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21.07.2006:
______________________________________________

H E I B E L - T I C K E R P L U S

F I N A N Z I N F O R M A T I O N E N

- Einfach einen Tick besser -
______________________________________________

DEUTSCHE BIBLIOTHEK : ISSN 1862-5436

1. Jahrgang - Ausgabe 29 (21.07.2006)
Erscheinungsweise: wöchentlich Freitag/Samstag
* Bitte Schriftart Courier einstellen *
(-;______________________________________________;-)

I N H A L T

01. INFO-KICKER: STARKE AUSSCHLÄGE DURCH DÜNNE UMSÄTZE
02. SO TICKT DIE BÖRSE: VERKÄUFER VERLIEREN LUST AM VERKAUFEN
03. AUSBLICK: VOLATILITÄT ZUR VORBEREITUNG AUF DIESEN HERBST
04. RISIKOSTREUUNG: ALLIANZ, DEPFA, LEONI, SIEMENS, EU-VAL
05. LESERFRAGE: CATERPILLAR, MANITOWOC, KUBOTA
06. BEOBACHTETE WERTE
07. CHARTTECHNIK DOW JONES, DAX & GOLD, Öl, $, €, Yen, Nikkei
08. DISCLAIMER / HAFTUNGSAUSSCHLUSS UND RISIKOHINWEISE
09. AN-/ABMELDUNG

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01. INFO-KICKER: STARKE AUSSCHLÄGE DURCH DÜNNE UMSÄTZE
==============================================================

Liebe Börsenfreunde,

Kursausschläge von 20 % und mehr in Einzelwerten sind in diesen
Tagen trauriger Beleg für meine Warnung vom Anfang Juli: Es
steht uns eine äußerst volatile Börsenphase bevor.

Dabei rauscht nicht nur eine Aktie wie Yahoo! um 20 % in den
Keller, sondern springt auch eine Aktie wie Apple um 12 % in
die Luft. Die Kursausschläge sind extrem, Grund dafür sind die
niedrigen Umsätze und der Umstand, dass die Häuptlinge der
Finanzbranche, diejenigen also, die etwas zu sagen haben, im
Urlaub sind und das Feld somit den Managern der zweiten Reihe
überlassen.

Lassen Sie sich nicht ins Bockshorn jagen und nutzen Sie die
heftigen Kursausschläge zu Ihrem Vorteil. Ich habe Ihnen heute
insbesondere im Kapitel 06 – Beobachtete Werte zu den einzelnen
Positionen genaue Anleitungen und Empfehlungen gegeben. Aber
auch im Kapitel 03 – Ausblick weise ich Sie auf zwei Verkäufe
und einen Kauf aus unserer Empfehlungsliste hin.

Alles redet von Bernanke, dem Chef der US-Notenbank. Jeden Tag
werden seine gleichen Worte anders gedeutet. Dabei hat er seit
einigen Monaten schon immer nur das Gleiche gesagt: "Weitere
Zinsschritte machen wir von den konjunkturellen Entwicklungen
abhängig". Dennoch wird diese Aussage fast täglich wiederholt
und fast zweimal täglich unterschiedlich gedeutet. Ich habe
Ihnen im heutigen Rückblick die wahren Gründe für die
Kursbewegungen aufgezeigt.

Auf den ersten Blick sieht das 5-Titel-Portfolio unseres Lesers
recht gut diversifiziert aus. Aber bei einer Detailbetrachtung
lassen sich doch noch deutliche Verbesserungen umsetzen.
Siemens und Leoni arbeiten in ähnlichen Branchen. Allianzh und
Depfa kann man zur Not durchgehen lassen. Mehr dazu im Kapitel
05 – Risikostreuung.

Die heutige Leserfrage über Caterpillar und Manitowoc, den
Baumaschinenhersteller sowie Krananbieter, streift eine
Branche, die gegen die Erwartungen unter Volldampf läuft.
Caterpillar hat gerade heute früh ein herausragendes
Quartalsergebnis vermeldet – das beste der
Unternehmensgeschichte. Und dabei könnte man denken, dass das
Unternehmen unter der rückläufigen Immobilienbranche leidet.
Dem ist nicht so, wie ich Ihnen in Kapitel 04 – Leserfragen
zeigen werde.

Ich wünsche Ihnen eine anregende Lektüre.

take share, Ihr
Börsenschreibel

Stephan Heibel

Chefredakteur und
Herausgeber des
Heibel-Ticker

P.S.: Lassen Sie mich Ihre Meinung, Kritik oder
Verbesserungsvorschläge wissen (selbst Lob ist willkommen ;-)
und schreiben Sie mir an leserbrief@heibel-ticker.de.

==============================================================
02. SO TICKT DIE BÖRSE: VERKÄUFER VERLIEREN LUST AM VERKAUFEN
==============================================================

Am Mittwoch erlebten wir eine kräftige Rallye an den Börsen.
Nach einer Vielzahl von negativen Tagen infolge des Krieges
Israels gegen den Libanon folgte am Mittwoch eine Rallye.

Zufällig gab der US-Notenbankchef Ben Bernanke am Mittwoch
bekannt, dass weitere Zinsschritte von den weiteren
Konjunkturdaten abhängen. Er wolle den Leitzins nicht zu hoch
schrauben, sagte er.

In den Medien konnten Sie somit am Mittwoch hören, dass
Bernankes Kommentare zu einer Aktienmarktrallye führten. Das
verkauft sich doch wesentlich besser als die Erklärung, dass
der Markt überverkauft war – es gab keine Verkäufer mehr, also
begannen die Kurse zu steigen.

Aber so ist das an der Börse: Die wahren Gründe treten nur
selten ans Tageslicht. Bernanke hatte nichts anderes gesagt,
als er schon nach der letzten Zinserhöhung am 29. Juni
verlauten ließ. Keine Neuigkeit also. Und aufgrund dessen
sollen die Aktienbörsen eine Rallye von über 2 % vollführen?
Nein, das glaube ich nicht.

Solche heftigen Rallyes benötigen immer einen entsprechend
vorbereiteten technischen Nährboden. Und der war eben gelegt,
nachdem über mehrere Tage hinweg jeden Tag niedrigere Kurse
geschrieben wurden. Selbst positive Überraschungen bei den
Quartalsberichten, wie von United Technologies beispielsweise,
wurden skeptisch aufgenommen.

Stellen Sie sich vor, es tritt eine veränderte Marktsituation
ein: Der Krieg in Israel. Sie verkaufen einige Positionen, die
unter dem Krieg leiden könnten, wie Technologieaktien
beispielsweise und kaufen stattdessen ein paar festverzinsliche
Papiere. Nun sind Sie zunächst zufrieden und warten auf weitere
Entwicklungen. Sie verkaufen nun also nichts mehr, bevor sich
nicht etwas an der Marktlage ändert. Sie sind also fertig.

In einer solchen Situation reicht es, wenn Sie aufhören zu
verkaufen, um die Kurse ansteigen zu lassen. Es muss nicht
immer einen fundamentalen Grund für Kursanstiege geben, sondern
das Ausbleiben neuer Verkaufsorders allein reicht schon, um den
Kursen Beine zu machen. Die wenigen Kauforders, die noch im
Markt sind, reichen, um die Kurse in die Höhe zu treiben.

Und genau das haben wir am Mittwoch gesehen. Die Bemerkungen
von Bernanke spielen da nur eine nebensächliche Rolle. Denn,
wenn Bernanke etwas Wesentliches gesagt hätte, und wenn die
Rallye aufgrund seiner Kommentare gestartet wäre, dann würde
die Rallye nicht am Folgetag schon wieder auslaufen.

Am Donnerstag sackte die Börse wieder ab. Es gab also keinen
Grund, das Aktienniveau anzuheben. Die technische Reaktion vom
Mittwoch wurde am Donnerstag teilweise wieder egalisiert. Ich
erwarte für die kommenden Tage weiter fallende Kurse.


WAS DIE KURSE DERZEIT BEWEGT

Die tatsächlichen fundamentalen Gründe ändern sich nicht so
schnell. Der Krieg Israels gegen den Libanon ist ein
belastender Faktor. Der Ölpreis notiert auf Rekordniveau und
führt zu höheren Energiepreisen. Die energiehungrige US-
Wirtschaft wird unter dem hohen Energiepreis leiden.

Wichtiger als die Kommentare Bernankes ist ein Blick auf die
Konjunkturdaten. Wie oft Bernanke den Leitzins noch anheben
wird, hängt von der Entwicklung der Konjunktur ab. Doch welche
Konjunkturdaten sind maßgeblich für Bernanke?

Sind es die Wachstumsraten der Unternehmen? Die
Investitionstätigkeit und der Arbeitsmarkt? Wenn es danach
geht, dann sollte Bernanke schon bald das Ende der
Zinserhöhungen verkünden. Die gestern veröffentlichten
Arbeitsmarktdaten zeigen einen deutlichen Anstieg der
Neuanträge auf Arbeitslosenunterstützung. Der Immobilienmarkt
wird von Neubauten überschwemmt, die Leerstände gehen nach
oben. Auf Seiten der Unternehmen gab es einige Gewinnwarnungen,
so dass auch hier ein Ende der Zinsanhebungen sinnvoll
erscheint.

Niemand aber weiß, wie wichtig für Bernanke die
Inflationsentwicklung ist. Der Produzentenpreisindex ist erneut
stärker angestiegen, als erwartet. Die preistreibende Wirkung
der hohen Rohstoffpreise wird nicht mehr lange auf sich warten
lassen. Wenn Bernanke die weltweit angestiegenen Rohstoffpreise
bekämpfen möchte, dann sind noch einige weitere Zinsanhebungen
zu erwarten.

An der Börse hofft man, dass Bernanke sich von den
Konjunkturdaten leiten lässt. Denn dann würde er die Wirtschaft
nicht mit weiteren Zinsanhebungen belasten wollen. Aber es wäre
nicht das erste Mal, dass die US-Notenbank versucht, die
weltweite Preisentwicklung zu beeinflussen. Und das würde
weitere Zinsschritte bedeuten.

Übrigens: Am gestrigen Donnerstag wurde das Protokoll der
letzten Sitzung der US-Notenbank veröffentlicht. Darin stand
erneut, dass weitere Zinsanhebungen von der Entwicklung
verschiedener Indikatoren abhängig gemacht werden. Also wieder
das Gleiche. Gestern fielen jedoch die Kurse an der Börse. Die
Medien wurden vorsichtig, doch auch gestern gab es einen
Sender, der genau dieses Protokoll für die Kursverluste
verantwortlich machte.

Sie sehen: Die Börse befindet sich in einem ständigen Auf und
Ab. Wie ich Ihnen vor einigen Wochen angekündigt habe, sehen
wir in den umsatzschwachen Sommerwochen starke Ausschläge, aber
ein neuer Trend entwickelt sich nicht. Egal, was die Fed sagt,
sie wird jedoch von den Medien für jegliche Kursbewegungen
verantwortlich gemacht. Lassen Sie sich nicht in die Irre
führen und warten Sie gemeinsam mit mir auf wirkliche
Neuigkeiten.


TECHNOLOGIEAKTIEN

In der vergangenen Woche habe ich Sie noch zu Geduld bei den
Technologieaktien aufgefordert. Diese Woche ging es jedoch
drunter und drüber im Technologiebereich. Während Yahoo! die
Einführung der neuen Werbefunktionalität verschob und Intel
einen Gewinneinbruch aufgrund des gestiegenen Preiskampfes
vermeldete, konnte Apple seinen Quartalsgewinn überraschend um
47 % steigern und IBM zeigt Wachstum in allen
Geschäftsbereichen. Entsprechend brach die Aktie von Yahoo! um
20 % ein, die von Intel um 8 %, hingegen legte Apple um 12 %
zu, IBM um 5 %.

Doch das Gesamtbild sieht recht düster aus: Intels Verlust
konnte man bislang noch immer auf die Stärke von AMD schieben,
denn die günstigen und qualitativ hochwertigen AMD-Chips jagen
seit einigen Quartalen Intel Marktanteile ab. Entsprechend
erwartete man bei AMD infolge des schlechten Intel-Ergebnisses
entsprechend bessere Umsatzzahlen. Doch das war nicht der Fall.
Auch AMD leidet unter der Zurückhaltung in der PC-Branche, der
Umsatz blieb hinter den Erwartungen zurück.

Dieser Doppelschlag von Intel und AMD wurde am heutigen Freitag
Morgen noch von Dell, dem weltgrößten PC-Verkäufer, bestätigt:
Das Unternehmen senkte heute seine Umsatz- und Ergebnisprognose
für das 2. Quartal bereits zum zweiten Mal. Erst am 9. Mai
wurde die Ergebniserwartung von 37 auf 33 Cents je Aktie
gesenkt. Nun, heißt es, rechne man mit lediglich 23 Cents je
Aktie.

Die Aktien von Dell sind am heutigen Freitag um 13 %
eingebrochen.

Microsoft konnte seine Aktionäre mit einem dicken
Aktienrückkaufprogramm beschwichtigen und entzog sich dadurch
der Weltuntergangsstimmung um Intel und Co.

Google, als Gegenstück zu Yahoo!, konnte tatsächlich positiv
überraschen. Der Gewinn fiel mit 2,49 US-Dollar je Aktie um 27
Cent höher aus als erwartet. Die Wachstumsstory bei Google ist
also noch immer voll intakt.

Mehr zu den hier aufgeführten Aktien lesen Sie im folgenden
Kapitel sowie im Kapitel 06 – Beobachtete Werte.

==============================================================
03. AUSBLICK: VOLATILITÄT ZUR VORBEREITUNG AUF DIESEN HERBST
==============================================================

Nochmals der Hinweis: Ich habe im Kapitel 06 – Beobachtete
Werte detailliert zu den Quartalsergebnissen einiger
Unternehmen Stellung genommen. Bitte beachten Sie die
Verkaufsempfehlung bei Freeport McMoRan sowie die
Teilverkaufempfehlung bei Apple. Am Ende dieses Kapitels
empfehle ich Ihnen den Wiedereinstieg bei Yahoo!.

Schauen Sie sich einmal die prozentualen Ausschläge der
Reaktionen auf die Quartalsergebnisse an. Ich habe nicht
geahnt, dass meine Warnung von Anfang Juli so zutreffend sein
würde: Aufgrund der fehlenden Häuptlinge auf dem Börsenparkett
und aufgrund der geringeren Handelsumsätze werden die
Kursausschläge aufgrund von einzelnen Meldungen um so heftiger
ausfallen, warnte ich damals. Und genau das ist nun
eingetreten.

Und dennoch, ich kann bei all diesen Meldungen keine wirklichen
Neuigkeiten erkennen. Ich gehe daher davon aus, dass die
meisten der heftigen Kursausschläge in den nächsten Wochen
wieder egalisiert werden.

Daher sollten Sie den Kurssprung bei Apple beispielsweise
nutzen, um erste Teile Ihrer Position zu verkaufen. Apple hat
im abgelaufenen Quartal die Umstellung auf die Intel Chips
vorbereitet. Ab Ende dieses Monats werden Apple Computer mit
Intel Chips ausgeliefert. Nun gab es ein überraschend starkes
Ergebnis im Computerbereich von Apple. Für mich ist dies
lediglich darauf zurückzuführen, dass alte Apple-Hasen noch
schnell die letzten Apple-Computer ohne Intel-Chips kaufen, um
sich vor den zu erwartenden Anfangsproblemen der neuen Computer
zu schützen. Erst die Umsatzentwicklung im kommenden Quartal
wird zeigen, wie erfolgreich die Intel-Chips bei Apple wirklich
sind.


TRADINGIDEEN

Alle vier Positionen sind in der abgelaufenen Woche weiter
abgesackt, obwohl der Ölpreis auf Rekordniveau verharrt. Wenn
der Ölpreis unter 60 US-Dollar rutschen würde, dann könnte ich
dieses Kursverhalten nachvollziehen. So jedoch halte ich diese
Kurse einfach für kurzfristig falsch. Wie gut, dass langfristig
die inneren Werte von Unternehmen zum Tragen kommen.

Statoil (STO, 675213, 22,22 Euro) gekauft zu 23 Euro. Halten,
denn Statoil wird von den nun anziehenden Ölpreisen
profitieren.

Nabors (NBR, 662778, 24,41 Euro) kaufen unter 26,50 Euro, über
28 Euro verkaufen (diese Spekulation nicht verwechseln mit der
Nabors-Position in der Empfehlungsliste).

Chesapeake (CHK, 28,86 USD) gekauft zu 30 US-Dollar, verkaufen
zu 33 US-Dollar. Kommenden Donnerstag, den 27.7., wird
Chesapeake sein Quartalsergebnis vermelden.

Foster Wheeler (FWLT, A0DNLG, 29,71 Euro) kaufen unter 34 Euro,
verkaufen zu 38 Euro.


==========

Ausgabe 15.01.06: Gesundes Wachstumsunternehmen

Yahoo!
US-Kürzel YHOO
WKN 900103
ISIN US9843321061
Börsenplatz Berlin
Kurs aktuell 20,55 EUR

Für einen Wiedereinstieg bei Yahoo! warteten wir auf eine
Konsolidierung unter 22 Euro.

Am Dienstag vermeldete Yahoo! sein Quartalsergebnis. Der Schock
lag darin, dass Yahoo! seine neue Version der
Vermarktungsmöglichkeiten der Suchabfragen noch nicht fertig
hat. Die neue Version wurde für diese Tage angekündigt, aber
erst bei der Pressekonferenz zum Quartalsbericht wurde bekannt
gegeben, dass man mit der Entwicklung noch nicht fertig sei.

Dies spielt dem Rivalen Google natürlich in die Karten, und wer
sieht, wie hart der Wettbewerb derzeit zwischen Google und
Yahoo! aussieht, der weiß, dass so was nicht passieren darf.

Die Aktien von Yahoo! wurden am folgenden Tag um 20 % in den
Keller geprügelt. Yahoo! fällt in die Kategorie der hoch
bewerteten Unternehmen und Spekulanten verkaufen erst und
stellen hinterher Fragen, wenn etwas nicht optimal läuft.

Damit hat Yahoo! nun ein KGV von 32. Das Wachstum beträgt 28 %
p.a. Für mich hat Yahoo! damit wieder ein Niveau erreicht, das
sich für einen ersten Einstieg eignet. Dennoch befürchte ich,
dass Shortseller in den kommenden Wochen noch tiefere Kurse
herbeiführen werden.

Kaufen Sie daher zunächst eine kleine Position unter 20 Euro.
Halten Sie sich bereit, bei 17 Euro nachzukaufen.

Das Risiko halte ich auf dem aktuellen Niveau langfristig für
sehr gering, da das Unternehmen mit der aktuellen
Geschäftsentwicklung schon bald in diese Bewertung
hineingewachsen sein wird, selbst wenn die Einführung neuer
Produkte nicht ganz reibungslos läuft.


NÄCHSTE WOCHE

Kommende Woche werden wir am Montag von Pharmagiganten wie
Merck und Shering Plough die Quartalsergebnisse bekommen.

Am Dienstag werden Amazon und Sun Microsystem mit vermutlich
wieder einmal schlechten Quartalszahlen auf dem Techsektor
lasten.

Achten Sie auch auf United Parcel Service (UPS): Das
Logistikunternehmen ist ein guter Indikator für die
Wirtschaftstätigkeit der Industrieunternehmen. Wird viel
verschickt, dann ist dies ein gutes Zeichen für die Konjunktur.

General Motors am Mittwoch wird keine Überraschung mehr parat
haben, denn alle Meldungen und Zahlen wurden in den letzten
Wochen zur Genüge durchgenommen.


Die kommenden Sommerwochen eignen sich hervorragend, um Ihre
Depotstruktur anzupassen. Nutzen Sie Kursausschläge nach oben,
um sich von unliebsamen Positionen zu trennen und
Kursausschläge nach unten, um neue Positionen aufzubauen.

Zum Herbst hin werden wir mit einer schwächeren Konjunktur
rechnen müssen. Die Rohstoffpreise werden auf hohem Niveau
verharren und somit eine doppelte Belastung neben dem hohen
Zinsniveau darstellen.

Es ist also ratsam, ein paar defensivere Positionen einzugehen.
Hierzu zähle ich insbesondere Whole Foods Market, oder auch
Amgen. Daneben sollten Sie auch etwas im Finanzsektor
investiert sein: UBS, Mastercard und Goldman Sachs habe ich
Ihnen hierzu ans Herz gelegt.

Der inzwischen völlig ausgebombte Technologiebereich wird wohl
noch einige weitere Bomben abbekommen. Zum Herbst hin erwarte
ich aber auch hier eine deutliche Verbesserung der Stimmung -
und damit der Kurse.


==============================================================
04. RISIKOSTREUUNG: ALLIANZ, DEPFA, LEONI, SIEMENS, EU-VAL
==============================================================

Nur wer ein diversifiziertes Portfolio hat, wer also in seinem
Depot eine gesunde Risikostreuung verwirklicht hat, wird bei
plötzlichen Korrekturen wie in diesen Tagen dennoch gut
schlafen können. Spekuliert wird hier im Heibel-Ticker nur mit
einem kleinen Teil des Vermögens. Der Rest wird auf solide Füße
gestellt.

Es folgt nun eine Analyse auf Risikostreuung von den 5 größten
Positionen eines Lesers. Dabei werde ich weniger auf die
einzelnen Werte eingehen, als viel stärker auf die Branchen, in
denen sie wirtschaften. Lassen Sie mich Ihre Meinung zu dieser
Analyse wissen und schicken Sie mir Ihre 5 größten Positionen
an Risikostreuung@heibel-ticker.de. Bitte unterschreiben Sie
mit Ihrem Vornamen und der Stadt, in der Sie leben. Diese
Information wird dann veröffentlicht.

==========

Sehr geehrter Herr Heibel,

ich bitte um Ihre Analyse für die 5 folgenden Werte aus meinem
Depot :

Allianz (840400)
Depfa-Bank (765818)
Leoni (540888)
Siemens (723610)
JP Morgan-Europe Strategic Val. / Actions (775206; Fond)

Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen, Ernst aus Heroldsberg


ANALYSE

Allianz ist das weltgrößte Versicherungsunternehmen. Mit einem
KGV von 10 scheint das Unternehmen günstig bewertet, allerdings
wird für das Jahr 2007 ein kräftiger Umsatzrückgang aufgrund
des Verkaufs von Unternehmensteilen erwartet.

Die Depfa Bank hat sich spezialisiert auf die Finanzierung von
Investitionsvorhaben der öffentlichen Hand. Damit ist das
Ausfallrisiko bei den Krediten der Depfa Bank sehr gering,
jedoch ist auch die Gewinnmarge sehr klein. Das Unternehmen
muss durch Volumen wachsen, und zwar indem es auch im Ausland
an Behörden herantritt. Bislang ist dies gelungen, das
Umsatzwachstum beträgt 12 % p.a. Dafür ist das Bewertungsniveau
mit einem KGV von 9 günstig.

Leoni liefert die Verkabelung für Autos. Wenn Sie bedenken,
dass jedes Auto heutzutage rund 500 km Kabel unter der
Karosserie versteckt, dann wird Ihnen die Bedeutung des
Geschäfts schnell bewusst. Allerdings herrscht in der
Autoindustrie der Rotstift und als Zulieferer bekommt Leoni
dies besonders hart zu spüren. Dennoch wächst Leoni mit rund 8
% p.a., der aktuell Ertrag sogar mit 40 %. Das KGV von 9 deutet
hier auf eine günstige Aktie.

Siemens brauche ich nicht vorstellen. Das KGV steht bei 12,
Wachstum ist jedoch nicht vorhanden. Der Zusammenschluss der
Mobilfunksparte mit Nokia war eher eine Notlösung im globalen
Wettbewerb, als ein genialer ertragsbringender Schachzug. Große
Sprünge erwarte ich nicht von Siemens.

Ihre fünfte Position ist ein Fonds, der in sich wiederum eine
Streuung enthält. Einzelheiten zu dem Fonds sind mir nicht
bekannt, dem Namen entnehme ich, dass es sich um europäische
Value-Aktien, Aktien also mit niedrigem Bewertungsniveau,
handelt.


Fazit:

Damit haben sämtliche Ihre Positionen ein günstiges
Bewertungsniveau. Sie scheinen ein absoluter Value-Investor zu
sein. Sie haben zwei Finanzwerte (Depfa und Allianz) sowie zwei
Elektronikkonzerne (Siemens und Leoni). Wenngleich die
Geschäftsfelder sich nicht direkt überschneiden, so sind die
Branchen, in denen die beiden Elektrokonzerne tätig sind, doch
die gleichen. Ich würde daher beispielsweise Siemens aus dem
Depot schmeißen.

Mit Depfa und der Allianz haben Sie zwar zwei Finanztitel, aber
die Geschäftsfelder sind unterschiedlich genug und das Geschäft
der Allianz hängt im Gegensatz zu dem der Depfa nicht so stark
von der Zinsentwicklung ab, so dass ich die beiden als
ausreichend unterschiedlich erachten würde.

Es fehlt Ihnen ein rohstoffnahes Unternehmen oder als Value-
Investor vielleicht direkt ein Rohstoff. Das Gold-Zertifikat
von ABN-Amro, welches ich in meine Empfehlungsliste vorschlage,
würde sich eignen. Für einen Einstieg würde ich jedoch auf eine
Korrektur warten.

Auch ein Unternehmen aus der Energiebranche sollten Sie meiner
Ansicht nach in Ihr Depot aufnehmen. Der Ölpreis steht über 70
US-Dollar und Sie haben nicht die geringste Möglichkeit, den
hohen Benzinpreis durch ein paar Aktiengewinne zu kompensieren.


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05. LESERFRAGE: CATERPILLAR, MANITOWOC, KUBOTA
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FRAGE : CATERPILLAR, MANITOWOC

Hallo Herr Heibel,

ich lese bereits seit längerem - auch schon zu den guten
"iwatch"-Zeiten - mit großer Aufmerksamkeit und Begeisterung
Ihren Börsenbrief und möchte mir nun auch einmal erlauben, Sie
nach Ihrer Meinung zu zwei Titeln zu fragen, die ich
grundsätzlich für moderat bewertet und aussichtsreich halte,
bei denen ich mir allerdings über den besten Zeitpunkt für
einen Einstig noch nicht im Klaren bin:

Caterpillar (CAT)
Manitowoc (MTW)

Vielen Dank im voraus, und weiter so!
Ihr Carsten aus Eppstein

ANTWORT :

Caterpillar (CAT)

Na, mit Caterpillar haben Sie einen Volltreffer gelandet: Heute
hat Caterpillar sein Quartalsergebnis vermeldet. Der
Gewinnanstieg beträgt 38 % im Vergleich zum Vorjahresquartal.
Die Umsätze stiegen um stolze 13 % auf 10,6 Mrd. US-Dollar.
Beide Zahlen liegen deutlich über den Erwartungen der
Analysten.

Caterpillar leidet derzeit unter dem Image, an die
Immobilienindustrie angehangen zu sein. Natürlich kennen Sie
die gelben CATs Baugeräte von sämtlichen Baustellen weltweit.
Und der Immobiliensektor in den USA ist eingebrochen. Es werden
weniger neue Häuser gebaut und es wird weniger umgebaut. Kurz:
Es wird weniger gebaut und folglich werden auch weniger
Baumaschinen nachgefragt.

Doch das ist nur die halbe Wahrheit. Denn CATs werden nicht nur
beim Hausbau in den USA eingesetzt, sondern auch im Rest der
Welt. Und der Immobiliensektor ist ein lokaler Markt. Irgendwo
wird immer gebaut – und wenn es derzeit in Hamburg und Berlin
ist.


Gleichzeitig baut Caterpillar aber auch Baumaschinen für die
Industrie. Also dort, wo Autobahnen in China gebaut werden,
dort werden Sie CATs sehen. Und auch die Vorbereitungen für die
Fußball-WM in Südafrika führen zu einer regelrechten Bauwut.

Teile des schwachen Immobilienmarktes in den USA können von
Caterpillar also durch weltweite Streuung ausgeglichen werden.

Zusätzlich verkennen die meisten, dass Caterpillar auch
Baumaschinen für den Bergbau herstellt. In den Minen, wo Kohle,
Gold und anderes abgebaut wird, sind CATs im Einsatz. Und wie
Sie wissen, haben wir derzeit ein Versorgungsproblem bei
Rohstoffen. Es kann nicht genug produziert werden, um die
Nachfrage zu befriedigen.

Und wenn ein Gut knapp und gesucht ist, dann steigt der Preis.
So konnte Caterpillar in den vergangenen Monaten deutliche
Preissteigerungen durchsetzen. Von Rabatten spricht in dieser
Branche derzeit niemand mehr.

Ein guter Teil des Unternehmensergebnisses ist auf die
Möglichkeit zurückzuführen, deutlich höhere Preise zu
verlangen. Und davon gibt es nicht viele Branchen, in denen
Preiserhöhungen durchgesetzt werden können.

Caterpillar ist also derzeit eines der attraktivsten
Unternehmen. Schauen wir uns einmal die Bewertung an:

Ein KGV von 15 bei einem erwarteten Umsatzwachstum von 11 % ist
günstig. Ich bin bereit, für gute Unternehmen mit
Wachstumsaussichten bis zu dem zweifachen der Wachstumsrate zu
zahlen – der Kurs könnte also noch gut auf 100 US-Dollar
steigen.

Das Unternehmen hat einen extra Finanzierungszweig, der die
teuren Baumaschinen erschwinglich machen soll. Insgesamt 25
Mrd. US-Dollar langfristige Schulden stehen einer geringen
Barreserve von 650 Mio. US-Dollar gegenüber. Die
Finanzierungsquote ist mit 2,8 hoch, aber nicht
branchenunüblich.


Manitowoc (MTW)

Für Manitowoc gilt ähnlich wie für Caterpillar: Das Unternehmen
wird häufig nur mit der Immobilienbranche in Verbindung
gebracht. Dabei werden die Baukräne von Manitowoc auch bei
Infrastrukturprojekten sowie bei Ölbohrungen eingesetzt.

Die Baukräne gibt es in mobiler Ausführung, stationär und sogar
in besonderer Ausführung für Hochseeanwendungen.

Der Umstand, dass in den USA nicht mehr so viele neue
Einfamilienhäuser gebaut werden, dürfte für Manitowoc kaum eine
Auswirkung haben. Denn gerade einmal 21 % des Umsatzes kommen
aus diesem Bereich.

Das Bewertungsniveau von Manitowoc ist mit einem KGV von 25
recht günstig, denn das Umsatzwachstum beträgt 24 %. Die Bilanz
sieht gesund aus. Die langfristigen Schulden von 480 Mio. US-
Dollar sind zur Hälfte durch die Barreserven gedeckt. Das
Kurs/Umsatz-Verhältnis liegt unter 1. Die operative Marge von 7
% spült genug Barreserven in die Kasse, um die Schulden zu
bedienen und weitere Investitionsspielräume zu bewahren.

Auch Manitowoc ist international aufgestellt, 50 % des Umsatzes
kommt aus Europa, 41 % aus Amerika und 9 % aus Asien.

Damit haben wir aber auch schon den Unterschied zu Caterpillar:
Mit einem Schwerpunkt in Europa und Amerika fehlt Manitowoc das
Asiengeschäft – und genau dort findet ein Großteil des
weltweiten Wachstums statt.

Ich erwarte also für Manitowoc ebenfalls ein gutes
Quartalsergebnis am kommenden Donnerstag, den 27.7., jedoch
dürfte sich die positive Überraschung in Grenzen halten. Denn
zusätzlich zum fehlenden Asiengeschäft war Manitowoc stark am
Wiederaufbau der Südstaaten der USA nach den Hurrikanes des
vergangenen Sommers beteiligt. Diese Projekte führten zu einem
besonderen Wachstum in den vergangenen Quartalen, dieses
Wachstum ist nun aber eingepreist.


Kubota (KUB)

Als treuer Leser kennen Sie vermutlich meine derzeitige
Vorliebe für japanische Aktien. Ein weiterer
Schwermaschinenproduzent heißt Kubota. Dieses Unternehmen baut
vorwiegend Landwirtschaftsmaschinen und wird somit von der
nächsten von mir erwarteten Hausse im Agrarbereich profitieren.

Bislang sind die Agrarpreise noch nicht angezogen, die
Rohstoffhausse hat den Agrarbereich noch außen vor gelassen.
Demzufolge ist auch das Wachstum bei Kubota derzeit eher mäßig,
die Gewinnsituation unbefriedigend.

Gleichzeitig verliert der Yen immer mehr an Wert und Kubotas
Maschinen werden auf den Weltmärkten immer günstiger.

Das KGV liegt bei 15, das Kurs/Umsatz-Verhältnis ist mit 1,25
okay. Ich werde Kubota in der Zukunft im Auge behalten und
gegebenenfalls als weiteren Samurai in meine Empfehlungsliste
aufnehmen.


BESTER KAUFZEITPUNKT

Caterpillar befindet sich seit Ende 2002 in einem steilen
Aufwärtstrend. Von damals 17 US-Dollar ist der Kurs bis heute
auf 69 US-Dollar angestiegen. Kurzzeitig notierte die Aktie im
Mai sogar schon über 80 US-Dollar.

Wenn Sie eine langfristige Anlage erwägen (ca. 18 Monate), dann
hat sich die 200-Tages-Durchschnittslinie als Unterstützung
bewährt. Diese verläuft derzeit bei 67 US-Dollar. Sie sehen,
auch die jüngste Korrektur hat den Kurs nur bis zu dieser Marke
zurück geführt.

Kurse unter 70 US-Dollar sind in meinen Augen auf Sicht von 18
Monaten Kaufkurse.


Mit Manitowoc verhält es sich ähnlich wie mit Caterpillar: Der
Kurs begann seinen steilen Aufwärtstrend Anfang 2003 bei 8,50
US-Dollar und steht heute bei 36,81 US-Dollar. Anfang Mai
erreichte der Kurs sogar kurzzeitig 55 US-Dollar.

Die 200-Tages-Durchschnittslinie hat sich auch bei dieser Aktie
als verlässliche Unterstützung bewährt. Sie verläuft aktuell
bei 35,87 US-Dollar. Damit befindet sich die Aktie derzeit mit
Kursen unter 37 US-Dollar auf einem guten Einstiegsniveau.

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06. BEOBACHTETE WERTE
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Bitte beachten Sie auch den Kundenbereich auf meiner
Internetseite unter www.heibel-ticker.de. Dort finden Sie
aktuelle Charts mit meinen jeweils aktualisierten
Einschätzungen.

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Ausgabe 07.07.06: Japans Samurais wieder attraktiv

Kyocera
WKN 860614
Börse Berlin
Kurs aktuell 59,12 Euro
Gekauft zu 58 EUR
Kauflimit vom Januar 06: 64 Euro

Mitsubishi UFJ
WKN A0HF5M
Börsenplatz Frankfurt
Kurs aktuell 11,97 Euro
Kauflimit vom Januar 06: 10 Euro

Honda Motor
WKN 853226
Börsenplatz Frankfurt
Kurs aktuell 24,30 Euro (splittbereinigt)
Kauflimit 23,25 Euro (splittbereinigt)

Mit einem Wochentief bei 23,60 wurde unser Einstiegsniveau nur
knapp verfehlt.

==========

Ausgabe 27.01.06: Japan

Matsushita
US-Kürzel MC
WKN 853666
ISIN JP3866800000
Börsenplatz Frankfurt
Kurs aktuell 14,90 EUR / 18,52 USD
Gekauft zu durchschnittlich 16,65 EUR,
Der japanische Elektronikkonzern Matsushita wird mit seinen
Marken wie JVC und Panasonic weiter vom anziehenden
Exportgeschäft profitieren.

Diese Woche hat Panasonic gleich fünf neue Digitalkameras auf
den Markt gebracht. Flagschiff ist die Lumix FZ50 für 650 US-
Dollar. Damit versucht Panasonic, den von Nikon, Canon und
Olympus dominierten Markt der digitalen Spiegelreflexkameras
anzugreifen, ein Segment, das im Gegensatz zu den digitalen
Sucherkameras noch deutliches Wachstumspotential enthält.

Panasonic verwendet stets Leica-Objektive, so dass ich an der
optischen Qualität nicht zweifeln möchte. Allerdings ist es
schwer, neue Marktanteile zu gewinnen, da gerade die Objektive
über mehrere Kamera-Generationen hinweg bestand haben und
selbst Hobby-Photographen dadurch nur selten auf neue Marken
umsteigen.

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Ausgabe 07.07.06: Günstige Einstiegsgelegenheiten für den
Sommer

Paychex
US-Kürzel PAYX
WKN 868284
ISIN US7043261079
Kurs aktuell 28,42 EUR / 35,57 USD
Gekauft zu 29 EUR / 37 USD
Spekulation auf gute Zinsgewinne dank hohem Zinsniveau

Paychex hat die Zahlung der Quartalsdividende von 16 Cent auf
den 15. August festgelegt.

Das IBM-Quartalsergebnis, welches positiv aus dem Reigen der
Quartalsergebnisse hervorstach, hat bereits gezeigt, dass meine
Erwartung eingetroffen ist: Das Geschäft mit ausgelagerten
Personalbuchhaltungen, welches auch bei IBM eine wesentliche
Rolle spielt, hat ein überproportional gutes Ergebnis
erwirtschaftet. Die Aktie ist auf dem aktuellen Niveau für mich
noch immer ein Kauf.


Amgen
US-Kürzel AMGN
WKN 867900
ISIN US0311621009
Kurs aktuell 51,44 EUR / 65,61 USD
Gekauft zu 52 EUR / 66 USD
Nicht-Zyklische Aktie auf niedrigem Bewertungsniveau

Gestern Abend hat Amgen sein Quartalsergebnis veröffentlicht.
Der Gewinn ist zurück gegangen, dies war jedoch aufgrund der
Übernahme von Abgenix erwartet worden. Gleichzeitig ist der
Umsatz stärker angestiegen, als erwartet. Auch die Prognosen
wurden kräftig nach oben korrigiert.

Der Aktienkurs ist nachbörslich aufgrund der Meldung um 5 %
nach oben gesprungen. In Deutschland notiert die Aktie heute
bereits bei 52,58 Euro. Rücksetzer unter 52 Euro können Sie
weiterhin für Käufe nutzen.

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Ausgabe 30.06.06: Steigen Sie frühzeitig in Finanztitel ein

US-Kürzel GS
Kurs aktuell 145,18 USD
Gekauft zu 150 USD
Warten auf das Ende der Zinsanhebungen, dann steht Kursrallye
bevor


Mastercard
US-Kürzel MA
Kurs aktuell 45,55 US-Dollar
Gekauft zu 47,50 US-Dollar
Ziel 100 US-Dollar bis Mitte 2007
Expansion in Asien und anhaltende Ertragskraft

JP Morgan hat am Mittwoch sein Quartalsergebnis veröffentlicht.
Trotz des steigenden Zinsniveaus hat JP Morgan einen kräftigen
Gewinnschub verzeichnet. Wie ich Ihnen angekündigt habe
erwirtschaften die Finanzinstitute inzwischen den Großteil
ihrer Gewinne mit zinsunabhängigen Produkten wie Derivaten und
Strategieberatung. Auch Goldman Sachs wird weiterhin eine gute
Geschäftsentwicklung haben.

Mastercard profitiert von den erschwerten Bedingungen für die
Anmeldung von Insolvenzen in den USA. Dadurch sind die
Zahlungsausfälle deutlich zurück gegangen.

Beide Aktien können Sie weiterhin kaufen.

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Ausgabe 12.05.06: Finanzbeimischung für unsere Empfehlungsliste

UBS AG
US-Kürzel UBS
WKN 914830
ISIN CH0012032030
Kurs aktuell 86,25 EUR / 51,24 USD nach Aktiensplitt 2:1
Gekauft zu durchschnittlich 89,50 EUR / 53,87 USD
Nachgekauft zu 83 EUR / 46,5 USD Finanzbeimischung für unsere
Empfehlungsliste, UBS profitiert von guten Anlageerfolgen und
der Schaffung von Finanzprodukten

Halten.

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Ausgabe 02.06.06: Nicht-Zyklische Aktien zur Risikostreuung

Whole Foods Market
US-Kürzel WFMI
WKN 886391
ISIN US9668371068
Kurs aktuell 46,26 EUR / 57,73 USD
Erste Position gekauft zu 51,50 EUR / 65,50 USD
Nachgekauft zu 47 EUR / 58 USD
Nicht-zyklischer Bioladen, abhängig von Binnennachfrage,
unabhängig von Wechselkursschwankungen

Wir befinden uns in einer Marktphase, in der alle Aktien mit
hohen Bewertungsniveaus ausverkauft werden. Whole Foods Market
mit seinem KGV von 48 ist teuer, selbst wenn Sie das jährliche
Umsatzwachstum von 20 % dagegen halten. Erst eine gebändigte
Inflation und ein dadurch friedlich gestimmter Notenbankchef
Ben Bernanke werden dieser Aktie zu einer Rallye verhelfen. Auf
diesen Augenblick warten wir.

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Ausgabe 12.05.06: Risikostreuung als Nervennahrung für Sie

General Motors
US-Kürzel GM
WKN 850000
ISIN US3704421052
Kurs aktuell 22,53 EUR / 28,55 USD
Gekauft zu 19 EUR / 24 USD
Spekulation auf Wechsel von "katastrophal" auf "nicht mehr ganz
so schlecht"

Der Verkauf von GMAC, der Finanzzweig von GM, ist heute einen
guten Schritt voran gekommen: Die Pensionsverpflichtungen von
GMAC werden im Falle eines Problems nicht auf die Eigner von
GM-Anleihen übertragen. Ein richtiger und wichtiger Schritt zur
Unabhängigkeit und damit Handlungsfreiheit GMs. Halten.

Viel wichtiger ist diese Entscheidung jedoch sogar für unsere
Unternehmensanleihe, wie Sie weiter unten sehen werden.


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Headwaters
US-Kürzel HW
WKN 909698
ISIN US42210P1021
Kurs aktuell 16,35 EUR / 20,92 USD
Gekauft zu durchschnittlich 19,20 EUR / 25,85 USD
Nachgekauft zu 18 Euro
Eigner des Prozesses zur Herstellung flüssigen Brennstoffs aus
Kohle

Kirk Benson, CEO von Headwaters, gab am Dienstag ein Interview.
Leider konnte ich den Aussagen Bensons nichts Positives
entnehmen, denn er behauptete, dass er keine Erklärung für den
Kursverfall der vergangenen Wochen habe. Er gab sich sehr
verhalten und defensiv, als ob er noch schlimmeres befürchte.

Das ist kein gutes Zeichen in meinen Augen. Wenn selbst der CEO
einer Firma ratlos ist, dann gerät die Aktie zum Spielball von
Spekulanten. Dabei hätte er leicht in die Offensive gehen
können, denn das KGV des Unternehmens ist mit 10 extrem günstig
und das bei einer Wachstumsrate von 20 % p.a. Zumal der Ölpreis
auf Rekordhöhen notiert und die Energiebranche immer stärker in
das öffentliche Interesse rückt.

Nächsten Donnerstag, am 27. Juli, wird das Quartalsergebnis
veröffentlicht, bis dahin bleibe ich defensiv und warte ab.

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Ausgabe 24.02.06: Solarunternehmen

Solar-Fabrik
WKN 661471
ISIN DE0006614712
Kurs aktuell 10,25 EUR
Gekauft zu 13,20 EUR
Ziel 20 EUR bis Herbst 2006

Im Tagesverlauf des vergangenen Montags rutschte der Kurs
kurzfristig auf 9,04 Euro. Ein völlig überzogener Kursrutsch,
der in meinen Augen lediglich technisch bedingt sein kann ...
oder es hat sich wieder einmal ein institutioneller Anleger ein
paar Stopp Loss Kurse zunutze machen wollen.

Zum Glück habe ich Ihnen lange Ausführungen darüber
geschrieben, dass eine Stopp Loss Marke nur auf Basis des
Tagesschlusskurses gilt, damit solche kurzfristigen
Manipulationen nicht zu falschen Aktionen führen. Der Kurs
schloss am Montag bereits wieder bei 9,98 Euro, unser Stopp
Loss zog daher nicht.

Noch immer können Sie die Solar-Fabrik unter 12 Euro erhalten.
Zur Sicherheit beachten Sie bitte das Stopp Loss bei 9,70 Euro.


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Ausgabe 21.01.06: Ölbohrunternehmen

Nabors Industries
US-Kürzel NBR
WKN 662778
ISIN BMG6359F1032
Börsenplatz München
Kurs aktuell 24,40 EUR
Gekauft zu durchschnittlich 28,25 EUR,

Die Hurrikane-Saison steht unmittelbar bevor, weitere
Kursrückschläge erwarte ich nun nicht mehr.

Den Stopp Loss setze ich aufgrund der großen Volatilität etwas
enger bei 24 Euro an. Nabors ist nach wie vor mein Favorit für
die kommende Erholungsphase. Auf Sicht bis Ende des Jahres
sollte der Kurs in Richtung 50 Euro marschieren.

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Ausgabe 17.04.06: Mobilfunktechnologie & Quartalsergebnisse

Marvell Technology Group
US-Kürzel MRVL
WKN 930131
ISIN BMG5876H1051
Kurs aktuell 29,49 EUR / 36,52 USD
Gekauft zu durchschnittlich 40 EUR / 50 USD
Ziel 112,20 USD bis Ende 2006
Funkchips für Handys, Spielekonsolen, Laptops und
Digitalkameras, einer der wenigen Wachstumsmärkte der
Technologiebranche. Marvell hat einen 2:1 Aktiensplitt per 25.
Juli beschlossen.

Marvell scheint von Shortsellern entdeckt zu sein. Das hohe KGV
von 33 dient als Grund für einen anhaltenden Ausverkauf. Da
spielt es auch keine Rolle, dass das Wachstum weiterhin bei 30
% p.a. bleiben soll. Diese Technologieaktie strapaziert unsere
Nerven – zum Verkaufen halte ich es aber für zu spät.

Die Übernahme der Intelsparte Handychips muss erst verdaut
werden. Neuigkeiten zur Untersuchung über die Rückdatierung von
Optionen gibt es nicht. Halten.


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Ausgabe 24.03.06: GMAC-Ausgliederung & Werbung in Spielen

Electronic Arts
US-Kürzel ERTS
WKN 878372
ISIN US2855121099
Kurs 35,95 EUR / 45,04 USD
Gekauft zu 43,50 EUR / 52,50 USD
Nachgekauft zu 34 EUR / 43 USD
Neue Umsätze durch 3. Spielegeneration (Xbox 360, PS2, Wii)
sowie zusätzliche Werbeeinnahmen – jedoch erst ab Jahresende.

Der Kurs stabilisiert sich. Unter 34 Euro / 43 US-Dollar können
Sie noch immer kräftig nachkaufen.


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Ausgabe 17.03.06: Technologieentwicklungen

Microsoft
US-Kürzel MSFT
WKN 870747
ISIN US5949181045
Kurs 18,16 EUR / 22,85 USD
Gekauft zu 22,50 EUR / 27,75 USD
Xbox 360, Vista und Mobilfunkgeräte sorgen für Wachstum, das
neue Betriebssystem Vista jedoch lässt auf sich warten

Gestern Abend hat das Unternehmen sein Quartalsergebnis bekannt
gegeben. Aufgrund des angekündigten heftigen
Investitionsprogramms erwarteten Analysten bereits einen
Gewinnrückgang, dieser fiel nun jedoch geringer aus, als
befürchtet. Microsoft verdiente im abgelaufenen Quartal 28
Cents je Aktie. Der Umsatz stieg um 16 % auf 11,8 Mrd. US-
Dollar an. Halten.

Gleichzeitig gab das Unternehmen ein Aktienrückkaufprogramm von
20 bis 40 Mrd. US-Dollar bekannt. Bei Barreserven von 30 Mrd.
US-Dollar dürfte damit die Kasse nahezu aufgelöst werden.

Anlegern haben diese Maßnahmen gefallen, der Aktienkurs stieg
nachbörslich um 5 %. In Deutschland notiert die Aktie heute
Vormittag bereits mit 4,25 % bei 18,95 EUR im Plus. Halten.


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Ausgabe 24.03.06: GMAC-Ausgliederung & Werbung in Spielen

General Motors Acceptance 10 Jahre
Laufzeit noch bis 27.9.2010
WKN 908511
ISIN XS0177329603
Nominalzins: 5,75 %
Kurs aktuell 98,25 EUR
Gekauft zu 92 EUR

Hochverzinsliche Euro-Anleihe mit Kurschance. Unsere Rendite um
7,75 % p.a. bis Endfälligkeit, auf aktuellem Kursniveau beträgt
die Rendite noch 6,232 %. Kurse unter 95 % halte ich weiterhin
für gute Kaufkurse.

Die Vereinbarung zwischen GMAC und den Anleiheneignern (siehe
unter GM weiter oben) hat dem Kurs natürlich Beine gemacht. Es
ist genau das eingetreten, was ich Ihnen vor drei Monaten in
Aussicht gestellt hatte: Die Anleiheneigner werden nicht für
die Pensionsverpflichtungen, die über GMAC abgewickelt werden,
zur Verantwortung gezogen. Damit ist der Löwenanteil der
Verbindlichkeiten von GM vom Tisch, eine Rückzahlung der GM-
Anleihe ist nunmehr ziemlich sicher.

Für die nächsten Wochen erwarte ich irgendwann entsprechend
eine Aufwertung der GM Aktien und somit auch der GM Anleihen,
die dann ihren Junkbondstatus wieder los werden. Neben der
ohnehin schon attraktiven Verzinsung haben Sie somit dann
zusätzlich noch gute Kursgewinne erzielt.


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Ausgabe 30.03.06: Süd- und mittelamerikanische Marktführer

Southern Copper
US-Kürzel PCU
WKN A0HG1Y
ISIN US84265V1052
Kurs aktuell 71,70 EUR / 87,20 USD
Gekauft zu 70,51 EUR / 85 USD
Kupferproduzenten aus Peru mit weltweit günstigsten
Produktionskosten, konservative Regierung in Peru gibt
Rechtssicherheit

Auf Sicht von 12 Monaten sollte der Kurs wieder deutlich über
80 Euro / 100 US-Dollar steigen. Halten.

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Ausgabe 10.03.06: Rohstoffunternehmen

Freeport McMoRan
US-Kürzel: FCX
WKN: 896476
ISIN: US35671D8570
Kurs aktuell 42,61 EUR / 51,21 USD
Gekauft zu 42 EUR / 50 USD
Langfristanlage

Auch Freeport McMoRan hat sein Quartalsergebnis vermeldet. Die
Produktion in Indonesien, die größte Produktionsstätte des
Unternehmens, war von Streiks und politischen Unruhen sowie von
Naturkatastrophen beeinträchtigt worden. Es wurde entsprechend
ein schlechtes Quartal erwartet. Die positive Überraschung war
der hohe Gewinn des Unternehmens, aufgrund des hohen
Kupferpreises konnte das Unternehmen die Profitabilität
deutlich steigern.

Allerdings wurden die Umsatzprognosen für Gold und Kupfer
gesenkt. Neue Vermessungstechnologien deuten auf eine
langsamere Produktionsgeschwindigkeit, als derzeit angenommen.
Somit wurden die Umsatzprognosen um 3-4 % bis zum Jahr 2008
gesenkt.

Ich fürchte, dass eine solche Meldung derzeit zu nachhaltigen
Kursverlusten führen kann. Daher verkaufe ich diese Position
und warte auf eine günstigere Einstiegsgelegenheit.

Vor vier Jahren stand die Aktie bei 10 US-Dollar. Es wird eine
Vielzahl an langfristig orientierten Anlegern geben, die
aufkommende Probleme wie die Unruhen in Indonesien sowie die
veränderte Prognose zu Verkäufen nutzen werden, um ihre hohen
Gewinne zu sichern. Damit sollte der Kurs für die kommenden
Wochen nach oben beschränkt sein, nach unten hingegen könnte
ein Ausverkauf zu deutlich niedrigeren Kursen führen.

Verkaufen Sie also die Position mit kleinem Gewinn.

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Alte Position: Rohstoffunternehmen

BHP Billiton
US-Kürzel BHP
WKN 2878993
Kurs aktuell 41,91 USD
Gekauft zu 18 USD

Die Hälfte der Position haben Sie mit 100 % Gewinn verkauft,
Ihren Einsatz haben Sie also raus. Den Rest lassen Sie nun
weiterlaufen. Die Stopp Loss Marke belassen Sie bei 29 US-
Dollar.

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Rio Tinto
US-Kürzel RTP
WKN 852147
ISIN GB0007188757
Kurs aktuell 39,80 EUR / 197,46 USD
Gekauft zu 38,90 Euro
Langfristanlage

Das nächste Quartalsergebnis von RTP wird am Donnerstag, den 3.
August veröffentlicht. Weiter halten.

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Ausgabe 17.02.06: Gold ETF

Gold Spot
ABN Amro endlos Zertifikat
(Vormals US-Kürzel GLD)
WKN 859341
ISIN DE0008593419
Kurs aktuell 50,40 EUR
Gekauft zu 49 EUR

Halten. Beachten Sie die technische Analyse zu Gold im
folgenden Kapitel.

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Ausgabe 03.02.06: Atomenergie

Cameco
US-Kürzel CCJ
WKN 882017
ISIN CA13321L1085
Börsenplatz Frankfurt
Kurs aktuell 30,80 EUR / 38,22 USD
Gekauft zu durchschnittlich 29 EUR
Stopp Loss bei 26,50 EUR
Trendsurfer, Cameco ist der weltgrößte Uran-Produzent und
profitiert insbesondere von den geplanten Atomkraftwerken in
China

Halten.


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Ausgabe 21.01.06: Steve Jobs bei Walt Disney

Apple Computers
US-Kürzel AAPL
WKN 865985
ISIN US0378331005
Börsenplatz Frankfurt
Kurs aktuell: 48,06 EUR / 60,50 USD
Gekauft zu durchschnittlich 52,33 EUR,

Mittwoch Abend hat Apple sein Quartalsergebnis veröffentlicht.
Im vergangenen Quartal erfolgte die Umstellung der Apple
Computer auf Intel Chips – ich berichtete darüber.
Verständlich, dass die Anleger, die häufig auf den
verlässlichen Apple MacIntosh Computern arbeiten, skeptisch
über diesen Schritt waren.

Doch trotz des Wechsels hat Apple im abgelaufenen Quartal
deutlich mehr Computer verkauft als geplant. Analysten hatten
für dieses Umbruchquartal eine deutliche Zurückhaltung der
Käufer erwartet.

Ich überlege mir da, ob nicht doch einige Käufer noch schnell
einen MacIntosh mit dem altbekannten, verlässlichen Chip
kauften, bevor ab Ende dieses Monats nur noch Intel inside der
Apples ist. Das kommende Quartal wird also das erste sein, in
dem Apple die Intel-Computer verkaufen wird. Die Nagelprobe
steht also noch aus.

Nun, der Umsatz ist stärker angestiegen, als erwartet. Der
Gewinn sprang sogar um 47 % in die Höhe. Und für den weiteren
Jahresverlauf erwartet Apple durch neue Ipods weitere Umsatz-
und Gewinnanstiege.

Für die Aktie war dies eine willkommene Nachricht. Ein
Kurssprung von 12 % zeigt die Freude der Anleger deutlich an.
Nachdem wir zu Kursen um 45 Euro nachkaufen konnten, sollten
Sie diesen Kurssprung nutzen, um ein paar Aktien zu verkaufen.
Ich erwarte nicht, dass der Kurs umgehend wieder auf neue
Rekordhöhen steigt, sondern rechne vielmehr mit einer
Konsolidierung in Richtung 45 Euro.

Verkaufen Sie also einen Teil Ihrer Position.


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07. CHARTTECHNIK DOW JONES, Dax & GOLD, Öl, $, €, Yen, Nikkei
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Die Charts dazu können Sie im Kundenbereich unter
http://heibel-ticker.de/kundenbereich nachschlagen. Sie
benötigen dazu Ihre E-Mail Adresse und Ihr Passwort.


Charttechnik

Für kurzfristige Betrachtungen zur Bestimmung von optimalen
Ein- oder Ausstiegszeitpunkten sowie Marken wird die
Charttechnik zu Rate gezogen. Hier eine kurze Betrachtung
einiger wichtiger Charts:


Dow Jones Industrial 10.928 Punkte

Wie am vergangenen Freitag prognostiziert, testete der Dow
Jones ein zweites Mal seine Unterstützung bei 10.663 Punkten.
Am Dienstag dieser Woche sackte der Index im Tagesverlauf auf
10.558 Punkte. Anschließend erfolgte eine Rallye, die den Index
bereits am Mittwoch wieder über seinen 200-Tages-Durchschnitt
bei 10.941 Punkten hievte. Der Schlusskurs vom gestrigen
Donnerstag lag dann wieder knapp darunter.

Für die kommenden Wochen erwarte ich weiterhin starke
Kursschwankungen im Bereich 10.662 bis 11.225 Punkte. Erst ein
Ausbrechen aus dieser Spanne wird einen neuen Trend angeben.

DAX 5.546 Punkte

Der Dax rutschte nicht ganz so tief, wie der Dow Jones. Damit
bleibt die Tendenz des Dax weiterhin positiv, aktuell notiert
er knapp über der 200-Tages-Durchschnittslinie bei 5.545
Punkten.

Für den Dax liegt die untere Unterstützung, die in den nächsten
Wochen getestet werden könnte, bei 5.210 Punkten. Eine
Wiederaufnahme des jüngsten steilen Aufwärtstrends würde einen
schnellen Anstieg über 5.700 Punkte bedeuten und ist derzeit
eher unwahrscheinlich.

Gold 642,50 US-Dollar

Der Goldpreis befindet sich seit 2001 in einem langfristigen
Aufwärtstrend. Dieser wurde Anfang dieses Jahres durch eine
Kaufpanik nach oben verlassen und gipfelte beim Höchstpreis für
Gold von 725 US-Dollar am 10. Mai. Anschließend folgte eine
Korrektur, die den Goldpreis gerade einmal auf seine 200-Tages-
Durchschnittslinie bei 543 US-Dollar zurückführte, die
Obergrenze des langfristigen Aufwärtstrends bei 520 US-Dollar
wurde jedoch nicht erreicht.

Nun steigt der Preis wieder und es scheint, dass die Kaufpanik
weiter anhält. In einer solchen Phase sollten Sie nicht mehr
kaufen, warten Sie lieber auf die nächste Korrektur, die den
Preis vielleicht wieder deutlich unter 600 US-Dollar drücken
könnte.

Crude Oil 75,57 US-Dollar

Die Entwicklung in Israel und dem Libanon heizen den Ölpreis
weiter an. Unter Stimmungsschwankungen hält der Ölpreis Kurs
auf unser nächstes Ziel bei 85 US-Dollar. Sowohl der
langfristige Aufwärtstrend, als auch die 200-Tages-
Durchschnittlinie verlaufen aktuell bei 63 US-Dollar.

Wechselkurs US-Dollar / Euro 1,2648 USD/EUR

Unter starken Schwankungen bestätigt der Wechselkurs die
Handelsspanne zwischen 1,250 und 1,276 USD/EUR. Mein Kursziel
für Anfang August liegt bei 1,294 USD/EUR, die Unterstützung
dieses Aufwärtstrends liegt derzeit bei 1,26 USD/EUR.

Wechselkurs Yen / Euro 147,64 YEN/EUR

Unbeirrt erklimmt der Euro gegenüber dem Yen neue Höchstkurse.
Die untere Unterstützung des Aufwärtstrends des Euro verläuft
bei 143 YEN/EUR, die 200-Tages-Durchschnittslinie bei 141,89
ZEN/EUR.

Nikkei 14.947 Punkte

Trotz der YEN-Schwäche kann sich der Nikkei nicht nachhaltig
über seiner 200-Tages-Durchschnittslinie bei 15.555 Punkten
halten. Ähnlich dem Dax hat der Nikkei in der abgelaufenen
Woche ein Tief geschrieben, das deutlich höher lag als das
Juni-Tief. Allerdings notiert der Index noch immer deutlich
unterhalb seiner 200-Tages-Durchschnittslinie. Ein Überspringen
dieser Marke ist notwendig, um den positiven Trend zu
bestätigen. Andernfalls ist ein Absacken auf die Unterstützung
durch den langfristigen Aufwärtstrend bei 13.600 Punkten
möglich.

Eine erfolgreiche Börsenwoche,
take share

Stephan Heibel
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08. DISCLAIMER / HAFTUNGSAUSSCHLUSS UND RISIKOHINWEISE
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Wer un- oder überpersönliche Schreib- oder Redeweisen
nachmacht oder verfälscht oder nachgemachte oder verfälschte
un- oder überpersönliche Schreib- oder Redeweisen in Umlauf
setzt, wird mit Lust-, manchmal auch mit Erkenntnisgewinn
belohnt; und wenn alles gut geht, fällt davon sogar etwas für
Sie ab. (frei nach Robert Gernhardt)

Wir recherchieren sorgfältig und richten uns selber
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Anlageentscheidungen sollten nur von Anlegern mit
entsprechenden Kenntnissen und Erfahrungen vorgenommen
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die Börse besitzen, sollten unbedingt vor einer
Anlageentscheidung die eigene Hausbank oder einen
Vermögensverwalter konsultieren.

Die Verwendung der Inhalte dieses Heibel-Tickers erfolgt
auf eigene Gefahr. Die Geldanlage an der Börse
beinhaltet das Risiko enormer Verluste bis hin zum
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