• 24.1.: Heute im Heibel-Ticker: Die Rallye läuft gut gelaunt weiter, bis etwas passiert http://bit.ly/2NTVWRS #Börse #Aktien
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29.12.2006:
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H E I B E L - T I C K E R P L U S

F I N A N Z I N F O R M A T I O N E N

- Einfach einen Tick besser -
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DEUTSCHE BIBLIOTHEK : ISSN 1862-5436

1. Jahrgang - Ausgabe 51 (29.12.2006)
Erscheinungsweise: wöchentlich Freitag/Samstag
* Bitte Schriftart Courier einstellen *
(-;______________________________________________;-)

I N H A L T

01. INFO-KICKER: NEUJAHRSGRÜßE UND DANKSAGUNG
02. SO TICKT DIE BÖRSE: APPLE, NABORS UND RESEARCH IN MOTION
03. AUSBLICK: NEUEMPFEHLUNG IM ROHSTOFFSEKTOR
04. BEOBACHTETE WERTE
05. DISCLAIMER / HAFTUNGSAUSSCHLUSS UND RISIKOHINWEISE
06. AN-/ABMELDUNG


Nur für Heibel-Ticker PLUS Kunden: Hier können Sie die
PDF-Datei mit allen beobachteten Werten herunterladen:
http://www.heibel-ticker.de/downloads/htp-alle-0651-2022.pdf

Hier ist die PDF-Datei mit allen Aktualisierten Werten zum
herunterladen:
http://www.heibel-ticker.de/downloads/htp-neue-0651-2022.pdf

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01. INFO-KICKER: NEUJAHRSGRÜßE UND DANKSAGUNG
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Liebe Börsenfreunde,

keine Angst, es sind nur drei Absätze, in denen ich ein paar
Dankesworte zum Jahresabschluß loswerden möchte. Danach geht es
direkt zum Börsengeschehen.

Allen voran möchte ich Ihnen, meine lieben Leser, danken. Den
Heibel-Ticker habe ich genau vor einem Jahr ins Leben gerufen
und mich bei der Konzeption weitgehend an meine Erfahrungen der
vergangenen Jahre gehalten. Doch schon nach kurzer Zeit haben
Sie mit Ihren konstruktiven Vorschlägen dafür gesorgt, daß
immer neue Teile das Angebot ergänzen und übersichtlicher
machen. Doch auch die einfachen Dankesworte und die
interessanten Gedankenaustausche, die ich mit Ihnen vornehmen
darf, haben dazu geführt, daß ich mit viel Spaß und Engagement
dabei bin und meine ganze Kraft in die Verbesserung meiner
Empfehlungen und Berichte stecke.

Alleine könnte ich den Heibel-Ticker niemals mit der
erforderlichen Zuverlässigkeit für Sie erstellen. Meine
Assistentin Frau Schilling, kümmert sich nicht nur um die
Administration, sondern glättet auch die kreativen Schwankungen
Ihres Autors. Herr Kühn nimmt mit großer Sorgfalt und gutem
Verständnis meines Geschäfts jegliche Änderungen an der EDV-
Infrastruktur vor, ohne jemals den geregelten Geschäftslauf zu
gefährden. Daneben habe ich mir ein ganzes Netzwerk an
Kontakten aufgebaut, die mich bei der graphischen Gestaltung,
bei der Werbung und bei der Technik unterstützten.

Und natürlich möchte ich meinen Lieben danken, die ich
teilweise mit in das hektische Treiben der Börse hineinziehe.
So mußte ich, aufgrund einer unerwarteten Meldung von DRD Gold
während meines Argentinienurlaubs, einige Stunden
recherchieren, um mir eine Meinung über die Vorgänge zu bilden.
Meine Freundin nahm diese ungeplante Unterbrechung
verständnisvoll hin. Und auch meine Freunde und Familie müssen
immer wieder mit ansehen, wie mein Terminkalender durch
irgendwelche Börsengeschichten durcheinander gewirbelt wird.

So, nun haben Sie einen kleinen Einblick in das Umfeld des
Heibel-Tickers erhalten. Für das kommende Jahr habe ich mir
vorgenommen, die nunmehr geschaffenen technischen Möglichkeiten
intensiv auszufüllen, um Sie noch zeitnaher und gezielter über
die Sie interessierenden Neuigkeiten zu informieren. Der
Heibel-Ticker wird etwas kürzer. Zusatzinformationen, die nicht
direkt mit unseren Empfehlungen zusammen hängen, werden
vermehrt auf meiner Blogging-Seite www.heibel-unplugged.de
veröffentlicht. Zusätzlich wird es künftig häufiger kurze
unterwöchige Informationen über aktuelle Entwicklungen geben.

In den vergangenen Ausgaben habe ich hinreichend meine
Erwartungen zur Gold- und Ölpreisentwicklung dargelegt. Auch
meine Einschätzung über Dow Jones und Dax treffen in diesen
Tagen voll ein. Ich habe daher die heutige Ausgabe mit einigen
Einzelwerten gespickt, bei denen ich gute
Einstiegsgelegenheiten sehe. Im Kapitel 02 zeige ich drei Werte
auf, von denen sich zwei ohnehin bereits in unserem Portfolio
befinden. Hier können Sie gegebenenfalls nachkaufen.

Im Kapitel 03 habe ich ein weiteres Rohstoffunternehmen
vorgestellt, das ich in unser deutsches Langfristdepot legen
würde. Doch der Einstieg in dieses Unternehmen sollte
schrittweise erfolgen, wie weiter unten detailliert
beschrieben.

Ich hoffe, Sie hatten ein paar besinnliche Weihnachtstage und
wünsche Ihnen einen guten Rutsch ins neue Jahr.

Spruch für die Silvesternacht

Man soll das Jahr nicht mit Programmen
beladen wie ein krankes Pferd.
Wenn man es allzu sehr beschwert,
bricht es zu guter Letzt zusammen.

Je üppiger die Pläne blühen,
um so verzwickter wird die Tat.
Man nimmt sich vor, sich zu bemühen,
und schließlich hat man den Salat!

Es nützt nicht viel, sich rotzuschämen.
Es nützt nichts, und es schadet bloß,
sich tausend Dinge vorzunehmen.
Lasst das Programm! Und bessert euch drauflos!

von Erich Kästner


Ich wünsche Ihnen eine anregende Lektüre.

take share, Ihr
Börsenschreibel

Stephan Heibel

Chefredakteur und
Herausgeber des
Heibel-Ticker

P.S.: Lassen Sie mich Ihre Meinung, Kritik oder
Verbesserungsvorschläge wissen (selbst Lob ist willkommen ;-)
und schreiben Sie mir an leserbrief@heibel-ticker.de.

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02. SO TICKT DIE BÖRSE: APPLE, NABORS UND RESEARCH IN MOTION
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Zum Jahresende eilen Dow Jones und Dax nochmals zu neuen
Höchstständen. Der Dax schließt auf Jahreshoch, der Dow Jones
sogar auf einem Allzeithoch. Und wenn Sie sich die
fundamentalen Daten anschauen, dann sollte es im neuen Jahr
auch so weitergehen. Vielleicht eine kurze Verschnaufpause im
Januar, aber dann erwarte ich weiterhin eine freundliche Börse.


APPLE

Ich hatte es Ihnen angekündigt: In den umsatzschwachen
Handelstagen zwischen Weihnachten und Neujahr können Sie die
unglaublichsten Gerüchte aufschnappen. Ganz vorne auf der
Beliebtheitsskala der Gerüchteerfinder liegt Apple.

Gleich zwei neue alte Gerüchte wurden in diesen Tagen lanciert:
Bei dem einen geht es um die Rückdatierung von Optionen, beim
anderen um das neue Telephon von Apple.

Die Rückdatierung von Optionen für das Management wurde im Jahr
2006 insgesamt 190 Unternehmen vorgeworfen. Einige Manager
mußten bereits ihren Hut nehmen, da sie erwiesenermaßen den
Ausgabezeitpunkt der als Entlohnungsbestandteil übertragenen
Optionen zu ihren Gunsten beeinflußt haben. Ich erwarte, daß
noch einige weitere Manager werden gehen müssen.

Der Vorwurf an Apple-Gründer und Chef Steve Jobs ist nun auch
schon einige Monate lang bekannt. In diesen Tagen wurde erneut
eine Meldung im Zusammenhang mit diesen Vorwürfen breit
getreten: Er habe sich Optionen übertragen und dazu die
Unterschrift eines Aufsichtsratsmitglieds gefälscht, hieß es.

Nun, wer einmal in einem solchen Komitee saß, der weiß, wie
dort mit Unterschriften und Beschlüssen umgegangen wird:
Meistens versucht man im Nachhinein die geschaffenen Fakten
durch entsprechende Dokumente zu legalisieren (Ihr Autor nimmt
seine entsprechenden Pflichten natürlich genauer). Insofern
wundert mich der nunmehr „neue" Vorwurf an Steve Jobs nicht
sonderlich. Ob dieser Vorwurf ausreichen könnte, um ihn aus dem
Management zu vertreiben, kann ich nicht beurteilen: Es wird
offensichtlich, daß Steve Jobs aufgrund seines Erfolges
insbesondere in der Musikbranche immer mehr Neider, bzw. Feinde
bekommt. Und steter Tropfen höhlt den Stein, mal sehen wie
lange Jobs diesen Vorwürfen noch trotzen kann.

Das zweite Gerücht ist ein noch größerer Unsinn: Schon lange
brodelt die Gerüchteküche, daß sich Apple den Mobilfunkmarkt
erschließen möchte. Zunächst hieß es, der Begriff „iPhone" sei
von Apple bereits geschützt, anschließend mußte der Begriff
„iMobile" herhalten. Beide Begriffe sind jedoch schon von
einigen anderen Unternehmen genutzt und geschützt. Daraus
leiten nun einige Marktbeobachter ab, daß das gesamte
Mobilfunkprojekt bei Apple schlecht durchdacht sei und Apple am
besten gar keinen Versuch unternehmen sollte, den
Mobilfunkmarkt aufzurollen.

Ein leichtes Spiel für die Gerüchtemacher, denn erst zur
nächsten MacWorld am 10. Januar wird mit Neuigkeiten zu den
Mobilfunkaktivitäten Apples gerechnet und wer Apple ein bißchen
kennt, der weiß, daß die entsprechenden Projekte streng
geheimgehalten werden und kaum Informationen nach außen
dringen. Es gibt also kaum Fakten, die diesen Gerüchten
entgegen gehalten werden könnten.

Ich habe bereits in der vorigen Ausgabe des Heibel-Tickers
erläutert, wer ein Interesse an solchen Gerüchten haben kann:
Anleger, die in diesem Jahr verpaßt haben, Apple-Aktien zu
kaufen. Für das nächste Jahr sehen die Prognosen noch immer
sehr rosig aus, so daß diese Anleger nun die umsatzschwachen
Tage der Börse nutzen, um mit wenig Aufwand den Kurs kräftig zu
drücken. Ich habe hier die Branche der Hedgefonds besonders
unter Verdacht: Dort haben sich in den vergangenen Jahren große
Anlegersummen versammelt, und viele junge Hedgefondsmanager
versuchen ihre Interessen mit allen Mitteln durchzusetzen. Sie
haben auch das nötige Kleingeld, um die Gerüchte mit ein paar
entsprechenden Transaktionen zu flankieren. Ein
Hedgefondsmanager würde folgendermaßen vorgehen:

Schritt 1: Kauf von einigen Tausend Put-Optionen (Spekulieren
auf fallende Kurse) im Wert von ein paar hundert Tausend US-
Dollar.

Schritt 2: Telephonat mit einigen Journalisten und
Börsenberichterstattern, denen er erzählt, daß eine nur ihm
bekannte, zuverlässige Insider-Quelle bei Apple ihm unter dem
strengsten Siegel der Verschwiegenheit von Problemen mit dem
streng geheimen Mobilfunkprojekt Apples berichtet hätte.

Als Beleg für diese Probleme solle der Journalist auf die
Handelsumsätze bei Put-Optionen achten, die in den vergangenen
Stunden sprunghaft angestiegen seien (natürlich, denn das war
ja er selbst!)

Schritt 3: In den nun folgenden Stunden / Tagen hat er
ausreichend Zeit, seine Put-Optionen mit kleinen Gewinn zu
verkaufen. Zusätzlich wird er den niedrigen Kurs nutzen, um ein
paar Millionen in Apple-Aktien zu investieren.

Mit diesem kleinen Trick hat der Hedgefondsmanager drei Fliegen
mit einer Klappe geschlagen:

1. Fliege: Durch den Gewinn mit den Put-Optionen wurde die
eigene Jahresperformance etwas verbessert.

2. Fliege: Zum Jahreswechsel hat er eine große Apple-Position
in seinem Bestand. Das sieht schön aus, denn Apple-Aktien haben
im abgelaufenen Jahr über 10 % zugelegt. Daß er seine Position
erst in den letzten Tagen eingekauft hat, fällt bei der
Übersicht nicht auf.

3. Fliege: Durch das Gerücht ist der Apple-Kurs gefallen und
anderen Hedgefonds, die eine dicke Apple-Position haben und
dadurch auf großen Gewinne sitzen, wird somit die gute
Performance ein wenig versauert.

Der Kurs von Apple ist inzwischen um 15 % gefallen. Ich rechne
mit einem Kursanstieg bereits im Vorfeld der MacWorld, also
bereits in den nächsten Tagen. Wer noch nicht oder nur mit
einer kleinen Position investiert ist, der erhält derzeit eine
schöne Gelegenheit, einzusteigen bzw. nachzukaufen.


NABORS

Was für Apple Steve Jobs ist für Nabors Eugene Isenberg. Er
führt das Unternehmen seit vielen Jahren durch schlechte und
durch gute Zeiten. Auch ihm wurde bereits die Rückdatierung von
Optionen vorgeworfen, eine interne Untersuchung fand jedoch
keine weiteren Anhaltspunkte für diesen Vorwurf. Gestern
schrieb das Wall Street Journal, daß weitere Anhaltpunkte für
Unregelmäßigkeiten gefunden worden wären.

Es wird weiter detailliert, daß Isenberg einen Anteil seiner
Optionen mit höherem Basiskurs gegen Optionen mit niedrigerem
Basiskurs getauscht habe, was nicht erlaubt ist. Dies sei über
einige Jahre hinweg mehrfach passiert.

Kein Wunder also, daß der Kurs von Nabors wieder einmal auf
Tauchstation ging. Aufgrund der Vorwürfe wird Nabors erneut
eine interne Untersuchung durchführen. Vom Vorwurf zum Beweis
ist noch ein weiter Weg. Und selbst wenn der Vorwurf sich als
wahr herausstellen sollte, so ist noch lange nicht gesagt, daß
dies negative Auswirkungen auf das Unternehmen haben muß.
Gegebenenfalls würde Isenberg einen entsprechenden Betrag
zurück überweisen, wie bereits bei einigen anderen Unternehmen
mit ähnlichen Problemen geschehen, und damit wäre das Problem
aus der Welt geschafft.

Das einzige, was den Kurs von Nabors aber wirklich nachhaltig
beeinflusst, ist die Entwicklung des Gaspreises. Dieser ist mit
6,28 US-Dollar aufgrund des bislang überraschend milden Winters
weiterhin extrem niedrig. Dennoch wird der Kurs von Nabors im
Jahr 2007 nicht bei 23 Euro verharren, denn ein KGV von 6 bei
einem profitablen Umsatzwachstum von 34 % ist viel zu niedrig.

Nutzen Sie auch hier die negative Presse und den dadurch
zusätzlich nach unten gepeitschten Aktienkurs zum Einstieg bzw.
für Nachkäufe.


RESEARCH IN MOTION

Der diesjährige Weihnachtshit war das neue Blackberry-Gerät von
Research in Motion (RIMM, 129,60 USD). Da hat Palm als
Innovator von handflächenkleinen PDAs (Personal Digital
Assistent) sogar den technischen Spagat zum Mobilfunkgerät
geschafft, da nimmt ihm ein junges Unternehmen mit einer neuen
Technologie namens Blackberry die Butter vom Brot.

Reseach in Motion hat im laufenden Jahr einen Umsatz- und
Gewinnzuwachs von 50 % erzielt. Für die kommenden Jahre rechnet
das Unternehmen vorsichtig mit 25 % p.a. Aber mit diesen Zahlen
wurden die Erwartungen der Analysten von diesem
Weihnachtsgeschäft deutlich übertroffen.

Wer nun aber glaubt, daß dieses Ergebnis zu einem Kurssprung
führt, der hat sich geirrt. Die Aktien haben bereits ein KGV
von 52 und bei einem solchen KGV ist das Übertreffen der
Prognosen quasi Pflicht. Das Ergebnis wurde vor dem vergangenen
Wochenende veröffentlicht, seither ist der Kurs von 140 US-
Dollar unter 130 US-Dollar gerutscht. Trader haben die
erzielten Gewinne, immerhin über 100 % im laufenden Jahr,
eingesackt und die Position glatt gestellt.

Der Quartalsbericht enthielt kein Haar in der Suppe und ich
erwarte, daß sich der Erfolgskurs von Research in Motion im
kommenden Jahr fortsetzen wird. Damit steht der Aktie
vorsichtig geschätzt ein Kurspotential von 25 % zu. Wenn
Blackberry jedoch zu einem Mainstream-Produkt werden sollte,
dann sind wesentlich größere Kursgewinne möglich.

Wer über den Jahreswechsel spekulieren möchte, der kann sich
unter 127 USD ein paar Aktien von RIMM ins Depot legen.


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03. AUSBLICK: NEUEMPFEHLUNG IM ROHSTOFFSEKTOR
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Anglo American ist für mich nach wie vor eine der besten
Adressen im Rohstoffsektor. Am 1. März wird Tony Trahar den
Chefsessel für Cynthia Carroll räumen. In der Rohstoffbranche
ist es nicht gerade an der Tagesordnung, daß eine Frau zum Chef
ernannt wird, und seit ihrer Nominierung im Oktober hat sich
der Kurs nur noch seitwärts bewegt.

Anglo American ist der Rohstoffkonzern, der die Mehrheit am
Diamantenhändler und Quasi-Monopolist DeBeers hält. Der Sitz
des Unternehmens ist in London, Geschäftsstellen sind über die
ganze Welt verteilt. Neben dem lukrativen Diamantengeschäft ist
das Unternehmen noch im Goldbereich sowie diversen
Industriemetallen aktiv. Anglo American besitzt reichhaltige
Rohstoffreserven. Während sich Goldcorp um neue Goldreserven
kümmern muß, um weiter zu wachsen, besitzt Anglo American
reichhaltige Minen, deren Produktion modernisiert werden muß.

Cynthia Carroll ist eine Frau, die genau für diese Aufgabe
geschaffen scheint. Sie hat zuvor beim amerikanischen
Aluminiumproduzenten Alcan den weltweiten Metallabbau geleitet
und zum profitabelsten Bereich des Unternehmens gemacht.

Aus strategischer Sicht halte ich die Wahl von Cynthia Carroll
für richtig, denn nachdem in den vergangenen Jahren bei
niedrigen Rohstoffpreisen Rohstoffreserven gekauft wurden,
folgt nun die zweite von drei Phasen der Rohstoffrallye, in der
die Produktionskapazitäten aufgebessert werden müssen.

Gleichzeitig kursieren Übernahmegerüchte, denen zufolge Anglo
American Teil eines neuen, russisch-britischen Konzerns werden
könnte. Mit der Nominierung Carrolls wurde diesen Gerüchten
jedoch eine Absage erteilt, denn für solche Übernahmepoker
hätte man einen anderen CEO gewählt.

Das Unternehmen notiert auf einem KGV von 12. Bei einem
Umsatzwachstum von 8 % ist das recht günstig. Durch die
angestiegenen Rohstoffpreise sind die Gewinne jedoch um 36 %
angestiegen, so daß ich eine wesentlich höhere Bewertung für
gerechtfertigt halte.

Sie kennen meine Einstellung: Wenn ein neuer CEO den Chefsessel
übernimmt, halte ich mich normalerweise mit einer Investition
zurück. In diesem Fall erscheint mir der Übergang jedoch
geregelt und durchschaubar. Trahar geht in Rente und seine
Nachfolgerin wurde frühzeitig nominiert. Sie hat ein
eindeutiges Profil, so daß nicht mit operativen Überraschungen
zu rechnen ist.

Allerdings würde ich die traditionelle Zurückhaltung der Börse
bei Wechseln in der Chefetage nutzen, um möglichst günstig
einzusteigen. Ich würde also ein Viertel der gewünschten
Position auf dem aktuellen Kursniveau kaufen. Ein weiteres
Viertel würde ich zu Kursen unter 34 Euro kaufen. Und bei
Kursen unter 31 Euro würde ich zuschlagen, die verbleibende
Hälfte der gewünschten Position kaufen.

Wenn es dann mit einem Kursanstieg nach dem Wechsel in der
Chefetage etwas dauern sollte, versüßt Ihnen die
Dividendenrendite von 3,2 % die Wartezeit. Als Kursziel auf
Jahressicht sehe ich einen Aktienkurs um 51 Euro.

Für das deutsche Langfristdepot:
Anglo American Plc.
WKN 022169
Kurs aktuell 37,31 EUR
1/4 sofort Kaufen, 1/4 unter 34 EUR, Rest unter 31 EUR



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04. BEOBACHTETE WERTE
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Bitte beachten Sie auch den Kundenbereich auf meiner
Internetseite unter www.heibel-ticker.de. Dort finden Sie
aktuelle Charts mit meinen jeweils aktualisierten
Einschätzungen.

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Im Wochenverlauf habe ich zu mehreren Titeln Anmerkungen im
Kundenbereich der Webseiten verfaßt. Selten sind diese
Anmerkungen nur tagesaktuell, es reicht in der Regel, wenn Sie
einmal die Woche dort hinein schauen.

Auf der Einstiegsseite heibel-ticker.de sehen Sie im Ticker am
oberen Bildrand auf den ersten Blick, zu welchen Titel aktuelle
Anmerkungen erstellt wurden.

Hier nun die Übersicht über die offenen Positionen. Wie
angekündigt habe ich jeweils die langfristigen von den
spekulativen Positionen getrennt. Bei den langfristigen
Positionen werde ich in den kommenden Wochen jeweils eine
Risikostreuung berücksichtigen.

Weiter habe ich in Empfehlungen unterschieden, die vorwiegend
über die deutschen Börsen zu haben sind, und jenen, die Sie in
Ihr US-Depot kaufen sollten.

Insgesamt gibt es nun also vier Kategorien: Deutsches Depot
lang- und kurzfristig sowie US-Depot lang- und kurzfristig.

Unter „Änd" steht die Gesamtveränderung seit Empfehlung. Unter
„Woche" steht die Änderung zur Vorwoche. Unter „Empf." Steht
die Empfehlung, ob diese Position zu H-Halten, K-Kaufen, V-
Verkaufen ist oder mit einem SL-Stop Loss versehen werden
sollte.


Firma Kürzel Kauf am 28.12.06 Änd. Woche
Empf.
DEUTSCHES DEPOT
LANGFRISTIG
UBS UB0BL6 12.5.06 45,98 € 3% 1% H
Apple Comp. 865985 21.1.06 60,86 € 16% -3% NK
Goldbarren 100 gr. 13.10.06 1.531,00 € -1% 2% K
Goldmünze 20 Mk Wil 13.10.06 106,50 € -12% 2% K
GMAC 2010 5,75% 908511 24.3.06 102,50 € 11% 0% H

SPEKULATIV
Yahoo! 900103 21.7.06 19,21 € -4% 1% H
ABB 919730 4.8.06 13,57 € 36% 1% SL
Nabors Ind. 662778 21.1.06 22,91 € -19% -3% H
Gold Zert. ABN 859341 17.2.06 48,26 € -2% 2% K
Berentzen AG 520163 28.7.06 5,50 € -21% 1% H

US-DEPOT
LANGFRISTIG
Goldman Sachs GS 23.6.06 200,8 0,3387 0,014 H
Google GOOG 20.10.06 462,56 8% 1% K
Sears Holding SHLD 20.10.06 $168,00 -3% 0% K
DRD Gold A0DNZ1 3.11.06 $0,91 -29% 1% K
Gold&SilberfondsCEF 13.10.06 $9,33 15% 3% K

SPEKULATIV
Mastercard MA 23.6.06 $98,96 108% 3% SL
QUALCOMM QCOM 4.8.06 $37,69 5% -2% H
Marvell MRVL 17.4.06 $19,15 -23% -1% K
Electronic Arts ERST 24.3.06 $50,67 6% -2% H
Microsoft MSFT 17.3.06 $29,98 8% 0% H
FedEx FDX 28.9.06 $107,95 2% -1% H
Gold ETF GLD 13.10.06 $62,90 8% 2% K
Silber ETF SLV 13.10.06 $128,02 12% 4% K
Fannie Mae FNM 10.11.06 $60,10 0% 0% K



SL Electronic Arts: Wurde bei 57 USD ausgestoppt
SL ABB auf 11,46 EUR nachziehen

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Eine erfolgreiche Börsenwoche,
take share

Stephan Heibel
http://heibel-ticker.de


mailto:info@heibel-ticker.de

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05. DISCLAIMER / HAFTUNGSAUSSCHLUSS UND RISIKOHINWEISE
==============================================================

Wer un- oder überpersönliche Schreib- oder Redeweisen
nachmacht oder verfälscht oder nachgemachte oder verfälschte
un- oder überpersönliche Schreib- oder Redeweisen in Umlauf
setzt, wird mit Lust-, manchmal auch mit Erkenntnisgewinn
belohnt; und wenn alles gut geht, fällt davon sogar etwas für
Sie ab. (frei nach Robert Gernhardt)

Wir recherchieren sorgfältig und richten uns selber
nach unseren Anlageideen. Dennoch müssen wir jegliche
Regressansprüche ausschließen, die aus der Verwendung
der Inhalte des Heibel-Tickers entstehen könnten.

Die Inhalte des Heibel-Tickers spiegeln unsere Meinung
wider. Sie stellen keine Beratung, schon gar keine
Anlageempfehlungen dar.

Die Börse ist ein komplexes Gebilde mit eigenen Regeln.
Anlageentscheidungen sollten nur von Anlegern mit
entsprechenden Kenntnissen und Erfahrungen vorgenommen
werden. Anleger, die kein tiefgreifendes Know-how über
die Börse besitzen, sollten unbedingt vor einer
Anlageentscheidung die eigene Hausbank oder einen
Vermögensverwalter konsultieren.

Die Verwendung der Inhalte dieses Heibel-Tickers erfolgt
auf eigene Gefahr. Die Geldanlage an der Börse
beinhaltet das Risiko enormer Verluste bis hin zum
Totalverlust des eingesetzten Kapitals.

Es tut mir Leid, dass im Heibel-Ticker nicht die viel
versprechenden neuen Regeln der Rechtschreibreform
berücksichtigt werden, aber ich müßte Kopf stehen, um
diese zu verstehen.

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06. AN-/ABMELDUNG
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Ihrer bestehenden eMail Adresse und Ihrem Passwort unter

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