{"id":2293,"date":"2018-02-06T14:27:20","date_gmt":"2018-02-06T13:27:20","guid":{"rendered":"http:\/\/www.heibel-unplugged.de\/?p=2293"},"modified":"2022-02-09T10:19:35","modified_gmt":"2022-02-09T09:19:35","slug":"moderater-crash-war-ueberfaellig","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.heibel-ticker.de\/blog\/moderater-crash-war-ueberfaellig\/","title":{"rendered":"Moderater Crash war \u00fcberf\u00e4llig"},"content":{"rendered":"<p>Vor 10 Tagen, also kurz vor der Korrektur, habe ich im <a href=\"http:\/\/www.heibel-ticker.de\/heibel_tickers\/1444\">Heibel-Ticker<\/a> den Korrekturbedarf ausf\u00fchrlich dargelegt. Ich habe f\u00fcr den \u00d6lpreis am Ende von Kapitel 02 detailliert dargelegt, warum dort ein R\u00fcckschlag unmittelbar bevorsteht. Zudem habe ich im Kapitel 03 das Sentiment dahingehend interpretiert, dass eine Korrektur ziemlich schnell vonstatten gehen wird.<\/p>\n<p>Okay, zugegeben, die Intensit\u00e4t und Geschwindigkeit, mit der nun die Aktienm\u00e4rkte ausverkauft wurden, hat auch mich \u00fcberrascht. die Ursachen daf\u00fcr habe ich zwar erkannt, aber in ihrer Wirkung untersch\u00e4tzt. Schauen wir uns mal die vorausgehende Entwicklung an den Aktienm\u00e4rkten an:<\/p>\n<div id=\"attachment_2294\" style=\"width: 364px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/www.heibel-unplugged.de\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/Internetblase-Korrekturen.jpg\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-2294\" class=\"wp-image-2294 size-full\" src=\"http:\/\/www.heibel-unplugged.de\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/Internetblase-Korrekturen.jpg\" alt=\"Internetblase-Korrekturen\" width=\"354\" height=\"225\" title=\"\" srcset=\"https:\/\/www.heibel-ticker.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/Internetblase-Korrekturen.jpg 354w, https:\/\/www.heibel-ticker.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/Internetblase-Korrekturen-150x95.jpg 150w, https:\/\/www.heibel-ticker.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/Internetblase-Korrekturen-300x191.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 354px) 100vw, 354px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-2294\" class=\"wp-caption-text\"><em>Internetblase-Korrekturen, Quelle: E-Mail Newsletter Daily Wealth<\/em><\/p><\/div>\n<p>14 Monate lang, also seit dem Wahlsieg Donald Trumps, gab es keine Korrektur oder Konsolidierung von mehr als 3% an den US-Aktienm\u00e4rkten. W\u00e4hrend der beiden letzten Jahre der Internetblase 1998 bis 2000 gab es insgesamt 5 Korrekturen von rund 10%.<\/p>\n<p>Daraus lernen wir: Korrekturen geh\u00f6ren zum Bullenmarkt. Die Korrektur, die wir derzeit erleben, ist normal. Was NICHT normal ist, waren die 14 Monate ohne Korrektur.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"attachment_2295\" style=\"width: 365px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"http:\/\/www.heibel-unplugged.de\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/PC-Ratio.png\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-2295\" class=\"size-full wp-image-2295\" src=\"http:\/\/www.heibel-unplugged.de\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/PC-Ratio.png\" alt=\"Put\/Call-Ratio\" width=\"355\" height=\"237\" title=\"\" srcset=\"https:\/\/www.heibel-ticker.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/PC-Ratio.png 355w, https:\/\/www.heibel-ticker.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/PC-Ratio-150x100.png 150w, https:\/\/www.heibel-ticker.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/PC-Ratio-300x200.png 300w\" sizes=\"(max-width: 355px) 100vw, 355px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-2295\" class=\"wp-caption-text\"><em>Put\/Call-Ratio, Quelle <a href=\"https:\/\/www.boerse.de\/eurex\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Eurex<\/a><\/em><\/p><\/div>\n<p>Zudem haben sich in den vergangenen Monaten immer weniger institutionelle Anleger abgesichert. Sehen Sie sich mal die folgende Graphik an.<\/p>\n<p>Seit Mitte September haben sich institutionelle Anleger, die sich \u00fcber die Eurex mit Put-Positionen gegen fallende Kurse absichern, immer weniger abgesichert. Anfang Dezember, als Bundespr\u00e4sident Steinmeyer\u00a0 Martin Schulz zwang, Koalitionsverhandlungen zur GroKo einzugehen, gab es mal einen Spike f\u00fcr Put-K\u00e4ufe, doch sonst blieben institutionelle Anleger erstaunlich gelassen.<\/p>\n<p>Daraus folgt: Solange die Kurse steigen ist alles gut, doch wehe, wenn&#8217;s mal abw\u00e4rts geht.<\/p>\n<p>Ich habe einen weiteren Indikator, der mir pers\u00f6nlich Auskunft \u00fcber die Verfassung der deutschen Aktienm\u00e4rkte gibt: Die Abonnentenentwicklung f\u00fcr meinen B\u00f6rsenbrief Heibel-Ticker. Nat\u00fcrlich kann ich mich der Eitelkeit nicht vollst\u00e4ndig erwehren, steigende Abonnentenzahlen meinen treffsicheren Analysen zuzuschreiben, doch wenn ich ehrlich sein muss, dann ist es nat\u00fcrlich auch die aktuelle B\u00f6rsenlandschaft, die seit einigen Monaten wieder vermehrt Anleger an den Aktienmarkt zieht.<\/p>\n<p>Diese neuen Anleger abonnieren zum einen meinen B\u00f6rsenbrief. Zum anderen kaufen sie sich Aktien. Anders als diejenigen, die bereits seit vielen Jahren die aktuelle Aktienmarktrallye mitsegeln haben die neuen Anleger jedoch erst zu Kursen gekauft, die einem DAX-Niveau von 13.000 bis 13.500 entsprechen. Diese Anleger sind seit gestern mit ihren Positionen unter Wasser, und daher verst\u00e4ndlicherweise sehr nerv\u00f6s.<\/p>\n<p>So traf eine leichte Konsolidierung in der vergangenen Woche auf eine ziemlich unkritische Anlegerschaft, die eine weitere Konsolidierung um bis zu 3% locker ausgesessen h\u00e4tten. Doch als es nun st\u00e4rker runter ging, fielen einige Dinge zusammen:<\/p>\n<p>Institutionelle Anleger stellten pl\u00f6tzlich fest, dass ihre Absicherungspositionen viel zu klein f\u00fcr eine nennenswerte Korrektur von bspw. 10% sind. So gingen sie Hals \u00fcber Kopf Put-Absicherungspositionen ein, die von den Put-Emittenten durch Leerverk\u00e4ufe an den Aktienm\u00e4rkten gegenfinanziert wurden. Diese Leerverk\u00e4ufe trafen jedoch auf keine nennenswerte Nachfrage, da ja ohnehin schon viele Anleger auf eine \u00fcberf\u00e4llige Korrektur warteten. Somit rauschten die Kurse ziemlich schnell in den Keller.<\/p>\n<p>Was als n\u00e4chstes passiert: Nun, die erste Verkaufswelle haben wir hinter uns. Nun m\u00fcssen wir beobachten, ob institutionelle Anleger inzwischen ausreichend abgesichert sind, oder ob im weiteren Tagesverlauf der Druck auf die Kurse nochmals zunimmt.<\/p>\n<p>Zudem kann ich mir gut vorstellen, dass die neuen Privatanleger etwas l\u00e4nger brauchen, um zu reagieren. Sie haben heute fr\u00fch mit Schrecken gesehen, dass ihre Positionen rote Vorzeichen tragen und nun \u00fcberlegen sie, was sie tun sollen. Ich vermute, viele von ihnen sitzen heute gespannt vor dem Bildschirm und beobachten das Geschehen. Sollten sie sehen, dass die Kurse erneut gen S\u00fcden drehen, dann werden sie den Panik-Knopf dr\u00fccken, es k\u00f6nnte somit zu einem weiteren Tag des heftigenAusverkaufs kommen.<\/p>\n<p>Heute fr\u00fch war der DAX vorb\u00f6rslich auf knapp \u00fcber 12.000 Punkte gekracht. Das ist eine Korrektur von 11% zum Allzeithoch vom 23. Januar, und das reicht eigentlich. Ich kann wohl vorstellen, dass wir dieses Niveau nochmals testen, vielleicht sogar leicht unterschreiten. Doch deutlich tiefer d\u00fcrfte es eigentlich nicht mehr gehen, denn die gro\u00dfen Transaktionen sind bereits erfolgt. Privatanleger bringen schon lange nicht mehr ansatzweise das Gewicht auf&#8217;s Parkett, das institutionelle H\u00e4ndler haben.<\/p>\n<p>Ein Hedgefonds \u00fcbrigens hat diese Entwicklung ziemlich gut antizipiert &#8230; oder etwa herbeigef\u00fchrt? Mehr dazu werde ich in meinem n\u00e4chsten Artikel schreiben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vor 10 Tagen, also kurz vor der Korrektur, habe ich im Heibel-Ticker den Korrekturbedarf ausf\u00fchrlich dargelegt. Ich habe f\u00fcr den \u00d6lpreis am Ende von Kapitel 02 detailliert dargelegt, warum dort ein R\u00fcckschlag unmittelbar bevorsteht. Zudem habe ich im Kapitel 03 das Sentiment dahingehend interpretiert, dass eine Korrektur ziemlich schnell vonstatten gehen wird. 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