{"id":1564,"date":"2010-08-16T07:22:06","date_gmt":"2010-08-16T06:22:06","guid":{"rendered":"http:\/\/www.heibel-unplugged.de\/?p=1564"},"modified":"2022-02-09T10:17:02","modified_gmt":"2022-02-09T09:17:02","slug":"boersenanalyse-china-wirklich-so-stabil","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.heibel-ticker.de\/blog\/boersenanalyse-china-wirklich-so-stabil\/","title":{"rendered":"B\u00f6rsenanalyse: China wirklich so stabil?"},"content":{"rendered":"<p>Sehr geehrter Herr Heibel,<\/p>\n<p>wie denken Sie \u00fcber folgendes Szenario:<\/p>\n<p>Die chinesischen (Staats-) Banken haben, wie auch die deutschen Landesbanken, eine Reihe &#8222;Giftpapiere&#8220; aus den USA im Portfolio (bei schlechten Englisch-Kenntnissen nach dem &#8222;guten\u00a0Rating&#8220; gekauft).<\/p>\n<p>Au\u00dferdem haben diese Banken\u00a0Unternehmen im chinesischen Inland gro\u00dfz\u00fcgig finanziert.<\/p>\n<p>Das Geldverdienen\u00a0f\u00e4llt diesen Unternehmen\u00a0k\u00fcnftig nicht mehr so leicht, wenn es um kapitalintensive Produktionen mit ungewissen Absatzm\u00e4rkten geht (z.B. Solarfirmen) oder wenn die L\u00f6hne in China munter steigen.<\/p>\n<p>Also gibt es eine Reihe von Insolvenzen, damit geht auch das Eigenkapital der chinesischen Banken verloren.<\/p>\n<p>Bei zunehmender Inflation und Insolvenz\u00e4ngsten ziehen die chinesischen B\u00fcrger ihre Sparguthaben ab (die gegenw\u00e4rtige Immobilienblase k\u00f6nnte bereits ein Symptom daf\u00fcr sein, dass das Vertrauen in Geldforderungen schwindet).<\/p>\n<p>Das f\u00fchrt dann erst recht zu Schieflagen bei den Banken bzw. bei deren Schuldnern, wenn Kreditlinien mangels Einlagen\u00a0nicht mehr verl\u00e4ngert werden.<\/p>\n<p>Wenn der Staat einen &#8222;Rettungsschirm&#8220; aufzieht, m\u00fcssen irgendwann die Steuern erh\u00f6ht werden, jedenfalls wird das als Zeichen des Versagens der Regierung gewertet.<\/p>\n<p>Wom\u00f6glich f\u00fchrt das auch zu politischen Unruhen.<\/p>\n<p>Sie sind ja recht optimistisch bzgl. China &#8211; halten Sie so einen Hergang f\u00fcr denkbar ?<\/p>\n<p>Mit freundlichen Gr\u00fc\u00dfen, J\u00fcrgen aus Berlin<\/p>\n<p><a rel=\"attachment wp-att-1567 nofollow noopener\" href=\"http:\/\/www.heibel-unplugged.de\/1564,boersenanalyse-china-wirklich-so-stabil\/china\/\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-1567\" title=\"China\" src=\"http:\/\/www.heibel-unplugged.de\/UserFiles\/Image\/China-300x288.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"288\"><\/a><\/p>\n<p>ANTWORT:<\/p>\n<p>Das ist zwar eine logische Gedankenkette, doch die Finanzkrise der USA konnte sich nur deshalb auf die Weltwirtschaft auswirken, weil internationale Banken viel zu stark gehebelt in entsprechenden Papieren investiert waren. Die Banken haben aus dieser Krise gelernt und werden diesen gro\u00dfen Hebel nicht wiederholen. Daher will ich Ihre Gedankenkette zwar nicht abtun, es k\u00f6nnte durchaus eintreffen. Doch zu Unruhen oder anderen gravierenden Auswirkungen wird es dadurch nicht kommen. Es wird nicht so schlimm sein, wenn die eine oder andere Bank Pleite geht.<\/p>\n<p>Gravierender sehe ich die Gefahr einer neuen Blase, vielleicht im Rohstoffsektor, die sich beispielsweise in den n\u00e4chsten drei bis f\u00fcnf Jahren aufbauen k\u00f6nnte. Kurzfristig sehe ich kaum Gefahren, daher mein Optimismus :-){weiter[40|9]}<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sehr geehrter Herr Heibel, wie denken Sie \u00fcber folgendes Szenario: Die chinesischen (Staats-) Banken haben, wie auch die deutschen Landesbanken, eine Reihe &#8222;Giftpapiere&#8220; aus den USA im Portfolio (bei schlechten Englisch-Kenntnissen nach dem &#8222;guten\u00a0Rating&#8220; gekauft). Au\u00dferdem haben diese Banken\u00a0Unternehmen im chinesischen Inland gro\u00dfz\u00fcgig finanziert. 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