungsweise habe ich auch eine Meinung dazu, welche Aktien hiervon die besten Kurschancen haben. Im heutigen Kapitel 04 gehe ich näher auf meine Einschätzung ein.
06. First Solar ruft Boden für Solarbranche aus: Kostenvorteil ggü. China
10.4.2013 um 12:46 Uhr:
Die Aktie des weltgrößten Anbieters von Dünnschicht-Solarmodulen ist am Dienstag um 50% in den Orbit geschossen. Grund waren gleich drei Neuigkeiten, die das Unternehmen in den Markt gab.
1. First Solar kauft TetraSun und vollzieht damit einen Strategiewechsel von Dünnschichtmodulen hin zu den herkömmlichen kristallinen Solarmodulen
2. Die Umsatzprognose für 2013 fiel mit 3,8 - 4 Mrd. USD deutlich höher aus als die von Analysten erwarteten 3,1 Mrd. USD. Auch die Gewinnprognose übertraf mit 4 – 4,50 USD je Aktie die erwarteten 3,51 USD je Aktie deutlich.
3. Die Kosten per Watt Stromerzeugung werden laut First Solar in den kommenden vier Jahren um weitere 40% von derzeit 66 auf dann 40 Cents fallen. Noch vor vier Jahren lagen die Kosten über einem US-Dollar.
Jede der drei Nachrichten allein ist schon eine kleine Sensation. Gehen wir die Bedeutung einmal im Einzelnen durch:
Zu 1.: First Solar hat sich einen eigenen Markt erschlossen: Dünnschichtmodule. Diese Technologie ist billiger und weniger effizient. Sie eignet sich für große Solarparks, bei denen Fläche keine Rolle spielt. Insbesondere Solarkraftwerke werden also mit Dünnschichtmodulen ausgestattet und erzielten trotz der geringeren Effizienz aufgrund des großen Kostenvorteils günstigere Herstellungskosten für die Stromerzeugung.
TetraSun hingegen bietet die herkömmlichen, hocheffizienten aber teuren kristallinen Solarmodule an, wie sie auch von Solarworld, von SunPower, Trina Solar, Yingli Green Energy und LDK Solar verwendet werden.
Ab Ende 2014 will First Solar dann dank der Übernahme von TetraSun eigene kristalline Solarmodule anbieten und tritt somit in direkte Konkurrenz zu den anderen Solarunternehmen. First Solar verlässt die eigene Nische und tritt als zusätzlicher und äußerst kapitalstarker Wettbewerber in den herkömmlichen Solarmarkt. Der Wettbewerb wird sich verschärfen.
Als Grund für diesen Schritt nannte First Solar die Erkenntnis, dass Dünnschichtmodule niemals für die speziellen Anforderungen in Städten und Ballungsgebieten eingesetzt werden können, wo die verfügbare Fläche gering ist und daher eine hohe Effizienz bei der Solarstromgewinnung erzielt werden muss. Eine Erkenntnis, die nicht neu ist. Die Solarunternehmen mit kristallinen Modulen haben dies „schon immer gesagt”. Doch First Solar hat mit seinem Produkt zwischenzeitlich so gut verdient, dass es 1 Mrd. USD aus eigener Tasche investieren kann und somit als finanzstarker Wettbewerber in den Markt der kristallinen Module eintritt, wo viele Solarunternehmen bereits insolvent gingen und viele weitere kurz davor stehen.
Zu 2.: Fist Solar sprach von einer Bodenbildung in der Solarbranche. Bodenbildung beim Preiswettbewerb. Insbesondere die chinesischen Solarunternehmen konnten jahrelang aufgrund der heimischen Förderungen weltweit günstige Preise anbieten. Der Zugang zu günstigen Krediten und günstigen Produktionskosten in China drängte andere Solaranbieter aus dem Markt.
Es ist noch ungewiss, ob die neue chinesische Regierung diese günstigen Bedingungen für die Solarbranche beibehalten wird. Einige Beobachter gehen davon aus, dass auch die chinesische Solarbranche künftig stärker dem internationalen Wettbewerb ausgesetzt wird. Die Überkapazitäten, die in den Boomzeiten des Solarhypes geschaffen wurden, seien nach Aussage von First Solar inzwischen fast vollständig abgebaut.
Zu 3.: Wir haben uns an die fallenden Kosten für die Solarstromerzeugung gewöhnt. Vielfach spricht man auch hier von einer angepassten Version von Gordon Moores Law: Alle 18 Monate verdoppelt sich die Geschwindigkeit und Kapazität von Computern. Für die Solarbranche spricht man zwar nicht gleich von Verdopplung, aber die Effizienzsteigerung und gleichzeitige Kostenreduktion wird immer weiter gehen.
Doch lange haben wir keinen neuen Impuls mehr erhalten, zu viele Solarunternehmen stehen finanziell mit dem Rücken zur Wand. Chinesen haben die Führung in der Solarbranche übernommen und senken die Kosten überwiegend durch steigende Skalenerträge, sprich Massenproduktion.
Der Eintritt von First Solar in den Markt der kristallinen Module und die gleichzeitige Ankündigung, die Kosten in den kommenden vier Jahren um weitere 40% zu senken, ist ein willkommener Impuls für die fast schon festgefahrene Solarbranche. Eigentlich nichts Neues, aber viele Marktbeobachter hatten schon die Befürchtung, dass die Kostensenkungen zu einem baldigen Ende kommen könnten.
Folgen:
Nachdem wir uns die drei Neuigkeiten näher angeschaut haben, ist es leicht zu beurteilen, wer davon profitieren wird und wer nicht. Anbieter kristalliner Solarmodule erhalten einen zusätzlichen Wettbewerber, der zudem über eine starke Bilanz und hohe liquide Mittel verfügt. Der ruinöse Preiskampf wird sich dennoch abschwächen, da die Überkapazitäten der vergangenen Jahre weitgehend abgebaut sind. Es bleibt jedoch dabei, dass Solarunternehmen weiter in Forschung und Entwicklung investieren müssen, um mit den Effizienzsteigerungen Schritt zu halten.
Für einen ausgebombten Markt ist das sehr positiv, daher die heutigen Kurssprünge in der deutschen Solarbranche um bis zu 15%. Doch ich gehe davon aus, dass hier viele Shortseller auf dem falschen Fuß erwischt wurden und somit den Kurssprung verstärkt haben. Das dürfte in den kommenden zwei Tagen in der einen oder anderen Aktie noch fortgesetzt werden. Hier habe ich insbesondere die Solarworld, SMA Solar und Wacker Chemie im Auge.
Doch mittelfristig muss insbesondere die Solarworld zeigen, dass sie trotz ihrer inzwischen schwachen Kapitaldecke mit den Innovationen der Wettbewerber Schritt halten kann. Da ist es in meinen Augen verfrüht, die Aktie kräftig in die Höhe zu jubeln. Andere Unternehmen profitieren da stärker von diesem Ereignis, ich denke da beispielsweise an die Anbieter von Produktionsanlagen für die Solarindustrie. In diesem Bereich werde ich in den kommenden Tagen stärker forschen, um die wahren Profiteure eines wiederbelebten Solarmarktes zu finden.
FIRST SOLAR ÜBERHOLT WETTBEWERBER, NEUE CHANCE FÜR SOLARWORLD
11.4.2013 um 09:40 Uhr:
First Solar hat der Solarworld und der gesamten Solarbranche neues Leben eingehaucht. Mit der Übernahme des Anbieters kristalliner Solarmodule begibt sich der Massenproduzent von billigen Dünnschichtmodulen in die Höhle des Löwen. Doch First Solar ist bestens gerüstet: Nach Abzug der langfristigen Schulden bleibt eine Nettoliquidität von 500 Mrd. USD übrig gegenüber hohen Verschuldungsgraden der Wettbewerber, sowie das Knowhow der Massenfertigung geben dem Unternehmen eine bessere Startposition als es sich die mit dem Rücken zur Wand stehenden Wettbewerber wünschen würden.
Am Dienstag hat First Solar gleich eine Reihe von Meldungen veröffentlicht: Die Prognose für das Jahr 2013, die Übernahme von TetraSun sowie die Ankündigung drastischer Fortschritte bei der Kostenentwicklung je produziertem Watt aus Solarenergie. Doch diese drei unternehmensspezifischen Vorteile haben nicht die ganze Branche wiederbelebt, dafür war ein anderes Argument verantwortlich:

Abbildung 1: Operative Kosten (Opex), Zinslast (Debt Service) & Nicht-Produktionskosten (Non-Mfg Cost) von First Solar im Vergleich zum Durchschnitt chinesischer Solarfirmen
Die Kostenentwicklung, die First Solar prognostiziert, ist überaus vorteilhaft für das Unternehmen. Grund dafür ist die Finanzstruktur der Solarfirmen: Nachdem die Solarförderung in Deutschland, Spanien und den USA zurückgefahren wurde, mussten die meisten Unternehmen Kredite aufnehmen, um die teuren Investitionen zu Ende zu führen. In China waren die Finanzierungsbedingungen so günstig, dass sie reichlich in Anspruch genommen wurden.
Die neue chinesische Regierung hat sich noch nicht klar geäußert über die Fortführung der Solarförderung, doch am Markt erwartet man weithin, dass die Zeit der überaus günstigen Kredite zu Ende ist. Auch chinesische Firmen müssen künftig also Zinsen zahlen, ein Umstand den First Solar in der mittleren Spalte als eigenen Vorteil herausstellt.
Anleger haben dieser Folie entnommen, dass der in der Vergangenheit durch Subventionen zugunsten chinesischer Solarfirmen verzerrte Wettbewerb künftig ein bisschen fairer wird.
Die deutsche Solarworld wir also künftig nicht mehr gegen chinesische Giganten mit unbegrenztem Zugang zu Kapital kämpfen müssen, sondern gegen chinesische Giganten mit hohen Kapitalkosten. Es ist das Ende der Konsolidierung und der Anfang von Phase 2 des Solarbooms: Nun werden sich die Unternehmen durchsetzen, die ohne Subventionen wettbewerbsfähig sind.
Das ist der Grund, warum sämtliche Solaraktien gestern um 5 bis 10% angesprungen sind. Der Wettbewerb wird sicherlich durch First Solar angeheizt, doch das Spielfeld ist nach jahrelangen chinesischen Subventionen inzwischen wieder für alle Beteiligten gleich. Möge der Beste gewinnen.
07. Update beobachteter Werte
Bitte beachten Sie auch den Kundenbereich auf meiner Internetseite unter www.heibel-ticker.de. Dort finden Sie aktuelle Charts mit meinen jeweils aktualisierten Einschätzungen.
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Im Wochenverlauf habe ich zu mehreren Titeln Anmerkungen im Kundenbereich der Webseiten verfasst.
Die dritte Spalte zeigt die Schlusskurse von Donnerstagabend. Unter „Woche“ steht die Veränderung im Vergleich zur Vorwoche. Unter „2012“ steht das Ergebnis der Position seit Jahresbeginn bzw. seit Aufnahme ins Portfolio. Unter „Anteil“ finden Sie den Anteil der jeweiligen Position am Gesamtdepot.
Unter ! steht zur Information meine Grundtendenz:
| K | – | bei Gelegenheit Kaufen, |
| NK | – | Nachkaufen |
| H | – | Halten, |
| V | – | bei Gelegenheit Verkaufen, |
| TV | – | Teilverkauf, also nicht die ganze Position |
| VL | – | Verkaufslimit, bei überschreiten eines bestimmten Kurses sollte verkauft werden |
| SL | – | Stopp Loss, bei Unterschreiten eines bestimmten Kurses sollte verkauft werden |
| TS | – | Trailing Stopp, wie SL, nur dass das Limit kontinuierlich nachgezogen wird |
Die „Gelegenheit“ zum Kaufen oder Verkaufen wird sodann kurzfristig von mir per Update an Sie bekanntgegeben.
Ich habe diese Spalte „!" insbesondere für neue Kunden vorgesehen, die zu einem späteren Zeitpunkt wissen wollen, ob ich die Position noch zukaufen würde, wenn ich beispielsweise darin nicht schon voll investiert wäre. Zukaufen würde ich jeweils jedoch niemals zu Höchstkursen, sondern stets nur nach kurzfristigen Kursrückschlägen von mindestens 5-7%.
Kauffolge: Je spekulativer, desto aggressiver würde ich kaufen und verkaufen. Derzeit verwende ich die folgenden Schritte:
Value Positionen in drei Schritten aufbauen: 25%-25%-50%,
Spekulative und alternative Positionen in zwei Schrittenaufbauen: 50%-50%,
Tradingpositionen ganz oder gar nicht: 100%.
Stopp Loss Limits, Verkaufslimits und ähnliche Aktionsmarken verwalte ich aktiv in meinem System und ändere ich unter der Woche mehrfach, fast täglich. Eine Veröffentlichung der entsprechenden Limits ist in der Regel nicht sinnvoll, allenfalls Stopp Loss Marken werde ich bisweilen im Text bekanntgeben.
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In Deutschland gibt es kaum einen anderen, der die Hintergründe der Aktienmärkte so messerscharf von dem täglichen Medienrummel trennen kann, wie der Autor des Heibel-Tickers Stephan Heibel.
Von seinen Fähigkeiten, komplizierte Zusammenhänge verständlich darzustellen, können Sie sich mit diesem Heibel-Ticker Standard überzeugen. Wenn Sie allerdings seine Schlussfolgerungen und Empfehlungen erfahren möchten, dann sollten Sie sich einmal um den Heibel-Ticker PLUS kümmern.
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08. Übersicht HT-Portfolio
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09. Disclaimer / Haftungsausschluss und Risikohinweise
Wer un- oder überpersönliche Schreib- oder Redeweisen nachmacht oder verfälscht oder nachgemachte oder verfälschte un- oder überpersönliche Schreib- oder Redeweisen in Umlauf setzt, wird mit Lust-, manchmal auch mit Erkenntnisgewinn belohnt; und wenn alles gut geht, fällt davon sogar etwas für Sie ab. (frei nach Robert Gernhardt)
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Die Verwendung der Inhalte dieses Heibel-Tickers erfolgt auf eigene Gefahr. Die Geldanlage an der Börse beinhaltet das Risiko enormer Verluste bis hin zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals.
Quellen:
Kurse: Deutsche Kurse von comdirect.de, Goldbarren & Münzen von proaurum.de, US-Kurse von finance.yahoo.com. Alle Kurse sind Schlusskurse vom Donnerstag sofern nichts Gegenteiliges vermerkt ist.
Bilanzdaten: Comdirect, Yahoo! Finance sowie Geschäftsberichte der Unternehmen Informationsquellen: dpa-AFX, Aktiencheck, Yahoo! Finance, TheStreet.com, IR-Abteilung der betreffenden Unternehmen
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