{"id":6531,"date":"2022-09-13T10:03:21","date_gmt":"2022-09-13T08:03:21","guid":{"rendered":"https:\/\/www.heibel-unplugged.de\/?p=6531"},"modified":"2022-09-13T10:04:39","modified_gmt":"2022-09-13T08:04:39","slug":"der-boden-ist-vielleicht-erreicht-aktienmaerkte-erstaunlich-stabil-trotz-gasstopp-oelfoerderreduktion-inflationsausweitung-wachstumsschwaeche-lieferkettenprobleme","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.heibel-ticker.de\/blog\/der-boden-ist-vielleicht-erreicht-aktienmaerkte-erstaunlich-stabil-trotz-gasstopp-oelfoerderreduktion-inflationsausweitung-wachstumsschwaeche-lieferkettenprobleme\/","title":{"rendered":"Der Boden ist vielleicht erreicht \u2013 Aktienm\u00e4rkte erstaunlich stabil \u2013 trotz Problemen mit Energie, Inflation, Wachstum, Lieferketten&#8230;"},"content":{"rendered":"\n<p>Trotz einer Vielzahl von negativen Ereignissen konnte der DAX in der vergangenen Woche um 1% zulegen. Ich f\u00fchre auf, welche Ereignisse den DAX wider Erwarten nicht in die Knie zwangen.<\/p>\n\n\n\n<p>Dieser Beitrag stammt aus dem Heibel-Ticker B\u00f6rsenbrief von letztem Freitag. Die n\u00e4chste Ausgabe gibt es diesen Freitag per wieder kostenlos per Mail.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine spannende Woche liegt hinter uns, es ist viel passiert. Der DAX startete am Montag mit einem Minus von 3% gegen\u00fcber dem Schlusskurs zum Ende der Vorwoche. Der Kurssturz war schon am Wochenende zu sehen: Russland hatte Freitag Abend die Gas-Lieferung \u00fcber Nord Stream I gestoppt und Wirtschaftsminister Robert Habeck lie\u00df kurz darauf verk\u00fcnden, er rechne nicht mehr mit einer Wiederaufnahme der Lieferungen. Schon nachb\u00f6rslich brach der DAX am Freitag kr\u00e4ftig ein. Am Montag erreichte unser Leitindex im Tagesverlauf sein Tief bei 12.650 Punkten, erholte sich danach jedoch leicht.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full is-resized\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.heibel-unplugged.de\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/image-4.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-6537\" width=\"125\" height=\"125\" title=\"\" srcset=\"https:\/\/www.heibel-ticker.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/image-4.png 500w, https:\/\/www.heibel-ticker.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/image-4-300x300.png 300w, https:\/\/www.heibel-ticker.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/image-4-150x150.png 150w\" sizes=\"(max-width: 125px) 100vw, 125px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Es wurde nicht besser: Am Dienstag beschloss die OPEC+, die t\u00e4gliche \u00d6lf\u00f6rdermenge ab Oktober um 100.000 F\u00e4sser zu reduzieren. Weniger \u00d6lf\u00f6rderung ist eigentlich nicht das, was wir uns in dieser Energiekrise w\u00fcnschen. Doch es kam noch schlimmer: In China wurde die Millionenstadt Chengdu in den Lockdown geschickt. In Shenzhen wurden diverse Unternehmen in den Lockdown geschickt.<br \/><br \/>Im Oktober findet der n\u00e4chste gro\u00dfe Parteitag in China Stadt. Pr\u00e4sident Xi Jinping m\u00f6chte wiedergew\u00e4hlt werden und da w\u00fcrden ihm Lockdowns in Peking nicht helfen. Daher wird in den Regionen um Peking herum um so sch\u00e4rfer die Null-Covid-Strategie umgesetzt. Heibei wurde am Dienstag f\u00fcr den Rest der Woche dicht gemacht. In Shijiazhuang wurde ein Lockdown von drei Tagen verk\u00fcndet. Die Null-Covid-Strategie belastet weiterhin nicht nur den Export und die internationalen Logistikketten, sondern auch die Nachfrage im Inland von China.<br \/><br \/>Der DAX reagierte verst\u00f6rt auf die Meldungen von OPEC+ und aus China und pendelte am Dienstag um 12.850 Punkte.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full is-resized\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.heibel-unplugged.de\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/image-3.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-6536\" width=\"125\" height=\"125\" title=\"\" srcset=\"https:\/\/www.heibel-ticker.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/image-3.png 500w, https:\/\/www.heibel-ticker.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/image-3-300x300.png 300w, https:\/\/www.heibel-ticker.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/image-3-150x150.png 150w\" sizes=\"(max-width: 125px) 100vw, 125px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Am Mittwoch wurde im Wallstreet Journal ein Artikel ver\u00f6ffentlicht, in dem die Notwendigkeit eines dritten Zinsschrittes von 0,75% in den USA begr\u00fcndet wurde. Nach den schwachen Arbeitsmarktdaten f\u00fcr den Monat August war ein wenig Hoffnung am Finanzmarkt aufgekommen, dass eine Zinsanhebung um 0,5% ausreichen k\u00f6nnte. Doch der Artikel lieferte gute Argumente, warum eine angelaufene Inflation nicht zu fr\u00fch als einged\u00e4mmt bezeichnet werden d\u00fcrfe, sondern nachhaltig konsequent, also mit weiteren gro\u00dfen Zinsanhebungen, bek\u00e4mpft werden m\u00fcsse.<br \/><br \/>Aktuell steht der US-Leitzins bei 2,25%-2,5%. Nun wird f\u00fcr die kommende Sitzung am 21.9. eine Anhebung auf 3%-3,25% erwartet. In den beiden danach verbleibenden Notenbanksitzungen bis zum Jahresende d\u00fcrfte der US-Leitzins dann noch bis auf 3,75%-4% angehoben werden. Ein Niveau, das noch vor einer Woche als nicht wahrscheinlich betrachtet wurde.<br \/><br \/>So gaben die Aktien am Mittwoch wieder nach, es ging auch im DAX nochmals deutlich unter die 12.800 Punkte.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full is-resized\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.heibel-unplugged.de\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/image-2.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-6535\" width=\"125\" height=\"125\" title=\"\" srcset=\"https:\/\/www.heibel-ticker.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/image-2.png 500w, https:\/\/www.heibel-ticker.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/image-2-300x300.png 300w, https:\/\/www.heibel-ticker.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/image-2-150x150.png 150w\" sizes=\"(max-width: 125px) 100vw, 125px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Am Donnerstag wartete die EZB mit ihrer Zinsentscheidung auf: +0,75% auf 1,25% wurde der Leitzins angehoben. Die gr\u00f6\u00dfte Zinsanhebung der Geschichte der EZB. Die Wachstumsprognose der EZB f\u00fcr den Euro-Raum wurde deutlich gesenkt. Im kommenden Jahr 2023 geht man nun nur noch von einem Wachstum von 0,9% aus, zuvor hatte man mit 2,1% gerechnet. Und auch die Inflationserwartung wurde &#8222;angepasst&#8220;. Hatte man bislang f\u00fcr das laufende Jahr eine Inflation von 6,8% erwartet, so geht man nun von 8,1% aus. F\u00fcr 2023 wurde die Erwartung von 3,5% auf 5,5% angehoben.<br \/><br \/>Sie kennen meine vehemente Kritik an der \u00c4nderung des Inflationsziels der EZB durch deren Chefin Christine Lagarde von zuvor &#8222;nahe bei, aber nicht \u00fcber 2%&#8220; auf &#8222;symmetrische 2%&#8220;. Sie verabschiedete sich davon, eine Inflation \u00fcber 2% als Warnsignal zu betrachten, sondern bezeichnete eine solche als symmetrisch zu der vorhergehenden niedrigen Inflation. Alle Warnungen, insbesondere aus Deutschland, wo man 1923 in der Weimarer Republik eine Hyperinflation erlebte, wurden in den Wind geschlagen.<br \/><br \/>Nun ist der Geist der Inflation aus der Flasche entwichen. Es d\u00fcrfte sehr schwer werden, ihn wieder einzufangen. In der Weimarer Republik war dazu eine W\u00e4hrungsreform erforderlich. Der Bitcoin ist am Freitag nach der EZB-Entscheidung \u00fcbrigens um 8% angesprungen. Der Bitcoin ist kein gesetzliches Zahlungsmittel, findet aber dennoch immer breitere Akzeptanz. Auch in der Weimarer Republik waren viele private W\u00e4hrungen entstanden, um der Inflation zu entkommen.<br \/><br \/>Der DAX brach zun\u00e4chst w\u00e4hrend der Begr\u00fcndung der Zinsentscheidung durch Christine Lagarde ein und besuchte nochmals das Kurs Niveau um 12.750 Punkte, als Lagarde betonte, dass auch weitere deutliche Zinsschritte erforderlich seien, um die Inflation zu bek\u00e4mpfen. Im Anschluss erfolge dann jedoch eine leichte Erholung und Freitag fr\u00fch ist der DAX dann kr\u00e4ftig nach oben gesprungen. Offensichtlich sind Anleger erleichtert, dass die EZB endlich die Gefahr einer Inflation erkannt zu haben scheint.<br \/><br \/>Auch gegen\u00fcber dem US-Dollar legte der Euro kr\u00e4ftig zu. Nach einem Tief unter 0,99 USD\/EUR ging&#8217;s bis heute Vormittag auf 1,01 USD\/EUR.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full is-resized\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.heibel-unplugged.de\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/image.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-6533\" width=\"125\" height=\"125\" title=\"\" srcset=\"https:\/\/www.heibel-ticker.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/image.png 500w, https:\/\/www.heibel-ticker.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/image-300x300.png 300w, https:\/\/www.heibel-ticker.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/image-150x150.png 150w\" sizes=\"(max-width: 125px) 100vw, 125px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Trotz der vielen negativen Entwicklungen der abgelaufenen Woche schrieb der DAX KEIN neues Korrekturtief. Ein solches Verhalten wird h\u00e4ufig dahingehend gedeutet, dass alle negativen Entwicklungen von Anlegern bereits bef\u00fcrchtet wurden und im derzeitigen Aktienmarktniveau enthalten sind. Es besteht damit die M\u00f6glichkeit, dass wir derzeit eine Bodenbildung sehen. Der DAX notiert im Wochenvergleich fast unver\u00e4ndert, obwohl wir im Verlauf der Woche heftige Schwankungen gesehen haben.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Stimmung unter den Anlegern ist weiterhin schlecht, wenngleich auch nicht mehr so schlecht, wie noch vor einer Woche. Vieles spricht daf\u00fcr, dass wir eine Fortsetzung der heute gesehenen Erholung sehen. Doch es gibt auch Indizien, die auf Gegenteiliges weisen. Mehr dazu lesen Sie unter <a href=\"https:\/\/www.heibel-ticker.de\/heibel_tickers\/2017#ch03\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/www.heibel-ticker.de\/heibel_tickers\/2017#ch03<\/a><\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full is-resized\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.heibel-unplugged.de\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/image-1.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-6534\" width=\"125\" height=\"125\" title=\"\" srcset=\"https:\/\/www.heibel-ticker.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/image-1.png 500w, https:\/\/www.heibel-ticker.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/image-1-300x300.png 300w, https:\/\/www.heibel-ticker.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/image-1-150x150.png 150w\" sizes=\"(max-width: 125px) 100vw, 125px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Im aktuellen B\u00f6rsen Ausblick bespreche ich die beiden Hauptbereiche unseres Heibel-Ticker Portfolios: F\u00fcnf Dividendentitel (aktuell 6), und f\u00fcnf Wachstumstitel sollen diese beiden Bereiche ausmachen. Bei Dividendentiteln sind wir bereits gut aufgestellt. Im Wachstumsbereich m\u00fcssen wir einige Anpassungen vornehmen, um den sich ver\u00e4nderten Rahmenbedingungen Rechnung zu tragen. Die Details lesen Sie unter <a href=\"https:\/\/www.heibel-ticker.de\/heibel_tickers\/2016#ch04\">https:\/\/www.heibel-ticker.de\/heibel_tickers\/2016#ch04<\/a><\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-css-opacity\"\/>\n\n\n\n<form class=\"new_abo\" style=\"margin: 0px;\" action=\"https:\/\/www.heibel-ticker.de\/abo\" method=\"post\">\n<h2 class=\"sgny-widget-title\"><font color=\"blue\">\u00dcber 25.000 Leser vertrauen dem Heibel-Ticker<\/font><\/h2>\n<br \/>\n<div class=\"mc4wp-form-fields\">Seit 1998 verfolge ich begeistert die B\u00f6rsen der USA und Europas. 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