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24.02.2006:
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H E I B E L - T I C K E R P L U S

F I N A N Z I N F O R M A T I O N E N

- Einfach einen Tick besser -
______________________________________________

DEUTSCHE BIBLIOTHEK : ISSN 9999-9999

Erscheinungsweise: wöchentlich Freitag/Samstag
* Bitte Schriftart Courier einstellen *
(-;______________________________________________;-)

I N H A L T

01. Info-Kicker: KONTINUITÄT BEIM US-NOTENBANKCHEF
02. RÜCKBLICK: STEIGENDER ÖLPREIS ALS TRIBUT ZU INSTABILITÄT
03. AUSBLICK: DIE USA LEBEN VOM WELTWEITEN KAPITALISMUS
04. DEUTSCHE SOLARENERGIE ALS WELTWEITER SPITZENREITER
05. LESERFRAGEN: NABORS
06. BEOBACHTETE WERTE
07. CHARTTECHNIK DOW JONES, Dax & GOLD, Öl, $, €, Yen, Nikkei
08. DISCLAIMER / HAFTUNGSAUSSCHLUSS UND RISIKOHINWEISE
09. AN-/ABMELDUNG


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01. Info-Kicker: KONTINUITÄT BEIM US-NOTENBANKCHEF
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Liebe Börsenfreunde,

tut mir leid, aber aufgrund einer Erkältung habe ich am Freitag
den Heibel-Ticker nicht fertig stellen können. So erreicht Sie
diesmal diese Ausgabe ausnahmsweise ein wenig verspätet.

Der Ölpreis sollte rein wissenschaftlich gesehen eigentlich
zwischen 30 und 40 US-Dollar je Fass Crude Oil liegen. Warum er
aber dennoch zwischen 60 und 70 US-Dollar pendelt erkläre ich
Ihnen im Rückblick.

Einzelne Branchen erleben einen Boom, andere gleichzeitig eine
Flaute. Im Ausblick habe ich die Guten von den Schlechten
Branchen unterschieden. Insbesondere die aktuelle Zinspolitik der
USA wird es für Sie um so wichtiger werden lassen, sich
rechtzeitig von den Aktien aus schlechten Branchen zu trennen.

Sonnenenergie ist die zukunftsträchtigste aller Energiequellen.
Insbesondere in Deutschland haben wir durch unser Erneuerbare
Energien Gesetz dieser Bedeutung Rechnung getragen. Es haben sich
somit einige Solarunternehmen entwickelt, die bereits profitabel
wirtschaften und kurz vor dem Sprung zum Massenmarkt stehen. Das
in meinen Augen besten Unternehmen dieser Branche habe ich Ihnen
in Kapitel 04 vorgestellt.

Nun aber zunächst einmal zu den Ereignissen der abgelaufenen
Woche.

Ich wünsche Ihnen eine anregende Lektüre.

take share, Ihr
Börsenschreibel

Stephan Heibel

Chefredakteur und
Herausgeber des
Heibel-Ticker

P.S.: Lassen Sie mich Ihre Meinung, Kritik oder
Verbesserungsvorschläge wissen (selbst Lob ist willkommen ;-)
und schreiben Sie mir an leserbrief@heibel-ticker.de.

==============================================================
02. RÜCKBLICK: STEIGENDER ÖLPREIS ALS TRIBUT ZU INSTABILITÄT
==============================================================

Der DAX kennt kein Halten mehr. Mit 5.860 Punkten notiert der DAX
um 2,8 % über seinem Stand von vor einer Woche. Täglich wird ein
neuer Höchststand erreicht. In dieser Woche hat die
Veröffentlichung des Ifo-Geschäftsklimaindex für Feierlaune an
den deutschen Börsen gesorgt: Mit 103,4 Punkten sind die
Geschäftsbedingungen in Deutschland derzeit noch positiver als
erwartet.

Auch die Japaner haben Grund zum Feiern. Die Regierung hat
offiziell bekannt gegeben, dass Deflation keine Gefahr mehr
darstelle. Die Korrektur des Nikkei scheint nunmehr abgeschlossen
zu sein, diese Woche konnte der Index um 4,5 % auf 16.101 Punkte
zulegen.

Und auch die BRICs, die vier größten Schwellenländer (Brasilien,
Russland, Indien und China) vermelden eins ums andere gute
Wirtschaftszahlen. Diese Länder kaufen weltweit Rohstoffe auf und
sorgen für ein nachhaltig steigendes Nachfragewachstum.

Und das Ganze spielt sich in einer globalisierten Welt ab. In
diesen Tagen blicken die US-Amerikaner etwas neidisch auf das
Ausland. Es gibt eben doch außerhalb der USA noch gute
Wirtschaftsregionen. Und gleichzeitig steht der Dow Jones in
dieser Woche unverändert bei 11.068 Punkten. Auch der S&P 500 hat
sich nicht von seinen 1.287 Punkten fortbewegt.

Als Exportweltmeister profitieren wir Deutschen besonders vom
Wirtschaftswachstum der BRICs. Gleichzeitig ist der Euro nach wie
vor eine schwache Währung, so dass unsere Exporte im Ausland
erschwinglich bleiben. Dank des schwachen Euros sind deutsche
Produkte auf den Weltmärkten wettbewerbsfähig.

Die Amerikaner jedoch sind in Sorge um die eigene Wirtschaft. Die
gestiegenen Rohstoffpreise schlagen auf die Teuerungsrate
(Inflation). Der neue Notenbankchef Ben Bernanke (Helikopter Ben)
hat Angst vor einer Kausalkette, die durch die gestiegenen
Rohstoffpreise angestoßen werden könnte. Für die Kennzahlen, die
Helikopter Ben verfolgt, ergibt sich folgende Abfolge:

Gestiegene Rohstoffpreise spiegeln sich umgehend in einem höheren
Produzentenpreisindex wieder. Die Einsatzstoffe, die das
produzierende Gewerbe für die Schaffung von Gütern braucht,
steigen im Preis.

Der Konsument selbst merkt davon zunächst sehr wenig, denn die
Produktpreise sind von kurzfristigen Preisanstiegen bei den
Rohstoffen erst einmal unabhängig. Langfristige Lieferverträge
verhindern ein sofortiges Durchschlagen auf die Endproduktpreise.
Lediglich der Benzinpreis macht da eine Ausnahme: An der
Tankstelle wird der Preisanstieg beim Öl sofort an den Autofahrer
weitergegeben.

Im ersten Schritt sind gestiegene Rohstoffpreise, mit Ausnahme
von Benzinpreisen, erst einmal für den Konsumenten kaum merkbar.
So ist auch zu erklären, dass in den letzten Jahren trotz
gestiegener Rohstoffpreise der Konsum der Amerikaner auf hohem
Niveau konstant blieb.

Erst in einem zweiten Schritt wird dann eine tatsächliche
Inflationsspirale losgetreten: Konsumenten, die am Benzinpreis,
sowie dann bald auch an den eigenen Heizkosten vom Eigenheim, die
gestiegenen Lebenshaltungskosten verspüren, fordern
selbstverständlich um einen Lohnausgleich. Lohnerhöhungen werden
gefordert und die gesamten Produktionskosten, die zunächst die
gestiegenen Rohstoffpreise vorrübergehend auffangen konnten,
erhalten nun einen doppelten Druck: höhere Rohstoffpreise als
auch höhere Lohnkosten.

Dieser Kostendruck wird letztlich nur über steigende
Endproduktpreise erwidert werden können. Somit sind schließlich
Einsatzstoffe, Arbeitskosten sowie Endprodukte im Preis
angestiegen. Der allgemein dafür bekannte Begriff lautet
„Inflation".

Dies ist die Kette von Ereignissen, die ein jeder Notenbankchef
kennt und unter allen Umständen vermeiden möchte. Nun haben wir
heute eine globale Welt – und somit auch eine globale Finanzwelt.
In einer globalen Finanzwelt laufen die Dinge etwas anders, denn
China beispielsweise produziert noch immer zu so günstigen
Kosten, dass die Preise für Endprodukte selbst nach 5 Jahren
Rohstoffhausse mit Preisverdoppelungen bei den meisten Rohstoffen
noch immer konstant, wenn nicht sogar niedriger sind als zuvor.

Letztlich müssen wir eine differenzierte Betrachtungsweise
anwenden: In einigen Branchen sorgen chinesische Billigprodukte
für harte Preiskämpfe, in anderen Branchen lassen sich die durch
die hier beschriebene Ereigniskette entstehenden Preisanstiege an
den Endverbraucher weitergeben. Unternehmen aus Branchen, die mit
den Chinesen konkurrieren, haben es in diesem Jahr 2006 schwer,
überhaupt Gewinne auszuweisen. Die Margen werden schwinden.

Ich werde also für Sie in diesem Jahr nur Unternehmen aus
Branchen empfehlen, denen ich es zutraue, auch mit höheren
Produktpreisen das Interesse der Abnehmer zu erhalten. Dies gilt
nicht nur für die USA, sondern gleichfalls für entsprechende
deutsche Branchen.

Im folgenden Kapitel werde ich eine Einteilung der Branchen
vornehmen. Es ist wichtig, dass Sie Ihr Depot daraufhin nach
Werten untersuchen, die gegebenenfalls in einer Branche agieren,
die dem chinesischen Preiswettbewerb ausgesetzt ist. Nutzen Sie
die aktuelle Rallye, um sich von solchen Werten zu trennen.


ÖL

Doch zunächst noch ein paar Worte zum Ölpreis: Ich beschäftige
mich regelmäßig mit der Ölbranche. Als Rückgrat der heutigen
Energieversorgung gibt es kaum einen anderen so wichtigen
Einflussfaktor für die Weltwirtschaft, wie das Öl.

Schon heute kennen wir ausreichend Ölvorkommen, um die
Ölnachfrage der nächsten 50 Jahre zu decken. Bereits heute kennen
wir weitere Ölvorkommen, die zu höheren Ölpreisen gefördert
werden könnten. Wenn Sie sich vor Augen führen, dass heute in
Texas wieder Ölfelder bearbeitet werden, die vor 30 Jahren als
unwirtschaftlich geschlossen wurden, dann ist es ein leichtes
sich vorzustellen, dass wir in 50 Jahren erneut durch neue
technologische Hilfsmittel in der Lage sein werden, weitere
Ölvorkommen zu erschließen – nehmen Sie nur die kanadischen
Ölschiefer als Beispiel, die inzwischen wirtschaftlich genutzt
werden.

Somit kennen wir heute also schon ausreichend Ölvorkommen, um die
nächsten 100 Jahre mit Öl versorgt zu sein. Und dann gibt es ja
noch immer die Möglichkeit, weitere neue Ölvorkommen zu
entdecken. Weder die Tiefsee, noch die Polarkappen sind
sorgfältig vermessen worden. Auch in Russland werden noch Gebiete
vermutet, die ölhaltig sein könnten.

Also die Panik, dass uns bald das Öl ausgehen könnte, kann ich
nicht nachvollziehen.

Warum aber steigt der Ölpreis dennoch?

Nun, das liegt an den verfügbaren Kapazitäten. Nachdem zum
Jahrtausendwechsel der Ölpreis bei 10 US-Dollar stand, wurden in
den letzten Jahren viel zu wenig neue Ölförderanlagen gebaut. Es
wurden zu wenig neue Ölvorkommen erschlossen. Heute verbrauchen
wir jeden Tag fast soviel Öl, wie maximal gefördert werden kann.

Eine Krise, ein Unfall oder auch ein Anschlag auf eine der großen
Ölförderstätten würde den Ölpreis sofort wieder explodieren
lassen. Der Ölpreis ist in den heutigen Tagen nicht das Resultat
der Ölvorkommen, sondern ausschließlich das Resultat des
täglichen Angebots und der täglichen Nachfrage.

Und da hier seitens des Angebots nicht mehr viel Spiel nach oben
besteht, sind alle Marktteilnehmer nervös. Und Nervosität treibt
den Ölpreis.

Dies wurde wieder am Freitag dieser Woche offensichtlich, als ein
Anschlag auf die größte Ölförderanlage Saudi Arabiens nur knapp
vereitelt werden konnte. Ein Drittel der Förderkapazität Saudi
Arabiens wurde angegriffen.

Rechnerisch müsste der Ölpreis meiner Einschätzung nach zwischen
30 und 40 US-Dollar notieren. Denn zu diesem Preis lassen sich
ausreichend neue Förderkapazitäten erschließen, so dass schon in
zwei bis drei Jahren wieder ausreichen Öl angeboten werden kann.

Dennoch notiert das Fass Crude Oil derzeit bei 62 US-Dollar. Das
Pendel schwingt momentan zwischen 60 und 70 US-Dollar.

Der Aufpreis von 20 bis 40 US-Dollar auf die eigentlichen
Förderkosten wird durch die Nervosität begründet. Nicht nur in
Saudi Arabien ist das politische Umfeld geeignet, Anschläge auf
die Ölanlagen hervorzurufen. Auch in Nigeria haben wir in den
letzten Wochen immer wieder von neuen Anschlägen gehört. Die
Situation in Venezuela ist alles andere als politisch stabil, und
Venezuela gehört zu den wichtigsten Ölexporteuren der Welt. Das
Waffengerassel im Iran brauche ich Ihnen nicht nochmals vor Augen
zu führen, und wenn Sie sich die politische Willkür im Kreml
anschauen, dann sollten Sie auch vor der russischen
Ölförderkapazität ein großes Fragezeichen setzen. Na ja, dann ist
da noch der Irak, Kuwait, Afghanistan, usw. Wenn auch nur einer
dieser Ölexporteure aus irgendwelchen Gründen plötzlich ausfallen
würde, dann müsste der Ölpreis sofort in die Höhe schießen.

Und bei der Anzahl der Krisenherde ist es fast schon ein Wunder,
dass dies bislang noch nicht geschehen ist.

In zwei bis drei Jahren sollte sich diese Situation wieder etwas
beruhigt haben. Doch bis dahin bleibt es spannend. Bis dahin
haben unsere Unternehmen aus dem Solarbereich eine Chance, sich
im Markt zu etablieren und eine Größe zu erreichen, die zumindest
in Nischen wettbewerbsfähige Preise ermöglicht.

Doch nun zum Ausblick und zu den Branchen, die Preise diktieren
können im Gegensatz zu denen, die Preise nehmen müssen:

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03. AUSBLICK:
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Man unterscheidet zwischen „Preisnehmern" und „Preissetzern".
Preisnehmer sind Unternehmen, die in einem solch starken
Wettbewerb stehen, dass der Preis ihrer Produkte durch sie selbst
gar nicht beeinflusst werden kann. Sie müssen durch günstigere
Produktionskosten ihre Marge erzielen.

In der aktuellen Marktphase zähle ich hierzu zum Beispiel die
Nahrungsmittel- und Getränkeindustrie. Hier wird von den
Konsumenten auf Pfennigebene (okay, inzwischen auf Centebene) der
Preis zwischen Aldi und Lidl verglichen. Ähnlich sieht es
inzwischen bei den Supermärkten in den USA aus.

Lediglich die Biokostläden bilden hier eine Ausnahme. Mit dem
Argument des biologischen, und damit gesunden, Anbaus lassen sich
dem Konsumenten gleich einige Euro mehr aus den Rippen quetschen.

Unter dem Einfluss der chinesischen Billigprodukte steht die
Branche der Haushaltsgeräte. Hier wird altbekannte Technologie
billig zusammengesetzt. Chinas Billiglöhne ermöglichen ganz
andere Produktionskosten, als dies bei uns in Deutschland, oder
in den USA, möglich ist.

Die Medienlandschaft steckt ebenfalls in einem Preiskampf.
Fernsehen, Radio und Zeitungen / Zeitschriften kämpfen mit
schwindenden Zuschauer-, Zuhörer- und Auflagenzahlen.
Gleichzeitig wird das Angebot immer breiter. Insbesondere das
Internet gräbt hier den etablierten Medien das Wasser ab (nehmen
Sie nur den Heibel-Ticker als Beispiel :-).

Auf der anderen Seite erfreuen sich derzeit einige Branchen so
starker Nachfrage, dass dort die Preise vom Verkäufer gesetzt
werden können – die sogenannten „Preissetzer also. Die Branche
der Ölbohrunternehmen habe ich Ihnen in den letzten Ausgaben
immer wieder ans Herz gelegt. Aber auch der Transportsektor
erlebt einen Boom. Die zentralisierte Produktion von Massenwaren,
um die günstigsten Stückkosten aufgrund der höchsten Auflage zu
erzielen, führt dazu, dass von der zentralen Produktionsstätte
die Produkte in alle Welt transportiert werden müssen. Schon seit
Jahren erfreut sich der Transportsektor einer steigenden
Nachfrage.

Im Gesundheitssektor wird fleißig in Diagnoseinstrumente
investiert. Bei der alternden Bevölkerung in Deutschland, Japan
und den USA ist dies kein Wunder.

Aber auch der Kapitalmarkt selbst gehört zu den aufstrebenden
Branchen. Immer mehr Kapital sucht lukrative Anlagemöglichkeiten
auf den Weltmärkten. Finanzprodukte mit den verschiedensten
Ausgestaltungen werden kreiert. Anleger fragen immer komplexere
Anlageinstrumente nach.

Und nicht zuletzt gehört der Energiesektor noch zu den Branchen,
die den Preis diktieren können. Hier geht der Wettbewerb derzeit
weniger über den Preis, als vielmehr über die Möglichkeit, die
Kapazität, Energie zur Verfügung stellen zu können. Im folgenden
Kapitel stelle ich Ihnen ein Unternehmen vor, das mit sehr
attraktiven Gewinnmargen soviel verdienen kann, wie es
produzieren kann. Die Produktionskapazität ist hier vielmehr der
limitierende Faktor, als der Preiswettbewerb.


Sie sehen also, Helikopter Ben hat es nicht leicht, die
Zinspolitik der US-Notenbank zu bestimmen. Je nach Branchen sieht
es recht unterschiedlich aus. Wenngleich die derzeit noch immer
günstigen Preise in den Branchen, die als Preisnehmer unter
sinkenden Margen leiden, gegen eine Inflation sprechen, so gibt
es doch auch genügend Branchen, die noch immer mit steigenden
Preisen für einen ordentlichen Inflationsdruck sorgen.

Der nächste Schritt in Richtung Inflation wären steigende
Lohnkosten in den USA. Nach den Tiefschlägen bei Delphi, hier
wurden die Forderungen der Gewerkschaften nicht erfüllt, das
Unternehmen ging lieber in die Insolvenz, und bei United
Airlines, hier wurden kurzerhand die Pensionsverpflichtungen
gestrichen, könnte es noch ein wenig länger dauern, bis die zu
erwartende Lohnerhöhungsspirale in Gang gesetzt wird.

Derzeit rechnet der Markt noch mit ein bis zwei weiteren
Zinsanhebungen auf einen Leitzins von 5 %.

Sie müssen übrigens wissen, dass steigende Zinsen positiv sind
für die Börse. Anleger sind beruhigt wenn sie wissen, dass die
Konjunktur nach Meinung der Notenbank stark genug ist, um noch
ein oder zwei weitere Zinsanhebungen zu verkraften. Sollte
irgendwann dann einmal seitens der Notenbank verkündet werden,
dass keine weiteren Zinsanhebungen mehr erforderlich sind, dann
werden es viele Anleger mit der Angst vor einer drohenden
Rezession zu tun bekommen – die Kurse von konjunkturabhängigen
Unternehmen werden dann fallen. Konjunkturresistentere Branchen,
wie beispielsweise die Finanzbranche, werden dann steigende Kurse
verzeichnen.

Doch lassen Sie uns nun noch einen Blick auf die kommende Woche
werfen. Es werden wieder eine Reihe von Konjunkturdaten
veröffentlicht. In den USA war der Januar dieses Jahr extrem
warm. Der wärmste, seit in den USA Wetterdaten aufgezeichnet
werden. Dies wird zur Folge haben, dass die Konjunkturdaten, die
den Januar betreffen, wesentlich besser ausfallen, als dies bei
kälterem Wetter der Fall gewesen wäre. Das warme Wetter hat
einige aus den Häusern gelockt, einige Baustellen, und damit
einige Jobs ermöglicht, die bei kälteren Temperaturen nicht
möglich gewesen wären.

So ist also zu erwarten, dass „überraschend" positive
Konjunkturdaten wieder einmal für eine positive Stimmung an den
Börsen der USA sorgen werden. Nach der ersten, vielleicht
vorschnellen positiven Reaktion jedoch sollte dann die Realität
Oberhand gewinnen. Ich bin daher noch immer dafür, die hohen
Kurse dieser Tage zu Verkäufen zu nutzen.

Auf der Seite der Unternehmen wird es relativ ruhig bleiben, denn
es stehen kaum Quartalsberichte oder sonstige Pressekonferenzen
an.



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04. DEUTSCHE SOLARENERGIE ALS WELTWEITER SPITZENREITER
==============================================================

Es wird Ihnen nicht schwer fallen nachzuvollziehen, dass bei den
derzeitigen Ölversorgungsspannungen nicht nur neue Ölvorkommen
gesucht und erschlossen werden, sondern auch alternative Energien
an Bedeutung gewinnen.

In Deutschland haben wir einen besonderen Schwerpunkt auf die
Förderung der Solarenergie gelegt. Denn das Ziel Europas, den
Anteil der erneuerbaren Energien am Gesamtenergiemix von derzeit
14 % auf 22 % im Jahr 2010 zu erhöhen, lässt sich nur durch einen
Ausbau der Solarkapazitäten erreichen.

Heute macht die Wasserkraft schon den Löwenanteil der
erneuerbaren Energien aus. Doch bei der Wasserkraft haben wir in
Deutschland schon alles erreicht, was zu erreichen ist. Ein
weiterer Ausbau ist kaum möglich.

In den vergangenen Jahren ist die Windenergie in Deutschland
extrem stark gefördert worden. Doch auch hier wird in den
nächsten zwei bis drei Jahren bereits der Löwenanteil des
Wachstums gelaufen sein. Die attraktiven Finanzierungskonditionen
haben für einen rasanten Ausbau der Windenergie in Deutschland
gesorgt. Der Markt ist nunmehr reif und wird in ein mäßiges
Wachstum übergehen.

Biomasse ist eine gute Beimischung zum Energiemix. Auch hier
lassen sich immer neue Anwendungen entwickeln, aber die
Wachstumsgeschwindigkeit in der Natur ist ein limitierender
Faktor, den wir nicht überkommen können. Bei der Biomasse wird
daher in den nächsten Jahren kaum mehr mit einem weiteren Ausbau
gerechnet.

Bleibt die Solarenergie. Heute ist der Anteil der Solarenergie am
gesamten Energiemix noch bei 1,8 %. Das Wachstum der Nutzung der
erneuerbaren Energien wird in den kommenden Jahren aus dem
Bereich der Solarenergie kommen. Wenn der Anteil der erneuerbaren
Energien allein durch den Ausbau der Solarenergie von 14 % auf 22
% angehoben wird, dann bedeutet dies, dass der Anteil an
Solarenergie von derzeit 1,8 % auf 7,8 % ansteigen muss – dies
würde eine Vervierfachung in nur vier Jahren bedeuten.

Im Jahr 2003 wurde das Erneuerbare Energien Gesetzt (EEG) mit
neuen Förderquoten versehen. Das Besondere an diesem Gesetz ist,
dass es nicht Staatsgelder in die Entwicklung pumpt, sondern den
freien Wettbewerb unter den Anbietern zulässt, jedoch eine
Abnahmeverpflichtung des produzierten Stroms vorschreibt. Das
bedeutet, dass die großen Energieversorger unseres Landes
verpflichtet sind, aus erneuerbaren Energien produzierten Strom
zu einem gesetzlich vorgeschriebenen Preis abzugeben.

Schauen Sie sich einmal Ihre Stromrechnung an. Dort werden Sie
einen Preis von etwa 15 Cent je Kilowattstunde (ct/kWh) als
Preiseinheit für den Strom sehen. Für Stromkonzerne machen die
reinen Stromkosten derzeit etwa 2,9 ct/kWh aus. Der Rest fällt
für die Konzessionsgebühren, sowie die Bereitstellung und Wartung
der Infrastruktur an.

Nun gelten je nach Energieträger und Menge unterschiedliche
Abnahmepreise durch das EEG: Für Wasserkraft beispielsweise 3,7
ct/kWh, für Offshore-Windkraft 6,19 ct/kWh, für Biomassestrom
11,5 ct/kWh und sogar 15 ct/kWh für Geothermie. Diese Preise
spiegeln in erster Linie die aktuellen Produktionskosten für
diese Energien wieder.

Am teuersten, jedoch am aussichtsreichsten und daher auch am
höchsten gefördert ist die Solarenergie. Diese muss mit bis zu
57,4 ct/kWh abgenommen werden.

Diese Abnahmepreise wurden 2003 im EEG festgeschrieben. Der
Sektor der Solarunternehmen machte daraufhin in Deutschland einen
Sprung von vielfach mehreren hundert Prozent. Nicht nur, weil die
Förderung so lukrativ war, sondern auch, weil viele der
Solarunternehmen aufgrund der zähen und langwierigen
Gesetzesverhandlungen kurz vor der Insolvenz standen. Ein
Investitionsstau wurde durch die Verabschiedung dieses Gesetzes
freigesetzt und die Branche erstürmte den Himmel.

So kommt es, dass die meisten der Solarunternehmen bereits auf
Bewertungsniveaus notieren, die jenseits von Gut und Böse liegen.
Q-Cells haben Sie bestimmt schon in den Nachrichten gehört. Das
Unternehmen liefert die Solarzellen, die für den Bau der
Solaranlagen erforderlich sind. Das KUV liegt jedoch schon bei
7,5.

Solarworld notiert auf einem KUV von 5,8, Ersol Solar Energy
immer noch bei einem KUV von 4,7.

Das Teuerste bei der Produktion von Solaranlagen sind die
Solarzellen. Diese werden aus Silizium hergestellt. Durch die
gestiegene Nachfrage ist der Preis von Silizium in den
vergangenen Monaten stark angestiegen. Inzwischen kaufen
Solarfirmen schon Unternehmen auf, die Zugriff auf Siliziumzellen
haben, um sich den Zugriff auf diesen wichtigsten Einsatzstoff zu
sichern.

Gleichzeitig ist all dieser Rummel um die Solarbranche natürlich
in Deutschland politisch unterstützt. Und ein politisch
initiierter Aufschwung lässt jeden marktwirtschaftlich
orientierten Anleger skeptisch werden. Mir sind daher KGVs über
20 zu hoch in diesem Markt. Wir haben mit unserem EEG einen
nationalen Sondermarkt geschaffen. Ob unsere Solarunternehmen
anschließend im internationalen Wettbewerb bestehen, muss sich
erst noch zeigen.

Aber immerhin haben einige unserer Unternehmen die Chance, sich
in einem stabilen Heimatmarkt zu entwickeln, um anschließend in
die Welt zu expandieren. Vielleicht haben unsere Solarunternehmen
dann ja sogar einen technologischen Vorsprung gegenüber den
Wettbewerbern aus Japan und den USA.

Ich habe unter den maßgeblichen deutschen Solarunternehmen die
Solar Fabrik als das aussichtsreichste Unternehmen
herausgefiltert. Nicht nur baut es die qualitativ
höchstwertigsten Lösungen, es hat sich auch Zugriff auf das so
schwer zu bekommende Silizium gesichert, indem es den Wafer-
Produzenten GEWD aus Kuala Lumpur übernommen hat.

Die Produktionskapazitäten werden kontinuierlich ausgebaut. Das
Kapital dazu ist reichlich vorhanden, denn erst im zweiten
Quartal 2005 wurden 20 Mio. Euro aus einer Kapitalerhöhung
eingenommen. Mit diesem Kapital werden weitere
Produktionsstrassen in Freiburg gebaut.

Nicht nur die verzögerte Novelle des EEG Gesetzes hat im Jahr
2003 für einen Kursverfall gesorgt. Gleichzeitig war in
Nordrhein-Westfalen das 100.000 Dächer Programm ausgelaufen. Dort
wurden 100.000 Dächer mit Solarzellen ausgestattet. Der Bau wurde
vom Land NRW gefördert und sorgte für eine Belebung der
Solarbranche.

Gemeinsam mit den Beschaffungsproblemen beim Silizium sorgten
diese beiden Faktoren für einen Kursrutsch der Solar-Fabrik
Aktien auf 2,5 Euro. Seither stieg der Kurs auf 13,2 Euro an.
Somit notiert das Unternehmen jetzt auf einem geschätzten KGV von
16, das KUV beträgt gerade einmal 1,05.

Durch die Sicherung der Solar-Wafer wird die SolarFabrik meiner
Einschätzung nach an dem Ausbau der Solarenergie in Deutschland
mindestens proportional beteiligt sein. Dies bedeutet ein
Wachstum von 40 % pro Jahr.

Bei solchen Wachstumsaussichten auf Sicht von 4 Jahren ist ein
KGV von 16 geradezu billig. Ich halte in diesem Fall ein KGV von
30 für angemessen, zumal selbst dann noch immer die PEG-Ratio
(Quote zwischen KGV und Wachstumsrate) kleiner 1 sein– und somit
noch immer das Unternehmen als günstig bewertet gelten wird.
Somit halte ich eine Kursverdopplung für die Solar-Fabrik für
möglich.

Das klingt nun recht progressiv – aber die Zahlen lassen mich
nichts anderes erwarten. Ich habe nach dem Haar in der Suppe
gesucht – aber sämtliche Haare, die ich meinte zu finden, wurden
bereits von der fähigen Unternehmensleitung zuvor beseitigt. So
die frühzeitige Kapitalerhöhung, so auch der Kauf des
Waferproduzenten, und so der kontinuierliche Ausbau der
Produktionskapazitäten.

Das Unternehmen genießt in der Branche den Ruf eines
Qualitätsherstellers. Das Management agiert weitsichtig.

Im nächsten Jahr werden die Fördersätze des EEG neu verhandelt
und festgelegt. Ich erwarte nicht, dass sich dort maßgebliche
Verschlechterungen speziell für die Solarbranche durchsetzen
lassen – schon allein aus dem Grund, weil das Ziel der 22 %
Energieversorgung aus erneuerbaren Energien bis 2010 ohne eine
verstärkte Förderung der Solarenergie nicht erreichbar ist.

Vielmehr erwarte ich in den kommenden Jahren auch in anderen
Ländern langsam Initiativen, die insbesondere die Solarenergie
fördern werden. Damit werden sich dann neue Märkte für die früh
gestarteten deutschen Solarunternehmen eröffnen.

Seit Anfang dieses Jahres ist der Kurs der Solar-Fabrik Aktien
schon von 10 Euro auf 13,2 Euro in die Höhe geschnellt. Für mich
ist dies erst der Anfang. Kurse bis 14 Euro halte ich für
Einstiegskurse. Also Ziel erwarte ich 20 Euro bis zu diesem
Herbst.

Solar-Fabrik
WKN 661471
ISIN DE0006614712
Kurs aktuell 13,19 Euro
Kaufen bis 14 Euro
Ziel 20 Euro bis Herbst 2006


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05. LESERFRAGEN: NABORS
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FRAGE 1: NABORS

Guten Morgen Herr Heibel,

wie beurteilen Sie Nabors Industries. Bis jetzt hat sich der Kurs
seit Ihrer Empfehlung eigentlich nur nach Süden bewegt.

Manfred aus Grafenwöhr

ANTWORT 1:

Sehr geehrter Herr Franzl,

ich kann Ihre Nervosität verstehen, denn die vergangenen Wochen
wurde Nabors ziemlich gebeutelt. Sie dürfte nur eine Frage
interessieren:

Wird Nabors in die Bedeutungslosigkeit abdriften, da sich
fundamentale Dinge geändert haben, oder handelt es sich bei dem
Kurssturz nur um eine technische Reaktion, die in den kommenden
Wochen wieder ausgeglichen wird?

Meine Antwort darauf ist eindeutig: Ich habe Nabors aus
fundamentalen Gründen empfohlen. Das Bewertungsniveau war bereits
niedrig, die bereits erwirtschafteten Gewinne der Ölkonzerne
müssen investiert werden - und Ölkonzerne werden am ehesten
wieder in die Suche nach neuen Ölvorkommen investieren.

Die Ölpreisrallye, die noch im vergangenen Herbst durch die
großen Hurrikane-Schäden im Südwesten verstärkt wurde und 70 US-
Dollar je Fass gipfelte, ist vorerst beendet. Derzeit notiert das
Öl bei 62 US-Dollar, also 12 % unter seinem Höchstkurs. Wenn ich
mir vor Augen halte, dass der Ölpreis vor sechs Jahren noch unter
10 US-Dollar stand und dass die meisten Analystenhäuser auch
heute noch immer mit Ölpreisen unter 55 US-Dollar kalkulieren,
dann erscheint mir der aktuelle Ölpreis von 62 US-Dollar noch
immer ausreichend hoch, um der Ölindustrie satte Gewinne zu
bescheren.

außerdem ändert sich nichts daran, dass die Förderkapazitäten
unserer Erde so gut wie ausgeschöpft sind: Es müssen neue
Ölvorkommen erschlossen werden.

Nabors hat volle Auftragsbücher und kann die Preise diktieren.
Vor dem Hintergrund dieser guten Geschäftslage (sprich:
fundamental gesund!) kann die aktuelle Kurskorrektur nur
technisch bedingt sein und wird bald schon wieder wett gemacht
sein.

Ich denke, Nabors ist zu Unrecht Opfer von Umschichtungen im
Ölsektor: Die Ölkonzerne hatten ihre Kurssprünge bereits.
Gleichzeitig sind auch die Hurrikane-Schäden an den Raffinerien
der Südstaaten der USA inzwischen repariert, so dass ausreichend
Raffinierkapazitäten zur Verfügung stehen. Aktien dieser beiden
Unternehmensgruppen werden derzeit zurecht verkauft.

An der Börse, wo nur wenige einen Sinn für das Detail haben,
werden im Zuge dieser Umschichtungen auch Bereiche umgeschichtet,
die zwar den Namen "Öl" in der Branchenbeschreibung führen,
jedoch erst am Anfang ihrer Kursrallye stehen.


==============================================================
06. BEOBACHTETE WERTE
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Neu:

Solar-Fabrik
WKN 661471
ISIN DE0006614712
Kurs aktuell 13,19 Euro
Kaufen bis 14 Euro
Ziel 20 Euro bis Herbst 2006


Ausgabe 17.02.06: Gold ETF

Gold ETF StreetTracks
US-Kürzel GLD
WKN A0DNJ8
ISIN US8633071043
Kurs aktuell 46,35 Euro
Kaufen bis 46,50 Euro

Die Goldpreiskorrektur hält an. In meinen Augen bietet der
aktuelle Preis noch immer eine aktuelle erste
Einstiegsgelegenheit.


Ausgabe 03.02.06: Atomenergie

Cameco
WKN 882017
Börsenplatz Frankfurt
Kurs aktuell 31 Euro
Gekauft zu 30 Euro
Trendsurfer

Gekauft zu 30 Euro. Vergangene Woche wurde ein Aktiensplitt im
Verhältnis von 1:2 durchgeführt. Wer also 100 Aktien zu 60 Euro
gekauft hatte, der hat nunmehr 200 Aktien mit einem Einstiegswert
von je 30 Euro in seinem Portfolio.

Der Kurs beginnt sich langsam wieder zu erholen. Ohne weitere
Meldungen stieg der Kurs diese Woche um 8 % an. Ob da die
optische Verbilligung eine Rolle spielte?

==========

Ausgabe 27.01.06: Japan

Matsushita
WKN 853666
Börsenplatz Frankfurt
Kurs aktuell 18,04
Kaufen unter 15 Euro

Mitsubishi UFJ
WKN A0HF5M
Börsenplatz Frankfurt
Kurs aktuell 11,20 Euro
Kauflimit 10 Euro

Honda Motor
WKN 853226
Börsenplatz Frankfurt
Kurs aktuell 49,50 Euro
Kauflimit 46,50 Euro

Unsere drei japanischen Samurais notieren alle noch immer kurz
über unseren Einstiegslimits. Wir warten geduldig ab.


Kyocera
WKN 860614
Börse Berlin
Kurs aktuell 74,40 Euro
Kauflimit 64 Euro

Der Kurs von Kyocera ist ohne uns abgehoben.


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Ausgabe 21.01.06: Goldmine

Goldcorp
WKN 890493
Börsenplatz Frankfurt
Kurs aktuell 21,51 Euro
Kauflimit 21,50 Euro
Nachkaufen unter 19 Euro

Gekauft zu 21,50 Euro, wir warten ab, ob wir eventuell nochmals
deutlich günstiger zum Zuge kommen.


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Alte Position: Rohstoffunternehmen

BHP Billiton
US-Kürzel BHP
WKN 850524
Kurs aktuell $36,65
gekauft zu $18

Die Hälfte der Position haben Sie mit 100 % Gewinn verkauft,
Ihren Einsatz haben Sie also raus. Den Rest lassen Sie nun
weiterlaufen mit einem Trailing Stopp von 25 %, also derzeit
bei 30 Euro.


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Ausgabe 21.01.06: Ölbohrunternehmen

Nabors Industries
WKN 662778
Börsenplatz München
Kauflimit 56,80 Euro
Kurs aktuell 57,50

Lesen Sie zu Nabors bitte die Leserfrage in Kapitel 05.

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Ausgabe 21.01.06: Steve Jobs bei Walt Disney

Apple Computers
WKN 865985
Börsenplatz Frankfurt
Kauflimit 62 Euro
Kurs aktuell: 60,52

Meine schlimmsten Befürchtungen, dass der Kurs noch auf 50 Euro
rutschen könnte, sind nicht eingetreten. Tiefstkurse der
Korrektur waren bei 52,50 Euro, seither hat der Kurs in nur vier
Tagen 13 % zugelegt. Apple ist also wieder auf Kurs.

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Ausgabe 15.01.06: Gesundes Wachstumsunternehmen

Yahoo!
WKN 900103
Börsenplatz Berlin
Kauflimit 27 Euro
Kurs aktuell 27,70 Euro

So, nun ist auch die Korrektur in den Google Aktien abgeschlossen
– ein Umstand, der die Yahoo! Aktien am Steigen gehindert hat.
Bitte anschnallen und gut festhalten – es geht los.


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07. CHARTTECHNIK DOW JONES, Dax & GOLD, Öl, $, €, Yen, Nikkei
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Die Charts dazu können Sie im Kundenbereich unter
http://heibel-ticker.de/kundenbereich nachschlagen. Sie
benötigen dazu Ihre E-Mail Adresse und Ihr Passwort.


Charttechnik

Für kurzfristige Betrachtungen zur Bestimmung von optimalen
Ein- oder Ausstiegszeitpunkten sowie Marken wird die
Charttechnik zu Rate gezogen. Hier eine kurze Betrachtung
einiger wichtiger Charts:


Dow Jones Industrial 11.062 Punkte

Wie erwartet ist der Dow Jones an der oberen Marke seines nunmehr
steilen Aufwärtskanals bei 11.200 Punkten abgeprallt. Am Mittwoch
betrug untertags der Höchstkurs genau 11.198,73 Punkte. Seither
bewegt sich der Index wieder in Richtung seiner unteren Grenze,
die derzeit bei 10.930 Punkten verläuft.


DAX 5.871 Punkte

Noch immer kennt der DAX kein Halten. Fast täglich kratzt er an
der oberen Grenze seines steilen Aufwärtskanals, dessen obere
Markierung derzeit bei 5.875 Punkten verläuft. Die untere Linie
verläuft bei 5.575 Punkten. Im Falle einer heftigen Korrektur ist
die nächste Unterstützung erst bei 4.830 Punkten in Sicht.

Gold 558 US-Dollar

Noch immer schwankt das Gold im Wochenvergleich nahezu
unverändert im unteren Bereich seines breiten Aufwärtskanal,
dessen Grenzen bei 530 und 590 US-Dollar verlaufen.

Crude Oil 62,91 US-Dollar

Die untere Markierung des Trendkanals bei 61 US-Dollar hat
gehalten. Die Charttechnik gibt nun den Weg frei zu neuen
Höchstkursen bei 74 US-Dollar je Fass Crude Oil.

Wechselkurs US-Dollar / Euro 1,1928 $/€

Der Trendkanal zwischen 1,19 und 1,23 US-Dollar je Euro bleibt
gültig. Eine weitere Seitwärtsbewegung ist möglich, sofern durch
die Worte Helikopter Bens nicht eine US-Dollar Rallye initiiert
wird. Ich halte dies für möglich, ein Anstieg auf 1,17 US-Dollar
je Euro wäre dann der nächste Schritt.


Wechselkurs Yen / Euro 138,67 Y/€

Wie erwartet gewinnt der Yen nachdem er an der oberen Markierung
bei 145 Y/€ abprallte wieder an Stärke. Für die nächsten Tage
erwarte ich ein Testen der Unterstützung bei9 138 Y/€.

Nikkei 16.102 Punkte

Wider Erwarten hat der Nikkei nach kurzem Unterschreiten seiner
unteren Unterstützung doch noch den Sprung zurück in die alte
Handelsspanne geschafft. Nach dem kurzfristigen Unterschreiten
bei 15.900 Punkten konnte ein weiterer Rutsch somit vermieden
werden. Nunmehr bildet sich eine Seitwärtskonsolidierung zwischen
15.500 und 16.700 Punkten.

Eine erfolgreiche Börsenwoche,
take share

Stephan Heibel
http://heibel-ticker.de


mailto:info@heibel-ticker.de



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08. DISCLAIMER / HAFTUNGSAUSSCHLUSS UND RISIKOHINWEISE
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Wer un- oder überpersönliche Schreib- oder Redeweisen
nachmacht oder verfälscht oder nachgemachte oder verfälschte
un- oder überpersönliche Schreib- oder Redeweisen in Umlauf
setzt, wird mit Lust-, manchmal auch mit Erkenntnisgewinn
belohnt; und wenn alles gut geht, fällt davon sogar etwas für
Sie ab. (frei nach Robert Gernhardt)

Wir recherchieren sorgfältig und richten uns selber
nach unseren Anlageideen. Dennoch müssen wir jegliche
Regressansprüche ausschließen, die aus der Verwendung
der Inhalte des Heibel-Tickers entstehen könnten.

Die Inhalte des Heibel-Tickers spiegeln unsere Meinung
wider. Sie stellen keine Beratung, schon gar keine
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Die Börse ist ein komplexes Gebilde mit eigenen Regeln.
Anlageentscheidungen sollten nur von Anlegern mit
entsprechenden Kenntnissen und Erfahrungen vorgenommen
werden. Anleger, die kein tiefgreifendes Know-how über
die Börse besitzen, sollten unbedingt vor einer
Anlageentscheidung die eigene Hausbank oder einen
Vermögensverwalter konsultieren.

Die Verwendung der Inhalte dieses Heibel-Tickers erfolgt
auf eigene Gefahr. Die Geldanlage an der Börse
beinhaltet das Risiko enormer Verluste bis hin zum
Totalverlust des eingesetzten Kapitals.


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