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04.09.2020:



H E I B E L - T I C K E R    P L U S

F I N A N Z I N F O R M A T I O N E N

- Einfach einen Tick besser -



DEUTSCHE BIBLIOTHEK : ISSN 1862-5436

15. Jahrgang - Ausgabe 36 (04.09.2020)
Erscheinungsweise: wöchentlich Freitag/Samstag



I N H A L T

01.Info-Kicker: Turbulente Woche verunsichert Anleger
02.So tickt die Börse: Junge Aktionäre geraten erstmals in Panik
 - Wochenperformance der wichtigsten Indizes
03.Sentiment: Zuversichtliche Profis nutzen Rotation
 - @@
04.Ausblick: Mechanismen der Korrektur
05.Leserfragen
 - : Delivery Hero: Nutzung der letzten Meile für weitere lokale Dienste
 - : Goldanteil erhöhen
06.Update beobachteter Werte: Freenet, CompuGroup Medical, Accell, ServiceNow
 - Freenet: Aktienrückkaufprogramm für 100 Mio. EUR
 - CompuGroup Medical: Disziplin: Verkaufen über 76 EUR, 16% Gewinn einsacken
 - Accell: Stopp Loss bei 23 EUR
 - ServiceNow: Verkaufen, Gewinn sichern
07.Übersicht HT-Portfolio
08.Disclaimer / Haftungsausschluss und Risikohinweise
09.An-/Ab-/Ummeldung



01. Info-Kicker: Turbulente Woche verunsichert Anleger

Liebe Börsenfreunde,

Einer heftigen Rallye folgte diese Woche ein heftiger Ausverkauf: Die von mir angekündigte Rotation von Corona-Gewinnern in konjunktursensitive, zyklische Aktien gewinnt an Dynamik. Was genau die Kurskapriolen dieser Woche befeuert hat, beschreibe ich in Kapitel 02.

Die Stimmung der Anleger ist verhalten. Auffällig ist jedoch der Optimismus bei den Profis gegenüber der Skepsis bei den Privatanlegern. Meine Interpretation dieser Stimmungslage lesen Sie in Kapitel 03.

Ist es nun schon zu spät zum Verkaufen? Oder ist es schon an der Zeit, einzusteigen? Meine Einschätzung dazu habe ich in Kapitel 04 ausgearbeitet. Soviel vorab: Wir befinden uns mitten in der Rotation und da sollten Sie Ihr Portfolio dahingehend überprüfen, ob Sie gegebenenfalls für die kommende Marktphase andere Aktien halten sollten.

Der DAX-Neuling Delivery Hero wurde von mir vor einer Woche als würdiger Nachfolger von Wirecard herausgestellt (ups?). Wir haben jedoch hier in Deutschland keine Möglichkeit, das Geschäft von Delivery Hero zu testen, da das Unternehmen sein Deutschlandgeschäft verkauft hat. Ein Heibel-Ticker Kunde aus Thailand hat uns seine Einschätzung geschrieben, ich habe sie in Kapitel 05 unter den Leserfragen veröffentlicht.

Die zweite Leserfragen beschäftigt sich mit einer Frage, die ich vielfach höre: Sollten wir uns vor dem Hintergrund der auf uns zu rollenden Geldentwertung nicht viel mehr Gold ins Depot holen? Ich denke, wir sind schon recht gut aufgestellt.

Wir haben heute ein wenig Cash generiert. Bitte lesen Sie aufmerksam die Updates in Kapitel 06. Eine Übersicht über unser Portfolio gibt es in Kapitel 07.

Die PDF-Version dieser Ausgabe steht Ihnen ab sofort im Archiv sowie unter dem folgenden Link zur Verfügung: http://www.heibel-ticker.de/downloads/htp200906.pdf

Nun wünsche ich eine anregende Lektüre,

take share, Ihr
Börsenschreibel

Stephan Heibel

Chefredakteur und
Herausgeber des
Heibel-Ticker




02. So tickt die Börse: Junge Aktionäre geraten erstmals in Panik

Ist schon komisch: Solange die Kurse steigen, gibt es immer jemanden, der noch ein paar Cent mehr für die Aktie zu zahlen bereit ist. Wenn die Kurse jedoch fallen, fehlt plötzlich jegliche Kaufnachfrage.

So sind die Aktienmärkte gestern binnen weniger Stunden um 4% eingebrochen. Der DAX verlor 500 auf 12.900 Punkte. Als Schuldiger wurden die Chinesen ausgemacht: Über Bloomberg sickerte durch, dass China im neuen 5-Jahresplan, der ab nächsten Montag auf dem Volkskongress beschlossen werden solle, die Chipindustrie als Schlüsselindustrie der Zukunft fördern wolle.

Nvidia ist um 20% eingebrochen, AMD um 15%, Skyworks um 10% und Intel um 6%. Unsere Infineon gab zwischenzeitlich 7% ab, erholt sich heute jedoch bereits wieder kräftig, weil die Autoindustrie von den Vorgängen profitiert. Doch um das zu verstehen, ist noch ein gedanklicher Zwischenschritt zu beschreiten:

Der Ausverkauf der Chip-Aktien wirkte wie eine Alarmsirene bei vielen Corona-Spekulanten. Neue Handelsplattformen wie Robinhood in den USA und Trade Republik in Deutschland haben junge Anleger auf den Plan gerufen, die in der gewonnenen Corona-Freizeit zu spekulieren begannen. Seit dem Corona-Crash sind Aktien eigentlich nur gestiegen. Okay, es gibt einige, die nicht gestiegen sind, aber gefallen ist seit dem Tief im März eigentlich keine Aktie mehr.

Da haben wir nun eine neue Generation von Aktionären, die noch nie erlebt haben, dass ein Kurs auch mal fallen kann. Im Gegenteil, diese jungen Aktionäre haben gelernt, dass man um so mehr gewinnt, je größer das Risiko ist. Die Aktien, die am offensichtlichsten vom Lockdown profitiert haben, sind auch am stärksten gestiegen und befinden sich daher derzeit in den Depots vieler junger Neu-Aktionäre.

Da waren natürlich auch Aktien von Nvidia und AMD dabei, denn die gehören zu den Highflyern der Nach-Coronacrash-Zeit.

Wenn dann plötzlich eine Position im Portfolio mit -20% angezeigt wird, dann beginnen viele dieser jung-Aktionäre zu überlegen: das könnte ja mit den anderen Aktien auch passieren, oder? Und so werden flugs Gewinne gesichert. Gewinne, die nicht selten über 100% betragen.

So wurden die Corona-Gewinner diese Woche ausverkauft: HelloFresh -11%, Zooplus -10%, TeamViewer -9% und ShopApotheke -18%.

In den USA zog sich der Ausverkauf durch den gesamten Aktienmarkt. Insbesondere die globalen Internet-Monopole mussten Federn lassen. Allein gestern verlor Apple 8%, Amazon und Alphabet je 5%, Microsoft 6%. Tesla gab sogar 9% ab und Facebook 4%. Was für ein Gemetzel!

Ist die Rallye damit beendet? Waren die Aktienkurse zu hoch gestiegen?

Nun, kurzfristig ja, denn kurzfristig bestimmt die Stimmung die Richtung an den Aktienmärkten. Mittel- und langfristig jedoch setzen sich Bewertungen durch, und die sind bei vielen Aktien noch nicht zu hoch.

Der gestrige Crash bedeutet also noch nicht unbedingt das Ende der Rallye. Er bedeutet erst einmal nur, dass die jung-Aktionäre gelernt haben, was Angst bedeutet. Ich denke, zumindest die Tesla-Rallye ist vorerst einmal unterbrochen. Und auch die Apple-, Alphabet-, Amazon- und Microsoft-Rallyes dürften eine Pause einlegen.

Wohin also mit dem Geld? Nun, was war denn in den vergangenen Monaten vergessen worden? Autos! Die beste Branche in der DAX-Familie ist diese Woche die Autobranche. Traton +9%, Hella +7% und Stabilus +6% heißen die Wochengewinner. Auch Zulieferer Covestro mit +9% profitiert von der neuen Liebe junger Anleger für zyklische Aktien. Und da ist dann auch noch die oben erwähnte Infineon, die als Chip-Aktie ausverkauft, als Auto-Zulieferer umgehend aber wieder eingekauft wurde. So bleibt es bei Infineon bei einem Wochenminus von nur 1%.

Schauen wir mal, wie sich die Situation auf die wichtigsten Indizes im Wochenvergleich ausgewirkt hat:

WOCHENPERFORMANCE DER WICHTIGSTEN INDIZES

Indizes20200904
Abbildung 1: Indizes20200904








03. Sentiment: Zuversichtliche Profis nutzen Rotation

Da erfolgte diese Woche ein Sprung der Aktienmärkte nach oben, um kurz darauf mit einem heftigen Einbruch wieder zunichte gemacht zu werden: Der DAX hat sich im Wochenvergleich kaum verändert.

Das haben auch die Teilnehmer an unserer Umfrage bemerkt: Die Stimmung ist neutral, die gute Laune der Vorwoche ist verflogen. Es ist sogar ein wenig Verunsicherung aufgekommen. Ich vermute, dass dies der überraschenden Intensität des Sprungs nach oben und des anschließenden Einbruchs zuzuschreiben ist. So heftige Kursbewegungen lassen sich schwer erklären und führen bei Anlegern eben zu einer gewissen Verunsicherung.

Ist aber alles nicht so schlimm, scheinen viele Anleger zu denken, denn der Zukunftsoptimismus ist auf 1,8 angestiegen. Der Kurssprung zur Wochenmitte war wohl eher das, was Anleger für die kommenden Wochen erwarten, während der gestrige Einbruch als technische Reaktion auf die leichte Schulter genommen wird.

Und so ist auch die Investitionsbereitschaft der Anleger angestiegen (2,2). In den kommenden zwei Wochen wollen doppelt so viele Anleger zukaufen wie verkaufen. So bullisch und kaufwillig waren Anleger schon lange nicht mehr.

Das Euwax-Sentiment der Privatanleger bleibt leicht pessimistisch: Privatanleger sichern sich weiterhin moderat gegen fallende Kurse ab.

Die Profis hingegen, die sich über die Eurex absichern, sind schon wieder bullisch gestimmt. Das Put/Call-Verhältnis ist auf 1,0 gesunken und zeigt eine stärkere Gewichtung von Long-Spekulationen in den Portfolios der Profis an.

Damit gesellen sie sich zu den US-Anlegern, die ebenfalls auf steigende Kurse spekulieren... und zwar viel stärker als hier in Deutschland. Das Put/Call-Verhältnis der CBOE war in den vergangenen fünf Jahren nie so bullisch wie heute!

US-Fondsmanager haben ihre Investitionsquote von 106% auf 94% reduziert. Da wurden offensichtlich Gewinne mitgenommen.

US-Privatanleger passen ganz und gar nicht in das bullische Bild, das Profis abgeben: Das Bulle/Bär-Verhältnis liegt bei -11%, die Bären haben bei den Privatanlegern die Oberhand.

Der technische Angst und Gier Indikator des S&P 500 ist auf 58% gefallen und notiert damit wieder im neutralen Bereich, nachdem wir vor einer Woche noch extreme Gier als Warnsignal gemessen hatten.

Interpretation



Sowohl in den USA als auch in Deutschland sind die Profis bullisch gestimmt und positioniert, während Privatanleger eher vorsichtig und skeptisch sind. Wer hat Recht und wer treibt die Rallye?

Wenn wir uns vor Augen führen, dass diese Woche insbesondere junge Aktionäre in spekulativen Corona-Gewinnern überrascht wurden, wundert mich die Skepsis unter den Privatanlegern nicht.

Profis hingegen wissen, dass Korrekturen zur Rallye gehören. Man nutzt solche Rückschläge, um Aktien einzusammeln, die man in der Rallye nicht bekam.

Einige Corona-Gewinneraktien wie TeamViewer (KUV 20), Hellofresh (KUV 4) und die ShopApotheke (KUV 3) sind schon ziemlich hoch bewertet. Doch viele andere Unternehmen sind noch günstig. Sollte die zweite Coronawelle milder ausfallen als von vielen befürchtet, so könnten sich insbesondere zyklische und konjunktursensitive Aktien noch immer als viel zu günstig bewertet herausstellen.

Profis nutzen also Rückschläge, wie wir sie diese Woche sehen, und legen sich günstige, konjunktursensitive Aktien ins Depot. Privatanleger lassen sich erfahrungsgemäß leicht verschrecken, sie könnten schon bald mit zu wenigen Aktien der Fortsetzung der Rallye unbeteiligt hinterher schauen.

Soweit die klassische Theorie. Was darin jedoch nicht enthalten ist, ist die Intensität der einzelnen Bewegungen: Reicht der gestrige Rückschlag, um die Zocker aus dem Markt zu schütteln? Oder ist nach mehreren Monaten ohne nennenswerten Rücksetzer mal wieder eine etwas kräftigere Korrektur fällig?

Ist also jetzt schon der Zeitpunkt gekommen, nachzukaufen? Oder sollte man das noch immer hohe Niveau nutzen, um ein paar Gewinne mitzunehmen, die in den kommenden Wochen gegebenenfalls noch abgegeben würden?

Wenn ich zur Beantwortung dieser Frage auf unsere Sentiment-Analyse schaue, dann muss ich eine noch immer zu große Unbekümmertheit feststellen. Zwar sind unsere Umfrageteilnehmer ein wenig verunsichert, aber sie glauben fest an steigende Kurse und wollen zukaufen.

Wenn wir also im Rahmen der übergeordneten Rallye eine Korrektur haben wollen, mit der die exzessiven Spekulationen der vergangenen Tage ausgeglichen werden sollen, dann war das noch nicht genug.

Apple hat seit Ankündigung des Aktiensplitts 30% zugelegt und verlor diese Woche gerade einmal 10%. Tesla konnte seit Ankündigung des Aktiensplitts um 70% zulegen und verlor nun gerade einmal 20%. Ein Aktiensplitt, zur Erinnerung, schafft keinen Mehrwert: Wenn Sie einen Kuchen in zwölf Stücke teilen, haben Sie nicht mehr Kuchen. Sie haben allerdings mehr Menschen, die sich an diesem Kuchen erfreuen können. Und so ist das mit den Aktien von Apple und Tesla, die bei unseren jungen Aktionären großen Anklang finden.

Nach dem Genuss des Kuchens laufen Sie die 100 Meter schneller. Für längere Strecken ist der Zuckerschub jedoch gefährlich, denn wenn der Zucker aufgebraucht ist, ist auch der Zugang zu schwerer zugänglichen Kohlehydraten deaktiviert - oder auf die Aktie bezogen: Langfristinvestoren haben auf dem aktuellen Kursniveau von Apple und Tesla keine Lust, sich zu engagieren.

Somit bleibt es bei der Aussage, die ich an dieser Stelle nun schon seit einigen Wochen vertrete: Wir sehen eine Rotation von Corona-Gewinnern in zyklische Aktien. Diese Rotation hat langsam begonnen und sorgte in der nun abgelaufenen Woche für ziemliche Unruhe. Die Rotation dürfte weitergehen, Ruhe dürfte nur langsam einkehren.





04. Ausblick: Mechanismen der Korrektur

So ein Ausverkauf dauerte früher ein paar Tage: Zuerst verkauften diejenigen, die den Finger ohnehin immer am Abzug haben. Dann folgte eine kurze Beruhigung, während der sich die etwas besonneneren Anleger eine Meinung bildeten und dann kam eine zweite Verkaufswelle, vorzugsweise dann nicht mehr in den Aktien, die als erstes betroffen waren, sondern dann in den weniger guten Aktien.

Je nach Intensität kam es am Ende dann noch zu einem erzwungenen Ausverkauf in einigen der spekulativsten Aktien, weil gerade diese Aktien von unseren „jungen Aktionären” gekauft wurden... und zwar auf Kredit. Sie können ja die Aktien, die Sie im Depot liegen haben, als Sicherheit hinterlegen und weiter Aktien kaufen. Damit sind Sie dann gehebelt Long. Alternativ können Sie auch mit Call Optionsscheinen und entsprechenden Finanzprodukten gehebelt Long gehen. Solange die Kurse steigen und Sie ausreichend Sicherheiten haben, ist alles gut.

Doch wenn Tesla binnen weniger Stunden um 20% einbricht, dann wird es einige geben, die plötzlich nicht mehr ausreichend Sicherheiten für ihre Positionen haben. Sie müssen nun Geld besorgen. Das ist dann häufig ein weiterer Treiber für die zweite Ausverkaufswelle, in der die nicht so spekulativen Werte plötzlich auch unter Druck geraten. Denn während Aktien bspw. zu 50% beliehen werden können, zählt Bargeld natürlich 100%. Wenn einem Spekulanten Sicherheiten fehlen, dann muss er Positionen verkaufen, um der Forderung seiner Bank nachzukommen.

Eine dritte Welle würde dann kommen, wenn viele Spekulanten sich überhoben haben: Wenn sie die Sicherheiten nicht beibringen können. Dann nämlich schreitet die Bank ein und verkauft die defizitären Positionen des Spekulanten ohne Rücksicht auf den Kurs.

Früher dauerte dieser Prozess so zwei bis drei Tage. Ich weiß noch nicht genau, wie schnell Robinhood und Trade Republik mit ihren Kunden sind. Vielleicht sind sie inzwischen schneller, grundsätzlich lässt sich dieser Prozess aber nur schwer beschleunigen, da dem Spekulanten ja immer wieder Fristen eingeräumt werden.

Aber es lohnt sich, die weitere Entwicklung der Korrektur im Auge zu behalten, um einen günstigen Kaufzeitpunkt zu bestimmen.

Ich habe ein besonderes Augenmerk nun auf die zyklischen Aktien geworfen, wenngleich Wachstumsaktien wie Nvidia und Tesla in meinen Augen weiterhin attraktiv sind.

Heute haben wir ein wenig Cash generiert (CompuGroup verkauft). Zukaufen würde ich erst nächste Woche, ich werde mich dann ggfls. melden.



05. Leserfragen



Delivery Hero: Nutzung der letzten Meile für weitere lokale Dienste

Mo, 31. August um 17:53 Uhr
Hallo Herr Heibel,

keine Anfrage, keine Antwort erwartet, nur als Feedback/Info zu Delivery Hero:

„Der Markt ist heiß umkämpft und hat keine besonderen Markteintrittsbarrieren. Egal wie groß ein Lieferunternehmen wird, die Skalenerträge bleiben konstant, denn es fährt immer eine schlecht bezahlte Arbeitskraft mit einer Pizza auf dem Rücken Fahrrad.”
Ich war nie in Delivery Hero investiert und werde es in absehbarer Zeit auch nicht sein.
Sehe es aber im Gegensatz zu Wirecard als nachvollziehbares Geschäftsmodell an und möchte meine Sicht als Kunde von Foodpanda (gehört zu Delivery Hero) in Thailand schildern.
Hier ist der Markt Essens-Lieferdienste in der Tat hart umkämpft. Nr. 1 dürfte Grab (in der Version „Grabfood”) sein, danach Foodpanda, dann auch lokale Dienste.
Schlecht bezahlte Fahrer sicher, allerdings per Motorrad.
Fahrer für Grab und Foodpanda sieht man hier in der Stadt überall. Also haben sie zumindest echte Umsätze, nicht nur von mir…
Seit Corona von einem großen Anteil der Bevölkerung genutzt, Grab auch für einfache Strassenstände, Foodpanda eher für mittel- bis hochpreisige Restaurants.
Foodpanda kassiert angeblich ca. 30% des Bestellwerts, entsprechend versuchen viele Restaurants auf andere oder eigene Services auszuweichen. Allerdings schwierig, da die Foodpanda-App mit guter Integration von Karten, Kommunikation, Statusverfolgung und Zahlungswegen einigen Mehrwert bietet.
Grab macht vor, dass es nicht nur um Einzeldienste geht (Fahrten oder Essen), sondern dass man möglichst alle lokalen Dienstleistungen/Produkte anbieten und verknüpfen möchte: Taxi, Auto/Motorradvermietung, Lieferdienste aller Art, Supermärkte, Veranstaltungen, Hotels,…
Auch Foodpanda bietet neben Essen Einkauf mit Lieferservice oder Selbstabholung bei Supermärkten, Floristen, etc.. Nehme an, dass der Non-Food-Anteil aktuell minimal ist.
Der Gewinner aus dem jetzigen Wettbewerb dürfte schon eine gewichtige Rolle spielen und aufgrund des angehäuften Wissens über lokale Geschäftsbeziehungen, die Kundenbasis und komplexe/erprobte Software durch ein größere Markteintrittsbarriere geschützt sein.
Nur dürfte Grab zumindest in Thailand einen deutlichen Vorsprung haben und der Wettbewerb noch lange viel Geld kosten.

Gruß, Martin aus Thailand

ANTWORT
Vielen Dank für Ihren interessanten Einblick. Das bestätigt mich in meiner Überzeugung, nur in Unternehmen zu investieren, deren Geschäft ich auf irgendeine Art und Weise nachvollziehen kann. Bei Delivery Hero ist das für mich hier in Hamburg nicht möglich, allein das sollte schon als K.O. Kriterium für mich ausreichen, die Aktie zu meiden. Aber Sie haben recht: Wenn der Eigner der „letzten Meile” zum Kunden auch andere lokale Dienste in das Angebot integrieren kann, dann ist das Geschäftsmodell tatsächlich attraktiver, als ich es bislang gesehen habe.



Goldanteil erhöhen

Mo, 31. August um 18:35 Uhr
Sehr geehrter Herr Heibel,

im letzten Heibel Ticker haben Sie zum Thema Gold keinen Beitrag gebracht. Ihre Analysen sind nach wie vor ausgezeichnet. Deshalb meine Frage. Die Geldentwertung weltweit nimmt durch das Verhalten der Zentralbanken mehr und mehr zu.

Eine Aufstockung des Goldanteils im Depot scheint mir angeraten, auch mit höherem Anteil als von Ihnen bisher empfohlen. Ich würde dazu gern meinen Goldbarrenanteil erhöhen, das Gold aber nicht zu Hause haben wollen, sondern jederzeit zukaufen und verkaufen können.
Ist dazu Xetra-Gold oder z.B. Hereus-Gold mit Depot eine zu empfehlende Lösung und wenn, wer von Beiden?

Oder haben Sie eine bessere Empfehlung dazu? Wäre Ihnen dankbar für einen Hinweis, auch ob diese Depots sicher vor dem Zugriff durch den Staat sind.

Vielen Dank und herzliche Grüße vom Tegernsee nach Hamburg

Jürgen

ANTWORT
Wir haben derzeit 8,4% unseres Portfolios in Gold und 7,3% in Wheaton Precious Metals, also insgesamt über 15%. Keine einzelne Anlageklasse sollte jemals über 20% eines Portfolios ausmachen, auch nicht Gold. Daher sind wir nach der Goldpreisrallye der vergangenen Monaten in meinen Augen recht gut positioniert: Wir haben noch ein wenig Luft zum Aufstocken, falls der Goldpreis korrigieren sollte. Andererseits steht Wheaton so hoch, dass ich dort aktuell Gewinnmitnahmen erwäge.

Ja, Gold ist in meinen Augen die beste Versicherung gegen Finanzmarktturbulenzen inkl. Geldflutung und Inflation. Aber die Geldflutung könnte auch noch viele Jahre weitergehen, bevor Inflation folgt. Wenn Sie da zu viel Gold im Portfolio haben, hinkt Ihr Vermögen der Gesamtmarktentwicklung zu stark hinterher.

Sollten Sie denken, dass genau jetzt der Zeitpunkt gekommen ist, um einen viel größeren Teil Ihres Vermögens in Gold umzuwandeln, dann hat das nichts mehr mit Vermögensabsicherung zu tun, sondern Sie werden zum Spekulanten. Wir spekulieren nur mit einem sehr kleinen Anteil des Portfolios. Wer das mit einem größeren Teil macht, der sollte das beruflich tun, oder aber die Finger davon lassen. Denn in meinen Augen wäre das dann schon eine Zockermentalität.

Wir bauen auf Diversifikation in unserem Portfolio, weil wir anerkennen, dass wir nicht in die Zukunft schauen können. Daher bleibt es bei den max. 20%.

Xetra Gold finde ich noch immer die beste Alternative, obwohl die Deutsche Börse (Herausgeber von Xetra Gold) inzwischen eine Verwahrgebühr erhebt. Die ist jedoch gering.

Am besten sind natürlich Goldbarren oder Goldmünzen verbuddelt im eigenen Garten, vielleicht haben Sie ja einen Safe oder aber mieten ein Schließfach. Es ist heute egal, ob Sie Heraeus Barren nehmen oder von einem anderen Anbieter. Orientieren Sie sich einfach am Goldpreis und schauen Sie, dass der Aufpreis möglichst gering ist.

Zugriff vom Staat: Nun, Xetra Gold wird in Ihr Depot gebucht, dort hat der Staat im Fall eines Falles Zugriff, denn Banken unterliegen Meldepflichten. Das gilt sogar für Schließfächer: Im Fall eines Falles könnte der Staat das Öffnen Ihres Schließfachs erwirken. Heute sind wir noch weit von solchen Szenarien entfernt, doch wenn Geschichte geschrieben wird, passieren die unglaublichsten Dinge. Xetra Gold könnten Sie sich zwar ausliefern lassen, doch wenn Geschichte geschrieben wird, könnten solche Prozesse ins Stocken geraten.

Sie sehen: Einen Königsweg gibt es nicht, nur viele Fallstricke. Sie müssen sich einen Weg aussuchen, der am besten zu Ihren Prioritäten passt :-)



06. Update beobachteter Werte: Freenet, CompuGroup Medical, Accell, ServiceNow

Bitte beachten Sie auch den Kundenbereich auf meiner Internetseite unter www.heibel-ticker.de -> Portfolio -> 10 neueste Einträge. Dort finden Sie aktuelle Charts mit meinen jeweils aktualisierten Einschätzungen.

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Im Wochenverlauf habe ich zu mehreren Titeln Anmerkungen im Kundenbereich der Webseiten verfasst.


Freenet
Aktienrückkaufprogramm für 100 Mio. EUR

Di, 01. September um 08:54 Uhr
Gestern Abend hat Freenet bekannt gegeben, bis Ende des Jahres eigene Aktien im Wert von bis zu 100 Mio. Euro zurückzukaufen und auszubuchen. Die gekauften Aktien werden also vernichtet, das Grundkapital des Unternehmens vermindert sich entsprechend und der Unternehmensgewinn muss künftig auf weniger Aktien aufgeteilt werden.

Die Meldung ist nicht wirklich überraschend, dennoch wird sie positiv aufgenommen. Vor drei Wochen gab Freenet den Verkauf der Sunrise-Anteile im Wert von 1 Mrd. Euro bekannt und teilte mit, 800 Mio. Euro davon zur Rückzahlung von Schulden zu verwenden und den Rest "anderweitig den Aktionären zugute kommen" zu lassen. Anderweitig heißt also: Aktienrückkauf.

Die Entscheidung kommt gut an, weil nun endlich mal wieder an die Aktionäre gedacht wird. Nach Dividendenstreichung und fragwürdigen und teuren Beteiligungen (Ceconomy) wird nun das Versprechen eingelöst, keine weiteren Abenteuer mehr einzugehen, sondern die Bilanz zu verbessern und an die Aktionäre zu denken.


CompuGroup Medical
Disziplin: Verkaufen über 76 EUR, 16% Gewinn einsacken

Fr, 04. September um 12:22 Uhr
Für das laufende Jahr prognostiziert das Unternehmen einen Gewinnsprung von 19%. Da sieht das KGV 2021e von 30 sogar günstig aus. Fundamental gibt es also keinen Grund, die Aktie zu verkaufen.

Das sah vor 10 Wochen noch ganz anders aus: Damals wurde ein Gewinnwachstum von nur 10% erwartet und entsprechend teuer sah die Aktie damals aus, daher war es eben nur eine Spekulation.

Aber wir haben die CompuGroup als Spekulation ins Portfolio geholt, da wir für das laufende Jahr eine „überraschend gute“ Geschäftsentwicklung erwarteten. Diese hat sich nun tatsächlich eingestellt und die Aktie ist um 16% angesprungen.

Da ist noch Luft nach oben. Aber ich habe den Eindruck, dass die Corona-Angst langsam vom Börsenparkett verschwindet und andere Aktien zu neuen Lieblingen werden. Da möchte ich nicht der letzte sein, der warten muss, bis eine gute Geschäftsentwicklung bei Compugroup für weiter steigende Kurse sorgt. Ich würde daher die Aktie heute verkaufen. Bitte nutzen Sie ein Limit von 76 EUR, damit wir den Kurs nicht drücken.


Accell
Stopp Loss bei 23 EUR

Fr, 04. September um 12:49 Uhr
Auch der holländische Fahrradhersteller Accell ist eine Spekulation auf ein besseres Geschäft nach Corona, und auch Accell hat diese Spekulation bereits bestätigt. Die Aktie ist seit unserem Kauf um 19% angesprungen.

Aber Accell ist eine andere Geschichte als die CompuGroup: Accell hat viele Jahre Missmanagement hinter sich und befindet sich gerade in einem Turnaround. Unnötiger Speck wurde abgeschlagen, der Fokus auf E-Mobilität wurde verstärkt und eigentlich hätte dieses Jahr schon ein dicker Gewinnsprung erfolgen müssen ... wenn nicht Corona gewesen wäre: Die Fahrräder, mit denen genau jetzt, in der Zeit nach dem Lockdown in Deutschland, ein dickes Geschäft hätte gemacht werden können, wurden im März / April nach Skandinavien verschickt und dort verscherbelt. Gleichzeitig wurden teure Maßnahmen umgesetzt, um Coronavorschriften zu erfüllen.

Das habe ich explizit nicht als Missmanagement bezeichnet, da zu Beginn des Lockdowns niemand so genau wusste, wie sich die Pandemie entwickeln würde. Aber aus heutiger Sicht war es eine teure Überreaktion.

So erwarten Analysten für das laufende Jahr nur einen Gewinn von 1,04 Euro je Aktie. Das KGV 2020e steht somit bei 24. Für 2021 wird jedoch ein Gewinn von 2,20 Euro je Aktie erwartet. Somit ergibt sich ein KGV 21e von nur noch 11. 1,3 Mrd. Euro Jahresumsatz werden dann mit einer Marktkapitalisierung von 680 Mio. EUR bewertet, das KUV steht bei nur 0,6. Wenn die E-Mobilität auf zwei Rädern zum Mainstream wird, dann könnte die Aktie von Accell durchaus deutlich höher steigen.

Ich möchte die Aktie daher noch nicht verkaufen, sondern sichere unseren bisherigen Kurserfolg (Buchgewinn ist nichts wert!) mit einem Stopp Loss bei 23 Euro ab. Damit trage ich auch dem Umstand Rechnung, dass Accell „nur” eine Spekulation ist und ich sehr schwer an verlässliche Informationen über das holländische Unternehmen komme.


ServiceNow
Verkaufen, Gewinn sichern

Fr, 04. September um 15:55 Uhr
Hmm, auf der Suche nach weiteren Kandidaten, die wir noch verkaufen können, bleibt eigentlich nur noch ServiceNow. Bei allem Zukunftsoptimismus, die Position ist super gelaufen und ich möchte im Falle eines stärkeren Rücksetzers nicht mit zu viel Aktienpositionen erwischt werden.

Daher würde ich heute die Position in ServiceNow auflösen, Gewinne sichern und in der nächsten Woche schauen, welche Positionen wir als Nächstes in unser Portfolio holen.



07. Übersicht HT-Portfolio

HT-Perf20200904
Abbildung 2: HT-Perf20200904

Portfoliostruktur20200904
Abbildung 3: Portfoliostruktur20200904


Anmerkungen:
- Die Überschrift über jedem Portfoliobereich in der jeweiligen ersten Spalte (bspw. Absicherung (≈20%) =21,8%) bedeutet: Der beabsichtigte Anteil dieses Portfoliobereichs am Gesamtportfolio beträgt ungefähr 20%. Aktuell beträgt der Anteil 21,8%.
- Die dritte Spalte zeigt die Schlusskurse von Donnerstagabend.
- Unter „Woche” steht die Veränderung im Vergleich zur Vorwoche.
- Unter „Σ 'XX Δ” steht das Ergebnis der Position seit Jahresbeginn bzw. seit Aufnahme ins Portfolio.
- Unter „Anteil” finden Sie den Anteil der jeweiligen Position am Gesamtdepot.

Unter ! steht zur Information meine Grundtendenz:

ATop-Aktie mit günstigem Kurs, 
BKursrücksetzer zum Kaufen nutzen 
CKurssprünge zum Verkaufen nutzen, 
Dbei Gelegenheit Verkaufen, 
ESofort Verkaufen 


Die „Gelegenheit” zum Kaufen oder Verkaufen wird sodann kurzfristig von mir per Update an Sie bekanntgegeben.

Ich habe diese Spalte „!” insbesondere für neue Kunden vorgesehen, die zu einem späteren Zeitpunkt wissen wollen, ob ich die Position noch zukaufen würde, wenn ich beispielsweise darin nicht schon voll investiert wäre. Zukaufen würde ich jeweils jedoch niemals zu Höchstkursen, sondern stets nur nach kurzfristigen Kursrückschlägen von mindestens 5-7%.

Kauffolge: Je spekulativer, desto aggressiver würde ich kaufen und verkaufen. Derzeit verwende ich die folgenden Schritte:
- Dividenden- & Wachstumspositionen in drei Schritten aufbauen: 25%-25%-50%,
- Zyklische Positionen in zwei Schritten aufbauen: 50%-50%,
- Spekulative Positionen ganz oder gar nicht: 100%.

Stopp Loss Limits, Verkaufslimits und ähnliche Aktionsmarken verwalte ich aktiv in meinem System und ändere ich unter der Woche mehrfach, fast täglich. Eine Veröffentlichung der entsprechenden Limits ist in der Regel nicht sinnvoll, allenfalls Stopp Loss Marken für unseren Spekulationen werde ich bisweilen im Text bekanntgeben.

Eine erfolgreiche Börsenwoche,
take share

Stephan Heibel

http://heibel-ticker.de


mailto:info/at/heibel-ticker/./de



08. Disclaimer / Haftungsausschluss und Risikohinweise

Wer un- oder überpersönliche Schreib- oder Redeweisen nachmacht oder verfälscht oder nachgemachte oder verfälschte un- oder überpersönliche Schreib- oder Redeweisen in Umlauf setzt, wird mit Lust-, manchmal auch mit Erkenntnisgewinn belohnt; und wenn alles gut geht, fällt davon sogar etwas für Sie ab. (frei nach Robert Gernhardt)

Wir recherchieren sorgfältig und richten uns selber nach unseren Anlageideen. Für unsere eigenen Transaktionen befolgen wir Compliance Regeln, die auf unsere eigene Initiative von der BaFin abgesegnet wurden. Dennoch müssen wir jegliche Regressansprüche ausschließen, die aus der Verwendung der Inhalte des Heibel-Tickers entstehen könnten.

Die Inhalte des Heibel-Tickers spiegeln unsere Meinung wider. Sie stellen keine Beratung, schon gar keine Anlageempfehlungen dar.

Die Börse ist ein komplexes Gebilde mit eigenen Regeln. Anlageentscheidungen sollten nur von Anlegern mit entsprechenden Kenntnissen und Erfahrungen vorgenommen werden. Anleger, die kein tiefgreifendes Know-how über die Börse besitzen, sollten unbedingt vor einer Anlageentscheidung die eigene Hausbank oder einen Vermögensverwalter konsultieren.

Die Verwendung der Inhalte dieses Heibel-Tickers erfolgt auf eigene Gefahr. Die Geldanlage an der Börse beinhaltet das Risiko enormer Verluste bis hin zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals.

Quellen:
Kurse: Deutsche Kurse von comdirect.de, Goldbarren & Münzen von proaurum.de, US-Kurse von finance.yahoo.com. Alle Kurse sind Schlusskurse vom Donnerstag sofern nichts Gegenteiliges vermerkt ist.
Bilanzdaten: Comdirect, Yahoo! Finance sowie Geschäftsberichte der Unternehmen
Informationsquellen: dpa-AFX, Aktiencheck, Yahoo! Finance, TheStreet.com, IR-Abteilung der betreffenden Unternehmen



09. An-/Ab-/Ummeldung

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