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12.04.2019:



H E I B E L - T I C K E R    S T A N D A R D

F I N A N Z I N F O R M A T I O N E N

- Einfach einen Tick besser -



DEUTSCHE BIBLIOTHEK : ISSN 1862-5428

14. Jahrgang - Ausgabe 15 (12.04.2019)
Erscheinungsweise: wöchentlich Freitag/Samstag



I N H A L T

01.Info-Kicker: Verschnaufpause
02.So tickt die Börse: Q-Zahlen der Banken geben wichtige Richtungshinweise
 - Berichtssaison startet mit den Banken
 - Wochenperformance der wichtigsten Indizes
03.Sentiment: Brexit-Verschiebung ohne Einfluss auf Anlegeroptimismus
 -
04.Ausblick: Disney macht Netflix, Amazon und Apple Konkurrenz
05.Recycling von Plastik: Ein lukratives Geschäft: Tomra Systems
 - Tomra Systems: Tomra Systems kümmert sich um Leergut
06.Update beobachteter Werte
 Prognose bis 2021
 Wer verkauft hat, kann wieder einsteigen
07.Übersicht HT-Portfolio
08.Disclaimer / Haftungsausschluss und Risikohinweise
09.An-/Ab-/Ummeldung



01. Info-Kicker: Verschnaufpause

Liebe Börsenfreunde,

Die Verschiebung des Brexits scheint bei Anlegern kaum einen Eindruck hinterlassen zu haben. Der DAX notiert diese Woche seitwärts, die Zukunftserwartung unserer Anleger hat sich im Vergleich zur Vorwoche überhaupt nicht verändert. Im heutigen Kapitel 02 gehe ich kurz auf die wesentlichen geopolitischen Ereignisse ein (Brexit, China & IWF) und gebe dann einen kurzen Ausblick auf die zu erwartenden Quartalszahlen der Banken. Aus ihnen werden wir schon sehr viel über die in den kommenden Wochen zu erwartenden Quartalszahlen anderer Unternehmen ablesen können.

In Kapitel 03 gehe ich näher auf die Entwicklung des Sentiments ein: Nach beginnender Euphorie in der Vorwoche folgte in der nun abgelaufenen Woche die zu erwartende Abkühlung. Was die unveränderte Erwartungshaltung der Anleger in Folge der Brexit-Verschiebung zu bedeuten hat, untersuche ich ebenfalls in Kapitel 03.

Der heutige Ausblick behandelt die neue Strategie von Walt Disney. Gestern hat CEO Bob Iger die neue Strategie Investoren vorgestellt und Verluste für die kommenden vier Jahre angekündigt: Disney möchte Streaming-Anbieter wie Netflix, Apple und Amazon werden. Das ist zwar teuer, dürfte sich jedoch langfristig auszahlen, meinen Anleger: Die Aktie ist heute um 10% angesprungen.

Tomra kümmert sich um das Recycling von PET-Flaschen und bezeichnet sich als Weltmarktführer. Nur 14% des weltweit produzierten Plastiks wird recycelt, ein Großteil landet in den Ozeanen. Tomra möchte mehr auf Recycling bauen und rennt damit bei vielen Unternehmen offene Türen ein. Die Aktie geht derzeit ab wie eine Rakete. In Kapitel 05 untersuche ich, ob es schon zu spät für ein Investment ist.

Wie immer gibt es eine Reihe von Updates zu unseren offenen Positionen in Kapitel 06 sowie eine tabellarische Übersicht in Kapitel 07.

Die PDF-Version dieser Ausgabe steht Ihnen ab sofort im Archiv sowie unter dem folgenden Link zur Verfügung: http://www.heibel-ticker.de/downloads/hts190414.pdf

Nun wünsche ich eine anregende Lektüre,

take share, Ihr
Börsenschreibel

Stephan Heibel

Chefredakteur und
Herausgeber des
Heibel-Ticker




02. So tickt die Börse: Q-Zahlen der Banken geben wichtige Richtungshinweise

Wie erwartet hat der DAX diese Woche ein wenig seiner zuvor erzielten Kursgewinne konsolidiert. Dabei hatte es die Woche in sich: Der Brexit wird zur unendlichen Geschichte, China gewinnt im Handelsstreit mit den USA immer mehr an Gewicht und hinsichtlich der Konjunktur hat der IWF seine Prognose drastisch abgesenkt ... zum wiederholten Male.

Im Einzelnen, und hoffentlich dennoch nur kurz:

Brexit: Die Briten wollen gehen, die EU möchte die Briten nicht gehen lassen. Da die Briten den Wunsch geäußert haben, gehen zu dürfen, darf die EU die Konditionen diktieren. Diese Konditionen dürfen meines Erachtens keinen Brandherd Nordirland anfachen, sondern müssen gerade dort einen Kompromiss ermöglichen - doch davon sind wir weit entfernt. Keine Ahnung, ob das bis Halloween besser wird, in jedem Fall ist die EU weitere sieben Monate gelähmt.

Die Wirtschaft, das scheint man in der Politik nicht glauben zu wollen, kann mit jeder Lösung leben. Die Wirtschaft ist flexibel und passt sich gegebenenfalls an. Volkswirtschaftlich betrachtet kann natürlich an der einen Stelle ein Betrieb mit Arbeitsplätzen unter die Räder geraten, dafür wird aber an anderer Stelle ein neuer Betrieb mit neuen Arbeitsplätzen entstehen. Das Argument, der harte Brexit sei nach nunmehr drei Jahren Vorbereitungszeit für die Wirtschaft nicht zu verkraften, ist vorgeschoben.

"Sometimes in life you have to let people breathe before it all comes back to bite you!" - "Manchmal musst Du den Menschen etwas Luft zum Atmen geben, um zu verhindern, dass Dein Verhalten negativ auf Dich zurück fällt", schreibt sogar US-Präsident Donald Trump bezüglich der Verhandlungen in Sachen Brexit als Kritik an der harten Haltung der EU. Natürlich ist es "korrekt", wie sich die EU verhält, aber ist es auch "richtig" ... und wann hat sich die EU in der Vergangenheit überhaupt mal "korrekt" verhalten??

Handelsstreit: China hat als Antwort auf die Auseinandersetzung mit den USA ein gigantisches Konjunkturprogramm aufgelegt und inzwischen zeigen sich in den März-Zahlen die Resultate: Der Export steigt mit 14% doppelt so stark an wie erwartet. Der Handelsbilanzüberschuss ist mit 32 Mrd. USD viermal so hoch wie erwartet. Die Vergabe von Neukrediten hat sich im Vergleich zum Vormonat verdoppelt, erwartet wurde nur die Hälfte des Anstiegs.

Aber auch in den USA zeigen sich gesunde Konjunkturdaten. Insbesondere die Arbeitslosigkeit ist auf historisch niedrigem Niveau. Die Zahl der Neuanträge auf Arbeitslosenunterstützung ist auf dem tiefsten Stand seit 50 Jahren! Okay, sowohl China als auch die USA finanzieren diesen Wirtschaftsboom auf Pump, die Schuldenlast der zukünftigen Generationen wird in diesen Tagen mächtig aufgebläht. Aber außer heftigen Schlagzeilen hat das bei diesen beiden globalen Giganten in der Geschichte noch nie irgendwelche realwirtschaftlichen Auswirkungen gehabt.

Richtungsweisend war für mich ein Interview mit Mike Pence, das gestern geführt wurde. Sie erinnern sich sicherlich: Der Vizepräsident der USA war es, der im Oktober mit harten Worten das Verhalten der Chinesen in Sachen erzwungenem Wissenstransfer, Internetspionage und unfairen Handelspraktiken heftig angeklagt hatte. Gestern klang er weitaus milder: die Verhandlungen machen gute Fortschritte, man müsse da nur auf die Worte Trumps vertrauen.

Wenn also inzwischen selbst der Scharfmacher in Sachen Handelsstreit moderate Worte anklingen lässt, dann ist dort vielleicht wirklich bald eine wie auch immer geartete Lösung in Sicht.

Konjunkturprognose IWF: Uns interessiert die Auswirkung auf die Aktienbörse. Der IWF steht in der Tradition, seine Prognosen kontinuierlich zu modifizieren. Daraus folgt, dass die IWF-Prognosen lediglich ein Stimmungsbarometer sind, nicht aber eine präzise Wissenschaft. Der Stimmungsbarometer schlägt derzeit also negativ aus, das nehme ich zur Kenntnis und weiß, dass damit die Basis für eine positive Korrektur in der Zukunft gelegt wird.

Denn die Konjunkturdaten, die derzeit auf uns hereinrasseln, zeigen eine überraschend starke Konjunktur. In Europa ist die Industrieproduktion stärker als befürchtet, in Deutschland ist der Handelsbilanzüberschuss größer als befürchtet.

BERICHTSSAISON STARTET MIT DEN BANKEN

Ab heute werden die US-Banken ihre Quartalszahlen veröffentlichen. Bis Mitte nächster Woche werden Goldman Sachs, Morgan Stanley, Wells Fargo, J.P. Morgan, Citigroup und viele mehr ihre Zahlen veröffentlichen. Daraus können wir dann schon eine Menge über die tatsächliche Verfassung der US-Konjunktur ablesen.

Ich werde ein besonderes Augenmerk auf das Volumen der notleidenden Kredite legen: Wenn diese Ziffer ansteigt, dann ist das ein Zeichen dafür, dass sowohl Unternehmen als auch Menschen nicht ausreichend Einnahmen erzielen, um ihre Verpflichtungen zu erfüllen ... und das ist nur dann der Fall, wenn die Konjunktur gen Süden dreht, wir also auf eine Rezession zulaufen.

Vor zwei Wochen habe ich Ihnen die invertierte Zinsstrukturkurve vorgestellt: Ein historisch gesehen sicherer Indikator für eine anstehende Rezession. Doch "diesmal ist alles anders", sagen nun eine Reihe von Volkswirten: Der Fehler von Jay Powell, den Zins einmal zuviel anzuheben, hat die Zinskurve invertiert. Er hat diesen Fehler jedoch bereits wieder korrigiert und entsprechend hat sich auch die Zinsstrukturkurve wieder normalisiert. Reicht also eine für nur wenige Tage invertierte Zinsstrukturkurve aus, um eine anstehende Rezession sicher vorherzusagen? Oder ist diesmal wirklich alles anders? Die Bank-Bilanzen werden uns wichtige Hinweise geben, um diese Frage zu beantworten.

In der abgelaufenen Woche haben Aktien von Versorgern (-2,3%), aus dem Gesundheitssektor (-1,5%) und aus dem Immobiliensektor (-1,6%) den DAX belastet. Die defensiven Titel wurden abgestoßen.

Auf der anderen Seite konnten Autowerte (+2,0%), Marketing-/ Medienaktien (+2,4%) und Industrieaktien (+2,3%) kräftig zulegen. Zykliker sind also gefragt, obwohl der IWF seine Konjunkturprognose nach unten korrigiert. Wochengewinner ist Gabelstapler Kino mit +10,2%, Verlierer die Shop Apotheke Europa mit -9,7%. Passt alles in mein Bild der vergangenheitsbezogenen IWF-"Stimmungsprognosen".

Schauen wir mal, wie sich die wichtigsten Indikatoren im Wochenvergleich entwickelt haben:

WOCHENPERFORMANCE DER WICHTIGSTEN INDIZES


INDIZES11.4.19Woche ΔΣ '19 Δ
Dow Jones26.143 -1,0%13,4%
DAX11.935 -0,6%13,0%
Nikkei21.711 -0,4%8,5%
Shanghai A 3.341 -1,7%27,9%
Euro/US-Dollar1,130,6%-1,4%
Euro/Yen126,180,7%0,0%
10-Jahres-US-Anleihe2,50%0,00-0,23
Umlaufrendite Dt-0,09%-0,03-0,19
Feinunze Gold$1.293 0,1%1,0%
Fass Brent Öl$70,84 1,2%35,7%
Kupfer6.497 0,2%8,0%
Baltic Dry Shipping728 4,1%-42,7%
Bitcoin5.031 1,5%28,3%



Sämtliche Aktienmärkte weltweit haben ein wenig konsolidiert, insbesondere in China ist der Kursrutsch stark gewesen. Aber gerade in China war der Kursanstieg in den vergangenen Wochen besonders stark.

Das Zinsniveau in den USA hat sich ein wenig erholt. Wie oben bereits ausgeführt ist die invertierte Zinskurve nur ein Phänomen von wenigen Tagen gewesen. In Deutschland hingegen ist die Umlaufrendite mit -0,09% deutlich negativ. Die letzte Auktion von Bundesanleihen mit 10 Jahren Laufzeit ergaben einen Zins von -0,05%.

Der Ölpreis klettert weiter an und deutet auf eine konjunkturelle Erholung oder zumindest bessere Entwicklung als bislang erwartet. Gleichzeitig erhöht der hohe Ölpreis als einer der großen Einflussfaktoren für die Berechnung der Inflationsrate den Inflationsdruck. Derzeit lehnen sich die Notenbanken weltweit zurück und behaupten, man müssen keine (weiteren) Zinsanhebungen durchführen, weil es keinen inflationären Druck gebe. Doch nach 45% Preisanstieg im Öl seit Jahresbeginn könnte sich das bald ändern.

Zum Bitcoin habe ich letzte Woche ausführlich Stellung genommen. Sieht aus, als würde der Preissprung erst einmal verarbeitet. Zumindest aber fällt der Preis nicht wieder auf das Niveau von vor dem vermeintlichen Aprilscherz zurück.

Schauen wir nun einmal, wie sich die Stimmung unter den Anlegern entwickelt hat.




03. Sentiment: Brexit-Verschiebung ohne Einfluss auf Anlegeroptimismus

Vor einer Woche wurden Stimmungswerte erreicht, die schon an leichte Euphorie erinnerten. Entsprechend konnten wir diese Woche eine Konsolidierung sehen, ohne jedoch die Marke von 11.800 Punkten zu unterschreiten. Der Blick ist weiterhin in Richtung 12.500 gerichtet, zumindest charttechnisch.

Die Laune unserer Umfrageteilnehmer hat sich diese Woche aufgrund der Konsolidierung an den Aktienmärkten wieder abgekühlt. Nur noch 29% (-18%) sehen in der aktuellen Entwicklung im DAX einen Aufwärtsimpuls, weitere 16% (-3%) gehen von einer Topbildung aus. Mit 48% (+21%) hat das Lager der neutral eingestellten Anleger die meisten der vormals in Feierlaune befindlichen Anleger aufgenommen. Das Anlegersentiment ist somit nun wieder fröhlich, aber nicht mehr euphorisch.

Nur 7% (-13%) wollen auf die Konsolidierung spekuliert haben, auf der anderen Seite wurden nur 3% (-8%) von der Konsolidierung auf dem falschen Fuß erwischt. Die meisten haben die Konsolidierung "zum größten Teil" erwartet (+18% auf 66%) und weitere 24% (+3%) sehen ihre Erwartungen kaum erfüllt. Die Selbstzufriedenheit hat sich unterm Strich nicht verändert, allerdings hat die Polarisierung der Vorwoche deutlich abgenommen.

Die Erwartung der Anleger hat sich in dieser Woche überhaupt nicht verändert ... so etwas gab es noch nie. Weiterhin 20% erwarten für den DAX in drei Monaten einen Aufwärtsimpuls, weiterhin 31% fürchten einen Abwärtsimpuls. Weiterhin 38% gehen von einer Seitwärtsbewegung aus. Sogar die Erwartung einer Topbildung (8%) oder Bodenbildung (3%) hat sich zur Vorwoche nicht verändert. Das große Ereignis dieser Woche, die Verschiebung des Brexits, berührt den Zukunftsoptimismus oder -pessimismus unserer Umfrageteilnehmer folglich nicht mehr im Geringsten.

Genau wie die Selbstzufriedenheit hat sich auch bei der Investitionsbereitschaft eine moderatere Haltung durchgesetzt. Nur noch 20% (-3%) der Anleger wollen in den kommenden zwei Wochen Aktien zukaufen, nur noch 18% (-2%) wollen verkaufen. Mit 62% (+5%) verzeichnet nur das Lager derer Zuwachs, die sich noch nicht über ihre nächsten Handelsaktivitäten entschieden haben.

Das Euwax-Sentiment der Privatanleger notiert bei -2,8 und damit auf einem Niveau, das anzeigt, dass vermehrt Absicherungsgeschäfte eingegangen wurden. Kein Wunder, mit dem Überspringen der 11.800 Punkte im DAX ist ein Kursniveau erreicht, bei dem eine Konsolidierung jederzeit den Großteil der seit Jahresbeginn erzielten Buchgewinne ausradieren könnte. Das möchte wohl niemand riskieren.

Institutionelle hingegen, die sich vorwiegend über die Eurex absichern, haben ein Put/Call-Verhältnis von 0,8. Es werden also viel mehr Calls gekauft als Puts, was bedeutet, dass verstärkt auf steigende Kurse gesetzt wird. Die gleiche bullische Positionierung zeigt auch das Put/Call-Verhältnis der US Börse CBOE an.

Fondsmanager haben ihre Investitionsquote nach dem kräftigen Sprung der Vorwoche leicht zurückgefahren (-3% auf 89%), sind damit aber noch immer stärker investiert als zu irgendeinem anderen Zeitpunkt im vergangenen halben Jahr.

Das Bulle/Bär-Verhältnis der US-Privatanleger ist mit 20% ziemlich bullisch, aber noch weit entfernt von Euphorie, ähnlich dem Sentiment der deutschen Kollegen.

Der technische Angst und Gier Indikator des S&P 500 zeigt mit 74% wieder Gier an, die knapp unter der extremen Gier (ab 75%) notiert.

Interpretation



Grundsätzlich verwundert es schon, dass die Brexit-Verschiebung zwar so ziemlich jeden Anleger nervt, aber seine Erwartung bezüglich der künftigen Entwicklung nicht beeinflusst hat. Entweder das Vertrauen in das Verhandlungsgeschick der EU, einen harten Brexit zu verhindern, war unendlich groß. Oder aber für Anleger ist es inzwischen egal, ob es einen harten oder geregelten Brexit gibt. Wenn Sie mich fragen: Mein Vertrauen in die EU-Politik ist gering.

Das würde bedeuten, dass Anleger weniger auf die Politik achten und somit verstärkt auf Unternehmen schauen. Dafür spricht auch die Entwicklung an den Aktienmärkten in der abgelaufenen Woche: defensive Branchen haben deutlich abgegeben, während zyklische Aktien kräftig zulegen konnten. Das Vertrauen in die Wirtschaft ist in der abgelaufenen Woche zurückgekehrt.

Ich erinnere mich an die Marktphase Ende letzten Jahres: Damals standen bis zu vier weitere Zinserhöhungen durch die Fed im Raum, der Handelsstreit zwischen China und den USA drohte zu eskalieren und eine weltweite Rezession stand im Raum. Unternehmen haben in dieser Phase ihre Prognosen für das Q1, von dem wir nun die Zahlen erwarten, ausgegeben. Ich kann mir gut vorstellen, dass die Zahlen überwiegend besser ausfallen werden als damals prognostiziert...

... doch das ist nicht Neues für den Aktienmarkt, denn dort hat man genau diese Entwicklung durch die heftige Rallye zum Jahresbeginn bereits "eingepreist", wie man so schön im Börsenjargon sagt. Wie immer wird es wohl wichtiger sein, die in den kommenden Wochen zu erwartenden Jahresprognosen der Unternehmen einzuordnen. Und dort erwarte ich eine deutliche Entspannung, also freundlichere Prognosen als noch vor wenigen Wochen.

Insbesondere Privatanleger sind für diese Situation falsch positioniert, sie haben sich stark abgesichert und würden den Kursen hinterher laufen, wenn der DAX sich nun in Richtung 12.500 auf den Weg machen sollte.










04. Ausblick: Disney macht Netflix, Amazon und Apple Konkurrenz

Der Ausblick bleibt den zahlenden Abonnenten des Heibel-Ticker PLUS vorbehalten. Bitte haben Sie Verständnis dafür, aber ohne eine kleine Einnahmequelle kann ich diesen Dienst nicht aufrecht erhalten.

Hier im Heibel-Ticker Standard erhalten Sie überwiegend vergangenheitsbezogene Erklärungen von mir. Detaillierte Analysen und Einschätzungen über die künftige Börsenentwicklung gibt es nur im kostenpflichtigen Heibel-Ticker PLUS. Das Angebot für die zahlenden Abonnenten des Heibel-Ticker PLUS baue ich kontinuierlich weiter aus und komme dabei insbesondere den Wünschen meiner Kunden nach. Inzwischen bietet das Heibel-Ticker PLUS Abonnement folgende Zusätze:

INTERNET: Kundenbereich

- täglich aktuelle Einschätzungen zu den Meldungen, die unsere offenen Positionen betreffen

- einen Chart für jede offene Position, um die Kurssituation schneller zu erfassen

- die Möglichkeit, nur die 10 neuesten Kommentare zu den offenen Positionen anzeigen zu lassen.

- Sie können sich aus den empfohlenen Werten Ihr eigenes Musterportfolio zusammenstellen, um gezielter und schneller die für Sie relevanten Neuigkeiten zu sehen.

Weiterhin erhalten meine Kunden eine übersichtliche Tabelle über alle offenen Positionen mit der jeweiligen Wochenperformance sowie Performance seit Empfehlung und mit einer Übersicht über die anstehenden Aktivitäten wie Stopp Loss nachziehen oder verkaufen bzw. kaufen.

Für die besonders aktiven Anleger unter Ihnen biete ich an, die unterwöchigen Updates direkt per E-Mail an Sie zu senden und ich benachrichtige Sie im Falle von Aktionsempfehlungen (Kauf oder Verkauf) direkt per SMS auf Ihr Handy. Dabei handelt es sich um einen Zusatzdienst (Express!), den ich mit 6,25 € pro Monat berechne. Keine Angst, sämtliche Updates befinden sich natürlich dann auch nochmals in der Freitagsausgabe für die normalen PLUS-Kunden.

Den Reaktionen meiner Kunden entnehme ich, dass der Heibel-Ticker PLUS die Bedürfnisse von Anlegern gezielt und verständlich sowie fundiert und erfolgreich befriedigt. Schauen Sie sich das neue Angebot einmal mit einem Schnupperangebot (6 Wochen zu 20 €) an. Es würde mich freuen, wenn ich Sie als neuen Abonnenten gewinnen kann.

Für eine Jahresgebühr von 150 Euro erhalten Sie ein Jahresabonnement sowie einen Vorzugspreis für sämtliche Sonderanalysen, die in unregelmäßigen Abständen veröffentlicht werden. Viele Sonderanalysen stelle ich den Heibel-Ticker PLUS Kunden sogar kostenfrei zur Verfügung.

Falls Ihnen ein Jahr zu lang erscheint, dann können Sie den Heibel-Ticker PLUS auch zunächst für ein halbes- oder viertel Jahr bestellen. Oder bestellen Sie einfach das Schnupperabo zu 20 € für 6 Wochen.

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05. Recycling von Plastik: Ein lukratives Geschäft: Tomra Systems


Tomra Systems
Tomra Systems kümmert sich um Leergut

Fr, 12. April um 17:45 Uhr

Papierabfälle werden heute zu 50-60% recycelt. Stahlabfälle sogar zu 70-90%. Beim Plastik beträgt die Recycling-Rate nur 14%. Stattdessen landen 32% des produzierten Plastiks letztlich in der Natur. Wenn die derzeitige Entwicklung anhält, wird es im Jahr 2050 in den Ozeanen mehr Plastik als Fische geben.

Dabei könnten bis zu 20% des Plastiks wiederverwendet werden und weitere 50% könnten zu anderen Produkten recycelt werden. Insgesamt 70% könnten nach Berechnungen der norwegischen Tomra Systems auf diese Weise sogar profitabel wiederverwendet werden.

Tomra ist der weltweit größte Anbieter von Sortiermaschinen für Nahrungsmittel, für Plastik-Recycling und sogar beim Bergbau. Zudem bezeichnet sich das Unternehmen als Marktführer im Bereich der Sammelautomaten (die Automaten, in die Sie im Supermarkt Ihr Leergut stecken). Das Ganze möchte Tomra zu einem ökologischen Kreislauf ausbauen.

40% des weltweit produzierten Plastiks wird im Einzelhandel verwendet. Dieser wird dominiert von einigen Giganten: Coca Cola, Unilever, Danone, Kellogs, Mondelez, Nestle, Pepsico und Procter & Gamble. Hier möchte Tomra anknüpfen und wiederverwendbare Plastik-Verpackungen entwickeln sowie das Recyclen durch ein ähnliches System wie beim PET-Pfand fördern.

Plastikmuell
Abbildung 1: Plastikmuell


Erst vor kurzem hat die EU mit Hilfe dieses Photos auf die Problematik des Mülls/ Plastiks in den Ozeanen aufmerksam gemacht. Ich habe daraufhin bereits die Chemie-Branche als mögliches Ziel der Kampagne befürchtet: Es ist so ziemlich die letzte deutsche Vorzeigeindustrie, die noch nicht unter Beschuss geraten ist. Denn Plastik ist Chemie, Haupteinsatzstoff ist Öl und produziert werden die technischen Kunststoffe, wie Plastik in der Branche genannt wird, durch Chemiekonzerne wie BASF, DowDuPont oder Celanese (ehemals Hoechst).

Doch statt die Plastikproduktion einzuschränken, zeigt Tomra andere Lösungen auf: das konsequente Recyceln. Entsprechend erfreut sich Tomra einer stürmischen Nachfrage nach den eigenen Produkten. Die Wachstumsziele von 10-12% wurden in den vergangenen Jahren stets übertroffen (+15,6% im Jahr 2018). Der Gewinn ist proportional zum Umsatz angesprungen.

Erfolg hat seinen Preis, die Aktie ist bereits auf ein KGV 2019e von 43 hochgejubelt worden. Und damit sind wir auch schon am Ende dieser Analyse: Diese Aktie wurde bereits vom Aktienmarkt entdeckt, das Bewertungsniveau ist bereits ziemlich hoch. So attraktiv und aussichtsreich die Unternehmensgeschichte auch klingen mag, ein KGV von über 25 würde ich für diese Aktie nicht auf den Tisch legen.

Zum Jahreswechsel stand die Aktie noch bei 19 Euro und wies ein KGV 19e von rund 30 aus, inzwischen ist die Aktie um 47% angesprungen und ich würde mit einem Einstieg auf einen deutlichen Rücksetzer warten. Grundsätzlich ist das Unternehmen attraktiv, da die Kunststoffindustrie (Chemie) nach Lösungen sucht, die ihre Kunststoffprodukte zukunftstauglich machen. Entsprechend kann ich mir eine überraschend gute Geschäftsentwicklung bei Tomra weiterhin gut vorstellen. Aber ein KGV von 43 ist mir zu hoch.



06. Update beobachteter Werte

Bitte beachten Sie auch den Kundenbereich auf meiner Internetseite unter www.heibel-ticker.de. Dort finden Sie aktuelle Charts mit meinen jeweils aktualisierten Einschätzungen.

Dieses Kapitel bleibt den Heibel-Ticker PLUS-Abonnenten vorbehalten.

In Deutschland gibt es kaum einen anderen, der die Hintergründe der Aktienmärkte so messerscharf von dem täglichen Medienrummel trennen kann, wie der Autor des Heibel-Tickers Stephan Heibel.

Von seinen Fähigkeiten, komplizierte Zusammenhänge verständlich darzustellen, können Sie sich mit diesem Heibel-Ticker Standard überzeugen. Wenn Sie allerdings seine Schlussfolgerungen und Empfehlungen erfahren möchten, dann sollten Sie sich einmal um den Heibel-Ticker PLUS kümmern.

Für eine Jahresgebühr von 150 Euro erhalten Sie ein Jahresabonnement sowie einen Vorzugspreis auf sämtliche Sonderanalysen, die in unregelmäßigen Abständen veröffentlicht werden. Viele Sonderanalysen stellen wir den Heibel-Ticker PLUS Kunden sogar kostenfrei zur Verfügung.

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07. Übersicht HT-Portfolio

Bitte beachten Sie auch den Kundenbereich auf meiner Internetseite unter www.heibel-ticker.de. Dort finden Sie aktuelle Charts mit meinen jeweils aktualisierten Einschätzungen.

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Im Wochenverlauf habe ich zu mehreren Titeln Anmerkungen im Kundenbereich der Webseiten verfasst.

Die tabellarische Übersicht bleibt den zahlenden Abonnenten des Heibel-Ticker PLUS vorbehalten.

Die dritte Spalte zeigt die Schlusskurse von Donnerstagabend. Unter „Woche“ steht die Veränderung im Vergleich zur Vorwoche. Unter „2014“ steht das Ergebnis der Position seit Jahresbeginn bzw. seit Aufnahme ins Portfolio. Unter „Anteil“ finden Sie den Anteil der jeweiligen Position am Gesamtdepot.

Unter ! steht zur Information meine Grundtendenz:
Kbei Gelegenheit Kaufen, 
NKNachkaufen 
HHalten, 
Vbei Gelegenheit Verkaufen, 
TVTeilverkauf, also nicht die ganze Position 
VLVerkaufslimit, bei überschreiten eines bestimmten Kurses sollte verkauft werden 
SLStopp Loss, bei Unterschreiten eines bestimmten Kurses sollte verkauft werden 
TSTrailing Stopp, wie SL, nur dass das Limit kontinuierlich nachgezogen wird 



Die „Gelegenheit“ zum Kaufen oder Verkaufen wird sodann kurzfristig von mir per Update an Sie bekanntgegeben.

Ich habe diese Spalte „!" insbesondere für neue Kunden vorgesehen, die zu einem späteren Zeitpunkt wissen wollen, ob ich die Position noch zukaufen würde, wenn ich beispielsweise darin nicht schon voll investiert wäre. Zukaufen würde ich jeweils jedoch niemals zu Höchstkursen, sondern stets nur nach kurzfristigen Kursrückschlägen von mindestens 5-7%.

Kauffolge: Je spekulativer, desto aggressiver würde ich kaufen und verkaufen. Derzeit verwende ich die folgenden Schritte:

Value Positionen in drei Schritten aufbauen: 25%-25%-50%,

Spekulative und alternative Positionen in zwei Schrittenaufbauen: 50%-50%,

Tradingpositionen ganz oder gar nicht: 100%.

Stopp Loss Limits, Verkaufslimits und ähnliche Aktionsmarken verwalte ich aktiv in meinem System und ändere ich unter der Woche mehrfach, fast täglich. Eine Veröffentlichung der entsprechenden Limits ist in der Regel nicht sinnvoll, allenfalls Stopp Loss Marken werde ich bisweilen im Text bekanntgeben.

Bitte haben Sie Verständnis dafür, aber ohne eine kleine Einnahmequelle kann ich diesen Dienst nicht aufrecht erhalten.

***************** WERBUNG ***************

In Deutschland gibt es kaum einen anderen, der die Hintergründe der Aktienmärkte so messerscharf von dem täglichen Medienrummel trennen kann, wie der Autor des Heibel-Tickers Stephan Heibel.

Von seinen Fähigkeiten, komplizierte Zusammenhänge verständlich darzustellen, können Sie sich mit diesem Heibel-Ticker Standard überzeugen. Wenn Sie allerdings seine Schlussfolgerungen und Empfehlungen erfahren möchten, dann sollten Sie sich einmal um den Heibel-Ticker PLUS kümmern.

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Eine erfolgreiche Börsenwoche,
take share

Stephan Heibel
www.heibel-ticker.de


mailto:info/at/heibel-ticker/./de



08. Disclaimer / Haftungsausschluss und Risikohinweise

Wer un- oder überpersönliche Schreib- oder Redeweisen nachmacht oder verfälscht oder nachgemachte oder verfälschte un- oder überpersönliche Schreib- oder Redeweisen in Umlauf setzt, wird mit Lust-, manchmal auch mit Erkenntnisgewinn belohnt; und wenn alles gut geht, fällt davon sogar etwas für Sie ab. (frei nach Robert Gernhardt)

Wir recherchieren sorgfältig und richten uns selber nach unseren Anlageideen. Für unsere eigenen Transaktionen befolgen wir Compliance Regeln, die auf unsere eigene Initiative von der BaFin abgesegnet wurden. Dennoch müssen wir jegliche Regressansprüche ausschließen, die aus der Verwendung der Inhalte des Heibel-Tickers entstehen könnten.

Die Inhalte des Heibel-Tickers spiegeln unsere Meinung wider. Sie stellen keine Beratung, schon gar keine Anlageempfehlungen dar.

Die Börse ist ein komplexes Gebilde mit eigenen Regeln. Anlageentscheidungen sollten nur von Anlegern mit entsprechenden Kenntnissen und Erfahrungen vorgenommen werden. Anleger, die kein tiefgreifendes Know-how über die Börse besitzen, sollten unbedingt vor einer Anlageentscheidung die eigene Hausbank oder einen Vermögensverwalter konsultieren.

Die Verwendung der Inhalte dieses Heibel-Tickers erfolgt auf eigene Gefahr. Die Geldanlage an der Börse beinhaltet das Risiko enormer Verluste bis hin zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals.

Quellen:
Kurse: Deutsche Kurse von comdirect.de, Goldbarren & Münzen von proaurum.de, US-Kurse von finance.yahoo.com. Alle Kurse sind Schlusskurse vom Donnerstag sofern nichts Gegenteiliges vermerkt ist.
Bilanzdaten: Comdirect, Yahoo! Finance sowie Geschäftsberichte der Unternehmen
Informationsquellen: dpa-AFX, Aktiencheck, Yahoo! Finance, TheStreet.com, IR-Abteilung der betreffenden Unternehmen



09. An-/Ab-/Ummeldung

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