Rüstungsaktien crashen – Deutz kauft FFG trotzdem zu
Deutz hat für 1,6 Milliarden Euro den Rüstungsspezialisten FFG übernommen – mitten in einem Sektor, der seit Oktober über 58 Milliarden Euro an Börsenwert verloren hat. Rheinmetall, Hensoldt, Renk und TKMS leiden unter einer Neubewertung: Der NATO-Gipfel in Ankara hat die Truppenausstattung neu vermessen, weg von klassischen Landsystemen, hin zu Luftverteidigung und Drohnen. FFG erwirtschaftet aber rund 90 Prozent seines Geschäfts mit Wartung und Modernisierung bestehender Fahrzeugflotten statt mit dem Neubau von Kampfpanzern. Das erklärt, warum die Rotation weg von klassischen Landsystemen das Geschäftsmodell von FFG kaum trifft, während sie Rheinmetall und Renk unmittelbar im Kurs belastet. Das Risiko liegt weniger im Absatzmarkt als in der Finanzierung: Deutz nimmt viel Fremdkapital auf und verwässert die Aktionäre durch neue Aktien.
WEITERLESEN


