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06.01.2007:
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H E I B E L - T I C K E R P L U S

F I N A N Z I N F O R M A T I O N E N

- Einfach einen Tick besser -
______________________________________________

DEUTSCHE BIBLIOTHEK : ISSN 1862-5436

2. Jahrgang - Ausgabe 01 (05.01.2007)
Erscheinungsweise: wöchentlich Freitag/Samstag
* Bitte Schriftart Courier einstellen *
(-;______________________________________________;-)

I N H A L T

01. INFO-KICKER: ROTATION VON ROHSTOFFEN ZU TECHNOLOGIE
02. SO TICKT DIE BÖRSE: HEIBEL-TICKER JAHRESRÜCKBLICK
03. AUSBLICK: WAS EIN FESTER US-DOLLAR BEDEUTEN WÜRDE
04. RISIKOSTREUUNG IM DEPOT: UBS, TELEGATE, KINGSGATE CONS.,
FELIX RES., TRANSMERIDIAN
05. LESERFRAGE: US-DEPOT UND ENTWICKLUNG DES US DOLLARS
06. BEOBACHTETE WERTE
07. DISCLAIMER / HAFTUNGSAUSSCHLUSS UND RISIKOHINWEISE
08. AN-/ABMELDUNG

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01. INFO-KICKER: ROTATION VON ROHSTOFFEN ZU TECHNOLOGIE
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Liebe Börsenfreunde,

ich wünsche Ihnen ein gutes Neues Jahr.

Das neue Jahr beginnt mit einer kräftigen Rotation: Heraus aus
den Rohstoffwerten, hinein in Biotech und Technologie. Ob dies
die Richtung für die Börse im Jahr 2007 sein wird? Ich habe
dies für Sie im heutigen Ausblick analysiert und bin dabei auf
manch überraschende Prognose gekommen.

Im Rückblick habe ich Ihnen heute eine Übersicht über die im
abgelaufenen Jahr gemachten Empfehlungen erstellt. Dieser
Rückblick ist für mich sehr hilfreich, um in Zukunft meine
Fehler auszumerzen. Aber auch für Sie kann es hilfreich sein zu
wissen, an welchen Stellen ich meine Stärken, und wo ich meine
Schwächen habe.

Die heutige Depotanalyse enthält ein paar interessante Werte,
die ich bei der Gelegenheit für Sie analysiert habe: Telegate
oder besser gesagt 1188 heißt die Auskunft und damit läßt sich
gut Geld verdienen. Aber auch Kingsgate ist eine Spekulation
wert.

Ich wünsche Ihnen eine anregende Lektüre.

take share, Ihr
Börsenschreibel

Stephan Heibel

Chefredakteur und
Herausgeber des
Heibel-Ticker

P.S.: Lassen Sie mich Ihre Meinung, Kritik oder
Verbesserungsvorschläge wissen (selbst Lob ist willkommen ;-)
und schreiben Sie mir an leserbrief@heibel-ticker.de.

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02. SO TICKT DIE BÖRSE: HEIBEL-TICKER JAHRESRÜCKBLICK
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Ihr Autor setzt sich jedes Jahr zum Jahreswechsel hin und geht
seine Empfehlungen einzeln durch. Ich will Sie hier nicht mit
den Einzelheiten der 53 Empfehlungen langweilen, sondern werde
Ihnen vielmehr ein paar Zahlen zeigen sowie ausführen, was ich
aus einigen besonderen Fällen gelernt habe.

52 Empfehlungen verteilt auf 51 Heibel-Ticker Ausgaben macht
etwa eine Empfehlung pro Ausgabe. Das heißt aber nicht, daß in
jeder Ausgabe genau eine Empfehlung steht. Manchmal gibt es
keine guten Empfehlungen oder manchmal fällt Ihrem Autor auch
einfach nichts Gutes ein. Anders als die meisten anderen
Börsenbriefe nehme ich mir heraus, nur dann Empfehlungen
auszusprechen, wenn ich von einer Idee überzeugt bin. Daraus
folgt zwangsläufig, daß es mitunter auch Phasen gibt, in denen
ein oder zwei Wochen hintereinander keine Empfehlungen im
Heibel-Ticker erscheinen.

Von den 52 Empfehlungen sind 28 bereits wieder geschlossen, 24
sind noch offen. Sie kennen die Börsenweisheit, sich um die
Verlierer zu kümmern und die Gewinner laufen zu lassen.
Demzufolge befinden sich unter den abgeschlossenen Empfehlungen
mehr Verlierer, als unter den noch offenen. Insgesamt gab es
12 Verlierer und 24 Gewinner. Die mit plusminus zwei Prozent
geschlossenen Positionen habe ich nicht mitgezählt. Von den
Verlierern befinden sich 7 bei den abgeschlossenen Positionen,
5 bei den noch offenen.

Mit den Gewinnern haben wir einen durchschnittlichen Erfolg von
23 % erzielt. Bei den Verlierern liegen wir bei -21 %.
Insbesondere unsere spekulativen Ideen sind hier einige Male
nach hinten losgegangen: BioCrest mit dem Serum gegen den
Vogelgrippevirus war wohl nur ein Medienspektakel, denn die
Aktie fiel ins Bodenlose. Selbst nach unserem Ausstieg mit 25 %
Minus hat die Aktie nochmals ein Viertel ihres Wertes verloren.

Auch die Aktien der Solar-Fabrik haben mich enttäuscht –
wohlgemerkt nicht das Unternehmen. Das Unternehmen hat in
meinen Augen alles richtig gemacht, eine gute Marktposition
eingenommen und die Versorgung mit den für die
Solarpanelproduktion kritischen Einsatzstoffen gesichert.
Gründer und Vorstandschef Georg Salvamoser hat den Chefsessel
zum Jahreswechsel an den bisherigen Finanzvorstand abgegeben.
Doch diese Schritte und der gesetzlich abgesicherte
Abnahmemarkt in Deutschland verblassen hinter den
Zukunftsspekulationen um das Öl als wichtigste Energiequelle.
In Tagen, in denen der Ölpreis unter 56 US-Dollar je Faß fällt,
ist Solarenergie einfach nicht sexy genug, um neue Anleger
anzulocken. Vielleicht klappt es ja im Jahr 2007.

Insgesamt hatten wir also 2/3 Gewinner und 1/3 Verlierer im
Jahr 2006. Wenn die Verluste klein gehalten und die Gewinner
laufen gelassen werden, dann reicht es, wenn man über die
Hälfte Gewinner hat, um ein gutes Ergebnis zu erzielen.
Darunter waren Erfolge wie 40 % mit Akamai, 31 % mit Arch Coal
und 39 % mit General Motors. Ganz zu schweigen von der noch
laufenden Empfehlung auf Mastercard, die bereits 107 % im Plus
notiert.

Zusätzlich habe ich nun noch einen Blick auf die weitere
Entwicklung der abgeschlossenen Positionen nach Verkauf der
Aktien geworfen. Hier zeigt sich, daß mein Riecher für den
Verkaufszeitpunkt ziemlich gut war: Nur zwei der 28
abgeschlossenen Positionen sind nach meiner Verkaufsempfehlung
noch mehr als 5 % angestiegen. Aber zwölf der Positionen sind
nach meiner Verkaufsempfehlung noch kräftig ins Minus
gerutscht. Mit anderen Worten: Nur zweimal war meine
Verkaufsempfehlung falsch, 22mal war sie richtig. Lehre für
2007: Öfter mal verkaufen!

Fünfmal habe ich einen Optionsschein empfohlen. Das waren dann
die hochspekulativen Ideen für schnelle Kursbewegungen. Dreimal
ging es gut (15 %, 36 % und 16 %), einmal kamen wir plusminus
Null wieder raus und einmal ging es nach hinten los: - 50% beim
eBay Call. Beim Ford-Call hatten wir zwischenzeitlich schon 80
% Gewinn, verkauften aber nicht schnell genug. Lehre:
Insbesondere bei Optionsscheinen früher verkaufen.

Soweit der Überblick. Wenngleich ich noch einiges an
Verbesserungspotential entdeckt habe und mir entsprechende
Vorsätze für das neue Jahr aufschrieb, so bin ich doch
insgesamt recht zufrieden mit dem Ergebnis. Einige Treffer sind
mir gelungen, auf die hier in Deutschland kein anderer
Börsenbrief oder Analyst gekommen ist.


Zum Abschluß noch ein paar Worte zur abgelaufenen Börsenwoche:

Das Jahr 2006 war ein überaus erfolgreiches Jahr für Rohstoffe
und Unternehmen aus dem Rohstoffbereich. Viel zu erfolgreich,
glauben einige Fondsmanager. Daher erfolgte in dieser Woche der
Ausverkauf des Rohstoffsektors und das Umschichten in andere
Sektoren. Der Technologiebereich beispielsweise war im
vergangenen Jahr völlig vernachlässigt worden. Am Mittwoch und
Donnerstag sind Aktien wie Intel, Microsoft, Cisco und Hewlett
Packard kräftig angestiegen, ohne besondere Meldungen
ausgegeben zu haben.

Am Mittwoch Mittag kam es zu einem kleinen Schock, als das
Protokoll der US-Notenbanksitzung vom Dezember veröffentlicht
wurde. Darin gab sich die Notenbank wesentlich kritischer
gegenüber der Verfassung der US-Wirtschaft, stellte jedoch
trotzdem die Inflationsbekämpfung als oberstes Ziel heraus.
Börsianer reagierten mit einem heftigen Ausverkauf der
konjunktursensiblen Aktien, der Dow Jones rutschte
vorübergehend ab. Insbesondere die fallenden Energieaktien, die
im S&P 500 bereits 10 % Anteil ausmachen, sorgten für fallende
Indizes.

Heute hat Motorola seine Umsatz- und Gewinnprognosen gesenkt.
Die Aktien von Motorola sind heute um 11 % gefallen. Wie Sie
diese Meldung zu interpretieren haben, werde ich Ihnen im
nächsten Kapitel darlegen. Darüber hinaus habe ich für Sie eine
Jahresprognose erstellt, die für die nächsten Monate einen
Leitfaden für unsere Empfehlungen darstellen wird.

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03. AUSBLICK: WAS EIN FESTER US-DOLLAR BEDEUTEN WÜRDE
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Zunächst zu Motorola: Erst letzte Woche habe ich über Motorola
berichtet. Die Qualität der Motorola-Handys ist bescheiden und
der ruinöse Preiswettbewerb der Handy-Branche läßt dem
Unternehmen keine Luft zum Atmen. Heute bekamen Anleger die
Quittung.

Das bedeutet aber nicht, daß der gesamte Technologiesektor
Probleme bekommen wird. Vielmehr muß der Technologiesektor
inzwischen viel differenzierter betrachtet werden. Denn es gibt
einige Bereiche, in denen einzelne Unternehmen gutes Geld
verdienen.

Gut, Nokia wird heute in Folge der Motorola-Warnung ebenfalls
ausverkauft. Die Aktie ist aktuell 3,5 % im Minus. Es ist
nämlich nicht der Fall, daß Nokia Marktanteile von Motorola
gewinnt und seine eigenen Handys zu jedem Preis verkaufen kann.
Vielmehr leidet auch Nokia unter dem Preiswettbewerb, die Marge
schrumpft.

Ericsson hingegen beispielsweise hat ein starkes Geschäft im
Bereich der zur Verfügung Stellung der Infrastruktur für das
Mobilfunknetz. Und die Infrastruktur wird derzeit in Sachen
schneller Datentransfer ausgebaut. Ericsson ist von der Meldung
von Motorola demzufolge kaum betroffen, die Aktie ist nur ein
halbes Prozent im Minus.

Ebenfalls im Bereich der Infrastruktur ist Cisco tätig. Doch
das Unternehmen ist vom Handy-Markt vollkommen losgelöst. Die
Aktien legen heute 1,6 % zu. Ich erwarte, daß auch Cisco im
Rahmen der Erneuerungsinvestitionen durch die Vista-Einführung
profitieren wird. Viele neue PCs, mehr WLAN, mehr Ansprüche an
das Netzwerk und dadurch mehr Netzwerkkomponenten, so die
Argumentationskette für Cisco. Als eines der größten
Technologieunternehmen profitiert Cisco von der Suche der
institutionellen Anleger, die große Summen aus dem
Energiesektor heraus in den Technologiesektor umschichten.

Dell und Intel bekamen heute früh eine Herabstufung von
Analysten. Beide Aktien befinden sich dick im Minus. Bei Dell
wird als Begründung genannt, daß das Unternehmen Marktanteile
an Hewlett Packard verliere und kaum vorbereitet sei, von der
Vista-Einführung zu profitieren. Ähnlich klingt es bei Intel,
das Unternehmen müsse mehr investieren, um in einem
schrumpfenden Markt seine Marktanteile zu behaupten.

Nun, ich habe bereits vor Monaten über die Schieflage bei Intel
berichtet (siehe Chef aus dem Marketing, kein Ingenieur). Und
die Probleme bei Dell sind nichts Neues. Ich sehe diese
Herabstufung als Vorbereitung für ein Jahr 2007, in dem der
Technologiesektor wieder verstärkt in das Zentrum des
Interesses rücken wird. Da möchte man gerne mit Hochstufungen
an die Presse kommen – aber Hochstufen kann man nur, wenn die
Bewertung auf Verkaufen oder mindestens Halten steht. Also
werden die ruhigen Neujahrstage genutzt, um ein paar
entsprechende Anpassungen vorzunehmen.

Schauen Sie sich einmal das Treiben genauer an: Der Ölsektor
ist in den ersten Tagen dieses neuen Jahres ausverkauft worden.
Der Aktienkurs von Exxon Mobile, dem weltgrößten
börsennotierten Unternehmen, hat in den beiden ersten
Handelstagen 8 % eingebüßt. Conoco Phillips, der Ölkonzern, der
in den vergangenen Monaten am aggressivsten auf einen weiter
steigenden Ölpreis gewettet hatte, brach um 11 % ein. Und
Anadarko Petroleum, der texanische Explorer, ist um 7 %
eingebrochen. So geht es durch den gesamten Ölsektor. Der OIH
Index der Öldienstleister ist im Durchschnitt um 8,5 %
eingebrochen.

Auslöser war eine Meldung von Conoco Phillips, daß die
Gewinnmargen aufgrund des fallenden Ölpreises schrumpfen. Das
ist ja nichts Neues, denn der Ölpreis ist ja schon seit einigen
Monaten gefallen. Aber nun scheinen sich die Ölkonzerne auf
einen anhaltenden Ölpreis um 60 US-Dollar einzustellen. Damit
ist die Zukunftsphantasie aus den Energieaktien raus, Anleger
suchen sich andere Branchen mit besseren Aussichten.

Neben dem Technologiesektor bekommt auch der Pharma- und darin
besonders der Biotechsektor ein Scheibchen der nun zu
verteilenden Anlegergelder ab. Amgen ist seit Jahresbeginn
bereits um 6 % angestiegen.

Wenn nur der Biotech-Sektor anstiege, dann würde ich mir Sorgen
um die Verfassung der Konjunktur machen. Denn ein Ausverkauf
des konjunktursensiblen Energiesektors zugunsten des nicht-
zyklischen Pharmasektors ließe mich auf einen ziemlich großen
Konjunkturpessimismus schließen. Aber da auch der
Technologiesektor in den vergangenen beiden Tagen kräftig
zugelegt hat, kann es also kein Konjunkturpessimismus sein. Es
ist also nur der gefallene Ölpreis, der den Ausverkauf
initiiert...

...zumal ein niedriger Ölpreis ja unterstützend für die
Konjunktur wirkt. Insbesondere in den energiehungrigen USA kann
ein niedriger Ölpreis wie ein Konjunkturimpuls wirken.

Dennoch, Konjunkturängste werden in den nächsten Monaten immer
häufiger aufkommen. Insbesondere, wenn die breiten Indizes
weiter steigen, werden Fragen aufkommen, ob die Wirtschaft
einen solchen Kursanstieg denn überhaupt unterstützen würde.
Nicht-zyklische Aktien wie Amgen werden wieder in Mode kommen.


JAHRESPROGNOSE

Doch nun zu meiner Jahresprognose:

Nach vier Jahren Börsenrallye fällt es mir schwer, ein weiteres
gutes Börsenjahr zu prognostizieren. Aber auch nach der
Weltwirtschaftskrise in den Jahren 1929 bis 1932 folgen fünf
Jahre mit steigenden Aktienkursen. Demzufolge hätten wir noch
bis zum März 2008 Zeit, bevor wir uns mit einer erneuten Baisse
beschäftigen müssen.

Aber die Geschichte läßt sich leider nicht analog auf unsere
heutige Zeit übertragen. Die für mich alles entscheidende Frage
für das Jahr 2007 ist: Werden wir eine kleine Überhitzung
erleben, die dann im Jahr 2008 in einer kleinen Baisse
korrigiert wird, oder wird es bereits jetzt eine Baisse geben,
so daß anschließend wieder eine mehrjährige Hausse zu einer
großen Überhitzung bis 2010 führen wird, die dann zu einer
Baisse wie in den Jahren 2000 bis 2002 führt?

Denn aktuell kann von einer Überhitzung nicht die Rede sein.
Das KGV des S&P 500 steht gerade einmal bei 17, das des DAX bei
13. Die Kursgewinne der vergangenen vier Jahre, der Dax hat
sich immerhin verdreifacht, waren also nur die Folge der stark
angestiegenen Unternehmensgewinne und haben noch nicht zu einer
Überbewertung geführt. Selbst eine Kursrallye im Jahr 2007
würde die Gefahr eine Baisse kaum erhöhen.

Sollten wir also in den kommenden Monaten heftige Kursgewinne
verzeichnen, so wird eine folgende Korrektur nicht sehr groß
ausfallen. Die Konjunktur brummt, sowohl in Deutschland, als
auch in den USA. Lassen Sie sich nicht durch das Gerede um die
Märchensteuer verunsichern, denn die 3 % kann die Wirtschaft
locker verkraften.

Für eine Prognose für das Jahr 2007 muß jedoch die Psychologie
der Anleger mit berücksichtigt werden. Gibt es bereits einen
Hype, eine Euphorie, so daß eine Korrektur wahrscheinlicher
wird? Oder herrscht noch immer Skepsis, so daß noch ausreichend
Kapital an der Seitenlinie auf seine Einwechselung wartet?
Meiner Einschätzung nach herrscht noch immer eine gesunde
Skepsis. Nicht zuletzt aufgrund der bitteren Erfahrung in den
Jahren 2000 bis 2002 halten sich Anleger noch immer zurück und
investieren nur einen kleinen Anteil ihres Vermögens in Aktien.

Einer Studie zufolge ging der Anteil der Deutschen, die Aktien
oder Aktienfonds besitzen, in den vergangenen fünf Jahren von
18 % auf 15 % zurück. Die Börse vollzieht also eine Rallye und
gleichzeitig kehren die Anleger ihr den Rücken. Da kann von
Euphorie keine Rede sein.

Meine Grundeinschätzung für Aktien im Jahr 2007 bleibt bullish.
Dennoch wird der Anstieg des Dax seit Juni vergangenen Jahres
nicht in gleicher Geschwindigkeit fortgesetzt werden können.
Bei dem aktuellen Steigungswinkel würde das zum Jahresende
einen Dax-Stand von 9.500 bedeuten – und das ginge dann doch zu
schnell.

Vielmehr stößt der Dax bei 6.800 Punkten an den oberen
Widerstand seines im März 2003 begonnenen Aufwärtskanals. In
diesem Bereich erwarte ich dann eine kleine Korrektur bis auf
6.150 Punkte in diesem Frühjahr und eine anschließende
langsamere Aufnahme des Aufwärtstrends. Zum Jahresende kann ich
mir gut einen Dax zwischen 7.500 und 8.000 Punkten vorstellen.

Die geht auch mit meinen Erwartungen für den Dow Jones einher,
denn auch der Dow Jones sollte meiner Ansicht nach schon bald
seine Kursgewinne der vergangenen Wochen korrigieren. Allein in
der zweiten Jahreshälfte 2006 ist der Dow Jones um 20 %
angestiegen. Doch der feste US-Dollar der vergangenen Tage ist
bereits ein erster Schritt in Richtung einer Korrektur, der
niedrige Ölpreis wirkt dem jedoch noch entgegen.

Ich könnte mir vorstellen, daß die OPEC wieder auf der
Bildfläche erscheint, wenn der Ölpreis unter 56 US-Dollar je
Faß fällt. Sie würde dann von Drosselung der täglichen
Fördermenge sprechen und schwups, schon wäre der Ölpreis wieder
bei 60 US-Dollar. Damit sind dann jedoch auch die Träume vom
niedrigen Ölpreis, so etwa unter 50 US-Dollar, ausgeträumt und
damit ist auch der fördernde Effekt für die Konjunktur gering.
Dies könnte dann in der Summe zu einer Korrektur der
Aktienbörsen führen.

Diese wird aber klein bleiben, bei 11.800 Punkten sollte
bereits ein Boden gefunden werden. Denn wie gesagt: Auch in den
USA ist das Bewertungsniveau der Aktien niedrig und es besteht
kein Grund für eine Baisse. Im Gegenteil, anschließend wird der
Aufwärtstrend wieder aufgenommen und noch vor diesem Sommer
wird die Hürde bei 13.000 Punkten genommen. Zum Jahresende wird
sich dann jedoch nicht mehr viel an diesem Niveau ändern,
weitere Kursgewinne werden durch einen ...

...starken US-Dollar verhindert. Ich habe Ihnen eine neue
Einschätzung zum US-Dollar versprochen und habe daher meine
Argumente nochmals untersucht. Dennoch, ich bleibe bei meiner
Einschätzung eines festen US-Dollars. Prognosen, die einen US-
Dollar bei 1,45 USD/EUR sehen, halte ich für völlig überzogen,
denn schon jetzt ist das Preisniveau extrem zugunsten der USA
verlagert: Die USA ist billig. In den nächsten Wochen erwarte
ich Übernahmen von US-Firmen durch ausländische Konzerne. Denn
der niedrige US-Dollarkurs macht solche Übernahmen attraktiv
für ausländische Investoren. Und Übernahmen werden dem US-
Dollarverfall entgegenwirken. Ich erwarte einen anziehenden US-
Dollarkurs in Richtung 1,24 USD/EUR.

Der feste US-Dollar jedoch wird die Exporte der US-Unternehmen
erschweren und die Gewinne schmälern. Daher ist beim Dow Jones
bald über 13.000 Schluß.

Sollte ich mich beim US-Dollar irren und sollte der Wechselkurs
über 1,35 USD/EUR steigen, so sind natürlich dann auch im Dow
Jones Kursgewinne weit über 13.000 zu erwarten.

Während es bei den Prognosen zu den Aktienbörsen, zu den
Wechselkursen und zum Rohöl große Differenzen zwischen den
verschiedenen Analystengibt sind sie sich beim Gold ziemlich
einig: Der Goldpreis wird weiter steigen. Auch wir haben uns
mit dem Heibel-Ticker voll auf der Long-Seite positioniert.

Eine Voraussetzung für einen steigenden Goldpreis ist ein
schwacher US-Dollar. Wenn der US-Dollar jedoch, wie von mir
erwartet, in diesem Jahr in Richtung 1,24 USD/EUR ansteigt,
dann wirkt der feste US-Dollar dem Goldpreisanstieg entgegen.

Auf dem langfristigen Chart des Goldpreises ist zu erkennen,
daß der Goldpreisanstieg seit 2000 zum Jahreswechsel 2005 /
2006 an Fahrt gewann. Innerhalb eines halben Jahres sprang der
Goldpreis von 430 auf 725 US-Dollar je Feinunze Gold. Damit
wurde der langfristige Aufwärtstrend nach oben verlassen. Der
langfristige Trend verläuft derzeit zwischen 480 und 560 US-
Dollar. Bis zum Jahresende steigt dieser Kanal auf 530 bis 600
US-Dollar.

Für mich wird die Marke bei 654 US-Dollar ein Signal sein:
Steigt der Goldpreis darüber, so wird der aktuelle, steiler
ansteigende Aufwärtstrend fortgesetzt und bis Jahresende ist
auch die 800er-Marke greifbar. Bleibt der Goldpreis hingegen
unter 654 US-Dollar, so rechne ich mit einer Rückkehr in den
alten Aufwärtskanal.


TIPP DER WOCHE

Letztes Jahr im Januar hat sich der Aufwärtstrend von Apple
umgekehrt. Der Kurs fiel im ersten Halbjahr von 85 auf 55 US-
Dollar. Wir haben an Apple festgehalten und erfreuen uns heute
über einen guten Buchgewinn. Das Durchhalten hat sich gelohnt.

Doch Anleger lernen und in diesem Jahr scheint Apple bereits
Anfang Dezember seinen vorläufigen Höchstkurs erreicht zu
haben. Folgt nun eine ähnliche Durststrecke wie im letzten
Jahr? Sollten wir unsere Gewinne sichern, bevor sie dahin
schmelzen?

Nein, ich denke, der Kursrutsch von Apple im vergangenen Jahr
hing nicht nur mit den Bedenken über das Geschäft von Apple
selbst zusammen, sondern auch mit der Vorliebe für Rohstoffe.
Anleger wollten Anfang 2006 in Rohstoffe und Rohstoffaktien
investieren. So entstand dann auch bis Mai die Überhitzung im
Rohstoffmarkt, die dann im Frühjahr korrigiert wurde.

Der Ölpreis ist rückläufig, auch die Industriemetalle notieren
deutlich unter ihren Höchstpreisen. In diesem Jahr wird man von
Rohstoffunternehmen nicht mehr die positiven
Ergebnisüberraschungen erwarten, die noch im vergangenen Jahr
die Anleger erfreute. So wird sich ein großer Teil der
Anlegergelder andere Bereiche mit guten Wachstumszahlen suchen:

Apple. Denn im vergangenen Jahr habe ich mich häufiger
gewundert, warum Wachstumsunternehmen wie Apple, Qualcomm und
Marvell nicht mit einem wesentlich höheren Bewertungsmultipel
versehen werden. Der Grund war einfach, daß Anleger lieber in
den Rohstoffbereich investierten. Doch das ist nun vorbei. In
den vergangenen Tagen haben wir deutlich gesehen, wie der
Rohstoffbereich unter die Räder geriet. Und das soll uns als
Leitschnur für das neue Jahr dienen.

Wer also jetzt Wachstumsaktien sucht, der wird diese im
Technologiebereich finden. Einen weiteren Kurssturz von Apple
halte ich daher für sehr unwahrscheinlich. Vielmehr erwarte ich
schon bald einen kräftigen Kursschub, denn Apple ist nach allen
Bewertungskriterien günstig bewertet: Das Wachstum von 20 %
p.a. wird mit einem KGV von nur 37 versehen – ich bin bereit,
bis zu dem zweifachen Wachstum zu zahlen, also ein KGV von 40.
Aber Apple hat in den vergangenen Jahren kontinuierlich seine
Prognosen übertroffen – meist mit Wachstumsraten über 30 %. Wer
also überproportionales Wachstum sucht, der findet dies bei
Apple.

Als kurzfristige Spekulation würde ich von der aktuellen
Rotation profitieren wollen. Auf Sicht von wenigen Tagen würde
ich den folgenden Call-Optionsschein kaufen:

Apple Call
Laufzeit bis 16.3.
Basispreis 65 Euro
Bezugsverhältnis 10:1
Kurs aktuell: 1,65/1,66
Hebel: 4, Vola: 50 %



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04. RISIKOSTREUUNG IM DEPOT: UBS, TELEGATE, KINGSGATE CONS.,
FELIX RES., TRANSMERIDIAN
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Nur wer ein diversifiziertes Portfolio hat, wer also in seinem
Depot eine gesunde Risikostreuung verwirklicht hat, wird bei
plötzlichen Korrekturen wie in diesen Tagen dennoch gut
schlafen können. Spekuliert wird hier im Heibel-Ticker nur mit
einem kleinen Teil des Vermögens. Der Rest wird auf solide Füße
gestellt.

Es folgt nun eine Analyse auf Risikostreuung von den 5 größten
Positionen eines Lesers. Dabei werde ich weniger auf die
einzelnen Werte eingehen, als viel stärker auf die Branchen, in
denen sie wirtschaften. Schicken Sie mir Ihre 5 größten
Positionen an Risikostreuung/at/heibel-ticker/./de. Bitte
unterschreiben Sie mit Ihrem Vornamen und der Stadt, in der Sie
leben. Diese Information wird dann veröffentlicht.

==========

FRAGE:

Sehr geehrter Herr Heibel,

wenn es Ihre Zeit erlaubt, würde mich Ihre Meinung sehr
interessieren was Sie zu meinem Depot meinem.

UBS N
Cash Financial SVCS Group (570766)
Telegate
Kingsgate Cons
Felix Resources (Umsatz ?) sonst
Tranmeridian

Herzlichen Dank und lieben Gruß
Richard aus Zürich


ANALYSE:

Na, da haben Sie mir aber ein buntes Sammelsurium geschickt –
noch dazu 6 Werte, also einen zuviel. Aber bei genauerer
Betrachtung scheidet ein Wert für eine genauere Analyse ohnehin
aus: Die Cash Financial Group ist mit einem Marktwert von 55
Mio. Euro zu klein, Informationen über das Unternehmen sind
kaum verfügbar.

UBS

Eins der größten Investmenthäuser der Welt mit einem KGV von 12
und einer Dividendenrendite von 3 %. Die Schweizer haben vor
kurzem ihre Quartalsprognose verfehlt, der Aufwärtstrend der
Aktien ist daher vorerst beendet. Dennoch halte ich diesen
Finanztitel für langfristig aussichtsreich.

TELEGATE

11880 sollte dieses Unternehmen heißen, dann wissen Sie sofort,
was dahinter steckt. Die Münchener Telegate hat sich in
Deutschland als einziger Wettbewerber zur Telekom-Auskunft
etabliert. Aber auch in Österreich, Spanien und England gehört
Telegate zu den Großen und seit letztem Jahr agiert das
Unternehmen auch in Frankreich und Italien. Frankreichs
Telekommarkt wurde erst im vergangenen Jahr liberalisiert und
Telegate hat große Investitionen getätigt, um dort eine Präsenz
aufzubauen. Das Ergebnis des abgelaufenen Jahres wird daher
schwach ausfallen.

Doch das ist bereits im Kurs enthalten, denn nach Bekanntgabe
der Frankreichinvestitionen (und darauf folgenden
Ergebnisminderung) brach der Kurs von 21 auf 15 Euro ein.
Inzwischen wurde die Hälfte des Kursverlustes wieder gut
gemacht, die Aktien stehen bei 17,93 Euro.

Damit hat die Aktie ein KGV von 12 bei einem Umsatzwachstum von
7 %. Das ist ein faires Bewertungsniveau. Die Dividendenrendite
von 3,9 % ist sehr attraktiv, das Unternehmen hat einen starken
Cashflow und schüttet gerne hohe Dividenden an Anleger aus.

Die Expansion nach Frankreich hat im Jahr 2006 zwar das
Ergebnis vermindert, für die kommenden Jahre dürfte aus dieser
Ecke jedoch ein starker Wachstumsbeitrag zu sehen sein. Darüber
hinaus ist Telegate auch aktiv beim Vermarkten seiner
Auskunftsdienste an andere Netzbetreiber wie Arcor oder
debitel.

Das Kurs/Umsatz-Verhältnis liegt bei 2, die Umsatzrendite bei
21 %. Das Unternehmen erwirtschaftet einen Haufen Bares, das
wiederum in die Expansion in weitere europäische Länder
investiert werden kann, 2007 steht die Schweiz an. Solange das
Unternehmen soviel Cash generiert und die Expansion aus eigener
Kraft finanzieren kann, wird sich die Aktie meiner Einschätzung
nach entsprechend dem Umsatzwachstum entwickeln. Telegate ist
daher auf dem aktuellen Niveau ein Kauf für mich.

KINGSGATE CONSOLIDATED

Diese australische Goldmine entwickelt ein gigantisches Areal
in Thailand. Die Chatree Mine in Thailand ist die wichtigste
Mine des Unternehmens. Dort wird gemeinsam mit der
thailändischen Behörde die bestehende Goldmine erweitert.
Finanziert wird die Expansion aus der bestehenden
Goldproduktion sowie mit thailändischen Subventionen.
Allerdings erhält die thailändische Behörde dafür auch
weitreichende Einflußmöglichkeiten in das Projekt.

Kingsgate hat es sich zu Ziel gesetzt, sowohl die sicherste
Goldmine der Welt zu betreiben, als auch die soziale
Absicherung der Arbeiter zu gewährleisten. Ein hehres Ziel,
dessen Realisierung bislang gut gelungen ist, wenn man dem
Management glaubt. Die Planung von Kingsgate sieht vor, aus der
Chatree Mine eins der weltgrößten Goldminengebiete der Welt zu
machen. Da sich das Gebiet mitten im Dschungel befindet, soll
gleichzeitig ein neuer Landstrich entwickelt werden.

Mit Kingsgate investieren Sie nicht einfach in eine Goldmine,
sondern in ein australisches Management, das in Thailand ein
gigantisches Projekt angestoßen hat. Gelingt dies, so sind die
zu erwartenden Gewinne groß. Allerdings müssen Sie die
Wechselkursentwicklung des australischen Dollars
berücksichtigen, sowie die politischen Wirren Thailands
beurteilen.

In Thailand gab es im vergangenen September einen unblutigen
Militärputsch. Um den Frieden im Land zu wahren wurden
Demonstrationen verboten, bis wieder eine Demokratie eingeführt
wird. Seither ist die thailändische Währung stark angestiegen
und einige Textilproduzenten wie Calvin Klein, Gap oder
Victoria’s Secret haben das Land verlassen. Die Produktion ist
zu teuer geworden.

Die Zentralbank Thailands agiert nun seit einigen Monaten recht
unbeholfen. Die freie Handelbarkeit der Thai-Währung wurde im
Dezember vorübergehend eingeschränkt, um Spekulationen
entgegenzutreten. Doch das Resultat war ein Einbruch des
Aktienmarktes, so daß die meisten Änderungen noch am gleichen
Tag wieder rückgängig gemacht wurden.

Ich habe den aktuellen Webcast (Folienpräsentation mit Audio-
Vortrag des CEOs im Internet) von Kingsgate durchgearbeitet.
Das Unternehmen macht einen guten Eindruck auf mich. Die
Finanzplanung ist konservativ, Dividenden sind fester
Bestandteil der Planung und das Unternehmen ist sich seiner
Verantwortung gegenüber den Thailändern bewußt.

Doch was, wenn der Baht weiter ansteigt, so daß die Kalkulation
der Erweiterung der Chatree-Mine unrentabel wird? Oder wenn
eine neue demokratische Regierung, die noch in diesem Jahr
gebildet werden soll, die Unterstützung für das Projekt
zurückzieht?

Kingsgate notiert auf einem KGV von 6. Das ist extrem niedrig,
vor allem wenn Sie sich die Goldreserven anschauen. Der Grund
für diese niedrige Bewertung ist jedoch die Unsicherheit, die
das Land Thailand mit sich bringt. Wenn Sie dieses Risiko in
Kauf nehmen, dann haben Sie die Chance auf überproportionale
Gewinne in dieser Aktie.

FELIX RESOURCES

Eine weitere australische Mine, die jedoch Kohle abbaut und
ausschließlich in Australien wirtschaftet. Seit August ist die
Aktie von 1 auf 2,50 Euro explodiert. Insgesamt wird das
Unternehmen mit einem Marktwert von 470 Mio. Euro bewertet.
Besonderes Zuckerstückchen dieses Unternehmens ist die
Technologie der „Ultra-Sauberen“ Kohleenergie. Das ist aber
auch schon alles, was ich an Informationen über diese Aktie
herausfinden konnte.

Die Unternehmenswebseite läßt mich erschauern: Nicht nur das
Design ist abstoßend, wenn man das überhaupt Design nennen
darf, noch dazu strotzt die Seite nur so vor
Programmierfehlern. Einem Unternehmen mit einer halben
Milliarde Marktkapitalisierung sollte der Internetauftritt
schon wenigstens 1.000 Euro wert sein – und für diesen Betrag
bekommen Sie eine wesentlich bessere Webseite als die
derzeitige. Doch damit nicht genug: Es fehlen wichtige
Unternehmensinformationen auf der Webseite.

Ich sehe ein, daß für das Geschäft einer Kohlemine die
Internetseite nicht das Wichtigste ist. Aber als
Aktienunternehmen sollte man zumindest eine ordentliche
Information für seine Aktionäre realisieren. Und dazu dient
heute die Internetseite des Unternehmens.

Felix ist also eine Kohlemine in Australien, die sich an den
Prozeß der sauberen Kohleenergie heranwagt. Diese Technologie
wurde vor 50 Jahren in Deutschland erfunden, im vergangenen
Jahr hat in den USA das Unternehmen Headwaters bereits damit
Schlagzeilen gemacht – aufgrund des gesunkenen Ölpreises wurde
die Technologie jedoch nicht weiter nachgefragt. Und nun kommt
ein kleines australisches Unternehmen mit dieser alten Idee.
Inzwischen ist der Ölpreis jedoch weiter gefallen und der warme
Winter läßt die vermeintliche Ölknappheit immer weiter in den
Hintergrund treten.

Wie ich’s auch drehe und wende, diese Aktie gefällt mir nicht.

TRANSMERIDIAN EXPLORATION

Dieser Öl- und Gas-Explorer wurde erst im Jahr 2000 in Houston,
Texas, USA, gegründet. Das Unternehmen fördert bereits Öl in
der Republik Kasachstan. Nach weiteren Öl- und Gasvorkommen
wird gesucht. Die bereits laufende Ölforderung finanziert die
Erschließung weiterer Ölquellen.

Mit einer Marktkapitalisierung von 316 Mio. US-Dollar ist
Transmeridian noch ein kleines Ölunternehmen. Im Verhältnis zum
Umsatz von 17 Mio. US-Dollar ist die Marktkapitalisierung
jedoch unverhältnismäßig hoch. Es wird wohl bereits die
Aussicht auf die neuen Ölquellen bewertet.

Kasachstan liegt im Gebiet der ehemaligen Sowjetunion. Dort
läßt sich zwar extrem günstig produzieren, aber auch dort sind
die politischen Machtverhältnisse noch lange nicht stabil. Ein
Unternehmen, das dort bislang keine nennenswerten Umsätze
erzielt, kann in meinen Augen nicht mit einer solch hohen
Marktbewertung versehen werden. Während bei der australischen
Goldmine in Thailand noch der Begriff Spekulation zutrifft
würde, ich hier nur noch den Begriff „Glücksspiel“ verwenden.


FAZIT

Mit Transmeridian (Öl), Felix (Kohle) und Kingsgate (Gold)
haben Sie so ziemlich alle Rohstoffbereiche an der Quelle
abgedeckt. Für das Jahr 2007 würde ich jedoch keine solch große
Gewichtung auf diesen Sektor lassen, sondern mit ein bis zwei
Rohstofftiteln unter fünf Werten zufrieden sein. Mit UBS als
Finanztitel und Telegate als Telekomwert haben Sie noch ein
wenig diversifiziert. Ich würde noch einen Industriewert
hinzunehmen, vielleicht einen rohstoffnahen, wenn Sie Felix und
Transmeridian aus dem Portfolio nehmen.

Ihre Risikoneigung ist zu bewundern: Sie müssen ein sehr
junger, wohlhabender Mensch sein, um Ihr Geld so riskant
anzulegen. UBS und Telegate sind solide Werte, Kingsgate und
Felix eine Spekulation und Transmeridian fällt aus meiner Sicht
in die Kategorie Glücksspiel. Wenn Sie über gute Kenntnisse
über Kasachstan verfügen, dann können Sie diesen Wert behalten.
Andernfalls wäre mir das zu riskant. Zu Felix und der
ultrasauberen Kohleenergie: Das ist eine legitime Spekulation,
der ich jedoch aktuell keine großen Entwicklungsmöglichkeiten
sehe.

Aus regionaler Sicht haben Sie sich über die ganze Welt
verbreitet: Schweiz (UBS), Deutschland (Telegate) über
Kasachstan (Transmeridian) und Thailand (Kingsgate) bis nach
Australien (Felix) – fehlt nur noch der amerikanische
Kontinent.

==============================================================
05. LESERFRAGE: US-DEPOT UND ENTWICKLUNG DES US DOLLARS
==============================================================

Ihre Fragen schicken Sie bitte an leserfragen/at/heibel-
ticker/./de. Ich werde künftig nur noch eine Leserfrage
veröffentlichen. Den Rest beantworte ich direkt. Bitte fragen
Sie mich nur zu Unternehmen mit einem Marktwert von mindestens
100 Mio. Euro bzw. USD.

=================

FRAGE:

Sehr geehrter Herr Heibel,

Sie empfehlen in Ihrem Heibel-Ticker PLUS einige Aktien im US-
Depot zu haben.

Ich bin am überlegen ein solches Depot zu eröffnen. Der
aktuelle Kurs bietet dazu ja auch einige Chancen. Ich werde
aber noch Ihr Statement zum US-Dollar abwarten, denn wenn der €
weiter steigen sollte, kann ich natürlich noch warten.

Wissen Sie wie und wo ich am besten von Deutschland aus ein
solches Depot eröffnen kann?

Die Bank of America bietet ja die Möglichkeit ohne Kosten zu
traden, ich finde das sehr interessant. Hinzu kommt noch, dass
der US-Zins momentan ja auch besser ist, als der Euro-Zins.

Es würde mich freuen, wenn Sie mir hierbei weiter helfen
könnten.

Viele Grüße, Thomas aus Zorneding


ANTWORT:

Die Bank of America bietet das kostenfreie Traden ab einer
Depoteinlage von 25.000 US-Dollar an. Allerdings fallen dann
einige Zusatzdienste weg, die ein Depot eigentlich attraktiv
machen: Kostenfreie Informationen über Aktien sind bei einem
solchen Depot eingeschränkt.

Ich bin nach wie vor von E-Trade überzeugt (Nein, ich erhalte
keine Provision dafür, daß ich E-Trade hier vorschlage). E-
Trade hat einen guten deutschsprachigen Support, Sie können
alles hier in Deutschland machen und die Formulare sind auf
Deutsch. Für ein Konto bei der Bank of America müssen Sie sich
mit einigen amerikanischen Besonderheiten auseinandersetzen.
Achten Sie aber darauf, daß Sie bei E-Trade nicht ein
deutsches, sondern ein US-Depot eröffnen.

Ja, der US-Zins ist besser als der Euro-Zins und ja, ich
erwarte nach wie vor einen festen US-Dollar. Vom aktuellen
Niveau bei 1,30 USD/EUR ist für den US-Dollar zumindest mehr
Aufwärts- als Abwärtspotential vorhanden.

==============================================================
06. BEOBACHTETE WERTE
==============================================================

Bitte beachten Sie auch den Kundenbereich auf meiner
Internetseite unter www.heibel-ticker.de. Dort finden Sie
aktuelle Charts mit meinen jeweils aktualisierten
Einschätzungen.

==========

Im Wochenverlauf habe ich zu mehreren Titeln Anmerkungen im
Kundenbereich der Webseiten verfaßt. Selten sind diese
Anmerkungen nur tagesaktuell, es reicht in der Regel, wenn Sie
einmal die Woche dort hinein schauen.

Auf der Einstiegsseite heibel-ticker.de sehen Sie im Ticker am
oberen Bildrand auf den ersten Blick, zu welchen Titel aktuelle
Anmerkungen erstellt wurden.

Hier nun die Übersicht über die offenen Positionen. Wie
angekündigt habe ich jeweils die langfristigen von den
spekulativen Positionen getrennt. Bei den langfristigen
Positionen werde ich in den kommenden Wochen jeweils eine
Risikostreuung berücksichtigen.

Weiter habe ich in Empfehlungen unterschieden, die vorwiegend
über die deutschen Börsen zu haben sind, und jenen, die Sie in
Ihr US-Depot kaufen sollten.

Insgesamt gibt es nun also vier Kategorien: Deutsches Depot
lang- und kurzfristig sowie US-Depot lang- und kurzfristig.

Unter „Änd“ steht die Gesamtveränderung seit Empfehlung. Unter
„Woche“ steht die Änderung zur Vorwoche. Unter „Empf.“ Steht
die Empfehlung, ob diese Position zu H-Halten, K-Kaufen, V-
Verkaufen ist oder mit einem SL-Stop Loss versehen werden
sollte.

Firma Kürzel Kauf am 5.1.06 Änd. Woche
Empf.
DEUTSCHES DEPOT
LANGFRISTIG
UBS UB0BL6 12.5.06 46,77 € 5% 3% H
Apple Comp. 865985 21.1.06 64,94 € 24% 2% NK
Goldbarren 100 gr. 13.10.06 1.491,00 € -4% -3% K
Goldmünze 20 Mk Wil 13.10.06 103,50 € -14% -3% K
GMAC 2010 5,75% 908511 24.3.06 -100% -100% H

SPEKULATIV
Yahoo! 900103 21.7.06 19,73 € -1% 3% H
ABB 919730 4.8.06 13,27 € 33% -2% SL
Nabors Ind. 662778 21.1.06 21,75 € -23% -4% H
Gold Zert. ABN 859341 17.2.06 47,97 € -2% -1% K
Berentzen AG 520163 28.7.06 6,15 € -12% 10% H

US-DEPOT
LANGFRISTIG
Goldman Sachs GS 23.6.06 199,05 0,327-0,002 H
Google GOOG 20.10.06 487,19 14% 6% H
Sears Holding SHLD 20.10.06 $166,04 -5% -1% K
DRD Gold A0DNZ1 3.11.06 $0,78 -40% -13% K
Gold&SilberfondsCEF 13.10.06 $8,90 10% -5% K

SPEKULATIV
Mastercard MA 23.6.06 $101,06 113% 3% SL
QUALCOMM QCOM 4.8.06 $38,69 7% 2% H
Marvell MRVL 17.4.06 $19,41 -22% 1% K
Microsoft MSFT 17.3.06 $29,64 7% -1% H
FedEx FDX 28.9.06 $107,53 1% -1% H
Gold ETF GLD 13.10.06 $60,16 3% -5% K
Silber ETF SLV 13.10.06 $121,80 6% -5% K
Fannie Mae FNM 10.11.06 $59,57 -1% 0% K


SL ABB auf 11,46 EUR
NK AAPL – siehe Kapitel 03 – Empfehlung einer Kaufoption

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Eine erfolgreiche Börsenwoche,
take share

Stephan Heibel
http://heibel-ticker.de


mailto:info@heibel-ticker.de

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07. DISCLAIMER / HAFTUNGSAUSSCHLUSS UND RISIKOHINWEISE
==============================================================

Wer un- oder überpersönliche Schreib- oder Redeweisen
nachmacht oder verfälscht oder nachgemachte oder verfälschte
un- oder überpersönliche Schreib- oder Redeweisen in Umlauf
setzt, wird mit Lust-, manchmal auch mit Erkenntnisgewinn
belohnt; und wenn alles gut geht, fällt davon sogar etwas für
Sie ab. (frei nach Robert Gernhardt)

Wir recherchieren sorgfältig und richten uns selber
nach unseren Anlageideen. Dennoch müssen wir jegliche
Regressansprüche ausschließen, die aus der Verwendung
der Inhalte des Heibel-Tickers entstehen könnten.

Die Inhalte des Heibel-Tickers spiegeln unsere Meinung
wider. Sie stellen keine Beratung, schon gar keine
Anlageempfehlungen dar.

Die Börse ist ein komplexes Gebilde mit eigenen Regeln.
Anlageentscheidungen sollten nur von Anlegern mit
entsprechenden Kenntnissen und Erfahrungen vorgenommen
werden. Anleger, die kein tiefgreifendes Know-how über
die Börse besitzen, sollten unbedingt vor einer
Anlageentscheidung die eigene Hausbank oder einen
Vermögensverwalter konsultieren.

Die Verwendung der Inhalte dieses Heibel-Tickers erfolgt
auf eigene Gefahr. Die Geldanlage an der Börse
beinhaltet das Risiko enormer Verluste bis hin zum
Totalverlust des eingesetzten Kapitals.

Es tut mir Leid, dass im Heibel-Ticker nicht die viel
versprechenden neuen Regeln der Rechtschreibreform
berücksichtigt werden, aber ich müßte Kopf stehen, um
diese zu verstehen.

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08. AN-/ABMELDUNG
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