{"id":7227,"date":"2024-09-10T14:31:24","date_gmt":"2024-09-10T12:31:24","guid":{"rendered":"https:\/\/www.heibel-unplugged.de\/?p=7227"},"modified":"2024-09-10T14:31:27","modified_gmt":"2024-09-10T12:31:27","slug":"september-aengste-an-der-boerse-dont-panic","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.heibel-ticker.de\/blog\/september-aengste-an-der-boerse-dont-panic\/","title":{"rendered":"September-\u00c4ngste an der B\u00f6rse &#8211; Don\u2019t Panic"},"content":{"rendered":"\n<p>Es geht rund: Letzte Woche sorgten VW und Intel f\u00fcr schlechte B\u00f6rsenlaune, am Freitag kamen schwache US-Arbeitsmarktdaten hinzu und dr\u00fccken den DAX kr\u00e4ftig ins Minus.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Spekulatives Kapital im Visier: Warum der Kursrutsch \u00fcberf\u00e4llig war<\/h2>\n\n\n\n<p>Der DAX ging letzte Woche auf Talfahrt. Endlich, m\u00f6chte ich fast sagen. Denn in den vergangenen Monaten str\u00f6mte viel spekulatives Kapital an die B\u00f6rse. Geld, das auf kurzfristige Trends aufspringen wollte, ohne die zugrunde liegenden Entwicklungen zu verstehen. Von Zeit zu Zeit muss dieses spekulative Geld aus dem Markt gesch\u00fcttelt werden.<br \/><br \/>Der Yen Carry-Trade Crash Anfang August ging zu schnell vonstatten, um f\u00fcr ausreichend Angst und Panik zu sorgen. Die Kurse erholten sich schneller, als Anleger die Ursachen des Crashs verstanden. Diesmal werden eine ganze Reihe von Crash-Gr\u00fcnden durch die Finanzpresse gejagt:<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Angst vor Notenbanken<\/h3>\n\n\n\n<p>Die Notenbanken haben in der Vergangenheit so ziemlich jeden Richtungswechsel zu sp\u00e4t und dann zu intensiv vollzogen, so dass es an den M\u00e4rkten zu Verwerfungen kam. Das m\u00fcsse auch diesmal so sein, schreiben Journalisten.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich sehe das anders: Jay Powell hat bislang keine, oder nur minimale Fehler begangen. In Europa wirft man der EZB bereits vor, zu fr\u00fch eine erste Zinssenkung vorgenommen zu haben. Nun sei das Pulver f\u00fcr weitere Zinssenkungen nicht ausreichend, um die deutlich schlechter als in den USA laufende Konjunktur zu unterst\u00fctzen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Angst vor KI-Blase<\/h3>\n\n\n\n<p>Der Kurs von Nvidia verlor letzte Woche 11%. Die Aktie befinde sich in einer Spekulationsblase, sagen die einen, KI werde \u00fcberbewertet, sagen die anderen.<\/p>\n\n\n\n<p>KI ist kein Selbstzweck, sondern ein Instrument, um andere Produkte (Nahrung, medizinische Versorgung, Reisen, &#8230;) effizienter zu gestalten. Daher deute ein zu hoher Anteil der Investitionen in nur eine Technologie darauf hin, dass andere Bereiche vernachl\u00e4ssigt w\u00fcrden. Und bei KI, so seine Warnung, erreichen die Investitionen 2026 einen Anteil, der vergleichbar ist mit Investitionen zu den B\u00f6rsen-Hochs der Computer-Hausse bzw. Internet-Hausse (Grafik siehe Ausgabe).<br \/><br \/>Optimistisch betrachtet k\u00f6nnen wir daraus ableiten, dass die KI mit der Erfindung des Internets und des Computers gleichgesetzt wird. Wir k\u00f6nnen auch mit der rosa Brille hoffen, dass die Hausse in Nvidia &amp; Co noch bis 2026 fortgesetzt wird.<br \/><br \/>Die erste Reaktion am Markt war jedoch ein heftiger Ausverkauf der Aktie von Nvidia und allen anderen <a href=\"https:\/\/www.heibel-ticker.de\/blog\/know-how\/ki-aktien-blog\/\">KI-Aktien<\/a>. Dabei zeigt die Grafik lediglich, dass die B\u00e4ume nicht in den Himmel wachsen &#8211; oh Wunder.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Angst vor nachlassendem Konsum<\/h3>\n\n\n\n<p>Einzelh\u00e4ndler, die an ihren inflationierten Preisen festhalten, verlieren Kunden. Einzelh\u00e4ndler, die aktuelle Einsparungen z\u00fcgig an ihre Kunden weitergeben, also ihre Preise derzeit senken, verzeichnen eine robuste Nachfrage.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Arbeitslosigkeit sowohl in den USA als auch in Deutschland ist weiterhin niedrig. Die Lohnentwicklung war in den vergangenen Monaten inflationsbedingt sehr ordentlich. Solange die Menschen ausreichend Geld im Portemonnaie haben, bleibt die Nachfrage robust. Aus Fehlern einzelner Einzelh\u00e4ndler darf man keinen Konjunkturtrend ableiten.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Angst vor der Septemberflaute<\/h3>\n\n\n\n<p>Der September ist an der B\u00f6rse als schlechtester Monat des Jahres bekannt. Anleger kommen aus ihrem Sommerurlaub zur\u00fcck, beurteilen ihr Portfolio neu und schmei\u00dfen unliebsame Kandidaten aus dem Depot, um Platz f\u00fcr neue Positionen zu schaffen. Dieser Effekt k\u00f6nnte, so die Bef\u00fcrchtung, dieses Jahr besonders stark ausgepr\u00e4gt sein, da die Zinswende zu einem Wechsel der Favoriten f\u00fchrt.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">\u00c4ngste sch\u00fcren Unsicherheit, aber Panik ist unbegr\u00fcndet<\/h2>\n\n\n\n<p>N\u00fcchtern betrachtet k\u00f6nnen wir alle vier \u00c4ngste als unbegr\u00fcndet abtun. Doch darum geht es an der B\u00f6rse nicht. Es geht nicht darum, ob \u00c4ngste berechtigt sind, oder nicht. Fakt ist, dass diese \u00c4ngste bestehen und auf den Kursen lasten. Wir m\u00fcssen uns eine Meinung bilden, wie lange die Aktienm\u00e4rkte ben\u00f6tigen, um diese \u00c4ngste zu verarbeiten, also einzureisen. Ich bin in unserer aktuellen Heibel-Ticker Ausgabe n\u00e4her auf diese Fragestellung eingegangen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Von Markt\u00e4ngsten bis Korrekturprognosen: Die vollst\u00e4ndige Analyse<\/h2>\n\n\n\n<p><strong>Ich denke, wer sein Portfolio \u00fcberarbeiten m\u00f6chte, wird in den kommenden Wochen ausreichend Gelegenheit dazu erhalten.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Details zu den vier wichtigsten \u00c4ngste zeige ich in Kapitel 2. Ich gehe dort anschlie\u00dfend auch auf die kartellrechtlichen Vorw\u00fcrfe &amp; Verfahren gegen Apple, Alphabet (Google) und jetzt auch Nvidia ein.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Stimmung an der B\u00f6rse brach letzte Woche kr\u00e4ftig ein. Was das f\u00fcr die kommenden Wochen bedeutet, interpretiere ich in der Sentimentanalyse in Kapitel 3.<\/p>\n\n\n\n<p>Legen die Aktienm\u00e4rkte eine Verschnaufpause ein oder befinden wir uns am Anfang einer deutlicheren Korrektur? Aus den Sentimentdaten k\u00f6nnen wir dies aktuell leider nicht ableiten. Ich habe dennoch eine Meinung, die ich in Kapitel 4 darlege.<\/p>\n\n\n\n<p>Zur kompletten Ausgabe: <a href=\"https:\/\/www.heibel-ticker.de\/heibel_tickers\/2227\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/www.heibel-ticker.de\/heibel_tickers\/2227<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Letzte Woche f\u00fchrte eine Mischung aus schwachen US-Arbeitsmarktdaten und entt\u00e4uschenden Nachrichten von VW und Intel zu deutlichen Verlusten im DAX. Der Kursrutsch zeigt, dass spekulatives Kapital, das kurzfristigen Trends folgt, den Markt dominiert. Zus\u00e4tzlich sorgen \u00c4ngste vor Notenbankfehlern, einer KI-Blase, sinkendem Konsum und der typischen September-Schw\u00e4che f\u00fcr Unsicherheit. N\u00fcchtern betrachtet sind diese \u00c4ngste nicht immer berechtigt, belasten aber trotzdem die Kurse. Anleger sollten darauf vorbereitet sein, dass die M\u00e4rkte Zeit brauchen, um diese Sorgen zu verarbeiten.<\/p>\n","protected":false},"author":7675,"featured_media":7228,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1,3],"tags":[],"class_list":["post-7227","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-allgemein","category-markteinschatzung"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.heibel-ticker.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7227","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.heibel-ticker.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.heibel-ticker.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.heibel-ticker.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/7675"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.heibel-ticker.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=7227"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.heibel-ticker.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7227\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":7229,"href":"https:\/\/www.heibel-ticker.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7227\/revisions\/7229"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.heibel-ticker.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media\/7228"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.heibel-ticker.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=7227"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.heibel-ticker.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=7227"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.heibel-ticker.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=7227"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}