{"id":472,"date":"2008-03-28T10:22:51","date_gmt":"2008-03-28T09:22:51","guid":{"rendered":"http:\/\/www.heibel-unplugged.de\/472,boersenanalyse-laissez-faire-oder-skrupellose-spekulanten\/"},"modified":"2022-02-09T10:17:08","modified_gmt":"2022-02-09T09:17:08","slug":"boersenanalyse-laissez-faire-oder-skrupellose-spekulanten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.heibel-ticker.de\/blog\/boersenanalyse-laissez-faire-oder-skrupellose-spekulanten\/","title":{"rendered":"B\u00f6rsenanalyse: Laissez-faire oder skrupellose Spekulanten"},"content":{"rendered":"<p>Hallo Herr Heibel,<\/p>\n<p>seit ein paar Wochen lese ich mit Interesse Ihren Newsletter.<\/p>\n<p>Ihren heutigen Kommentar zu Bernanke und Bush verstehe ich nicht ganz. Wenn sich zahlreiche Finanzinstitute auf der ganzen Welt verspekuliert haben, kann es doch nicht Sache der Notenbank sein, diese Firmen zu &#8222;retten&#8220;.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ein Bankencrash w\u00fcrde allen weit \u00fcber die Bankenwelt hinaus gut tun: Banker w\u00fcrden wieder Bodenkontakt bekommen, wenn sie sehen, dass sie selber die Verantwortung daf\u00fcr tragen m\u00fcssen, f\u00fcr das was sie anrichten. Aktion\u00e4re w\u00fcrden sich wieder fragen, welche Wertsch\u00f6pfung das Unternehmen eigentlich erzielt, in das sie investieren und worin die Nachhaltigkeit des Investments besteht. Und die Aktion\u00e4re w\u00fcrden bei den Banken auf den Tisch hauen und klar kommunizieren, dass die zweitbesten Leute, die zu einem Bruchteil der heute gezahlten Geh\u00e4lter zu arbeiten bereit sind, l\u00e4ngerfristig m\u00f6glicherweise die bessere L\u00f6sung sind, weil sie n\u00e4mlich auch in zwei Jahren noch arbeiten m\u00fcssen und folglich Interesse daran haben, dass sich ihr Unternehmen nachhaltig entwickelt.<\/p>\n<p>Mir scheint, etliche &#8222;Banker&#8220; haben den Bezug zur Realit\u00e4t schon vor l\u00e4ngerem verloren. Diesen wiederherzustellen geht am besten, wenn man deren Kartenh\u00e4uschen einst\u00fcrzen l\u00e4sst. Dann findet auch wieder Innovation statt. Innovation, die der Frage nachgeht, welches Finanzsystem die Welt eigentlich braucht und wie dieses am besten ausgestaltet wird. Welche Rolle das R\u00e4dchen &#8222;Finanzsystem&#8220; im Getriebe der Menschheit hat. Es ist nicht verwunderlich, dass in der gegenw\u00e4rtigen Situation landauf landab Aktien von Nahrungsmittelherstellern und Pharmafirmen zum Kauf empfohlen werden. Sie sind &#8222;sicher&#8220;, weil sie einen substantiellen Beitrag leisten, der auf Kundennutzen beruht und nicht nur auf Casino-Kapitalismus.<\/p>\n<p>Freundliche Gr\u00fcsse Hans-Ueli<\/p>\n<p>ANTWORT:<\/p>\n<p>Besten Dank f\u00fcr Ihre Ausf\u00fchrungen. Ja, wann immer ich meine volkswirtschaftliche Ader befrage, so bekomme ich die gleichen Antworten, die sich auch mit der Laissez-faire Haltung der US-Regierung decken.<\/p>\n<p>Doch M\u00e4rkte sind mitunter eben doch nicht perfekt: Hier werden gute Banken mit guten Produkten von finanzkr\u00e4ftigen Spekulanten in den Keller gepeitscht, was dann wiederum deren Solvenz in Frage stellt &#8211; und das ist schon gleichbedeutend mit einer Insolvenz. Hier werden Unternehmen mit tausenden Angestellten zum Spielball von Spekulanten &#8211; und da sollte meiner Ansicht nach eingegriffen werden.<\/p>\n<p>Doch mehr dazu in der heutigen Ausgabe des Heibel-Tickers. {weiter[40|9]}<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hallo Herr Heibel, seit ein paar Wochen lese ich mit Interesse Ihren Newsletter. Ihren heutigen Kommentar zu Bernanke und Bush verstehe ich nicht ganz. 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