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Heibel-Ticker 22/50 - 6,3% Inflation im Euroraum 2023

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16.12.2022:



H E I B E L - T I C K E R    S T A N D A R D

B Ö R S E N B R I E F

- Einfach einen Tick besser -



DEUTSCHE BIBLIOTHEK : ISSN 1862-5428

17. Jahrgang - Ausgabe 50 (16.12.2022)
Erscheinungsweise: wöchentlich Freitag/Samstag



Die PDF-Version dieser Ausgabe steht Ihnen ab sofort im Archiv sowie unter dem folgenden Link zur Verfügung: https://www.heibel-ticker.de/downloads/hts221218.pdf



Im heutigen Börsenbrief lesen Sie:

01.Info-Kicker: EZB Chefin Christina Lagarde verschreckt Anleger
02.So tickt die Börse: 6,3% Inflation im Euroraum 2023
 - Wochenperformance der wichtigsten Indizes
03.Sentiment: Weihnachtsrallye abgesagt
 -
04.Ausblick: Meine Einschätzung zu Siemens Energy, SMA Solar und First Solar
05.Update beobachteter Werte
 Kaufen
06.Übersicht HT-Portfolio
07.Disclaimer / Haftungsausschluss und Risikohinweise
08.An-/Ab-/Ummeldung



01. Info-Kicker: EZB Chefin Christina Lagarde verschreckt Anleger



Liebe Börsenfreunde,

Vielen Dank für die schöne Weihnachtsfeier, die ich mit Ihnen veranstalten durfte. Nach den Neuigkeiten bei unserer Sentiment-Umfrage animusX, unserer Blog-Seite Heibel-Unplugged und für den Heibel-Ticker habe ich bei einem Glas Wein zwei Anekdoten erzählt: Wie ich zum ersten Internetkunden in Deutschland wurde, sowie wie ich am 9. November 1989 am Brandenburger Tor auf der Berliner Mauer tanzte. Die Aufzeichnung davon ist unter https://www.youtube.com/@heibel-ticker verfügbar.

Die abgelaufene Woche hatte es in sich: Zuerst Jay Powell, dann Christine Lagarde haben die Leitzinsen für die USA bzw. Euroland um jeweils 0,5% angehoben. Während die US-Zinsanhebung noch gut verdaut wurde, führte die europäische Zinsentscheidung zu einem Ausverkauf. Warum das so lief, erläutere ich in Kapitel 02. Dort gebe ich auch schon einen kleinen Ausblick auf das Jahr 2023.

Aus der Sentimentanalyse vor einer Woche hatte ich einen starken Impuls für den Aktienmarkt sowie für den Ölpreis abgeleitet. Beides traf zu, der Aktienmarkt hatte seine schlechteste Woche seit Corona, der Ölpreis ist um 10% angesprungen. Was sich aus der heutigen Sentimentanalyse ableiten lässt, lesen Sie in Kapitel 03.

Siemens Energy, SMA Solar und First Solar sind drei Unternehmen, nach denen ich von Kunden immer wieder gefragt werde. Es hat den Anschein, dass Anleger im Bereich der regenerativen Energiegewinnung besonders große Chancen sehen. Ich habe mir die Aktien näher angeschaut. Meine Einschätzung dazu lesen Sie in Kapitel 04. Dort gebe ich auch einen konkreteren Ausblick auf erste Änderungen, mit denen wir uns auf das Börsenjahr 2023 vorbereiten.

Wie immer gibt es einige wichtige Updates in Kapitel 05. Im Kapitel 06 habe ich eine tabellarische Übersicht über den aktuellen Stand unseres Portfolios abgebildet.

Nun wünsche ich eine anregende Lektüre,

take share, Ihr Börsenschreibel

Stephan Heibel

Chefredakteur und Herausgeber des Heibel-Ticker Börsenbriefs




02. So tickt die Börse: 6,3% Inflation im Euroraum 2023



Am Mittwoch hat die US-Notenbank den Leitzins um 0,5% auf 4,25-4,5% angehoben. Fed-Chef Jay Powell machte deutlich, dass die Zinsanhebungen noch eine Weile andauern werden. Am Markt erwartet man nun eine Zielgröße von 5,1%, ich persönlich gehe von einem Ziel bei mindestens 5,5% aus. Auch machte Powell deutlich, dass ein hoher Leitzins uns für längere Zeit begleiten werde.

Wer vor einer Woche den Heibel-Ticker gelesen hat, der war genau auf diese Situation vorbereitet. Jay Powell hatte den Markt entsprechend vorbereitet und so enthielt die Zinsentscheidung keine Überraschung. Der Aktienmarkt reagierte kaum auf die Zinsanhebung in den USA.

Am gestrigen Donnerstag hob sodann auch die Europäische Zentralbank EZB den Leitzins um 0,5% an, das Zinsniveau steht nun bei 2,5%. EZB-Chefin Christine Lagarde führte im Anschluss aus, dass die Inflation aktuell höher sei, als man noch vor wenigen Wochen erwartet hatte. Sie erläuterte, dass der jüngst gesehene leichte Rückgang der Inflationsrate in der EU von 10,6% im Oktober auf 10,0% im November überwiegend auf den nachlassenden Preisdruck am Energiemarkt zurückzuführen sei. Der Preisdruck bei Nahrungsmitteln sowie in der gesamten Wirtschaft werde jedoch für einige Zeit anhalten.

Und so kommt die EZB nun auf eine Inflationserwartung für 2023 von 6,3%. Ich möchte daran erinnern, dass Christine Lagarde noch Anfang des Jahres die Inflation als vorübergehend bezeichnete und erste Zinsschritte erst Mitte des Jahres (21. Juli) einleitete. Wenn es die Aufgabe der EZB ist, die Inflation im Euroraum bei 2% zu halten, dann hat sie ihr Ziel verfehlt.

In den USA begann Jay Powell am 16. März, den Leitzins anzuheben. Auch Powell wird vorgeworfen, zu spät mit Zinsanhebungen begonnen zu haben. Ich möchte Powell jedoch in Schutz nehmen: Im vergangenen Winter war die Wirtschaft noch stark von Lockdowns, Lieferkettenproblemen und weiteren Einschränkungen durch Coronamaßnahmen belastet. Die Politik schüttete Stimuli aus, um Unternehmen und Bürgern zu helfen. Es schwelte permanent die Gefahr einer massiven Ausweitung der Lockdowns, hätte sich das Infektionsgeschehen stärker ausgebreitet. Vor dem Hintergrund dieser Gefahr hätten sich Zinsanhebungen im vergangenen Winter als vorschnell erweisen können und so musste Powell abwarten. Doch sobald sich abzeichnete, dass die schlimmsten Befürchtungen nicht eintraten, begann er konsequent mit Zinsanhebungen und schraubte mit insgesamt vier Jumboschritten (0,75%) das Leitzinsniveau schneller nach oben als irgendwann sonst in den vergangenen vierzig Jahren.

Um es kurz zu machen: Jay Powell ist für mich ein Held, der gegen politischen Widerstand und gegen Mainstream Medien die Erfahrung der Geschichte (1965-1982) auf die Gegenwart anwendet und konsequent handelt. Für die USA erwarte ich im kommenden Jahr einen deutlich abgeschwächten Inflationsdruck und vermutlich eine kurze Rezession.

Christine Lagarde hat uns gestern mitgeteilt, dass die Inflation nur langsam zurückgehen wird: Nach 8,4% im laufenden Jahr 2022 erwartet die EZB 6,3% für 2023 und dann noch immer 3,4% für 2024. Wenn Sie also 2022 mit 10.000 Euro auf dem Konto gestartet haben, dann wird dieses Geld bis Ende 2024 nur noch eine Kaufkraft von 8.393 Euro haben. Wer seine Rente aus einem Kapitalstock bestreiten möchte, kann seine Kaufkraft mit mageren 2% nicht erhalten. Wie schön waren doch die Zeiten, als unser Geld im Nullzinsumfeld wenigstens nicht so schnell seinen Wert verlor.

Ein wesentlicher Unterschied zwischen Powell und Lagarde ist auch die Kommunikation: Powell hatte den Finanzmarkt auf die jüngste Zinsentscheidung gut vorbereitet, es gab kaum Kursausschläge in Folge der Zinsentscheidung. Lagarde hingegen überraschte nun mit ihrem Eingeständnis, dass die Inflation nun doch nicht so leicht verschwinden werde. Der DAX rauschte gestern um 3,3% in den Keller.

Damit sind wir schon beim Ausblick auf das Jahr 2023: Eine anhaltend hohe Inflationsrate dürfte viele Anleger überraschen, die auf ein schnelles Einlenken der Notenbanken gesetzt haben. Wir werden also noch eine Reihe von Zinsanhebungen sehen, sowohl in den USA als auch in Europa und das wird das Zinsniveau insgesamt weiter nach oben schrauben. Darunter werden insbesondere Wachstumstitel leiden.

Im Jahr 2022 wurden gerade die Wachstumsaktien ausverkauft und einige glauben nun, dass der Ausverkauf übertrieben war. Doch wenn ich mir vor Augen führe, dass wir eine Liquiditätsflutung historischen Ausmaßes hinter uns haben, würde ich nicht darauf setzen, dass diese Liquiditätsflutung bereits durch ein paar Zinsschritte ausgeglichen wurde.

Die Fed, und vielleicht später auch die EZB, wollen Vermögenswerte vernichten, die durch die Liquiditätsflutung entstanden waren: Über 200 verschiedene Krytowährungen und Token, die wie private Währungen undurchsichtig sind, von einzelnen gepuscht werden und keinerlei staatlicher Regulierung unterliegen, müssen verschwinden.

Ich verwende gerne den Vergleich zur Internetblase um die Jahrtausendwende. Auch damals gab es hunderte Internetunternehmen ohne Gewinn, teilweise ohne Umsatz, mit schwindelerregenden Bewertungsmultipels. Nur eine Handvoll davon blieb nach drei Jahren Bärenmarkt in diesem Sektor übrig. Ich gehe davon aus, dass Bitcoin und Ethereum übrig bleiben, sicherlich noch ein paar andere. Doch wenn wir erst ein Jahr hinter uns haben, dann könnte die Bereinigung noch weitere zwei Jahre in Anspruch nehmen. In dieser Zeit werden alle Kryptowährungen weiter gen Süden segeln, also auch der Bitcoin.

IPOs und SPACs fluteten die Finanzmärkte, ich habe darüber berichtet. Auch diese Unternehmen müssen zum größten Teil verschwinden. Und natürlich gibt es da noch die Gamestops und AMCs, die mit dem Schlachtruf "to da moon" (zum Mond) in die Höhe gejubelt wurden, obwohl sie mit einem untergehenden Geschäftsmodell operieren. GameStop war von 4 auf 80 USD katapultiert worden und notiert aktuell noch immer bei 20 USD, schreibt Verluste und beklagt einen rückläufigen Umsatz. Auch hier ist die Bereinigung noch nicht zu Ende.

Amazon hat in der Coronakrise über 1 Millionen neue Arbeitskräfte eingestellt. Arbeitskräfte, die nun in anderen Branchen fehlen. Nun, wo das Sonderwachstum DURCH Corona bei den einen, und wo das Sonderwachstum NACH Corona bei den anderen wieder abflaut, fressen die vielen Mitarbeiter den Gewinn vieler Unternehmen auf. Wir werden in den kommenden Monaten Entlassungswellen erleben, mit denen sich Unternehmen an ein langsameres Wachstum anpassen.

Amazon, Apple, Alphabet, Microsoft, Meta und Tesla sind über 6 Billionen US-Dollar wert. Die Megakonzerne haben dieses Jahr 30% bis 60% an Wert verloren und der eine oder andere Megakonzern sieht schon wieder günstig aus. Doch die Notenbanken vernichten derzeit Kapital: Krypto, SPACs, IPOs, Cloud, Chips, SaaS, Immobilien, ... ich könnte noch beliebig fortfahren. Mit welchem Geld können Anleger künftig Aktien kaufen? Nun, ich habe die Befürchtung, dass insbesondere institutionelle Anleger ihre Portfolios auf die neue Zeit anpassen müssen, mehr Dividendenaktien kaufen und mehr auf Fundamentaldaten achten. Doch um neue Titel zu kaufen, brauchen sie Cash, und das werden Sie aus den Megakonzernen holen und damit eine schnelle Erholung dieser Titel vermeiden. So, wie viele Bewertungen in den vergangenen Jahren nach oben eine Übertreibung erfuhren, so dürften viele Titel in den kommenden zwei Jahren eine Übertreibung nach unten erleben.

Seit Ende September haben wir eine Gegenbewegung im vorangegangenen Bärenmarkt gesehen. Dabei haben insbesondere diejenigen Aktien stark zugelegt, die zuvor stark ausverkauft wurden. Doch diese Aktien wurden ausverkauft, weil sie in einem Umfeld höherer Zinsen nicht mehr so gefragt sind. Im kommenden Jahr werden sich die fundamental günstigen Aktien sowie die Aktien mit soliden Dividenden in den Vordergrund spielen, während im Hintergrund Wachstumsaktien und Aktien mit hohen Bewertungen weiter unter Druck sein werden.

Dabei werden sich die verschiedenen Entwicklungen der beiden unterschiedlichen Bereiche im Jahresverlauf immer stärker voneinander trennen. Wir sind mit einem großen Teil unseres Portfolios frühzeitig in die neue Anlegerwelt eingestiegen und warten nun geduldig darauf, dass diese Aktien nicht mehr nur weniger verlieren als die Bereiche, die eine Bereinigung durchlaufen, sondern auch stärker ansteigen.

Soweit mal ein kleiner Ausblick auf das kommende Jahr. Einen ausführlichen Ausblick werde ich wie immer zum Jahreswechsel erstellen. Dabei werde ich zunächst das abgelaufene Jahr analysieren und unsere Transaktionen beurteilen, sowie aus Fehlern Änderungen für unser Portfolio ableiten. Anschließend werde ich dann die Jahresumfrage auswerten und aus den gefundenen Hinweisen ableiten, wie wir uns konkret für das Jahr 2023 verhalten und positionieren werden.

Die beiden Notenbanksitzungen dieser Woche waren so ziemlich die letzten wichtigen Ereignisse. Nun bereiten sich die meisten auf Weihnachten und den Jahreswechsel vor. Was ich für die kommenden drei Wochen an den Aktienmärkten erwarte, schreibe ich in Kapitel 04. Schauen wir nun einmal auf die Wochenentwicklung der wichtigsten Indizes:

Wochenperformance der wichtigsten Indizes




INDIZES15.12.22Woche ΔΣ '22 Δ
Dow Jones32.757 -2,8%-9,9%
DAX13.893 -3,3%-12,5%
Nikkei27.527 -1,3%-4,4%
Shanghai A 3.320 -1,2%-12,9%
Euro/US-Dollar1,060,6%-6,4%
Euro/Yen144,860,6%10,8%
10-Jahres-US-Anleihe3,49%-0,071,98
Umlaufrendite Dt2,18%0,372,46
Feinunze Gold$1.788 -0,6%-2,0%
Fass Brent Öl$79,41 5,3%0,8%
Kupfer$8.288 -3,3%-14,4%
Baltic Dry Shipping$1.528 10,3%-31,1%
Bitcoin$16.756 -2,2%-64,3%



Die Pleite der zweitgrößten Kryptobörse FTX hat die Kryptowelt in den Abgrund gerissen. Seither ist schon eine Reihe weiterer Firmen in die Insolvenz geschliddert, teils sogar als Kollateralschaden aus der FTX-Pleite. Nun hat die weltgrößte Kryptobörse Binance proaktiv Wirtschaftsprüfer ins Haus geholt, um die eigene Solvenz zu "beweisen".

Das Ergebnis war jedoch eher wischiwaschi. Der Bericht führte aus, dass die Bitcoin-Vermögenswerte von Binance um 3% niedriger seien als die Bitcoin-Verbindlichkeiten. Bei einem Bitcoin-Vermögen von rund 10 Mrd. USD beträgt also die Unterdeckung rund 300 Mio. USD. Anschließend wird dann vorgerechnet, dass Bitcoin im Wert von rund 370 Mio. USD gar nicht den Verbindlichkeiten zugerechnet werden sollten, da sie durch Sicherheiten für Krypto-Kredite gedeckt seien. Somit seien die Verbindlichkeiten von Binance zu 101% gedeckt.

Sieht auf den ersten Blick schön aus, doch die Kritik an dem Bericht ließ nicht lange auf sich warten: Wenn die Sicherheiten in Altcoins (alternativen Kryptowährungen) hinterlegt sind, dann dürften die Sicherheiten überproportional an Wert verloren haben, und auch für die Zukunft ist nicht gesichert, dass diese Altcoins kursschonend in Bitcoin oder US-Dollar gewechselt werden können. Zudem sei die Untersuchung sehr intransparent, andere Wirtschaftsprüfer sprechen von einer Reihe von Warnsignalen, die sie in dem Bericht ausgemacht haben.

Der gravierendste Vorwurf: Der Bericht habe nicht den Standardsatz des Wirtschaftsprüfers, dass sämtliche Zahlen vorgelegt wurden und man sich für die Berechnungen verbürge.

Ich fürchte, weiteres Ungemach am Kryptomarkt ist vorprogrammiert.




03. Sentiment: Weihnachtsrallye abgesagt



stimmungsumfrage Vor einer Woche titelte ich wie folgt: "Hochspannung unter Anlegern, explosive Ausgangslage am Aktien- und Ölmarkt".

Diese Woche ist der DAX um 3,5% eingebrochen. Der Ölpreis ist um 10% angesprungen. Die Spannungen haben sich, wie erwartet, in heftigen Kursbewegungen entladen. Ursächlich für den Kurseinbruch an den Aktienmärkten ist die EZB-Zinsentscheidung dieser Woche. Erstmals hat EZB-Chefin Christine Lagarde zugestanden, dass die Inflation nicht so einfach und von alleine verschwinden wird. Am Ölmarkt machten zwei Meldungen die Runde: Zum einen konnte Bloomberg nachweisen, dass russisches Öl auf Tankern in Richtung Asien unterwegs ist, nachdem Europa eine Preisobergrenze eingeführt hat. Zum anderen hat Goldman Sachs einen Rohstoffausblick für 2023 erstellt, in dem von Preisanstiegen von durchschnittlich 43% die Rede ist.

Schauen wir mal, wie sich die Anlegerstimmung nach der ereignisgetriebenen Entladung dieser Woche entwickelt hat.

Unser Anlegersentiment ist von -0,9% in der Vorwoche auf -5,0% gerutscht. Damit hat sich die leicht gute Laune aus dem November schon wieder in eine depressive Stimmung gewandelt. Das Jahr droht zu enden, wie es begann und wie es mit Ausnahme des Novembers durchgängig lief: Mit schlecht gelaunten Anlegern.

Auch die Verunsicherung ist wieder zurück, und zwar heftiger denn je. Unser Wert von -7,2% zeigt die größte Verunsicherung seit dem Juni dieses Jahres.

Immerhin kommt leichter Zukunftsoptimismus auf, die Zukunftserwartung ist auf 0,6% leicht angestiegen (Vorwoche -0,6%). Und so wollen einige Anleger den Rückschlag dieser Woche zum Kauf nutzen, die Investitionsbereitschaft ist auf 1,1% gestiegen.

Das Euwax-Sentiment der Privatanleger ist auf die Null-Linie angestiegen. Die Absicherungen, die Anleger im Oktober und November auf dem Rücken der Rallye eingegangen waren, sind nun wieder aufgelöst worden.

Institutionelle Anleger, die sich über die Eurex absichern, bleiben vorsichtig. Das Put/Call-Verhältnis ist auf 2,1% angestiegen, was eine starke Nachfrage nach Put-Absicherungen signalisiert.

In den USA schöpfen Anleger langsam Mut, das Put/Call-Verhältnis der CBOE ist weiter rückläufig.

Die Investitionsquote der US-Fondsanleger ist diese Woche auf 72% angestiegen (Vorwoche 56%). es handelt sich um die höchste Investitionsquote seit April!

US-Privatanleger bleiben jedoch pessimistisch gestimmt. Die Bulle/Bär-Differenz steht bei -20%. 45% Bären stehen nur 24% Bullen gegenüber.

Der technische Angst und Gier Indikator des S&P 500 zeigt mit 43% moderate Angst an. Der schneller schwankende Short ränge Oscillator ist auf -5,0% gerutscht und signalisiert eine überverkaufte Marktsituation an.

Interpretation



stimmung_negativ Der Stimmungseinbruch dieser Woche ist so heftig, dass an eine schnelle Kehrtwende schwer zu glauben ist. Am Ende des schlechtesten Börsenjahres seit 2008 hatten sich die geschundenen Anlegerseelen zumindest auf einen versöhnlichen Jahresausklang gefreut, eine kleine Weihnachtsrallye vielleicht. Doch diese Hoffnung wurde diese Woche zunichte gemacht und entsprechend groß ist der Stimmungseinbruch sowie die Verunsicherung.

Mit dieser Nachrichtenlage fahren wir nun durch die Weihnachtszeit ins neue Jahr. Da mag es zwar graduelle Stimmungsaufhellungen geben, zumindest ein Gewöhnungseffekt an die Aussicht auf weiter steigende Leitzinsen. Doch die Chancen für eine nennenswerte Jahresendrallye sind auf Basis der aktuellen Stimmungslage schlecht.

goldvorne Beim Gold hat sich die Stimmung im Vergleich zur Vorwoche konstruktiv entwickelt. Eine vergleichbar optimistische Stimmungslage bei gleichzeitig moderater Erwartungshaltung gab es in den vergangenen 17 Jahren nur 12 mal. Durchschnittlich ist der Goldpreis in den darauffolgenden sechs Monaten um 7% angestiegen, in den folgenden 12 Monaten sogar um 14,5%. Das würde für einen Sprung über die 2.000 USD/Unze-Marke reichen.

2022-12-09-Goldstimmung-pred
Abbildung 1: Goldpreisentwicklung nach vergleichbarer Stimmungslage in der Vergangenheit











04. Ausblick: Meine Einschätzung zu Siemens Energy, SMA Solar und First Solar



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Hier im Heibel-Ticker Standard erhalten Sie überwiegend vergangenheitsbezogene Erklärungen von mir. Detaillierte Analysen und Einschätzungen über die künftige Börsenentwicklung gibt es nur im kostenpflichtigen Heibel-Ticker PLUS. Das Angebot für die zahlenden Abonnenten des Heibel-Ticker PLUS baue ich kontinuierlich weiter aus und komme dabei insbesondere den Wünschen meiner Kunden nach. Inzwischen bietet das Heibel-Ticker PLUS Abonnement folgende Zusätze:

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Weiterhin erhalten meine Kunden eine übersichtliche Tabelle über alle offenen Positionen mit der jeweiligen Wochenperformance sowie Performance seit Empfehlung und mit einer Übersicht über die anstehenden Aktivitäten wie Stopp Loss nachziehen oder verkaufen bzw. kaufen.

Für die besonders aktiven Anleger unter Ihnen biete ich an, die unterwöchigen Updates direkt per E-Mail an Sie zu senden und ich benachrichtige Sie im Falle von Aktionsempfehlungen (Kauf oder Verkauf) direkt per SMS auf Ihr Handy. Dabei handelt es sich um einen Zusatzdienst (Express!), den ich mit 6,25 € pro Monat berechne. Keine Angst, sämtliche Updates befinden sich natürlich dann auch nochmals in der Freitagsausgabe für die normalen PLUS-Kunden.

Den Reaktionen meiner Kunden entnehme ich, dass der Heibel-Ticker PLUS die Bedürfnisse von Anlegern gezielt und verständlich sowie fundiert und erfolgreich befriedigt. Schauen Sie sich das neue Angebot einmal mit einem Schnupperangebot (6 Wochen zu 20 €) an. Es würde mich freuen, wenn ich Sie als neuen Abonnenten gewinnen kann.

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05. Update beobachteter Werte



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In Deutschland gibt es kaum einen anderen, der die Hintergründe der Aktienmärkte so messerscharf von dem täglichen Medienrummel trennen kann, wie der Autor des Heibel-Tickers Stephan Heibel.

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06. Übersicht HT-Portfolio



Bitte beachten Sie auch den Kundenbereich auf meiner Internetseite unter www.heibel-ticker.de. Dort finden Sie aktuelle Charts mit meinen jeweils aktualisierten Einschätzungen.

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Im Wochenverlauf habe ich zu mehreren Titeln Anmerkungen im Kundenbereich der Webseiten verfasst.

Die tabellarische Übersicht bleibt den zahlenden Abonnenten des Heibel-Ticker PLUS vorbehalten.

Die dritte Spalte zeigt die Schlusskurse von Donnerstagabend. Unter „Woche“ steht die Veränderung im Vergleich zur Vorwoche. Unter „2014“ steht das Ergebnis der Position seit Jahresbeginn bzw. seit Aufnahme ins Portfolio. Unter „Anteil“ finden Sie den Anteil der jeweiligen Position am Gesamtdepot.

Unter ! steht zur Information meine Grundtendenz:
Kbei Gelegenheit Kaufen, 
NKNachkaufen 
HHalten, 
Vbei Gelegenheit Verkaufen, 
TVTeilverkauf, also nicht die ganze Position 
VLVerkaufslimit, bei überschreiten eines bestimmten Kurses sollte verkauft werden 
SLStopp Loss, bei Unterschreiten eines bestimmten Kurses sollte verkauft werden 
TSTrailing Stopp, wie SL, nur dass das Limit kontinuierlich nachgezogen wird 



Die „Gelegenheit“ zum Kaufen oder Verkaufen wird sodann kurzfristig von mir per Update an Sie bekanntgegeben.

Ich habe diese Spalte „!" insbesondere für neue Kunden vorgesehen, die zu einem späteren Zeitpunkt wissen wollen, ob ich die Position noch zukaufen würde, wenn ich beispielsweise darin nicht schon voll investiert wäre. Zukaufen würde ich jeweils jedoch niemals zu Höchstkursen, sondern stets nur nach kurzfristigen Kursrückschlägen von mindestens 5-7%.

Kauffolge: Je spekulativer, desto aggressiver würde ich kaufen und verkaufen. Derzeit verwende ich die folgenden Schritte:

Value Positionen in drei Schritten aufbauen: 25%-25%-50%,

Spekulative und alternative Positionen in zwei Schrittenaufbauen: 50%-50%,

Tradingpositionen ganz oder gar nicht: 100%.

Stopp Loss Limits, Verkaufslimits und ähnliche Aktionsmarken verwalte ich aktiv in meinem System und ändere ich unter der Woche mehrfach, fast täglich. Eine Veröffentlichung der entsprechenden Limits ist in der Regel nicht sinnvoll, allenfalls Stopp Loss Marken werde ich bisweilen im Text bekanntgeben.

Bitte haben Sie Verständnis dafür, aber ohne eine kleine Einnahmequelle kann ich diesen Dienst nicht aufrecht erhalten.

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Eine erfolgreiche Börsenwoche,
take share

Stephan Heibel
Chefredakteur und Herausgeber des Heibel-Ticker Börsenbriefs

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07. Disclaimer / Haftungsausschluss und Risikohinweise



Wer un- oder überpersönliche Schreib- oder Redeweisen nachmacht oder verfälscht oder nachgemachte oder verfälschte un- oder überpersönliche Schreib- oder Redeweisen in Umlauf setzt, wird mit Lust-, manchmal auch mit Erkenntnisgewinn belohnt; und wenn alles gut geht, fällt davon sogar etwas für Sie ab. (frei nach Robert Gernhardt)

Wir recherchieren sorgfältig und richten uns selber nach unseren Anlageideen. Für unsere eigenen Transaktionen befolgen wir Compliance Regeln, die auf unsere eigene Initiative von der BaFin abgesegnet wurden. Dennoch müssen wir jegliche Regressansprüche ausschließen, die aus der Verwendung der Inhalte des Heibel-Tickers entstehen könnten.

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Die Verwendung der Inhalte dieses Heibel-Tickers erfolgt auf eigene Gefahr. Die Geldanlage an der Börse beinhaltet das Risiko enormer Verluste bis hin zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals.

Quellen:
Kurse: Deutsche Kurse von comdirect.de, Goldbarren & Münzen von proaurum.de, US-Kurse von finance.yahoo.com. Alle Kurse sind Schlusskurse vom Donnerstag sofern nichts Gegenteiliges vermerkt ist.
Bilanzdaten: Comdirect, Yahoo! Finance sowie Geschäftsberichte der Unternehmen
Informationsquellen: dpa-AFX, Aktiencheck, Yahoo! Finance, TheStreet.com, IR-Abteilung der betreffenden Unternehmen



08. An-/Ab-/Ummeldung



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