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10.03.2006:
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H E I B E L - T I C K E R P L U S

F I N A N Z I N F O R M A T I O N E N

- Einfach einen Tick besser -
______________________________________________

DEUTSCHE BIBLIOTHEK : ISSN 1862-5436

Erscheinungsweise: wöchentlich Freitag/Samstag
* Bitte Schriftart Courier einstellen *
(-;______________________________________________;-)

I N H A L T

01. Info-Kicker: ALLE BÄREN ERLEGT, KORREKTURPHASE BEENDET
02. RÜCKBLICK: BÄRENMODUS FÜHRT ZU NEGATIVEN INTERPRETATIONEN
03. AUSBLICK: DEUTSCHLAND ALS RICHTUNGSWEISER FÜR DIE USA
04. ROHSTOFFKONZERNE FREEPORT McMoRAN und RIO TINTO KAUFEN
05. DAS UNTERNEHMEN, DAS UNS VOR DER VOGELGRIPPE SCHÜTZT
06. BEOBACHTETE WERTE
07. CHARTTECHNIK DOW JONES, DAX & GOLD, Öl, $, €, Yen, Nikkei
08. DISCLAIMER / HAFTUNGSAUSSCHLUSS UND RISIKOHINWEISE
09. AN-/ABMELDUNG



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01. Info-Kicker: ALLE BÄREN ERLEGT, KORREKTURPHASE BEENDET

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Liebe Börsenfreunde,

in den USA haben die Aktienbörsen nun zwei Wochen lang
kräftig korrigiert. Bei uns am DAX gab es gerade einmal
eine leichte Verschnaufpause.

Die Korrektur der Rohstoffpreise hat die Aktien einiger
internationaler Rohstoffkonzerne auf attraktive
Einstiegsniveaus zurück geholt. Ich stelle Ihnen heute Rio
Tinto sowie Freeport McMoRan vor, die ich beide für gute
Langfristanlagen halte.

Ein besonderes Schmankerl der heutigen Ausgabe: Das
Unternehmen, dass derzeit die Nase vorn hat bei der Suche
nach einem Gegenmittel gegen die Vogelgrippe wird meiner
Ansicht nach in den nächsten Monaten von der Börse wie eine
Rakete in den Himmel geschossen – den Aktienkurs, meine
ich. Sichern Sie sich einen kleinen, spekulativen Sitzplatz
in dieser Kursrakete, bevor sie abhebt. Mehr dazu im
Kapitel 05.

Da die aktuelle Börsensituation zum Kauf geeignet ist habe
ich heute mehr Wert auf Kaufempfehlungen gelegt und keine
Leserfragen beantwortet. Die gibt es stattdessen dann
nächste Woche.

Die USA schaut nach Deutschland, um die künftige Richtung
der Aktienbörse zu erfahren. Noch nie zuvor hat die USA den
Führungsanspruch für die Weltfinanzmärkte aus der Hand
gegeben. In diesen Tagen jedoch verunsichern anhaltende
Zinsanhebungen in den USA das Börsenklima und Anleger
fragen sich, ob ein eventueller Konjunkturabschwung der USA
durch die robuste Nachfrage aus Japan und Deutschland,
sowie natürlich auch China und Indien aufgefangen werden
kann.

Vor diesem Hintergrund war die heutige Kursrallye im DAX
der Startschuss für eine Aufholjagd an den US-Börsen. Ich
erwarte mehr davon für die nächste Woche. Insbesondere der
Preisrückgang im Goldsektor spricht dafür, dass derzeit
wirtschaftliche Fragen im Vordergrund stehen und dass trotz
nachlassendem Wirtschaftswachstum in den USA weiterhin eine
robuste Nachfrage erwartet wird.

Nun ja, mehr dazu lesen Sie in den beiden folgenden
Kapiteln.

Ich wünsche Ihnen eine anregende Lektüre.

take share, Ihr
Börsenschreibel

Stephan Heibel

Chefredakteur und
Herausgeber des
Heibel-Ticker

P.S.: Lassen Sie mich Ihre Meinung, Kritik oder
Verbesserungsvorschläge wissen (selbst Lob ist willkommen
;-)
und schreiben Sie mir an leserbrief@heibel-ticker.de.


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02. RUECKBLICK: BÄRENMODUS FÜHRT ZU NEGATIVEN
INTERPRETATIONEN

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In den vergangenen Wochen habe ich Sie immer wieder
eindringlich gebeten, Ihre Aktienpositionen zu verkleinern,
Gewinne mitzunehmen und Ihre Kriegskasse (Barreserven)
aufzufüllen. Nun ist es passiert: Die Börsen befinden sich
im Bärenmodus.

Egal, welche Meldung in dieser Woche veröffentlicht wurde,
die Meldung wurde negativ aufgenommen. Nehmen Sie als
Beispiel Texas Instruments (TXN): Am Montag Abend
spezifizierte das Unternehmen seine Umsatzprognose für das
laufende Quartal. Von der bislang ausgegebenen breiten
Spanne von 3,11 bis 3,38 Mrd. US-Dollar wurde die Prognose
in den oberen Bereich bei 3,22 bis 3,35 Mrd. US-Dollar
präzisiert. Mit anderen Worten: Von der ursprünglich
ausgegebenen breiten Prognosespanne wird das obere Ende
erreicht werden können. Die durchschnittliche Erwartung der
Analysten betrug zu diesem Zeitpunkt 3,27 Mrd. US-Dollar.

Für mich ist das eine positive Meldung. Nicht aber im
Bärenmodus, denn wenn die Börse im Bärenmodus ist, wie in
dieser Woche, dann wird auch eine solch positive Meldung
zerrissen. Es sei selbstverständlich, dass die Erwartungen
erfüllt würden, hieß es auf dem Parkett. Der Kurs des
Herstellers von Mobilfunkchips brach ein, am Dienstag früh
eröffnete die Aktie um 5 % tiefer, als am Vortag.

Gemeinsam mit Texas Instruments wurde natürlich auch der
gesamte Technologiesektor in den Keller gezogen. Während
der Dow Jones im Wochenvergleich nahezu unverändert
notierte, gab der Nasdaq um 2,3 % auf 2.249 Punkte nach.

Aber es gab auch eine Reihe von wirklichen Gründen für die
schlechte Börsenlaune. So ging die Produktivität von der
Arbeit in den USA um 0,5 % zurück. Dies war der erste
Produktivitätsrückgang seit 2001. Das
Produktivitätswachstum hat in den vergangenen Jahren dazu
geführt, dass heute in 85 Stunden die Arbeit von 100
Stunden im Jahr 2001 erledigt wird. Das
Produktivitätswachstum war eines der Hauptargumente für die
Börsenhausse seit 2003. Dies Argument ist nun dahin.

In der letzten Ausgabe habe ich Ihnen den Kreislauf der
Inflation dargestellt. Steigende Rohstoffpreise führen zu
höheren Preisen an der Tankstelle. Arbeitnehmer fordern
dazu einen Lohnausgleich, Löhne steigen, damit auch die
Produktionskosten und schließlich dann die Verkaufspreise.
Das ist dann die Inflation.

Vergangenen Dienstag wurde vermeldet, dass die
Arbeitskosten um 3,3 % angestiegen seien. Erwartet wurde
ein Anstieg von nur 3,1 %. Es geht also langsam los.

Solche Meldungen sind natürlich nicht dazu geeignet, die
Serie von Zinsanhebungen der US-Notenbank zu beenden.
Vielmehr wurden im Wochenverlauf von verschiedenen
Notenbankmitgliedern Aussagen getroffen, die ganz deutlich
auf die weitere Bekämpfung der Inflation abzielten, selbst
wenn dies zu Lasten der Konjunktur gehe. Weitere
Leitzinserhöhungen werden also wahrscheinlich.

Derzeit geht man von mindestens einer weiteren Erhöhung auf
5 % aus, spekuliert wird noch über eine weitere
Zinsanhebung im Sommer auf 5,25 %.

Nun erwischt es auch die langfristigen Zinsen. Die Rendite
der 10-jährigen Staatsanleihen sprang diese Woche erstmals
seit Mitte 2004 wieder über 4,7 % auf 4,73 %.

Im Kielwasser der steigenden Zinsen erlebte der US-Dollar
einen Auftrieb. Unsere Spekulation auf den fallenden US-
Dollar wurde somit zunächst einmal verzögert. Im
Wochenvergleich steig der US-Dollar von 1.206 auf 1,1917
USD/EUR. An meinem Stopp Loss bei 1,85 halte ich fest. Zu
aktuellen Kursen können Sie nochmals nachkaufen.


ROHSTOFFMÄRKTE

An den Rohstoffmärkten dominierte in dieser Woche der
Ölpreis das Geschehen: Die Drohgebärden aus dem Iran wichen
einer verhaltenen Verhandlungsbereitschaft. Die Fronten
klären sich: Sanktionen oder ein Einmarsch der USA im Iran
sind nicht durchsetzbar, da die Handelsbeziehungen des
Irans zu China und Russland zu wichtig sind, als dass diese
beiden UN-Sicherheitsratsmitglieder solchen Schritten
zustimmen würden. Gleichzeitig scheint es der Iran nun
nicht mehr übertreiben zu wollen mit seinen Drohgebärden
und schlug plötzlich vor, unter bestimmten Bedingungen sein
Nuklearprogramm für 2 Jahre ruhen zu lassen.

Vor dem Hintergrund solch versöhnlicher Töne fiel der
Ölpreis deutlich zurück. Der Rückgang von 64 US-Dollar je
Fass Crude Oil auf 60,62 US-Dollar führte zu ähnlichen
Kursrückgängen im gesamten Rohstoffsektor. Mit
verantwortlich für den Ölpreisrückgang waren auch die
Rekordlagerbestände der USA, sowie die Entscheidung der
OPEC, die tägliche Fördermenge des Öls unverändert auf dem
hohen Niveau von 28 Mio. Fässern pro Tag zu belassen.

So fiel der Preis für die Feinunze Gold, die Währung also,
die in Krisen als Absicherung gilt, im Wochenverlauf
nochmals unter 545 US-Dollar. An der Börse gibt es immer
eine zweite Chance, für Sie bedeutet dieser Kursrückgang
eine zweite Gelegenheit, meine Gold- und Ölempfehlungen in
Ihr Depot zu nehmen.


GENERAL MOTORS

Eine Meldung, die nur am Rande Beachtung fand, war die von
General Motors, dass im nächstem Jahr ihre Angestellten die
Pensionsvorsorge in die eigene Hand nehmen müssen. Sie
erinnern sich an meine Warnung vor den GM Aktien. Einer
meiner wesentlichen Gründe für die drohende Insolvenz des
Unternehmens sind die hohen Pensionsforderungen. Der
Schritt dieser Woche zeigt zumindest, dass sich GM langsam
dieses Problems bewusst wird. Gelöst sind die
Vergangenheitsprobleme durch diesen Schritt zwar noch
nicht, aber immerhin kommen nun keine neuen Verpflichtungen
mehr hinzu.


KONTROVERSES HANDELSBILANZDEFIZIT

Am gestrigen Donnerstag wurde dann noch bekannt gegeben,
dass das Außenhandelsdefizit der USA im Januar wieder
einmal auf ein Rekordhoch geschnellt ist. 65 Mrd. US-Dollar
werden von den USA mehr importiert, als exportiert.

In den Massenmedien wird dies stets mit der Mine eines „das
Ende naht"- Rufers vermeldet. Wird doch schließlich mehr
Geld ausgegeben und ins Ausland geschickt, als man
einnimmt. Auf den ersten Blick muss doch ein Land so auf
lange Sicht verarmen, denn das Geld fließt ja ab. Also wird
ein hohes Handelsbilanzdefizit als negativ angesehen.

Entsprechende Sorgen führen auch an den US-Börsen zu
fallenden Kursen. Unternehmen anderer Länder produzieren
billiger, als die eigenen. Das Land sei nicht mehr
wettbewerbsfähig, heißt es.

Mit diesen Argumenten wird nun schon seit einigen
Jahrzehnten in den USA Panik verbreitet. Dennoch leben die
Amerikaner in einem Wohlstand, wie es ihn in kaum einem
anderen Land unserer Erde gibt.

Diese einseitige Betrachtungsweise verkennt jedoch, dass
gleichzeitig eine andere Bilanz des Landes, nämlich die
Kapitalbilanz, positiv ausfällt. Die Gelder, die von den
Amerikanern für Konsumgüter aus China ausgegeben werden,
fließen anschließend wieder in das Land zurück.
Insbesondere der Kapitalmarkt der USA saugt
Billionenbeträge von US-Dollar, die von Ausländern in den
USA investiert werden, auf.

Die Amerikaner arbeiten für Geld und lassen ihr Geld für
sich arbeiten. Die USA ist ein Dienstleistungsland, in dem
das produzierende Gewerbe immer weiter zurück gedrängt
wird. Aus den Gewinnen der Investitionen, die nicht in der
Außenhandelsbilanz erscheinen, werden die Konsumausgaben
finanziert.

Wie immer höre ich nun die Weltuntergangspropheten rufen:
„Aber das kann doch nicht ewig so weiter gehen".

Meine Antwort darauf: Stimmt! Nichts Materielles auf
unserer Erde ist für die Ewigkeit. Selbst das alte Rom ist
schließlich an seiner eigenen Dekadenz zugrunde gegangen.
Aber...

...für den Untergang brauchte das alte Rom schlappe 1.000
Jahre. Selbst wenn der Untergang der Weltmacht USA
schneller vonstatten geht, ich möchte nicht darauf wetten,
dass dies in den nächsten fünf Jahren geschieht. Das
Weltfinanzsystem beruht auf dem US-Dollar. Eine Abwendung
vom US-Dollar, wie beispielsweise durch die iranische
Ölbörse initiiert, wird nicht von heute auf morgen den US-
Dollar hinfällig machen. Vielleicht wird der US-Dollar ein
wenig straucheln, darauf spekulieren wir mit unserer
Wechselkursempfehlung. Aber zur Panikmache besteht
überhaupt kein Grund.

Wenn also die US-Aktien fallen, nachdem verkannt wurde,
dass das Handelsbilanzdefizit der USA größer ausfiel, als
erwartet, dann sinniere ich nicht über das Ende der USA,
sondern darüber, ob der Kursrutsch schon weit genug ging,
um hie und da ein paar Schnäppchen einzusammeln.

Aber wie eingangs gesagt: Wir befinden uns im Bärenmodus:
Jegliche Meldungen werden negativ interpretiert. Aus dieser
Stimmung kann sich die USA derzeit kaum selbst befreien,
denn zu sehr schauen die Finanzmarktteilnehmer auf die
Geschehnisse in Japan, Deutschland sowie China und Indien.
Und dort befinden sich die Korrekturen der vergangenen 14
Tage an einer wichtigen Marke.

Am heutigen Freitag wird es sich entscheiden, ob die
Korrektur der Hausse bald beendet wird, oder ob es zu einer
kräftigeren Korrektur kommt, die das Ende der Hausse
bedeuten könnte. Doch mehr dazu im nächsten Kapitel.



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03. AUSBLICK: DEUTSCHLAND ALS RICHTUNGSWEISER FÜR DIE USA

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Noch kann ich Ihnen keine grüne Flagge schwingen, denn noch
ist die Korrektur nicht beendet. Zwar häufen sich die
Zeichen, dass die Korrektur in ein fortgeschrittenes
Stadium einschwenkt, aber für eine Beendigung fehlen noch
ein paar Signale.

Der Nikkei befindet sich schon wieder in seinem
Aufwärtstrend, in Japan scheint die Korrektur tatsächlich
schon geendet zu haben.

Der DAX notiert jedoch in diesen Tagen nur knapp über
seiner Unterstützung bei 5.630 Punkten. Einen Rückfall auf
diese Marke halte ich jederzeit für möglich. Da in diesen
Tagen die weltweite Finanzwelt nach Deutschland blickt, um
Zeichen für eine weitere Entwicklung der Finanzmärkte
abzulesen, ist die Entwicklung im DAX so wichtig wie selten
zuvor.

In Deutschland genießen wir einen schwachen Euro – das ist
gut für unsere exportorientierte Wirtschaft. Gleichzeitig
zeigt die EZB deutlich an, dass die europäische Konjunktur
stark genug ist, um einige Zinsanhebungen zu verkraften.
Auch das stärkt den Optimismus in unserem Land.

Gleichzeitig sind in den vergangenen Wochen die
Rohstoffpreise stark zurück gegangen. Angst vor einem
Ersticken des Konjunkturaufschwungs in den USA durch zu
viele Zinsanhebungen, sowie die immer größer werdende
Skepsis gegenüber dem soliden Wachstum in China und Indien,
ließen die Rohstoffpreise deutlich zurück kommen. Auch das
ist positiv für die deutsche Wirtschaft, werden somit doch
die Einsatzstoffe für die Produktion günstiger.

Kurz gesagt: Alles, was positiv laufen kann, ist positiv
gelaufen. Die Folgerung aus dieser Aussage ist jedoch nicht
etwa, dass die Börse daher nun steigen MUSS, sondern
vielmehr, dass die Kurssteigerung im DAX um 43 % in den
vergangenen 12 Monaten durchaus gerechtfertigt war.

Die positiven Meldungen dieser Tage sagen also leider nur
etwas über die vergangene Entwicklung aus – aber nichts
über die künftige Richtung.

Um die Entwicklung des DAX für die nächsten Wochen
einzuschätzen, müssen wir über künftige Entwicklungen
spekulieren. Insbesondere zwei Komponenten sind für den DAX
wichtig: Die Zins- und die Wechselkursentwicklung.

Die Zinsen werden in den nächsten Monaten weiter steigen.
Obwohl steigende Zinsen früher als Konkurrenz zur
Aktienbörse gesehen wurden, sehe ich heute eine steigende
Zinslandschaft als positives Zeichen für die Aktienbörse,
denn die Konjunktur ist stark genug, um höhere Zinsen zu
verkraften. Dieser Punkt geht also an die Bullen.

Der Wechselkurs des Euro wird jedoch in meinen Augen
aufgrund des steigenden Zinsniveaus eher fest tendieren –
d.h. der Euro wird steigen. Natürlich nur gegenüber dem US-
Dollar, nicht jedoch gegenüber dem Gold oder anderen
Rohstoffen. Aber der Anstieg gegenüber dem US-Dollar wird
der exportorientierten deutschen Wirtschaft die
Rekordgewinne beschneiden. Dieser Punkt geht also an die
Bären... unentschieden.

Das Bewertungsniveau ist in Deutschland sehr niedrig. Das
durchschnittliche KGV im Dax liegt unter 16, so dass nicht
von einer Überbewertung gesprochen werden kann. Die Gefahr
einer heftigen Korrektur besteht meiner Einschätzung nach
also nicht.

Während der Nikkei also schon kräftig bullishe Zeichen
ausgibt kann ich beim DAX kein eindeutiges Signal erkennen.

Vielleicht können die Rohstoffpreise noch ein wenig mehr
Aufschluss geben. Die Industriemetalle, zu diesen zählen
Aluminium, Blei, Kupfer, Nickel, Zink und Zinn, erleben am
heutigen Freitag einen Ausverkauf. Mit Preisabschlägen von
bis zu 5,8 % wird der Rohstoffmarkt seinem Ruf als
höchstvolatiler Markt wieder einmal gerecht.

Auch die Edelmetalle Gold, Silber, Platin und Palladium
geben am heutigen Tag ein halbes bis zu einem Prozent ab.
Während die Industriemetalle eher ein Indikator für das
erwartete weltweite Wirtschaftswachstum sind, werden
Edelmetalle vordringlich zur Währungsabsicherung als
sicherer Hafen gekauft. Die angekündigten Zinsanhebungen in
den USA, in Europa, sowie seit gestern nun auch in Japan
(dort wurde das baldige Ende der 5-Jahre langen Null-
Prozent Politik angekündigt), entziehen den
Untergangspropheten den Nährboden. Gleichzeitig machen die
diplomatischen Verhandlungen mit dem Iran Fortschritte, so
dass auch politische Unruhen am heutigen Tag weniger
wahrscheinlich werden.

Natürlich fällt in einem solchen Umfeld dann auch der
Ölpreis weiter.

Einzig die sogenannten Soft Commodities (Baumwolle, Kaffee,
Kakao, Mais, Orangensaft, Soja, Weizen und Zucker)können
sich dem weltpolitischen Gerangel entziehen und notieren
mit kleinen Auf- oder Abschlägen relativ unverändert.

Wenn ich mir die Rohstoffmärkte anschaue, dann kommt mir
der Pessimismus als übertrieben vor. Die Rohstoffhausse ist
eine Hausse, die uns in den nächsten 8-10 Jahren erhalten
bleiben wird. Solche Schwankungen wie in diesen Tagen
müssen Sie zum Ausbau Ihrer Rohstoffpositionen nutzen. Ich
habe daher einige Rohstoffunternehmen für Sie unter die
Lupe genommen.

Rohstofforientierte Investments halte ich für eine
langfristig wichtige Komponente in Ihrem Depot. Daher halte
ich die aktuelle Korrektur für geeignet, Ihre
Rohstoffpositionen zu beginnen bzw. auszubauen.

Denn Industrieaktien, Banken und Technologieaktien beginnen
zum Wochenausklang schon wieder zu steigen. Lediglich die
Aktien der Rohstoffunternehmen leiden noch unter den
heftigen Kursverlusten der Rohstoffpreise der vergangenen
Woche.

Einschub nach Redaktionsschluss:

Zum Ende des heutigen Freitags haben insbesondere die
Rohstoffe außer den Edelmetallen wieder nach oben gedreht.
Die Nachfrage von Produktionsunternehmen nach Rohstoffen
bleibt also intakt. Edelmetallpreise als Krisenwährung sind
nun, nachdem die Börsen wieder ins Plus drehen, vorerst
noch nicht gefragt. Gold könnte also weiter korrigieren
während die Aktienbörse in der kommenden Woche eine Rallye
aufs Parkett legt.


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04. ROHSTOFFKONZERNE FREEPORT McMoRAN und RIO TINTO KAUFEN

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FREEPORT MCMORAN

Freeport McMoRan betreibt Kupfer- und Goldminen. Weltweit
hat das Unternehmen mit die niedrigsten Abbaukosten und
gleichzeitig die größten Vorräte. In dieser Kombination ist
das Unternehmen aus New Orleans eine gute Langfristanlage.

Doch schauen wir uns das Unternehmen zunächst einmal etwas
näher an: Die größten Minen des Unternehmens befinden sich
in Indonesien. Dort wird derzeit heftig gegen die
Umweltschädlichkeit des Unternehmens demonstriert.
Studenten haben vor zwei Wochen Scheiben eingeschmissen,
die Produktion wurde zeitweilig aufgrund der Proteste
eingestellt. Die Armee drängte die Demonstranten
schließlich mit Tränengas zurück und sichert seither die
Produktion.

Das ist nun nicht gerade ein Unternehmen, in das ich gerne
mein Geld stecken würde. Auf der anderen Seite ist das
Unternehmen in Indonesien einer der größten Arbeitgeber und
eng mit der Politik verflochten. Nicht umsonst spricht man
von Freeport McMoRan als verlängertem Arm der Behörden.

Für mich sind die Vorgänge in Indonesien ein Zeichen dafür,
dass die Rohstoffpreise in den vergangenen Jahren so
niedrig waren, dass Unternehmen bereit waren, wichtige
Themen wie den Umweltschutz zu vernachlässigen. Zu glauben,
dass diese Unternehmen jedoch ewig zu den Umweltsündern
gehören, halte ich für übertrieben. Zumal Freeport McMoRan
auf seinen letzten Präsentationen vor Analysten verstärkt
auf Umweltfragen und mögliche Antworten eingegangen ist.

Vor dem Hintergrund dieser Unruhen ist der Kurs von
Freeport McMoRan um ein Viertel eingebrochen. Von 53,71
Euro am 1. Februar wurden in nur sechs Wochen 12,5 Euro
abgeschnitten. Heute notiert das Unternehmen bei 41,07
Euro. Damit ergibt sich ein Kurs/Gewinn-Verhältnis von nur
noch 10. Stand Mrz. 2006

Doch das ist für den Kupferbereich nichts
Außergewöhnliches. Phelps Dodge hat ein KGV von 8,5,
Southern Copper notiert auf einem KGV von 8.

Für die nächsten fünf Jahre wird ein durchschnittliches
Umsatzwachstum von 15 % für das Unternehmen erwartet. Damit
wäre ein KGV von 15 gerechtfertigt. Wenn Sie jedoch
berücksichtigen, dass der Umsatz im vergangenen Jahr um 60
% angesprungen ist und der Gewinn sich sogar mehr als
verdoppelt hat, dann wird deutlich, dass der Kurs diese
positiven Entwicklungen noch nicht reflektiert.

Denn der Kupferpreis ist in den vergangenen 12 Monaten um
50 % angestiegen. Das wirkt sich natürlich überproportional
auf den Gewinn aus, da die Fixkosten bei einem solchen
Ertragssprung nicht mit ansteigen.

Den Schätzungen für die Zukunft liegen jedoch noch immer
viel zu niedrige Kupferpreisannahmen zugrunde. Ich erwarte
somit, dass die Gewinnschätzungen in den nächsten Monaten
weiter nach oben korrigiert werden müssen.

Also: Neben BHP Billiton (alle Rohstoffe) und Goldcorp
(Gold) füge ich nun noch Freeport McMoRan (Kupfer & Gold)
in meine Empfehlungsliste ein.

WKN: 896476
ISIN: US35671D8570
US-Kürzel: FCX
Kurs aktuell 41,02
Kaufen unter 42 Euro
Langfristanlage


RIO TINTO

Rio Tinto ist neben BHP Billiton so etwas wie ein
Metallsupermarkt. Sowohl Industriemetalle, als auch
Edelmetalle werden von Rio Tinto abgebaut und vertrieben.
Mit 43 % ist China der größte Absatzmarkt von Rio Tinto,
gefolgt von Japan mit 33 %.

In der Unternehmenspräsentation wird ein chinesisches
Sprichwort zitiert: „Du kannst keinen Hunger stillen, indem
Du einen Kuchen malst". Das Unternehmen wendet sich damit
gegen unrealistische Pläne und adressiert bestehende
Probleme offen und bemüht.

Kernprodukt es Unternehmens ist Eisenerz, das in China für
die Stahlproduktion verwendet wird. Die Nachfrage nach dem
Eisenerz steigt kontinuierlich um jährliche 20 %, der Preis
ist im vergangenen Jahr um 45 % angestiegen. Insgesamt
konnte so der Umsatz um 70 % gesteigert werden, der Gewinn
sogar um 78 %.

Damit notiert Rio Tinto nun auf einem KGV von 12. Bei
solchen Wachstumsraten ist das KGV viel zu niedrig – bzw.
der Kurs viel zu niedrig. Das Unternehmen hat
Wachstumsraten wie Google oder Yahoo!, notiert aber auf
einem Kursniveau, das im Vergleich zu den
Internetunternehmen als lächerlich angesehen werden kann.

Okay, ein vergleichbares Bewertungsniveau wäre schon allein
daher nicht gerechtfertigt, da Rio Tinto seine Produkte
nicht beliebig skalieren kann. Es ist eben der Einsatz von
Arbeit, Menschen und Material erforderlich, um Rohstoffe
abzubauen. Auch die Transportkosten steigen parallel zum
Produktionswachstum mit an.

Aber bei einer operativen Marge von 33 % und einem Wachstum
von 70 % ist ein höheres KGV sicherlich gerechtfertigt.
Auch die gesunde Bilanz spricht da nicht dagegen, denn den
4 Mrd. US-Dollar Schulden stehen 20 Mrd. US-Dollar
Barvermögen gegenüber.

Analysten erwarten ein Wachstum von 11,5 % p.a. in den
nächsten 5 Jahren. Aber hier gilt wieder das gleiche
Argument wie bei Freeport McMoRan: Analysten legen für ihre
Schätzungen die Rohstoffpreise der vergangenen Quartale
zugrunde und kommen somit in Zeiten von steigenden
Rohstoffpreisen stets zu niedrigeren Prognosen, als durch
des aktuelle Preisniveau bereits heute gerechtfertigt.

Auch die Aktien von Rio Tinto haben in den vergangenen
Wochen korrigiert. Von ihrem Höchstkurs bei 43,55 Euro fiel
der Kurs inzwischen um fast 10 % auf 38,90 Euro ab. Hier
lohnt sich ein erster Einstieg.


VORGEHENSWEISE BEI KÄUFEN

Ich sitze Tag ein, Tag aus vor meinem Computer und
beobachte die Finanzmärkte. Dennoch schaffe ich es nicht,
zum absoluten Tiefpunkt zu kaufen bzw. zum absoluten
Höchstkurs zu verkaufen. Dennoch würde ich meine
Anlagestrategie als erfolgreich bezeichnen, zumindest
gefällt mir die Entwicklung in meinem Depot.

Daher bitte ich Sie, sich meiner Strategie anzupassen: Ich
weiß, dass die meisten von Ihnen anderen Berufen nachgehen
und eben nicht die Zeit haben, täglich die Finanzmärkte zu
verfolgen. Wenn ich schon die besten Ein- und
Ausstiegskurse nicht erwische, dann werden Sie es erst
recht nicht schaffen!

Kaufen Sie daher bitte schrittweise. Ich verwende stets
eine dreiteilige Strategie: Wenn ich beispielsweise 100
Aktien von Rio Tinto kaufen möchte, dann würde ich heute
schon 50 Aktien kaufen und anschließend hoffen, dass der
Preis nochmals weiter nachgibt.

Sollte der Preis nochmals unter 35 Euro absacken, dann
würde ich meine Position „voll machen" und die
verbleibenden 50 Aktien kaufen. Damit hätte ich meinen
durchschnittlichen Einstiegspreis gesenkt. Sollte die Aktie
jedoch nicht mehr unter 35 Euro fallen, dann bin ich
zumindest mit einer halben Position dabei.

Ist es nicht nachvollziehbar, dass ich MEHR von etwas
kaufe, wenn es BILLIGER ist? Das ist dann wie ein
Sonderangebot. Stellen Sie sich vor, die Aktie rutscht dann
nochmals weiter ab unter 30 Euro. Das Unternehmen hätte
dann ein KGV von nur noch 10. „Geiz ist geil" würde ich
dann sagen und aus meinem Sparstrumpf das Geld für weitere
50 Aktien holen.

Alles natürlich vorausgesetzt, dass keine fundamentalen
negativen Meldungen über das Unternehmen auftauchen. Wenn
sich die Rahmenbedingungen ändern, dann muss natürlich neu
bewertet werden. Solange aber die Kurse wie in diesen Tagen
nur aufgrund einer längst überfälligen Korrektur in den
Keller purzeln, bin ich konsequent auf der Käuferseite.

Rio Tinto
WKN 852147
ISIN GB0007188757
US-Kürzel RTP
Kurs aktuell 38,90 Euro
Kaufen unter 40 Euro,
Nachkaufen unter 35 Euro
Langfristanlage



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05. DAS UNTERNEHMEN, DAS UNS VOR DER VOGELGRIPPE SCHÜTZT

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BIOCREST PHARMACEUTICALS

Nachdem wir im vorigen Kapitel ein paar staubkonservative
Unternehmen unter die Lupe genommen haben, die, jedes für
sich, geeignet sind, in Ihrem Portfolio als Langfristanlage
auf Sicht von mehreren Jahren ein wichtiges Standbein zu
bilden, werde ich Ihnen in diesem Kapitel ein etwas
spekulativeres Unternehmen vorstellen.

Wenn Sie sich die Bilanz anschauen, dann werden Sie nichts
Solides finden können: BioCrest ist schon eine halbe
Milliarde US-Dollar wert, hat aber bislang noch keine
nennenswerten Umsätze. Die ausgewiesenen 150.000 US-Dollar
Umsatz sind eher als Rundungsfehler zu betrachten. Es gibt
also noch nichts, was das Unternehmen verkauft.

Um nichts zu verkaufen gibt das Unternehmen jedoch bereits
26 Mio. US-Dollar im Jahr aus. Bei den Barreserven von 30
Mio. wäre somit in einem Jahr Schluss für BioCrest.

Aber auf der anderen Seite handelt es sich bei BioCrest um
ein sehr aussichtsreiches Biotech Unternehmen, das im
Bereich der Krebsforschung, sowie gegen die Vogelgrippe
vielversprechende Medikamente in der Testphase hat. Für das
Medikament BCX-4208, das im Rahmen von Transplantationen
das Immunsystem des Körpers unterstützt und
Abstoßreaktionen mindert, hat BioCrest im vergangenen Jahr
eine Kooperation mit der Schweizer Roche abgeschlossen, die
dem Unternehmen Umsätze in Höhe von 560 Mio. US-Dollar
zusichert.

Das Medikament befindet sich noch in Phase I der
Testreihen. Es wird also noch ein bis zwei Jahre dauern,
bis das Medikament sämtliche Testphasen durchlaufen hat und
am Markt zugelassen werden kann. Aber die Kooperation mit
Roche sichert dem Unternehmen doch schon einmal die
Existenz ab und macht das Bewertungsniveau nachvollziehbar.


Doch die Kursphantasie für die Zukunft steckt in dem
zweiten Medikament, das BioCrest in diesen Tagen ebenfalls
für die Phase I der Testreihen angemeldet hat: Peramivir.

Peramivir ist ein Medikament, das im Labor den
Vogelgrippevirus H5N1 erfolgreich bekämpft hat. Es gibt
derzeit einige Unternehmen, die an Medikamenten gegen die
Vogelgrippe forschen, aber auf einer Vogelgrippekonferenz
am 27. Februar wurde offensichtlich, dass kein anderes
Unternehmen so weit fortgeschrittene Tests, sowie
Vereinbarungen mit den Behörden über den weiteren
Zulassungsfahrplan hat, wie BioCrest.

In Deutschland und in Europa hat sich die Vogelgrippe
inzwischen ausgebreitet. Wissenschaftler gehen davon aus,
dass Zugvögel die Grippe noch in diesem Jahr über den
Atlantik in die USA transportieren werden. Wenn nicht
bereits im Frühjahr, dann spätestens im Herbst, rechnet man
mit den ersten Vogelgrippefällen in den USA.

Und Sie kennen die Börse: Was in Europa oder Asien
stattfindet, das interessiert in den USA kaum jemanden.
Erst wenn der erste H5N1 infizierte Vogel in den USA
gefunden wird, dann werden die Aktien des Unternehmens in
die Höhe gejubelt, wie kein anderes Unternehmen.

BioCrest ist ein britisches Unternehmen, das nach heutigem
Stand den besten Lösungsansatz gegen die Vogelgrippe hat.
Ich erinnere an die fehlenden Umsätze und die allein auf
den Erfolg der Testreihen bezogene Natur der Spekulation:
Wenn zu irgendeinem Zeitpunkt Zweifel an der
Verträglichkeit von Peramivir aufkommen, dann wird der
Aktienkurs von BioCrest umgehend in den Keller rauschen –
schneller, als Sie verkaufen können.

Solange jedoch alles planmäßig verläuft und die
Testergebnisse positiv ausfallen, wird die Aktie zu einer
Rakete werden, sobald die Vogelgrippe die USA erreicht.

BioCrest ist daher ein spekulativer Kauf unter 18 Euro. Ein
Kursziel gebe ich nicht aus. Das Stopp Loss sollten Sie
bitte großzügig unter 13,75 Euro legen – das entspricht
einem Verlustrisiko von 24 %.

BioCrest
WKN 896047
ISIN US09058V1035
US-Kürzel BCRX
Kurs aktuell 16,50 Euro
Kaufen unter 18 Euro
Spekulation auf Vogelgrippemedikament



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06. BEOBACHTETE WERTE

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NEU:

Freeport McMoRan
WKN: 896476
ISIN: US35671D8570
US-Kürzel: FCX
Kurs aktuell 41,02
Kaufen unter 42 Euro
Langfristanlage

Rio Tinto
WKN 852147
ISIN GB0007188757
US-Kürzel RTP
Kurs aktuell 38,90 Euro
Kaufen unter 40 Euro,
Nachkaufen unter 35 Euro
Langfristanlage

BioCrest
WKN 896047
ISIN US09058V1035
US-Kürzel BCRX
Kurs aktuell 16,50 Euro
Kaufen unter 18 Euro
Spekulation auf Vogelgrippemedikament


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Ausgabe 04.03.06: Call auf den Euro/US-Dollar Wechselkurs

Citibank Call Optionsschein EUR/USD
WKN CG12SM
ISIN DE000CG12SM0
Bezugsverhältnis 1:100
Basispreis 1,125 USD/EUR
Laufzeit endet am 21.6.
Gekauft zu 7,19 Euro
Kurs aktuell 6,20 Euro
Stopp Loss bei 1,185 USD/EUR
Kurs aktuell 1,189 USD/EUR

Die Erwartung weiter steigender Zinsen in den USA hat den
US-Dollar gefestigt. Bitte beachten Sie das Stopp Loss bei
1,185 USD/EUR, bei dem Sie die Position bitte unter Verlust
auflösen. Ziel bleibt nach wie vor 1,23 im ersten und 1,25
USD/EUR im zweiten Schritt.


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Ausgabe 24.02.06: Solarunternehmen

Solar-Fabrik
WKN 661471
ISIN DE0006614712
Kurs aktuell 13,20 Euro
Gekauft zu 13,20 Euro
Kurs aktuell 12,05 Euro
Ziel 20 Euro bis Herbst 2006

Die Korrektur hält parallel zur Ölpreiskorrektur weiter an.
Merken Sie sich vor, gegebenenfalle unter 11 euro
nachzukaufen. Bitte setzen Sie ein großzügiges Stopp Loss
bei 9,85 Euro.

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Ausgabe 17.02.06: Gold ETF

Gold ETF StreetTracks
US-Kürzel GLD
WKN A0DNJ8
ISIN US8633071043
Gekauft zu 46,50 Euro
Kurs aktuell 44,60 Euro

Aktuell ist der Goldpreis wieder bei 540 US-Dollar
angelangt – das entspricht in etwa dem Kurs, als ich
erstmals den Kauf des hier genannten Gold ETFs empfahl.
Halten Sie sich bereit nachzukaufen, falls der Preis für
die Feinunze nochmals unter 520 US-Dollar sackt.

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Ausgabe 03.02.06: Atomenergie

Cameco
WKN 882017
US-Kürzel CCJ
Börsenplatz Frankfurt
Kurs aktuell 28,50 Euro
Gekauft zu 30 Euro
Stopp Loss bei 26,50 Euro
Trendsurfer

Im Rahmen der Rohstoffkorrektur brach auch der Kurs von
Cameco ohne besondere Unternehmensmeldung um 9 % ein. Stopp
Loss bei 26,50 Euro.

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Ausgabe 27.01.06: Japan

Matsushita
WKN 853666
Börsenplatz Frankfurt
Kurs aktuell 17,59 Euro
Kaufen unter 15 Euro

Mitsubishi UFJ
WKN A0HF5M
Börsenplatz Frankfurt
Kurs aktuell 11,68 Euro
Kauflimit 10 Euro

Honda Motor
WKN 853226
Börsenplatz Frankfurt
Kurs aktuell 50,50 Euro
Kauflimit 46,50 Euro

Unsere drei japanischen Samurais notieren alle noch immer
kurz über unseren Einstiegslimits. Wir warten geduldig ab.


Kyocera
WKN 860614
Börse Berlin
Kurs aktuell 69,01 Euro
Kauflimit 64 Euro

Die Korrektur bei Kyocera setzt sicht fort. Ein
Unterschreiten der Unterstützung bei 68,50 Euro würde
anschließend zu einem schnellen Kursrutsch auf 64 Euro
führen, da dort erst die nächste Unterstützungslinie
verläuft.


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Ausgabe 21.01.06: Goldmine

Goldcorp
WKN 890493
US-Kürzel GG
Börsenplatz Frankfurt
Kurs aktuell 22,10 Euro
Gekauft zu 21,50 Euro
Stopp Loss bei 19,50 Euro

Nun gibt es auch bei Goldcorp eine zweite Chance,
einzusteigen. Unser Kurslimit wurde in der abgelaufenen
Woche erneut unterschritten. Halten und mit einem Stopp
Loss bei 19,50 Euro absichern.


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Alte Position: Rohstoffunternehmen

BHP Billiton
US-Kürzel BHP
WKN 850524
Kurs aktuell $34,86
gekauft zu $18

Die Hälfte der Position haben Sie mit 100 % Gewinn
verkauft,
Ihren Einsatz haben Sie also raus. Den Rest lassen Sie nun
weiterlaufen mit einem Trailing Stopp von 25 %, also
derzeit
bei 30 Euro. Aus charttechnischen Gründen senke ich die
Stopp Loss Marke auf 29 US-Dollar und rate zu Kursen
zwischen 32 und 34 US-Dollar zu nachkäufen.


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Ausgabe 21.01.06: Ölbohrunternehmen

Nabors Industries
WKN 662778
US-Kürzel NBR
Börsenplatz München
Gekauft zu durchschnittlich 60 Euro
Kauflimit 56,80 Euro
Kurs aktuell 53,40

Nabors ist nun völlig ausgebombt. Trotz eines nun wieder
weiter fallenden Ölpreises haben sich die Aktien von Nabors
leicht erholen können. Wenn Sie Ihre ersten Käufe noch
nicht mit Nachkäufen verbilligt haben, dann sollten Sie
dies nun tun. Meiner Einschätzung nach wird der Kurs nicht
mehr viel tiefer fallen.

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Ausgabe 21.01.06: Steve Jobs bei Walt Disney

Apple Computers
WKN 865985
US-Kürzel AAPL
Börsenplatz Frankfurt
Kauflimit 62 Euro
Kurs aktuell: 53,08

Auch die neuesten Produkte von Apple haben den Kursrutsch
nicht stoppen können. Dennoch, das Wachstum von 65 % p.a.
wird derzeit mit einem KGV von nur 34 belegt. Zum Verkaufen
kein Grund, stehen Sie diese volatilen Zeiten durch.
Halten.

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Ausgabe 15.01.06: Gesundes Wachstumsunternehmen

Yahoo!
WKN 900103
Börsenplatz Berlin
Kauflimit 27 Euro
Kurs aktuell 25,85 Euro

Auch bei Yahoo! scheint nun ein Boden gefunden worden zu
sein. Halten.



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07. CHARTTECHNIK DOW JONES, Dax & GOLD, Öl, $, €, Yen,
Nikkei

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Die Charts dazu können Sie im Kundenbereich unter
http://heibel-ticker.de/kundenbereich nachschlagen. Sie
benötigen dazu Ihre E-Mail Adresse und Ihr Passwort.


Charttechnik

Für kurzfristige Betrachtungen zur Bestimmung von
optimalen
Ein- oder Ausstiegszeitpunkten sowie Marken wird die
Charttechnik zu Rate gezogen. Hier eine kurze Betrachtung
einiger wichtiger Charts:


Dow Jones Industrial 11.065 Punkte

Nach wie vor verläuft der Dow Jones in einem stabilen
Aufwärtstrend zwischen den Grenzen von 10.911 und 11.310
Punkten. Derzeit notiert der Index nah an seiner unteren
Unterstützung, dies lässt eine Rallye für die nächste Woche
erwarten.


DAX 5.804 Punkte

Auch der DAX verläuft in einem stabilen Aufwärtskanal
ziwschen den Grenzen 5.602 und 6.008 Punkten. Mit anderen
Worten: Die 6.000er Hürde ist nun in greifbare Nähe
gerückt. Solange der Trend positiv ist, setzen wir auf
weiter steigende Kurse. Ich erwarte das Überspringen der
6.000er Hürde innerhalb der nächsten 2 Wochen.


Gold 540 US-Dollar

Beim Goldpreis wird's nun kritisch: Derzeit notiert der
Preis für die Feinunze Gold knapp unterhalb ihrer unteren
Begrenzung des Aufwärtstrends bei 545 US-Dollar. Damit
wurde der Aufwärtskanal nach unten durchbrochen und weitere
Kursverluste sind möglich. Die obere Grenze bei 602 US-
Dollar ist derzeit außer Reichweite.

Halten Sie sich daher mit Käufen im Goldbereich vorerst
zurück und warten Sie ab, ob der Kurs noch deutlich tiefer
fällt.


Crude Oil 59,85 US-Dollar

Die Schwankungen im Ölpreis werden heftiger. Die Aufholjagd
des Ölpreises von der vorhergegangenen Woche fand ein jähes
Ende, als der Iran in Sachen Atompolitik ein Einlenken
zeigte. Nun notiert der Preis für ein Fass Crude Oil wieder
unter 60 US-Dollar. Die untere Unterstützung verläuft
derzeit bei 57,60 US-Dollar.


Wechselkurs US-Dollar / Euro 1,1914 $/€

Der Trendkanal zwischen 1,19 und 1,23 US-Dollar je Euro
wurde heute kurzzeitig nach unten durchbrochen. Warten Sie
ein weiteres Abrutschen unter 1,185 ab, um gegebenenfalls
Ihre Wechselkursspekulation vorzeitig aufzulösen und die
Verluste zu begrenzen. Noch ist allerdings ein
Wiedereintritt in die ursprüngliche Handelsspanne möglich.


Wechselkurs Yen / Euro 141,80 Y/€

Die Unterstützung bei 138 YEN/EUR hat erwartungsgemäß
gehalten, nun erfolgt wieder die Gegenbewegung in Richtung
145 YEN/EUR.


Nikkei 16.115 Punkte

Die neuen Marken zwischen 15.500 und 16.700 Punkten
etablieren sich für eine längere Seitwärtsbewegung. .


Eine erfolgreiche Börsenwoche,
take share

Stephan Heibel
http://heibel-ticker.de


mailto:info@heibel-ticker.de




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08. DISCLAIMER / HAFTUNGSAUSSCHLUSS UND RISIKOHINWEISE

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Wer un- oder überpersönliche Schreib- oder Redeweisen
nachmacht oder verfälscht oder nachgemachte oder verfälschte
un- oder überpersönliche Schreib- oder Redeweisen in Umlauf
setzt, wird mit Lust-, manchmal auch mit Erkenntnisgewinn
belohnt; und wenn alles gut geht, fällt davon sogar etwas für
Sie ab. (frei nach Robert Gernhardt)

Wir recherchieren sorgfältig und richten uns selber
nach unseren Anlageideen. Dennoch müssen wir jegliche
Regressansprüche ausschließen, die aus der Verwendung
der Inhalte des Heibel-Tickers entstehen könnten.

Die Inhalte des Heibel-Tickers spiegeln unsere Meinung
wider. Sie stellen keine Beratung, schon gar keine
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Die Börse ist ein komplexes Gebilde mit eigenen Regeln.
Anlageentscheidungen sollten nur von Anlegern mit
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werden. Anleger, die kein tiefgreifendes Know-how über
die Börse besitzen, sollten unbedingt vor einer
Anlageentscheidung die eigene Hausbank oder einen
Vermögensverwalter konsultieren.

Die Verwendung der Inhalte dieses Heibel-Tickers erfolgt
auf eigene Gefahr. Die Geldanlage an der Börse
beinhaltet das Risiko enormer Verluste bis hin zum
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09. AN-/ABMELDUNG

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