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28.04.2007:
______________________________________________

H E I B E L - T I C K E R P L U S

F I N A N Z I N F O R M A T I O N E N

- Einfach einen Tick besser -
______________________________________________

DEUTSCHE BIBLIOTHEK : ISSN 1862-5436

2. Jahrgang - Ausgabe 17 (27.04.2007)
Erscheinungsweise: wöchentlich Freitag/Samstag
* Bitte Schriftart Courier einstellen *
(-;______________________________________________;-)

I N H A L T

01. INFO-KICKER: WONNEMONAT MAI STEHT VOR DER TÜR
02. SO TICKT DIE BÖRSE: ZINSEN STEUERN AKTIENBÖRSEN
03. AUSBLICK: SCHRITTWEISE VERKAUFEN, TEILVERKAUFEN
04. DEPOT-CHECK: WIE GUT IST IHRE RISIKOSTREUUNG?
05. LESERFRAGE: EBAY
06. BEOBACHTETE WERTE
07. DISCLAIMER / HAFTUNGSAUSSCHLUSS UND RISIKOHINWEISE
08. AN-/ABMELDUNG

Nur für Heibel-Ticker PLUS Kunden: Hier können Sie die PDF-
Datei mit allen beobachteten Werten herunterladen:
http://www.heibel-ticker.de/downloads/htp-alle-0717-0904.pdf

Hier ist die PDF-Datei mit allen aktualisierten Werten zum
Herunterladen:
http://www.heibel-ticker.de/downloads/htp-neue-0717-0904.pdf

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01. INFO-KICKER: WONNEMONAT MAI STEHT VOR DER TÜR
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Liebe Börsenfreunde,

es hat den Anschein, als gebe es nicht ausreichend Aktien.
Institutionelle Anleger kaufen, was sie finden. Die
Aktienrückkaufprogramme der vergangenen Jahre haben die Anzahl
der ausstehenden Aktien drastisch reduziert. Attraktive
Dividendenrenditen sorgen dafür, dass viele Aktien eine liquide
Alternative zu Anleihen darstellen.

Und dann ist da noch die Liquiditätsschwemme. Der US-Dollar ist
billiger denn je, der japanische Yen steht dem US-Dollar kaum
nach. Beide Länder fluten ihre Finanzmärkte mit Geld, welches
angelegt werden muss.

Unternehmen aller Wirtschaftsnationen vermelden Rekordgewinne,
kein Wunder also, dass die Aktienmärkte auf Rekordniveau
steigen. Im heutigen Ausblick habe ich Ihnen eine
Handlungsanleitung für die kommenden Wochen gegeben. Zuvor habe
ich Ihnen jedoch meine Strategie der schrittweisen Käufe und
Verkäufe dargelegt.

Die heutige Leserfrage beschäftigt sich mit einem fast
vergessenen Internetgiganten: Ebay. Das Unternehmen hat ein
überraschend gutes Quartalsergebnis vermeldet. Ist Ebay nun
wieder zu den großen Internetfirmen wie Google, Yahoo! und
Amazon zu zählen?

Am Montag ist der letzte Handelstag dieses Monats. Ich rechne
mit Gewinnmitnahmen. Genießen Sie die Sonnentage, doch
vergessen Sie nicht, dass nur realisierte Gewinne Ihren Latte
finanzieren können.

Ich wünsche Ihnen eine anregende Lektüre.

take share, Ihr
Börsenschreibel

Stephan Heibel

Chefredakteur und
Herausgeber des
Heibel-Ticker

P.S.: Lassen Sie mich Ihre Meinung, Kritik oder
Verbesserungsvorschläge wissen (selbst Lob ist willkommen ;-)
und schreiben Sie mir an leserbrief/at/heibel-ticker/./de.

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02. SO TICKT DIE BÖRSE: ZINSEN STEUERN AKTIENBÖRSEN
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WALLSTREET

Google, Amgen, Amazon, Apple und Microsoft heißen die Stars
dieser Woche. Fast täglich erfreute sich die Wallstreet an
einer positiven Überraschung. Und wie Sie an diesen fünf
Unternehmen erkennen können: Die positiven Überraschungen
stammen aus Wachstumsbranchen.

Das ist der Grund, warum ich an den Technologieaktien
festgehalten habe, obwohl seit dem Weihnachtsgeschäft nicht
viel Gutes aus dieser Branche zu hören war. Denn die
Erwartungen für diese Branche waren mehr und mehr
zurückgenommen worden, jedoch haben die Analysten von einer
erwarteten schwachen US-Konjunktur auf rückläufige Weltmärkte
gesetzt – und das war ein Fehler.

Ich habe in den vergangenen Tagen unzählige Quartalsberichte
gehört oder die entsprechenden Skripte durchgearbeitet. Eines
finden Sie in allen Quartalsberichten: Schwache US-Absätze und
eine überraschend starke internationale Nachfrage.

Der Dow Jones hat also die 13.000 Punkte erstmalig in seiner
Geschichte übersprungen, weil die US-Unternehmen gute Geschäfte
im Ausland machen – nicht weil die US-Wirtschaft so gut läuft.
Es ist eigentlich das Beste aus beiden Welten für die
Amerikaner: Zu Hause steigt der Druck auf die US-Notenbank, den
Zins zu senken, um die inländische Wirtschaft zu stützen.
Gleichzeitig läuft das Geschäft der international
ausgerichteten US-Unternehmen durch den schwachen US-Dollar und
die starke Nachfrage aus den BRICs sowie aus Europa, jawohl ich
meine uns, gut.

An der Wallstreet sieht man also langsam die Wahrscheinlichkeit
einer Zinssenkung ansteigen, obwohl die Unternehmen ihre
Gewinne schubkarrenweise nach Hause bringen. Dementsprechend
hält sich Ben Bernanke mit Äußerungen über eine mögliche
Zinssenkung zurück, denn dann gebe es kein Halten mehr für die
Börse: 14.000 Punkte wären im Handumdrehen erreicht.


DAX

In Deutschland kletterte der DAX ebenfalls auf ein neues
Jahreshoch. Am heutigen Freitag geben Spekulationen über einen
Einstieg des Hedgefonds TCI bei der Deutschen Post dem DAX
Auftrieb. Sowohl die Aktien der Deutschen Post, als auch die
Aktien der mehrheitlichen Posttochter Deutsche Postbank sind
mit über 5 % im Plus. Aktuell sind nur drei weitere Aktien im
Plus, die restlichen 25 DAX-Aktien notieren im Minus. Es ist
immer ein schlechtes Zeichen, wenn die Indexanstiege von einer
kleinen Zahl von Aktien getragen werden.

Die Inflationsrate ist niedrig, die Unternehmensgewinne sind
hoch und die Umsätze steigen kräftig an. Schon lange ging es
der Deutschen Wirtschaft nicht mehr so gut. Getragen wird die
DAX-Rallye von Unternehmen wie VW, DaimlerChrysler und MAN
sowie ThyssenKrupp, Deutsche Lufthansa und Metro. Überwiegend
Unternehmen, die von einem niedrigen Ölpreis profitieren.

Auf der anderen Seite stehen unter anderem RWE und E.ON mit
einer mäßigen Performance sowie die Deutsche Telekom und SAP
mit Verlusten.

Zur schlechten Performance des Technologiesektors habe ich
eingangs bereits Stellung genommen. In Deutschland gelten diese
Kommentare analog. Mich verwundert nur, dass so viele
energieabhängige Unternehmen eine solche gute Performance an
den Tag legten, obwohl der Ölpreis kontinuierlich über 50 US-
Dollar verharrte. Noch 1999 stand der Preis für ein Fass Crude
Oil unter 10 US-Dollar, und heute, mit einem aktuellen Ölpreis
von 65 US-Dollar, scheint es, als sei Energie günstig zu haben.

Aber wie immer kommt die Wahrheit erst unter Einbeziehung der
Erwartungen der Anleger zum Vorschein: Noch vor einem Jahr
sprachen einschlägige Analysten von einem Ölpreis von über 100
US-Dollar. Die Aktien der oben genannten Unternehmen, die nun
für den DAX-Anstieg über 7.000 verantwortlich sind, stiegen
einfach an, weil die schlimmsten Befürchtungen hinsichtlich der
Ölpreisentwicklung nicht eintrafen.


NIKKEI

In Japan beließ die Bank of Japan (BoJ) heute den Leitzins
unverändert bei 0,5 %. Die Arbeitslosenrate ist mit 4 % auf
niedrigem Niveau, der schwache YEN bereitet der japanischen
Exportwirtschaft gute Gewinne. Dennoch trauen die Japaner
diesen guten Daten nicht und so tritt der Nikkei seit einem
Jahr mehr oder weniger auf der Stelle.

In der nächsten Woche bleibt die Börse in Tokyo am Montag,
Donnerstag und Freitag geschlossen – nur Dienstag und Mittwoch
wird gehandelt. Sie werden verstehen, dass die Japaner aufgrund
der drei Feiertage in nur einer Woche von der „goldenen Woche"
sprechen.

Auf der anderen Seite ist es daher aber auch verständlich, dass
viele Spekulanten ihre Positionen auflösen, der Nikkei endete
daher heute knapp im Minus.

Die folgende Tabelle gibt die Wochenperformance wichtiger
Finanzmarktindikatoren wieder:

INDIZES

26.4.07 Änd.
Dow Jones 13.105 2,32%
NASDAQ 2.554 1,96%
S&P 500 1.494 1,63%
DAX 7.387 2,03%
Nikkei 17.400 -0,30%
Euro/US-Dollar 1,3596 -0,07%
Euro/Yen 162,36 0,54%
10-Jahre-US-Anleihe 4,68% 0,01
Umlaufrendite Dt 4,24% 0,07
Feinunze Gold USD 671,8 -2,49%
Fass Crude Öl USD 65,06 2,75%


WÄHRUNGEN

Der US-Dollar verharrt auf niedrigem Niveau. Ebenso der Yen.
Die Japaner tun alles, um ihre Währung genauso schwach zu
halten, wie die Amerikaner. Andernfalls würde die Auflösung der
Carry-Trades folgen, und die Folge davon habe ich Ihnen vor ein
paar Wochen ausführlich beschrieben.

Im Gegenzug bedeutet dies, dass der Euro nach wir vor fest
notiert. Japan und China, die beiden Länder mit den größten
Devisenreserven, haben wiederholt verlauten lassen, ihre
Währungsreserven nicht mehr ausschließlich in US-Dollar,
sondern auch in Euro und Gold zu halten. Bei Währungsreserven
von rund einer Billionen ist ein solcher Schwenk
bedeutungsvoll, so bedeutungsvoll, dass der US-Dollar nicht
einmal eine Erholungsrallye starten kann.

In Europa läuft die Konjunktur auf Hochtouren und Jean-Claude
Trichet steht vor der schweren Aufgabe, das Zinsniveau weiter
anheben zu müssen, ohne den Euro weiter festigen zu wollen. Mit
höheren Zinsen würde er die Wirtschaft bremsen und so vor einer
Überhitzung bewahren. Aber die ohnehin bereits große Nachfrage
nach der europäischen Währung würde durch ein höheres
Zinsniveau noch weiter angeheizt werden.


ROHSTOFFE

Der Preis der Feinunze Gold hat am vergangenen Dienstag
korrigiert. In der Vorwoche hatte die Meldung über die
Einführung neuer ETFs für Platin und Palladium durch die
Züricher Kantonalbank für steigende Preise bei den Edelmetallen
gesorgt. Die Erstnotizen dieser ETFs erfolgten jedoch unter
einem schwächeren Handelsvolumen als erhofft, und so zogen es
spekulativ eingestellte Anleger vor, Gewinne mitzunehmen.

Die Gewinnmitnahmen weiteten sich sodann auch auf den
Goldsektor aus, so dass der Goldpreis von seinem Hoch bei 692
USD auf bis zu 670 USD fiel.

Seit Jahresbeginn steigt der Ölpreis wieder an, bislang von 54
USD bis auf 67 USD. Damit notiert der Ölpreis nun wieder im
Bereich der Handelsspanne, die er auch die letzten vier Monate
des Vorjahres inne hatte: 62 USD bis 67 USD.

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03. AUSBLICK: SCHRITTWEISE VERKAUFEN, TEILVERKAUFEN
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STRATEGIE DER KLEINEN SCHRITTE

Immer wieder werde ich zu meiner Vorgehensweise gefragt,
langfristige Positionen nicht auf einen Schlag zu kaufen oder
zu verkaufen, sondern in mehreren Schritten. Hier ein paar
erklärende Worte:

In den nunmehr 20 Jahren, in denen ich an der Börse aktiv bin,
habe ich festgestellt, dass es niemanden gibt, der regelmäßig
den Tiefstkurs zum Kauf und den Höchstkurs zum Verkauf trifft.
Diejenigen, die behaupten einen Wendepunkt getroffen zu haben,
spekulieren auf den letzten Cent und verschwinden meist nach
einiger Zeit von der Bildfläche.

Wer langfristig Erfolg haben möchte, der sollte sich selbst
gegenüber eingestehen, dass es unmöglich ist, den Wendepunkt zu
treffen. Ich habe mir daher angewöhnt, in mehreren Schritten
vorzugehen.

KAUF

Wenn ich also von den langfristigen Perspektiven eines
Unternehmens überzeugt bin, so kaufe ich ein paar Aktien. Wenn
ich insgesamt einmal beispielsweise 100 Aktien haben möchte, so
kaufe ich zunächst 50 Aktien. Wenn der Kurs auf einem
Jahreshoch notiert, dann warte ich auf einen kleinen
Rückschlag. Ebenso warte ich auf eine kleine Korrektur, wenn
der Kurs in den vorhergehenden Tagen deutlich zugelegt hat.

Grundregel: Nicht einem Kurs hinterher laufen, sondern nur an
Tagen kaufen, an denen der Kurs zurück kommt. Ich warte mit dem
Kauf lieber solange, bis der Kurs etwas zurück kommt, wobei es
allerdings vorkommen kann, dass der Kaufkurs dann etwas höher
liegt, als zum Zeitpunkt meiner ursprünglichen Entscheidung.

Anschließend halte ich mich bereit, im Falle eines kräftigen
Kursverlustes nochmals 50 Aktien nachzukaufen. Wie viel % einen
kräftigen Kursverlust ausmachen, bestimme ich unter
Einbeziehung der Volatilität der Aktie sowie aufgrund der
Charttechnik. So lässt sich eine Unterstützung ermitteln, die
meist etwa 7 – 10 % unter dem aktuellen Höchstkurs liegt. Dort
würde ich dann die Position voll machen, also die fehlenden 50
Aktien kaufen.

Nun ist es an der Börse an der Tagesordnung, dass es zu
Übertreibungen kommt. Und so kann eine Korrektur nach 7 – 10 %
nochmals kräftig nachlegen, ohne dass die Aktie dadurch zu
einer schlechten Aktie werden muss. Kommt es also vor, dass die
Aktie nochmals um weitere 7 – 10 % fällt, so muss zunächst
beurteilt werden, ob es Gründe gibt, die ich bei meiner
ursprünglichen Analyse übersehen habe. Wenn ich zu dem Schluss
komme, dass meine langfristig positive Einschätzung nach wie
vor Gültigkeit behält, so ist der erneute Kursrückgang wie ein
Ausverkauf zu sehen: Es gibt die Aktien nun im Sonderangebot.

Je nach Ihrer Liquidität können Sie in einer solchen Situation
nochmals Aktien nachkaufen. Diesen Teil der Aktien würden Sie
dann bereits wieder verkaufen, wenn der Kurs wieder soweit
angestiegen ist, dass die Korrektur wett gemacht wurde. Sie
hätten also für eine kurze Zeitphase eine große Position in der
Aktie, die Sie genau dann wieder auf ihr ursprüngliches Niveau
verkleinern, wenn der Kurs wieder dort steht, wo Sie
ursprünglich zu Ihrer Kaufentscheidung kamen.

Dieser Strategie liegt eine Annahme zugrunde: Je höher der Kurs
einer Aktie, desto größer das Risiko. Je weiter der Kurs
zurückkommt, desto kleiner wird das Risiko und somit kann ich
die Position vergrößern. Wenn der Kurs direkt nach dem Kauf der
ersten 50 Aktien bereits ansteigt, so haben wir zwar nur eine
kleine Position, aber diese Positionsgröße ist dem Risiko /
Chance – Verhältnis der Aktie angemessen.

VERKAUF

Ganz ähnlich verhält es sich dann beim Verkauft. Beim Erreichen
meines Zielkurses verkaufe ich zunächst die Hälfte meiner
Position. Je nach Situation fahre ich mit der verbleibenden
Position noch ein wenig weiter und setze ein Stopp Loss.

Manchmal kommt es vor, dass die Kurse sehr schnell ansteigen,
wie beispielsweise vor zwei Wochen sowie auch in dieser Woche.
Solche Phasen der Kursrallye enden meist mit einer heftigen
Korrektur. Vor zwei Wochen fand eine entsprechende Korrektur
statt, die den DAX in Deutschland an nur einem Tag um 1,5 %
nach unten riss. Nach den heftigen Kursanstiegen dieser Tage
erwarte ich in der kommenden Woche erneut eine Korrektur.

In einer solchen Situation können Sie die Performance Ihres
Depots verbessern, indem Sie spekulative Teilverkäufe
vornehmen. Sie können also einen Teil Ihrer langfristigen
Positionen verkaufen. Es eignen sich insbesondere diejenigen
Positionen, die zuvor die größten Kursgewinne verzeichneten.

In diesem Sinne kennzeichnete ich vor zwei Wochen einige
Positionen unserer Beobachtungsliste zum spekulativen Verkauf
bzw. zum Teilverkauf, mit dem Hinweis, diese Positionen in den
nächsten vier Wochen wieder aufzubauen.

Diese Vorgehensweise ist insbesondere bei den langfristigen
Positionen ratsam. Für die spekulativen Empfehlungen können Sie
schon eher einmal mit einem Schlag alles kaufen bzw. verkaufen.
Ich werde künftig deutlicher herausstellen, um was für eine
Empfehlung es sich jeweils handelt.


YAHOO!

Bei Yahoo! hat die Gegenreaktion stattgefunden, der Kurs ist
bis 28,86 USD angestiegen. Diejenigen, die meiner Empfehlung
folgten, den Optionsschein SCL1Z5 bei 0,43 Euro zu kaufen,
können diesen nun zu 0,47 Euro verkaufen. Es wundert mich, dass
der Optionspreis von Sal. Oppenheim im Tagesverlauf nur bis auf
0,48 Cents anstieg, und nicht bis auf 0,50 Euro, wie berechnet.
Offensichtlich ist man hier bewusst langsamer mit dem Anheben
des Verkaufsgebotes. Geben Sie sich mit den 9 % Kursgewinn
binnen einer Woche zufrieden und verkaufen Sie am Montag.


MICROSOFT

Das erste Quartalsergebnis, in dem Vista enthalten ist, hat die
Analysten positiv überrascht. Nach den Flops im MP3-Markt, bei
den Spielkonsolen und mit der Internetstrategie hat Microsoft
offensichtlich die Erwartungen für das Vista-Geschäft extrem
heruntergespielt.

Der Kurs notiert heute 5 % im Plus, unser Verkaufskurs von 30
US-Dollar ist damit übersprungen. Da sich Microsoft in unserer
spekulativen Empfehlungsliste befindet, würde ich nun die
Microsoft Position vollständig auflösen. Ihr Gewinn: 9 %.


APPLE

Diese Woche hat Apple wieder einmal die Erwartungen der
Analysten übertroffen, der Kurs sprang daraufhin erstmals über
100 US-Dollar. Diejenigen unter Ihnen, die eine „volle" Apple-
Position haben, sollten den Kurssprung nutzen um ein paar
Zwischengewinne mitzunehmen.

Ich werde mich in ein paar Monaten erst wieder mit Apple
beschäftigen, bis dahin bleibt Apple eine kleine Position im
Portfolio. Die Aussichten sind rosig, die iPhone-Einführung
steht bevor, doch bis erste Zahlen davon bekannt werden, sollte
noch eine ganze Zeit vergehen.

Kurse unter 70 US-Dollar würde ich als Kaufkurse sehen.


ABB

Auch ABB hat ein hervorragendes Ergebnis veröffentlicht. Bei
ABB können Sie auch Teilverkäufe tätigen, um Ihre Gewinne zu
sichern. Die Position notiert derzeit mit 47 % im Plus.


FedEx

Das Weihnachtsgeschäft ist schon lange vorbei und der niedrige
Ölpreis ist ebenfalls Geschichte. Dennoch sind die Aktien von
FedEx nicht angestiegen, vielmehr notieren Sie mit einem
mageren Plus von nur 2 % fast unverändert. Mangels Katalysator
löse ich diese Position nun vollständig auf. Verkaufen Sie also
FedEx.


JAPAN

In Japan pendelt der Nikkei in einem sich zuspitzenden Dreieck,
also in einer immer enger werdenden Handelsspanne. Ein Ausbruch
aus dieser Spanne steht unmittelbar bevor, ich erwarte einen
Ausbruch nach oben. Unsere Japan-Empfehlungen, den DB-Japan-ETF
und Matsushita, habe ich daher nochmals auf „Kaufen" gesetzt.


SELL IN MAY AND GO AWAY

Ich habe in den vergangenen Wochen schon häufig über diese alte
Börsenweisheit geschrieben. Sie beruht darauf, dass die Börsen
im historischen Vergleich zwischen Mai und September meist
schlechter laufen als zwischen September und Mai.

In diesem Jahr glaube ich aber nicht an diese Weisheit. Auch im
vergangenen Jahr schon traf diese Weisheit nicht zu. Ab Juni
sind die Kurse im vergangenen Jahr nur noch angestiegen.

Chinas Einfluss auf die Weltfinanzmärkte ist seit dem Crash im
vergangenen Mai bekannt. Der Crash dauerte jedoch gerade einmal
sechs Wochen, dann waren die alten Höchststände wieder
erreicht. Das zweite und dritte Mal, dass China mit seinem
wirtschaftlichen Hüsteln für weltweite Irritationen sorgte, war
im Januar und nun vor zwei Wochen. Im Januar steckte man die
Probleme binnen einer Woche weg, vor zwei Wochen dauerte es nur
noch ein Tag.

Ich habe den Eindruck, dass die Indizes derzeit zu stark
angestiegen sind. Das Bewertungsniveau ist noch immer günstig,
da die Unternehmensgewinne ebenfalls stark angestiegen sind.
Aber nach Kursrallyes von 10 % und mehr benötigt die Börse
erfahrungsgemäß eine Verschnaufpause. Und wenn dann der
Wonnemonat Mai mit den ersten Sonnentagen vor der Tür steht,
dann ist schnell einmal eine kleine Korrektur eingeläutet.

Daher bin ich nun für die nächsten Wochen vorsichtig und habe
heute verstärkt zu Verkäufen und Gewinnmitnahmen geraten. Aber
kehren Sie der Börse bitte nicht den Rücken.

Denn wenn Sie erst im September wieder einsteigen, dann werden
die Indizes meiner Erwartung nach schon deutlich höher stehen
als heute. Ich erwarte also eine Verschnaufpause, diese wird
jedoch nur wenige Wochen andauern.

Dünnen Sie Ihr Portfolio an diesen Rekordtagen also etwas aus
und halten Sie sich bereit, in den nächsten Wochen wieder
einzusteigen – bevor Bernanke erstmalig von einer möglichen
Zinssenkung spricht.

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04. DEPOT-CHECK: WIE GUT IST IHRE RISIKOSTREUUNG?

===============================================================

Nur wer ein diversifiziertes Portfolio hat, wer also in seinem
Depot eine gesunde Risikostreuung verwirklicht hat, wird bei
plötzlichen Korrekturen wie in diesen Tagen dennoch gut
schlafen können. Spekuliert wird hier im Heibel-Ticker nur mit
einem kleinen Teil des Vermögens. Der Rest wird auf solide Füße
gestellt.

Es folgt nun eine Analyse auf Risikostreuung von den 5 größten
Positionen eines Lesers. Dabei werde ich weniger auf die
einzelnen Werte eingehen, als viel stärker auf die Branchen, in
denen sie wirtschaften. Schicken Sie mir Ihre 5 größten
Positionen an Risikostreuung/at/heibel-ticker/./de. Bitte
unterschreiben Sie mit Ihrem Vornamen und der Stadt, in der Sie
leben. Diese Information wird dann veröffentlicht.

==========

Im Moment haben wir alle Depotchecks aufgearbeitet und freuen
uns auf neue Anfragen von Ihnen

==============================================================
05. LESERFRAGE: EBAY
==============================================================

Ihre Fragen schicken Sie bitte an leserfragen/at/heibel-
ticker/./de. Ich werde künftig nur noch eine Leserfrage
veröffentlichen. Den Rest beantworte ich direkt. Bitte fragen
Sie mich nur zu Unternehmen mit einem Marktwert von mindestens
100 Mio. Euro bzw. USD.

=================

FRAGE:

Sehr geehrter Herr Heibel,

ich habe mit großem Interesse Ihren Artikel im neuen Heibel
Ticker Plus über Yahoo gelesen.

Kürzlich haben Sie bei Ihrer Analyse meinen Favoriten Ebay sehr
positiv eingestuft, ich habe im Anschluss auch eine Position
Ebay Aktien erworben. Danach ist Ebay konstant gestiegen, die
Position war vor wenigen Tagen bis kurz vor Bekanntgabe der
aktuellen Zahlen bis 8% im Plus. Die bekannt gegebenen Zahlen
waren laut Medien hervorragend, im nachbörslichen Handel soll
die Aktie sogar um 5% gestiegen sein. Am nächsten Tag
(Donnerstag) ist Ebay zu meiner Überraschung allerdings massiv
gefallen. Als Laie bin ich natürlich ein bisschen verwundert,
haben Sie vielleicht nähere Infos zu diesem Absturz, sind es
vielleicht ähnliche Gründe wie bei Yahoo (Verfall von
Optionsscheinen)?

Vielleicht bietet sich auch der Rücksetzer zu Nachkauf an,
eventuell ein Call (kann derzeit bei meinem Broker im Rahmen
einer Aktion Zertifikate der Commerzbank im Direkthandel
spesenfrei handeln)?

Für einen kurzen Rat wäre ich dankbar.

Mit freundlichen Grüßen, Frank aus Wien


ANTWORT:

Nein, meiner Ansicht nach hat der Kursverfall bei Ebay nichts
mit dem Optionsverfallstag zu tun. Der Grund für den
Kursrückgang war die Enttäuschung der Anleger über die
nachlassende Wachstumsgeschwindigkeit. Das sind Probleme auf
sehr hohem Niveau. Ich werde versuchen die Richtlinien der
Anleger zu erläutern:

Es gibt verschiedene Gründe, warum jemand eine Aktie kauft. Bei
Ebay könnte ich mir die Wachstumsgeschwindigkeit von über 30 %
als Grund vorstellen, oder die hohe Gewinnmarge von 33 %. Da
sind insbesondere risikofreudige Anleger auf dem Plan, sie
wittern hier überdurchschnittliche Aktienkursgewinne. Natürlich
sind solche Anleger häufig auch die Fondsmanager von
Wachstumsfonds, die über viele Milliarden USD verfügen.

Ebay hat nun ein Quartalsergebnis vermeldet, das zwar besser
war als erwartet, das aber deutliche Rückgänge bei den obigen
Kennziffern zu Tage brachte: Die Gewinnmarge sank auf 23 %, das
Umsatzwachstum auf 21 %. Für ein Unternehmen mit 6 Mrd. USD
Umsatz und 2 Mrd. USD Gewinn sind das beachtliche Zahlen, jeder
Anleger ist froh, wenn er in ein solches Unternehmen
langfristig anlegen kann.

Aber kurzfristig hat der Rückgang dieser Kennziffern dazu
geführt, dass einige Anleger, insbesondere die kurzfristig und
spekulativ eingestellten, Ihre Positionen in Ebay verkleinerten
oder auflösten.

Ich würde sagen: Ebay wird erwachsen. Damit wird sich auch der
Aktionärskreis verändern: Spekulanten werden Ebay den Rücken
kehren, langfristig orientierte Aktionäre werden einsteigen.
Spekulanten haben natürlich schneller reagiert, daher ist der
Kurs nun erst einmal unter Druck geraten.

Das KGV steht bei 42, ist also für die aktuelle
Wachstumsgeschwindigkeit angemessen. Auch wenn der Kursrutsch
kurzfristig noch ein wenig ausgebaut werden könnte, so rechne
ich jedoch auf Sicht von einigen Monaten schon wieder mit
Kursen, die über dem Kursniveau von vor der Veröffentlichung
des Quartalsergebnisses notieren.

Chance für Optionsschein? Nun, so weit würde ich mich bei Ebay
nicht aus dem Fenster lehnen, da, wie gesagt, kurzfristig der
Kurs auch nochmals weiter abrutschen könnte.

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06. BEOBACHTETE WERTE
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Bitte beachten Sie auch den Kundenbereich auf meiner
Internetseite unter www.heibel-ticker.de. Dort finden Sie
aktuelle Charts mit meinen jeweils aktualisierten
Einschätzungen.

==========

Im Wochenverlauf habe ich zu mehreren Titeln Anmerkungen im
Kundenbereich der Webseiten verfasst. Selten sind diese
Anmerkungen nur tagesaktuell, es reicht in der Regel, wenn Sie
einmal die Woche dort hinein schauen.

Auf der Einstiegsseite heibel-ticker.de sehen Sie im Ticker am
oberen Bildrand auf den ersten Blick, zu welchen Titel aktuelle
Anmerkungen erstellt wurden.

Hier nun die Übersicht über die offenen Positionen. Wie
angekündigt habe ich jeweils die langfristigen von den
spekulativen Positionen getrennt. Bei den langfristigen
Positionen werde ich in den kommenden Wochen jeweils eine
Risikostreuung berücksichtigen.

Weiter habe ich in Empfehlungen unterschieden zwischen denen,
die vorwiegend über die deutschen Börsen zu haben sind, und
jenen, die Sie in Ihr US-Depot kaufen sollten.

Insgesamt gibt es nun also vier Kategorien: Deutsches Depot
lang- und kurzfristig sowie US-Depot lang- und kurzfristig.

Unter „Änd" steht die Gesamtveränderung seit Empfehlung. Unter
„Woche" steht die Änderung zur Vorwoche. Unter „Empf." steht
die Empfehlung, ob diese Position zu H - Halten, K - Kaufen,
V – Verkaufen, TV - Teilverkaufen ist oder mit einem SL - Stop
Loss versehen werden sollte.

Firma Kürzel Kauf am 26.4.07 Änd. Woche Empf.

DEUTSCHES DEPOT
LANGFRISTIG
UBS UB0BL6 12.5.06 48,59 € 9% 6% H
Apple Comp. 865985 21.1.06 73,83 € 41% 10% TV
Anglo American 922169 29.12.06 39,57 € 6% -1% H
DB Japan ETF DBX1MJ 27.2.07 37,43 € -8% -1% K
Goldbarren 100 gr. 13.10.06 1.575,00 € 2% -2% H
Goldmünze 20 Mk Wil 13.10.06 109,50 € -9% -3% H
GMAC 2010 5,75% 908511 24.3.06 99,90 € 9% 0% SL

SPEKULATIV
Yahoo! 900103 21.7.06 20,63 € 3% 1% V
ABB 919730 4.8.06 14,69 € 47% 0% TV
Nabors Ind. 662778 21.1.06 23,65 € -16% 3% H
Gold Zert. ABN 859341 2.6.06 49,60 € 1% -2% H
Berentzen AG 520163 28.7.06 5,52 € -21% -5% K
Matsushita 853666 27.2.07 14,57 € -5% 0% K
Yahoo! Call SOP SCL1Z5 18.4.07 0,44 € 0% 0% V

US-DEPOT
LANGFRISTIG
Goldman Sachs GS 23.6.06 $224,81 50% 3% H
Google GOOG 20.10.06 $481,18 13% 2% H
Sears Holding SHLD 20.10.06 $189,20 9% 0% H
BHP Billiton BHP 26.1.07 $49,23 23% 0% TV
Japan ETF EWJ 27.2.07 $14,47 -4% -1% K
Gold&SilberfondsCEF 13.10.06 $9,44 16% -1% H

SPEKULATIV
Mastercard MA 23.6.06 $108,56 129% -1% TV
Marvell MRVL 17.4.06 $16,70 -24% -4% K
Microsoft MSFT 17.3.06 $29,10 5% 1% V
FedEx FDX 28.9.06 $108,27 2% 1% V
Gold ETF GLD 13.10.06 $66,87 15% -1% H
Silber ETF SLV 13.10.06 $132,60 16% -2% H
Fannie Mae FNM 10.11.06 $59,10 -2% 2% H
DRD Gold A0DNZ1 3.11.06 $0,74 -43% 0% K
Transocean RIG 19.1.07 $86,41 15% 7% TV
Annaly Cptl. MgmNLY 23.3.07 $16,13 8% 1% H

SL: GMAC Anleihe bei 98 % zur Absicherung der Gewinne wegen
unsicherer Zukunft GMs
V: Microsoft bei 30 US-Dollar verkaufen – Verkaufslimit wurde
erreicht

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Eine erfolgreiche Börsenwoche,
take share

Stephan Heibel
http://heibel-ticker.de


mailto:info@heibel-ticker.de

==============================================================
07. DISCLAIMER / HAFTUNGSAUSSCHLUSS UND RISIKOHINWEISE
==============================================================

Wer un- oder überpersönliche Schreib- oder Redeweisen
nachmacht oder verfälscht oder nachgemachte oder verfälschte
un- oder überpersönliche Schreib- oder Redeweisen in Umlauf
setzt, wird mit Lust-, manchmal auch mit Erkenntnisgewinn
belohnt; und wenn alles gut geht, fällt davon sogar etwas für
Sie ab. (frei nach Robert Gernhardt)

Wir recherchieren sorgfältig und richten uns selber
nach unseren Anlageideen. Dennoch müssen wir jegliche
Regressansprüche ausschließen, die aus der Verwendung
der Inhalte des Heibel-Tickers entstehen könnten.

Die Inhalte des Heibel-Tickers spiegeln unsere Meinung
wider. Sie stellen keine Beratung, schon gar keine
Anlageempfehlungen dar.

Die Börse ist ein komplexes Gebilde mit eigenen Regeln.
Anlageentscheidungen sollten nur von Anlegern mit
entsprechenden Kenntnissen und Erfahrungen vorgenommen
werden. Anleger, die kein tiefgreifendes Know-how über
die Börse besitzen, sollten unbedingt vor einer
Anlageentscheidung die eigene Hausbank oder einen
Vermögensverwalter konsultieren.

Die Verwendung der Inhalte dieses Heibel-Tickers erfolgt
auf eigene Gefahr. Die Geldanlage an der Börse
beinhaltet das Risiko enormer Verluste bis hin zum
Totalverlust des eingesetzten Kapitals.

Es tut mir Leid, dass im Heibel-Ticker nicht die viel
versprechenden neuen Regeln der Rechtschreibreform
berücksichtigt werden, aber ich müßte Kopf stehen, um
diese zu verstehen.

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