{"id":1087,"date":"2009-04-28T14:37:02","date_gmt":"2009-04-28T12:37:02","guid":{"rendered":"http:\/\/www.heibel-unplugged.de\/1087,boersenanalyse-schweinegrippe-wird-neue-einstiegsmoeglichkeiten-in-einigen-tagen-eroeffnen\/"},"modified":"2022-02-09T10:18:16","modified_gmt":"2022-02-09T09:18:16","slug":"boersenanalyse-schweinegrippe-wird-neue-einstiegsmoeglichkeiten-in-einigen-tagen-eroeffnen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.heibel-ticker.de\/blog\/boersenanalyse-schweinegrippe-wird-neue-einstiegsmoeglichkeiten-in-einigen-tagen-eroeffnen\/","title":{"rendered":"B\u00f6rsenanalyse: Schweinegrippe wird neue Einstiegsm\u00f6glichkeiten in einigen Tagen er\u00f6ffnen"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" style=\"max-width: 800px; float: left; margin-top: 10px; margin-bottom: 10px; margin-right: 10px;\" src=\"http:\/\/www.heibel-unplugged.de\/UserFiles\/Image\/pig.jpg\" alt=\"\" width=\"131\" height=\"103\" title=\"\">Von Mexiko aus breitet sich ein neuer Stamm an Schweinegrippe (H1N1) immer weiter aus, erste infizierte Menschen sind bereits in Spanien nachgewiesen worden. Einen Impfstoff gegen die Schweinegrippe gibt es nicht, lediglich die Eind\u00e4mmung der Ausbreitung ist \u00fcber antivirale Mittel wie Tamiflu (Roche) und Relenza (GlaxoSmithKline) m\u00f6glich.<\/p>\n<p>Erinnerungen an die Spanische Grippe aus dem Jahr 1918 bis 1919 werden wach: Damals starben sch\u00e4tzungsweise 40 Millionen Menschen an dieser kontinent\u00fcbergreifenden Infektionskrankheit. So war die Panik gro\u00df, als im Jahr 2003 mit SARS ein \u00e4hnliches Virus sich auszubreiten drohte. Ein mehrstufiger Krisenplan wurde erarbeitet, um k\u00fcnftig f\u00fcr solche F\u00e4lle ger\u00fcstet zu sein. 2006 wurde das Aufkommen der Vogelgrippe (H5N1) dank dieses Plans schon sehr umfangreich und fr\u00fch einged\u00e4mmt.<\/p>\n<p>Es w\u00e4re blau\u00e4ugig anzunehmen, dass die Schweinegrippe ungef\u00e4hrlich ist. Doch die hygienischen sowie medizinischen Verh\u00e4ltnisse weltweit sind heute nicht mehr vergleichbar mit denen nach dem ersten Weltkrieg, als sich die Epidemie zu einer Pandemie auswuchs. Dennoch reagieren die B\u00f6rsen sehr empfindlich auf die Ausbreitung dieses Virus. Hier meine Einsch\u00e4tzung f\u00fcr Anleger bzw. Spekulanten:<\/p>\n<p>Spekulation auf steigende Kurse bei entsprechenden Pharma-Werten wie Roche (+14% seit vergangenem Wochenende) oder GlaxoSmithKline (+7% seit vergangenem Wochenende) haben kurze Beine, denn bei diesen beiden Unternehmen ist der absolute Umsatzanteil der beiden antiviralen Mittel Tamiflu bzw. Relenza so gering, dass durch eine Umsatzvervielfachung in diesem Bereich dennoch der Gewinn des gesamten Unternehmens kaum beeinflusst wird.<\/p>\n<p>Es gibt eine Reihe kleinster Pharma-Unternehmen, die sich mit der Forschung nach entsprechenden Grippeimpfstoffen besch\u00e4ftigen. So ist der Aktienkurs von Novamax (NVAX), ein kleines Forschungsunternehmen, dass sich auf Grippeviren spezialisiert hat, seit gestern bereits um 175% angesprungen. Auch Biocrest (BCRX), ein Biotechnologieunternehmen, das im Bereich Influenza forscht, konnte seinen Aktienkurs schon mehr als verdoppeln.<\/p>\n<p>Doch aufgrund der komplizierten Bek\u00e4mpfung der Schweinegrippe gibt es auch jede Menge Randbereiche, die davon profitieren. So reichte f\u00fcr den Desinfektionsmittelanbieter Pure Bioscience (PURE) eine Meldung \u00fcber die erfolgreiche Desinfektion im Umfeld der Schweinegrippe durch die eigenen Desinfektionsmittel aus, um den Kurs um 75% in die H\u00f6he schnellen zu lassen.<\/p>\n<p>Alpha Pro Tech bietet Schutzmasken und Gasmasken an, mit denen sich B\u00fcrger in Metropolen gegen die \u00dcbertragung des Schweinegrippenvirus sch\u00fctzen wollen. Der Aktienkurs sprang um 70% an, dabei ist nicht einmal erwiesen, dass damit ein wirkungsvoller Schutz gew\u00e4hrleistet ist.<\/p>\n<p>Mein Rat: Versuchen Sie nicht, in diesem Chaos spekulative Gewinne zu erzielen. Solche Kursgewinne haben sich w\u00e4hrend der Vogelgrippe sowie w\u00e4hrend SARS als sehr kurzlebig erwiesen. Doch sollten Sie auf der anderen Seite auch nicht leerverkaufen bzw. auf fallende Kurse spekulieren, denn niemand kann vorhersagen, wie hoch die Kurse steigen, bevor sie anschlie\u00dfend wieder auf ihr Ursprungsniveau zur\u00fcck fallen. Die Kurse k\u00f6nnen h\u00f6her steigen, als Sie es sich als Leerverk\u00e4ufer leisten k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>F\u00fcr Spekulanten ist diese Situation also zu willk\u00fcrlich.<\/p>\n<p>LANGFRISTIG EIN SEGEN F\u00dcR DIE B\u00d6RSE<\/p>\n<p>Seit Anfang M\u00e4rz erleben wir eine fulminante Rallye an den B\u00f6rsen. Es gibt keine Konsolidierungen, geschweige denn Korrekturen, die es Anlegern erm\u00f6glichen, noch aufzuspringen. Bei jeder noch so kleinen Verschnaufpause wird sofort wieder gekauft, die Kurse steigen weiter. Hiobsbotschaften aus Wirtschaft, US-Immobiliensektor oder dem Finanzsektor werden kurz hochgepeitscht, sorgen f\u00fcr einen Kursr\u00fcckgang von maximal 4% und dann wird sofort wieder gekauft.<\/p>\n<p>Es gibt aber jede Menge Anleger, die noch einsteigen wollen. Denn das aktuelle Kursniveau wird sich langfristig als historische Einstiegsgelegenheit erweisen, das ist jedem fundamental ausgerichteten Anleger klar. Gleichzeitig gibt es noch eine ganze Reihe Institutioneller Anleger, die auf dem falschen Fu\u00df erwischt wurden: Vor dem Hintergrund der Krise haben sie sich im Bereich Pharma und Einzelhandel \u00fcbergewichtet. Und diese Bereiche haben von der Rallye bislang so gar nichts mitbekommen. Da will man diese Positionen nicht mit Minus verkaufen w\u00e4hrend im Finanzsektor 100% Plus schon die Regel sind.<\/p>\n<p>Die Schweinegrippe gibt den langfristig orientierten Institutionellen Anlegern eine einmalige Gelegenheit, die vers\u00e4umten Umschichtungen versp\u00e4tet noch durchzuf\u00fchren. Wie immer decken sich Menschen bei Angst vor einer Epidemie mit Nahrungsmitteln und Konserven ein. Wie immer werden mehr Gasmasken verkauft denn je. Und wie immer wird den Pharmaunternehmen die L\u00f6sung der Schweinegrippeproblematik zugetraut. Also steigen die Kurse genau der Unternehmen, die bei dem zu erwartenden wirtschaftlichen Aufschwung nur unterproportional partizipieren w\u00fcrden. Die Aktien also, die man in der aktuellen Situation am liebsten loswerden m\u00f6chte. So werden in diese hochgepuschte Panik Pharma-, Biotech- und Einzelhandelsaktien von Institutionellen Anlegern an kleine Spekulanten verkauft.<\/p>\n<p>Ich wei\u00df nicht, wie lange dieser Vorgang dauern wird. Es kann innerhalb von wenigen Tagen gelaufen sein, kann jedoch auch ein bis zwei Wochen dauern. Anschlie\u00dfend jedenfalls erwarte ich, dass unsere breite B\u00f6rsenrallye neuen Z\u00fcndstoff erhalten wird.<\/p>\n<p>Denn genau die konjunktursensiblen Aktien werden derzeit ausverkauft: Begonnen bei der Reisebranche, die im Rahmen einer solchen Pandemie leiden w\u00fcrde, \u00fcber den \u00d6lpreis, der nat\u00fcrlich bei weniger Reiset\u00e4tigkeit fallen w\u00fcrde, \u00fcber den Welthandel, der vor dem Hintergrund der Abschottung nationaler Volkswirtschaften ebenfalls zum erliegen k\u00e4me, bis hin zu eben den Wirtschaftsunternehmen aus den bereichen Technologie, Infrastruktur, Rohstoffgewinnung, etc., die ja alle vermeintlich Gesch\u00e4ftsausf\u00e4lle zu erleiden h\u00e4tten, wenn eine weltweite Pandemie um sich greifen sollte.<\/p>\n<p>Nun, ich halte das f\u00fcr absolut \u00fcberfl\u00fcssige Panikmache und rate Ihnen daher, besonnen ein paar Tage abzuwarten und dann beherzt nachzukaufen. {weiter[40|9]}<\/p>\n<div class=\"zemanta-pixie\"><img decoding=\"async\" class=\"zemanta-pixie-img\" src=\"http:\/\/img.zemanta.com\/pixy.gif?x-id=af40f62a-780c-85b8-9239-b00c00357639\" alt=\"\" title=\"\"><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Mexiko aus breitet sich ein neuer Stamm an Schweinegrippe (H1N1) immer weiter aus, erste infizierte Menschen sind bereits in Spanien nachgewiesen worden. 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