H E I B E L - T I C K E R S T A N D A R D
F I N A N Z I N F O R M A T I O N E N
- Einfach einen Tick besser -
DEUTSCHE BIBLIOTHEK : ISSN 1862-5428
8. Jahrgang - Ausgabe 09 (01.03.2013)
Erscheinungsweise: wöchentlich Freitag/Samstag
I N H A L T
| 01. | Info-Kicker: Stufen zum Erfolg: Italien, Zwangsverwaltung, Haushaltskürzung |
| 02. | So tickt die Börse: Europäischer Zirkus hat endlich auch Clowns |
| - Wochenperformance der wichtigsten Indizes | |
| 03. | Sentiment: Einbruch der mittelfristigen Zuversicht |
| - Deutsche Börse | |
| - Anheuser Bush | |
| - Adva Optical | |
| - Volkswagen | |
| - Top Analystenziele | |
| - Deutsche Telekom | |
| 04. | Ausblick: TK Maxx auf Erfolgskurs Dank Konjunkturchaos |
| 05. | Unterm Strich: Der Bulle lebt! |
| - : | |
| 06. | Update beobachteter Werte |
| Neue Spekulation auf Bankensektor | |
| Übertriebener Ausverkauf, Nachkaufen | |
| Durchwachsene Zahlen, positiver Trend | |
| Keine Rückstellung für Gerichtsverfahren | |
| Finanzchef stellt Immobilienverkauf in Aussicht, nennt Margenziel | |
| 07. | Übersicht HT-Portfolio |
| 08. | Disclaimer / Haftungsausschluss und Risikohinweise |
| 09. | An-/Ab-/Ummeldung |
01. Info-Kicker: Stufen zum Erfolg: Italien, Zwangsverwaltung, Haushaltskürzung
Liebe Börsenfreunde,
ungeachtet der vermeintlich dramatischen Vorgänge in Italien und in den USA steigen die Aktienbörsen weiter an, der Dow Jones notiert in Schlagdistanz zum Allzeithoch. Wie kann das sein, wo doch den USA die Zwangsverwaltung droht, 85 Mrd. USD Haushaltskürzungen umgesetzt werden müssen und wo in Italien die europäische Einigung wieder einmal in Frage gestellt wird? Ganz einfach: Die Börse steigt stets durch die Bewältigung von Problemen. Mehr dazu in Kapitel 02.
Auch die Stimmung ist eingetrübt. Waren Anleger bislang zumindest mittelfristig noch von steigenden Kursen überzeugt, so ist auch diese Zuversicht nach den Wahlen in Italien dahin. Was die Stimmung für die weitere Börsenentwicklung bedeutet, zeige ich in Kapitel 03.
TJX heißt die Muttergesellschaft von TK Maxx, einem Kleidungs-Diskounter, der den Nerv der Zeit getroffen hat. Ich habe das Unternehmen heute in Kapitel 04 detailliert analysiert.
Die Situation ist verworren und Anleger sind in diesen Tagen wie ein Blatt im Wind. Daher habe ich die zeitliche Perspektive einmal wieder etwas verlängert und eine klare Einschätzung für die nächsten Jahre in Kapitel 05 abgegeben.
Wie immer finden Sie wichtige Updates zu unseren offenen Positionen in Kapitel 06 und eine Übersicht in Kapitel 07.
Die PDF-Version dieser Ausgabe steht Ihnen ab sofort im Archiv sowie unter dem folgenden Link zur Verfügung: https://www.heibel-ticker.de/downloads/hts130301.pdf
Nun wünsche ich eine anregende Lektüre,
take share, Ihr
Börsenschreibel
Stephan Heibel
Chefredakteur und
Herausgeber des
Heibel-Ticker
02. So tickt die Börse: Europäischer Zirkus hat endlich auch Clowns
Was haben wir Deutsche schon unter den Verhohnepipelungen der Italiener, nicht zuletzt Berlusconis, gelitten! Nein, das könne man ihnen nicht verübeln, das gehöre zum normalen Vokabular eines Italieners, hieß es stets, um die Gemüter zu beruhigen.
Wenn nun die nüchternen Deutschen auf den angeschlagenen EU-Partner zurückschlagen, dann schlägt das natürlich hohe Wellen. Der Ausweg, das sei doch nicht so gemeint, wurde von Steinbrück persönlich zerstört: Nein, das war genauso gemeint! Die Italiener haben sich zwei Clowns an die Macht gewählt. Nun, zum Glück scheinen die beiden einen grundverschiedenen Humor zu pflegen, sodass sie zu einer Regierungsbildung nicht in der Lage sind. Ups, auf eine Einladung des italienischen Präsidenten Napolitano darf nun auch Ihr Autor nicht mehr hoffen :-(
Die Rettung kommt nun jedoch aus Österreich: Bernhard Paul, Chef des Zirkus Roncalli, beklagt sich öffentlich über den Vergleich mit dem ehrenwerten Beruf eines Clowns. Ein Clown bringe die Menschen zum Lachen, ohne sie zu Opfern zu machen - das habe nichts mit Bunga Bunga zu tun. Nun, Rettung? Ich glaube eher, Steinbrück, Paul und ich sollten uns mal zu einem ausgelassenen Essen treffen :-)
Das Signal der Wahlen ist deutlich: Anders als Griechenland, Portugal und Irland, deren Nationalstolz hinter der EU-Einigung zurückstehen musste, konnten die Spanier bislang den Hilfsantrag vermeiden und die Italiener haben nun ganz klar gezeigt, dass sie mit dem deutschen Spardiktat nicht weitermachen wollen. Auch bei Neuwahlen in Italien ist ein Überraschungssieg einer pro-europäischen Koalition derzeit eher unwahrscheinlich.
Anleger haben die Meldungen aus Italien mit Bestürzung aufgenommen ... und gingen am nächsten Tag zur Tagesordnung über. Hmmm, so ganz schmeckt mir das nicht. Natürlich sind die wichtigsten Reformschritte mit diesem Wahlergebnis nicht so einfach zurückzudrehen. Doch auch der Stillstand vor dem Hintergrund der aktuellen Patt-Situation dürfte, je länger er anhält, den Euro belasten.
Maßgeblich für den schnellen Übergang zur Tagesordnung war die Auktion italienischer Staatsanleihen kurz nach der Verkündung des Wahlergebnisses. Der Zins war zwar von 4,17% auf 4,83% angesprungen, doch das reichte bereits aus, um Anleger von diesem Schnäppchen zu überzeugen; die Auktion war mit dem 1,6-fachen überzeichnet. Von Flucht oder Käuferstreik nach dem gewählten Chaos in Italien keine Spur.
EZB-Chef Draghi wird's schon richten, denken sich wohl die Anleger. Immerhin haben die Italiener die Notenbank fest im Griff, italienische Verhältnisse werden vielleicht zu einer Abwertung des Euros führen, nicht aber zu einem Schuldenschnitt, so die einhellige Meinung, die ich aus gestiegenem Zins und hoher Nachfrage herauslese.
Sie wissen: Japan, die USA und England werten ihre Währungen ab was das Zeug hält. Nur die EZB verfolgt noch das Ziel der stabilen Währung. Mit Ex-Staatschef Monti hat Kanzlerin Merkel einen wichtigen Verbündeten der Stabilitätskultur verloren. Nun bleibt nur noch der spanische Premier Rajoy als konservativer Gesinnungsfreund. In Frankreich pocht Hollande schon lange auf weitere geldpolitische Lockerungen.
Schauen wir uns einmal an, wie die wichtigsten Indizes auf diese Entwicklung reagiert haben:
WOCHENPERFORMANCE DER WICHTIGSTEN INDIZES
| INDIZES | 28.2.13 | Woche Δ |
| Dow Jones | 14.054 | 1,3% |
| DAX | 7.742 | 2,1% |
| Nikkei | 11.606 | 1,9% |
| Euro/US-Dollar | 1,31 | -0,9% |
| Euro/Yen | 121,38 | -1,5% |
| 10-Jahres-US-Anleihe | 1,89% | -0,09 |
| Umlaufrendite Dt | 1,17% | -0,17 |
| Feinunze Gold | $1.579 | -0,1% |
| Fass Brent Öl | $111,01 | -2,8% |
| Kupfer | 7.727 | -1,8% |
| Baltic Dry Shipping | 757 | 2,7% |
Entsprechend ist der Euro nach dem Wahlergebnis kräftig abgerutscht, das Wochenminus beträgt 0,9%. Die Aktienbörsen haben aufgrund des guten Auktionsergebnisses die Italien-Sorge schnell abgeschüttelt. Zudem hat US-Notenbankchef Bernanke diese Woche seine Strategie der lockeren Geldpolitik bekräftigt. Sorgen, die nach der Veröffentlichung des jüngsten Notenbankprotokolls aufgekommen waren (Mitglieder hatten eine Diskussion der lockeren Strategie auf die Tagesordnung der nächsten Sitzung gesetzt), sind damit zerstreut worden.
Aber eines ist wieder da: Europäer kaufen wieder die Staatsanleihen des "Sicheren Hafens" Deutschland. Die Rendite der Bundesanleihen ging gleich um 0,2 Prozentpunkte zurück.
Auch im DAX wurden wieder die großen deutschen Titel gesucht: Mit Bayer - Chemie, HeidelbergCement - Bau, Fresenius - Pharma, K+S - Rohstoff, Beiersdorf - Konsumartikel und der Münchener Rück - Versicherung führen Unternehmen jeglicher Branchen den DAX in dieser Woche an. Es gibt also nicht eine Rotation von einer in die andere Branche, sondern einen breiten Anstieg der Aktien mit Ausnahme von Einzelschicksalen.
Heute notiert beispielsweise die Deutsche Bank mit 6% im Minus. Grund dafür ist eine Studie von Goldman Sachs, die sich mit den neuen Auflagen der US-Notenbank Fed für ausländische Banken beschäftigt. Die überzogenen Renditeziele der Deutschen Bank seien damit nicht mehr erreichbar. Insbesondere die niedrige Kapitalisierung der europäischen Banken sei besorgniserregend.
Es handelt sich in meinen Augen eher um ein Statement zum europäischen Bankensektor im Allgemeinen, wobei natürlich die große Deutsche Bank explizit genannt wird. Ich halte das heutige Minus aber für übertrieben.
Im MDAX stehen ProSiebenSat.1 Media und EADS an der Spitze der Wochenperformance. Beide Unternehmen haben Quartalszahlen vorgelegt, die positiv überrascht haben. ProSiebenSat.1 bietet eine Sonderdividende (war erwartet worden) und kündigte die Umwandlung der Vorzugsaktien in Stammaktien an. Das gibt mehr Spielraum für Fusionen und Übernahmen in der Zukunft und wird von den Anlegern honoriert. EADS zeigt, wie es in der Flugzeugindustrie aussieht: Rosig! Da ist es also kein Wunder, dass Boeing trotz der Probleme mit dem Dreamliner ebenfalls nahe am 5-Jahreshoch notiert.
Und an dritter Stelle kommt Leoni, das Unternehmen, das Autos verkabelt. Auch hier sind wir mit an Bord.
03. Sentiment: Einbruch der mittelfristigen Zuversicht
Der Kursverlauf dieser Woche spiegelt den Stimmungseinbruch nicht wider. Nach der Wahl in Italien sind die Zweifel an der Zukunftsfähigkeit des Euros wieder größer geworden. Während Anleger kurzfristig ohnehin schon keine eindeutige Positionierung mehr am Aktienmarkt vorgenommen hatten, bröckelt nun auch die mittelfristige Zuversicht deutlich ab.
Gestern hat der Dow Jones sein Allzeithoch um nur 20 Punkte knapp verfehlt, bevor es zum Tagesschluss aus Angst vor den Budgetkürzungen deutlich abwärts ging.
So ergibt die deutlich eingetrübte Stimmung bei gleichzeitig knapp unter Höchstständen notierenden Aktienindizes ein widersprüchliches Bild ab. Glauben wir an den "Kontraindikator Sentiment", dann sollten nun die Voraussetzungen für das baldige Erreichen neuer Rekordhöhen vorhanden sein.
Insbesondere die mittelfristige Zuversicht ist erfahrungsgemäß sehr spät eingebrochen, häufig erst dann, wenn der DAX schon einen neuen Aufwärtstrend eingeschlagen hatte. Allerdings wäre aus dieser Betrachtungsweise auch nach wie vor noch ein letzter, kurzer aber heftiger Ausverkauf im DAX möglich, bevor es dann mit Schwung nach oben geht.
Alles in allem bleibt es bei meiner Einschätzung, dass ein nachhaltiger Kurseinbruch, ein neuer Bärenmarkt, derzeit nicht droht, sondern tendenziell in den kommenden Monaten eher Kurse über 8.000 Punkte zu erwarten sind. Wir würden also einen kurzfristigen Rückschlag erneut für weitere Käufe nutzen.
Sentimentdaten
Privatanleger
7. KW: 67% Bullen (202 Stimmen)
8. KW: 59% Bullen (175 Stimmen)
9. KW: 65% Bullen (190 Stimmen)
Kaufempfehlungen der Privatanleger
Volkswagen VZ, Adva Optical
Verkaufsempfehlungen der Privatanleger
Dt. Börse, Wacker Chemie, Anheuser Bush
DEUTSCHE BÖRSE
So werden Vermögen gemacht: Die Deutsche Börse hatte schon im vergangenen Jahr mit der Chicago Mercantile Exchange (CME) über einen möglichen Zusammengang verhandelt, das Vorhaben wurde jedoch frühzeitig abgeblasen.
Am Wochenende hatte Bloomberg berichtet, die CME hätte erneut Gespräche angeboten. Umgehend sprang der Kurs der Deutschen Börse um 10% in die Höhe, bis im Laufe des Vormittags das Dementi kam. Inzwischen ist der vorübergehende Kursgewinn wieder vollständig abgegeben.
Keine Ahnung, wer dieses Gerücht gestreut hat - er dürfte aber durch diese Achterbahnfahrt ein Vermögen gemacht haben.
ANHEUSER BUSH
Dem US-Bierbrauer wird vorgeworfen, zu viel Wasser in sein Bier zu mischen, um mehr Gewinn zu machen. Meine persönliche Einschätzung dazu: Ja, das muss stimmen. In meiner Zeit in den USA ist es mir durch den Konsum von Budweiser nicht gelungen, einen vergleichbaren Pegel zu erreichen wie hierzulande. Doch auch in Deutschland dürfen wir uns nicht in Sicherheit wähnen: Becks gehört zu Anheuser Bush und könnte damit als nächstes dem Gewinnstreben des Konzerns zum Opfer fallen (bislang nicht Gegenstand der Klagen). Meine Empfehlung: Schauen Sie sich frühzeitig nach Alternativen um ;-)
ADVA OPTICAL
Adva Optical hat diese Woche Zahlen vorgelegt, die im Wesentlichen den Erwartungen entsprachen. Der Ausblick jedoch war überraschend pessimistisch, die Aktie brach in Folge dessen um 12% ein. Adva ist ein solides Unternehmen, das den Ausbau optischer und leistungsfähiger Netzwerke vorantreibt. In den USA haben die großen Telcos wie AT&T und Verizon ihre Investitionen in diesem Bereich kräftig angehoben. Hintergrund ist, dass dort die Netze aus allen Nähten platzen. In Deutschland sind wir weit von einer Überlastung, von permanent verlorenen Telefonaten, entfernt, sodass hier ein geregelter weiterer Ausbau erfolgt. Ich habe den Eindruck, dass hier die Erwartungen der Anleger von den USA zu stark in die Höhe getrieben wurden.
VOLKSWAGEN
Oha, erste Kratzer am Lack des Gipfelstürmers. Volkswagen hat diese Woche eine überraschend konservative Absatzprognose für das laufende Jahr ausgegeben. Insbesondere die Schwäche in Westeuropa dürfte das Geschäft belasten, sowohl bei den absoluten Stückzahlen als auch beim erzielten durchschnittlichen Verkaufspreis. Analysten haben ihre Kursziele gesenkt, überwiegend das Kauf-Votum aber belassen. Die reduzierte Prognose lässt auch in meinen Augen wieder Spiel für positive Überraschungen. Der Kurs ist von 187 auf 161 Euro zurückgekommen und bietet in meinen Augen damit eine Kaufgelegenheit.
Sie wollen wissen, was die Analysten im Einzelnen für Aussagen treffen und wo sie die größten Chancen sehen? Ich habe für Sie eine Übersicht der Analysen mit den höchsten Kurszielen ausgearbeitet. Die Liste zeigt ganz einfach an, wo das aktuelle Kursziel des Analysten prozentual am meisten über dem aktuellen Kurs liegt. Die Details zu den einzelnen Empfehlungen finden Sie unter
http://www.aktien-meldungen.de/Aktienresearch/Top-Aktien
TOP ANALYSTENZIELE
| Unternehmen | Analyse v. | Kurs | Kursziel | Upside |
| Wilex | 27.2 | 1,68 € | 3,00 € | 78,57% |
| Adler Mode | 26.2 | 6,23 € | 10,70 € | 71,75% |
| Gesco | 27.2 | 57,45 € | 95,00 € | 65,36% |
| Dt. Telecom | 28.2 | 8,03 € | 12,00 € | 49,44% |
| RIB Software | 26.2 | 4,44 € | 6,50 € | 46,40% |
| Dialog Semi | 26.2 | 13,81 € | 20,00 € | 44,82% |
| ThyssenKrupp | 25.2 | 16,77 € | 24,00 € | 43,11% |
| Homag | 1.3 | 12,88 € | 18,00 € | 39,75% |
| Marseille Klinik | 25.2 | 5,34 € | 7,20 € | 34,83% |
| Beta Systems | 26.2 | 1,93 € | 2,60 € | 34,72% |
Es handelt sich um Analysen aus dieser Woche. Bitte genießen Sie diese Übersicht mit Vorsicht. Sie wissen ja, dass häufig auch ein Eigeninteresse des Analysten für eine rosa Brille sorgen kann, weshalb Analysteneinschätzungen tendenziell optimistischer ausfallen, als es die Realität anschließend erlauben würde (Sellside-Analysen). Aber die Übersicht gibt einen Eindruck darüber, wo die Erwartungen mit dem aktuellen Kurs am weitesten auseinander liegen. Wer letztlich Recht haben wird, der Analyst oder die Anleger, die den Kurs machen, ist in jedem Einzelfall individuell zu beurteilen.
DEUTSCHE TELEKOM
Rückläufiger Umsatz, teure Fehlinvestition in den USA und ein Großaktionär (unsere Regierung), der vor allem Wert auf eine hohe Dividende legt und damit Investitionen in die Zukunft erschwert - was sollen wir von dieser Aktie halten? Nun, wer regelmäßig eine schöne Dividende vereinnahmen, dabei jedoch unberührt der Wertvernichtung des Unternehmens zusehen möchte, der ist bei der Deutschen Telekom gut aufgehoben. Man muss schon Politiker sein, um ein solches Denken an den Tag zu legen. Solange unser Staat 32% an der Deutschen Telekom hält, ist mit einer Besserung nicht zu rechnen.
04. Ausblick: TK Maxx auf Erfolgskurs Dank Konjunkturchaos
Der Ausblick bleibt den zahlenden Abonnenten des Heibel-Ticker PLUS vorbehalten. Bitte haben Sie Verständnis dafür, aber ohne eine kleine Einnahmequelle kann ich diesen Dienst nicht aufrecht erhalten.
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Hier im Heibel-Ticker Standard erhalten Sie überwiegend vergangenheitsbezogene Erklärungen von mir. Detaillierte Analysen und Einschätzungen über die künftige Börsenentwicklung gibt es nur im kostenpflichtigen Heibel-Ticker PLUS. Das Angebot für die zahlenden Abonnenten des Heibel-Ticker PLUS baue ich kontinuierlich weiter aus und komme dabei insbesondere den Wünschen meiner Kunden nach. Inzwischen bietet das Heibel-Ticker PLUS Abonnement folgende Zusätze:
INTERNET: Kundenbereich
- täglich aktuelle Einschätzungen zu den Meldungen, die unsere offenen Positionen betreffen
- einen Chart für jede offene Position, um die Kurssituation schneller zu erfassen
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- Sie können sich aus den empfohlenen Werten Ihr eigenes Musterportfolio zusammenstellen, um gezielter und schneller die für Sie relevanten Neuigkeiten zu sehen.
Weiterhin erhalten meine Kunden eine übersichtliche Tabelle über alle offenen Positionen mit der jeweiligen Wochenperformance sowie Performance seit Empfehlung und mit einer Übersicht über die anstehenden Aktivitäten wie Stopp Loss nachziehen oder verkaufen bzw. kaufen.
Für die besonders aktiven Anleger unter Ihnen biete ich an, die unterwöchigen Updates direkt per E-Mail an Sie zu senden und ich benachrichtige Sie im Falle von Aktionsempfehlungen (Kauf oder Verkauf) direkt per SMS auf Ihr Handy. Dabei handelt es sich um einen Zusatzdienst (Express!), den ich mit 5 € pro Monat berechne. Keine Angst, sämtliche Updates befinden sich natürlich dann auch nochmals in der Freitagsausgabe für die normalen PLUS-Kunden.
Den Reaktionen meiner Kunden entnehme ich, dass der Heibel-Ticker PLUS die Bedürfnisse von Anlegern gezielt und verständlich sowie fundiert und erfolgreich befriedigt. Schauen Sie sich das neue Angebot einmal mit einem Schnupperangebot (6 Wochen zu 16 Euro) an. Es würde mich freuen, wenn ich Sie als neuen Abonnenten gewinnen kann.
Für eine Jahresgebühr von 120 Euro erhalten Sie ein Jahresabonnement sowie einen Vorzugspreis für sämtliche Sonderanalysen, die in unregelmäßigen Abständen veröffentlicht werden. Viele Sonderanalysen stelle ich den Heibel-Ticker PLUS Kunden sogar kostenfrei zur Verfügung.
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05. Unterm Strich: Der Bulle lebt!
Fr, 01. März um 15:52 Uhr
Das Erreichen von Meilensteinen führt immer zu Verkäufen! Der Dow Jones war wenige Punkte von seinem Allzeithoch entfernt, da wurde in der letzten Handelsstunde gestern Abend eine Verkaufswelle losgetreten, die uns heute wieder an der Nachhaltigkeit der Rallye zweifeln lässt. Nach dem Wahlergebnis in Italien waren die Weltuntergangsrufer wieder im Fernsehen unterwegs mit Empfehlungen wie "Jetzt ALLES verkaufen", "Raus, so schnell wie es geht" usw. Doch der DAX hat diese Woche 1,7% zugelegt, der Dow Jones wird in den kommenden Tagen ein Allzeithoch erklimmen.
Vielleicht ist der Einbruch der mittelfristigen Zuversicht bei unserer animusX-Sentimentumfrage genau das, was die Börsen jetzt brauchen, um neue Rekordhochs zu erklimmen. Zwangsverwaltung in den USA, Ausgabenkürzung um 85 Mrd. USD, in China mehren sich die Zweifel am Konjunkturaufschwung und in Europa droht Italien den Euro wieder in Frage zu stellen. Ohh ja, es wird schlimm enden..., doch zuvor werden die Aktienkurse steigen. Und da sollten wir dabei sein.
Viele von Ihnen werden kaum noch Erinnerungen an den letzten wirklichen Bullenmarkt haben. Er endete zur Jahrtausendwende. Damals musste man kurze Rücksetzer von 3-5% kaufen, um beim nächsten Lauf zu neuen Rekorden dabei zu sein. Rücksetzer von 7-10% waren eine Seltenheit und sorgten auch damals in der Regel eher dafür, dass man in das Verkaufsgeschrei einfiel, anstatt die Gunst der Stunde zu nutzen. Und Korrekturen von 15-20%, wie sie im DAX in den vergangenen zehn Jahren regelmäßig auftraten, zuletzt im Frühjahr 2012, gab es nur alle paar Jahre einmal.
Es gibt eine Menge Probleme, die wie ein Damoklesschwert über uns kreisen. Sehen wir es einfach so: Anleger wollen das Damoklesschwert selbst in die Hand nehmen und peitschen die Aktien daher so weit hinauf, dass man das Damoklesschwert greifen kann.
Eine Einbahnstraßenrallye wie in den 90ern erwarte ich noch nicht. Wie gesagt, dazu gibt es zu viele Damoklesschwerter. Doch die Anleger und die Politik (ja, wirklich!) haben gelernt, mit den Ereignissen umzugehen. Und so wird das kurzfristig entstandene Chaos immer schneller gelöst.
Der Bulle lebt. Er ist inzwischen vier Jahre alt (begonnen Anfang 2009!). Wir haben heute noch einen großen Vorteil: Die Damoklesschwerter werden uns noch mehrere Gelegenheiten geben, bei Korrekturen von 7-10% zu kaufen. Vielleicht werden wir in den kommenden ein oder zwei Jahren auch nochmals einen noch größeren Ausverkauf erleben. Der Bulle kommt in die Jahre und wird seine anfängliche Kraft einbüßen, es wird noch zu einigen Verschnaufpausen kommen. Doch solche chaotischen Börsentage sollten Sie nutzen, um Ihr Portfolio auf- und auszubauen, damit Sie beim anschließenden Bullenmarkt nicht den Kursen hinterher laufen müssen.
All dies schreibe ich heute um Sie für Tagen vorzubereiten, an denen die Kurstafeln überwiegend rot erstrahlen. Legen Sie sich heute schon Ihre Aktien zurecht, die Sie dann kaufen wollen und wichtiger noch: Tun Sie es dann auch. Und am wichtigsten: Lassen Sie sich nicht von den Tradern beeinflussen, die aufgrund einer bevorstehenden 3-5%-Korrektur dazu raten, alles zu verkaufen. Sie werden nicht rechtzeitig wieder einsteigen können.
06. Update beobachteter Werte
Bitte beachten Sie auch den Kundenbereich auf meiner Internetseite unter www.heibel-ticker.de. Dort finden Sie aktuelle Charts mit meinen jeweils aktualisierten Einschätzungen.
==========
Im Wochenverlauf habe ich zu mehreren Titeln Anmerkungen im Kundenbereich der Webseiten verfasst.
Die dritte Spalte zeigt die Schlusskurse von Donnerstagabend. Unter „Woche“ steht die Veränderung im Vergleich zur Vorwoche. Unter „2012“ steht das Ergebnis der Position seit Jahresbeginn bzw. seit Aufnahme ins Portfolio. Unter „Anteil“ finden Sie den Anteil der jeweiligen Position am Gesamtdepot.
Unter ! steht zur Information meine Grundtendenz:
| K | – | bei Gelegenheit Kaufen, |
| NK | – | Nachkaufen |
| H | – | Halten, |
| V | – | bei Gelegenheit Verkaufen, |
| TV | – | Teilverkauf, also nicht die ganze Position |
| VL | – | Verkaufslimit, bei überschreiten eines bestimmten Kurses sollte verkauft werden |
| SL | – | Stopp Loss, bei Unterschreiten eines bestimmten Kurses sollte verkauft werden |
| TS | – | Trailing Stopp, wie SL, nur dass das Limit kontinuierlich nachgezogen wird |
Die „Gelegenheit“ zum Kaufen oder Verkaufen wird sodann kurzfristig von mir per Update an Sie bekanntgegeben.
Ich habe diese Spalte „!" insbesondere für neue Kunden vorgesehen, die zu einem späteren Zeitpunkt wissen wollen, ob ich die Position noch zukaufen würde, wenn ich beispielsweise darin nicht schon voll investiert wäre. Zukaufen würde ich jeweils jedoch niemals zu Höchstkursen, sondern stets nur nach kurzfristigen Kursrückschlägen von mindestens 5-7%.
Kauffolge: Je spekulativer, desto aggressiver würde ich kaufen und verkaufen. Derzeit verwende ich die folgenden Schritte:
Value Positionen in drei Schritten aufbauen: 25%-25%-50%,
Spekulative und alternative Positionen in zwei Schrittenaufbauen: 50%-50%,
Tradingpositionen ganz oder gar nicht: 100%.
Stopp Loss Limits, Verkaufslimits und ähnliche Aktionsmarken verwalte ich aktiv in meinem System und ändere ich unter der Woche mehrfach, fast täglich. Eine Veröffentlichung der entsprechenden Limits ist in der Regel nicht sinnvoll, allenfalls Stopp Loss Marken werde ich bisweilen im Text bekanntgeben.
Auch dieses Kapitel bleibt den zahlenden Abonnenten des Heibel-Ticker PLUS vorbehalten. Bitte haben Sie Verständnis dafür, aber ohne eine kleine Einnahmequelle kann ich diesen Dienst nicht aufrecht erhalten.
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In Deutschland gibt es kaum einen anderen, der die Hintergründe der Aktienmärkte so messerscharf von dem täglichen Medienrummel trennen kann, wie der Autor des Heibel-Tickers Stephan Heibel.
Von seinen Fähigkeiten, komplizierte Zusammenhänge verständlich darzustellen, können Sie sich mit diesem Heibel-Ticker Standard überzeugen. Wenn Sie allerdings seine Schlussfolgerungen und Empfehlungen erfahren möchten, dann sollten Sie sich einmal um den Heibel-Ticker PLUS kümmern.
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07. Übersicht HT-Portfolio
Bitte beachten Sie auch den Kundenbereich auf meiner Internetseite unter www.heibel-ticker.de. Dort finden Sie aktuelle Charts mit meinen jeweils aktualisierten Einschätzungen.
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08. Disclaimer / Haftungsausschluss und Risikohinweise
Wer un- oder überpersönliche Schreib- oder Redeweisen nachmacht oder verfälscht oder nachgemachte oder verfälschte un- oder überpersönliche Schreib- oder Redeweisen in Umlauf setzt, wird mit Lust-, manchmal auch mit Erkenntnisgewinn belohnt; und wenn alles gut geht, fällt davon sogar etwas für Sie ab. (frei nach Robert Gernhardt)
Wir recherchieren sorgfältig und richten uns selber nach unseren Anlageideen. Dennoch müssen wir jegliche Regressansprüche ausschließen, die aus der Verwendung der Inhalte des Heibel-Tickers entstehen könnten.
Die Inhalte des Heibel-Tickers spiegeln unsere Meinung wider. Sie stellen keine Beratung, schon gar keine Anlageempfehlungen dar.
Die Börse ist ein komplexes Gebilde mit eigenen Regeln. Anlageentscheidungen sollten nur von Anlegern mit entsprechenden Kenntnissen und Erfahrungen vorgenommen werden. Anleger, die kein tiefgreifendes Know-how über die Börse besitzen, sollten unbedingt vor einer Anlageentscheidung die eigene Hausbank oder einen Vermögensverwalter konsultieren.
Die Verwendung der Inhalte dieses Heibel-Tickers erfolgt auf eigene Gefahr. Die Geldanlage an der Börse beinhaltet das Risiko enormer Verluste bis hin zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals.
Quellen:
Kurse: Deutsche Kurse von comdirect.de, Goldbarren & Münzen von proaurum.de, US-Kurse von finance.yahoo.com. Alle Kurse sind Schlusskurse vom Donnerstag sofern nichts Gegenteiliges vermerkt ist.
Bilanzdaten: Comdirect, Yahoo! Finance sowie Geschäftsberichte der Unternehmen Informationsquellen: dpa-AFX, Aktiencheck, Yahoo! Finance, TheStreet.com, IR-Abteilung der betreffenden Unternehmen
09. An-/Ab-/Ummeldung
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