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H E I B E L - T I C K E R S T A N D A R D
F I N A N Z I N F O R M A T I O N E N
- Einfach einen Tick besser -
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DEUTSCHE BIBLIOTHEK : ISSN 1862-5428
8. Jahrgang - Ausgabe 10 (08.03.2013)
Erscheinungsweise: wöchentlich Freitag/Samstag
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I N H A L T
01. Info-Kicker: Allzeithoch im Dow zieht Anleger an die Börse
02. So tickt die Börse: Aufstieg an der Wand der Zweifel und Angst
- Wochenperformance der wichtigsten Indizes
03. Sentiment: Anhaltende Skepsis bei breiter Unterstützung
- animusX-Sentiment
- Börse Frankfurt Sentiment
- Top Analystenziele
04. Ausblick: Dienstleistungen für den Immobilienmarkt gefragt
05. Monatsbetrachtung: DAX, Dow Jones Industrial, Nikkei 225, US-Dollar
/ Euro, Yen / Euro, Gold in US-Dollar, Crude Oil, Umlaufrendite
- DAX: 7.741
- Dow Jones Industrial: 13.860
- Nikkei 225: 11.559
- US-Dollar / Euro: 1.307
- Yen / Euro: 121,05
- Gold in US-Dollar: 1.579 USD/Oz
- Crude Oil: 111,00 USD/Fass
- Umlaufrendite: 1,17%
06. Wunschanalyse: IVG Immobilien
- IVG Immobilien: Wunschanalyse: IVG Immobilien
- Wunschanalyse: IVG Immobilien
- Futuristische Immobilie am Frankfurter Flughafen
- Kurseinbruch von 20% nach katastrophalen Zahlen diese Woche
- Hohes Risiko, geringe Glaubwürdigkeit
- Ist der Boden jetzt erreicht?
- FAZIT: Wenn schon beste Rahmenbedingungen nicht reichen, was
dann?
07. Depotcheck: Immofinanz, OMV, Cisco, AT&S, Air Berlin
08. Update beobachteter Werte
Starker Anstieg bei hohem Volumen, Teilverkauf
Kurssprung um 6% durch Credit Suisse Kommentar...
US-Flugbehörde erlaubt weitere Testflüge
09. Übersicht HT-Portfolio
10. Disclaimer / Haftungsausschluss und Risikohinweise
11. An-/Ab-/Ummeldung
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01. Info-Kicker: Allzeithoch im Dow zieht Anleger an die Börse
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Liebe Börsenfreunde,
am Mittwoch war es endlich soweit: Der Dow Jones hat die 14.000 Punkte
übersprungen und gleich noch ein neues Allzeithoch markiert. Heute
sprang er sogar zum Auftakt über 14.400 Punkte! Doch die Stimmung an der
Börse ist alles andere als gut: Italien, US-Haushaltsbudget,
chinesischer Führungswechsel und Währungskrieg aus Japan, die Ängste und
Zweifel sind groß. In Kapitel 02 erläutere ich, wie das zusammenpasst.
Entsprechend neugierig dürften Sie auf die Entwicklung des Sentiments
sein, denn das ist durchaus verhalten und skeptisch. Die verschiedenen
Sentiment-Erhebungen führe ich in Kapitel 03 auf.
Nachdem ich Ihnen bereits Mitte der Woche eine neue spekulative Idee
zugeschickt habe (Soziale Netze), folgt heute eine spekulative Idee aus
dem Immobilienbereich. Das Interessante daran: Das von mir
vorgeschlagene Unternehmen ist derzeit dabei, das Risiko der
Immobilienpreisentwicklung aus der Bilanz zu entfernen. Als
Dienstleister winken dem Unternehmen bessere Margen und niedrigere
Finanzierungskosten. Mehr dazu in Kapitel 04.
In Kapitel 05 finden Sie wie jeden Monat eine charttechnische
Betrachtung der wichtigsten Indizes Dax, Dow Jones, Nikkei, US-Dollar,
Yen sowie Öl und Gold bis hin zur Umlaufrendite. Das Ganze gibt ein sehr
konstruktives Bild auf die aktuelle Rallye.
Die heutige Wunschanalyse beschäftigt sich mit IVG Immobilien, das
Unternehmen, das vorgestern um 20% eingebrochen ist. Ist das Unternehmen
am Ende oder lohnt sich nun erst Recht der Einstieg? Meine Einschätzung
dazu lesen Sie in Kapitel 06.
Auch einen Depotcheck gibt es heute, die enthaltenen Werte sind
Immofinanz, OMV, Cisco, AT&S sowie Air Berlin. Eine interessante
Mischung, bei der ich nur eine Änderung vornehmen würde.
Die PDF-Version dieser Ausgabe steht Ihnen ab sofort im Archiv sowie
unter dem folgenden Link zur Verfügung:
http://www.heibel-ticker.de/downloads/hts130308.pdf
Nun wünsche ich eine anregende Lektüre,
take share, Ihr
Börsenschreibel
Stephan Heibel
Chefredakteur und
Herausgeber des
Heibel-Ticker
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02. So tickt die Börse: Aufstieg an der Wand der Zweifel und Angst
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Nur wenige Sekunden hat es heute früh gedauert: Der DAX notierte kurz
über 8.000 Punkte. Dann folgten wie immer an solch markanten Hürden
Gewinnmitnahmen, die den DAX wieder tiefer drückten.
Wer hätte das gedacht: Italiens Wahlergebnis spiegelt den Unmut der
Bevölkerung mit der Euro-Politik Montis und damit auch Deutschlands
wider. Im Ergebnis sinkt der Wechselkurs des Euros, was gut ist für den
Export des deutschen Mittelstands, und so steigt der DAX diese Woche um
schlappe 2,6% an.
Die Reaktion ist in meinen Augen eindeutig: Die Politik hat sich
geradezu verpflichtet, das Euro-Projekt zu einem erfolgreichen Ende zu
führen. Je mehr Hürden aufgestellt werden, desto mehr muss die EZB ihre
Liquiditätsflutung fortsetzen oder gar ausweiten, was den Euro schwächt
und der Wirtschaft hilft. Angst um den Euro spiegelt sich in diesem
Szenario nicht mehr wider.
Der Dow Jones hat diese Woche ein neues Allzeithoch erklommen. Höher als
zu Zeiten der Internethausse 2000 und auch höher als zu Zeiten der
Rohstoff- und Immobilienhausse 2007. Die Arbeitslosigkeit ist noch immer
hoch, Ausgabenkürzungen treten nach den gescheiterten
Budgeterhöhungsverhandlungen nun automatisch in Kraft und werden die
US-Wirtschaft belasten und dennoch erklimmen die Aktienindizes ein
Rekordniveau nach dem anderen.
Boeing ist für mich der Prototyp dieser Rallye. Boeing halten wir seit
Frühjahr 2012 in unserem Portfolio, und die Aktie hat mich schon viele
Nerven gekostet. Die Ausgabenkürzungen im US-Haushalt betreffen zum
größten Teil den Verteidigungsetat, und Boeing ist einer der größten
Vertragspartner des Verteidigungsministeriums. Es scheint die Aktionäre
nicht zu kümmern, dass hier Ungemach droht - oder aber das Ungemach
wurde schon längst im Kurs berücksichtigt.
Dann begannen Anfang des Jahres die Batterien zu explodieren, und das
Prestigeprojekt, der Dreamliner, wurde aus dem Verkehr gezogen. Bis
heute stehen alle bislang ausgelieferten 50 Dreamliner am Boden, und
außer vollmundigen Versprechungen ist eine wirkliche Lösung noch nicht
in Sicht. Katastrophal für den Dreamliner - aber offensichtlich nicht
für Boeing. Die Aktie schüttelte dieses Ereignis schnell als einmalig
und lösbar ab und stieg wieder an.
Dann verhandeln die Gewerkschaften hart mit Boeing, es gab schon Streiks
und Lösungen wurden bislang nur für Teilgruppen gefunden.
All das kann die Aktie nicht am Boden halten, Boeing hebt ab und
erreicht täglich ein neues 52-Wochen-Hoch.
An diesem Beispiel ist wieder einmal sehr schön zu sehen, dass man sich
seiner Bauchschmerzen nicht zu schämen braucht, wenn man Aktienanleger
ist. Wenn die Bauchschmerzen schwinden, wenn also das US-Haushaltsbudget
angehoben wird, die Rüstungsausgaben nicht mehr gekürzt werden und die
Gewerkschaften einen neuen Tarifvertrag ausgehandelt haben, und wenn der
Dreamliner wieder abhebt, dann sollten Sie die Aktie verkaufen. Denn
besser kann es dann kaum noch werden.
Rallyes hangeln sich stets an einer Wand der Zweifel, der Angst empor.
Wenn Angst und Zweifel erklommen und besiegt wurden, dann folgt der
Absturz oder zumindest eine Korrektur. Rosige blühende
Wirtschaftslandschaften und Börsenrallyes gibt es nur am Ende einer
langen Hausse, die in einer Blase endet, ich erinnere da gerne an den
Jahrtausendwechsel mit der Internetblase. Damals konnten
Internetunternehmen vermeintlich Geld erschaffen wie Bits und Bytes.
Von einer solchen Übertreibung sind wir heute noch weit entfernt, diese
Rallye hat Beine, und eine Korrektur, mag sie uns auch beispielsweise um
5% zurückholen, wäre eben nur dies: eine Korrektur. Für einen
Trendwechsel hin zu einer Baisse müsste die Übertreibung heftiger
ausfallen, dürften nur einige wenige Unternehmen und Branchen die ganze
Börse nach oben ziehen. Doch aktuell ziehen fast alle Branchen mit
vielen Unternehmen die Indizes nach oben. Ein Trendwechsel wird meiner
Ansicht nach erst dann erfolgen, wenn einige wenige Unternehmen die
Indizes nach oben ziehen, nicht die breite Masse. Und davon sind wir
weit entfernt.
Schauen wir uns einmal die wichtigsten Indizes im Wochenvergleich an:
WOCHENPERFORMANCE DER WICHTIGSTEN INDIZES
INDIZES 7.3.13 Woche Δ
Dow Jones 14.329 2,0%
DAX 7.940 2,6%
Nikkei 12.284 5,8%
Euro/US-Dollar 1,31 0,1%
Euro/Yen 125,27 3,2%
10-Jahres-US-Anleihe 1,99% 0,10
Umlaufrendite Dt 1,17% 0,00
Feinunze Gold $1.578 -0,1%
Fass Brent Öl $110,43 -0,5%
Kupfer 7.729 0,0%
Baltic Dry Shipping 834 10,2%
In Japan stürmt der Nikkei weiter in die Höhe. Ein Leserbrief aus Japan
hat mir diese Woche wieder vor Augen geführt, wie die vergangenen Jahre
den japanischen Technologieunternehmen zugesetzt haben. Panasonic, Sony,
Sharp, Casio, Canon, Citizen, Fuji, Hitachi, Kyocera, Pioneer, Toshiba,
TDK und Yamaha, ... ich wette, Sie haben eine ganze Reihe von Produkten
dieser Unternehmen in Ihrem Haushalt. Diese einstige japanische
Technologie ist weltweit nicht mehr wettbewerbsfähig. Wir können das auf
fehlende oder schlechte Innovationen zurückführen, doch ich führe es zu
einem großen Teil auch auf die finanziellen Probleme der Unternehmen
zurück. Und das wird sich nun ändern, nachdem der Yen wöchentlich weiter
abrutscht.
Was haben wir noch nicht besprochen? Ach ja, China! Da tagte der
Nationale Volkskongress und hat die Richtung der neuen Führung
bekanntgegeben. Wurde noch vor wenigen Tagen ein erneut überschäumender
Immobiliensektor befürchtet, so klingt die neue Richtung da schon viel
verträglicher: Der Bevölkerungszustrom in den Städten, die
Umweltprobleme und die sozialen Probleme müssen gelöst werden um weiter
wachsen zu können.
Also: Das Wachstum soll nicht gedrosselt werden, um die Strukturen
zunächst zu verbessern, sondern das Wachstum soll besser gemanagt
werden, damit weiter gewachsen werden kann. Ja, China hat Probleme zu
lösen, die nie zuvor ein Land gelöst hat: Die Mega-Stadt Peking mit 20
Mio. Einwohnern hat ein Drittel dieser Einwohner erst kürzlich als
Zuwanderer aufgenommen. Dieses enorme Wachstum müsse nicht nur aus
logistischer Sicht bewerkstelligt werden, sondern dürfe auch die Umwelt
nicht ruinieren, ganz neue Töne aus China.
Nun, ganz so neu auch nicht, China ist in vielen Umweltfragen weltweit
schon führend, die Dimensionen dort sind nur ungleich größer als bei uns
und, daher gibt es immer wieder Negativ-Schlagzeilen. Aber es ist in
meinen Augen hinsichtlich China schon lange nicht mehr die Frage, ob die
Konjunktur dort rund läuft oder nicht. Die wichtige Frage lautet: Wie
wird das Wachstum gemanagt. Und die neue Führung in China hat einige
drängende Probleme angesprochen, die es zu lösen gilt. Ich werte das als
gutes Zeichen.
Die Börsen steigen nicht wegen der US-Haushaltskürzung, nicht wegen des
Wahlausgangs in Italien und nicht wegen der drängenden Probleme in
China. Die Börsen steigen, weil man den USA zutraut, das Budgetproblem
zu lösen, weil man Europa zutraut, den Euro zu halten und weil man der
neuen chinesischen Regierung zutraut, die Probleme konstruktiv
anzugehen.
Bis die Probleme gelöst werden, gibt es in den USA, in Europa und in
China Notenbanken, die auftretende Verwerfungen an den Finanzmärkten
durch sofortige Liquiditätsspritzen auffangen. Warum also schon die
Party verlassen?
Im Kapitel 04 werde ich Ihnen aufzeigen, wann ich die Party verlassen
würde. Zudem stelle ich Ihnen nun endlich eine aussichtsreiche
Immobilienaktie als sinnvolle Ergänzung für ein defensiv ausgerichtetes,
diversifiziertes Portfolio vor.
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03. Sentiment: Anhaltende Skepsis bei breiter Unterstützung
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ANIMUSX-SENTIMENT
In unserem animusX-Ratio ist es wunderbar zu sehen: Beim Dax 8.000
besteht ein kräftiger Angebotsüberhang. Es gibt viele Anleger, die beim
Erreichen dieser Marke erst einmal Gewinne mitnehmen wollen. So ist es
heute früh erstmalig kurz passiert, und ich nehme an, dass ein heutiger
Schlusskurs über 8.000 Punkten zum Beginn der nächsten Woche nochmals
einige Verkäufer aktivieren würde.
Diese Verkäufer verkaufen aber nicht, weil Sie von einer Trendwende
ausgehen. Diese Verkäufer verkaufen aus Allokationsgründen: Je teurer
die Aktien werden, desto niedriger sollte deren Gewichtung im Portfolio
werden. Wer beim Dax 3.666 im März 2009 "all in" gegangen ist, also
alles in Aktien gesetzt hat, der wird nun zurecht die Früchte seines
damaligen Mutes ernten.
Es handelt sich also um eine technische Korrektur, nicht um eine
angst-getriebene Korrektur. Und diese technische Korrektur sollte meines
Erachtens schnell aufgefangen werden, denn das strategische
(mittelfristige) animusX-Sentiment ist in der vergangenen Woche weiter
angestiegen. Wenn die technisch bedingten Gewinne mitgenommen sind, dann
stehen eine Menge Kaufinteressenten parat, um zu geringfügig günstigeren
Kursen wieder einzusteigen.
Doch die erwartete Korrektur kann auch noch auf sich warten lassen. Die
Nachrichtenlage wird derzeit extrem negativ aufgenommen, und der
OverconfiX-Index nähert sich schon dem negativen Rekord vom vergangenen
Frühjahr, als der DAX unter 6.500 Punkte korrigierte. Selten wurde ein
DAX-Rekord von so negativer Stimmung begleitet.
BÖRSE FRANKFURT SENTIMENT
Die Sentimenterhebung der Deutschen Börse weist auf die
widersprüchlichen Argumente der Bullen und Bären hin: Beide Lager
schieben China als Grund für ihre Haltung vor. Die Bullen werten die
Wachstumsaussichten in China als positiv, die Bären weisen genau diese
Zahlen als enttäuschend aus. Zweifel! Die Kurse steigen an einer Wand
des Zweifels.
Von Euphorie könne bei den Anlegern noch keine Rede sein, lediglich die
Polarisierung habe zugunsten der Bullen zugenommen. Sprich: Aus dem
neutralen Lager sind nun einige ins Bullenlager übergewechselt, die
Bären halten aber die Stellung.
Sentimentdaten
Privatanleger
8. KW: 59% Bullen (175 Stimmen)
9. KW: 65% Bullen (190 Stimmen)
10. KW: 61% Bullen (191 Stimmen)
Kaufempfehlungen der Privatanleger
France Telecom, Vivendi, GFI Informatique
Verkaufsempfehlungen der Privatanleger
Iliad SA., Banco Bradesco, Banco Bilbao
Auch die Stimmungserhebung unter Privatanlegern von Sharewise zeigt noch
lange keine Überhitzung oder Euphorie, vielmehr beherrscht Skepsis nach
wie vor die vorwiegende Haltung der Anleger. Das ist gesund.
Sie wollen wissen, was die Analysten im Einzelnen für Aussagen treffen
und wo sie die größten Chancen sehen? Ich habe für Sie eine Übersicht
der Analysen mit den höchsten Kurszielen ausgearbeitet. Die Liste zeigt
ganz einfach an, wo das aktuelle Kursziel des Analysten prozentual am
meisten über dem aktuellen Kurs liegt. Die Details zu den einzelnen
Empfehlungen finden Sie unter
http://www.aktien-meldungen.de/Aktienresearch/Top-Aktien
TOP ANALYSTENZIELE
Unternehmen Analyse v. Kurs Kursziel Upside
Adler Mode 6.3 7,49 € 12,00 € 60,21%
Logwin 6.3 1,02 € 1,50 € 47,06%
Axel Springer 6.3 33,45 € 45,50 € 36,02%
Dt. Bank 4.3 34,31 € 45,00 € 31,16%
Fresenius SE 4.3 94,37 € 121,00 € 28,22%
König & Bauer 5.3 16,43 € 21,00 € 27,81%
Linde 8.3 140,95 € 180,00 € 27,70%
Hochtief 4.3 54,10 € 69,00 € 27,54%
DIC Asset 5.3 8,14 € 10,30 € 26,54%
Volkswagen VZ 7.3 169,95 € 215,00 € 26,51%
Es handelt sich um Analysen aus dieser Woche. Bitte genießen Sie diese
Übersicht mit Vorsicht. Sie wissen ja, dass häufig auch ein
Eigeninteresse des Analysten für eine rosa Brille sorgen kann, weshalb
Analysteneinschätzungen tendenziell optimistischer ausfallen, als es die
Realität anschließend erlauben würde (Sellside-Analysen). Aber die
Übersicht gibt einen Eindruck darüber, wo die Erwartungen mit dem
aktuellen Kurs am weitesten auseinander liegen. Wer letztlich Recht
haben wird, der Analyst oder die Anleger, die den Kurs machen, ist in
jedem Einzelfall individuell zu beurteilen.
Adler Modemärkte - Textilien, Axel Springer - Verlagshaus, Deutsche
Bank, Fresenius - Pharma, Linde - Industriegase, Hochtief - Bau und
Volkswagen - Autos, Analysten werten die Aktien quer durch sämtliche
Branchen auf. Die Rallye wird also von der "Breite" getragen, das gilt
stets als bullisches Signal.
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04. Ausblick: Dienstleistungen für den Immobilienmarkt gefragt
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Der Ausblick bleibt den zahlenden Abonnenten des Heibel-Ticker PLUS
vorbehalten. Bitte haben Sie Verständnis dafür, aber ohne eine kleine
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Positionen betreffen
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zu erfassen
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Positionen anzeigen zu lassen.
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zusammenstellen, um gezielter und schneller die für Sie relevanten
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Aktivitäten wie Stopp Loss nachziehen oder verkaufen bzw. kaufen.
Für die besonders aktiven Anleger unter Ihnen biete ich an, die
unterwöchigen Updates direkt per E-Mail an Sie zu senden und ich
benachrichtige Sie im Falle von Aktionsempfehlungen (Kauf oder Verkauf)
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Zusatzdienst (Express!), den ich mit 5 € pro Monat berechne. Keine
Angst, sämtliche Updates befinden sich natürlich dann auch nochmals in
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05. Monatsbetrachtung: DAX, Dow Jones Industrial, Nikkei 225, US-Dollar
/ Euro, Yen / Euro, Gold in US-Dollar, Crude Oil, Umlaufrendite
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Da die Entwicklung von Anfang März die Lage nachhaltig verändert hat,
wird im Monatsrückblick auch auf die dadurch veränderte Situation
eingegangen.
Am 12. März 2003 – vor fast genau 10 Jahren – fiel der DAX auf 2189
Punkte und damit auf den tiefsten Stand des letzten Jahrzehnts. Nun
steht er kurz vor dem Allzeithoch, das am Juli 2007 erreicht wurde. Viel
beachtet wurde der Ausbruch des Dow Jones Industrial Average auf ein
neues Allzeithoch. Weder der Ausgang der Italien-Wahl noch die
gescheiterten Verhandlungen zum US-Haushalt konnten dem Markt etwas
anhaben. Vielmehr stärkt dies die Hoffnung, dass trotz
Konjunkturbelebung die lockere Geldpolitik weiter aufrechterhalten wird
und weiter mit günstigen Zinsen zu rechnen ist.
DAX
7.741
Fr, 08. März um 12:11 Uhr
Fakten Februar:
31.01.2013: 7.776,1
28.02.2013: 7.741,7 (Unterschied: -34,4 bzw. -0,4%)
25.02.2013: Hoch bei 7.860,6
06.02.2013: Tief bei 7.537,3 (Schwankung: 323,3 bzw. 4,2%)
Unterstützungen: 7.870 / 7.550
Widerstände: 8.000 / 8.150
Am Mittwoch bildete der DAX eine Kurslücke von 23 Punkten und stieg über
die psychologisch wichtige 8.000 Punkte Marke. Die Handelszone von 7.550
bis 7.850 Punkte, in der sich der Index seit Anfang Dezember bewegte,
wurde damit nach oben aufgelöst. Nun könnte sich für die nächste Zeit
eine Handelszone von 7.850 bis 8.150 Punkten ausbilden. Sie wäre damit
nach oben hin durch das Allzeithoch vom 13. Juni 2007 bei 8.151 Punkten
limitiert.
Zwischenzeitlich allerdings ist die Nervosität der Marktteilnehmer stark
gestiegen und hat sich in immer größer werdenden Kursausschlägen und
einem Anstieg des DAX-Volatilitätsindex von 12,19% auf 18,7%
niedergeschlagen. Im Zeitraum von 1997 bis 2000 stieg der DAX von etwa
2.000 Punkten auf über 8.000 Punkte und konnte diese Marke seither nicht
signifikant überwinden, fiel aber im März 2003 nochmals fast bis auf
2.000 Punkte zurück. Ein signifikanter Ausbruch über 8.000 Punkte würde
also diese über 16 Jahre vorherrschende Handelsspanne überwinden und
entsprechend für starkes Aufwärtspotential sorgen. Der starke Anstieg
beim MDAX nach Überwinden des Allzeithochs kann davon einen guten
Eindruck vermitteln. Leider ist damit auch das Risiko hoch, dass es
vorher nochmals zu einer größeren Korrektur kommt.
Auch MDAX, SDAX und TecDAX bewegen sich weiter aufwärts, der SDAX konnte
sich allerdings noch nicht nachhaltig von der 6.000-Punkte-Marke lösen,
sondern bewegt sich überwiegend in diesem Bereich weiter seitwärts.
Schwerer tut sich der Euro STOXX 50, bei dem es zwar auch deutlich
aufwärts geht, der aber noch deutlich unter dem Hoch von Ende Januar
bleibt. Zum Hoch vom Februar 2011 bleiben sogar noch mehr als 10% und
zum Hoch vom Jahr 2000 noch um die 50%.
Dow Jones Industrial
13.860
Fr, 08. März um 12:15 Uhr
Fakten Februar:
31.01.2013: 13.860,6
28.02.2013: 14.054,5 (Unterschied: 193,9 bzw. 1,4%)
28.02.2013: Hoch bei 14.149,2
25.02.2013: Tief bei 13.784,0 (Schwankung: 365,1 bzw. 2,6%)
Unterstützungen: 13.800 / 12.500
Widerstände: 14.500 / 15.000
http://www.heibel-ticker.de/image_uploads/53-DJIA-02a.png
Abbildung 1: DJ1302
Dem Dow Jones Industrial Average® ist bereits am Mittwoch der Ausbruch
auf ein neues Allzeithoch gelungen. Über diesen Ausbruch wurde in der
Presse bereits ausgiebig berichtet. Der Index folgt damit dem seit Mitte
November bestehenden Aufwärtstrend. Da nach einem Ausbruch keine
Widerstände aus früheren Hochs mehr vorhanden sind, liegen theoretisch
alle Investoren im Gewinn und der Index könnte unbeschwert weiter
steigen.
Derzeit fehlt allerdings noch die Anschlussdynamik. Der Kurs konnte sich
noch nicht signifikant vom Ausbruchsniveau nach oben lösen. Anders als
der DAX hatte der Dow Jones Industrial Average im Jahr 2007 das Hoch vom
Jahr 2000 weit hinter sich gelassen.
Ähnlich wie beim DAX sieht es jedoch beim marktbreiteren S&P 500 aus.
Sein Hoch aus dem Jahre 2007 lag mit 1576 Punkten nur unwesentlich über
dem vom Jahr 2000, und er hat dieses Hoch noch nicht ganz erreicht. Es
fehlen aber nur noch wenige Punkte bis zu dieser Marke.
Auch dem NASDAQ-100 gelang ein Ausbruch auf ein neues Jahreshoch,
allerdings bleibt der Kurs noch deutlich unter dem Hoch vom September
2012. Hier hinterlässt weiterhin die Schwäche von Apple ihre Spuren.
Nikkei 225
11.559
Fr, 08. März um 12:24 Uhr
Fakten Februar:
31.01.2013: 11.139
28.02.2013: 11.559 (Unterschied: 421 bzw. 3,8%)
25.02.2013: Hoch bei 11.663
05.02.2013: Tief bei 11.047 (Schwankung: 616 bzw. 5,5%)
Unterstützungen: 11.400 / 10.400
Widerstände: 12.000 / 14.500
Auch der Nikkei 225 konnte im März kräftig zulegen und hat den
Widerstand bei 11.500 Punkten nun nachhaltig überwunden. Heute (Freitag
8.3.) hat er mit 12278 Punkten bereits den nächsten Widerstand
überwunden.Das Hoch bei 18.261 Punkten aus dem Jahr 2007 ist zwar noch
in weiter Ferne, doch so heftig und schnell wie damals der Ausverkauf
des Nikkei erfolgte, könnte nun auch die Erholung ausfallen.
US-Dollar / Euro
1.307
Fr, 08. März um 12:25 Uhr
http://www.heibel-ticker.de/image_uploads/54-Euro-02a.png
Abbildung 2: Euro1302
Fakten Februar:
31.01.2013: 1,359
28.02.2013: 1,307 (Unterschied: -0,052 bzw. -3,8%)
01.02.2013: Hoch bei 1,371
26.02.2013: Tief bei 1,302 (Schwankung: 0,069 bzw. 5,1%)
Unterstützungen: 1,30 / 1,282
Widerstände: 1,34 / 1,37
Anders als an den Aktienmärkten hat beim Euro die Wahl in Italien
deutliche Spuren hinterlassen. Vom Hoch Anfang Februar bei 1,371 ging es
bis Anfang März kontinuierlich abwärts. Zuletzt wurde sogar
1,30-Punkte-Schwelle kurzzeitig unterschritten. Hier könnte sich nun ein
Boden ausbilden. Der gleitende Durchschnitt der letzten 200 Tage bewegt
sich aktuell bei 1,286 Dollar je Euro, wurde also auch nach dieser
starken Korrektur noch nicht ganz erreicht.
Yen / Euro
121,05
Fr, 08. März um 12:29 Uhr
Fakten Februar:
31.01.2013: 124,65
28.02.2013: 121,05 (Unterschied: -3,60 bzw. -2,9%)
06.02.2013: Hoch bei 127,70
25.02.2013: Tief bei 118,75 (Schwankung: 8,94 bzw. 7,2%)
Unterstützungen: 119 / 116
Widerstände: 128 / 138
Die Schwäche des Euros hat auch gegenüber dem Yen Spuren hinterlassen
und führte zu einer Korrektur bis unter 120 Yen je Euro. Auch gegenüber
dem US-Dollar hatte der Yen in dieser Zeit konsolidiert. Anfang März
setzte sich jedoch die Abwärtsbewegung des Yen gegenüber dem US-Dollar
und Euro weiter fort.
Gold in US-Dollar
1.579 USD/Oz
Fr, 08. März um 12:30 Uhr
http://www.heibel-ticker.de/image_uploads/55-Gold-02a.png
Abbildung 3: Gold1302
Fakten Februar:
31.01.2013: 1.663,2
28.02.2013: 1.579,7 (Unterschied: -83,5 bzw. -5,0%)
05.02.2013: Hoch bei 1.685,3
21.02.2013: Tief bei 1.554,6 (Schwankung: 130,7 bzw. 7,9%)
Unterstützungen: 1.530 / 1.480
Widerstände: 1.625 / 1.800
Beim Goldpreis setzte sich im Februar der seit Herbst letzten Jahres
bestehende Abwärtstrend weiter fort. Es kam sogar zu einem Ausbruch aus
dem Abwärtstrendkanal nach unten, der Goldpreis fiel bis auf 1555 Dollar
und lag damit nur noch unwesentlich über dem Tief des letzten Jahres,
das am 5. Mai erreicht wurde und bei 1527 Dollar liegt. Vielfach wurde
bereits mit einem kurzzeitigen Unterschreiten dieser Marke und
infolgedessen mit einer weiteren technisch bedingten Abwärtsbewegung
gerechnet.
Der Goldpreis konsolidiert nun im Bereich von 1575 Punkten. Das gibt
aber noch keinen Anhaltspunkt darüber, ob dies bereits eine Bodenbildung
sein könnte, oder es zu einer weiteren Abwärtsbewegung kommt.
Auch bezogen auf Euro ist der Goldpreis weiter gefallen und hat die
wichtige 1200-Euro-Marke kurzfristig unterschritten und ist bis auf 1171
Euro gefallen. Mittlerweile hat er die 1200-Euro-Marke wieder
überschritten und bewegt sich in der engen Handelsspanne von 1200 bis
1220 Euro, bleibt damit aber in dem seit Oktober bestehenden
Abwärtstrendkanal.
Crude Oil
111,00 USD/Fass
Fr, 08. März um 12:33 Uhr
Fakten Februar:
31.01.2013: 114,72
28.02.2013: 111,00 (Unterschied: -3,72 bzw. -3,2%)
08.02.2013: Hoch bei 118,29
28.02.2013: Tief bei 110,87 (Schwankung: 7,42 bzw. 6,5%)
Unterstützungen: 109,5 / 103,5
Widerstände: 112 / 118
Der Preis vom Nordseeöl ist Anfang Februar über 119 US-Dollar gestiegen,
bewegte sich einige Tage in diesem Bereich und fiel dann genauso schnell
wieder auf unter 110 US-Dollar zurück. Der dabei ausgebildete steile
Abwärtstrendkanal wurde jedoch bereits zur Seite hin verlassen. Der Kurs
pendelt nun um 110 US-Dollar.
Auch der Preis vom Texasöl ist deutlich angestiegen, aber zum
Überschreiten der 100-Dollar-Marke hat es nicht ganz gereicht. Die
Preisdifferenz zum Nordseeöl bewegt sich weiter um die 20 Dollar,
teilweise sogar deutlich darüber, was den nach wie vor hohen politischen
Spannungen in der arabischen Welt sowie den immer günstiger werdenden
Energiekosten (Fracking) in den USA geschuldet ist.
Umlaufrendite
1,17%
Fr, 08. März um 12:35 Uhr
Fakten Februar:
31.01.2013: 1,35
28.02.2013: 1,17 (Unterschied: -0,18 bzw. -13,3%)
01.02.2013: Hoch bei 1,39
27.02.2013: Tief bei 1,16 (Schwankung: 0,23 bzw. 17,0%)
Unterstützungen: 1,00 / 0,92
Widerstände: 1,34 / 1,70
Die Bundesbank-Umlaufrendite konnte zwar kurzzeitig die 1,34%-Marke
überwinden, ist dann aber im Vorfeld der Italienwahl wieder deutlich
unter diese Schwelle gefallen. Mit einem Tief von 1,12% Anfang März
bleibt sie noch deutlich über der wichtigen 1%-Marke. Es sieht derzeit
nach einer Bodenbildung in diesem Bereich aus.
10-Jährige US Treasury Notes (CBOE Interest Rate 10-Year T-No) – 1,89
Fakten Februar:
31.01.2013: 1,99
28.02.2013: 1,89 (Unterschied: -0,10 bzw. -5,0%)
14.02.2013: Hoch bei 2,05
26.02.2013: Tief bei 1,84 (Schwankung: 0,21 bzw. 10,6%)
Unterstützungen: 1,39
Widerstände: 2,4 / 4,0
Parallel dazu ist der Zinssatz der 10-jährigen US-Treasury Notes wieder
unter die 2%-Marke gefallen und bewegt sich nun deutlich unter diesem
Niveau. Von Werten unter 1,5%, wie sie Mitte letzten Jahres erreicht
wurden, ist der Zinssatz aber noch weit entfernt.
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06. Wunschanalyse: IVG Immobilien
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IVG Immobilien
Wunschanalyse: IVG Immobilien
Fr, 08. März um 12:46 Uhr
WUNSCHANALYSE: IVG IMMOBILIEN
Mit „The Squaire”, dem Bahnhof / Shopping-Zentrum und Bürogebäude vor
dem Frankfurter Flughafen hat IVG Immobilien ein Prestige-Objekt, das
ihr die Haare vom Kopf frisst. Zudem schlummern noch immer Altlasten von
2006 bis 2008 in der Bilanz, ein schlechtes Zeichen für das Management.
Die Aktie entwickelt sich sprunghaft in beide Richtungen, das Risiko ist
jedoch nach wie vor für mich zu groß bei diesem Unternehmen.
FUTURISTISCHE IMMOBILIE AM FRANKFURTER FLUGHAFEN
„The Squaire” heißt das Bahnhofsgebäude vor dem Frankfurter Flughafen,
in dem neben unzähligen Büros auch ein Shopping-Zentrum sowie ein Hilton
Hotel untergebracht ist. So richtig angebissen hat die Wirtschaft noch
nicht, das Projekt kann seine Kosten kaum erwirtschaften. Daher möchte
IVG Immobilien das Objekt für rund 800 Mio. Euro verkaufen.
Es ist der Elefant im Portfolio von IVG Immobilien. Vielleicht sind Sie
ja schon einmal mit dem ICE am Frankfurter Flughafen angekommen. Man
fühlt sich wie in der Zukunft, denn das in Stahl gekleidete Glasgebäude
ohne Ecken erinnert an ein Raumschiff, das ganz selbstverständlich am
Frankfurter Flughafen gelandet ist.
Es ist schwer, solche Mega-Projekte profitabel auszugestalten. Schauen
Sie sich Stuttgart 21, die Elbphilharmonie oder den Berliner Flughafen
an, wo jeweils die Finanzen aus dem Ruder laufen. Klar, es handelt sich
um ein gutes Konzept und irgendwann könnte die Sache sich auch mal
rechnen, doch in der Regel sind die Anlaufkosten viel höher als
ursprünglich geplant, weil man erst nach vielen Jahren zu einer
verlässlichen Auslastung kommt, die in Relation zu den Baukosten
vernünftige Zahlen liefert.
The Squaire ist für IVG Immobilien ein Prestige-Objekt. Ein teures
Prestige-Objekt. Und so harren Analysten bereits seit 2011 darauf, dass
dieses Objekt endlich verkauft wird, damit man das eigentliche Geschäft
von IVG bewerten kann, das unterm Strich zu einem höheren
Bewertungsniveau führen könnte...
Doch zunächst sieht es nicht danach aus, als werde das bald geschehen,
denn ...
KURSEINBRUCH VON 20% NACH KATASTROPHALEN ZAHLEN DIESE WOCHE
... denn am Mittwoch hat IVG ihre vorläufigen Zahlen für das Jahr 2012
bekanntgegeben. Noch vor wenigen Monaten war nach mehreren Verlustjahren
ein zumindest ausgeglichenes Ergebnis in Aussicht gestellt worden.
Völlig überraschend hat das Unternehmen nun Sonderaufwendungen in Höhe
von 98,7 Mio. Euro geltend gemacht. Auf dem Unternehmen lasten noch
immer Bewertungsprobleme aus den Jahren 2006 bis 2008, als im Rahmen der
Immobilienblase in wertlose Projekte investiert wurde. Zudem hat das
Unternehmen Anleihen ausgegeben, die eine Put-Option enthalten (Anleger
können die Anleihe zu einem hohen Preis verkaufen). Daraus entstehen
ebenfalls Verluste.
Die Bedienung der Anleihe werde ausgesetzt, sagt das Unternehmen weiter.
Auf deutsch: Keine Zinszahlung für die Gläubiger im Jahr 2013. Wenn
alles gut läuft wird das im Jahr 2014 nachgeholt.
Die Unternehmensmeldung spricht von einer planmäßigen
Geschäftsentwicklung und stellt die angelaufenen Verluste als
Einmalbelastung dar. 2013 werde das Geschäft nun aber wirklich auf Basis
der bereinigten Bilanz ordentlich verlaufen können. Na, wollen wir’s
hoffen.
Die Anleger sind das Hoffen leid und trennen sich von der Aktie, der
Kurs brach am heutigen Mittwoch um 20% ein.
HOHES RISIKO, GERINGE GLAUBWÜRDIGKEIT
Insgesamt hält IVG Immobilien im Wert von rund 5,7 Mrd. Euro, für einen
viermal so großen Bestand wird die Verwaltung und Betreuung übernommen.
Der Immobilienbestand wird mit derzeit 4,3 Mrd. Euro an Krediten
finanziert, in meinen Augen eine zu hohe Finanzierungsquote. Diese hohe
Finanzierungsquote führt dazu, dass Auf- und Abwertungen zu extremen
Kurssprüngen führen.
Klar, wenn sich die Immobilienlandschaft verbessert, dann geht IVG
Immobilien durch die Decke. Doch wenn ich mir die Immobilienlandschaft
in meiner Umgebung (Hamburg) anschaue, dann weiß ich nicht, wie gut das
noch werden muss, damit IVG endlich davon profitiert. Oder anders
ausgedrückt: Fünf Jahre nach der Immobilienkrise hat es IVG noch immer
nicht geschafft, die Altlasten abzuschütteln. Das spricht nicht gerade
für ein gutes Management.
Aktionäre werden mit Versprechungen wie „Jetzt ist die Katze aber
endgültig aus dem Sack” bei Laune gehalten, doch das wurde schon
häufiger gesagt. Stimmt es dieses Mal? Ende 2011 gab es eine ähnlich
kritische Situation für das Unternehmen, und es wurde ein Plan zur
Profitabilität bis Ende 2012 vorgestellt, sowie die Rückführung der
Schulden vorgerechnet. Weder wurde die schwarze Null erreicht, noch
wurden die Schulden auch nur ansatzweise in dem Rahmen zurückgeführt,
wie damals in Aussicht gestellt.
CEO Dr. Wolfgang Schäfers ist seit 2009 an Bord. Ausreichend Zeit, um
das Ruder herumzureißen, würde ich sagen. Ende 2011 durfte er sich seine
beiden Vorstandskollegen neu besetzen. Diese hatten nun ebenfalls
ausreichend Zeit, die Ende 2011 aufgestellte vollmundige Versprechung
der schwarzen Null für 2012 zu relativieren. Man wird nicht als Vorstand
ins Unternehmen geholt, um sich langsam einzuarbeiten, sondern in diesen
Positionen wird jemand geholt, der das Geschäft kennt und nach den
berühmten 100 Tagen seine Linie durchsetzt.
Die Linie des aktuellen Managements gefällt mir nicht.
IST DER BODEN JETZT ERREICHT?
Wenn eine Aktie mit diesem Profil die Abstimmung zur Wunschanalyse
gewinnt, dann nicht weil sie so toll ist und Sie darin einen
Himmelsstürmer vermuten. Nein, vielmehr weiß ich aus der Korrespondenz,
dass viele Anleger in dieser Aktie investiert sind und verunsichert nach
einer neuen Verhaltensempfehlung suchen: Dabei bleiben und auf die
Auferstehung hoffen oder einen schmerzhaften Schlussstrich ziehen?
Nun, die offiziellen 5,7 Mrd. Euro Immobilienbestand abzüglich der 4,3
Mrd. Euro an Krediten machen 1,4 Mrd. Euro. Weitere 400 Mio. Euro müssen
wir von der Unternehmensanleihe abziehen, bleibt 1 Mrd. Euro. Die
Marktkapitalisierung beträgt nur noch 380 Mio. Euro. Nach dieser
Faustrechnung bleibt doch noch ein ganz schöner Gewinn, oder?
Nein, es ist bei Weitem nicht gegeben, dass die 5,7 Mrd. Euro an
Immobilienwert auch erzielt werden können. Schon der sich hinziehende
Verkauf von „The Squaire” zeigt, wie schwer es ist, diesen Wert zu
realisieren. In dieser Situation kommt es nun auf das Management an:
Wird es in der Lage sein, das Geschäft profitabel auszugestalten?
Nun, nach den bisherigen Leistungen habe ich meine Zweifel daran.
Refinanzierungen sind notwendig. Je schlechter die
Eigenkapitalausstattung, desto höher ist der Zins, der gezahlt werden
muss. Die Verzögerung beim Verkauf von „The Squaire” führt also
zusätzlich noch dazu, dass Refinanzierungen zu schlechteren Konditionen
abgeschlossen werden müssen.
Und diese schwache Entwicklung vor dem Hintergrund des Niedrigzinses an
den Märkten, der festen Immobilienpreise in Deutschland, der guten
wirtschaftlichen Verfassung, ... ? Wenn das nicht reicht, um das
Geschäftsmodell profitabel zu machen, dann weiß ich nicht, auf welches
Wunder das Management noch wartet.
FAZIT: WENN SCHON BESTE RAHMENBEDINGUNGEN NICHT REICHEN, WAS DANN?
IVG Immobilien ist stark gehebelt und wirkt wie eine Option auf den
Immobilienmarkt, das Zinsumfeld und insbesondere auf die geschäftliche
Entwicklung bei IVG. Allerdings sind die Rahmenbedingungen bereits recht
gut für IVG, sodass ich für die Zukunft mehr Risiken als Chancen sehe.
Ich würde nicht in das Unternehmen investieren.
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07. Depotcheck: Immofinanz, OMV, Cisco, AT&S, Air Berlin
========================================================================
Nur wer ein diversifiziertes Portfolio hat, wer also in seinem Depot
eine gesunde Risikostreuung verwirklicht hat, wird bei plötzlichen
Korrekturen wie in diesen Tagen dennoch gut schlafen können. Spekuliert
wird hier im Heibel-Ticker nur mit einem kleinen Teil des Vermögens. Der
Rest wird auf solide Füße gestellt.
Es folgt nun eine Analyse auf Risikostreuung von den 5 größten
Positionen eines Lesers. Dabei werde ich weniger auf die einzelnen Werte
eingehen, als viel stärker auf die Branchen, in denen sie wirtschaften.
Schicken Sie mir Ihre 5 größten Positionen an
Depotcheck/at/heibel-ticker/./de. Bitte unterschreiben Sie mit Ihrem
Vornamen und der Stadt, in der Sie leben. Diese Information wird dann
veröffentlicht.
Sehr geehrter Herr Heibel,
als langjähriger Leser, welcher durch Sie die Zusammenhänge der Politik
und Weltwirtschaft mit deren Auswirkungen auf die Kapitalmärkte
verständlich erklärt bekommt, möchte ich die Gelegenheit nutzen, einen
Depotcheck vornehmen zu lassen - noch dazu, wo sich keiner meiner
Depotwerte im HT-Portfolio befindet.
Die Reihenfolge der Aktien erfolgte nach Depotgröße:
Immofinanz
OMV
Cisco
AT&S
Air Berlin
Mit freundlichen Grüßen aus Österreich, Gerald aus Deutsch-Wagram
ANTWORT:
Vielen Dank für Ihre langjährige Treue :-) Gerne schaue ich mir Ihre
Depotstruktur näher an.
.ISIN AT0000809058|8.3.13|Vom Skandalunternehmen zum Dividendentitel
Immofinanz
Das ehemalige österreichische Skandalunternehmen, dessen Zusammenbruch
mehrere Klagen nach sich und eine Privatbank mit in den Abgrund zog,
scheint den Turnaround geschafft zu haben. Mit einer exorbitant hohen
Dividendenrendite (6,2%) werden Anleger bei Laune gehalten, während
nunmehr Projekte in Westeuropa verkauft werden und das Kapital in
Osteuropa neu investiert wird. Die Bilanz sieht inzwischen recht
brauchbar aus, wenngleich der nach wie vor hohe Schuldenstand derzeit
vom niedrigen Zinsniveau profitiert. Steigende Zinsen werden dem
Unternehmen Probleme bereiten. Zudem befinden sich die
Immobilienprojekte (Shoppingzentren) überwiegend in Osteuropa und
Russland. Das ist ein Gebiet, das ich kaum verstehe und zu dem ich wenig
Informationen erhalte.
Als Dividendentitel sieht die Aktie attraktiv aus, doch das zugrunde
liegende Geschäft birgt Risiken, die ich nicht überblicken kann.
.ISIN AT0000743059|8.3.13| Gas-Exploration & -Förderung für Südosteuropa
OMV
Der österreichische Ölkonzern konzentriert sich zunehmend auf die
Gasförderung als zweitem Hauptenergieträger (neben Öl) in Europa. Zudem
wird das Upstream-Geschäft ausgebaut (Exploration & Förderung, das
Hochholen), während das Downstream-Geschäft (Raffinerie, Tankstellen,
Vertrieb) aufgrund schwacher Gewinnmargen eher verkleinert werden soll.
OMV ist besonders stark in Südosteuropa vertreten.
Mit einem KGV 13e von 7,5 und einer erwarteten Dividendenrendite von
3,7% ist die Aktie überaus attraktiv bewertet. Allerdings wird aufgrund
umfangreicher Umstrukturierungen (Unternehmensteilverkäufe) der Umsatz
in den kommenden Jahren rückläufig sein, was die günstige Bewertung in
ein schlechtes Licht setzt. Der Kurs ist seit Mitte 2012 um 50%
angesprungen, anlässlich der Quartalszahlen Mitte Februar gab es
nochmals einen kräftigen Kurssprung. Öl aus Libyen sprudelt, Gas wurde
im rumänischen Schwarzen Meer gefunden und in der Nordsee hat sich OMV
an einer Ölexploration beteiligt. Die Zeichen stehen also auf Wachstum
im Upstream-Geschäft, was einen Teil des wegfallenden
Downstream-Geschäfts ausgleichen dürfte.
Ich halte die Strategie Gas & Upstream für richtig, da dort das größte
Wachstum und die besten Margen zu erzielen sind. Das Unternehmen macht
mir einen guten Eindruck, und ich kann mir gut vorstellen, dass die
Aktie nach einer Verschnaufpause weiter auf ein höheres Bewertungsniveau
laufen wird.
.ISIN US17275R1023|8.3.13|Kapazitätsausbau des Internets weltweit
Cisco
CEO John Chambers hat das Ruder herumgerissen. Hatte Cisco sich in den
vergangenen Jahren versehentlich einmal in den Konsumentenmarkt verirrt,
so wurde dieses Abenteuer inzwischen beendet, und Cisco baut wieder die
High-End Router für Rechenzentren und Internet-Provider. Der Erfolg
Ciscos ist auch an den Problemen Junipers abzulesen.
Cisco hat in den vergangenen Jahren aggressiv Aktien zurückgekauft, ein
Umstand, der im Kurs bislang kaum berücksichtigt wurde. 34 Mrd. USD
liegen in bar herum, was das Bewertungsniveau lächerlich günstig
erscheinen lässt: KGV 13e von 10 fällt cashbereinigt auf nur noch 7. Für
die erwarteten 8% Wachstum p.a. in den kommenden fünf Jahren ist das ein
günstiges Bewertungsniveau für diesen Weltmarktführer.
.ISIN AT0000969985|8.3.13|Abhängig vom Wohl & Wehe Blackberries
AT&S
Der führende europäische Anbieter von Leiterplatten aus Österreich
fertigt seine für Autos, Handys und Digitalkameras bestimmten Produkte
auch in China, Indien und Korea, um die dortigen günstigen Lohnkosten zu
nutzen. 4% Umsatzwachstum werden mit einem KGV 13e von 9 fair bewertet.
Die Verschuldung von 255 Mio. Euro ist für meinen Geschmack zu hoch für
einen Jahresumsatz von 554 Mio. Euro bei schmaler Gewinnmarge. Zudem
wird noch eine Dividendenrendite von 4% angeboten, für ein innovatives
Unternehmen ist das eine Seltenheit.
Research in Motion, oder jetzt Blackberry, ist einer der großen Kunden
von AT&S, und die Probleme von Blackberry erklären auch den schwachen
Kursverlauf von AT&S. Meinen Kommentar zu den neuen Blackberries habe
ich gegeben: Interessante Produkte, doch vermutlich zu spät um dem
Unternehmen mehr als eine lukrative Nische zu sichern. Entsprechend
dürfte das Volumen weiter zurückgehen, was für AT&S nicht sonderlich gut
ist.
Der Kurs ist in den vergangenen zwei Jahren von 17 auf 7 Euro
eingebrochen. Vor diesem Hintergrund ist es fraglich, ob die hohe
Dividendenrendite von 4% gehalten werden kann, oder ob sie nur noch
nicht schnell genug zurückgenommen wurde.
.ISIN GB00B128C026|8.3.13|Jahrzehnte der Konsolidierung von Fluglinien
kurz vor Ende
Air Berlin
Seit Jahrzehnten inzwischen schon warne ich grundsätzlich vor
Fluggesellschaften, doch ich könnte mir vorstellen, diese Haltung bald
zu ändern. Jahrzehnte lang haben staatliche Fluggesellschaften den
Wettbewerb verzerrt, günstige Spritpreise, Zuschüsse oder sonstige
Hilfen am nationalen Heimatmarkt führten zu einer künstlich verbesserten
Wettbewerbsfähigkeit im internationalen Geschäft, was viele Fluglinien
in den Ruin trieb.
Bei Air Berlin sieht es "eigentlich" ganz ähnlich aus, doch ich habe das
Gefühl, als sei der Markt inzwischen ausreichend bereinigt um den
Überlebenden ein paar goldene Jahre zu bescheren. Vor diesem Hintergrund
wäre ich gegebenenfalls bereit, Air Berlin als eine hochspekulative
Position in einem diversifizierten Portfolio zu akzeptieren.
Korrelationsmatrix
tgl. IMO OMV CIS AUS AB1
IMO 1,00 -0,16 0,21 0,13 0,02
OMV -0,16 1,00 0,22 -0,14 0,09
CIS 0,21 0,22 1,00 -0,10 0,10
AUS 0,13 -0,14 -0,10 1,00 0,03
AB1 0,02 0,09 0,10 0,03 1,00
wtl. IMO OMV CIS AUS AB1
IMO 1,00 0,20 0,19 0,36 0,00
OMV 0,20 1,00 0,42 -0,06 0,53
CIS 0,19 0,42 1,00 0,16 0,18
AUS 0,36 -0,06 0,16 1,00 -0,08
AB1 0,00 0,53 0,18 -0,08 1,00
IMO OMV CIS AUS AB1
Gewichtung für optimales Portfolio:
25% 25% 25% 18% 7%
Gewichtung für minimum Risiko Portfolio:
25% 25% 25% 24% 1%
erwartete Rendite Volatilität Sharpe ratio
Optimal 6,7% 12,9% 0,21
Minimum risk 6,4% 12,0% 0,20
Kann man nicht meckern, würde der Schwabe sagen. Immobilien
(Immofinanz), Energie (OMV), Technologie (Cisco, AT&S) und Fluglinie
(Air Berlin) sind vier grundverschiedene Branchen. Zwei Bereiche würden
mir Sorgen machen: Zum einen Cisco und AT&S ordne ich beide der
Technologiebranche zu. Doch mit der Netzwerk-Infrastruktur von Cisco
haben die Leiterplatten für Handys wenig zu tun. Zum anderen hängt das
Wohl und Wehe jeder Fluggesellschaft an der Entwicklung des Ölpreises,
was hier eine Abhängigkeit zwischen Air Berlin und OMV begründet. Da Air
Berlin "nur" eine Spekulation ist, will ich das hier aber akzeptieren.
Aus dieser Betrachtung würde ich mir also überlegen, ob ich statt AT&S
nicht einen besseren Kandidaten finde. Mit drei österreichischen
Unternehmen (Immofinanz, OMV, AT&S), einem deutschen (Air Berlin) und
einem US-Unternehmen (Cisco) ist noch Luft für etwas mehr
Internationalisierung. Was halten Sie denn von einem Pharmaunternehmen
wie Roche oder einem Biotech-Unternehmen wie Celgene?
Ich hoffe, ich konnte ein paar Anregungen geben.
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08. Update beobachteter Werte
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Bitte beachten Sie auch den Kundenbereich auf meiner Internetseite unter
www.heibel-ticker.de. Dort finden Sie aktuelle Charts mit meinen jeweils
aktualisierten Einschätzungen.
==========
Im Wochenverlauf habe ich zu mehreren Titeln Anmerkungen im
Kundenbereich der Webseiten verfasst.
Die dritte Spalte zeigt die Schlusskurse von Donnerstagabend. Unter
„Woche“ steht die Veränderung im Vergleich zur Vorwoche. Unter „2012“
steht das Ergebnis der Position seit Jahresbeginn bzw. seit Aufnahme ins
Portfolio. Unter „Anteil“ finden Sie den Anteil der jeweiligen Position
am Gesamtdepot.
Unter ! steht zur Information meine Grundtendenz:
K – bei Gelegenheit Kaufen,
NK – Nachkaufen
H – Halten,
V – bei Gelegenheit Verkaufen,
TV – Teilverkauf, also nicht die ganze Position
VL – Verkaufslimit, bei überschreiten eines bestimmten Kurses sollte
verkauft werden
SL – Stopp Loss, bei Unterschreiten eines bestimmten Kurses sollte
verkauft werden
TS – Trailing Stopp, wie SL, nur dass das Limit kontinuierlich
nachgezogen wird
Die „Gelegenheit“ zum Kaufen oder Verkaufen wird sodann kurzfristig von
mir per Update an Sie bekanntgegeben.
Ich habe diese Spalte „!" insbesondere für neue Kunden vorgesehen, die
zu einem späteren Zeitpunkt wissen wollen, ob ich die Position noch
zukaufen würde, wenn ich beispielsweise darin nicht schon voll
investiert wäre. Zukaufen würde ich jeweils jedoch niemals zu
Höchstkursen, sondern stets nur nach kurzfristigen Kursrückschlägen von
mindestens 5-7%.
Kauffolge: Je spekulativer, desto aggressiver würde ich kaufen und
verkaufen. Derzeit verwende ich die folgenden Schritte:
Value Positionen in drei Schritten aufbauen: 25%-25%-50%,
Spekulative und alternative Positionen in zwei Schrittenaufbauen:
50%-50%,
Tradingpositionen ganz oder gar nicht: 100%.
Stopp Loss Limits, Verkaufslimits und ähnliche Aktionsmarken verwalte
ich aktiv in meinem System und ändere ich unter der Woche mehrfach, fast
täglich. Eine Veröffentlichung der entsprechenden Limits ist in der
Regel nicht sinnvoll, allenfalls Stopp Loss Marken werde ich bisweilen
im Text bekanntgeben.
Auch dieses Kapitel bleibt den zahlenden Abonnenten des Heibel-Ticker
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Wer un- oder überpersönliche Schreib- oder Redeweisen nachmacht oder
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Schreib- oder Redeweisen in Umlauf setzt, wird mit Lust-, manchmal auch
mit Erkenntnisgewinn belohnt; und wenn alles gut geht, fällt davon sogar
etwas für Sie ab. (frei nach Robert Gernhardt)
Wir recherchieren sorgfältig und richten uns selber nach unseren
Anlageideen. Dennoch müssen wir jegliche Regressansprüche ausschließen,
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Die Inhalte des Heibel-Tickers spiegeln unsere Meinung wider. Sie
stellen keine Beratung, schon gar keine Anlageempfehlungen dar.
Die Börse ist ein komplexes Gebilde mit eigenen Regeln.
Anlageentscheidungen sollten nur von Anlegern mit entsprechenden
Kenntnissen und Erfahrungen vorgenommen werden. Anleger, die kein
tiefgreifendes Know-how über die Börse besitzen, sollten unbedingt vor
einer Anlageentscheidung die eigene Hausbank oder einen
Vermögensverwalter konsultieren.
Die Verwendung der Inhalte dieses Heibel-Tickers erfolgt auf eigene
Gefahr. Die Geldanlage an der Börse beinhaltet das Risiko enormer
Verluste bis hin zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals.
Quellen:
Kurse: Deutsche Kurse von comdirect.de, Goldbarren & Münzen von
proaurum.de, US-Kurse von finance.yahoo.com. Alle Kurse sind
Schlusskurse vom Donnerstag sofern nichts Gegenteiliges vermerkt ist.
Bilanzdaten: Comdirect, Yahoo! Finance sowie Geschäftsberichte der
Unternehmen Informationsquellen: dpa-AFX, Aktiencheck, Yahoo! Finance,
TheStreet.com, IR-Abteilung der betreffenden Unternehmen
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