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15.10.2021:



H E I B E L - T I C K E R    P L U S

B Ö R S E N B R I E F

- Einfach einen Tick besser -



DEUTSCHE BIBLIOTHEK : ISSN 1862-5436

16. Jahrgang - Ausgabe 41 (15.10.2021)
Erscheinungsweise: wöchentlich Freitag/Samstag



Die PDF-Version dieser Ausgabe steht Ihnen ab sofort im Archiv sowie unter dem folgenden Link zur Verfügung: https://www.heibel-ticker.de/downloads/htp211017.pdf



Im heutigen Börsenbrief lesen Sie:

01.Info-Kicker: In der Kürze steckt die Würze
02.So tickt die Börse: Inflationstreiber werden in Frage gestellt
 - Wochenperformance der wichtigsten Indizes
03.Sentiment: Erwartungsfreude
 - Interpretation
04.Ausblick: Fahrplan für die kommenden Wochen
05.Update beobachteter Werte: TeamViewer, Skyworks Solutions
 - TeamViewer: Brutaler Ausverkauf ist übertrieben
 - Skyworks Solutions: Prognosekürzung von Apple belastet
06.Übersicht HT-Portfolio
07.Disclaimer / Haftungsausschluss und Risikohinweise
08.An-/Ab-/Ummeldung



01. Info-Kicker: In der Kürze steckt die Würze

Liebe Börsenfreunde,

Einen Vorteil, den mir der Heibel-Ticker gegenüber anderen Publikationen schenkt, ist die Freiheit, die Klappe zu halten, wenn ich nichts zu sagen habe. Davon möchte ich heute Gebrauch machen: In den vergangenen Tagen war ich viel unterwegs und habe den Markt nur aus dem Augenwinkel beobachtet. Unser Portfolio war gut vorbereitet für die aktuelle Entwicklung und gravierend neue Erkenntnisse haben die vergangenen Tage nicht ergeben. Daher fasse ich mich heute kurz.

Im Kapitel 02 zeige ich kurz auf, welche Faktoren dafür verantwortlich sind, dass die Aktienmärkte von Weltuntergangsstimmung von vor zwei Wochen nun plötzlich voller Hoffnung sind.

Die Entwicklung des Anlegersentiments würde ich als gesund für die Märkte bezeichnen. Erwartungsfreude ist mit niedriger Investitionsquote untermauert. Die Details dazu lesen Sie in Kapitel 03.

Auch der heutige Ausblick (Kapitel 04) bleibt kurz, ich gebe Ihnen meinen Aktienmarkt-Fahrplan für die kommenden Wochen bis zur Weihnachtszeit.

Bitte lesen Sie die beiden Updates, die ich in der abgelaufenen Woche verfasst habe. Sie sind in Kapitel 05 abgedruckt.

Wie immer finden Sie eine tabellarische Übersicht über unsere Positionen in Kapitel 06.

Nun wünsche ich eine anregende Lektüre,

take share, Ihr Börsenschreibel

Stephan Heibel

Chefredakteur und Herausgeber des Heibel-Ticker Börsenbriefs




02. So tickt die Börse: Inflationstreiber werden in Frage gestellt

In der abgelaufenen Woche ging es kräftigt nach oben. Die Probleme, die noch in der Vorwoche für fallende Kurse gesorgt hatten, wurden plötzlich als „beherrschbar” betrachtet.

Vor dem Hafen von San Francisco warten 61 Containerschiffe darauf, endlich ihre Ladung löschen zu können. Eigentlich ist das eine Katastrophe. Doch nun machten Berichte die Runde, dass man im Hafen völlig entspannt war und noch nicht einmal Sonderschichten eingelegt habe. Nun wurde der Betrieb auf 24/7 umgestellt und Zuversicht macht sich breit, dass der Stau in absehbarer Zeit aufgelöst werden könne.

Der Ölpreis ist über 80 USD/Fass Brent (Nordseeöl) gesprungen und die OPEC+ unternahm bei ihrem kürzlich einberufenen Online-Treffen keine Aktivitäten, die Ölförderung zu steigern, um der Knappheit entgegen zu wirken. Doch diese Wochen kursierten nun plötzlich Berichte, dass der Ölpreis seit Jahren jährlich Mitte Oktober sein Jahreshoch erreiche, und dass die Nachfrage zum Ende des Jahres abnehmen werde.

Selbst Corona liefert positive Aspekte: blieben bis vor kurzem noch viele Menschen dem Arbeitsmarkt fern, so wird nun beobachtet, dass wieder mehr frische Arbeitskräfte dem Markt zur Verfügung stehen. Die Angst vor einer Ansteckung an einem Arbeitsplatz, die bislang noch viele potentielle Arbeitskräfte davon abgehalten hat, sich wieder um Arbeit zu bemühen, scheint abzunehmen.

Und so sind auf einmal drei wesentliche Inflationstreiber in Frage gestellt. Vielleicht, so die aufkeimende Hoffnung, klappt es ja doch mit der Konjunkturerholung, die direkt in einen Nachholeffekt übergeht, der für nachhaltig deutliches Wachstum sorgt.

Schauen wir mal, wie sich diese Aspekte auf die wichtigsten Indikatoren im Wochenvergleich ausgewirkt haben:

WOCHENPERFORMANCE DER WICHTIGSTEN INDIZES


INDIZES7.10.21Woche ΔΣ '21 Δ
Dow Jones34.755 1,9%14,0%
DAX15.239 0,5%11,1%
Nikkei28.049 -2,5%2,2%
Shanghai A 3.765 0,7%5,2%
Euro/US-Dollar1,16-0,3%-5,9%
Euro/Yen129,410,5%2,1%
10-Jahres-US-Anleihe1,57%0,090,64
Umlaufrendite Dt-0,28%0,030,28
Feinunze Gold$1.759 -0,2%-6,6%
Fass Brent Öl$82,67 5,3%60,9%
Kupfer$9.153 0,0%16,7%
Baltic Dry Shipping$5.202 0,7%280,8%
Bitcoin$55.498 17,3%97,1%








03. Sentiment: Erwartungsfreude

Der DAX ist in der abgelaufenen Woche um über 2% angesprungen. Hoffnung keimt auf, unterstützt von positiven Q-Zahlen aus dem Bankensektor.

So ist das Anlegersentiment sprunghaft auf 2,3 angestiegen. Binnen zwei Wochen hat sich damit die extreme Niedergeschlagenheit vollständig aufgelöst.

Auch die starke Verunsicherung ist verflogen, die Selbstgefälligkeit ist auf einen Wert von 0,2% angestiegen. Zufriedenheit ist noch nicht zu erkennen, dazu ist die Marktsituation noch zu fragil.

Doch die Zukunftserwartung bleibt kontinuierlich auf einem hohen Niveau von aktuell 4,6. Mit einer kurzen Unterbrechung messen wir extremen Optimismus nun bereits seit sechs Wochen.

Und so steigt auch die Investitionsbereitschaft weiter kontinuierlich an. Einen Wert von 2,8, wie wir ihn in dieser Woche messen, haben wir seit November vergangenen Jahres nicht mehr gesehen.

Das Euwax-Sentiment der Privatanleger notiert mit einem Wert von 2 im neutralen Bereich. Privatanleger warten die Richtungsentscheidung ab, bevor sie ihr Depot für die nächste Marktphase ausrichten.

Das Put/Call-Verhältnis der CBOE zeigt moderate Absicherungspositionen an.

US-Fondsmanager haben ihre Investitionsquote leicht auf 64% zurück gefahren. Auf Jahressicht sind sie damit eher untergewichtet.

Bei den US-Privatanlegern haben die Bullen wieder das Zepter übernommen, 38% erwarten steigende Kurse. Doch die Bullen haben damit nur ein leichtes Übergewicht.

Der technische Angst und Gier Indikator des S&P 500 zeigt mit einem Wert von 39% eine neutrale Marktverfassung an.

INTERPRETATION

Seit mehreren Monaten pendeln die Aktienmärkte nun bereits seitwärts. Zwischenzeitlich kam immer wieder die Befürchtung auf, wir könnten eine Top-Bildung sehen und in eine stärkere Baisse geraten. Doch die relevanten charttechnischen Unterstützungen hielten und nun hat es den Anschein, dass die Aktienmärkte ausreichend Luft geholt haben, um gen Norden auszubrechen.

Erleichterung macht sich unter den Anlegern breit, und Erwartungsfreude auf die anstehende positive Marktphase. Da gibt es aus Sicht der Sentimentanalyse keine eklatanten Stimmungsungleichgewichte, die den Markt für die eine, oder für die andere Richtung anfällig machen würden. Entspannt wartet man auf die neue Richtung, ohne zu stark investiert zu sein.

Ich halte das für eine recht gesunde Marktverfassung. Dies schließt ein abermaliges Abtauchen zwar nicht aus, liefert aber ausreichend Argumente, um eventuelle Rückschläge für Zukäufe zu nutzen.



04. Ausblick: Fahrplan für die kommenden Wochen

Die Schwarzmalerei hatte in den vergangenen Wochen Überhand gewonnen. Die nun aufkeimende Hoffnung, dass die Probleme zu beherrschen sind, halte ich für gesund - wenngleich eine Skepsis hinsichtlich einiger Branchen weiterhin angebracht ist.

So könnte ich mir durchaus vorstellen, dass die Rohstoffmärkte überhitzt sind. Eine Abkühlung auf den Energiemärkten, sowie bei den vielen anderen Rohstoffen, die wir in den vergangenen Wochen immer wieder besprochen haben, würde der Konjunktur Auftrieb geben. Es bleibt also bei der Einschätzung vom Frühjahr, dass die nächste Börsenhausse auch von konjunktursensiblen Industrietiteln mitgetragen wird.

Hinsichtlich der Inflationsängste wird sich vermutlich die Schwarz/Weiß-Malerei mit Grautönen beschäftigen müssen: Wir werden weder eine galoppierende Inflation sehen, noch eine Rückkehr unter die 2%. Vielleicht sollten wir uns schon einmal darauf einstellen, dass eine Inflation zwischen 2 und 5% künftig als normal betrachtet werden könnte.

Die globalen Logistikprobleme haben dazu geführt, dass Unternehmen ihre Lagerbestände auffüllen, um etwaige Durststrecken besser durchstehen zu können. Höhere Lagerbestände schlagen sich in der Bilanz durch ein höheres Working Capital aus, also mehr Kapital ist im Produktionsprozess eingesetzt. Die schlanken Bilanzen der Vergangenheit geben das häufig nicht her, Unternehmen müssen bei den Banken ihre Kreditlinien erhöhen.

Davon profitieren natürlich die Banken, die meiner Einschätzung nach in den kommenden Monaten zu den Gewinnern gehören werden.

Ich warte zwar bereits den gesamte Sommer darauf, dass diese Seitwärtsbewegung endlich endet. Nun habe ich meine Erwartung der Realität angepasst: Ich gehe nun davon aus, dass wir ab Anfang November eine Fortsetzung der Rallye sehen werden. Mit aktuell knapp 20% Cash haben wir noch reichlich Liquidität, die wir in den kommenden zwei Wochen gezielt einsetzen können. Vielleicht kommen ja nochmals Rückschläge in unseren Favoriten, die wir nutzen können. Andernfalls habe ich mir vorgenommen, die Cash-Position bis Ende Oktober deutlich, wenn nicht gar vollständig, herunterzufahren. Anfang November könnte es meinen Träumen zufolge dann nochmals kräftige Kurssteigerungen geben, bevor wir dann moderat freundlich in die Weihnachtszeit gehen.



05. Update beobachteter Werte: TeamViewer, Skyworks Solutions

Bitte beachten Sie auch den Kundenbereich auf meiner Internetseite unter www.heibel-ticker.de -> Portfolio -> 10 neueste Einträge. Dort finden Sie aktuelle Charts mit meinen jeweils aktualisierten Einschätzungen.

==========

Im Wochenverlauf habe ich zu mehreren Titeln Anmerkungen im Kundenbereich der Webseiten verfasst.


TeamViewer
Brutaler Ausverkauf ist übertrieben

Mi, 13. Oktober um 10:14 Uhr
Inzwischen „wissen“ wir, warum TeamViewer so heftig ausverkauft wurde. Doch nichts davon war wirklich neu: Das Management lebt über seine Verhältnisse und hat zu optimistische Annahmen hinsichtlich der Transformation und Verdienstmöglichkeiten gemacht. All das wurde nun einem Reset unterworfen, das Vertrauen in das Management ist beschädigt und Anleger flüchten aus der Aktie, als sei sie die nächste Wirecard oder Northern Data.

Im Rahmen des Börsengangs hat sich das Management Aktienoptionen eingeräumt, die bis in das aktuelle Jahr hinein die Gewinn und Verlust Rechnung mit einem zweistelligen Millionenbetrag belasten. Heftig, vielleicht sogar maßlos, aber nicht permanent, sondern nach 2021 wird das nicht mehr vorkommen. Der Gewinn wird also im kommenden Jahr allein durch den Wegfall dieser Belastung deutlich steigen.

Die Analysten, die sich beschwert haben, dass die Aktienoptionen zu hoch waren, beschweren sich nun, dass der Gewinn nur durch den Wegfall dieser Optionen so stark ansteigen wird. Ja, da ist was dran: Wir wollen gerne ein hohes Gewinnwachstum aus dem Kerngeschäft heraus sehen. Under Gewinn (EBIT) soll im Jahr 2022 um 55 Mio. EUR anwachsen. Wenn ein guter Teil davon auf den Wegfall der Managementoptionen zurückzuführen ist, dann ist das wirklich nicht berühmt. Aber das Umsatzwachstum wird auch nach der Prognosekürzung auf 20% p.a. geschätzt und qualifiziert TeamViewer weiterhin als Wachstumsaktie. Auch wenn das Wachstum derzeit teuer erkauft ist, habe ich Vertrauen in das Geschäftsmodell, dass sich damit später eine gute Gewinnmarge umsetzen lässt.

Ein weiterer Vorwurf ist das Sponsoring: Für Manchester United, die gerade Ronaldo in ihr Team geholt haben, legt TeamViewer 50-60 Mio. Euro pro Jahr auf den Tisch. Für den Formel 1 Rennstall von Mercedes wurde im Merz ebenfalls ein vermutlich ähnlich kostspieliger Sponsoring-Vertrag auf fünf Jahre geschlossen.

Für einen Konzern mit 500 Mio. Euro erwartetem Jahresumsatz sind das schon ordentliche Summen, finde ich. Der Vorwurf der Maßlosigkeit, den sich CEO Oliver Steil seit vielen Monaten immer wieder anhören muss, scheint nicht ganz aus der Welt gegriffen zu sein.

Doch all das ist seit März 2021 bekannt. Neu an der Prognosesenkung war, dass die Maßnahmen nicht zu dem gewünschten Umsatzwachstum führen: Die Konversion von Nutzern der frei verfügbaren Version in zahlende Kunden findet nicht in dem erwarteten Maße statt. Im Gegenteil, in einigen Regionen ging die Kundenzahl sogar zurück. Und der Umsatz je Kunde wächst ebenfalls nicht in dem gewünschten Maße, das “Upselling” funktioniert also nicht.

Hierfür kann es drei Gründe geben: Entweder der Dienst ist schlecht, oder aber schlechter als andere, oder überflüssig.

Schlecht ist der Dienst nicht. Ich nutze die Fernzugriffsoftware seit langem und komme gut damit klar. Die Software ist zuverlässig und intuitiv bedienbar. Ich habe einmal den technischen Support kontaktiert, erhielt eine Antwort und wurde anschließend vom gleichen Mitarbeiter nochmals angerufen, weil er tiefergehende Fragen zum Hintergrund meiner Anfrage hatte. Das hört sich für mich nach einer soliden Vorgehensweise an.

Schlechter als andere? Nun, ich kenne nicht den gesamten Markt, aber ich habe nicht über einen Dienst gehört, der Dinge kann, was TeamViewer nicht kann.

Überflüssig? Nun, anders formuliert könnte man meinen, es ist nichts Besonderes mehr. Andere könnten einen ähnlich guten Dienst anbieten. Da fällt mir als erstes Zoom Video ein, die jedoch keine entsprechende Zugangssoftware haben. Ein eigener VPN-Zugang? Ist weiterhin komplex und schwer umzusetzen.

Mein Fazit ist, dass TeamViewer durchaus ein Produkt hat, mit dem der Konzern eine lukrative Nische besetzen kann. In der Corona-Zeit mussten Investitionen getätigt werden, die sich erst später in Wachstum wandeln lassen. Gleichzeitig hat der CEO des Unternehmens einen Anflug an Größenwahn erlebt. Das hat dem Unternehmen geschadet, die Aktie ist daher inzwischen von ihrem Hoch bei 50 Euro auf 14 Euro zurück gekommen und liegt damit unter dem IPO-Preis. Ich hatte mir zuvor einen Kurs von 23 Euro notiert, ab dem ich die Aktie attraktiv fand. Wir haben zu 18,26 Euro gekauft, vielleicht ein wenig zu früh aber auf Sicht von einigen Monaten meiner Ansicht nach günstig.

Dass sich TeamViewer als Luftschloss wie Wirecard oder Northern Data entpuppen könnte, fürchte ich nicht. Daher sollte die Aktie sich von dem übertriebenen Ausverkauf schon bald wieder erholen.

Am 2. November hat CEO Oliver Steil zu einem Analystentag eingeladen. Er wird dort auf die aktuellen Probleme eingehen und muss aufzeigen, die Konversion und Upselling in der Zukunft verbessert werden können. Ich bin gespannt.


Skyworks Solutions
Prognosekürzung von Apple belastet

Mi, 13. Oktober um 10:28 Uhr
Apple hat gestern die Absatzprognose für iPhones gekürzt. Der Grund sind fehlende Chips von Texas Instruments und Broadcom. Alle Apple Zulieferer, wie also auch Skyworks, wurden im Anschluss ausverkauft, die Aktie notiert aktuell bei -2,3%.

In meinen Augen werden hier zwei Dinge falsch gedeutet: Zum einen handelt es sich um eine Prognosekürzung, nicht jedoch zu um eine Produktionskürzung. Apple behält die Produktionskapazitäten unvermindert bei.Und zum anderen ist der Grund eine Chip-Knappheit, nicht jedoch eine schwächelnden Nachfrage. Die Produktionskapazitäten werden also nicht angefasst.

Wenn weniger produziert werden kann, als nachgefragt werden, dann wird nach meinem volkswirtschaftlichen Verständnis das Ungleichgewicht über den Preis ausgeglichen. Ob Apple also durch diese Prognosekürzung weniger Gewinn machen wird, bleibt abzuwarten.

Natürlich wird Skyworks entsprechend ebenfalls weniger Chips an Apple verkaufen können, wenn nicht so viele iPhones produziert werden. Aber auch hier gilt: Es handelt sich um eine Verzögerung, die meiner Einschätzung nach irgendwann aufgeholt wird. Apple-Kunden werden gerne ein paar Wochen länger auf ihr neues iPhone warten. Die Alternative, zu einem Android-Smartphone zu wechseln, ist für die Wenigsten eine Option.

Entsprechend betrachte ich die Kursschwäche bei Skyworks als Kaufgelegenheit. Wir haben eine halbe Position. Ich würde jedoch aktuell noch nicht nachfassen.

Denn: Ich gehe derzeit davon aus, dass dieser Zottelmarkt bis zum Ende des Monats anhalten wird. Einzelne Titel werden nochmals unter Druck geraten. Andere werden sich kurzzeitig erholen. Aber eine neue Richtung (vorzugsweise gen Norden) wird sich mMn erst im November durchsetzen. Bis dahin bleibe ich sehr selektiv mit weiteren Zukäufen.

Wir brauchen in den kommenden Tagen das, was die wenigsten professionellen Anleger haben: Geduld. Als Privatanleger können wir es uns leisten, einen Gang raus zu nehmen und abzuwarten. Wir sollten diese Freiheit nutzen.



06. Übersicht HT-Portfolio


Spekulation (≈20%) =4,5%WKN7.10.21Woche ΔΣ '21 ΔAnteil 8x2,5%!C19
TUITUI13,52 €-11%-6%1,7%B -
Barrick GoldETR:ABR16,15 €5%-2%2,8%A0







Wachstum (≈35%) =32,5%WKN7.10.21Woche ΔΣ '21 ΔAnteil 5x7%!
BB BiotechETR:BBZA75,55 €0%11%5,9%B+
SpotifyETR:639203,40 €4%-22%3,6%B+
Wheaton Precious MetalsETR:SII32,90 €3%-2%6,8%B+
AirbusETR:AIR113,76 €-2%25%3,2%C -
MediosETR:ILM136,05 €4%2%3,2%C0
Skyworks SolutionsSWKS140,27 €0%-6%3,1%B +
FlatexETR:FTK18,39 €1%0%3,2%A +
BioNTechBNTX215,40 €3%6%3,6%A +








Dividende (≈30%) = 21%WKN7.10.21Woche ΔΣ '21 ΔAnteil 4x7,5%!
FreenetETR:FNTN22,39 €-1%30%3,7%C -
Deutsche PostETR:DPW53,19 €-2%31%6,6%C+
Munich ReETR:MUV2242,00 €2%0%7,2%C-
BASFETR:BAS63,41 €-2%-2%3,3%B+








Absicherung (≈15%) =22,5%WKN7.10.21Woche ΔΣ '21 ΔAnteil 2x7,5%!
Goldbarren 150 gr100 gr.4.846,00 €0%-1%6,4%A+
Südzucker-AnleiheA0E6FU90,02%0%17%5,5%B+
BitcoinNuri47.984,00 €18%34%10,6%A+





Cashquote

Σ-Portfolio Ergebnis seit 2021

2%14%19,5%


Heibel-Ticker
GewichtungAnzahl Positionenangestrebte Positionsgröße
PortfolioZielSollIstSollIst
SpekulationEreignis20%4,5%832,5%
WachstumEnkelkinder35%32,5%587,0%
DividendeUrlaub30%21%447,5%
AbsicherungZins & Gold15%22,5%237,5%
Summe
100%80,5%1918100%


Anmerkungen:
- Die Überschrift über jedem Portfoliobereich in der jeweiligen ersten Spalte (bspw. Absicherung (≈20%) =21,8%) bedeutet: Der beabsichtigte Anteil dieses Portfoliobereichs am Gesamtportfolio beträgt ungefähr 20%. Aktuell beträgt der Anteil 21,8%.
- Die dritte Spalte zeigt die Schlusskurse von Donnerstagabend.
- Unter „Woche” steht die Veränderung im Vergleich zur Vorwoche.
- Unter „Σ 'XX Δ” steht das Ergebnis der Position seit Jahresbeginn bzw. seit Aufnahme ins Portfolio.
- Unter „Anteil” finden Sie den Anteil der jeweiligen Position am Gesamtdepot.

Unter ! steht zur Information meine Grundtendenz:

ATop-Aktie mit günstigem Kurs, 
BKursrücksetzer zum Kaufen nutzen 
CKurssprünge zum Verkaufen nutzen, 
Dbei Gelegenheit Verkaufen, 
ESofort Verkaufen 


Die „Gelegenheit” zum Kaufen oder Verkaufen wird sodann kurzfristig von mir per Update an Sie bekanntgegeben.

Ich habe diese Spalte „!” insbesondere für neue Kunden vorgesehen, die zu einem späteren Zeitpunkt wissen wollen, ob ich die Position noch zukaufen würde, wenn ich beispielsweise darin nicht schon voll investiert wäre. Zukaufen würde ich jeweils jedoch niemals zu Höchstkursen, sondern stets nur nach kurzfristigen Kursrückschlägen von mindestens 5-7%.

Kauffolge: Je spekulativer, desto aggressiver würde ich kaufen und verkaufen. Derzeit verwende ich die folgenden Schritte:
- Dividenden- + Wachstumspositionen in drei Schritten aufbauen: 25%-25%-50%,
- Zyklische Positionen in zwei Schritten aufbauen: 50%-50%,
- Spekulative Positionen ganz oder gar nicht: 100%.

Stopp Loss Limits, Verkaufslimits und ähnliche Aktionsmarken verwalte ich aktiv in meinem System und ändere ich unter der Woche mehrfach, fast täglich. Eine Veröffentlichung der entsprechenden Limits ist in der Regel nicht sinnvoll, allenfalls Stopp Loss Marken für unseren Spekulationen werde ich bisweilen im Text bekanntgeben.

Eine erfolgreiche Börsenwoche,
take share

Stephan Heibel
Chefredakteur und Herausgeber des Heibel-Ticker Börsenbriefs

https://www.heibel-ticker.de


mailto:info/at/heibel-ticker/./de



07. Disclaimer / Haftungsausschluss und Risikohinweise

Wer un- oder überpersönliche Schreib- oder Redeweisen nachmacht oder verfälscht oder nachgemachte oder verfälschte un- oder überpersönliche Schreib- oder Redeweisen in Umlauf setzt, wird mit Lust-, manchmal auch mit Erkenntnisgewinn belohnt; und wenn alles gut geht, fällt davon sogar etwas für Sie ab. (frei nach Robert Gernhardt)

Wir recherchieren sorgfältig und richten uns selber nach unseren Anlageideen. Für unsere eigenen Transaktionen befolgen wir Compliance Regeln, die auf unsere eigene Initiative von der BaFin abgesegnet wurden. Dennoch müssen wir jegliche Regressansprüche ausschließen, die aus der Verwendung der Inhalte des Heibel-Tickers entstehen könnten.

Die Inhalte des Heibel-Tickers spiegeln unsere Meinung wider. Sie stellen keine Beratung, schon gar keine Anlageempfehlungen dar.

Die Börse ist ein komplexes Gebilde mit eigenen Regeln. Anlageentscheidungen sollten nur von Anlegern mit entsprechenden Kenntnissen und Erfahrungen vorgenommen werden. Anleger, die kein tiefgreifendes Know-how über die Börse besitzen, sollten unbedingt vor einer Anlageentscheidung die eigene Hausbank oder einen Vermögensverwalter konsultieren.

Die Verwendung der Inhalte dieses Heibel-Tickers erfolgt auf eigene Gefahr. Die Geldanlage an der Börse beinhaltet das Risiko enormer Verluste bis hin zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals.

Quellen:
Kurse: Deutsche Kurse von comdirect.de, Goldbarren & Münzen von proaurum.de, US-Kurse von finance.yahoo.com. Alle Kurse sind Schlusskurse vom Donnerstag sofern nichts Gegenteiliges vermerkt ist.
Bilanzdaten: Comdirect, Yahoo! Finance sowie Geschäftsberichte der Unternehmen
Informationsquellen: dpa-AFX, Aktiencheck, Yahoo! Finance, TheStreet.com, IR-Abteilung der betreffenden Unternehmen



08. An-/Ab-/Ummeldung

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