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04.03.2006:
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H E I B E L - T I C K E R P L U S

F I N A N Z I N F O R M A T I O N E N

- Einfach einen Tick besser -
______________________________________________

DEUTSCHE BIBLIOTHEK : ISSN 9999-9999

Erscheinungsweise: wöchentlich Freitag/Samstag
* Bitte Schriftart Courier einstellen *
(-;______________________________________________;-)

I N H A L T

01. Info-Kicker: ZICKZACK UND NEUE RICHTUNGSSUCHE IN DEN USA
02. RÜCKBLICK: NEBEN GOOGLE UND DEM ÖL VERBLASST ALLES ANDERE
03. AUSBLICK: ENDE DER US-ZINSSTEIGERUNGEN, NEUE ÖLBÖRSE
04. SPEKULIEREN AUF DEN US-DOLLARVERFALL
05. LESERFRAGEN:
FRAGE 1: OPTIONSSCHEINE UND DERIVATE
FRAGE 2: NORTEL
FRAGE 3: SCHWELLENLÄNDER
FRAGE 4: TOYOTA, SIEMENS, BASF
06. BEOBACHTETE WERTE
07. CHARTTECHNIK DOW JONES, Dax & GOLD, Öl, $, €, Yen, Nikkei
08. DISCLAIMER / HAFTUNGSAUSSCHLUSS UND RISIKOHINWEISE
09. AN-/ABMELDUNG


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01. Info-Kicker: ZICKZACK UND NEUE RICHTUNGSSUCHE IN DEN USA
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Liebe Börsenfreunde,

diese Woche erlebten wir einen Zickzackkurs wie selten zuvor. Die
Kursgewinne des einen Tages wurde am nächsten Tag wieder
egalisiert. Dies deutet auf einen Wechsel im Anlegerverhalten
hin, denn viel Aktivität mit wenig Ergebnis deutet auf
Umschichtungen von einer Branche in eine andere.

Ich habe heute für Sie einige Einzelunternehmen, die in der
vergangenen Woche für Schlagzeilen sorgten, unter die Lupe
genommen. Im Ausblick lege ich Ihnen die Gründe dar, warum ich
einen ansteigenden Euro gegenüber dem US-Dollar erwarte.

Die heutige Empfehlung ist erstmals ein Optionsschein. Eine Call
Option auf den Euro, die Ihnen bis zu 66 % Gewinn in wenigen
Wochen liefern kann bei einem Kursrisiko von 20 %.

Ich wünsche Ihnen eine anregende Lektüre.

take share, Ihr
Börsenschreibel

Stephan Heibel

Chefredakteur und
Herausgeber des
Heibel-Ticker

P.S.: Lassen Sie mich Ihre Meinung, Kritik oder
Verbesserungsvorschläge wissen (selbst Lob ist willkommen ;-)
und schreiben Sie mir an leserbrief@heibel-ticker.de.

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02. RÜCKBLICK: NEBEN GOOGLE UND DEM ÖL VERBLASST ALLES ANDERE
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Zum Wochenbeginn wurde zunächst einmal die Erleichterung über den
missglückten Anschlag auf die Ölförderstätte in Saudi Arabien vom
vorangegangenen Freitag abgeschüttelt. Der Ölpreis, der aufgrund
des „Fastanschlags" am Freitag kräftig angestiegen war, sank
wieder ab. Im Gegenzug konnten die Aktien gut zulegen.


LOWE'S

Sicherlich war auch das Quartalsergebnis des Heimwerkers Lowe's
für die gute Börsenlaune mit verantwortlich. Der Gewinn stieg im
4. Quartal 2005 überraschend stark um 37 % an. Dieser positive
Trend solle sich nach der Prognose des Managements auch im Jahr
2006 fortsetzen.

Das sind wohl die Spätfolgen des Immobilienbooms in den USA. Denn
die Verkäufe von Neubauten fielen im Januar 2006 im Vergleich zum
Vorjahr um 5 %. So langsam scheint der Boom im Immobilienmarkt
dem Ende entgegen zu gehen. Kein Grund zur Sorge für Sie, denn
die Preise sind nach wie vor stabil. Im Durchschnitt seien die
Hauspreise in den USA im vergangenen Jahr um 13 % angestiegen,
vermeldete das Büro des „Federal Housing Enterprise Oversight".

Es werden also nicht mehr so viele Neubauten verkauft.
Gleichzeitig steigen die Immobilienpreise jedoch weiter an. Für
Lowe's bedeutet dies weiterhin gute Geschäfte. Denn solange
Immobilienpreise steigen, werden deren Bewohner auch weiterhin in
Renovierung und Ausstattung der Häuser investieren. Alles
Notwendige dazu verkauft Lowe's.

Die Aktien von Lowe's (Kürzel: LOW) notieren tatsächlich dem
Kürzel entsprechend, nämlich „low" (zu Deutsch: tief). Das
Kurs/Gewinn-Verhältnis (KGV) beträgt 19, bei einem Umsatz- und
Gewinnwachstum von 25 % bzw. 37 % resp. ist ein wesentlich
höheres KGV vertretbar. Die Price/Earnings/Growth-Rate (PEG-Rate)
ist somit auch mit 0,85 deutlich unter dem als fair angesehenen
Wert von 1. Die Verschuldungsquote ist gering und es bleibt genug
Bares (freier Cashflow) übrig.

Wenn Sie sich den langfristigen Kursverlauf von Lowe's anschauen,
dann gibt es auch hier nichts auszusetzen. Kontinuierliches
Wachstum ohne besondere Kurskapriolen. Seit 2001 ist der Kurs von
20 US-Dollar auf nunmehr 67,35 US-Dollar angestiegen. Und das war
keine besondere Hausse, die durch den Immobilienboom initiiert
wurde, sondern diese Wachstumsgeschwindigkeit legt das
Unternehmen bereits seit 1985 an den Tag.

Also: Wer noch eine Aktie sucht, die er bis zur Rente halten
kann, der sollte sich Lowe's einmal genauer anschauen.


APPLE

Am Dienstag machte Apple Schlagzeilen: Es wurde der neue MacMini
vorgestellt. Dieser kleine Superstar ist nun mit einem
Empfangsteil für eine Fernbedienung ausgestattet und enthält
erstmals Intel-Prozessoren. Vor dem Hintergrund des Vorstoßes
Microsofts in die Gadget Szene der Musikwelt wurde von
Beobachtern etwas Besonderes von Apple erwartet, womit
Firmengründer Steve Jobs seine Führungsposition im MP3-Markt
behaupten würde.

Nun, es wurde eine Stereo-Anlage vorgestellt, in die der iPod
einfach hineingestellt werden kann. Aber der Knüller war das
nicht.

Sie erinnern sich, in der Ausgabe des Heibel-Tickers vom 21.1.
dieses Jahres habe ich Ihnen die vielfältigen Verflechtungen des
Steve Jobs aufgezeigt: Durch die Übernahme von Pixar durch die
Mickey Maus hat Steve Jobs als größter Aktionär Pixars nun einen
Aufsichtsratsposten bei Walt Disney. Ich erwarte den neuen
Vorstoß Apples eher im der Video-Bereich, als in der
Musikbranche. Was die Musik angeht, da kann man nicht mehr viel
an dem iPod und iTunes verbessern. Microsoft ist also zu spät.

Dennoch, solche Überlegungen sind den meisten Analysten fremd.
Während die Aktie am Dienstag noch im Plus eröffnet hatte, fiel
sie im Tagesverlauf aus Enttäuschung über die ausgebliebene
Überraschung um rund 5 % auf 68 US-Dollar. Die angelaufene
Erholung wurde somit nochmals unterbrochen.


GOOGLE

Aber noch vor Apple sorgte eine Randbemerkung des Google
Finanzchefs George Reyes im Rahmen einer Technologiekonferenz
Googles für Furore. Reyes gab bekannt, dass die Zeiten des
exponentiellen, automatischen Wachstums bei Google nun vorerst
beendet seien. Man müsse nun nach neuen Wachstumsmärkten suchen.

Wer genau hinhört, der wird bemerken, dass dies nichts Neues aus
dem Hause Google ist. Dort wurde schon immer gesagt, dass Googles
Einnahmen aus dem Werbemarkt irgendwann durch weitere Einnahmen
ergänzt werden müssen, wenn die Wachstumsgeschwindigkeit
beibehalten werden soll. Analysten waren jedoch schockiert, diese
Binsenweisheit so deutlich vor Augen geführt zu bekommen.
Vielleicht waren sie auch schockiert, dass dies bereits jetzt der
Fall sein solle – wo doch Google gerade einmal 100 Mrd. US-Dollar
wert ist.

Ich weiß es nicht, aber ich halte die Panik, die aus dieser
Bemerkung gemacht wurde, für übertrieben. Zumal nicht nur Googles
Aktien binnen weniger Minuten 12 % abstürzten, sondern auch
Yahoo! Aktien um 4 % niedergeprügelt wurde.

Für Google hatte ich eine solche Entwicklung erwartet. Ich meine
damit die Entwicklung, dass zu einem bestimmten Punkt das
Geschäft Googles nicht mehr allein auf Werbeeinnahmen beruhen
kann. Derzeit sind 98 % der Einnahmen Googles Werbeeinnahmen.

Denn auch Yahoo! hatte diese Entwicklung einmal durchmachen
müssen. Damals wurde Terry Semel als neuer Yahoo! Chef
angeheuert, und er schaffte es binnen weniger Monate, einige
kostenpflichtige Dienste erfolgreich am Markt zu platzieren.
Seither wächst Yahoo! mit einem diversifizierten Einkommensstrom
mit noch immer stolzen 40 % p.a.

Google wächst derzeit bei ähnlicher Umsatzgröße noch doppelt so
schnell wie Yahoo!, das Unternehmen ist dementsprechend doppelt
so hoch bewertet. Ein Rückfall auf langsamere Wachstumsraten
würde natürlich auch einen Kursrückschlag zur Folge haben. Das
KGV von 75 ließe sich dann kaum mehr rechtfertigen.

Aber noch ist es nicht soweit. Und noch ist das Unternehmen in
meinen Augen fair bewertet. Google ist das einzige Unternehmen,
das mit über 80 % p.a. im Umsatz sowie im Gewinn wächst. Und das
schon sein vier Jahren. Wenn nun das Wachstum langsam abnehmen
sollte, dann könnte der Kurs ebenfalls aufhören, weiter zu
steigen. Einen absoluten Ausverkauf halte ich aber nicht für
gerechtfertigt.

Google ist derzeit in aller Munde. Egal, was sonst noch an der
Börse geschieht: Wenn eine Meldung aus dem Hause Google kommt,
dann halten alle den Atem an. Dessen sollte sich CFO Reyes
bewusst sein. Falls er dies noch nicht bemerkt hat, dann ist er
der falsche Mann auf diesem Posten.

Nun, wie übertrieben die Reaktion an der Börse war, zeigte sich
schon in den Minuten nach dieser Bemerkung: Der Kurs holte in den
folgenden zwei Stunden die Hälfte des erlittenen Verlustes wieder
auf. Bis zum Wochenende konnte sogar der größte Teil des
Verlustes egalisiert werden.

An der Kurserholung war nicht zuletzt dann auch der Google CEO
Eric Schmidt beteiligt, indem er Analysten mitteilte, dass er
noch genügend Raum für Wachstum sehe, um aus Google ein 100-Mrd.-
Dollarunternehmen zu machen. Da Google schon heute 111 Mrd. US-
Dollar wert ist, muss er damit wohl den Umsatz gemeint haben –
und der steht heute gerade einmal bei 6 Mrd. US-Dollar.

Fazit: die regelmäßigen Leser unter Ihnen wissen, dass ich Yahoo!
für die bessere Aktie halte. Google ist viel zu volatil. Wer
versucht, im Google-Spiel mitzumachen, der riskiert Kopf und
Kragen.

Aber lassen Sie mich noch eine Überlegung zum Schluss bringen,
die das Bewertungsniveau von Google wieder relativiert: Ich
glaube, Google wird im Jahr 2006 rund 10 US-Dollar je Aktie
verdienen – allein aus Werbung. Das ist dann wieder ein Wachstum
von 80 % und das würde bei heutigem Kurs von 378,18 US-Dollar ein
KGV von nur noch 37,8 bedeuten. Ich kann mir nicht vorstellen,
dass Google zum Jahresende noch unter 400 US-Dollar notiert.


GENERAL MOTORS

Vergleichen Sie einmal die 100 Mrd. US-Dollar Börsenwert bei 6
Mrd. US-Dollar Umsatz von Google mit den 10 Mrd. US-Dollar
Börsenwert bei 192 Mrd. US-Dollar Umsatz bei General Motors. Wie
kommt denn so etwas zustande?

Nun, GM hat 285 Mrd. US-Dollar Schulden. Außerdem verliert das
Unternehmen Marktanteile an Toyota und Honda.

Vor einigen Tagen sprach ich auf einer Messe mit dem Herausgeber
einer Münzzeitschrift. Er wollte mich überzeugen, dass der Umsatz
doch bei GM günstig bewertet sei. Und ganz besonders stolz war er
auf die Dividendenrendite von 5 %.

Nun, solange GM noch eine Dividende zahlen kann, mag dies
attraktiv sein. Aber was in der Presse kaum dokumentiert wird,
ist der Kampf ums Überleben bei GM. Schon vor einigen Monaten
ging Delphi in die Insolvenz.

Delphi ist eine ehemalige Tochter von GM und wurde an die Börse
gebracht. Weltweit ist Delphi der größte Automobilzulieferer. Die
Pleite von Delphi hat auch für GM weitreichende Auswirkungen: Es
kommt zu Lieferengpässen bei den Vorprodukten und damit zu
kostspieligen Produktionsunregelmäßigkeiten. Wenn GM irgendwie in
der Lage gewesen wäre, hätte man Delphi aufgefangen. Doch die
Bilanz von GM hält keinen Spielraum mehr für eine solche
Rettungsaktion bereit.

Seit mehreren Jahren schon verkauft GM seine Autos teilweise
unter den eigenen Produktionskosten. Es wird produziert, um im
Geschäft zu bleiben. Die Zinslast der Schulden kann nicht mehr
bedient werden, immer neue Schuldverschreibungen werden
ausgegeben. Seit Jahren wartet man auf eine Wende im
Automobilgeschäft – doch bei GM bleibt die Wende aus.

Ich würde ja an ein Konjunkturtal glauben, wenn ich nicht
gleichzeitig sehen würde, wie Honda, Toyota und auch BMW und
Daimler (ohne Chrysler! :-) derzeit Rekordumsätze und –gewinne
erwirtschafteten. Dies wurde am Mittwoch dieser Woche bekannt
gegeben. Es ist also nicht die schlechte Konjunktur, die GM zu
schaffen macht, sondern es sind die eigenen schlechten Autos...
aber das wissen wir Deutschen ja ohnehin schon seit langem.

Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass sinkende Stahlpreise,
sowie ein fallender US-Dollar, dem Unternehmen aus der Patsche
helfen würden. Vielmehr wird das Ende irgendwann so aussehen,
dass auch GM insolvent wird und einen Grossteil seiner
Verpflichtungen gegenüber Zulieferern, sowie seinen eigenen
Pensionären und auch Aktionären nicht mehr erfüllen wird.

Lassen Sie also die Finger von GM Aktien!

Anders sieht es bei GM Unternehmensanleihen aus. Aktien zählen
zum Eigenkapital, Anleihen zum Fremdkapital. Als erstes werden
die Anteilseigner bluten, also die Aktionäre. Nur wenn nichts
mehr zu retten ist, werden die Anleihenschuldner verprellt. Ihre
hochverzinslichen GM Anleihen sind also nicht ganz so unsicher
wie die Aktien. Dennoch sollten Sie bei Ihrer Anlage lieber auf
Unternehmensanleihen anderer Unternehmen zurückgreifen.

Der Wochenausklang verlief ähnlich wechselhaft wie der Rest der
Woche: Der Ölpreis stieg am Donnerstag und ließ die Aktien
fallen. Am Freitag fiel der Ölpreis wieder etwas zurück, so dass
die Aktien wieder steigen konnten. Zum Wochenende notierte der
Preis für das Fass Crude Oil bei 63,67 US-Dollar und damit
deutlich höher als zum Wochenbeginn. Gleichzeitig legte auch der
Preis für die Feinunze Gold deutlich auf 565,45 US-Dollar zu.

Die Rohstoffkorrektur scheint damit endgültig ad acta gelegt zu
sein. Steigende Rohstoffpreise werden weiterhin die
Inflationsrate in die Höhe drücken. Weitere Zinsanhebungen von
Helikopter Ben (US-Notenbankchef Ben Bernanke, der zur Abwehr
einer Deflation Geldscheine aus Helikoptern über den Menschen
abwerfen würde) gelten als gesichert: Von derzeit 4,5 wird noch
im März der Schritt auf 4,75 % erwartet. Anschließend ist man
sich nicht mehr ganz so sicher, ob noch ein weiterer Schritt auf
5 % im Mai folgen wird. Ihr Autor geht davon aus, denn steigende
Rohstoffpreise sind die Vorboten einer hohen Inflationsrate und
dessen ist sich auch Helikopter Ben bewusst.


INTEL

Intel schaffte es diese Woche gleich zweimal in die Schlagzeilen:
Zum Wochenbeginn wurde das Unternehmen von JMP Securities
aufgewertet mit der Begründung, das Geschäft mit den neuen Apple-
Computern könne positive Auswirkungen auf das Geschäft haben.
Diese Hoffnungen machte Intel selbst jedoch wieder am heutigen
Freitag zunichte, als es seine Umsatz- und Gewinnerwartungen für
das laufende Quartal senkte.

Die Aktien rutschten erstmals seit 2004 wieder unter 20 US-
Dollar.


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03. AUSBLICK: ENDE DER US-ZINSSTEIGERUNGEN, NEUE ÖLBÖRSE
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Wir befinden uns nun im März und ich komme langsam zu der
Überzeugung, dass der US-Dollar in diesem Jahr doch noch fallen
muss.

Anfang 2005 war ich fast alleine mit meiner Prognose, dass beim
Stand von 1,36 USD/EUR eine Trendumkehr im US-Dollar stattfinden
werde. Ende 2005 stand der Wechselkurs bei 1,19 USD/EUR, ich
hatte also Recht behalten.

Doch noch immer waren die Stimmen laut, die einen schwachen US-
Dollar herbei riefen. Für mich ein Zeichen, dass es für eine
Trendumkehr noch zu früh war.

Inzwischen sind diese Stimmen verstummt. Mir scheint, als gebe es
gar keine Meinung mehr zum weiteren Verlauf des Wechselkurses
zwischen dem US-Dollar und dem Euro.

Dabei zeichnen sich nun einige Dinge ab, die durchaus eine neue
Richtung begründen können. Kurz gesagt: Ich erwarte für die
nächsten Monate einen festeren Euro und einen schwächeren US-
Dollar.

Im wesentlichen sehe ich zwei Gründe dafür: zum einen steigende
Zinsen in Europa und zum anderen wackelt der Thron des US-Dollars
als einzige Weltwährung.

Am Donnerstag dieser Woche hat die EZB den europäischen Leitzins
von 2,25 % auf 2,5 % angehoben. Diese Entscheidung war weithin
erwartet worden und stellt somit keine Überraschung dar. Damit
zeigt nunmehr Europa, dass auch diesseits des Atlantiks auf
Inflationsgefahren durch Zinsanhebungen reagiert wird, um die
Stabilität des Euro zu wahren. Gelder, die bislang in die USA
geflossen sind, um die dortigen höheren Zinsen zu nutzen, werden
nunmehr auch einmal einen Blick auf europäische festverzinsliche
Papiere werfen.

Gleichzeitig lässt die gute Konjunktur in Japan auch vermuten,
dass die seit fünf Jahren bestehenden 0 % Zinsen nicht mehr lange
gehalten werden. Auch die japanische Notenbank könnte schon bald
mit Zinserhöhungen beginnen und damit die Attraktivität des US-
Dollars untergraben.

Geld geht immer dorthin, wo es am besten behandelt wird. Während
in Europa die Zinsen bei 2 % standen und in den USA bereits über
4 % bezahlt wurden, haben viele Anleger ihre Gelder in die USA
verschoben. Sie haben dabei gleich doppelt profitiert: Zum einen
von höheren Zinsen und zum anderen auch noch vom steigenden US-
Dollarwert.

Schon allein die Tatsache, dass sich die Zinsspanne nicht weiter
vergrößert, wird dafür sorgen, dass nunmehr weniger Geld in die
USA fließt. Sollte dann in den USA bei einem Leitzins von 5 % im
Mai das Ende der Leitzinserhöhungen verkündet werden, während
sich die EZB gegebenenfalls noch immer weitere Schritte
vorbehält, dann werden Gelder wieder zurück nach Europa fließen.

Ähnlich sieht es mit den japanischen Yen aus – auch diese werden
dann nicht mehr in die USA geschickt, sondern lieber im eigenen
Land angelegt.

Die Zeiten des festen US-Dollars sind also vorbei.


Aber noch ein zweites Argument macht mich nachdenklich. Am 20.
März soll im Iran eine neue Ölbörse eröffnet werden. Diese Börse
soll, so die Planung, erstmals den Handel in Öl auch gegen Euro
zulassen. Bislang wird Öl weltweit in US-Dollar gehandelt.

Auf den ersten Blick eine ganz einfache und natürliche Sache.
Wenn Sie aber einen genauen Blick auf dieses Vorhaben werfen,
werden Ihnen die Hintergründe einiger Vorkommnisse der jüngsten
Geschichte fraglich erscheinen.

Heute müssen Unternehmen und Staaten, die Öl kaufen wollen,
zunächst US-Dollar erwerben, damit sie dann in US-Dollar zahlen
können. Wenn beispielsweise Deutschland von Russland Öl kauft,
dann muss Deutschland zunächst einige Euro nehmen und in US-
Dollar wechseln, um diese anschließend nach Russland schicken zu
können. Die Russen wiederum tauschen die eingenommenen Devisen
gegen den Rubel ein oder legen die US-Dollar in US-Staatsanleihen
an.

Allein die Notwendigkeit, über den US-Dollar zu gehen, stellt
schon eine Nachfrage nach dem US-Dollar dar. Wenn Deutschland
künftig beispielsweise in Euro abrechnen könnte, dann bliebe der
Umweg über den US-Dollar erspart.

Die iranische Ölbörse könnte also dafür sorgen, dass ein bisschen
weniger US-Dollar auf den Weltfinanzmärkten zirkulieren. Und dies
würde zu einem schwächeren US-Dollar führen.

Wie stark dieser Effekt ist, das hängt von der Akzeptanz der
neuen Ölbörse ab. Der Umstand, dass diese im Iran liegt, wird da
sicherlich einen Hemmschuh darstellen. Aber, dass den USA eine
solche Börse ein Dorn im Auge ist, hat sich schon vor drei Jahren
im Irak gezeigt: Saddam Hussein wollte bereits eine solche Euro-
Ölbörse einführen. Nach dem Einmarsch der Amis in Bagdad wurde
dieses Projekt jedoch umgehend gestoppt.

Bislang ist die iranische Ölbörse noch kaum in den Medien
aufgetaucht. Ich frage mich, warum? Ist sie völlig unwichtig,
oder hat man die Gefahr dieser Börse noch nicht erkannt?

Nun, wir können den möglichen Erfolg dieser Ölbörse heute noch
nicht abschätzen. Aber ich erwarte für die nächsten Wochen, dass
die iranische Ölbörse mit all ihren „möglichen" Folgen für den
US-Dollar in den Medien noch breit getreten wird. Daher habe ich
im folgenden Kapitel eine Spekulation für Sie ausgearbeitet, mit
der Sie von diesem Medienspektakel profitieren können.


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04. SPEKULIEREN AUF DEN US-DOLLARVERFALL
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Derzeit steht der Wechselkurs bei 1,2037 USD/EUR. Bei 1,23
USD/EUR existiert ein Widerstand, bei 1,185 USD/EUR eine
Unterstützung. Ich erwarte, dass aus Gründen, die ich im
Vorkapitel genannt habe, der US-Dollar schon bald nach unten
durchrutschen wird – sprich über 1,23 notieren wird.

Okay, diese Sprache ist etwas verwirrend: steigt der Euro, so
steigt auch der Betrag, der in US-Dollar gerechnet für einen Euro
gezahlt werden muss. Zur Zeit müssen 1,2037 US-Dollar für einen
Euro gezahlt werden. Wenn der US-Dollar fällt, wie ich es
erwarte, dann steigt also der Betrag, der an US-Dollar für einen
Euro gezahlt werden muss. Der Wechselkurs bewegt sich also
Richtung 1,23 USD/EUR.

Im umgekehrten Fall, wenn der US-Dollar im Wert steigt, dann
reichen weniger US-Dollar, um einen Euro zu kaufen. Eine
charttechnische Grenze befindet sich bei 1,185 US-Dollar je Euro.

Ich erwarte jedoch eine Entwicklung des Wechselkurses über 1,23
USD/EUR hinaus in Richtung 1,25 USD/EUR.


CALL OPTIONSSCHEIN

Sie können mit einem Call Optionsschein auf den Euro auf diese
Entwicklung spekulieren. Ich bevorzuge Optionsscheine, die etwas
im Geld notieren, da dort der Totalverlust meist ausgeschlossen
werden kann, wenn Sie aufpassen.

Als Laufzeit für unsere Spekulation halte ich drei Monate für
ausreichend.

Die Citigroup bietet beispielsweise einen entsprechenden
Optionsschein unter der WKN CG12SM, ISIN DE000CG12SM0 an. Das
Bezugsverhältnis beträgt 1:100, der Basispreis liegt bei 1,125
USD/EUR. Der Optionsschein notiert also im Geld.

Die Laufzeit endet am 21.6., Sie können aber jederzeit vorher
schon Ihre Optionsscheine verkaufen.

Der Kurs steht bei 7,23 in Frankfurt. Zu diesem Kurs werden bis
zu 50.000 Stück angeboten – ich rate Ihnen aber, diese
Spekulation nur mit einem kleinen Betrag einzugehen.

Sollte im schlimmsten Falle der Wechselkurs von derzeit 1,2037
auf 1,185 USD/EUR fallen, so würde der Wert des Call
Optionsscheines, je nach dem Zeitpunkt, zu dem dies geschieht,
unter 6 Euro fallen. Mit einem engen Stopp Loss betrüge der
Verlust dann um die 20 %.

Tritt jedoch das von mir erwartete Szenario ein, so würde sich
der Wechselkurs auf 1,23 USD/EUR setzen. Dort wäre unser Call
Optionsschein ungefähr, in Abhängigkeit vom Zeitpunkt, 10 Euro
wert. Dies entspräche einem Gewinn von 38 %.

Ein Chance/Risikoverhältnis von 2:1 halte ich für okay.

Im günstigsten Fall überspringt der Wechselkurs sogar unsere
Hürde bei 1,23 USD/EUR und schafft die 1,25 USD/EUR. Dann würde
der ungefähre Kurs des Optionsscheines bei 12 Euro liegen. Dies
entspräche einem Gewinn von 66 %.

Wir haben in unserem Portfolio bereits eine ganze Anzahl an
soliden Aktien, so dass ich es mir nun erlaube, auch einmal eine
spekulativere Anlageidee vorzustellen. Ich bitte Sie aber
ausdrücklich, diese Idee nicht mit Ihrem ganzen Hab und Gut zu
verfolgen, sondern lediglich einen kleinen spekulativen Teil
einzusetzen. Bei Optionsscheinen besteht das Risiko des
Totalverlustes, wenn Sie nicht täglich am Ball bleiben.

Ich werde in jedem Fall täglich den Wechselkurs beobachten und
schicke Ihnen auch unter der Woche eine E-Mail, wenn sich etwas
Wichtiges tut.


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05. LESERFRAGEN: OPTIONSSCHEINE UND DERIVATE
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FRAGE 1:

Hallo Herr Heibel,

Ihr Börsenbrief und vor allem Ihre kompetenten Analysen gefallen
mir im Vergleich zu einigen anderen Analysten sehr gut.

Es wäre aber schön, wenn Sie in Ihre Empfehlungen auch Aktien mit
aufnehmen würden, die für OS und Hebelzertifikate geeignet
erscheinen. Dabei sollten 2 Kategorien gewählt werden: einmal
Longs für konservative Investoren und zum anderen spekulativere
Derivate für die Risikobereiteren. Und das für "alle Fälle", also
auch für fallende Kurse.

Das würde Ihre Kundschaft sicherlich ungemein erweitern.

Freundliche Grüße, Klaus aus Wallenfels

ANTWORT 1:

Ich persönlich habe schon viel mit Optionsscheinen spekuliert.
Für meine Leser habe ich dieses Thema bislang noch nie in Angriff
genommen, da von den Lesern ein großes Maß an Kenntnissen
gefordert wird. Ich werde gerne hin und wieder Optionsscheine
besprechen und zähle auf die Fragen meiner Leser, um die Probleme
beim Erfassen dieser komplexen Finanzinstrumente aufgreifen zu
können.

Zu Derivaten habe ich eine ganz eigene Meinung: Im vergangenen
Jahr habe ich an der Konzeption einer Derivate-Börse als Berater
mitgewirkt. Dabei ist mir aufgefallen, wie riskant diese Produkte
meist sind. Die Vielzahl der Haken und Ösen solcher Produkte
möchte ich hier nicht darlegen. Allerdings haben mich
Endloszertifikate unter bestimmten Bedingungen überzeugt. Wenn
ein Zertifikat auf einen bestehenden Index ohne
Laufzeitbeschränkung begeben wird und kein Einwirken des
begebenden Unternehmens auf den zugrundeliegenden Index möglich
ist, dann stellen solche Zertifikate ein probates Mittel zur
Diversifikation in bestimmte Branchen oder Märkte dar.


FRAGE 2: Nortel

dass ich künftig wieder zu Ihren Abonnenten zählen werde, das ist
ohnehin keine Frage.
Nun habe ich noch eine Leiche im Keller, von der ich nicht weiß,
was ich tun soll. Ich hatte keinen Stopp gesetzt und prompt war's
passiert:
Nortel ist im Urlaub so abgerutscht, dass ich danach nicht mehr
verkauft habe und hat sich seitdem auch nicht mehr erholt.
Halten oder raus?

Antwort 2:

Nortel: Nach unten ist Nortel gut abgesichert, denn die 10 Mrd.
Umsatz werden mit 13 Mrd. Marktkapitalisierung bewertet, die 3
Mrd. Schulden liegen gleichzeitig in bar auf den Konten und die
Profitabilität nimmt stetig zu. Irgendwann, könnte ich mir
vorstellen, wird der Nortel-Kurs wieder steigen...
...doch wann? Dazu fehlt mir der Katalysator. Auf dem
amerikanischen Markt hat Nortel derzeit keine so rechten Erfolge
- also sucht es sein Heil im Ausland und schließt nun mit großem
Getöse Joint Ventures in China.
Also: Ich denke nicht, dass der Kurs weiter fallen wird. Aber für
deutliche Kurssprünge nach oben brauchen Sie gegebenenfalls noch
sehr sehr viel Geduld. Es gibt interessantere Aktien.


FRAGE 3: SCHWELLENLÄNDER

Wie ist Ihre Meinung zu China, Thailand, Indien, der Türkei und
Südafrika?

ANTWORT 3:
China: Das Land ist, abgesehen davon, dass wir Kapitalisten im
Kommunismus nicht willkommen sein werden, noch nicht so weit,
dass Investoren über die Börse Unternehmensbeteiligungen eingehen
könnten. Enteignung, Rechtsunsicherheit und Korruption sind noch
zu groß, als dass Sie als Kleinaktionär chinesische Aktien kaufen
könnten.
Ich habe mir Unternehmen herausgesucht, die vom Wachstum Chinas
profitieren, indem Sie die dafür benötigten Rohstoffe liefern.
Schauen Sie sich beispielsweise das weltgrößte
Rohstoffunternehmen, den australischen BHP Billiton, einmal an.
Aber auch Anglo American, Posco (Stahl) und Cemex (Zement) sind
Unternehmen, die von dem weltweiten Konjunkturwachstum der
Schwellenländer profitieren.

Thailand: Keine Meinung (zumindest nicht fundiert ;-)

Indien: Ich erstelle gerade eine Sonderanalyse zu Indien. Diese
wird in 6 Wochen fertig sein. Sprechen Sie mich doch dann bitte
nochmals darauf an.

Türkei: Da spekulieren Sie auf die Entwicklung der EU-Anbindung
der Türkei. Im Einzelnen halte ich mich da zurück, die
Schwankungen können sehr groß sein. Wenn überhaupt, dann würde
ich mir ein Zertifikat heraussuchen, das den türkischen
Börsenindex abbildet.
Einzelwerte: Medion hat Gericom gekauft. Gericom hat
Qualitätsprobleme (jetzt also auch Medion). Grund dafür ist die
Produktion in der Türkei. Ich glaube also, dass die Türkei schon
wieder zu hoch gejubelt wurde. Überhaupt halte ich derzeit
Vorsicht bei Investitionen in Schwellenländer für angebracht,
denn der Renditespread (Unterschied zwischen der Rendite von
Unternehmensanleihen in Industrieländern zu Schwellenländern) zu
den Industrieländern ist auf historisch niedrigem Niveau.

Südafrika: So wie Deutschland derzeit eine Hausse erlebt, die
rechtzeitig VOR der WM im Sommer beendet werden wird, sehe ich
auch noch vier gute Börsenjahre für Südafrika. Dort wird für die
WM im Jahr 2010 gebaut. Das Land hat große Fortschritte gemacht,
zerstört aber gleichzeitig auch einiges, was noch in
Apartheitszeiten gut funktionierte. Der Umbruch wird weiterhin
mit Höhen und Tiefen vollzogen werden. Jetzt bis 2010 also ein
Hoch, danach Finger weg. Ich habe DRD Gold in einer
Empfehlungsliste.


FRAGE 4: Einzelwerte: Toyota, Siemens, BASF

Wie ist Ihre Meinung zu Toyota, Siemens und BASF?

ANTWORT 4:

Toyota: Super Aktie, wenn ich nicht Honda-Fan wäre, würde ich
Toyota empfehlen. Schon allein die Hybrid-Phantasie wird dem Kurs
Beine machen.

Siemens: Gutes Ergebnis und gute Wachstumsaussicht. Dort scheint
man nun aufgewacht zu sein. Die Aktien würde ich noch eine Weile
halten.

BASF: Ebenfalls eine gute Aktie, die aufgrund von mehren
Hiobsbotschaften der Branche immer wieder mit in den Keller
gezogen wurde. Dividendenrendite von 3% sowie KGV von 12 sind
attraktiv, also halten.



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06. BEOBACHTETE WERTE
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Ausgabe 24.02.06: Solarunternehmen

Solar-Fabrik
WKN 661471
ISIN DE0006614712
Kurs aktuell 13,20 Euro
Gekauft zu 12,86 Euro
Ziel 20 Euro bis Herbst 2006

Der Kurssprung der Vorwoche wurde in dieser Woche wieder
korrigiert. Wir konnten zu 13,20 Euro einsteigen. Bitte setzen
Sie ein großzügiges Stopp Loss bei 9,85 Euro.

==========

Ausgabe 17.02.06: Gold ETF

Gold ETF StreetTracks
US-Kürzel GLD
WKN A0DNJ8
ISIN US8633071043
Kurs aktuell 47,00 Euro
Gekauft zu 46,50 Euro

Die Gold- und Edelmetallhausse geht weiter, der Preis für eine
Feinunze Gold notiert mit 565,70 US-Dollar nur noch 2 % unter
seinem Höchstkurs vom Januar dieses Jahres. Gleichzeitig hat das
Silber schon neue 22-Jahres-Höchstkurse erzielt. Für dieses Jahr
erwarte ich noch einen Goldpreis deutlich über 600 US-Dollar.

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Ausgabe 03.02.06: Atomenergie

Cameco
WKN 882017
Börsenplatz Frankfurt
Kurs aktuell 31,43 Euro
Gekauft zu 30 Euro
Stopp Loss bei 26,50 Euro
Trendsurfer

Weiterhin steigt der Kurs ohne besondere Meldungen kontinuierlich
an. In dieser Woche um 1,5 %. Halten, Stopp Loss bei 26,50 Euro.

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Ausgabe 27.01.06: Japan

Matsushita
WKN 853666
Börsenplatz Frankfurt
Kurs aktuell 17,45
Kaufen unter 15 Euro

Mitsubishi UFJ
WKN A0HF5M
Börsenplatz Frankfurt
Kurs aktuell 12,36 Euro
Kauflimit 10 Euro

Honda Motor
WKN 853226
Börsenplatz Frankfurt
Kurs aktuell 48,40 Euro
Kauflimit 46,50 Euro

Unsere drei japanischen Samurais notieren alle noch immer kurz
über unseren Einstiegslimits. Wir warten geduldig ab.

Honda Motors geriet diese Woche gleich zweimal in die
Schlagzeilen: Zum einen über die Autoverkaufszahlen am Mittwoch
aus denen hervorging, dass Honda Marktanteile in den USA gewinnt.
Der Kurs stieg Mittwoch an. Gleichzeitig wurde jedoch eine
Unternehmensanleihe mit dem Volumen von 400 Mio. US-Dollar
begeben. Damit konnten die Barreserven von 5 Mrd. weiter
aufgebessert werden. Mir ist allerdings der Zweck dieser Übung
nicht klar geworden – so auch nicht den anderen Anlegern, denn
der Kurs fiel im Wochenverlauf um 4 %.


Kyocera
WKN 860614
Börse Berlin
Kurs aktuell 70,91 Euro
Kauflimit 64 Euro

Der Kurs von Kyocera ist ohne uns abgehoben. In der vergangenen
Woche erfolgte jedoch eine Korrektur, vielleicht wird unser
Einstiegslimit ja doch noch erreicht.


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Ausgabe 21.01.06: Goldmine

Goldcorp
WKN 890493
Börsenplatz Frankfurt
Kurs aktuell 23,30 Euro
Kauflimit 21,50 Euro
Stopp Loss bei 19,50 Euro

Gekauft zu 21,50 Euro. Gerade rechtzeitig, denn seither steigt
der Goldpreis , und damit auch die Aktie von Goldcorp, wieder
stark an. Halten und mit einem Stopp Loss bei 19,50 Euro
absichern.


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Alte Position: Rohstoffunternehmen

BHP Billiton
US-Kürzel BHP
WKN 850524
Kurs aktuell $36,41
gekauft zu $18

Die Hälfte der Position haben Sie mit 100 % Gewinn verkauft,
Ihren Einsatz haben Sie also raus. Den Rest lassen Sie nun
weiterlaufen mit einem Trailing Stopp von 25 %, also derzeit
bei 30 Euro.


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Ausgabe 21.01.06: Ölbohrunternehmen

Nabors Industries
WKN 662778
Börsenplatz München
Kauflimit 56,80 Euro
Kurs aktuell 55,50

Nachdem ich Nabors erstmalig zu 65 Euro empfohlen hatte ist der
Kurs nunmehr mit 15 % dick ins Minus gerutscht. Hat sich etwas an
der Situation geändert? Nein, denn noch immer gehe ich von einem
Rekordergebnis bei Nabors aus. Spätestens Anfang Mai wird der
Kurs deutlich über 65 Euro stehen. Für mich sind aktuelle Kurse
also noch immer Nachkaufkurse. Meine Schmerzgrenze bin ich bei
diesem Wert bereit, bis auf 50 Euro abzusenken. Erst darunter
mache ich mir Gedanken, ob Verluste realisiert werden sollten.

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Ausgabe 21.01.06: Steve Jobs bei Walt Disney

Apple Computers
WKN 865985
Börsenplatz Frankfurt
Kauflimit 62 Euro
Kurs aktuell: 57,54

Zu Apple lesen Sie bitte meine Ausführungen im Kapitel 02 –
Rückblick. Halten.

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Ausgabe 15.01.06: Gesundes Wachstumsunternehmen

Yahoo!
WKN 900103
Börsenplatz Berlin
Kauflimit 27 Euro
Kurs aktuell 26,55 Euro

Die Aufholjagd der Yahoo! Aktien wurde nochmals verschoben, da
Google die Branche mit einer Hiobsbotschaft in den Keller
geschickt hat. Zu Unrecht, wie ich meine und wie Sie bitte in
meinen Ausführungen im Kapitel 02 - Rückblick nachlesen können.
Halten.


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07. CHARTTECHNIK DOW JONES, Dax & GOLD, Öl, $, €, Yen, Nikkei
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Die Charts dazu können Sie im Kundenbereich unter
http://heibel-ticker.de/kundenbereich nachschlagen. Sie
benötigen dazu Ihre E-Mail Adresse und Ihr Passwort.


Charttechnik

Für kurzfristige Betrachtungen zur Bestimmung von optimalen
Ein- oder Ausstiegszeitpunkten sowie Marken wird die
Charttechnik zu Rate gezogen. Hier eine kurze Betrachtung
einiger wichtiger Charts:


Dow Jones Industrial 11.021 Punkte

Na, die von mir angegebenen oberen und unteren Markierungen beim
Dow Jones stimmen ja wie die Faust auf's Auge: Nachdem der obere
Widerstand bei 11.200 Punkten mit 11.198,73 Punkten fast genau
erreicht wurde tendiert der Dow Jones nun tiefer. Die untere
Unterstützung liegt bei 10.930 Punkten und wurde am gestrigen
Freitag mit einem Tief von 10.942 noch nicht ganz erreicht.
Montag wird es sich zeigen, ob auch diese Markierung ihre
Gültigkeit behält und der Dow Jones anschließend wieder
freundlicher tendiert.


DAX 5.721 Punkte

Mit einem 52-Wochen-Hoch bei 5.916 Punkten war erst einmal
Schluss mit der Rallye im DAX. Nun folgt eine kleine Korrektur,
dessen untere Linie bei 5.620 Punkten verläuft. Anschließend wäre
noch Raum für eine Fortsetzung der Korrektur bis 4.830 Punkte,
dies erwarte ich jedoch aus jetziger Sicht nicht. Ich hoffe, Sie
nutzen die letzten Wochen entsprechend meiner wiederholten
Empfehlungen zu Verkäufen.


Gold 565,70 US-Dollar

Noch immer schwankt das Gold im Wochenvergleich nahezu
unverändert im unteren Bereich seines breiten Aufwärtskanal,
dessen Grenzen bei 530 und 590 US-Dollar verlaufen.

Crude Oil 63,67 US-Dollar

Entsprechend unserer Erwartung ist der Ölpreis nun auf dem Weg zu
neuen Höchstkursen bei 74 US-Dollar je Fass Crude Oil.

Wechselkurs US-Dollar / Euro 1,2043 $/€

Der Trendkanal zwischen 1,19 und 1,23 US-Dollar je Euro bleibt
gültig. Ich erwarte einen Ausbruch aus der seit Oktober letzten
Jahres gültigen Handelsspanne in Richtung 1,25 USD/EUR, wie Sie
dem Kapitel 03 – Ausblick entnehmen können.


Wechselkurs Yen / Euro 140,18 Y/€

Die Unterstützung bei 138 YEN/EUR hat erwartungsgemäß gehalten,
nun erfolgt wieder die Gegenbewegung in Richtung 145 YEN/EUR.

Nikkei 15.663 Punkte

Die neuen Marken zwischen 15.500 und 16.700 Punkten etablieren
sich für eine längere Seitwärtsbewegung. .

Eine erfolgreiche Börsenwoche,
take share

Stephan Heibel
http://heibel-ticker.de


mailto:info@heibel-ticker.de



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08. DISCLAIMER / HAFTUNGSAUSSCHLUSS UND RISIKOHINWEISE
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Wer un- oder überpersönliche Schreib- oder Redeweisen
nachmacht oder verfälscht oder nachgemachte oder verfälschte
un- oder überpersönliche Schreib- oder Redeweisen in Umlauf
setzt, wird mit Lust-, manchmal auch mit Erkenntnisgewinn
belohnt; und wenn alles gut geht, fällt davon sogar etwas für
Sie ab. (frei nach Robert Gernhardt)

Wir recherchieren sorgfältig und richten uns selber
nach unseren Anlageideen. Dennoch müssen wir jegliche
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Anlageentscheidung die eigene Hausbank oder einen
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