{"id":6841,"date":"2023-05-03T11:03:22","date_gmt":"2023-05-03T09:03:22","guid":{"rendered":"https:\/\/www.heibel-unplugged.de\/?p=6841"},"modified":"2023-05-10T12:15:00","modified_gmt":"2023-05-10T10:15:00","slug":"wir-sehen-das-typische-bild-eines-intakten-bullenmarktes","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.heibel-ticker.de\/blog\/wir-sehen-das-typische-bild-eines-intakten-bullenmarktes\/","title":{"rendered":"Wir sehen das typische Bild eines intakten Bullenmarktes"},"content":{"rendered":"\n<p>Unsere aktuelle Sentimentauswertung kommt zu einem bullischen Ergebnis: Der weiterhin hohe Pessimismus preist viele negative Rahmenbedingungen f\u00fcr die Wirtschaft bereits ein. Ob Sie sich auf dieses Interpretation verlassen k\u00f6nnen, erfahren Sie in nachfolgend.<\/p>\n\n\n\n<p>Anschlie\u00dfend besch\u00e4ftigen wir uns mit der Marktbreite dieser Rallye. Denn letzte Woche sind nur wenige Aktien angestiegen, diese daf\u00fcr jedoch ziemlich stark. Zudem waren es gro\u00dfe Unternehmen wie Microsoft und Meta, die mit den gr\u00f6\u00dften Kursspr\u00fcngen die Indizes nach oben zogen. Normalerweise ist das ein Warnzeichen. Ich f\u00fchre aus, warum ich anderer Meinung bin.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Wir sehen das typische Bild eines intakten Bullenmarktes: <\/strong>Ungl\u00e4ubig schauen Anleger auf die hohen Kurse und listen die Argumente auf, die eigentlich f\u00fcr einen Crash sorgen sollten: Inflation, Rezession, Krieg, &#8230;<br \/><br \/>Dabei \u00fcbersehen Anleger, dass diese dramatisch schlechten Rahmenbedingungen eigentlich schon seit Wochen, wenn nicht gar Monaten bekannt sind. Und da die Aktienm\u00e4rkte nicht auf Rahmenbedingungen reagieren, sondern auf \u00c4NDERUNGEN der Rahmenbedingungen, sind die bekannt schlechten Bedingungen bereits im aktuellen Kursniveau eingepreist.<br \/><br \/>Der Aktienmarkt reagiert auf \u00c4nderungen der Rahmenbedingungen. So befinden wir uns seit vielen Monaten in einem Umfeld steigender Leitzinsen. Was, wenn bei den Notenbanksitzungen der n\u00e4chsten Woche ein Ende der Zinsanhebungen in Aussicht gestellt wird (USA), oder zumindest eine Verlangsamung des bislang hohen Tempos bei den Zinsanhebungen (EU)? Der DAX k\u00f6nnte mit einer solchen Meldung binnen weniger Tage auf ein neues Allzeithoch (16.270 Punkte) klettern.<br \/><br \/>Was, wenn die Bem\u00fchungen Chinas in der Ukraine zumindest dahingehend fruchten, dass Gespr\u00e4che aufgenommen werden? Was, wenn die als sicher erwartete Rezession sich nur als Konjunkturabschw\u00e4chung entpuppt und ab dem zweiten Halbjahr tats\u00e4chlich das Wachstum wieder anzieht?<br \/><br \/>W\u00e4hrend der Krieg, eine Rezession und auch die hohe Inflation bereits im aktuellen Kursniveau eingepreist sind, k\u00f6nnten die genannten \u00c4nderungen als positive \u00dcberraschung aufgefasst werden und neues Kaufinteresse entfachen.<br \/><br \/>Soweit sieht es also ziemlich bullisch aus. Was m\u00fcsste passieren, damit die Kurse fallen? nun, eine negative \u00dcberraschung ist vor dem Hintergrund der aktuell bereits extrem pessimistischen Erwartungshaltung schwer vorstellbar, sofern es nicht ein Schwarzer Schwan ist: etwas v\u00f6llig unvorhersehbares und Neues. Das k\u00f6nnen wir mit der <a href=\"https:\/\/www.heibel-ticker.de\/heibel_tickers\/2084#ch03\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Sentimentanalyse<\/a> nat\u00fcrlich niemals ausschlie\u00dfen.<br \/><br \/>Doch ein schwarzer Schwan ist sehr selten und daher m\u00f6chte ich nicht darauf wetten. Vielmehr k\u00f6nnen wir erneut, wie auch in den Wochen zuvor, feststellen, dass das Risiko auf der Oberseite zu sehen ist: Anleger sind besser vorbereitet auf fallende Kurse als auf steigende Kurse. Daher d\u00fcrften Kursr\u00fcckschl\u00e4ge, wie schon in der abgelaufenen Woche gesehen, begrenzt bleiben, w\u00e4hrend Kurssteigerungen das Potential haben, weitere K\u00e4ufe nach sich zu ziehen, was dann einen Lauf auf neue Hochs zur Folge h\u00e4tte.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Nur wenige Unternehmen ziehen die Indizes nach oben<\/h2>\n\n\n\n<p>Die &#8222;Marktbreite&#8220; ist stets ein Indikator, der von Markttechnikern gerne herangezogen wird. Eine Rallye ist nur dann nachhaltig, wenn sie von der Breite des Marktes getragen wird. Soll hei\u00dfen, wenn nur einige wenige gro\u00dfe Unternehmen f\u00fcr die Steigerungen im Index verantwortlich sind, dann ist das gef\u00e4hrlich und die Rallye k\u00f6nnte bald enden.<br \/><br \/>Tats\u00e4chlich sehen wir im S&amp;P 500, dass die Mega-Konzerne Microsoft (+7%) und Meta (Facebook, +11%) f\u00fcr einen gro\u00dfen Teil der Indexperformance in der letzten Woche verantwortlich sind. Viele gro\u00dfe Unternehmen haben die Woche mit einem kleinen Minus abgeschlossen: Visa, Amazon, Tesla, Walmart, Coca-Cola, UPS, Abbvie, Home Depot, Texas Instruments, &#8230;<br \/><br \/>Eigentlich m\u00fcssten wir dies also als Warnung auffassen. Ich m\u00f6chte dennoch auch eine andere Interpretation anbieten: Der breite Aktienmarkt befindet sich derzeit noch gar nicht im Bullenmarkt, sondern diese Woche haben einzelne Unternehmen durch positive Q-Zahlen f\u00fcr Kursspr\u00fcnge gesorgt. Die breite Masse an Unternehmen, zu denen es keine Neuigkeiten gab, haben diese Woche eher Federn gelassen.<br \/><br \/>Damit erkl\u00e4rt sich auch die nur verhalten positive Stimmungslage unserer <a href=\"https:\/\/www.animusx.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener nofollow\">Sentimentumfrage<\/a>: die wenigsten partizipieren an der Rallye, die nur von wenigen Einzelunternehmen getragen wird. Die meisten Anleger haben letzte Woche ein paar Federn lassen m\u00fcssen.<br \/><br \/>Der Umstand, dass nur noch wenige Aktien den Index nach oben ziehen, ist nicht dem mangelnden Interesse an anderen Aktien geschuldet, sondern ist letzte Woche eine Sondersituation in Folge der vielen Quartalsberichte gewesen. Das sollte sich in den kommenden Wochen schon wieder \u00e4ndern.<br \/><br \/>Unser Heibel-Ticker Portfolio ist nach wie vor hoch investiert, wir haben nur 3,9% Cash. Bis Ende Mai m\u00f6chte ich weiterhin die Cashposition in Richtung 20% bewegen, da ich von weiter steigenden Kursen ausgehe. Die Marken von 15.600 bis 16.000 als Begrenzung der aktuellen Schwankungsbreite werde ich im Auge behalten.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Zukunftsunternehmen &#8211; die neuen Google, Amazon &amp; Co.<\/h2>\n\n\n\n<p>Weiterhin bin ich auf der Suche nach Aktien, die in der Welt von Morgen eine gro\u00dfe Rolle spielen werden: Nvidia, Tesla, Palo Alto, Linde, AirBnB, etc. fallen mir da ad hoc ein. Viele dieser Aktien sind exorbitant hoch bewertet. Aber auch Amazon war immer extrem hoch bewertet, ist jedoch stets in diese Bewertung hinein gewachsen. Wer nach Bewertungskennziffern geht, riskiert, einige Giganten der Zukunft zu \u00fcbersehen. Wer jedoch zu idealistisch sucht, wird h\u00e4ufig auf die Nase fallen.<br \/><br \/>Auf dem Weg nach der richtigen Mischung dieser beiden Denkans\u00e4tze komme ich Schritt f\u00fcr Schritt voran. Ende dieser Woche werde ich wieder einen detaillierteren Einblick in meine \u00dcberlegungen geben und eine kurze Liste von Kandidaten <a href=\"https:\/\/www.heibel-ticker.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">vorstellen<\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Unsere aktuelle Sentimentauswertung kommt zu einem bullischen Ergebnis: Der weiterhin hohe Pessimismus preist viele negative Rahmenbedingungen f\u00fcr die Wirtschaft bereits ein. Ob Sie sich auf dieses Interpretation verlassen k\u00f6nnen, erfahren Sie in nachfolgend. Anschlie\u00dfend besch\u00e4ftigen wir uns mit der Marktbreite dieser Rallye. Denn letzte Woche sind nur wenige Aktien angestiegen, diese daf\u00fcr jedoch ziemlich stark. 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