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Einfach einen Tick besser

Stephan Heibel

Blog Artikel

Veröffentlicht von Stephan Heibel am 29. September 2026

Micron extrem niedrig bewertet – doch nur bei hoher Marge

Micron ist vor den Q4-Zahlen am 30. September extrem niedrig bewertet, doch diese Bewertung trägt nur, solange die Marge hoch bleibt. Der Konsens erwartet einen Umsatz von 50,45 Milliarden US-Dollar und einen Gewinn je Aktie von 31,16 US-Dollar, eine Verzehnfachung des Gewinns gegenüber dem Vorjahresquartal, getragen von der HBM-Nachfrage. Gegenwind kommt von CXMT: Der DRAM-Marktanteil des chinesischen Wettbewerbers stieg im zweiten Quartal 2026 auf 10 Prozent, vor einem Jahr waren es 4 Prozent. Seit Jahrzehnten kennt die Chip-Industrie den Schweinezyklus: Je schneller er zuschlägt, desto schneller sinkt die Marge. Entscheidend ist, wie schnell die Marge in den nächsten 10 Jahren sinkt und wo sie sich fängt. Bleiben Belege von CEO Sanjay Mehrotra für eine lange hohe HBM-Nachfrage aus, könnte die Aktie einbrechen.

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Veröffentlicht von Stephan Heibel am 25. August 2026

US-Anleihe-Rückkäufe: Darum sprangen Gold und Bitcoin an

Das US-Finanzministerium verdoppelt vom 9. September bis zum 4. November die Rückkäufe lang laufender Staatsanleihen von 2 auf 4 Milliarden US-Dollar je Transaktion – finanziert über kurz laufende Anleihen, die später erneut refinanziert werden müssen. Je größer dieser Anteil am Schuldenberg wird, desto abhängiger wird die US-Regierung von den Zinsen am kurzen Ende, und desto genauer prüfen Anleger die Solvenz der USA. Mittelfristig untergräbt das die Reputation der US-Staatsschulden. Genau deshalb suchen Anleger nach Werten außerhalb des Fiat-Systems: Gold und Bitcoin legten in der vergangenen Woche zu, während KI-Aktien trotz sinkender Zinsen am langen Ende einbrachen – weil der Markt den Eingriff als kosmetisch statt wirtschaftlich substanziell einordnet.

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Veröffentlicht von Stephan Heibel am 18. August 2026

Sentiment-Papst Goldberg geht – seine Erkenntnis bleibt

Sentiment-Papst Joachim Goldberg beendet nach 30 Jahren seine aktive Arbeit als Deutschlands bekanntester Sentimentanalyst, seine zentrale Erkenntnis bleibt jedoch für Privatanleger nutzbar: Nicht der absolute Sentiment-Wert verrät etwas über den Markt, sondern seine wöchentliche Veränderung. Im Videocall mit Stephan Heibel erklärt der als Sentiment-Papst bekannte Experte, warum am Höhepunkt der Internetblase 2000 ein Sentiment-Wert unter der neutralen Nulllinie das erste Warnsignal war. Dieselbe Logik erklärt, warum sich Tiefs über Sentimentdaten vergleichsweise gut terminieren lassen, Hochs dagegen kaum, solange die Mauer der Angst aus verbliebenen Pessimisten nicht abgebaut ist. Nach seinem Ruhestand bleibt die wöchentliche Erhebung über die Sentimentplattform animusX für Privatanleger zugänglich.

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Veröffentlicht von Stephan Heibel am 4. August 2026

Aschenbrenners Crash: Die Angst ist zurück – so entscheide ich

Die Angst ist im Sommer 2026 an die Börse zurückgekehrt, ausgelöst durch die Zwangsliquidation eines vierfach gehebelten Hedgefonds, die am 30.07.2026 endete. Wochenlang fielen die Kurse der größten KI-Werte, ohne dass ein erkennbarer Grund dafür sichtbar wurde: Situational Awareness, der Hedgefonds des 24-jährigen Leopold Aschenbrenner, wuchs binnen Monaten von 3 auf 46 Mrd. USD und geriet durch einen Margin-Call in die Zwangsliquidation. Stephan Heibel, Herausgeber des Heibel-Ticker Börsenbriefs seit 1998, ordnet ein, wie eine Kaufentscheidung entsteht, wenn der Grund für einen Kurssturz noch unbekannt ist: durch Abgleich mit ähnlichen Fällen der Vergangenheit, bei bestehendem Restrisiko, den wahren Grund zu übersehen. Am Beispiel Nvidia zeigt sich eine zweite Angstform – die vor verpasstem Wiedereinstieg nach vorschnellem Verkauf.

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Stephan Heibel

Stephan Heibel

Seit 1998 verfolge ich mit Begeisterung die US- und europäischen Aktienmärkte. Ich schreibe nun wöchentlich für mehr als 25.000 Mitglieder über die Hintergründe des Aktienmarktes und die Ursachen von Kursbewegungen. Heibel-Ticker Mitglieder schätzen meinen neutralen, simplen und unterhaltsamen Stil. Als Privatanleger nutzen sie meine Einschätzungen und Anlageideen, um ihr Portfolio unabhängig zu optimieren

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