{"id":5011,"date":"2021-11-03T10:43:53","date_gmt":"2021-11-03T09:43:53","guid":{"rendered":"https:\/\/www.heibel-unplugged.de\/?p=5011"},"modified":"2022-02-09T10:18:35","modified_gmt":"2022-02-09T09:18:35","slug":"fang-wird-zu-mamaa-und-mamaa-ist-die-beste-alle-quartalszahlen-der-ganzen-welt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.heibel-ticker.de\/blog\/fang-wird-zu-mamaa-und-mamaa-ist-die-beste-alle-quartalszahlen-der-ganzen-welt\/","title":{"rendered":"FANG wird zu MAMAA und MAMAA ist die beste &#8211; Alle Quartalszahlen der ganzen Welt"},"content":{"rendered":"\n<p>Liebe B\u00f6rsenfreunde,<br \/><\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>H\u00e4tte man s\u00e4mtliche Quartalsberichte der ganzen Welt,<br \/>zusammengetragen und \u00fcbereinander gestellt<br \/>und w\u00e4re zu F\u00fc\u00dfen dieses Massivs,<br \/>ein einziger B\u00f6rsenschreibel, eifrig und gevievt.<br \/>Und ver\u00f6ffentlichte man, unter Donnern und Blitzen,<br \/>alles auf einen Schlag, Mann w\u00fcrd&#8216; der B\u00f6rsenschreibel schwitzen!<\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Frei nach Heinz Erhard, der, wie ich k\u00fcrzlich erfuhr, nur wenige Kilometer von mir unter der Erde liegt.<br \/><br \/>Letzte Woche wurden alle Quartalsergebnisse der ganzen Welt ver\u00f6ffentlicht, ich kam kr\u00e4ftig ins Schwitzen. Ich habe mich f\u00fcr Sie durch die wichtigsten hindurch gew\u00fchlt und meine Schlussfolgerungen aufgeschrieben: Microsoft, Alphabet, AMD, Tesla, Twitter, Linde, Facebook, Amazon und Apple haben unterschiedliche Einblicke in den Zustand der globalen Konjunktur und des eigenen Gesch\u00e4fts gew\u00e4hrt.<\/p>\n\n\n\n<p>Vor einigen Jahren wurde der Begriff FANG gepr\u00e4gt: Facebook, Amazon, Netflix und Google galten als die aufstrebenden Internetgiganten. Inzwischen hei\u00dft Google Alphabet und seit letzter Woche hei\u00dft Facebook Meta. Netflix ist zwar erfolgreich, aber ein Monopol wie die anderen konnte nicht behauptet werden. Au\u00dferdem haben sich Microsoft und Apple in die Riege der erfolgreichsten Konzerne vorgearbeitet. Damit k\u00f6nnen wir nun den Namen FANG durch MAMAA abl\u00f6sen: Microsoft, Apple, Meta, Alphabet und Amazon. Diese Konzerne haben sich in den vergangenen 10 Jahren zu den besten Konzernen der Welt entwickelt und verdienen damit das Pr\u00e4dikat: MAMAA ist die Beste.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich habe letzte Woche gef\u00fchlt unendlich viele Quartalszahlen durchgerechnet und Mitschriften von den anschlie\u00dfenden Analystencalls gelesen. Im Folgenden zeige ich das Wichtigste kurz auf.<br \/><br \/>MICROSOFT LIEFERT HERAUSRAGENDE Q-ZAHLEN<br \/><br \/>Microsoft schie\u00dft den Vogel ab: 51% Wachstum in der Microsoft-Cloud Azure bei 15 Mrd. USD Quartalsumsatz. Startups bem\u00fchen sich um ein Umsatzwachstum n\u00f6rdlich der 20%, wenn sie einen neuen Markt erobern. 50% Wachstum in einem Milliardenmarkt stellt alle Startups in den Schatten. Es ist, als ob Sie den heute 60 j\u00e4hrigen Carl Lewis bitten, gegen Usain Bolt anzutreten &#8230; und Carl Lewis gewinnt.<br \/><br \/>Der Konzernumsatz ist um 22% auf 45,4 Mrd. USD angewachsen (Erwartung 44 Mrd. USD). Die Gewinnmarge lag bei 70&amp; (erwartet 69%) und f\u00fchrte zu einem Gewinn von 2,27 USD\/Aktie (erwartet 2,08 USD\/Aktie).<br \/><br \/>CEO Satya Nadella leitete seinen Kommentar zu den Zahlen wie folgt ein: &#8222;Digitale Technologien sind eine DEFLATION\u00c4RE Kraft in einer inflation\u00e4ren Volkswirtschaft&#8220; (Hervorhebung durch mich). Damit fasst er in einem Satz zusammen, was Volkswirte diese Tage besch\u00e4ftigt: Steigende Rohstoffpreise, fehlende Ressourcen und ein leer gefegter Arbeitsmarkt erzeugen einen Preisdruck, der sich nur in hohen Inflationsraten entladen kann, wie einige Volkswirte vorschnell folgern. Doch die Cloud und die digitale Automatisierung vieler vormals komplexer T\u00e4tigkeiten von B\u00fcroangestellten f\u00fchrt zu Effizienzsteigerungen bei gleichzeitig sinkenden Kosten und wirkt somit dem inflation\u00e4ren Druck entgegen.<br \/><br \/>In diesem Spannungsfeld erwarte ich nach wie vor eine Inflationsrate zwischen 3% und 5% f\u00fcr die kommenden Quartale. Mal sehen, wo sich das Ganze einpendelt.<br \/><br \/>ALPHABET-ZAHLEN HABEN ZWEI HAAREN IN DER SUPPE<br \/><br \/>Alphabet wies ein Umsatzwachstum von 40% aus, das gr\u00f6\u00dfte Umsatzwachstum des Unternehmens seit 14 Jahren! Die Google-Cloud wuchs um 45% auf 5 Mrd. USD (erwartet wurden 5,19 Mrd. USD). Das Gewinnwachstum sprang auf 87,5%. Die Gewinnmarge lag bei 32%. Dies f\u00fchrte zu einem Gewinn je Aktie von 27,99 USD, erwartet wurden 23,73 USD.<br \/><br \/>Der Umsatz der Suchmaschinenwerbung sprang um 40% auf 38 Mrd. USD. Gr\u00f6\u00dfter Umsatztreiber ist hier die Reisebranche, die nach der Corona-Pandemie langsam wieder zum Leben erwacht. Werbeeinnahmen \u00fcber YouTube stiegen um 43% auf 7 Mrd. USD. Da haben Analysten mehr erwartet. Grund f\u00fcr die Umsatzschw\u00e4che scheint bei YouTube, genau wie bei Snap und Facebook, der neue Datenschutz von Apple zu sein, der in iOS-Apps ber\u00fccksichtigt werden muss (Nutzer m\u00fcssen explizit der Nutzung ihrer Daten zustimmen, wenn sie gezielte Werbung haben wollen).<br \/><br \/>Google ist nicht so stark von Apples Datenschutz\u00e4nderung betroffen wie Snap, dennoch ist es ein Haar in der Suppe. Das zweite Haar kommt aus dem Cloud-Gesch\u00e4ft, das mit 45% Wachstum nicht ganz so stark gewachsen ist wie erwartet. Mit einem Kursplus von 60% im laufenden Jahr h\u00e4tte Alphabet lupenreine Q-Zahlen pr\u00e4sentieren m\u00fcssen. Zwar ist die Aktie am Mittwoch erst einmal auf ein neues Allzeithoch gesprungen, doch ich k\u00f6nnte mir vorstellen, dass dies kurzfristig erst einmal das Ende der Rallye f\u00fcr Alphabet ist.<br \/><br \/>Mit Wachstumsraten n\u00f6rdlich der 40% in fast allen Gesch\u00e4ftsbereichen ist Alphabet weiterhin eine solide Aktie f\u00fcr jedes Wachstumsdepot. Doch wer einsteigen m\u00f6chte, der k\u00f6nnte in ein paar Wochen bessere Kurse sehen.<br \/><br \/>AMD VERDOPPELT UMSATZ MIT HOCHLEISTUNGS-RECHENZENTREN<br \/><br \/>Chiphersteller AMD konnte im abgelaufenen Quartal den Umsatz um 54% auf 4,3 Mrd. USD steigern, der Gewinn sprang um 78% auf 0,73 USD\/Aktie (erwartet wurden 0,66 USD\/Aktie). Es handelt sich um das f\u00fcnfte Quartal in Folge mit einem Umsatzwachstum \u00fcber 50%. Der Umsatz mit Chips f\u00fcr Rechenzentren verdoppelte sich und zeigt erneut eindrucksvoll, wie stark derzeit in den Ausbau von Cloud-Rechenkapazit\u00e4ten f\u00fcr AI etc. investiert wird. Microsoft Azure und Google Cloud k\u00fcndigten k\u00fcrzlich weitere Investitionen in Rechenzentren an, die mit AMD-Chips arbeiten.<br \/><br \/>Besonders stark entwickelte sich auch das Gesch\u00e4ft mit den Spielekonsolen. AMD liefert die Graphikchips f\u00fcr die Playstation sowie f\u00fcr die Xbox.<br \/><br \/>Die Unternehmensprognose f\u00fcr das laufende Quartal wurde angehoben und liegt ebenfalls \u00fcber den Erwartungen der Analysten. Nach +34% im laufenden Jahr notiert die Aktie aktuell auf einem Allzeithoch. Ich denke, auch f\u00fcr AMD wird es in den kommenden Wochen g\u00fcnstigere Kaufkurse geben.<br \/><br \/>TESLA VERDIENT MEHR ALS IN DEN VERGANGENEN JAHREN VERLOREN WURDE<br \/><br \/>In Europa verkaufte Tesla im angelaufenen Quartal mehr Model 3s als VW Golfs. Das Model 3 hat das seit Jahren absatzst\u00e4rkste Automodell, den Golf, vom Thron gesto\u00dfen. Kritiker, die das \u00fcberlegene Spaltma\u00df der deutschen Autoindustrie betonten, die langen Ladezeiten bem\u00e4ngelten und \u00fcber die fehlende Lade-Infrastruktur klagten, sind verstummt.<br \/><br \/>Zeitgleich meldet Tesla, dass der Autovermieter Hertz 100.000 Autos des Typs Model 3 bei Tesla bestellt habe. Das ist ein Kaufvertrag \u00fcber 4,3 Mrd. USD mit nur einem Kunden.<br \/><br \/>Die Aktie von Tesla ist um 15% auf \u00fcber 1.000 USD gesprungen, die Marktkapitalisierung ist auf \u00fcber 1 Billionen USD gestiegen. Tesla hat damit Facebook \u00fcberholt und ist nun das sechste Unternehmen weltweit, das diese Schwelle \u00fcbersprungen hat. Die anderen f\u00fcnf: Apple (2,5 Bio. USD), Microsoft (2,3 Bio. USD), Saudi Aramco (2 Bio. USD), Alphabet (1,9 Bio. USD) und Amazon (1,7 Bio. USD).<br \/><br \/>Tesla ist nun mehr wert als ALLE ANDEREN AUTOBAUER ZUSAMMEN! VW, Daimler und BMW (270 Mrd. USD), Toyota, Honda, Suzuki und Nissan (266 Mrd. USD), Ford und General Motors (140 Mrd. USD), Hyundai und Kia (55 Mrd. USD), Ferrari, Volvo und Renault (123 Mrd. USD) kommen gemeinsam nicht auf 1 Bio. USD Marktkapitalisierung.<br \/><br \/>Gr\u00fcnder und CEO Elon Musk hat vieles richtig gemacht: Nicht das Spaltma\u00df f\u00fchrt zur Kaufentscheidung der Kunden, sondern Beschleunigung bei gleichzeitiger Umweltfreundlichkeit. Fahrspa\u00df ohne schlechtes Gewissen. Au\u00dferdem hat er fr\u00fchzeitig zwei Kernbereiche zu strategischen Projekten gemacht, die heute Tesla von der Konkurrenz abheben: Die Batterietechnologie sowie der Chip. Lieferkettenprobleme kennt Tesla nicht.<br \/><br \/>TWITTER SCHWACH AUF OHNE NEGATIVEN EINFLUSS DES APPLE-DATENSCHUTZES<br \/><br \/>CFO Net Segal habe ich gestern in einem Interview gesehen. Zur Diskussion um den &#8222;gesch\u00e4ftssch\u00e4digenden&#8220; Datenschutz, den Apple f\u00fcr alle iOS-Apps eingef\u00fchrt hat, antwortete er, Twitter sei davon kaum ber\u00fchrt. 85% der Werbung, die auf Twitter ausgestrahlt wird, sei Branding, also ungezielte Werbung, die nur der Bekanntmachung einer Marke diene.<br \/><br \/>Damit hat Twitter die Kritik, die seit Jahren an der mangelhaften Werbeplattform ge\u00fcbt wird, zu einem Vorteil gedreht: Man war \u00fcber Jahre nicht in der Lage, gem\u00e4\u00df Nutzerinteressen gezielte Werbung auszustrahlen. Da Apple diesem Treiben nun einen Riegel vorgeschoben hat, verliert Twitter dadurch kaum Werbeeinnahmen. Segal spricht nun von einem &#8222;leveled playing field&#8220;, faire Bedingungen f\u00fcr alle.<br \/><br \/>Das Umsatzwachstum bei Twitter betrug wie von Analysten erwartet 37%, allerdings wurde ein Verlust von 0,67 USD je Aktie eingefahren, erwartet wurde ein Cent Gewinn. Das Nutzerwachstum liegt bei 13% und entsprach den Erwartungen.<br \/><br \/>Ein KGV 22e von 42 sieht g\u00fcnstig aus, wenn wir uns vor Augen f\u00fchren, dass Analysten f\u00fcr die kommenden f\u00fcnf Jahre ein j\u00e4hrliches Gewinnwachstum von 80% erwarten. Die Aktie ist unter Druck, da viele Anleger den ex US-Pr\u00e4sidenten Donald Trump als Zugpferd der Plattform sahen. Trumps Twitteraccount wurde nach dem Sturm auf das Wei\u00dfe Haus Anfang des Jahres von Twitter gel\u00f6scht.<br \/><br \/>Doch Twitter ist das Gegenst\u00fcck zu Facebook. W\u00e4hrend wir \u00fcber Facebook inzwischen durch die Ver\u00f6ffentlichung interner Dokumente wissen, das man stets Umsatz und Gewinn \u00fcber den Schutz der Kunden gestellt hat, wird dies bei Twitter genau umgekehrt gehandhabt: Der Schutz der Nutzer steht an oberster Stelle und CEO Jack Dorsey hat bereits vielfach auf Umsatz verzichtet, wenn er moralische Bedenken hatte.<br \/><br \/>Die Aktie ist in Folge der Q-Zahlen um 10% ausverkauft worden: Analysten kommentieren, dass Twitter nach wie vor erst noch beweisen muss, dass \u00fcber die Plattform ein skalierbares Werbegesch\u00e4ft aufgebaut werden k\u00f6nne. Auf der einen Seite sind die Gewinnerwartungen exorbitant hoch, auf der anderen Seite zweifeln die Analysten also an ihren eigenen Prognosen. Komisch.<br \/><br \/>Ich finde die Aktie von Twitter auf dem derzeitigen Kursniveau extrem interessant.<br \/><br \/>LINDE TREIBT GR\u00dcNE REVOLUTION VORAN<br \/><br \/>Linde baut Anlagen f\u00fcr die Gas-Verarbeitung und betreibt selber solche Anlagen, um das erzeugte Gas zu verkaufen. Das Zukunftsthema des Konzern ist gr\u00fcner Wasserstoff. Die Erzeugung von Wasserstoff ist sehr energieintensiv und Kritiker des Wasserstoffantriebs weisen zu Recht auf den hohen Einsatz fossiler Energietr\u00e4ger hin, die den vermeintlich gr\u00fcnen Fu\u00dfabdruck der Wasserstoffautos beschmutzen. Ideal w\u00e4re die Erzeugung des Wasserstoffs ausschlie\u00dflich unter Einsatz regenerativer Energien. Erst dann k\u00f6nnen wir von gr\u00fcnem Wasserstoff sprechen.<br \/><br \/>Mit 7,67 Mrd. USD Quartalsumsatz (+12%) wurden 1,81 Mrd. Euro Gewinn (+19%) erwirtschaftet. Beides liegt \u00fcber den Erwartungen der Analysten. Bei der Vorlage der Q-Zahlen wurde gestern das Jahresziel zum dritten Mal im laufenden Jahr nach oben korrigiert. 28% Gewinnwachstum im laufenden Jahr strebt der Konzern nun an. Die positive Entwicklung ist zum gro\u00dfen Teil den steigenden Absatzmengen zuzuschreiben, aber auch Preiserh\u00f6hungen haben ihren Anteil daran.<br \/><br \/>Die Aktie gab gestern ein halbes Prozent ab, heute notiert sie ebenfalls im Minus. Analysten missf\u00e4llt die Gewinnmarge, die nicht ganz den Erwartungen entsprach. In einem Interview erl\u00e4uterte CEO Steve Angel, die schwache Gewinnmarge sei dem Preisanstieg zuzuschreiben: Durch die gestiegenen Rohstoffpreise k\u00f6nne Linde die h\u00f6heren Kosten direkt an seine Kunden weiterreichen. Der Gewinn, betrachtet in absoluten Zahlen, wird dadurch konstant gehalten, so sei es in den Vertr\u00e4gen vereinbart. Da nun jedoch der Rechnungsbetrag steigen w\u00fcrde, nehme der konstante Gewinnbetrag einen abnehmenden Anteil ein, die Gewinnmarge sinkt.<br \/><br \/>Wenn Analysten also eine r\u00fcckl\u00e4ufige Gewinnmarge sofort als Zeichen eines Preiswettbewerbs interpretieren, so ist dies im Fall von Linde derzeit falsch.<br \/><br \/>Viel wichtiger als solche Erbsenz\u00e4hlerei (meine freie \u00dcbersetzung) sei, so CEO Angel, dass der Auftragsbestand im abgelaufenen Quartal um 81% angesprungen sei. Mit einem Volumen von aktuell 13,4 Mrd. USD hat Linde Auftr\u00e4ge im Bestand, die dem Umsatz der kommenden sechs Monate entsprechen. Angel berichtet von Kunden, die eine Grundsatzentscheidung f\u00fcr die Nutzung gr\u00fcnen Wasserstoffs getroffen haben und den Weg dorthin gemeinsam mit Linde gehen wollen. Das h\u00f6rt sich also nicht nur nach sechs Monaten an, sondern nach vielen Jahren.<br \/><br \/>Linde selbst hat schon seit 2018 ambitionierte Klimaziele: Bis 2050 m\u00f6chte der Konzern klimaneutral werden. Auf dem Weg dorthin wurden eine Reihe von Meilensteinen definiert, deren Erreichen bislang sehr wahrscheinlich ist.<br \/><br \/>CEO Angel wird Anfang kommenden Jahres in den Aufsichtsrat r\u00fccken und den Chefsessel f\u00fcr den heutigen COO Sanjiv Lama frei machen. Er wird das Amt des Aufsichtsratsvorsitzenden von Wolfgang Reizle erben. Diese drei Manager waren federf\u00fchrend f\u00fcr die \u00dcbernahme \/ Fusion von Praxair durch\/mit Linde verantwortlich und haben die Integration reibungslos und unaufgeregt durchgef\u00fchrt. Linde ist heute deutlich effizienter und dadurch profitabler.<br \/><br \/>Die Aktie kennt seit der Fusion nur eine Richtung: Von 140 Euro Ende 2018 geht es steil nach oben, kurzzeitig lediglich durch den Coronacrash unterbrochen. Heute steht die Aktie bei 270 Euro. Damit notiert die Aktie auf einem Kurs\/Umsatz-Verh\u00e4ltnis von 5. Das KGV 22e steht bei 27, das Gewinnwachstum wird Analystensch\u00e4tzungen zufolge in den kommenden Jahren auf 8% zur\u00fcckfallen. Irgendwie erschlie\u00dft sich mir dieses hohe Bewertungsverh\u00e4ltnis nicht. Ich f\u00fcrchte, da ist viel Idealismus in der Aktie.<br \/><br \/>FACEBOOK WIRD ZU META UND STEIGT INS METAVERSUM<br \/><br \/>Anfang letzter Woche hat Facebook Q-Zahlen ver\u00f6ffentlich. Am gestrigen Donnerstag zeigte uns Gr\u00fcnder und CEO Mark Zuckerberg die Zukunft und benannte sein Unternehmen um in &#8222;Meta&#8220;.<br \/><br \/>Die Q-Zahlen waren durchwachsen. Seit den Q-Zahlen von Snap wissen wir, dass die iOS-\u00c4nderungen von Apple in Sachen Datenschutz bei den sozialen Netzen zu deutlichen Einnahmeverlusten f\u00fchrten. Die zielgerichtete Auslieferung passender Werbung ist deutlich erschwert worden. Facebook hat das zu sp\u00fcren bekommen, jedoch bei weitem nicht so stark wie Snap. \u00dcber die verschiedenen Plattformen Facebook, Instagram, Messenger und WhatsApp gelingt es dem Konzern offenbar, noch immer halbwegs gezielte Inhalte auszustrahlen.<br \/><br \/>Die Aktie von Facebook ist bereits seit Anfang September deutlich zur\u00fcck gekommen (-15%). Nachdem im Internet Dokumente \u00fcber die Sch\u00e4dlichkeit der sozialen Plattform bekannt geworden waren, fl\u00fcchteten Anleger aus der Aktie. Die schwachen Zahlen zum Wochenbeginn vergangener Woche haben den Ausverkauf nochmals beschleunigt.<br \/><br \/>Gestern stellte Mark Zuckerberg nun das Metaversum vor: Eine Parallelwelt zu unserem Universum, in dem man verschiedene Charaktere annehmen kann, mit &#8211; oder besser noch &#8211; von historischen Figuren lernen kann und seine Freunde und Verwandte neben sich auf dem Sofa sitzen l\u00e4sst, obwohl sie eigentlich hunderte Kilometer entfernt sind. Facebook werde die Tools zur Verf\u00fcgung stellen, mit dem das Metaversum gebaut (programmiert) wird. Au\u00dferdem werde Facebook Plattformen bilden, die dem Metaversum angeschlossen w\u00fcrden, so Zuckerberg. 10 Mrd. USD investiere Zuckerberg in das Metaversum noch in diesem laufenden Jahr!<br \/><br \/>Das Metaversum wird bereits mit dem Internet verglichen: In den 80er Jahren galt ich noch als Freak, wenn ich erz\u00e4hlte, dass ich einen Internetzugang habe (ich bin \u00fcbrigens Deutschlands erster privater Internetnutzer). Was ich denn damit anfangen wolle, lauteten die ungl\u00e4ubigen Fragen. Heute wird das &#8222;Internet&#8220; auf unz\u00e4hlig vielf\u00e4ltige Weisen genutzt.<br \/><br \/>Das Metaversum ist aus diesem Betrachtungswinkel nicht einfach eine virtuelle Realit\u00e4t f\u00fcr Spieler, sondern der Einstieg ins Holodeck von Star Trek. Ob man dort seinen Urlaub oder seine Freizeit verbringt, ob man lernt oder seine Freunde trifft, das bleibt jedem selbst \u00fcberlassen. Unternehmen werden Entwickler dort zusammenbringen, die Kleidungsindustrie wird es ihren Kunden erm\u00f6glichen, Kleidung virtuell anzuziehen, um zu sehen, wie man darin aussieht.<br \/><br \/>Einzelne Anwendungen gibt es bereits. Doch es ist jeweils extrem aufw\u00e4ndig den 3D-Avatar des Nutzers zu bilden, die VR-Brille zu kaufen und einzurichten, die gesamte Software zu entwickeln. Nvidia baut an einem Metaversum, das offen ist f\u00fcr alle und mit individuellen Anwendungen genutzt werden kann. Facebook hat nun einen Bereich bekannt gegeben, den er f\u00fcr seine 2 Mrd. Nutzer erschlie\u00dfen m\u00f6chte: die soziale Interaktion. Nat\u00fcrlich sind Spieler die ersten, die darauf aufspringen, entsprechend hat Facebook ein Autorennen bereits beispielhaft in das eigene Metaversum gebracht.<br \/><br \/>Der Konzernname &#8222;Meta&#8220; ist vor diesem Hintergrund doppelt gut gew\u00e4hlt: Zum einen zeigt er, f\u00fcr wie wichtig Mark Zuckerberg das Metaversum h\u00e4lt. Zum anderen ist die Namens\u00e4nderung nach den vielen Skandalen des Konzerns \u00fcberf\u00e4llig, um die Skandale in Vergessenheit zu bringen.<br \/><br \/>Apropos Skandale: Ich werde nun wieder viele E-Mails von Ihnen erhalten, in denen Sie sich dar\u00fcber beschweren, dass gerade Facebook doch der schlechteste Anbieter im Metaversum sei: Man m\u00fcsse f\u00fcr die Nutzung viel mehr pers\u00f6nliche Daten hergeben als zuvor. Und Facebook hat immer wieder bewiesen, dass sie damit nicht verantwortungsvoll umgehen k\u00f6nnen. Das ist richtig.<br \/><br \/>Doch ich unterscheide zwischen W\u00fcnschen und der Realit\u00e4t. Ich w\u00fcrde mir w\u00fcnschen, ein anderes Unternehmen erobert das Metaversum. Doch die Realit\u00e4t ist, dass Meta (vormals Facebook) die weltweit gr\u00f6\u00dfte Nutzerbasis besitzt und Menschen, die im Metaversum mit anderen Menschen interagieren m\u00f6chten, werden den Zugang zum Metaversum w\u00e4hlen, den die meisten nutzen. Der Erfolg Zuckerbergs ist damit fast schon garantiert.<br \/><br \/>AMAZON K\u00c4MPFT GEGEN GLOBALE LIEFERKETTENPROBLEME<br \/><br \/>Wenn ich Ihnen verrate, dass Amazon im Jahr 2020 coronabedingt das Gesch\u00e4ft des Lebens gemacht hat, dann werden Sie g\u00e4hnen: Das wussten Sie schon, oder? Trotzdem befindet sich das Unternehmen weiter auf Wachstumskurs: +15% im abgelaufenen Quartal on Top des Corona-Rekordquartals von vor einem Jahr. 110,8 Mrd. USD wurden umgesetzt, Analysten hatten jedoch 111,55 Mrd. USD erwartet. Die Erwartungen wurden also um eine Nachkommastelle verfehlt.<br \/><br \/>Auch der Gewinn entt\u00e4uschte: 4,9 Mrd. USD statt 5,1 Mrd. USD und immerhin ein R\u00fcckgang um 21% gegen\u00fcber den 6,2 Mrd. USD von vor einem Jahr. H\u00f6here Kosten aufgrund des Personalmangels und der globalen Lieferkettenprobleme f\u00fchrten zu zus\u00e4tzlichen Kosten in H\u00f6he von 2 Mrd. USD bei Amazon. Die Probleme lassen sich nicht so einfach l\u00f6sen, f\u00fcr das laufende Q4 bef\u00fcrchtet Amazon, dass diese Kosten sich auf 4 Mrd. USD verdoppeln.<br \/><br \/>Die letzte Meile ist teuer geworden. Ein Gemisch aus fehlendem Personal und teuren Spritkosten l\u00e4sst Unternehmen wie DHL, FedEx und UPS freie Hand bei Preiserh\u00f6hungen. Aber auch der Containertransport aus China ist angesprungen, vor einem Jahr kostete der Transport eines Containers aus China an die westamerikanische K\u00fcste nur ein F\u00fcnftel des heutigen Preises.<br \/><br \/>Amazon hat sich das Prinzip Henry Fords zum Leitbild gemacht: &#8222;Wenn ich getan h\u00e4tte, was meine Kunden w\u00fcnschten, h\u00e4tte ich schnellere Pferde gez\u00fcchtet.&#8220;, wird Henry Ford zitiert. Dahinter steckt die Aussage, dass er als Unternehmer besser wusste, was seine Kunden wirklich wollten: Erschwingliche Autos. Auch Amazon hat in den vergangenen 25 Jahren immer wieder bewiesen, dass es besser wei\u00df, was die Kunden w\u00fcnschen: schnelle Lieferung frei Haus. Um diesen Wunsch zu erf\u00fcllen, hat Amazon immer wieder Haus und Hof investiert, um die Logistikketten zu verbessern.<br \/><br \/>So auch heute: die 4 Mrd. USD, die Amazon schon heute als Zusatzkosten f\u00fcr Q4 in Aussicht stellt, werden in die Logistik investiert. Zus\u00e4tzlich wolle man 1 Mrd. USD in den Ausbau der digitalen Angebote (Prime Video &amp; Musik, AWS, etc.) stecken. Und in diesen Kosten ist noch nicht enthalten, dass mehr Zeitarbeiter zu h\u00f6heren Kosten als Festangestellte geholt werden m\u00fcssen, um das gestiegene Volumen zu wuppen. Das kostet eine weitere Milliarde.<br \/><br \/>Das ist ja eine ganze Liste von Schreckensnachrichten, die sich auf 6 Mrd. USD Zusatzkosten in nur einem Quartal summieren. Und dann ist da noch die im Vergleich zum Coronajahr nachlassende Wachstumsgeschwindigkeit. Die Amazon Aktie ist heute mit 4% im Minus.<br \/><br \/>\u00dcbersehen wird dabei, dass der Umsatz von Amazon Web Services AWS um 39% auf 16 Mrd. USD angestiegen ist. Abonnementeinnahmen wuchsen um 23% auf 8 Mrd. USD. Beide Rubriken \u00fcbertrafen damit die Erwartungen der Analysten.<br \/><br \/>Amazon hat ein Problem auf hohem Niveau: Mehr Nachfrage als Angebot. Das l\u00e4sst sich l\u00f6sen und Amazon investiert entsprechend. Unz\u00e4hlige Male waren solche Phasen gute Einstiegsgelegenheiten. So wird es auch dieses Mal sein. In den kommenden Tagen werden Analysten mit gesenkten Erwartungen die Aktie immer wieder belasten, bevor die Aktie ihren Boden findet. Mag sein, dass die Aktie noch ein paar Prozent verliert. Doch auf Sicht von 1-2 Jahren d\u00fcrfte dieser Kurs eine gute Kaufgelegenheit darstellen.<br \/><br \/>APPLE VERFEHLT ERWARTUNGEN<br \/><br \/>Es ist selten, dass Apple die Erwartungen verfehlt (das letzte Mal war es 2017), aber dieses Mal ist es passiert &#8211; und zwar durch viele Gesch\u00e4ftsbereiche hindurch. Der Umsatz stieg um 29% auf 83 Mrd. USD und verfehlte die Erwartungen um 2%. Der Gewinn je Aktie sprang wie erwartet um 70% auf 1,24 US an.<br \/><br \/>Tim Cook beziffert die Kosten f\u00fcr den Chipmangel, der so ziemlich alle Apple-Produkte betreffe, auf 6 Mrd, USD. F\u00fcr das laufende Q4 w\u00fcrden diese Kosten eher noch ansteigen, so Cook.<br \/><br \/>Zum Verst\u00e4ndnis: iPhone und Mac verwenden &#8222;intelligente&#8220; Chips. Davon gibt es genug, da bestehen keine Probleme. Allerdings sitzen noch unz\u00e4hlige dumme Chips in jedem Ger\u00e4t, bspw. um die Stromversorgung des Lautsprechers zu steuern, oder \u00e4hnliche kleine, genau umrissene Aufgaben zu \u00fcbernehmen. Diese Chips gibt es nicht. Und wenn von den 500 Einzelteilen, aus denen ein MacBook zusammen gesetzt wird, ein Teil fehlt, dann kann MacBook nicht verkauft werden.<br \/><br \/>iPhone, Mac und Wearables (Watch &amp; EarPods) verfehlten ihre Absatzziele. Lediglich der Verkauf von iPads konnte positiv \u00fcberraschen. Immerhin konnte der Verkauf der Apple-Dienste mit 26% Wachstum auf 18 Mrd. USD die Erwartungen deutlich \u00fcbertreffen. Es ist der einzige Bereich im Apple-Konzern, der von den globalen Lieferkettenproblemen und dem Chipmangel unabh\u00e4ngig ist.<br \/><br \/>Genau wie bei Amazon werden Analysten nun auch f\u00fcr Apple die Erwartungen f\u00fcr das laufende Jahr senken und damit die Aktie weiter unter Druck setzen. Heute betr\u00e4gt das Minus 4%. Die Aktie notiert nah an ihrem Allzeithoch, eine gewisse Konsolidierung nach dieser Entt\u00e4uschung ist also zu erwarten.<br \/><br \/>Ungeachtet dessen gilt auch f\u00fcr Apple, dass die Probleme auf der Angebotseite bestehen, nicht auf der Nachfrageseite. Die Nachfrage ist robust wie eh und je. Wer im Apple-\u00d6kosystem unterwegs ist, wird lieber ein paar Monate auf ein neues iPhone oder einen neuen Mac warten, als zu einem Wettbewerber \u00fcberzuspringen. Der aktuell verlorene Umsatz d\u00fcrfte meiner Einsch\u00e4tzung nach also nur verschoben werden, nicht verloren.<br \/><br \/>Ich warte beispielsweise seit drei Jahren sehns\u00fcchtig auf einen Mac, der meinen Anspr\u00fcchen gen\u00fcgt. Die neue Pro-Serie erf\u00fcllt alle meine W\u00fcnsche und ich habe einen neuen Mac bestellt. Ob der nun diese Woche, n\u00e4chste Woche, n\u00e4chsten Monat oder erst nach Weihnachten kommt, ist mir bei dieser Entscheidung relativ egal. Das Ger\u00e4t werde ich vermutlich die kommenden f\u00fcnf Jahre nutzen.<br \/><br \/>F\u00fcr die kommenden f\u00fcnf Jahre erwarten Analysten ein Gewinnwachstum von 20% p.a. Das KGV von 26 ist vor diesem Hintergrund in meinen Augen g\u00fcnstig.<\/p>\n\n\n\n<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;<br \/><\/p>\n\n\n\n<p>Wer noch mehr zu Quartalszahlen wissen m\u00f6chte, der kann gerne in Kapitel 05 unter den Updates weitere Einzelheiten zu Paypal, TeamViewer, Flatex, BioNTech, Airbus, der M\u00fcnchener R\u00fcck, BASF und Spotify nachlesen.<br \/><br \/>Die Sentimentanalyse der letzter Woche kann als Best\u00e4tigung der Prognosen von vor zwei Wochen betrachtet werden. Massive Ungleichgewichte wurden aufgel\u00f6st, insbesondere am Zinsmarkt und beim \u00d6l gab es daher interessante Entwicklungen. F\u00fcr den DAX l\u00e4sst sich aus dem Anlegersentiment eine konstruktive Ausgangslage f\u00fcr die kommenden zwei Monate ableiten. Mehr dazu lesen Sie in Kapitel 03.<br \/><br \/>Der aktuelle Ausblick (Kapitel 04) konkretisiert nochmals den Fahrplan an den Aktienm\u00e4rkten bis Weihnachten: Welche Entwicklungen sind f\u00fcr eine Jahresendrallye erforderlich? Wie kann man anhand der verschiedenen M\u00e4rkte nachhalten, ob die eigene Erwartung noch eintreten kann, oder aber nicht mehr.<br \/><br \/>Leserfragen habe ich vor lauter Quartalszahlen nicht geschafft, sorry.<br \/><br \/>Wie immer gibt es den tabellarischen \u00dcberblick \u00fcber unser Portfolio in Kapitel 06.<br \/><br \/>Nun w\u00fcnsche ich eine anregende Lekt\u00fcre,<br \/><br \/>take share, Ihr B\u00f6rsenschreibel<br \/><br \/>Stephan Heibel<br \/><\/p>\n\n\n\n<p>Weiter zur Heibel-Ticker Ausgabe 21\/43: <a href=\"https:\/\/www.heibel-ticker.de\/empfehlung?id=40&amp;refID=9&amp;target=heibel_tickers\/1918\" target=\"_blank\" data-type=\"URL\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/www.heibel-ticker.de\/heibel_tickers\/1918<\/a><br \/><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Liebe B\u00f6rsenfreunde, H\u00e4tte man s\u00e4mtliche Quartalsberichte der ganzen Welt,zusammengetragen und \u00fcbereinander gestelltund w\u00e4re zu F\u00fc\u00dfen dieses Massivs,ein einziger B\u00f6rsenschreibel, eifrig und gevievt.Und ver\u00f6ffentlichte man, unter Donnern und Blitzen,alles auf einen Schlag, Mann w\u00fcrd&#8216; der B\u00f6rsenschreibel schwitzen! 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