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07.04.2006:
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H E I B E L - T I C K E R P L U S

F I N A N Z I N F O R M A T I O N E N

- Einfach einen Tick besser -
______________________________________________

DEUTSCHE BIBLIOTHEK : ISSN 1862-5436

Erscheinungsweise: wöchentlich Freitag/Samstag
* Bitte Schriftart Courier einstellen *
(-;______________________________________________;-)

I N H A L T

01. INFO-KICKER: FEIERLAUNE AN DEN BÖRSEN
02. RÜCKBLICK: AKTIEN, ANLEIHEN & ROHSTOFFE STEIGEN
03. AUSBLICK: BIOTECH IST OUT, ROHSTOFFE SIND IN
04. MOBILFUNK-ANWENDUNGEN WEITEN SICH AUS
05. LESERFRAGEN: CAMECO STOPP LOSS
06. BEOBACHTETE WERTE
07. CHARTTECHNIK DOW JONES, DAX & GOLD, Öl, $, €, Yen, Nikkei
08. DISCLAIMER / HAFTUNGSAUSSCHLUSS UND RISIKOHINWEISE
09. AN-/ABMELDUNG



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01. INFO-KICKER: FEIERLAUNE AN DEN BÖRSEN
=============================================================

Liebe Börsenfreunde,

alles steigt. Im heutigen Rückblick habe ich Ihnen die
Zusammenhänge erläutert die dafür sorgen, dass in diesen Tagen
sowohl die Aktien, als auch die Anleihen steigen. Dass sowohl
der US-Dollar fest notiert, als auch das Gold und Öl eine
Rallye hinlegen. Ich denke, ich konnte etwas Licht auf die
Wechselwirkungen der einzelnen Anlageklassen werfen.

Der Ausblick beschäftigt sich mit den Gründen für
Gruppenrotationen. Insbesondere den Biotech- sowie
Rohstoffsektor habe ich für Sie unter die Lupe genommen.

Mobilfunkanwendungen werden der Wachstumsmarkt der kommenden
Jahre sein. Lesen Sie im Kapitel 04, welche
Aktiengesellschaften an den Entwicklungen von Morgen teilhaben
und wie deren Aktien bewertet sind.

Die heutige Leserfrage beschäftigt sich mit einem auf den
ersten Blick fraglichen Kursrutsch, der den Stopp Loss eines
unserer Leser bei Cameco ausgelöst hat. Ich habe mich zur
Klärung dieses Vorfalls mit der Handelsüberwachung in Frankfurt
zusammengesetzt und kann Ihnen dadurch die Vorgänge minutiös,
ja sozusagen "sekundiös" darlegen. Wie immer heißt die
Schlussfolgerung: Bitte geben Sie Ihre Stopp Loss Orders nicht
ins Banksystem ein, sondern merken Sie sich die Marken und
vergleichen Sie die Tagesschlusskurse.

Alles in allem haben sich in der vergangenen Woche all unsere
Positionen gut entwickelt - kein Wunder, bei der guten
Börsenstimmung. Dennoch: Wir sind gut gerüstet für die nächste
Phase dieser Hausse, wenn die ersten Branchen abrutschen.

Ich wünsche Ihnen eine anregende Lektüre.

take share, Ihr
Börsenschreibel

Stephan Heibel

Chefredakteur und
Herausgeber des
Heibel-Ticker

P.S.: Lassen Sie mich Ihre Meinung, Kritik oder
Verbesserungsvorschläge wissen (selbst Lob ist willkommen ;-)
und schreiben Sie mir an leserbrief@heibel-ticker.de.


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02. RÜCKBLICK: AKTIEN, ANLEIHEN & ROHSTOFFE STEIGEN
==============================================================

Der Dow Jones steigt, der DAX steigt, der Nikkei steigt, der
Wechselkurs des Euro steigt, Gold und Öl steigen, selbst unsere
General Motors Anleihe steigt. Wie kann das sein?


GENERAL MOTORS ANLEIHE

Na, beginnen wir einmal mit der GM Anleihe: General Motors hat
am vergangenen Wochenende genau das gemacht, was ich Ihnen vor
zwei Wochen in Aussicht gestellt hatte: der Finanzierungsarm
GMAC wurde ausgegliedert.

Eine Gruppe von Finanzinvestoren kaufte 51 % der Anteile an
GMAC. Den 14 Mrd. US-Dollar Kaufpreis kann GM sehr gut zum
Stopfen seiner diversen Bilanzlöcher gebrauchen - erst vor vier
Wochen verkündete GM, dass 2 Mrd. US-Dollar in der Bilanz
fehlen würden - und man wisse nicht, wo die hingekommen seien.
Ich habe auf meinem Konto nachgeschaut, aber dort waren sie
auch nicht. Vielleicht hat ja jemand von Ihnen zufällig die 2
Mrd. US-Dollar gesehen, denn so einfach kann ein solcher Betrag
doch nicht spurlos verschwinden, dachte ich bisher zumindest.
GM bleibt uns aber die Antwort noch schuldig.

Es wäre also zuviel erwartet, wenn GM Aktionäre nach dem GMAC-
Verkauf jubeln würden, denn wenn schon das Tafelsilber verkauft
wird, um die vordringlichsten Löcher zu stopfen, dann spricht
das nicht für die Geschäftsaussichten. Ich wiederhole daher
meine Bitte an Sie: Verkaufen Sie Ihre General Motors Aktien.
Der Kurs notiert nahe an seinem 52-Wochen-Tief, aber das macht
nichts: Nehmen Sie, was Sie noch kriegen können!

Für die Anleihen hingegen wiederhole ich meine Kaufempfehlung.
Durch die Ausgliederung, wenn auch erst zu 51 %, erhöht sich
die Kreditwürdigkeit von GMAC, dadurch wird sich das
Unternehmen schon bald zu günstigeren Konditionen refinanzieren
können. Von Verlust ist hier keine Rede, eher von
Gewinnsteigerung. Ihre Anleihen sind sicher und werden
zusätzlich zur derzeit attraktiven Verzinsung noch einen
Kursgewinn ausweisen können.


ÖL & GOLD

Ich habe Ihnen mehrfach angekündigt, dass der Ölpreis abheben
wird. Auch beim Gold habe ich Ihnen einen Lauf auf über 600 US-
Dollar vorausgesagt, Sie konnten entsprechend meinen Analysen
rechtzeitig einsteigen und können nun den Höhenflug im
Rohstoffsektor genießen.

Die Gründe für den Preisanstieg des Öls sind vielfältig, ich
habe sie Ihnen mehrfach aufgelistet: Politische Unruhen in
ölexportierenden Ländern, kaum Erschließungen neuer Ölvorkommen
in den letzten 20 Jahren, Nachfragewachstum aus Indien und
China sowie auch aus den USA mit ihrem kräftigen
Wirtschaftswachstum. Außerdem hat Saudi Arabien in diesen Tagen
verlauten lassen, Wasser in die Ölvorkommen zu pumpen, um mehr
Öl aus den Ölquellen fördern zu können. Und ich dachte immer,
Saudi Arabien hat noch ach so große Ölreserven...

Auch für das Gold gibt es eine Reihe von Gründen: In den
vergangenen 20 Jahren wurden keine neuen Goldminen in Betrieb
genommen. Der neue Wohlstand in China und Indien führt zu
verstärkten Goldkäufen einer anwachsenden Mittelschicht. Auch
einige Notenbanken diversifizieren ihre Währungsreserven
inzwischen und kaufen teilweise Gold ein. Schon bald werden die
Notenbanken als Nettokäufer auf den Märkten auftreten.

Warum der Gold- und Ölpreis gerade in diesen Tagen abhebt?
Dafür gibt es lediglich einige technische Gründe, besondere
Meldungen gab es nicht.


WECHSELKURSE EURO, US-DOLLAR, YEN

Gestern hat die EZB entsprechend den Erwartungen den
europäischen Leitzins unverändert bei 2,5 % belassen.
Überraschend jedoch war die klare Aussage von Trichet, dass
auch auf der kommenden Sitzung Anfang Juni eine Zinserhöhung
nicht zur Debatte steht.

Vor dem Hintergrund der 15. Zinsanhebung seit Juni 2004 in den
USA waren auch für Europa für das laufende Jahr einige
Leitzinsanhebungen erwartet worden. Aus dieser Hoffnung nährte
sich in den vergangenen Tagen die Euro-Stärke. Diese wurde
jedoch gestern zunichte gemacht und der Euro fiel von 1,23 auf
1,2131 USD/EUR.

In den USA rechnet man derzeit mit einer weiteren Anhebung des
Leitzinses am 4. Mai um 0,25 % auf 5 %. Bei 5 % ist eine
psychologische Marke erreicht, bei der Anleger zweimal
nachdenken, ob sie ihr Geld in den Aktienmarkt investieren,
oder lieber die sicheren 5 % Verzinsung einstreichen. Für den
Aktienmarkt ist das Erreichen der 5 % Marke also ein schlechtes
Ohmen.

Gleichzeitig hilft das hohe Zinsniveau, eine Geldanlage in US-
Anleihen für Ausländer attraktiv zu halten. Die USA
erwirtschaften ja seit einigen Jahren Rekordhandelsdefizite.
Auf der Gegenseite stehen China, Japan und Indien mit
Rekordhandelsüberschüssen. Diese Überschüsse in Milliardenhöhe
müssen irgendwo angelegt werden. Bei einem Zinsniveau von 5 %
in den USA wird ein großer Anteil dieser Überschüsse wieder
zurück in den US-Anleihenmarkt fließen.

Dadurch wird wiederum die US-Dollar-Nachfrage gestützt und
somit der US-Dollarkurs. Der seit langem erwartete Ausverkauf
des US-Dollars wird meiner Ansicht nach noch ein Weilchen auf
sich warten lassen.

Gegenüber dem Yen notierte der Euro jedoch überraschend fest.
Obwohl in Japan nunmehr auch Zinsanhebungen für das Ende dieses
Jahres erwartet werden, konnte der Euro gegenüber dem Yen von
142 auf knapp 144 YEN/EUR zulegen.

Für unsere exportorientierten japanischen Aktienunternehmen ist
das bullish, entsprechend haben diese Aktien auch kräftig
zulegen können.


GLEICHZEITIGER ANSTIEG VON US-DOLLAR UND GOLD

Ich möchte Sie nochmals auf die historische Besonderheit
hinweisen, dass Gold und der US-Dollar derzeit beide ansteigen.
Normalerweise hat sich Gold als Gegenpol zum US-Dollar
etabliert, sozusagen als Krisenwährung. Wenn das Volk das
Vertrauen in den US-Dollar verlor, dann hat es in Gold
umgeschichtet, und umgekehrt.

Seit 2005 gilt dieser Zusammenhang jedoch nicht mehr. Ich habe
schon Ende 2004 darauf hingewiesen, dass sich dieser
Zusammenhang nicht mehr halten lässt. Es ist ein Zeichen dafür,
dass es sich beim aktuellen Goldpreisanstieg nicht nur um eine
zyklische Schwankung handelt, sondern um einen neuen
langfristigen Trend.

Aufgrund der Wechselkursschwankungen hat dieser Trend erst
Mitte 2005 in Deutschland bzw. Europa Fuß gefasst. Seither
jedoch besteht kein Zweifel mehr daran, dass der Goldpreis in
einen langfristigen Aufwärtstrend gemündet ist, dessen Ende wir
meiner Einschätzung nach erst in der Mitte des kommenden
Jahrzehnts sehen werden. Ein echter Megatrend also.

Auch wenn der US-Dollar vorübergehend gegenüber anderen
Währungen fest notiert, so wird er gegenüber dem Goldpreis in
den kommenden Jahren stetig weiter verlieren.

FESTE AKTEINBÖRSEN DAX, DOW JONES, NIKKEI

Die Nachfrage nach Industriegütern, die von China und Indien
benötigt werden, heizt nicht nur die Rohstoffpreise an, sondern
sorgt auch bei Exportländern wie Japan und Deutschland für gute
Gewinne. Das durchschnittliche KGV aller DAX-Titel liegt trotz
der Verdopplung des DAX in den vergangenen drei Jahren noch
immer bei historisch niedrigen 14. Das KGV des Nikkei steht bei
20, hat aber historisch stets ein wesentlich höheres KGV
gehabt, als der DAX.

Wie's der Zufall will: Gerade eben wird in den Nachrichten im
Radio vermeldet, dass die deutschen Exporte so stark
angestiegen seien, wie seit drei Jahren nicht mehr (Ja, Ihr
Autor hört meist nebenbei Klassik Radio - das hilft beim
Konzentrieren).

Die Kursanstiege im DAX und Nikkei sind also keine
Spekulationsblasen, sondern werden durch Rekordgewinne der
Unternehmen untermauert.

Auch die Dow Jones Unternehmen fahren derzeit Rekordgewinne
ein. Sie werden sich erinnern, vor wenigen Monaten hat der
Ölkonzern Exxon den größten Quartalsgewinn vermeldet, den
jemals ein Unternehmen auf unserer Erde erzielt hat.

Vor einem Börsencrash brauchen wir derzeit also keine Angst zu
haben. Wohl aber vor einer möglichen Konsolidierung oder gar
Korrektur. Doch dazu mehr im nächsten Kapitel.


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03. AUSBLICK: BIOTECH IST OUT, ROHSTOFFE SIND IN
==============================================================

Manchmal müssen Sie nur die Überschriften lesen, um zu
verstehen, was an der Börse los ist. Vor einigen Wochen, so im
Februar, waren Biotech-Unternehmen fast täglich in der Presse.
Sie galten als unterbewertet und vergessen.

Im Februar stieg der Biotech-Index der AMEX um 11 % an. Es ging
um die Vogelgrippe, aber auch Krebs und AIDS sind stets Themen,
für die geforscht, investiert und gehofft wird. Das
Unternehmen, das es schafft, in einem dieser Bereiche ein
Medikament zu finden, das hilft, dem ist ein Geldsegen sicher.

Biotech-Unternehmen graben der Pharmaindustrie ein wenig das
Wasser ab. Die neuen vielversprechenden Medikamente kommen
meist von Biotech-Unternehmen. Doch gibt es neben Amgen kaum
ein Biotech-Unternehmen, das schon heute Gewinne macht. Die
meisten haben gerade einmal die Gewinnschwelle überschritten
oder schreiben noch Verluste. Als richtig solides Investment
taugen Biotech-Unternehmen also noch kaum.

Somit werden Biotech-Aktien heute noch in erster Linie von
Spekulanten gekauft. Börsianern, die das schnelle Geld suchen.
Diese Spekulanten suchen sich stets die Aktien mit der größten
Volatilität, also den größten Kursschwankungen, aus.

Im Januar und Februar dieses Jahres haben die Rohstoffmärkte
eine Verschnaufpause eingelegt. Nach den heftigen Kursgewinnen
Ende letzten Jahres wurden die Preisanstiege erst einmal
konsolidiert.

Spekulanten tummelten sich in dieser Zeit im Biotech-Sektor und
jubelten die Kurse in die Höhe. Anfang März jedoch erfolgten
einige Hiobsbotschaften bei Biotech-Unternehmen und die Kurse
begannen zu bröckeln. So etwas können Spekulanten ja gar nicht
haben, und so verkauften sie ziemlich radikal ihre Biotech-
Spekulationen und suchten sich einen neuen Sektor.

Diesen fanden sie recht schnell im Rohstoffsektor, insbesondere
bei den Edelmetallen. Silber schrieb 24-Jahres-Höchstkurse,
Gold ebenfalls.

Es ist also nicht immer unbedingt eine fundamentale Änderung
der Rahmenbedingungen erforderlich, um Kurse zum Steigen oder
Fallen zu bringen, sondern allein der Herdentrieb, der bei den
Spekulanten besonders ausgeprägt ist, reicht hierfür aus.

In den kommenden Wochen werde ich einen besonderen Blick auf
den Biotech-Sektor haben, um dort gegebenenfalls günstige
Einstiegsmöglichkeiten für Sie zu entdecken. BioCryst, unsere
Spekulation auf die Vogelgrippe, hat auch unter dem Ausverkauf
im Biotech-Sektor gelitten. In meinen Augen ist bei dieser
Aktie bereits ein gutes Einstiegsniveau erreicht. Mehr dazu im
Kapitel 06.

Für die kommende Woche erwarte ich weiterhin einen festen US-
Dollar. Das attraktive Zinsniveau wird den US-Dollar weiterhin
stützen. Japan und Deutschland kann dies nur recht sein, denn
dadurch werden die Exporte in die USA weiterhin gut absetzbar
sein. Wie bereits weiter oben bemerkt: Nicht umsonst hat die
deutsche Exportindustrie wieder ein Rekordergebnis vermeldet.
Wenn Trichet das EU-Zinsniveau noch lange so niedrig hält, dann
werden wir uns noch über den einen oder anderen Folgerekord
freuen können.


Ich habe Ihnen heute keine Neuempfehlung ausgearbeitet, da ich
auf dem hohen Niveau zunächst einmal abwarten will. Auch
Verkäufe halte ich für noch verfrüht, die Rallye ist in vollem
Gange. Lehnen Sie sich also zurück und genießen Sie.

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04. MOBILFUNK-ANWENDUNGEN WEITEN SICH AUS
==============================================================

Neben den Rohstoffmärkten, die ich hier im Heibel-Ticker
bereits mehrfach ausführlich besprochen habe, gibt es nur noch
wenige Nischenthemen, die das Prädikat „Wachstumsmarkt"
verdienen. Ein Wachstumsmarkt ist der seit dem Desaster der
Deutschen Telekom fast vergessene Telekomsektor.

Klar, seit wir innerhalb Deutschlands mit einer Flatrate nun
auch unlimitiert telephonieren können ist offensichtlich, dass
mit Festnetztelephonie kein Blumentopf mehr zu gewinnen ist.
Dies hat auch die Deutsche Telekom inzwischen verstanden. Sie
brauchte ihre Zeit, aber nun bietet auch die Deutsche Telekom
endlich günstiges Telephonieren innerhalb des Festnetzes in
Deutschland an.

Aber einige Jahrzehnte lang hat sie sich dagegen gewehrt. Es
musste erst Vodafone kommen und eine Flatrate für Telephonieren
und Internet über UMTS anbieten, ehe die Deutsche Telekom
einlenkte. Ich gebe zu, ich war kurz davor, meinen
Festnetzanschluss zu kündigen und nur noch auf Vodafone zu
setzen. Immerhin können Sie inzwischen mit einem MB Bandbreite
auch über das Mobilfunknetz surfen.

Also: Das Mobilfunknetz der 3. Generation, UMTS oder auch 3G
genannt, ist nun endlich so weit, uns zu vertretbaren Preisen
neue Anwendungen anzubieten. Video zur Weltmeisterschaft,
bezahlen im Supermarkt über den Handy-Vertrag, GPS-Ortung und
Navigationssystem im Handy... klingt wie Zukunftsmusik für Sie?

Nein, all dies ist bereits möglich und in einzelnen Ländern im
Einsatz. Und daran, dass diese Dienste künftig genutzt werden,
zweifelt kein Marktforscher ernsthaft. Ich kenne Ihre
Argumente: "ich will doch nur telephonieren", aber Sie
bestimmen nicht die Zukunft! Die Zukunft wird von den Kindern
und Jugendlichen gemacht: Angefangen bei meiner 13-jährigen
Nichte, die bereits Kinofilme in Originallänge auf ihr Handy
laden kann, wird dieser Trend zur Manie bei 18- bis 28-
jährigen.

90 % aller Handybesitzer nutzen ihr Handy heute schon für mehr
als lediglich zum Telephonieren. Zwei Drittel nutzen das Handy
für die SMS Textnachrichten. Über die Hälfte machen heute schon
Photos mit ihren Handys. Die Hälfte vertreibt sich mit Handy-
Spielen die Zeit und viele surfen heute schon mit dem Handy im
Internet nach aktuellen Meldungen und rufen E-Mails ab.

Global Positioning System (GPS) ist der Kern eines jeden
Navigationssystems. Jedes Auto mit Navi hat einen GPS-
Empfänger. Der GPS-Empfänger erhält Signale von einer Reihe von
Satelliten, die kontinuierlich um unsere Erde kreisen. Aus den
empfangenen Signalen kann der GPS-Empfänger die genauen
Standortkoordinaten errechnen.

Verbunden mit einer entsprechenden Software kann sodann der
eigene Standort graphisch dargestellt werden. Ihr Autor hat
eine Software, auf der jeder Feldweg Europas eingezeichnet ist.
Diese Software nimmt auf meinem Laptop 4 GB in Anspruch. Die
Speicherkarten, die ins Handy gesteckt werden können, gibt es
schon mit Speicherkapazität bis zu 1 GB. Die meisten brauchen
nur die Straßen einer Stadt, vielleicht eines Landes. Das passt
schon locker drauf. Und zusätzlich noch eine ganze Reihe an
Informationen über den nächstgelegenen Friseur, Bäcker oder die
nächste Autowerkstatt - falls sie vor Begeisterung über das
Navi-System die Straße außer acht gelassen haben sollten.

Das Unternehmen, das führend im Bereich der GPS-Ortung ist, ist
Garmin. Ich kenne das Unternehmen schon lange und bin noch
immer erstaunt über das niedrige Bewertungsniveau.

Das Wachstum der vergangenen fünf Jahre betrug durchschnittlich
25 %. Und in den kommenden fünf Jahren wird das Wachstum
vorsichtigen Schätzungen zufolge 15 % p.a. betragen. Meine
eigene Schätzung jedoch liegt wiederum eher bei 25 %, wenn das
Unternehmen den Schulterschluss mit einem Mobilfunkanbieter
schafft.

Für ein solches Wachstum ist das KGV mit 27 in Ordnung. Zumal
das Umsatzwachstum mit 45 % im letzten Quartal derzeit richtig
abhebt. Schulden gibt es nicht.


In Finnland, der Heimat von Nokia, können Sie schon per Handy
im Supermarkt bezahlen. Sie geben einfach den Betrag und die
Verkäufernummer in ihr Handy ein und schicken eine
Zahlungsfreigabe ab. Im nächsten Augenblick erhält der
Kassierer die Bezahlt-Meldung.


Die im Handy integrierten Digitalkameras haben derzeit schon 2
Megapixel. Meine erste (und bislang letzte) Digitalkamera habe
ich 1998 gekauft. Mit den damaligen 2 Megapixeln war ich
vollauf zufrieden. Die damaligen Bilder haben bis heute nichts
an ihrer Brillanz eingebüßt. Mit anderen Worten: Es ist ab
sofort nicht mehr notwendig, eine Digitalkamera in der einen
und ein Handy in der anderen Tasche zu haben. Das Handy kann
schon beides.

Sie sehen, künftig werden Sie im Handyschop nicht mehr fragen,
wie gut man mit diesem oder jenen Gerät telephonieren kann.
Vielmehr werden Sie sich nach den Extras erkundigen, die in den
kleinen Geräten integriert sind.

Der Fachbegriff für diese Entwicklung ist "Mobilfunk-
Konvergenz". Dies ist die High-Tech Variante des Schweizer
Messers. Jeder von Ihnen, der jemals ein Schweizer Messer
gekauft hat, wird sich genau angeschaut haben, welche einzelnen
Funktionalitäten für ihn am besten brauchbar sind. Ähnlich wird
es beim Handy kommen.

In der Poleposition sitzen die Handyhersteller sowie die
Mobilfunkvertragsanbieter. Gehen Sie einmal wieder in ein
Handy-Geschäft und fragen Sie, welche Handys derzeit gefragt
sind. Sie werden erfahren, dass Nokia und SonyEricsson die
besten Handys bauen. Na, und bei wem Sie Ihren Handyvertrag
haben, das brauche ich Ihnen nicht zu sagen. Ich bin recht
zufrieden mit Vodafone.

Wenn Sie beginnen, Ihre Photos vom Handy auf den Computer zu
übertragen, oder wenn Sie über Bluetooth oder Infrarot einen
Klingelton auf ein anderes Handy übertragen, dann nutzen Sie
die Halbleiter von Marvell, die in den meisten Handys verbaut
wurden. Marvell ist da auf eine Goldader gestoßen, wächst mit
50 % p.a. und ist schuldenfrei. Das Bewertungsniveau ist
entsprechend hoch bei einem KGV von 56 und einem KUV
(Kurs/Umsatz-Verhältnis, sollte bei 1, in Ausnahmefällen bei 2
liegen) von 10! Die PEG-Rate, die das Umsatzwachstum ins
Verhältnis zum Bewertungsniveau setzt, ist allerdings mit 0,88
unter 1. Wenn Marvell das Wachstum halten kann, dann wird es
kein Problem haben, in das hohe Bewertungsniveau
hineinzuwachsen.

Aber warten Sie mal ab, wie Marvell abgehen wird, wenn während
der Fußball-WM die Mobilfunknutzung sowie die Nutzung der
zusätzlichen Mobilfunkangebote sprunghaft ansteigen wird.

National Semiconductor hat kürzlich veröffentlicht, dass es mit
einem Umsatz von jährlich 900 Mio. Mobilfunkgeräten weltweit
rechnet. Und National Semiconductor möchte gerne den Chip dafür
liefern. Nicht Intel, sondern National Semiconductor. Intel hat
sich im PC-Markt verstrickt.

Palm hat mit seinem neuen Produkt Treo 650 wieder einmal einen
Vorstoß gewagt. Dennoch, Palm ist nach wie vor ein
Hardwarehersteller, der hinter den Wettbewerbern wie Nokia und
SonyEricsson, aber auch Motorola und Samsung verblasst. Ich
habe vor einiger Zeit untersucht, ob die Taschenkalender einmal
die Handys überrollen werden oder die Handys die
Taschenkalender. Das Ergebnis war eindeutig: Palm wird
verlieren, selbst wenn jetzt mit dem Treo nochmals ein
Zwischenerfolg erzielt werden kann.

Und dann ist da noch Microsoft. Steve Ballmer, der Chef von
Microsoft, hat angekündigt, in den nächsten 12 Monaten
aggressiv in den Markt der Mobilfunk-Konvergenz zu investieren.
Diese Woche wurde ein Vertrag mit der US-Behörde für
Volkszählungen bekannt gegeben, der Microsoft die Lieferung der
Software für 500.000 Mobilfunkgeräte sichert. Mit solchen
Ankündigungen können Sie in den nächsten Monaten vermehrt von
Microsoft rechnen. Diese Behörde wird im Jahr 2010 mit
Microsoft-Handys von Tür zu Tür gehen und die Daten der
Volkszählung direkt in die Handys eingeben.

Lassen Sie mich wissen, zu welchem der hier genannten Werte Sie
in der kommenden Woche eine detaillierte Analyse wünschen. Ich
gehe davon aus, dass wir in diesem Sommer erstmalig einen Hype
für die Hochgeschwindigkeitsanwendungen im Mobilfunkmarkt
erleben werden. Die Zeit ist reif, die Technik ist da und die
Fußball-WM ist da nur der bekannte Tropfen, der das Fass zum
überlaufen bringen wird.


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05. LESERFRAGEN: CAMECO STOPP LOSS
==============================================================

FRAGE 1: Cameco

Cameco wurde heute Nachmittag (21.3.) in Frankfurt bei 26,50
Euro ausgestoppt, kurz darauf stand sie wieder bei 28,00 Euro.
War der Stopp vielleicht etwas zu eng gesetzt?

Der Kurs rutschte in Frankfurt für einen Moment auf 26,50 Euro,
dadurch wurde der Stopp ausgelöst und bei 26,55 Euro verkauft.

Im Anhang sende ich Ihnen den entsprechenden Kontoauszug als
pdf. Im Übrigen betrachte ich diesen Vorgang inzwischen als
verbrecherisch.

Mit freundlichen Grüßen, Bernhard aus Frickenhausen

ANTWORT 1:
Vielen Dank für die ausführlichen Informationen zu dem Vorgang,
ich habe mich mit der Handelsüberwachung der Börse Frankfurt in
Verbindung gesetzt. Wir haben die Vorgänge minutiös unter die
Lupe genommen.

Der Skontroführer von Cameco ist die Baader
Wertpapierhandelsbank AG. Baader schaut in erster Linie auf die
Kurse der Cameco Aktien in den USA und berechnet über den
jeweiligen Wechselkurs ein Kurspaar (Bid und Ask) in Euro.
Dieser Kurs wird an der Börse veröffentlicht. Natürlich ist der
Ankaufkurs (Bid) etwas unter der Verkaufkurs (Ask). Die
Differenz zwischen An- und Verkaufkurs nennt sich „Spread".

Dieses Kurspaar wird bis zu 10 mal pro Minute neu berechnet und
veröffentlicht.

Tatsächlich war es so, dass die Aktien von Cameco am 21.3. in
den USA mit einem leichten Minus eröffneten. Die US-Börsen
eröffnen um 15:30 Uhr unserer Zeit. In den ersten Minuten nach
Handelsbeginn ist der Handel meist etwas lebhafter, da die
Aktien noch ihre Richtung suchen. Noch weiß niemand so recht,
ob ein bullischer oder bärischer Tag vor der Tür steht.

Während die Kurse in den USA leicht nachgaben, wurde auch von
Baader ein immer niedrigerer Kurs für die Frankfurter
Wertpapierbörse errechnet. Der Kurs sackte also ab.

Zum Verständnis für Sie ist es wichtig zu wissen, dass zu
diesen fallenden Kursen zunächst kein Umsatz stattfand. Baader
ließ den Kurs von 15:30 Uhr bis 15:36 Uhr von 27,35 Euro auf
26,75 Euro fallen. Um 15:36 und 5 Sekunden wurden 230 Aktien
von einem Aktionär an Baader verkauft.

Baader hat als Skontroführer die Pflicht, einen regulären
Handel sicherzustellen. Also trat Baader als Gegenpart zur
Verkaufsorder von 230 Stück Cameco Aktien auf und nahm die
Aktien zu einem Preis von 26,75 Euro in den eigenen Bestand.

Offensichtlich löste dieser Handelsumsatz einige Stopp-Loss
Orders aus, denn weniger als 2 Minuten später standen 11.178
Aktien von Cameco zum Verkauf. Noch immer hat sich kein
einziger Käufer gezeigt und Baader betrachtete die Vorgänge in
den USA. Dort ist der Kurs tatsächlich weiter in den Keller
gerutscht. Um 15:38 Uhr erreicht der Kurs in den USA seinen
Tagestiefststand bei 32,75 US-Dollar, zum damals aktuellen
Wechselkurs entsprach das 26,62 Euro.

Die Abweichung vom Referenzkurs (also dem Cameco-Aktienkurs in
den USA) darf nicht zu groß werden, daher steht Baader nun als
Skontroführer in der Pflicht, die große Anzahl an Aktien
abzunehmen. Die Verkaufsorders über 11.178 Stück Cameco Aktien
müssen zu einem entsprechenden Kurs ausgeführt werden.

Baader wählte um 15:37 und 59 Sekunden als Ausführungskurs
26,50 Euro. Damit hatte das Wertpapierhaus nun, nur wenige
Minuten nach Handelsbeginn, Cameco-Aktien im Wert von über
300.000 Euro im eigenen Bestand und sieht gleichzeitig, wie der
Kurs von Cameco im Fallen ist. Sollte sich herausstellen, dass
der Kurs von Cameco aufgrund einer Hiobsbotschaft weiter in den
Keller rauscht - oder auch nur aufgrund von technischen Gründen
nach unten gepeitscht wird, dann sitzt Baader binnen kurzer
Zeit auf großen Handelsverlusten.

Vor diesem Hintergrund ist es vertretbar, dass Baader nicht den
1:1 über den Wechselkurs errechneten Eurokurs nimmt, sondern
mit einem kleinen Abschlag handelt. Dieser Abschlag gilt ja
gleichzeitig auch für die Ask-Seite, wenn Baader also das
Kurspaar mit einem fest vorgeschriebenen maximalen Spread zu
tief setzt, dann läuft das Haus Gefahr, zu diesem tiefen Preis
Aktien verkaufen zu müssen. Sie könnten also, wenn Sie schnell
genug sind, absichtlich zu tief gewählte Kurse nutzen und
Aktien kaufen.

So, um nun noch die Geschichte zu Ende zu führen: Der große
Umsatz bei 26,50 Euro hat Ihr Stopp Loss ausgelöst und in Ihrem
Depot wurde umgehend eine entsprechende Verkaufsorder
generiert. Diese wurde dann um 15:38 und 14 Sekunden zu einem
Kurs von 26,55 Euro ausgeführt. In den 15 Sekunden nach dem
vorigen Handelsumsatz stiegen die Kurse in den USA nämlich
wieder um wenige Cents an, so dass Baader auch den Euro-Kurs
wieder etwas anhob.

Eine besondere Meldung gab es nicht. Warum auch immer der Kurs
von Cameco zum Handelsbeginn in den USA so tief eröffnete, ist
eine andere Frage. Vielleicht hat man dort versucht, die Preise
zu drücken - oder vielleicht hat einfach ein Großinvestor seine
Aktien auf den Markt geschmissen, sprich verkauft. Das kann den
Kurs schon einmal drücken.

Ich liefere Ihnen nur eine Schlussfolgerungen aus der
Geschichte: Arbeiten Sie nicht mit automatischen Stopp Loss
Orders!

Wir können gerne diskutieren, wie korrupt und berechnend
Handelshäuser wie Baader charttechnisch hergeleitete Stopp Loss
Marken zum eigenen Vorteil ausnutzen. Bis zum Tagesschluss hat
Baader an den hier eingekauften Positionen rund 20.000 Euro
verdient. Aber ich halte das nicht für verwerflich, denn Baader
kann genauso gut falsch liegen, wie Sie. Der Kurs könnte ja
tatsächlich ins Bodenlose fallen - das weiß nämlich auch Baader
nicht.

Im Tagesverlauf finden solche Kurssprünge immer wieder einmal
statt. Die im Heibel-Ticker vorgestellten Handelsideen sind
fast ausnahmslos auf einen Zeithorizont von mehreren Wochen bis
Monaten ausgelegt. Untertägige Schwankungen spielen da keine
Rolle.

Ich schaue bei den Stopp Marken stets nur auf die
Tagesschlusskurse. Da sind solche Schwankungen und Spielchen
nicht drin, die Schlusskurse sind wesentlich aussagekräftiger.

Darüber hinaus gebe ich meine Stopp Kurse nicht bei meinem
Broker ein. Ich mag keinen Automatismus, denn jeder
Automatismus kann ausgehebelt werden und sich gegen Ihre
Interessen wenden, wie im hier vorliegenden Fall zu sehen war.
Vielmehr gehe ich das Risiko ein, ein paar Prozentpunkte mehr
zu verlieren, habe aber die Möglichkeit, die Gründe für den
Kursverfall zu recherchieren und gegebenenfalls eben doch nicht
die Verkaufsorder einzugeben.

Also: Stopp Marken bitte nur im Kopf vormerken und jeden Tag
kontrollieren. Ich werde natürlich auch ein Auge auf die im
Heibel-Ticker besprochenen Positionen haben und werde Sie bei
entsprechenden Kursbewegungen informieren.


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06. BEOBACHTETE WERTE

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NEU: NICHTS

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Ausgabe 31.03.06: Süd- und mittelamerikanische Marktführer

Southern Copper
US-Kürzel PCU
WKN A0HG1Y
ISIN US84265V1052
Kurs aktuell 76,11 EUR / 92,37 USD
Gekauft zu 70,51 EUR / 85 USD
Kupferproduzenten aus Peru mit weltweit günstigsten
Produktionskosten

Mit einem Wochenplus von 8 % ist dies ein Musterstart. Halten.

==========

Ausgabe 24.03.06: GMAC-Ausgliederung & Werbung in Spielen

General Motors Acceptance 10 Jahre
Laufzeit noch bis 27.9.2010
WKN 908511
ISIN XS0177329603
Nominalzins: 5,75 %
Kurs 93,60 EUR
Gekauft zu 92 EUR
Rendite aktuell 7,77 %, wenn Sie bis zur Endfälligkeit halten
GMAC-Ausgliederung wird zu Kursanstieg führen

Wie erwartet wurde nunmehr GMAC ausgegliedert - zunächst wurden
51 % von GMAC an eine Finanzierungsgruppe verkauft. Die
Anleihen sind daraufhin kräftig angestiegen (bis auf 96,30 % am
vergangenen Montag), inzwischen ist der Anleihenkurs jedoch
wieder zurückgekommen, so dass Sie ein zweite Einstiegschance
haben. Kurse unter 95 % halte ich für gute Kaufkurse.


Electronic Arts
US-Kürzel ERTS
WKN 878372
ISIN US2855121099
Kurs 45,52 EUR / 55,29 USD
Gekauft zu 43,50 EUR / 52,50 USD
Neue Umsätze durch Spielegeneration sowie zusätzliche
Werbeeinnahmen

Gestern war ich mit meiner 13 jährigen Nichte im KaDeWe in der
Spieleabteilung. Das erste Spiel, das sie in die Hand nahm, war
die „Sims". Die Sims werden von Electronic Arts programmiert.

Nein, an einem Spiel kann man keine Aktienempfehlung
festmachen. Aber es ist ein weiterer Indikator dafür, dass die
Spiele von Electronic Arts den Geschmack der Jugend treffen.
Halten.

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Ausgabe 17.03.06: Technologieentwicklungen

Microsoft
US-Kürzel MSFT
WKN 870747
ISIN US5949181045
Kurs 22,55 EUR / 27,56 USD
Gekauft zu 22,50 EUR / 27,75 USD

Mit Xbox 360 hat Microsoft nun ein Jahr Vorsprung vor dem
Rivalen Sony, der seine Playstation 3 erst im November dieses
Jahres auf den Markt bringt. Anfang nächsten Jahres wird dann
das neue Betriebssystem von Microsoft, Vista, lanciert. Und
schließlich drängt sich Microsoft nun auch noch in den Markt
der Mobilfunkgeräte.

Wer kennt nicht die Probleme, die es beim
Synchronisationsversuch zwischen Computer und Handy gibt? Mal
funktioniert es, einen Automatismus zuverlässig hinzubekommen
ist jedoch kaum möglich. Vermutlich muss doch Microsoft selbst
die entsprechende Funktionalität anbieten und wird sich damit
im Markt der Software für Handys etablieren. Dieser Markt ist
einer der wenigen verbliebenen Wachstumsmärkte der
Technologiebranche. Kaufen.


Akamai Technologies
US-Kürzel AKAM
WKN 928906
ISIN US00971T1016
Kurs 26 EUR / 31,79 USD
Gekauft zu 25,80 USD (in Euro sind wir noch nicht zu 21,60 EUR
zum Zuge gekommen)
Partizipation am Ausbau der globalen Verfügbarkeit von
Internetdiensten in den nächsten 6 Monaten. Halten.



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Ausgabe 10.03.06: Rohstoffunternehmen & Vogelgrippevirus

Freeport McMoRan
WKN: 896476
ISIN: US35671D8570
US-Kürzel: FCX
Kurs aktuell 52,21 EUR / 64,31 USD
Gekauft zu 42 EUR / 50 USD
Langfristanlage

Steigende Rohstoffpreise ziehen den Kurs dieser Aktie mit.
Halten.


Rio Tinto
WKN 852147
ISIN GB0007188757
US-Kürzel RTP
Kurs aktuell 45,43 EUR / 220,99 USD
Gekauft zu 38,90 Euro,
Nachkaufen unter 35 Euro
Langfristanlage

Auch Rio Tinto profitiert von den steigenden Rohstoffpreisen.
Halten.


BioCryst
WKN 896047
ISIN US09058V1035
US-Kürzel BCRX
Kurs aktuell 13,50 EUR / 18,35 USD
Gekauft zu 16,50 Euro, nachkaufen bis 14 Euro
Spekulation auf Vogelgrippemedikament

Am vergangenen Mittwoch ist der Kurs von BioCryst plötzlich
nach unten abgerutscht. Eine Unternehmensmeldung gab es nicht,
ich gehe davon aus, dass der Kursrutsch technisch bedingt ist.

Diese Aktie ist eine Spekulation darauf, dass BioCryst im
Rahmen der fortschreitenden Ausbreitung der Vogelgrippe weiter
in das Interesse der Anleger rückt. Es ist also eine
Spekulation. Gleichzeitig hat BioCryst ein Krebsmittel im
Portfolio, das den Kurs meiner Einschätzung nach absichert. Der
technische Ausverkauf dieser Woche sollte daher schon bald
wieder wett gemacht werden.

Bei einer solchen Spekulation müssen wir uns ein striktes Stopp
Loss Limit setzen, um schlimmstenfalls unsere Verluste zu
begrenzen. Ich setze dieses Stopp Loss 25 % unter unseren
Einstiegskurs, also bei 12,37 Euro. Bis dahin können Sie zu
Kursen zwischen 13 Euro und 14 Euro nachkaufen.

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Ausgabe 24.02.06: Solarunternehmen

Solar-Fabrik
WKN 661471
ISIN DE0006614712
Kurs aktuell 10,60 Euro
Gekauft zu 13,20 Euro
Ziel 20 Euro bis Herbst 2006

Das Unternehmensergebnis, das letzten Freitag veröffentlicht
wurde, fiel schlechter aus als im Vorjahr. Die Gründe dafür
waren jedoch schon seit langem bekannt und das Unternehmen hat
bereits Schritte umgesetzt, um das weitere Wachstum zu sichern.
Damit halte ich den Ausverkauf dieser Woche für übertrieben und
würde nachkaufen. Bereits letzten Freitag habe ich Ihnen zu
Nachkäufen unter 12 Euro geraten.

Zur Sicherheit beachten Sie bitte das Stopp Loss bei 9,85 Euro.

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Ausgabe 17.02.06: Gold ETF

Gold ETF StreetTracks
US-Kürzel GLD
WKN A0DNJ8
ISIN US8633071043
Kurs aktuell 48,27 Euro
Gekauft zu 46,50 Euro


Entsprechend dem Goldpreisanstieg steigt auch unser ETF Gold
mit an. Halten. Nachkäufe erst bei einem Goldpreis unter 570
US-Dollar je Feinunze. Derzeit steht die Feinunze Gold bei
592,50 US-Dollar.

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Ausgabe 03.02.06: Atomenergie

Cameco
WKN 882017
US-Kürzel CCJ
Börsenplatz Frankfurt
Kurs aktuell 32,49 Euro
Gekauft zu 30 Euro
Stopp Loss bei 26,50 Euro
Trendsurfer

Mit einem Wochenplus von 6,7 % holt Cameco weiter auf. Lesen
Sie zu Cameco bitte auch die Leserfrage.

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Ausgabe 27.01.06: Japan

Matsushita
WKN 853666
Börsenplatz Frankfurt
Kurs aktuell 19,20 Euro
Gekauft zu 18,30 Euro, Nachkaufen unter 15 Euro

Die gute Wettbewerbsposition japanischer Unternehmen wird
meiner Einschätzung nach in den nächsten Monaten noch weitere
Kursgewinne nach sich ziehen. Matsushita wird mit seinen Marken
wie JVC und Panasonic weiter vom anziehenden Exportgeschäft
profitieren. Halten.


Mitsubishi UFJ
WKN A0HF5M
Börsenplatz Frankfurt
Kurs aktuell 12,17 Euro
Kauflimit 10 Euro

Honda Motor
WKN 853226
Börsenplatz Frankfurt
Kurs aktuell 51,25 Euro
Kauflimit 46,50 Euro

Kyocera
WKN 860614
Börse Berlin
Kurs aktuell 72,58 Euro
Kauflimit 64 Euro

Bei den anderen drei Japanern warten wir geduldig ab.


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Ausgabe 21.01.06: Goldmine

Goldcorp
WKN 890493
US-Kürzel GG
Börsenplatz Frankfurt
Kurs aktuell 25,15 Euro
Gekauft zu 21,50 Euro
Stopp Loss bei 19,50 Euro

Auch Goldcorp profitiert vom weiter anziehenden Goldpreis.
Halten und mit einem Stopp Loss bei 19,50 Euro absichern.


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Alte Position: Rohstoffunternehmen

BHP Billiton
US-Kürzel BHP
WKN 850524
Kurs aktuell $40,88
Gekauft zu $18

Die Hälfte der Position haben Sie mit 100 % Gewinn verkauft,
Ihren Einsatz haben Sie also raus. Den Rest lassen Sie nun
weiterlaufen mit einem Trailing Stopp von 25 %, also derzeit
bei 30 Euro. Aus charttechnischen Gründen senke ich die Stopp
Loss Marke auf 29 US-Dollar und rate zu Kursen zwischen 32
und 34 US-Dollar zu Nachkäufen.


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Ausgabe 21.01.06: Ölbohrunternehmen

Nabors Industries
WKN 662778
US-Kürzel NBR
Börsenplatz München
Kurs aktuell 60 Euro
Gekauft zu durchschnittlich 60 Euro


Nun hat der Kurs endlich gedreht, Nabors steigt wieder an.
Halten mit Stopp Loss bei 51 Euro.

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Ausgabe 21.01.06: Steve Jobs bei Walt Disney

Apple Computers
WKN 865985
US-Kürzel AAPL
Börsenplatz Frankfurt
Kurs aktuell: 58,74 EUR
Gekauft zu 62 Euro


Diese Woche gab Apple bekannt, dass künftig auch Apple Computer
für das Betriebssystem Windows offen sein werden. Diesen
Schritt hat die Apple-Gemeinde seit zwanzig Jahren befürchtet /
erhofft - die Meinungen darüber sind gespalten. Für das
Geschäft von Apple ist dies jedoch ein Plus, denn der gute Ruf
der Apple-Hardware kann nur zu einem Absatzanstieg führen.

Dementsprechend war Apple in unserer Beobachtungsliste auch der
Wochengewinner mit einem Kursplus von 14,35 %. Noch sind wir
mit unserer Position im Minus. Nach der Aufholjagd dieser Woche
sollte jedoch schon bald unsere Einstiegsmarke wieder
übersprungen werden. Halten.

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Ausgabe 15.01.06: Gesundes Wachstumsunternehmen

Yahoo!
WKN 900103
Börsenplatz Berlin
Gekauft zu 27 Euro
Kurs aktuell 26,82 Euro

Bei Yahoo! ist noch immer Geduld gefragt. Das Unternehmen
agiert derzeit solide, jedoch steht es im Schatten Googles, das
alle Schlagzeilen für sich beansprucht. Ich sehe bei Yahoo! nun
ein Stopp Loss bei 23 Euro vor.


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07. CHARTTECHNIK DOW JONES, Dax & GOLD, Öl, $, €, Yen, Nikkei

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Die Charts dazu können Sie im Kundenbereich unter
http://heibel-ticker.de/kundenbereich nachschlagen. Sie
benötigen dazu Ihre E-Mail Adresse und Ihr Passwort.


Charttechnik

Für kurzfristige Betrachtungen zur Bestimmung von optimalen
Ein- oder Ausstiegszeitpunkten sowie Marken wird die
Charttechnik zu Rate gezogen. Hier eine kurze Betrachtung
einiger wichtiger Charts:


Dow Jones Industrial 11.216 Punkte

Nach zwei Jahren Seitwärtskonsolidierung ist der Dow Jones nach
oben ausgebrochen und befindet sich in einem Aufwärtstrend,
dessen Grenzen zwischen 11.050 und 11.360 Punkten verlaufen.
Die 200-Tages-Durchschnittslinie verläuft bei 10.716 Punkten,
ein Unterschreiten der Unterstützung des steilen Aufwärtstrends
würde ein schnelles Abfallen auf diese Marke nach sich ziehen.
Das Handelsvolumen, mit dem die Kurssteigerungen der
vergangenen drei Monate erzielt wurden, ist rückläufig. Dies
gilt als Warnzeichen dafür, dass die Rallye bald zu Ende sein
könnte.

DAX 6.031 Punkte

Wie erwartet konnte nunmehr die 6.000er Hürde genommen werden.
Der Aufwärtstrend, der im Herbst letzten Jahres bei 4.827
Punkten begann, verläuft in einem steilen Aufwärtskanal mit den
Außengrenzen bei 5.890 und 6.150 Punkten. Die 200-Tages—
Durchschnittslinie verläuft bei 5.241 Punkten. Das
Handlesvolumen im DAX sieht gesund aus, anders als im Dow Jones
ist beim DAX sogar ein kontinuierlicher Anstieg der Umsätze zu
beobachten. Das bedeutet, dass ein eventuelles Unterschreiten
der unteren Unterstützung zum Nachkaufen genutzt werden kann.

Gold 592,50 US-Dollar

Die Geschwindigkeit des Preisanstiegs beim Gold hat zugelegt,
ein Überspringen des Preises von 600 US-Dollar je Feinunze Gold
scheint nur noch eine Frage von wenigen Tagen zu sein. Ich
erwarte allerdings nochmals ein Testen der Unterstützung bei
ca. 570 US-Dollar. Dies sollten Sie zum Kauf von Gold nutzen.

Crude Oil 67,095 US-Dollar

Auf seinem Weg zu neuen Höchstständen bei 74 US-Dollar hat
der Ölpreis am Donnerstag seinen bisherigen Höchstkurs bei 67
US-Dollar erstmals übersprungen. Bis Juni kann es nun noch zu
Korrekturen bis auf 61,50 US-Dollar kommen, mit zunehmender
Nähe an die 67 US-Dollar. Dies wäre dann nichts weiter als ein
Verschnaufen vor dem Sprung auf 74 US-Dollar.

Wechselkurs US-Dollar / Euro 1,22345 USD/EUR

Der Wechselkurs verbleibt in der Handelsspanne zwischen 1,185
und 1,23 USD/EUR. Eine neue Richtung, in die ein Ausbruch
erfolgen könnte, ist derzeit nicht in Sicht. Ich erwarte früher
oder später einen Ausbruch über 1,23 USD/EUR. Jedoch aufgrund
der jüngsten Entscheidung der Europäischen Zentralbank, den EU-
Leitzins unverändert zu belassen, dürfte dieser Ausbruch noch
etwas auf sich warten lassen.


Wechselkurs Yen / Euro 143,94 YEN/EUR



Der vergangene Woche zaghafte Ausbruchversuch hat sich in
dieser Woche bestätigt: Der Wechselkurs des Yen zum Euro ist
nachhaltig über 142 YEN/EUR gesprungen. Es müssen nun also mehr
Yen für einen Euro gezahlt werden, der Euro gewinnt also an
Wert, der Yen verliert.

Das ist gut für die exportorientierte japanische Wirtschaft,
ich erwarte daher weiter feste Kurse im Nikkei.

Ein Aufwärtstrend etabliert sich zwischen den Grenzen 139,65
und 145,14 YEN/EUR. Ein Unterschreiten dieser Unterstützung
würde einen Rückfall auf 138 YEN/EUR nach sich ziehen.


Nikkei 17.489 Punkte


Weiterhin strebt der Nikkei auf zu neuen Höhen. Der
Aufwärtstrend verläuft in den Grenzen von 16.161 und 17.891
Punkten. Ein Unterschreiten der unteren Markierung würde eine
Korrektur bis auf das Ausbruchsniveau bei 15.360 Punkten nach
sich ziehen. Die Handelsumsätze nehmen wieder zu, so dass der
Aufwärtstrend gesund aussieht.

Eine erfolgreiche Börsenwoche,
take share

Stephan Heibel
http://heibel-ticker.de


mailto:info@heibel-ticker.de

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08. DISCLAIMER / HAFTUNGSAUSSCHLUSS UND RISIKOHINWEISE

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Wer un- oder überpersönliche Schreib- oder Redeweisen
nachmacht oder verfälscht oder nachgemachte oder verfälschte
un- oder überpersönliche Schreib- oder Redeweisen in Umlauf
setzt, wird mit Lust-, manchmal auch mit Erkenntnisgewinn
belohnt; und wenn alles gut geht, fällt davon sogar etwas für
Sie ab. (frei nach Robert Gernhardt)

Wir recherchieren sorgfältig und richten uns selber
nach unseren Anlageideen. Dennoch müssen wir jegliche
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Anlageentscheidungen sollten nur von Anlegern mit
entsprechenden Kenntnissen und Erfahrungen vorgenommen
werden. Anleger, die kein tiefgreifendes Know-how über
die Börse besitzen, sollten unbedingt vor einer
Anlageentscheidung die eigene Hausbank oder einen
Vermögensverwalter konsultieren.

Die Verwendung der Inhalte dieses Heibel-Tickers erfolgt
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