{"id":4998,"date":"2021-10-26T11:07:27","date_gmt":"2021-10-26T09:07:27","guid":{"rendered":"https:\/\/www.heibel-unplugged.de\/?p=4998"},"modified":"2025-08-21T10:41:05","modified_gmt":"2025-08-21T08:41:05","slug":"so-tickt-die-boerse-oelpreisentwicklung-entscheidet-ueber-crash-oder-rallye","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.heibel-ticker.de\/blog\/so-tickt-die-boerse-oelpreisentwicklung-entscheidet-ueber-crash-oder-rallye\/","title":{"rendered":"So tickt die B\u00f6rse: \u00d6lpreisentwicklung entscheidet \u00fcber Crash oder Rallye"},"content":{"rendered":"\n<p>Liebe B\u00f6rsenfreunde,<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn alles nach meinem Wunsch verl\u00e4uft, bekommen wir in der laufenden Woche, die letzte Oktoberwoche, noch einige Kaufgelegenheiten pr\u00e4sentiert. Ich m\u00f6chte unser Portfolio mit attraktiven Aktien aufstocken, h\u00e4tte auch nichts gegen eine extrem niedrige Cashquote im November. Im Dezember passiert dann nicht mehr viel, bevor es dann im neuen Jahr weiter gen Norden geht. Erst im kommenden Fr\u00fchjahr m\u00f6chte ich mir Gedanken dar\u00fcber machen, ob die Aktienm\u00e4rkte \u00fcberhitzt sind, oder nicht. Bis dahin sind R\u00fcckschl\u00e4ge Kaufgelegenheiten \u2026 es sei denn, es passiert etwas Unvorhergesehenes \ud83d\ude09<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Diese Woche ist es soweit. <\/strong>Die letzte Oktoberwoche bringt die Entscheidung dar\u00fcber, ob wir eine Jahresendrallye erleben werden, oder nicht. In meiner neuen Heibel-Ticker Ausgabe gehe ich ausf\u00fchrlich darauf ein, welche Voraussetzungen wir f\u00fcr eine Rallye ben\u00f6tigen, und welche Branchen davon am st\u00e4rksten profitieren werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Der \u00d6lpreis ist \u00fcber 80 US-Dollar je Fass WTI geschossen. Erinnern Sie sich noch an den Corona-Crash, in dessen Rahmen der \u00d6lpreis auf zwischenzeitlich -40 USD\/Fass gerutscht war? Das war eine Anomalie aufgrund der hohen Lagerkosten f\u00fcr das damals zeitweilig nicht ben\u00f6tigte schwarze <a href=\"https:\/\/www.heibel-ticker.de\/blog\/gold-analyse-und-investmentstrategie\/\">Gold<\/a>, wenn die F\u00f6rderung nicht abgenommen wird.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich habe mir vor einigen Jahren die Spanne von 40 bis 70 USD\/Fass als &#8222;normal&#8220; f\u00fcr das \u00d6l notiert. Wenn der \u00d6lpreis Richtung 70 USD\/Fass steigt, wird in den USA wieder mehr Schiefer\u00f6l gef\u00f6rdert (Fracking) und der \u00d6lpreis geht wieder zur\u00fcck. Doch offensichtlich hat die Corona-Pandemie auch in der \u00d6lindustrie Spuren hinterlassen: Die Investitionen in eine Ausweitung der \u00d6lproduktion sind nicht mehr so einfach zu t\u00e4tigen. Zum einen sind viele \u00d6lf\u00f6rderer nach wie vor klamm, haben also nicht die f\u00fcr solche Investitionen erforderlichen Mittel. Zum anderen ist seit dem Regierungswechsel in den USA der Transport nicht mehr so einfach.<\/p>\n\n\n\n<p>Daher konnte der \u00d6lpreis \u00fcber 70 USD\/Fass ansteigen. Doch kurzzeitig kommt noch ein weiterer Faktor hinzu: Lieferengp\u00e4sse.<\/p>\n\n\n\n<p>Als Erstes kamen Lieferprobleme in Gro\u00dfbritannien zu Tage: In Folge des Brexit gibt es auf der Insel nicht mehr ausreichend LKW-Fahrer, um das Benzin zu den Tankstellen zu fahren. Die letzte Meldung zu diesem Thema habe ich von vor zwei Wochen gefunden: Die Armee \u00fcbernimmt die Versorgung der Tankstellen, seither scheint das Problem gel\u00f6st.<\/p>\n\n\n\n<p>Die n\u00e4chste Meldung kam aus San Francisco: \u00dcber 50 Schiffe, Containerschiffe und Tankschiffe warten vor dem Hafen darauf, ihre Ladung zu l\u00f6schen. Das Personal war w\u00e4hrend der Corona-Pandemie zur\u00fcckgefahren worden und reicht nun nicht mehr aus, die sprunghaft angestiegenen Lieferungen abzuarbeiten. US-Pr\u00e4sident Biden hat das Problem zu seinem Thema gemacht, sorgte f\u00fcr 24\/7-Betrieb auf dem Hafen und seither l\u00f6st sich der Stau sukzessive auf.<\/p>\n\n\n\n<p>Keines der gro\u00dfen \u00d6lf\u00f6rderl\u00e4nder reagiert mit F\u00f6rderausweitungen. Die OPEC+ hat lediglich verlauten lassen, man halte sich an den vereinbarten Fahrplan der schrittweisen, moderaten Ausweitung der \u00d6lf\u00f6rderung. In der Finanzpresse werden Anschuldigungen laut: Die OPEC+ schaffe so einen k\u00fcnstlich hohen \u00d6lpreis, um sich die eigenen Taschen voll zu machen.<\/p>\n\n\n\n<p>Weder Venezuela, noch Russland oder Saudi Arabien, nicht einmal der Iran weiten ihre F\u00f6rderung ma\u00dfgeblich aus. Wenn Sie die Verhandlungen der OPEC+ in den vergangenen Jahren verfolgt haben, dann wissen Sie sicherlich, dass es alles andere als eine vertrauensvolle Zusammenarbeit unter diesen L\u00e4ndern gibt. Ich w\u00fcrde behaupten, dass jedes dieser L\u00e4nder sofort die F\u00f6rderung ausweiten w\u00fcrde, wenn es sich einen finanziellen Vorteil davon versprechen w\u00fcrde.<\/p>\n\n\n\n<p>K\u00f6nnen oder wollen sie nicht? Nun, zumindest \u00fcber Saudi Arabien und Russland wei\u00df ich, dass dort deutlich mehr gef\u00f6rdert werden k\u00f6nnte, wenn man wollte. Die wollen also nicht.<\/p>\n\n\n\n<p>Und es ist gar nicht so schwer nachzuvollziehen, warum die nicht wollen: Die Probleme sind vor\u00fcbergehend. Schon jetzt rechnet ein Gro\u00dfteil in der Branche mit einem r\u00fcckl\u00e4ufigen \u00d6lpreis in den kommenden Wochen. Das klingt widerspr\u00fcchlich, steht doch ein kalter Winter vor der T\u00fcr und in der Heizperiode steigt doch normalerweise der \u00d6lpreis, oder?<\/p>\n\n\n\n<p>Nein, das ist falsch: Normalerweise steigt der \u00d6lpreis VOR der Heizperiode und findet sein Maximum stets Ende Oktober. Danach geht es in der Regel abw\u00e4rts mit dem \u00d6lpreis. Wenn in diesem Jahr Logistikprobleme f\u00fcr einen besonders starken Anstieg VOR der Heizperiode gesorgt haben, dann k\u00f6nnte der Preisr\u00fcckgang auch besonders stark sein, oder?<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn \u00d6l steigt, treibt das die Inflation an und bremst die Konjunktur. 90% aller Aktienunternehmen leiden unter einem ansteigenden \u00d6lpreis. Reise- und Logistikunternehmen st\u00f6hnen unter den hohen Spritkosten. Die energieintensive Industrie muss h\u00f6here Produktionskosten weiterreichen. Vorprodukte und Zulieferer m\u00fcssen ihre Preise erh\u00f6hen. Das zieht sich durch bis zum Verkaufspreis f\u00fcr ein Auto, einen Computer oder f\u00fcr Kleidung. Ein weiterer Anstieg des \u00d6lpreises in Richtung 100 USD\/Fass w\u00e4re eine Katastrophe f\u00fcr die globale Konjunktur.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Warum brechen die M\u00e4rkte also nicht ein?<\/strong> Weil die Profis davon ausgehen, dass der \u00d6lpreis nicht auf 100 USD\/Fass steigen wird.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir sind also an einer Wegscheide: Entweder der \u00d6lpreis l\u00e4uft weiter nach oben und wir bekommen einen Crash, oder aber der \u00d6lpreis beginnt zu fallen und wir erhalten eine Jahresendrallye. In Kapitel 04 habe ich aufgelistet, wie die einzelnen Branchen im jeweiligen Szenario performen werden: Welche Aktien profitieren am meisten von einem r\u00fcckl\u00e4ufigen \u00d6lpreis? Welche leiden am st\u00e4rksten unter einem hohen \u00d6lpreis?<\/p>\n\n\n\n<p>Nachdem die beiden letzten Ausgaben urlaubsbedingt etwas k\u00fcrzer ausgefallen waren, hat sich nun doch so einiges angestaut. Daher ist die aktuelle Ausgabe ein wenig l\u00e4nger geworden. Doch es werden viele Grundlagen f\u00fcr die n\u00e4chsten Wochen geschaffen, wenn Sie sich durch die heutige Ausgabe k\u00e4mpfen \ud83d\ude42<\/p>\n\n\n\n<p>Snap ist um 25% eingebrochen: Das Unternehmen kann nicht mehr so gezielt werden wie zuvor. Was dahinter steckt, lesen Sie ebenfalls in Kapitel 02. Nach 10 Jahren zieht sich Jens Weidmann aus der EZB und der Bundesbank zur\u00fcck. Am Ende des Kapitel 02 rufe ich ihm noch ein herzliches Dankesch\u00f6n hinterher.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Sentiment zeigt diese Woche eine interessante Entwicklung zum Zinsmarkt. Aber auch f\u00fcr den Aktienmarkt lassen sich Schlussfolgerungen ableiten. In Kapitel 03 lesen Sie, welche.<\/p>\n\n\n\n<p>Der PLUS Ausblick besch\u00e4ftigt sich mit den Folgen einer Inflationsrate von 3-5%. Wenn wir genau hinschauen, sind viel mehr Unternehmen Profiteure eines solchen Umfeldes als zun\u00e4chst gedacht. Welche Branchen und welche Gesch\u00e4ftsmodelle zu den Gewinnern geh\u00f6ren werden und welche zu den Verlierern, analysiere ich in Kapitel 04.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine Reihe von Updates zu unseren offenen Portfoliopositionen lesen Sie in Kapitel 05. Insbesondere der Goldmarkt mit Wheaton Precious Metals und Barrick Gold hat mich diese Woche besch\u00e4ftigt.<\/p>\n\n\n\n<p>Nun w\u00fcnsche ich eine anregende Lekt\u00fcre,<\/p>\n\n\n\n<p>take share, Ihr B\u00f6rsenschreibel<\/p>\n\n\n\n<p>Stephan Heibel<\/p>\n\n\n\n<p>Weiter zur Heibel-Ticker Ausgabe 21\/42: <a href=\"https:\/\/www.heibel-ticker.de\/empfehlung?id=40&amp;refID=9&amp;target=heibel_tickers\/1915\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/www.heibel-ticker.de\/heibel_tickers\/1915<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Liebe B\u00f6rsenfreunde, Wenn alles nach meinem Wunsch verl\u00e4uft, bekommen wir in der laufenden Woche, die letzte Oktoberwoche, noch einige Kaufgelegenheiten pr\u00e4sentiert. Ich m\u00f6chte unser Portfolio mit attraktiven Aktien aufstocken, h\u00e4tte auch nichts gegen eine extrem niedrige Cashquote im November. 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