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12.03.2020:

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H E I B E L - T I C K E R P L U S U P D A T E

F I N A N Z I N F O R M A T I O N E N

- Einfach einen Tick besser -
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DEUTSCHE BIBLIOTHEK : ISSN 1862-5436
14. Jahrgang - Update 07 (12.03.2020)
Erscheinungsweise: Bei Bedarf
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(-;______________________________________________;-)

I N H A L T

01. TICKER-UPDATE: SERVICENOW UND BARRICK GOLD KAUFEN
02. DISCLAIMER / HAFTUNGSAUSSCHLUSS UND RISIKOHINWEISE
03. AN-/ABMELDUNG

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01. TICKER-UPDATE: SERVICENOW UND BARRICK GOLD KAUFEN
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Liebe Börsenfreunde,

mein absolutes Panik-Ziel von 10.400 Punkten im DAX hat nicht gehalten. Heute ist der DAX unter 10.000 Punkte gerutscht, vorbörslich waren schon Kurse um 9.600 zu sehen. In den Geschichtsbüchern wird stehen, dass dieser Crash durch Algorithmen schneller vonstatten ging, als irgendein Investor sich eine Meinung über etwaige fundamental gerechtfertigte Kursziele bilden konnte.

CORONAVIRUS MEDIZINISCH

Ein befreundeter Hausarzt hat mir seine sehr hilfreiche Einschätzung zum Coronavirus geschickt. Seine Sicht ist ziemlich nüchtern: Der Coronavirus ist absolut neuartig und genau deswegen derzeit so gefährlich. Wir Menschen sind auf diese Art von Virus nicht vorbereitet und daher wird es Menschen geben, die mit diesem Virus nicht fertig werden. Über die Zeit werden jedoch alle Menschen Antiviren bilden, um mit dem Coronavirus umzugehen.

Nun ist es nur eine Frage der Zeit: Die Risikogruppen (alte Männer mit Bluthochdruck oder anderen Vorerkrankungen) werden, wie alle anderen, irgendwann infiziert. Erfolt die Ausbreitung zu schnell, dann wird es nicht ausreichend Intensivbetten geben, um diesen Menschen zu helfen. Daher bemüht man sich um eine kontrollierte Ausbreitung und untersagt bspw. Veranstaltungen mit über 1.000 Menschen.

Die Ausbreitung kann aber nicht unterbunden werden – auch wenn die Abschottung Italiens oder jetzt auch der USA das suggeriert. Eigentlich wollen wir möglichst schnell mit der Sache durch sein, also eigentlich soll die gesamte Bevölkerung möglichst bald mit dem Virus in Kontakt gekommen sein, damit die Wirtschaft wieder ihre Arbeit aufnehmen kann.

Lediglich bei den Risikogruppen sei daher Vorsicht angebracht. Je später sie sich infizieren, desto besser.

So gibt es unterschiedliche Zahlen: In 4-6 Wochen ist die „Durchseuchung“ in Deutschland durch, sagt mein Freund mit Blick auf den Großteil der Bevölkerung. Bis zum Herbst sollten Besuche der Enkelkinder bei ihren Großeltern ausgesetzt werden, sagen Virologen mit Blick auf die Risikogruppen.

Übrigens: Italien ist für uns alle das Schreckensbeispiel, denn dort gibt es die meisten Infizierten und Opfer in Europa. Als nachvollziehbare Begründung erhielt ich zwei Hinweise:

Erstens ist die italienische Textilindustrie eng verzahnt mit China. Die Stoffe kommen aus China und werden häufig von Chinesen in Italien zusammen genäht. Das größte Chinatown Europas liegt bei Florenz. Kein Wunder also, dass Italien als erstes und am heftigsten in Europa infiziert wurde.

Zweitens – doch bitte werten Sie das als Gerücht, da ich diese Info nicht verifizieren konnte – sei es in Italien derzeit üblich, jeden Todesfall auf Corona zu testen während bspw. bei Verstorbenen kein entsprechender Test mehr durchgeführt wird. In Deutschland muss also ein Opfer schon vor seinem Tod auf Corona getestet worden sein. So erkläre sich die hohe Opferzahl in Italien im Vergleich zur niedrigen Zahl in Deutschland.

Ob diese Theorie stimmt, werden wir in den kommenden Wochen wissen, je nachdem, wie sich die Situation in Deutschland weiter entwickelt.

CORONAVIRUS WIRTSCHAFTLICH

Die Erkenntnis, das der Coronavirus viele entwickelte Volkswirtschaften in eine Rezession stürzen wird, setzt sich langsam durch. Entsprechend die Panik an den Aktienmärkten. Der Ölpreiseinbruch unterstützt die Panik. Doch gerade der niedrige Ölpreis ist für unsere heimische Wirtschaft ein Segen. Anders als in den USA, wo inzwischen ein großer Teil der Wirtschaft Geld mit Öl verdient, ist der Ölpreis in der deutschen Wirtschaft nur ein Kostenfaktor.

Doch in dem Ausverkauf, der durch Algorithmen getrieben wird, spielen solche Feinheiten keine Rolle. „Alles muss raus“ ist die Devise und so sacken alle Kurse ab.

Europa, die USA und auch Deutschland haben bereits Konjunkturpakete geschnürt. Die US-Notenbank, die chinesische Notenbank sowie die britische Notenbank haben bereits die Liquiditätsversorgung gelockert. Heute wird eine entsprechende Lockerung von der EZB erwartet, Christine Lagarde wird ihrem Ruf gerecht werden und vermutlich die Schleusen öffnen.

Milliarden für Forschung gibt es ebenfalls bereits. Seitens der Forscher gibt es keine Beschwerden mehr über zu knappe Mittel (höchstens in der Vergangenheit). Ich weiß nicht, was noch geschehen muss, um einen tragfähigen Boden zu bilden. Neben den Algorithmen habe ich den Eindruck, dass viele Fondsmanager das augenblickliche Chaos nutzen, um sich von unliebsamen Verlusten zu trennen. Viele Unternehmen nutzen den Augenblick (Adidas?), um strukturelle Schwächen mit Zahlen zu versehen und dem Coronavirus in die Schuhe zu schieben.

Zu lange liefen die Börsen ohne nennenswerte Korrektur nach oben, als das sich nicht an vielen Stellen Speck angesetzt hätte, der nun abgeschlagen wird und den Abwärtsdruck, die Panik, verstärkt.

KAUFEN, WENN ANDERE PANIK HABEN

Wir kaufen heute wieder ein. Gestern konnten wir Zooplus verkaufen und unsere Position in Freenet verkleinern. Bei Innotec wurde unser Verkaufslimit leider nicht erreicht. Ich würde die Verkaufsorder mit 9 Euro Limit stehen lassen, damit wir irgendwann das dort freiwerdende Kapital besser einsetzen können.

In die Abwärtswellen hinein haben wir in der ersten Phase Dividendentitel gekauft, deren Dividendenrendite schon frühzeitig für eine Verlangsamung des Abwärtsdrucks sorgen sollte. So ist unser Portfolio (-8%) deutlich langsamer abgesackt als der DAX (-21%), obwohl wir schon früh ziemlich hoch investiert waren.

Da wir uns nun am Boden der Korrektur befinden – plus-minus tausend Punkte – habe ich nun eher diejenigen Aktien im Auge, die später am stärksten ansteigen sollten. Das sind einmal mehr die Unternehmen mit eigenen Wachstumstrends: Wachstumsbranchen also, die unabhängig von der konjunkturellen Entwicklung intakt bleiben.

Diese Titel sind häufig Highflyer, die in einem solchen Ausverkauf stärker leiden, als alle anderen Titel. Daher darf man dort nicht zu früh zugreifen. Doch wenn in den kommenden Wochen und Monaten die Wachstumseinbrüche beziffert werden, dann sind gerade diese Wachstumstitel die sicheren Häfen.

5G, autonomes Fahren, Künstliche Intelligenz und Cloud-Dienste fallen mir da wieder als erstes ein. Aber auch andere Branchen wie Medizintechnik und auch die Goldminen bieten jetzt gute Chancen.

Medizintechnik, weil in diesen Tagen in vielen Ländern zu Tage tritt, wie die Gesundheitssysteme kaputt gespart wurden bis zu einem Punkt, wo nicht mehr ausreichend Betten für eine Pandemie zur Verfügung stehen. Hier wird in den kommenden Jahren aufgerüstet werden müssen.

Goldminen, weil der Goldpreis meiner Ansicht nach derzeit nur deswegen noch nicht durch die Decke gegangen ist, weil viele Anleger ihre Barreserven in Gold geparkt haben und diese nun abrufen. Doch wenn die Geldschleusen weltweit einmal mehr aufgemacht werden, dürfte der Goldpreis weiter zulegen, wenn sich die augenblickliche Panik legt.

So springen mir die folgenden Titel ins Auge, die wir leider nicht alle kaufen können:

Skyworks Solutions als 5G-Spekulation notiert derzeit ein Drittel unter seinem Höchstkurs von Ende Januar. Skyworks Chips werden in 5G-Geräten des Internets der Dinge verwendet.

Marvell Technology ist ebenfalls eine 5G-Spekulation. Das Unternehmen hat sich durch geschickte Zukäufe bestens in dieser Branche positioniert. Die Aktie notiert 22% unter den Höchstkursen von Ende Januar.

Infineon ist ein Chip-Powerhaus für das Wettrennen zum autonomen Fahren. Die Aktie notiert ein Drittel unter ihrem Hoch von Ende Januar.

Siltronic liefert die Halbleiterplatten für die Chipindustrie, die extreme Rechenleistung in Rechenzentren installiert. Die Aktie ist um 40% eingebrochen.

ServiceNow ist seit langem auf meiner Wunschliste, das Cloud-Unternehmen bietet IT-Abteilungen die Verwaltung der Softwaresysteme an. Die Aktie ist um 27% eingebrochen.

Thermo Fisher Scientific kaufte mit einem großen Paukenschlag vor wenigen Tagen Qiagen, den Anbietern von Testkits und Laborausrüstung. Der US-Medizintechnikkonzern hat ein Viertel seines Börsenwertes abgegeben.

Barrick Gold ist einer der weltweit größten Goldminenbetreiber. Der ehemalige CEO von Yamana Gold ist zu Barrick gewechselt und stellte den Konzern binnen zwei Jahren grundlegend um, Risikoassets wurden abgestoßen, nur noch solide Minen sind im Portfolio. Die Aktie hatte gerade begonnen, diese Entwicklung zu honorieren, doch im aktuellen Ausverkauf wurde das wieder abgegeben. 25% beträgt das Minus seit Ende Januar, obwohl doch eigentlich Gold als Sicherer Hafen gilt.

Zwei Exoten sind mir noch aufgefallen:

CEWE ist seit langem auf meiner Wunschliste, schaffte es aber nicht zum Dividendenkönig, weil die Dividendenrendite mit 2,1% zu niedrig ist. Inzwischen ist die Rendite durch den Kursverfall auf 2,5% gestiegen. Ein solides Unternehmen im Sonderangebot.

Thor Industries baut Wohnmobile und bedient die Lust der Menschen nach Unabhängigkeit. Wer sich nun vor den Seuchen der Zivilisation (Coronavirus) schützen möchte, kauft sich ein Wohnmobil und lebt in der Wildnis. Die Aktie hat sich halbiert!

Und zuletzt noch etwas für die Fußballfans: Ja, auch die BVB Aktie hat Federn gelassen: 35% beträgt das Minus seit der Pokalniederlage gegen Werder Bremen. Mit Haarland wurde ein neuer Superstar zum Schnäppchenpreis geholt. Die Mannschaft spielt um die oberen Tabellenplätze und somit aller Voraussicht nach auch in der nächsten Saison wieder in der Championsleague. Okay, Geisterspiele werden in den kommenden Wochen für Einnahmeausfälle sorgen, doch ich gehe davon aus, dass ein Teil davon kompensiert werden kann – bspw. durch höhere Abgaben der TV-Sender. BVB Fans können also jetzt mit gutem Gewisse zugreifen.

HEIBEL-TICKER PORTFOLIO

Durch die zwei Verkäufe haben wir wieder 10% Cash. Ich würde zu diesem Zeitpunkt ServiceNow und Barrick Gold in unser Portfolio holen:

ServiceNow
WKN: A1JX4P, ISIN: US81762P1021
Kaufen unter 246 EUR
Wachstum unabhängig von Konjunkturentwicklung
Wachstumswert für Heibel-Ticker Portfolio

Barrick Gold
WKN: 870450, ISIN: CA0679011084
Kaufen unter 15,80 EUR
Solider Goldminenbetreiber mit exzellentem CEO
Spekulative Position für Heibel-Ticker


Take Share,

Ihr
Börsenschreibel

Stephan Heibel

Chefredakteur und
Herausgeber des
Heibel-Ticker

P.S.: Lassen Sie mich Ihre Meinung, Kritik oder
Verbesserungsvorschläge wissen (selbst Lob ist willkommen ;-)
und schreiben Sie mir an leserbrief/at/heibel-ticker/./de.


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02. DISCLAIMER / HAFTUNGSAUSSCHLUSS UND RISIKOHINWEISE
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Wer un- oder überpersönliche Schreib- oder Redeweisen
nachmacht oder verfälscht oder nachgemachte oder verfälschte
un- oder überpersönliche Schreib- oder Redeweisen in Umlauf
setzt, wird mit Lust-, manchmal auch mit Erkenntnisgewinn
belohnt; und wenn alles gut geht, fällt davon sogar etwas für
Sie ab. (frei nach Robert Gernhardt)

Wir recherchieren sorgfältig und richten uns selber
nach unseren Anlageideen. Dennoch müssen wir jegliche
Regressansprüche ausschließen, die aus der Verwendung
der Inhalte des Heibel-Tickers entstehen könnten.

Die Inhalte des Heibel-Tickers spiegeln unsere Meinung
wider. Sie stellen keine Beratung, schon gar keine
Anlageempfehlungen dar.

Die Börse ist ein komplexes Gebilde mit eigenen Regeln.
Anlageentscheidungen sollten nur von Anlegern mit
entsprechenden Kenntnissen und Erfahrungen vorgenommen
werden. Anleger, die kein tiefgreifendes Know-how über
die Börse besitzen, sollten unbedingt vor einer
Anlageentscheidung die eigene Hausbank oder einen
Vermögensverwalter konsultieren.

Die Verwendung der Inhalte dieses Heibel-Tickers erfolgt
auf eigene Gefahr. Die Geldanlage an der Börse
beinhaltet das Risiko enormer Verluste bis hin zum
Totalverlust des eingesetzten Kapitals.

Es tut mir Leid, dass im Heibel-Ticker nicht die viel
versprechenden neuen Regeln der Rechtschreibreform
berücksichtigt werden, aber ich müsste Kopf stehen, um
diese zu verstehen.

Quellen:
Kurse: Deutsche Kurse von comdirect.de, Goldbarren von proaurum.de, US-Kurse von finance.yahoo.com. Alle Kurse sind
Schlusskurse vom Donnerstag sofern nichts Gegenteiliges vermerkt ist.
Bilanzdaten: Comdirect, Yahoo! Finance sowie Geschäftsberichte der Unternehmen
Informationsquellen: dpa-AFX, Aktiencheck, Yahoo! Finance, TheStreet.com, IR-Abteilung der betreffenden Unternehmen


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03. AN-/ABMELDUNG
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Ihre E-Mail Adresse oder Adressdaten ändern Sie bitte mit
Ihrer bestehenden E-Mail Adresse und Ihrem Passwort unter

http://www.heibel-ticker.de

oder senden Sie uns einfach eine entsprechende E-Mail an

mailto:verwaltung/at/heibel-ticker/./de.

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Heibel-Ticker Ende
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