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31.03.2006:
______________________________________________

H E I B E L - T I C K E R P L U S

F I N A N Z I N F O R M A T I O N E N

- Einfach einen Tick besser -
______________________________________________

DEUTSCHE BIBLIOTHEK : ISSN 1862-5436

Erscheinungsweise: wöchentlich Freitag/Samstag
* Bitte Schriftart Courier einstellen *
(-;______________________________________________;-)

I N H A L T

01. INFO-KICKER: ITALIEN SOLL DIE WM GEWINNEN, SAGT HOLLAND
02. RÜCKBLICK: KOMISCHE WIRKUNG DER ZINSANHEBUNG?
03. AUSBLICK: WINDOW DRESSING, INTEL & SONY
04. MEXIKOS WACHSTUM: AMERICA MOVIL, SOUTHERN COPPER, HOMEX
05. LESERFRAGEN: INTEL
FRAGE 1: Marktbetrachtungen
FRAGE 2: INTEL UND DOW JONES
FRAGE 3: CAMECO
FRAGE 4: konjunkturresistente Werte
06. BEOBACHTETE WERTE
07. CHARTTECHNIK DOW JONES, DAX & GOLD, Öl, $, €, Yen, Nikkei
08. DISCLAIMER / HAFTUNGSAUSSCHLUSS UND RISIKOHINWEISE
09. AN-/ABMELDUNG



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01. INFO-KICKER: ITALIEN SOLL DIE WM GEWINNEN, SAGT HOLLAND
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Liebe Börsenfreunde,

Italien soll Fußballweltmeister werden – sagen die Analysten
von ABN Amro, die die wirtschaftlichen Folgen eines
Titelgewinns für verschiedene Länder eingeschätzt haben.
Demzufolge würde ein Sieg Italiens der Weltwirtschaft die
meisten positiven Impulse versetzen. Zweiter, und damit
versuchen die Holländer vermutlich einen Schmusekurs mit uns
Deutschen, solle dann Deutschland werden.

Das verkrustete und korrupte Berlusconi-Italien ist derzeit
unfähig, notwendige Reformen durchzusetzen. Ein Sieg würde
nach Ansicht der Holländer das Konsumenten- und
Produzentenvertrauen steigern und dadurch zu einem kleinen
Wachstumsschub führen. In diese positive Stimmung hinein
könnten dann die Reformen eingeführt werden.

Aber auch wir Deutschen würden einen Motivationsschub gut
gebrauchen können. Unsere ewige Bedenkenträgermentalität
verbaut uns die Sicht für die Chancen, die unsere Wirtschaft
auf den Weltmärkten hat. Mit ein wenig mehr Selbstbewusstsein
würden wir Deutschen wieder unser "Made in Germany" – oder
sollte ich lieber sagen "Produziert in Deutschland" – besser
vermarkten können.

Nun ja, der Dax kratzt auch ohne den goldenen Erdball schon an
der 6.000 Punkte Marke. Ich habe Ihnen heute im Rückblick
aufgezeigt, wie die Auswirkungen der amerikanischen
Zinspolitik auf die Weltwirtschaft sind. Am heutigen Tag
schließt das 1. Quartal dieses Jahres. Im Ausblick erkläre ich
Ihnen, welche Kursbewegungen Sie daher zu Beginn der kommenden
Woche erwarten dürfen.

Aber auch den Niedergang von Intel und Sony habe ich nochmals
aufgezeigt. Beide Unternehmen leiden unter US-Managern mit
Marketing- und Showkompetenz – aber fehlendem technischen
Verständnis. Welche Wettbewerber in die sich aufzeigenden
Schwächen eindringen, lesen Sie im Kapitel 03 – Ausblick.

Mexiko ist ein Land mit außerordentlichen Wachstumsraten. Ich
frage mich manchmal, warum wir zwischen Vodafone und
Telekomaktien wählen müssen, wenn es American Movil gibt, ein
Unternehmen, das noch bislang völlig unerschlossene Märkte im
Sturm erobert. Solche Beispiele gibt es eine ganze Reihe, ich
habe Ihnen die besten einmal in Kapitel 04 – Mexikos Wachstum
aufgezeigt.

Die Leserfragen sind heute ziemlich marktbezogen. Ich habe
Ihnen dort ein paar grundsätzliche strategische Überlegungen
zu den unterschiedlichen Konjunkturzyklen dargelegt.

Ich wünsche Ihnen eine anregende Lektüre.

take share, Ihr
Börsenschreibel

Stephan Heibel

Chefredakteur und
Herausgeber des
Heibel-Ticker

P.S.: Lassen Sie mich Ihre Meinung, Kritik oder
Verbesserungsvorschläge wissen (selbst Lob ist willkommen ;-)
und schreiben Sie mir an leserbrief@heibel-ticker.de.


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02. RÜCKBLICK: KOMISCHE WIRKUNG DER ZINSANHEBUNG?
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Am Dienstag Abend um 21:15 Uhr hat Helikopter Ben nun
erstmalig verkündet, was die Notenbanker der USA für eine
Zinsentscheidung getroffen haben. Doch seine Meldung
unterscheidet sich kaum von den letzten 14 Meldungen seines
Amtsvorgängers Alan Greenspan: Zinsanhebung um 0,25 %. Damit
ist der US-Leitzins nun bei 4,75 % angelangt.

Nach den Worten Bernankes setzte sich die Erkenntnis an den
Finanzmärkten durch, dass mit noch einigen weiteren
Zinsanhebungen zu rechnen ist. Ich erwarte bis Ende dieses
Jahres ein Zinsniveau von 5,5 %.

Ab 5 % ist bei den Anlegern eine psychologische Marke
erreicht, wo viele lieber sichere 5 % Zinsen von
Staatspapieren einstreichen, als das Risiko der Aktienanlage
einzugehen. Nachdem sich nun also abzeichnet, dass bei 5 %
beim US-Leitzins nicht einmal das Ende der Zinserhöhungen
erreicht sein wird, müsste der Aktienmarkt eigentlich panische
Verkäufe zeigen.

Doch das war nicht der Fall. Der Bankensektor hat etwas
gelitten, denn die flache bzw. invertierte Zinskurve erschwert
das Bankgeschäft. Die finanzierungsintensive Schwerindustrie
jedoch hält sich recht gut. Die Aktien des
Baumaschinenherstellers Caterpillar beispielsweise notieren
nur knapp unter ihrem 52-Wochen-Hoch. Rohstoffproduzenten
schreiben in diesen Tagen täglich neue Höchstkurse.

Verkehrte Welt?

Nein! Schon die Frage enthält die Antwort: "Welt" – denn die
Konjunktur in den USA hängt nicht mehr allein an der
Zinspolitik der US-Notenbank, sondern verstärkt haben
internationale Vorgänge Einfluss auf US-Unternehmen.

Nicht nur die BRICs (Brasilien, Russland, Indien und China),
sondern auch das Nachbarland Mexiko wachsen kontinuierlich zu
ernstzunehmenden Wirtschaftsnationen heran. Dem US-Nachbarn
Mexiko habe ich in der heutigen Ausgabe ein ganzes Kapitel
gewidmet, um Ihnen den Unterschied zwischen Wachstum und
Erhaltung zu demonstrieren.

Caterpillar liefert seine Baumaschinen in die ganze Welt – so
auch in die Länder mit der größten Bauwut wie China und
Mexiko. Wer von Ihnen kennt nicht etwa die gelben Bagger mit
der Aufschrift "CAT", die auch in Deutschland auf jeder
Baustelle zu sehen sind?

In der abgelaufenen Woche drehte sich alles um die
Zinserhöhung von Helikopter Ben. Zunächst wurde spekuliert, ob
sie kommen würde. Dann wurde spekuliert, was sie bedeutet.
Kaum jemand in den Massenmedien weist darauf hin, dass im
Zusammenhang mit dem globalen Wachstum die aktuelle
Zinsentwicklung in den USA ganz andere Folgen hat, als dies in
den vergangenen Jahrzehnten der Fall war.

Der Finanzmarkt starrte zunächst wie das Kaninchen auf die
Schlange auf den Dienstag Abend, der da drohend nahte.
Meldungen vom Immobiliensektor der USA verhalfen dem
Anleihenmarkt zu einer Rallye. Die Verkäufe neuer Häuser
fielen im Februar um 10,5 %, gleichzeitig wurden die
geschätzten Verkäufe des Monats Januar nach unten korrigiert. Bei der derzeitigen Nachfrage reichen die fertiggestellten und
noch nicht verkauften Häuser für ein weiteres halbes Jahr (6,3
Monate) – noch nie war das Angebot so groß.

Und als seien das noch nicht genug Hiobsbotschaften für den
Immobiliensektor, da wurde noch vermeldet, dass der
durchschnittliche Verkaufspreis um 2,9 % zurückging.

Also: Das Ziel der US-Notenbank Fed, die Immobilienblase zum
zerplatzen zu bringen, ist erreicht. Da kann sie doch nun
aufhören mit den Zinserhöhungen, oder?

An den Börsen wurde diese Meldung vom vergangenen Freitag
zumindest so interpretiert, als wäre nunmehr das Ende der
Zinsanhebungen in Sicht. Anleihen erfuhren eine Rallye, die
Rendite der 10-jährigen Staatsanleihe sank auf 4,65 %.

Doch diese Reaktion war falsch, denn Helikopter Ben denkt noch
gar nicht daran, die Zinserhöhungen zu beenden. Vielmehr
sprach er von einer noch immer robusten US-Wirtschaft. Durch
die gestiegenen Rohstoffpreise steigen nunmehr auch die Preise
von einigen Gütern in den USA. Auch das wird als inflationärer
Druck gewertet und Bernanke wird weiter die Zinsen erhöhen,
bis er auch diese Inflation im Griff hat.

Steigende Zinsen bedeutet wiederum, dass der US-Dollar
weiterhin attraktiv ist für ausländische Anleger. Denn ein
hohes Zinsniveau lockt Investorengelder an. Vor diesem
Hintergrund konnte der US-Dollar, dessen Niedergang in den
vergangenen Jahren bereits unendliche Male prognostiziert
wurde, wieder zulegen.

Da straft Helikopter Ben seine Kritiker allesamt Lügner, indem
er den US-Dollar so attraktiv macht, dass weiterhin
ausreichend Kapital ins Land fließt, um einen Ausverkauf und
dadurch Wertverlust des US-Dollar zu vermeiden.

Eigentlich sollte man meinen, dass ein fester US-Dollarkurs
Vertrauen in das Weltfinanzsystem schafft. Dennoch ist der
Preis für die Feinunze Gold in dieser Woche nach oben
ausgebrochen. Mit 584 US-Dollar notiert der Gegenpol des US-
Dollars nun auf einem 25-Jahres-Hoch.

Jahrzehntelang war es ein Gesetz, dass der Goldpreis fällt,
wenn der US-Dollar steigt, und umgekehrt. Doch aufgrund der
neuen weltwirtschaftlichen Situation kann der US-Dollar
gestützt werden, obwohl gleichzeitig die Nachfrage nach dem
Gold für kräftige Kurssprünge beim Goldpreis sorgt.

Auch die anderen Rohstoffe notieren in diesen Tagen nahe ihren
Höchstpreisen. So ist es auch nicht verwunderlich, dass unser
Rohstoffproduzent BHP Billiton wieder den Turbo eingeschaltet
hat und auf die 100 % Kursgewinn noch ein paar Pünktchen
drauflegte.

Im Gegenzug verloren die Anleihen jedoch an Wert. Der Kurs der
10-jährigen Anleihe fiel im Wochenverlauf und sorgte dadurch
für einen Anstieg der Rendite auf 4,855 %. Vor dem Hintergrund
steigender Renditen halten sich Anleger lieber noch ein wenig
zurück mit ihren Käufen von Anleihen, denn schon bald könnte
es ja noch attraktivere Zinsen geben.

Für uns in Europa bedeutet dieser Zinspfad von Helikopter Ben,
dass der Euro wohl noch einige Zeit weiter schwach bleiben
wird. Das wiederum ist gut für unsere Wirtschaft und so konnte
der Dax in der abgelaufenen Woche fast die 6.000 Punkte-Marke
erklimmen. Ich denke, in der kommenden Woche wird diese Hürde
genommen werden.

Japans Währung ist noch schwächer als der Euro, Japans
Wirtschaft profitiert also um so mehr von der aktuellen
Entwicklung. Kein Wunder also, dass der Nikkei in der
abgelaufenen Woche erstmals seit 2000 wieder über 17.000
Punkte sprang. Der Nikkei setzt also zu einem neuen Höhenlauf
an. Ich habe daher den Kaufkurs einer meiner japanischen
Empfehlungen heraufgesetzt.

Also: Ein fester US-Dollar hilft den Unternehmern der Nicht-
US-Länder wie Europa und Japan. Die Rohstoffpreise steigen
zwar, jedoch können die gestiegenen Rohstoffpreise problemlos
in höheren Verkaufpreisen bei den Gütern im Export
untergebracht werden.



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03. AUSBLICK: WINDOW DRESSING, INTEL & SONY
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Am heutigen Freitag endet das erste Quartal dieses Jahres. Sie
können daher damit rechnen, dass einige Aktien, die bislang
gut liefen, noch einen kleinen Kursschub erhalten. Aktien, die
hinter den Erwartungen zurückblieben, werden heute noch
schnell verkauft. In den ersten Tagen der nächsten Woche
werden diese Kursbewegungen wieder egalisiert.

Dahinter steckt das "Window dressing" einiger US-Fondsmanager.
Das Portfolio dieser Fonds wird zum heutigen Stichtag
veröffentlicht, der Fondsmanager muss sich seinem Vorgesetzten
gegenüber rechtfertigen. Wenn er nun Intel Aktien in seinem
Technologiefonds hat, aber nicht Broadcom, dann wird sein Chef
ihn zur Rechenschaft ziehen. Er wird in Erklärungsnot sein,
warum er Intel mit einem Quartalsminus von 20 % immer noch im
Portfolio hat, während doch der viel spezialisiertere
Chipanbieter Broadcom satte 40 % zulegen konnte.

Um den unangenehmen Fragen aus dem Weg zu gehen, wird dann
heute halt schnell Intel verkauft und Broadcom gekauft. Da
braucht es keine wichtigen Meldungen, um deren Kurse heute zu
bewegen, es reicht das „Window dressing".

A pro pos Intel: Das Unternehmen wird von Paul Otellini
geführt, ein Vertriebsmensch. Gründer Andy Grove, sowie der
langjährige Chef von Intel Craig Barrett, waren Ingenieure und
haben dafür gesorgt, dass Intel Chips stets die qualitativ
besten Chips der Welt waren. Ein Verkäufer kümmert sich jedoch
eher um die Vertriebswege – wie beispielsweise die
sensationelle Entscheidung, mit Apple zu kooperieren.
Qualitativ kann Intel nun aber nicht mehr mit AMD mithalten.

Wichtiger, als die aktuelle Finanzlage eines Unternehmens, ist
es, sich den Chef genau anzuschauen. Ich traue es Otellini
nicht zu, mit Intel einen Chip zu produzieren, der wieder
wettbewerbsfähig zu den AMD Chips ist. Und dabei hat AMD
inzwischen sogar günstigere Produktionskosten.

Wenn Sie also einen Chiphersteller suchen, dann schauen Sie
sich lieber AMD oder Broadcom an.

Ähnlich trostlos sieht es um den neuen Sony-Chef Sir Howard
Stringer aus. Neben seinem Adelstitel und seiner Vorliebe zur
Selbstdarstellung auf Partys hat dieser Manager noch nicht
viel für Sony gebracht. Er ist der erste Nicht-Japaner bei
Sony. Ich denke, er wird auch auf lange Sicht hin der letzte
bleiben.

Sony verliert an allen Fronten. Das ursprüngliche
Kerngeschäft, der Walkman, oder auch das
Taschenmusikabspielgerät, wurde kampflos an Apples iPod
abgegeben.

Aus dem anfänglichen Erfolg der Playstation und Playstation 2
ist nun ein Fiasko geworden, denn die Playstation 3 kann erst
ein halbes Jahr später als geplant und damit ein ganzes Jahr
später als die Spielekonsole der 3. Generation vom
Wettbewerber Microsoft, auf den Markt gebracht werden.

Im Bereich der Unterhaltungselektronik stürmen JVC und
Panasonic in die Haushalte. Ich hatte es Ihnen voller Stolz
berichtet: auch meine Arbeitsgeräte sind nicht von Sony,
sondern mein alter Laptop ist von JVC, mein neuer von
Panasonic. Beide Unternehmen gehören zur japanischen
Matsushita Gruppe, ich hatte Ihnen diese Unternehmen am 27.1.
vorgestellt. Heute rate ich Ihnen zum Kauf dieser Aktien, denn
seit einigen Wochen konsolidierte der Kurs seitwärts, und
meiner Einschätzung nach steht ein nächster Kurssprung kurz
bevor.

Die Aktien von Sony haben zwar in den vergangenen Monaten um
15 % zulegen können, doch "A rising tide lifts all boats" –
eine steigende Flut hebt alle Boote an! Der Nikkei hat in
diesem Zeitraum 38 % zulegen können. Sonys Aktien haben den
Nikkei nur gebremst!

Sony ist völlig von der Rolle. Die Ernennung Sir Stringers als
CEO war ein Fehlgriff. Halten Sie sich fern von Sony!


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04. MEXIKOS WACHSTUM: AMERICA MOVIL, SOUTHERN COPPER, HOMEX
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Was ist Ihnen lieber? Die Aktie eines gesunden Unternehmens,
das bereits Weltmarktführer ist, vielleicht bereits zu den
weltweit größten Unternehmen gehört und auf Basis der guten
Geschäftslage ordentliche Gewinne einfährt? Oder ein
Unternehmen, das in seinem lokalen Markt die Marktführerschaft
errungen hat, dessen lokaler Markt jedoch noch
Entwicklungspotential hat und aus dem heraus das Unternehmen
eine solide Expansions- und Wachstumsstrategie fahren kann?

Nun, an der Börse zählt nur eines: Gewinnwachstum. Die heute
erzielten Gewinne sind bereits in den Aktienkursen enthalten,
es zählt nur, wie weit der Gewinn noch gesteigert werden kann.

Eine ganze Reihe von Ländern waren in den 70ern und 80ern
politisch isoliert, innere Unruhen verhinderten die Entstehung
einer funktionierenden Wirtschaft. Inzwischen haben viele
dieser Länder eine gewisse Stabilität, zumindest
wirtschaftlich, erreicht. Natürlich gibt es in Venezuela immer
mal wieder einen Putsch, oder in Peru könnte als nächstes eine
kommunistische Regierung an die Macht kommen. Aber die
wirtschaftlichen Außenbeziehungen werden auch von Kommunisten
nicht mehr vereitelt.

Mexiko ist ein Land, das noch jede Menge innenpolitische
Probleme zu lösen hat. Und auch die Außenpolitik ist alles
andere als geregelt. In diesen Tagen fährt der US-Präsident
Bush wieder einmal in den Urlaub (kein anderer US-Präsident
hat jemals soviel Urlaub gemacht, wie Bush). Das Reiseziel
heißt Cancun, der östliche Zipfel Mexikos, die Karibikinsel
vor Yucatan. Natürlich kommt der mexikanische Präsident
Vincente Fox zu einem Treffen mit Bush vorbei. Es gibt viel zu
besprechen. Nicht nur die Handelsbeziehungen sind durchzogen
von gegenseitigen Strafzöllen und Boykotten, sondern auch die
Grenze ist durchlässig für eine Vielzahl von mexikanischen
Flüchtlingen.

Aber aus diesen Gesprächen erwarte ich keine besondere
Entscheidung, von der wir profitieren könnten. Das Treffen
macht mir nur bewusst, dass Mexiko ein armes Land direkt neben
den USA ist, und dass dieses Land derzeit ein Wachstum
verzeichnet, wie nur wenige andere Länder.

Während in den USA oder auch in Deutschland bereits die Märkte
reif sind, verteilt sind und neue Marktanteile nur über
Preiskämpfe gewonnen werden können, gibt es in Mexiko noch
völlig unterentwickelte Märkte.

Warum sollten wir uns beispielsweise darum kümmern, ob
Vodafone oder T-Mobile besser aufgestellt ist? Auch Sprint PCS
oder AT&T Mobil kämpfen mit Billigstpreisen um weitere
Marktanteile in den USA. In Mexiko wächst eine neue
Mittelschicht heran, die noch gar kein Handy bzw. Handyvertrag
hat. America Movil (AMX, WKN: 603116, 27,05 Euro) versorgt
nicht nur Mexiko, sondern auch gleich ganz Südamerika mit
Mobilfunkverträgen. Umsatzwachstum 16 %, KGV von 17, gesunde
Bilanz! Da steckt doch wesentlich mehr Wachstumschance
dahinter, als bei den oben genannten Pendants unserer Länder.

Oder vergleichen Sie einmal Coca Cola (KO) mit Coca Cola Femsa
(KOF, WKN 887811, 26,64 Euro): Der mexikanische Cola-Vertrieb
wächst dreimal so schnell, wie die Mutter aller Colas. Das KGV
beträgt gerade einmal 14. Auch in Deutschland hält sich das
Wachstum in Grenzen – schauen Sie sich einmal die Aktien von
Berentzen an. Die kämpfen seit 10 Jahren gegen die anwachsende
Konkurrenz.

Phelps Dodge hat in den letzten 12 Monaten schon eine
Kursverdopplung erlebt. Fürchten Sie, hier zu spät zu kommen?
Dann schauen Sie sich doch einmal Southern Copper an, den
Kupfer Produzenten aus Peru (PCU, WKN A0HG1Y, 69,36 Euro),
hieß früher einmal Southern Peruan Copper, hat aber nach einer
Expansion in andere süd- und mittelamerikanische Länder das
Heimatland aus dem Firmennamen gestrichen.

Southern Copper ist der günstigste Kupferproduzent weltweit.
Peru ist wirtschaftlich alles andere als stabil, der
Kupferpreis zieht an und Peru kann es sich nicht leisten,
diesen wirtschaftlichen Erfolg zu vereiteln.

Cemex (CX, WKN 925905, 53,37 Euro) ist ein Zementmischer, den
in Süd- und Mittelamerika jeder kennt. Überall sehen Sie die
Baustellenfahrzeuge von Cemex. Heidelberg Zement mischt in
Deutschland meist noch bei Instandhaltungsprojekten mit und
gießt vielleicht einmal einen neuen Tunnel aus. Cemex
profitiert von einem staatlich geförderten Eigenheimprogramm
in Mexiko: Noch nie gab es so viele Eigenheimbauten in Mexiko,
wie in den vergangenen zwei Jahren.

Darüber hinaus liefert Cemex Zement in die Südstaaten der USA,
die im vergangenen Herbst durch die verheerenden Hurrikans
verwüstet wurden. Der für den Wiederaufbau erforderliche
Zement kommt von Cemex, die Einfuhrzölle wurden vor wenigen
Wochen von den USA gesenkt, um den benötigten Zement zu
bekommen. Das KGV von 10 spiegelt diese Marktposition bei
weitem nicht wieder.

Und wo laufen die Bewohner der neuen Eigenheime hin, wenn sie
sich einrichten wollen? Die wachsende Mittelschicht Mexikos
kauft nicht bei Home Depot in den USA ein, auch kennen die
weder Obi noch den Praktiker. Homex (HXM, WKN A0B6RD, 29,09
Euro) ist der größte Innenausstatter Mexikos. Das
Umsatzwachstum beträgt 55 %, das KGV nur 19.

In Mexiko brauchen sie keine Angst vor einer zerplatzenden
Immobilienblase oder insolventen Haushalten haben. Dort wird
gerade etwas aufgebaut, das Land wächst. Im Wachstum lässt
sich leichter verdienen, als in einem reifen Markt mit
Verteilungskämpfen.

Ich habe Ihnen eines der hier vorgestellten Unternehmen
herausgesucht und in meine Empfehlungsliste eingefügt. Liebe
Leser der kostenfreien Version des Heibel-Ticker: Bitte haben
Sie Verständnis dafür, dass ich diese Aktie hier nicht bekannt
gebe.


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05. LESERFRAGEN:
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FRAGE 1: Marktbetrachtungen
FRAGE 2: INTEL UND DOW JONES
FRAGE 3: CAMECO
FRAGE 4: konjunkturresistente Werte

FRAGE 1: Marktbetrachtungen


Bitte nutzen Sie auch das Instrumentarium der Zertifikate, und
zwar in Deutschland handelbare Zertifikate (Marktführer sind
ABN Amro und die Großbanken).

Warum Zertifikate?
Aktien kaufe ich nur noch, wenn es keine Zertifikate auf diese
Aktien gibt.
Zertifikate sind das ideale Instrument zum Spekulieren auf
Börsenindizes, auf steigende und fallende Preise, ohne oder
mit Hebelwirkung.
Auch auf viele Aktien sind Bull- und Bearzertifikate
erhältlich.
Und gerade bei kleinem Geldbeutel macht das Spekulieren mit
maßvoll gehebelten Zertifikaten Sinn.

Die Marktenge im Zertifikatehandel spielt keine Rolle bei der
Kursbildung: der Emittent zahlt bei der Rücknahme regelmäßig
den dem Kurs des Basiswerts entsprechenden Zertifikatepreis.

Als Vertrauensvorschuss habe ich gerade eben ein
Jahresabonnement Ihres Börsenbriefs bestellt.


Mit freundlichem Gruß

Edgar aus Marburg


ANTWORT 1:

Zertifikate & ABN-Amro: Ich habe das vergangene Jahr in einem
Projekt der Züricher Börse als Berater mitgewirkt, das
aufgrund der geplanten Einführung einer neuen Derivate-Börse
diesen Markt gründlich unter die Lupe genommen hat. Daher
fühle ich mich nun gerade für diese Papiere bestens gerüstet,
um Ihnen dort die richtigen herauszupicken. Leider ist der
überwiegende Teil in meinen Augen nicht brauchbar, aber bei
den Open End Zertifikaten gibt es einiges Gutes, insbesondere
von ABN Amro.


FRAGE 2: INTEL UND DOW JONES

Intel scheinen mir mit einem KGV von 14 sehr interessant zu
sein, im Vergleich zum Dow Jones hat die Aktie ein 40%
Potential (sprich Kursziel 26$). Laut Harry S. Dent stehen wir
kurz vor einem großen Ausbruch in den US Inidices (Dow Jones
14'000 in diesem Jahr).... Die Charttechnik ist noch negativ,
aber die Fundamentaldaten sind positiv (darüber wissen Sie
besser Bescheid). Sobald die Charttechnik auf "grün" wechselt,
werde ich long gehen.

Good Trades, Mario aus Männedorf


ANTWORT 2:

Dow Jones 14.000 und Intel als Empfehlung: Hmmm, so einfach
sehe ich das nicht. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass der
Dow Jones in Richtung 14.000 ansteigen wird - aber nicht mehr
in diesem Jahr. Und getragen würde ein solcher Anstieg in
erster Linie durch Pharma, Altria sowie Procter & Gamble, also
konjunkturresistente Aktien.

Intel wurde vom Ingenieur Andy Grove gegründet und später vom
Ingenieur Craig Barrett zum Weltkonzern gemacht. Nachdem Grove
und Barrett abtraten, kam der Verkäufer Paul Otellini ans
Ruder. Seither sind die Chips von AMD besser, als die von
Intel. Ich fürchte, dass Otellini nicht das Zeug hat, um die
Intel-Chips wieder auf den Qualitätsstandard zu hieven, den
seine Vorgänger zum weltweiten Standard machten. Die Aktie ist
günstig bewertet - aber es gibt einen Grund für die günstige
Bewertung. Ich erwarte zwar keinen Kursrückschlag, aber ich
vermisse bei Intel andererseits auch einen Katalysator, der
dem Aktienkurs Beine machen könnte.


FRAGE 3: CAMECO

Cameco wurde heute Nachmittag in Frankfurt bei 26,50 Euro
ausgestoppt, kurz darauf stand der Aktienkurs wieder bei 28,00
Euro. War der Stopp vielleicht etwas zu eng gesetzt?

Bernhard aus Frickenhausen


ANTWORT 3:

Grundsätzlich sind Stopp Loss Marken mit Vorsicht zu genießen:
Wenn Sie entsprechende Verkauforders in Ihr Banksystem
eingeben, so landen diese limitierten Verkauforders auf dem
Tisch der Kursmakler. Diese nutzen solche Informationen
mitunter aus, um günstig an die Aktien zu gelangen.

Am 21.3. rutschte der Kurs ohne besondere Meldungen zum
Unternehmen Cameco plötzlich und nur in Deutschland kräftig in
den Keller. Schon zum Zeitpunkt der Börseneröffnung in den
USA, also um 15:30 Uhr unserer Zeit, notierte der Aktienkurs
fast wieder auf dem Vortagsniveau. Es ist ein bekanntes
Muster, dass Makler die Kurse von Aktien mit geringem
Handelsumsatz durch minimale Oders in den Keller schicken, so
dass einige Verkauforders ausgelöst werden.

Leider ist unsere Aufsichtsbehörde, das BaFin, derzeit noch
nicht in der Lage, solchen Fällen nachzugehen. Für Sie als
Anleger bleibt damit nur eine Lösung: Merken Sie sich
entsprechende Stopp-Marken nur in Ihrem Kopf vor. Wesentlich
aussagekräftiger als untertägige Schwankungen sind die
Schlusskurse eines jeden Handelstages. Beachten Sie nur die
Schlusskurse, um ein Erreichen Ihrer Stoppmarke zu beurteilen.

Sollte also der Kurs von Cameco einmal unter 26,50 Euro
rutschen, so werde ich am folgenden Tag zu Verkäufen raten.


FRAGE 4: konjunkturresistente Werte

Sorgen macht mir meine Positionen Pfizer, Cisco, IBM, Walt
Disney, Amgen, SAP und L'Oreal. Bei Walt Disney gibt es ja
noch einen schönen Aufwärtstrend. SAP ist aus meiner Sicht
sehr ambitioniert bewertet, außerdem kosten Investitionen
(tausende Mitarbeiter, China) erst mal richtig Geld.

Ratlos bin ich auch bei Schering Plough, meiner
Lieblingspharmaaktie, weil ja der Wert für
Heuschnupfengeplagte. Ist da jetzt eine Wende erkennbar? 20
Mrd. $ für ein bekanntes Unternehmen sind ja eigentlich nicht
viel. Da müssen bei Pfizer mit 200 Mrd. $ schon jedes Jahr
15…20 Mrd. $ Gewinn erwirtschaftet werden, um die Bewertung zu
rechtfertigen.

Es gibt einige Analysten, die auf einen Dow-Wert von 14.000
und mehr setzen, nachdem Europa und Japan gut gelaufen sind.
Ihre Meinung?

Henrik aus Jena


ANTWORT 4:

na, da haben sich ja eine ganze Reihe von Fragen bei Ihnen
angesammelt.

Ich denke, in den USA werden die Zinsen höher geschraubt, als
dies derzeit von den meisten erwartet wird. In einem Umfeld
mit hohen Zinsen werden Pharmaaktien wieder attraktiver. Auch
hat der Übernahmeversuch der Merck KGaA gezeigt, dass im
Pharmabereich sowohl Geld, als auch günstige Bewertungen
vorhanden sind. Ich bin also derzeit für den Pharmabereich
bullish. Pfizer und Schering-Plough sollten Sie also halten.
Auch Biotech (und damit Amgen) wird von diesen Entwicklungen
profitieren.

L'Oreal passt ebenfalls in die Ecke der konjunkturresistenten
Aktien. Körperpflege wird von Menschen unabhängig von ihrer
finanziellen Situation betrieben. Aber L'Oreal ist ein
französisches Unternehmen und in Frankreich ist der
Konjunkturaufschwung noch in vollem Gange. Es gibt also für
französische Anleger derzeit noch keinen Grund, auf
konjunkturresistente Werte umzuschwenken. Außerdem notiert die
Aktie auf einem KGV von 25 bei einem Wachstum von 10 % p.a. -
das ist ein wenig zu hoch. Und dann wurde noch kürzlich die
Übernahme des britischen Body Shop für 1 Mrd. Euro bekannt
gegeben. Auch eine solche Übernahme muss erst mal in den
Konzern integriert werden, und das kann ein paar Monate bis zu
Jahren dauern. Vorerst sehe ich also kein sonderliches
Kurspotential für L'Oreal.

Hier könnten Sie also die 30 % Kurssteigerung der vergangenen
Monate nutzen, um Ihre Position zumindest ein wenig zu
verkleinern und Gewinne mitzunehmen. Das Unternehmen ist aber
gut aufgestellt und verfügt über eine gesunde Bilanz, es gibt
also keinen Grund, sich langfristig Sorgen zu machen. Ich
denke nur, dass kurzfristig die Konsolidierung den Kurs noch
etwas zurückholen kann.

Zu Walt Disney habe ich meine positive Einschätzung im Rahmen
meiner Apple-Analyse vorgestellt (siehe Heibel-Ticker 06/03
vom 21.1.06 im Archiv unter www.Heibel-Ticker.de).

Cisco & IBM: Tolle Unternehmen mit solider Bilanz und gesundem
Geschäft. In ihren Bereichen sind sie Weltmarktführer - und
das spiegelt sich auch im Kurs wieder. Wo sollen diese
Unternehmen noch hinwachsen? Seit mehreren Jahren schon
notieren die beiden Aktien seitwärts - und noch kann ich
keinen Katalysator für höhere Kurse erkennen. Es gibt
attraktivere Unternehmen im Technologiebereich.

SAP: Endlich haben es auch amerikanische Analysten und
Unternehmen verstanden, dass Unternehmenssoftware mehr als nur
das Zusammenkleben einzelner Datenbanktabellen ist, wie es
Oracle jahrelang durchführte. Oracle ist somit endgültig aus
dem Rennen geschlagen und SAP kann nun mit voller Kraft seine
Expansion vorantreiben.

Das KGV von 29 ist bei Wachstumsraten von 16 % p.a. schon
recht ambitioniert - ich halte aber SAP für so gut
aufgestellt, dass es diesen Bewertungsaufschlag als
Marktführer verdient. Mehr Sorgen als China macht mir bei SAP
der Betriebsrat, der nunmehr eingeführt wird. Wenn die IG
Metall bei SAP aktiv wird, dann bringt das eine Menge Unruhe
und Unzufriedenheit in die vorwiegend gut ausgebildete
Belegschaft. Aber das sollte sich eher langfristig auswirken.
Vorerst wird SAP meiner Erwartung nach noch seinen
Aufwärtstrend beibehalten. Ich würde einen Trailing Stopp mit
15 % verwenden.

Dow 14.000? Das erscheint mir zu gewagt für das laufende Jahr.


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06. BEOBACHTETE WERTE

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NEU:

Southern Copper
US-Kürzel PCU
WKN A0HG1Y
ISIN US84265V1052
Kurs aktuell 69,36 EUR / 84,13 USD
Kaufen unter 70 EUR / 85 USD
Kupferproduzenten aus Peru mit weltweit günstigsten
Produktionskosten

==========

Ausgabe 24.03.06: GMAC-Ausgliederung & Werbung in Spielen

General Motors Acceptance 10 Jahre
Laufzeit noch bis 27.9.2010
WKN 908511
ISIN XS0177329603
Nominalzins: 5,75 %
Kurs 92,75 EUR
Gekauft zu 92 EUR
Rendite aktuell 7,77 %, wenn Sie bis zur Endfälligkeit halten
GMAC-Ausgliederung wird zu Kursanstieg führen

Am heutigen Freitag müssen die Verhandlungen mit der
Gewerkschaft von Delphi, dem insolventen Zulieferer von GM, zu
einem Ergebnis kommen. Weiterhin muss GM noch korrigierte
Quartalsabschlüsse der letzten fünf Quartale nachliefern – es
sind 2 Mrd. US-Dollar verschwunden. Vor diesem Hintergrund ist
die Ausgliederung bzw. der Verkauf von GMAC in Frage gestellt
worden.

In meinen Augen hat GM keine andere Chance, als GMAC zu
verkaufen. Ich erwarte daher schon bald wieder Meldungen, die
über entsprechende Verhandlungen berichten. Dann sollte der
Kurs weiter nach oben gehen.

Electronic Arts
US-Kürzel ERTS
WKN 878372
ISIN US2855121099
Kurs 44,80 EUR / 54,19 USD
Gekauft zu 43,50 EUR / 52,50 USD
Neue Umsätze durch Spielegeneration sowie zusätzliche
Werbeeinnahmen

Der Analyst Todd Mitchell von Kaufman Bros. hat Electronic
Arts mit „Kaufen" in die Beobachtung aufgenommen. Das Geschäft
mit den Spielen steht vor einem neuen Schub, der Electronic
Arts mit seiner fertigen Produktpalette und nunmehr
verminderten Personalkosten im zweiten Halbjahr satte Gewinne
bescheren wird.

Bis 45 Euro sind die Aktien in meinen Augen nach wie vor
kaufenswert. Noch ist es nicht zu spät.

Übrigens: Wenn Ihnen Electronic Arts nicht gefällt, Sie aber
dennoch am Boom der Computerspieleindustrie teilhaben wollen,
dann schauen Sie sich doch bitte einmal die beiden
Haupthersteller von Graphikkarten an: Nvidia (NVDA) und ATI
Technologies (ATYT). Während die PC-Industrie derzeit etwas
ins Schwanken gekommen ist, konnten sich diese
Hardwarehersteller ein Standbein im Spielemarkt aufbauen. Ohne
deren ausgefeilte Graphikkarten wären all die schnellen 3D-
Animationen mit der verblüffenden Echtheit nicht möglich.

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Ausgabe 17.03.06: Technologieentwicklungen


Microsoft
US-Kürzel MSFT
WKN 870747
ISIN US5949181045
Kurs 22,41 EUR / 27,23 USD
Gekauft zu 22,50 EUR / 27,75 USD

Microsoft wurde entsprechend meiner Empfehlung in der
abgelaufenen Woche Plusminus Null verkauft. Mittelfristig
erwarte ich bei Microsoft keine sonderliche Kurssteigerung.
Erst langfristig sollte sich die neue Spielekonsole Xbox 360
positiv auf das Geschäft auswirken. Ein weiterer Katalysator
wird das neue Betriebssystem Vista sein, das statt November
2006 nun erst Anfang 2007 eingeführt wird.

Ich denke, in den Sommermonaten werden sich günstigere
Einstiegsgelegenheiten für Sie ergeben. Einen Kursschub
erwarte ich erst in der zweiten Hälfte dieses Jahres.


Akamai Technologies
US-Kürzel AKAM
WKN 928906
ISIN US00971T1016
Kurs 25,60 EUR / 30,77 USD
Gekauft zu 25,80 USD (in Euro sind wir noch nicht zu 21,60 EUR
zum Zuge gekommen)
Partizipation am Ausbau der globalen Verfügbarkeit von
Internetdiensten in den nächsten 6 Monaten.

Wußten Sie schon, dass Akamai in der hawaianischen Sprache
soviel bedeutet wie "klug"?

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Ausgabe 10.03.06: Rohstoffunternehmen & Vogelgrippevirus

Freeport McMoRan
WKN: 896476
ISIN: US35671D8570
US-Kürzel: FCX
Kurs aktuell 49,74 EUR / 61,15 USD
Gekauft zu 42 EUR / 50 USD
Langfristanlage

Steigende Rohstoffpreise ziehen den Kurs dieser Aktie mit.
Halten.


Rio Tinto
WKN 852147
ISIN GB0007188757
US-Kürzel RTP
Kurs aktuell 42,13 EUR / 208,48 USD
Gekauft zu 38,90 Euro,
Nachkaufen unter 35 Euro
Langfristanlage

Auch Rio Tinto profitiert von den steigenden Rohstoffpreisen.
Halten.


BioCryst
WKN 896047
ISIN US09058V1035
US-Kürzel BCRX
Kurs aktuell 15,31 EUR / 18,35 USD
Gekauft zu 16,50 Euro, nachkaufen bis 18 Euro
Spekulation auf Vogelgrippemedikament

Es ist nicht die Frage, "ob" die Vogelgrippe sich ausbreiten
wird, sondern lediglich "wann". Es gibt eine ganze Anzahl von
kleinen Unternehmen, die sich mit der Suche nach einem
Gegenmittel für die Vogelgrippe beschäftigen: Novarax (NVAX),
AVI Biopharma (AVII), Hemispherx (HEB) und Generex
Biotechnology (GNBT). Sie alle werden dann mit den großen
Pharmaunternehmen Vertriebskooperationen eingehen. Doch wer
von diesen Unternehmen gewinnt, ist ungewiss. Für mich hat
BioCryst sehr gute Chancen und ist gleichzeitig aufgrund von
anderen eigenen Produkten nach unten abgesichert. Halten.

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Ausgabe 24.02.06: Solarunternehmen

Solar-Fabrik
WKN 661471
ISIN DE0006614712
Kurs aktuell 12,10 Euro
Gekauft zu 13,20 Euro
Ziel 20 Euro bis Herbst 2006

Gestern hat Solar-Fabrik ihr Konzernergebnis vorgelegt. Wie
angekündigt, hat der Kauf und die Integration des Wafer-
Herstellers GEWD aus Kuala Lumpur heftig auf der Kostenseite
zugeschlagen. Der Gewinn ist daher im Jahresvergleich
zurückgegangen. Zeitgleich wird in den Aufbau weiterer eigener
Produktionskapazitäten investiert.

In den Solar-Aktien sind viele kurzfristig orientierte
Anleger, die sich nicht sehr mit fundamentalen Entwicklungen
auseinandersetzen. Der Gewinnrückgang, aus welchen Gründen
auch immer, reicht diesen Spekulanten als Verkaufsargument.
Somit fällt der Kurs von Solar-Fabrik heute um aktuell 7 %.

Nutzen Sie den Ausverkauf für Nachkäufe unter 12 Euro. Bitte
beachten Sie das Stopp Loss bei 9,85 Euro.

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Ausgabe 17.02.06: Gold ETF

Gold ETF StreetTracks
US-Kürzel GLD
WKN A0DNJ8
ISIN US8633071043
Gekauft zu 46,50 Euro
Kurs aktuell 47,70 Euro

Unser Wunschpreis von 520 US-Dollar für Nachkäufe im
Goldbereich wird wohl nicht mehr erreicht werden, der Goldkurs
ist nun wieder abgehoben. Wir fahren also mit den vorhandenen
Positionen (GLD, Goldcorp) mit und warten für Nachkäufe auf
Rückschläge.

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Ausgabe 03.02.06: Atomenergie

Cameco
WKN 882017
US-Kürzel CCJ
Börsenplatz Frankfurt
Kurs aktuell 30,65 Euro
Gekauft zu 30 Euro
Stopp Loss bei 26,50 Euro
Trendsurfer

Im Rahmen der Rohstoffkorrektur brach auch der Kurs von Cameco
ohne besondere Unternehmensmeldung um 9 % ein. Inzwischen
befindet sich Cameco gemeinsam mit dem Energiesektor in einer
Aufholjagd.

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Ausgabe 27.01.06: Japan

Matsushita
WKN 853666
Börsenplatz Frankfurt
Kurs aktuell 18,05 Euro
Kaufen halbe Position sofort, Nachkaufen unter 15 Euro

Ich bin es leid: Matsushita ist ein Top-Unternehmen, das
derzeit an allen Fronten Marktanteile gewinnt. Gleichzeitig
befindet sich Japan in einem kräftigen Konjunkturaufschwung.
Ich möchte bei Matsushita nicht leer ausgehen. Seit einigen
Wochen notiert der Kurs nun schon seitwärts, kommt aber nicht
mehr zu unserem ursprünglichen Kaufkurs zurück.

Ich würde daher nun einsteigen – aber nur mit einem Teil Ihres
Kapitals. Halten Sie sich bereit, bei Kursrückschlägen unter
15 Euro nochmals nachzukaufen. Mehr dazu im Kapitel 03 -
Ausblick.


Mitsubishi UFJ
WKN A0HF5M
Börsenplatz Frankfurt
Kurs aktuell 12,17 Euro
Kauflimit 10 Euro

Honda Motor
WKN 853226
Börsenplatz Frankfurt
Kurs aktuell 51,25 Euro
Kauflimit 46,50 Euro

Kyocera
WKN 860614
Börse Berlin
Kurs aktuell 72,58 Euro
Kauflimit 64 Euro

Bei den anderen drei Japanern warten wir geduldig ab.


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Ausgabe 21.01.06: Goldmine

Goldcorp
WKN 890493
US-Kürzel GG
Börsenplatz Frankfurt
Kurs aktuell 24,15 Euro
Gekauft zu 21,50 Euro
Stopp Loss bei 19,50 Euro

Halten und mit einem Stopp Loss bei 19,50 Euro absichern.


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Alte Position: Rohstoffunternehmen

BHP Billiton
US-Kürzel BHP
WKN 850524
Kurs aktuell $40,22
gekauft zu $18

Die Hälfte der Position haben Sie mit 100 % Gewinn verkauft,
Ihren Einsatz haben Sie also raus. Den Rest lassen Sie nun
weiterlaufen mit einem Trailing Stopp von 25 %, also derzeit
bei 30 Euro. Aus charttechnischen Gründen senke ich die Stopp
Loss Marke auf 29 US-Dollar und rate zu Kursen zwischen 32
und 34 US-Dollar zu Nachkäufen.


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Ausgabe 21.01.06: Ölbohrunternehmen

Nabors Industries
WKN 662778
US-Kürzel NBR
Börsenplatz München
Gekauft zu durchschnittlich 60 Euro
Kauflimit 56,80 Euro
Kurs aktuell 60,13

Nun hat der Kurs endlich gedreht, Nabors steigt wieder an.
Halten mit Stopp Loss bei 51 Euro.

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Ausgabe 21.01.06: Steve Jobs bei Walt Disney

Apple Computers
WKN 865985
US-Kürzel AAPL
Börsenplatz Frankfurt
Kauflimit 62 Euro
Kurs aktuell: 52,10 EUR

Auch bei Apple hat sich nun endlich das Blatt gewendet: Nach
Tiefkursen bei 48,50 Euro konnte der Kurs in den vergangenen
Tagen deutlich zulegen. Als Grund reichte hier schon das
Gerücht, dass Apple in die nächsten iPods Spiele von Nintendo
integrieren würde. Das ist nicht mehr als ein Gerücht, zeigt
aber, wie ausgebombt die Apple-Aktie war. Wer noch nicht dabei
ist kann zu aktuellen Kursen noch einsteigen.

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Ausgabe 15.01.06: Gesundes Wachstumsunternehmen

Yahoo!
WKN 900103
Börsenplatz Berlin
Kauflimit 27 Euro
Kurs aktuell 26,87 Euro

Auch bei Yahoo! ist Geduld gefragt. Ich sehe bei Yahoo! nun
ein Stopp Loss bei 23 Euro vor.


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07. CHARTTECHNIK DOW JONES, Dax & GOLD, Öl, $, €, Yen, Nikkei

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Die Charts dazu können Sie im Kundenbereich unter
http://heibel-ticker.de/kundenbereich nachschlagen. Sie
benötigen dazu Ihre E-Mail Adresse und Ihr Passwort.


Charttechnik

Für kurzfristige Betrachtungen zur Bestimmung von optimalen
Ein- oder Ausstiegszeitpunkten sowie Marken wird die
Charttechnik zu Rate gezogen. Hier eine kurze Betrachtung
einiger wichtiger Charts:


Dow Jones Industrial 11.150 Punkte

Vor wenigen Wochen ist der Dow Jones aus seiner seit über zwei
Jahren bestehenden Seitwärtsbewegung zwischen 9.800 und 10.950
Punkten nach oben ausgebrochen. Nun befindet sich der Index
wieder in einem noch jungen Aufwärtstrend, dessen untere
Begrenzung bei 11.000 Punkten verläuft.

Hält diese Unterstützung nicht, so befindet sich die nächste
Auffanggegend bei 10.500 Punkten. Selbst ein Abrutschen auf
10.500 Punkte würde den begonnenen Aufwärtstrend noch
bestätigen.


DAX 5.984 Punkte

"Schnurstracks" ist der Begriff, der mir beim Betrachten des
Dax-Verlaufs einfällt. Die 6.000er Hürde scheint nur noch
einen Tick entfernt - und doch hat der Dax in den letzten 6
Wochen bereits zweimal kalte Füße bekommen und kehrte kurz vor
6.000 erst noch mal um. Alle guten Dinge sind drei: Die
äußeren Grenzen des Aufwärtskanals sind mit 5.820 bis 6.048
Punkten inzwischen nachgekommen, so dass ein Überspringen
dieser Hürde immer wahrscheinlicher wird.

Gold 584 US-Dollar

Nun ist es doch passiert: Der Preis für die Feinunze Gold
(31,1 gr) ist nach oben über 567,25 US-Dollar ausgebrochen.
Damit ist nun der Weg nach oben frei, ich erwarte in einigen
Tagen nochmals ein Testen der Unterstützung bei ca. 570 US-
Dollar. Dies sollten Sie zum Kauf von Gold nutzen.

Wenn der Kurs dann jedoch nochmals unter 567 US-Dollar fällt,
dann ist eine weitere Korrektur bis 550 US-Dollar
wahrscheinlich. Ich gehe aber nicht davon aus, sondern erwarte
eher nach einer kurzen Verschnaufpause einen schwungvollen
Antritt, der den Goldpreis über 600 US-Dollar hievt.


Crude Oil 66,305 US-Dollar

Auf seinem Weg zu neuen Höchstständen bei 74 US-Dollar muss
der Ölpreis zunächst seinen bisherigen Höchstkurse bei 67 US-
Dollar überwinden. Dafür kann er sich bis Juli Zeit lassen,
ohne seinen Aufwärtstrend zu verlassen. Bis dahin also sind
Kurse zwischen derzeit 60 und 67 US-Dollar, mit zunehmender
Nähe an die 67 US-Dollar, nichts weiter als das Verschnaufen
vor dem Sprung auf 74 US-Dollar.

Wechselkurs US-Dollar / Euro 1,21445 $/€

Der Wechselkurs verbleibt in der Handelsspanne zwischen 1,185
und 1,23 USD/EUR, eine neue Richtung, in die ein Ausbruch
erfolgen könnte, ist derzeit nicht in Sicht.


Wechselkurs Yen / Euro 142,415 Y/€

Hier wird es nun spannend: Nachdem der Wechselkurs lange Zeit
zwischen 138 und 142 Y/€ pendelte, ist er nun nach oben
ausgebrochen. Das heißt, dass der Euro fester notiert, als der
Yen, also an Wert zunimmt. Bei der robusten japanischen
Wirtschaft und den angekündigten Zinserhöhungen wundert mich
das.

Der Ausbruch ist noch jung und muss in den nächsten Tagen noch
bestätigt werden. Ich werde ein Auge darauf haben. Ein
schwacher Yen, wie er sich hier andeutet, würde der ohnehin
robusten japanischen Wirtschaft nochmals einen positiven Schub
versetzen. Ich habe daher einen unserer Samurais, Matsushita,
heute zum Kauf empfohlen!


Nikkei 17.054 Punkte

Erstmals seit dem Jahr 2000 konnte der Nikkei wieder über
17.000 Punkte springen. Der Aufwärtskanal verläuft aktuell
zwischen 16.034 und 17.758 Punkten. Ich kann keinerlei
Anzeichen von Schwäche erkennen und erwarte einen anhaltenden
Aufwärtstrend.

Eine erfolgreiche Börsenwoche,
take share

Stephan Heibel
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mailto:info@heibel-ticker.de

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08. DISCLAIMER / HAFTUNGSAUSSCHLUSS UND RISIKOHINWEISE

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Wer un- oder überpersönliche Schreib- oder Redeweisen
nachmacht oder verfälscht oder nachgemachte oder verfälschte
un- oder überpersönliche Schreib- oder Redeweisen in Umlauf
setzt, wird mit Lust-, manchmal auch mit Erkenntnisgewinn
belohnt; und wenn alles gut geht, fällt davon sogar etwas für
Sie ab. (frei nach Robert Gernhardt)

Wir recherchieren sorgfältig und richten uns selber
nach unseren Anlageideen. Dennoch müssen wir jegliche
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