{"id":6214,"date":"2022-02-24T10:45:22","date_gmt":"2022-02-24T09:45:22","guid":{"rendered":"https:\/\/www.heibel-unplugged.de\/?p=6214"},"modified":"2022-08-16T10:06:05","modified_gmt":"2022-08-16T08:06:05","slug":"zum-verkaufen-zu-spaet-schnaeppchen-in-sicht-heibel-ticker-plus-update","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.heibel-ticker.de\/blog\/zum-verkaufen-zu-spaet-schnaeppchen-in-sicht-heibel-ticker-plus-update\/","title":{"rendered":"Zum Verkaufen zu sp\u00e4t &#038; Schn\u00e4ppchen in Sicht &#8211; Heibel-Ticker PLUS Update"},"content":{"rendered":"\n<p>Liebe B\u00f6rsenfreunde,<\/p>\n\n\n\n<p>Putin strebt eine Neuordnung der Sicherheitsstruktur Europas an. Seine Unzufriedenheit mit den Entwicklungen der vergangenen Jahre ist nachvollziehbar, die Nato-Osterweiterung kann ihm nicht gefallen haben. Der Weg, den er nun beschritten hat, gleicht dem eines angeschossenen Muttertiers: Er mobilisiert die letzten Kr\u00e4fte und versucht zu sichern, was noch zu sichern ist: Die Ukraine.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Westen, insbesondere die USA, haben ihn \u2013 vors\u00e4tzlich oder fahrl\u00e4ssig \u2013 in diese Situation gedr\u00e4ngt. Die diplomatischen Wege haben sich ersch\u00f6pft, nun hat Putin die Einladung des Westens angenommen und erobert die Ukraine milit\u00e4risch. Einladung? Ja, denn bei jeder Gelegenheit wurde betont, dass die Nato keinen milit\u00e4rischen Auftrag in dem Nicht- Natomitglied Ukraine habe.<\/p>\n\n\n\n<p>So leid es mir um die Bev\u00f6lkerung der Ukraine tut, so sehr m\u00fcssen wir daher aktuell hoffen, dass die Eroberung der Ukraine binnen weniger Tage abgeschlossen sein wird. Im Anschluss w\u00fcrde es Verhandlungen mit neuen Machtverh\u00e4ltnissen geben.<\/p>\n\n\n\n<p>Vorb\u00f6rslich war der DAX kurzzeitig auf 13.800 Punkte gefallen. Damit betrug das Minus vom Hoch bei 16.200 Punkten Anfang Januar 15%. Wir befinden uns damit in einer nicht seltenen Korrektur der Rallye, die seit dem Coronacrash l\u00e4uft.<\/p>\n\n\n\n<p>R\u00fccksetzer von 7-8% passieren im Rahmen einer Rallye regelm\u00e4\u00dfig und sind meist nichts weiter als technische Bereinigungen. Eine Korrektur von 15% ist aber auch jedem, der nicht erst seit dem Coronacrash an der B\u00f6rse unterwegs ist, gel\u00e4ufig.<\/p>\n\n\n\n<p>In der Regel bieten solche Korrekturen gute Einstiegsgelegenheiten. Gesunde Unternehmen mit \u201ekaputten\u201c Aktienkursen lassen sich g\u00fcnstig einsammeln.<\/p>\n\n\n\n<p>Gr\u00f6\u00dfere Korrekturen als 15% sind sehr selten: Das Platzen der Internetblase nach der Jahrtausendwende, der Immobliencrash 2008, die Schuldenkrise 2011, die China-Krise 2015 (gepaart mit der Euro-Krise) und schlie\u00dflich der Coronacrash 2020.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit Ausnahme der Krisen von 2001 und 2008 waren alle R\u00fccksetzer sehr kurzlebig. Sp\u00e4testens nach einem Jahr waren die alten Hochs wieder erreicht. Wir m\u00fcssen nun beurteilen, was uns diesmal erwartet.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Westen wird nun heftige Sanktionen verh\u00e4ngen. Der \u00d6lpreis ist heute fr\u00fch bereits \u00fcber 100 USD\/Fass gesprungen. Die Weltwirtschaft wird in Mitleidenschaft gezogen. Aber ich glaube, dieser Effekt ist mit dem Abtauchen auf 13.800 Punkte bereits in den Kursen ber\u00fccksichtigt.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr ein noch st\u00e4rkeres Einbrechen der Aktienm\u00e4rkte m\u00fcsste es weitere \u00dcberraschungen geben. Beispielsweise wenn sich die Ukraine st\u00e4rker zur Wehr setzt, als erwartet. Bislang ist davon nicht viel zu sehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Daher gehe ich derzeit davon aus, dass es zum Verkaufen nun zu sp\u00e4t ist. Der DAX war heute nur vorb\u00f6rslich bei 13.800 Punkten. Ich w\u00fcrde erwarten, dass dieses Niveau auch w\u00e4hrend des regul\u00e4ren B\u00f6rsenhandels zu den \u00d6ffnungszeiten der Aktienm\u00e4rkte nochmals angelaufen wird.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich mache mich nun an die Arbeit und suche Aktien heraus, die m\u00f6glichst wenig von der neuen geopolitischen Situation betroffen sind. F\u00fcr diese Titel werde ich wieder die bew\u00e4hrte Einkaufsliste mit Wunschpreisen erarbeiten, damit wir in den kommenden Tagen wissen, was wir tun k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Mich \u00e4rgert es nat\u00fcrlich, dass wir nicht mehr Cash im Portfolio generiert haben. Irgendwie waren die Erholungen, die ich zum Verkauf h\u00e4tte nutzen m\u00fcssen, im Nachhinein betrachtet zu kurz. Daher m\u00f6chte ich Ihnen nun noch eine Idee mit auf den Weg geben, die eigentlich nicht in unser Portfolio passt: Ich schaue derzeit, wo ich noch \u00fcbersch\u00fcssige Liquidit\u00e4t liegen habe, die ich in den kommenden Tagen investieren kann. Jetzt ist ein guter Zeitpunkt, das Engagement an den Aktienm\u00e4rkten zu erh\u00f6hen.<\/p>\n\n\n\n<p>Noch zur Marke 13.800: Ich bin kein Charttechniker und lege mich daher nicht auf bestimmte Marken fest. Mag also sein, dass der DAX noch auf 13.750 oder gar 13.500 f\u00e4llt. Bei den starken Schwankungen, die wir derzeit erleben, ist das f\u00fcr uns jedoch nebens\u00e4chlich: Auf Sicht von Monaten d\u00fcrfte der DAX wieder deutlich h\u00f6her notieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Take Share,<\/p>\n\n\n\n<p>Ihr B\u00f6rsenschreibel<\/p>\n\n\n\n<p>Stephan Heibel<\/p>\n\n\n\n<p>Chefredakteur und Herausgeber des Heibel-Ticker<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Empfehlungen <\/strong>gibt es demn\u00e4chst im Heibel-Ticker <a href=\"https:\/\/www.heibel-ticker.de\/\">B\u00f6rsenbrief<\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Liebe B\u00f6rsenfreunde, Putin strebt eine Neuordnung der Sicherheitsstruktur Europas an. Seine Unzufriedenheit mit den Entwicklungen der vergangenen Jahre ist nachvollziehbar, die Nato-Osterweiterung kann ihm nicht gefallen haben. Der Weg, den er nun beschritten hat, gleicht dem eines angeschossenen Muttertiers: Er mobilisiert die letzten Kr\u00e4fte und versucht zu sichern, was noch zu sichern ist: Die Ukraine. 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