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H E I B E L - T I C K E R U P D A T E
F I N A N Z I N F O R M A T I O N E N
- Einfach einen Tick besser -
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DEUTSCHE BIBLIOTHEK : ISSN 1862-5428
4. Jahrgang - Update 09 (11.03.2009)
Erscheinungsweise: je nach Aktualität
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(-;______________________________________________;-)
I N H A L T
01. SONDERANGEBOT GLÜCKSKINDER: IN FREUDIGER ERWARTUNG
02. TICKER-UPDATE: URSACHEN DER RALLYE UND FORTSETZUNGSCHANCEN
03. DISCLAIMER / HAFTUNGSAUSSCHLUSS UND RISIKOHINWEISE
04. AN-/ABMELDUNG
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01. SONDERANGEBOT GLÜCKSKINDER: IN FREUDIGER ERWARTUNG
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Liebe Börsenfreunde,
jawoll, es ist so weit: Die Rallye ist gestartet. Lang ersehnt,
vielfach verfrüht angekündigt doch nun geht's los. Und schauen
Sie einmal in den Medien, was dort an Erklärungen für den
gestrigen Kurssprung von über 5% angeführt wird: Die positive
Meldung der Citigroup über das gut angelaufene 1. Quartal 2009.
Doch diese Meldung war schon am frühen Vormittag (MEZ) bekannt,
dennoch startete die Rallye erst viel später: Erst als Bernanke
sprach.
Ich werde Ihnen gleich die Einzelheiten zur Rallye aufzeigen
und eine Einschätzung darüber geben, wie weit uns diese Rallye
führen kann. Doch zunächst möchte ich etwas in eigener Sache
bekannt geben:
Wer den Heibel-Ticker in den vergangenen Monaten aufmerksam
gelesen hat der weiß es schon: Ihr Autor wird Vater. Der
errechnete Schwangerschaftsbeginn war in der Hochzeitsnacht im
letzten Sommer. „Das muss ja eine langweilige Feier gewesen
sein" wird der eine oder andere nun denken, doch das stimmt
nicht. Wir Männer treten rechnerisch erst nach der zweiten
Schwangerschaftswoche in Aktion.
So glücklich wie ich darüber bin, die beste Frau der Welt
abbekommen zu haben, so glücklich blicke ich jetzt der Ankunft
meines neuen Chefs entgegen. „Chef", weil er vom ersten
Augenblick an meine Pläne und Wünsche über den Haufen werfen
wird und seinen eigenen Willen durchzusetzen versteht. Das
zeigt sich schon heute: Ich möchte meine Frau bei der Geburt
nicht alleine lassen und kann den Geburtstermin nicht mit der
Erstellung der Wochenausgabe des Heibel-Tickers koordinieren.
Es gibt nur einen der entscheidet, wann die Geburt stattfinden
wird: Unser kleiner Chef. Es ist also möglich, dass eine
Ausgabe in den nächsten Wochen nicht mit der gewohnten
Zuverlässigkeit am Freitag von mir erstellt werden kann.
Als kleines Trostpflaster für Sie, vielmehr jedoch, um Sie an
meiner Freude teilhaben zu lassen, biete ich Ihnen zwei Dinge
an: Ab sofort bis zum Tag der Geburt gibt es das Jahresabo zu
100 Euro statt normalerweise 120 Euro. Und wer am Tag der
Geburt unseres Kindes ein bezahltes und noch aktives Heibel-
Ticker PLUS Abonnement am Laufen hat, dem schenke ich, sofern
Mutter und Kind gesund aus dem Kreissaal kommen, eine
Verlängerung des PLUS-Abos um zwei Wochen.
Wir erwarten unseren Kleinen Ende März/Anfang April. Doch
selten halten sich Babies an errechnete Termine. Es kann
jederzeit losgehen oder vielleicht lässt er sich auch eine
Menge Zeit. Ich weiß es nicht. Die 100 Euro Aktion endet am Tag
der Geburt.
Ich hoffe, ich kann Sie auf diese Weise ein wenig an meiner
Freude teilhaben lassen und Sie gleichzeitig dafür
entschädigen, dass eine der nächsten Ausgaben (und ich kann
eben nicht sagen welche) vielleicht nicht in gewohnter
Zuverlässigkeit erscheinen wird.
Doch nun wieder zum Börsengeschehen: Insgeheim hatte ich ja
schon überlegt was es wohl bedeute, wenn unser Kind am Tag der
Kapitulation der Baisse geboren würde. Doch dieses
Gedankenspiel lege ich schnell wieder ab, zumal der heutige Tag
Hoffnung macht, dass wir das Tief bereits gesehen haben.
Ich wünsche eine anregende Lektüre,
take share, Ihr
Börsenschreibel
Stephan Heibel
Chefredakteur und
Herausgeber des
Heibel-Ticker
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02. TICKER UPDATE: URSACHEN DER RALLYE UND FORTSETZUNGSCHANCEN
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Wo ist die Kapitulation, die einer Bodenbildung zumeist
vorhergeht? Wo ist die Panik? Und was ist der Anlass für die
gestrige Rallye? Nirgendwo ein Krieg, keine Katastrophe, keine
politische Sensation, nicht einmal besonders hilfreiche Worte
von Obama, Merkel oder in China von Wen Jiabao. Nichts! Nur
eine Meldung der Citigroup, dass die ersten beiden Monate im
Jahr 2009 außerordentlich gut gelaufen seien.
Aber das hatte Josef Ackermann vor einigen Wochen über die
Deutsche Bank ebenfalls gesagt, es folgte ein Kursfeuerwerk bei
der Deutschen Bank, aber nicht an der breiten Börse.
Außerdem tickerte die Meldung der Citigroup gestern Vormittag
über die Nachrichtenkanäle, die Rallye wurde jedoch erst gegen
14 Uhr losgetreten. Sind die Europäer so dumm und haben sie die
Bedeutung der Citigroup-Meldung nicht verstanden, oder gab es
noch etwas anderes?
Nun, es gab noch einiges anderes. Die Meldung der Citigroup ist
nur einer der Auslöser der Rallye. Die anderen Auslöser sind
aber noch viel wichtiger. Ich werde mich heute kurz fassen,
denn ich habe die Hintergründe zu den teilweise komplizierten
Regulierungen und deren Bedeutung in den vergangenen Monaten
immer wieder erläutert. Und nun, wo ich durch eine Riesenrallye
Recht zu bekommen scheine, kennt noch immer kaum jemand diese
Zusammenhänge. In den Medien wird verkrampft nach Gründen in
der Wirtschaft gesucht. Doch das ist falsch.
Die Wirtschaft hat mit dieser Krise nichts zu tun. Der
Wirtschaft ging es in dieser Krise die längste Zeit erstaunlich
gut, erst sehr spät haben die Probleme des Finanzsektors
irgendwann auf die Wirtschaft übergegriffen. Der Finanzsektor,
insbesondere der Immobilienbereich, ist unser Problemkind. Und
hier hat sich einiges getan:
HINTERM RÜCKEN BERNANKES IST MARK-TO-MARKET EGAL
Ben Bernanke hat in einer Rede gestern einen Sinneswandel
vollzogen. Die strenge Bilanzierungsvorschrift „mark-to-
market", also zum Marktwert zu bewerten, könne seiner Ansicht
nach aufgeweicht werden. Die strikte Anwendung dieser Regel
habe seiner Einschätzung nach einen negativen Einfluss auf das
Funktionieren der Finanzmärkte. Endlich! Er hat es begriffen!
Wenn Ihr Nachbar seinen Porsche Boxter ohne Sonderausstattung
unter Zeitdruck für 20.000 Euro an den Porschehändler
verscherbeln muss, dann heißt das nicht, dass Ihr 911er mit
allen Extras auch nur noch 20.000 Euro wert ist. Doch genau das
verlangt die mark-to-market Regel: Sofern es keinen besseren
Vergleichswert gibt, müssen Sie den zuletzt in Ihrer
Nachbarschaft erzielten Verkaufswert für ein Haus auch für Ihr
Haus ansetzen. Und für die Banken bedeutet das, dass
Immobilienderivate im eigenen Bestand, die derzeit auf dem
freien Markt nicht nachgefragt werden, praktisch Null US-Dollar
wert sind, obwohl regelmäßige Zins- und Tilgungseinnahmen
daraus erzielt werden.
Mark-to-market ist eine sinnvolle Bilanzierungsregel. Davon
brauchen Sie mich nicht zu überzeugen. Doch derzeit hat diese
Regel einen Entwertungsstrudel gestartet, der von alleine nicht
mehr zu stoppen ist.
Bernanke hat mit seiner Aussage endlich eingesehen, dass dieser
Strudel erst dann aufhört sich zu drehen, wenn es keinen
Bankensektor mehr gibt. Er hat nun sehr geschickt reagiert:
Weder möchte er diese sinnvolle Regel für immer abschaffen,
noch möchte er sie weiterhin auf Quartalsbasis strikt
durchsetzen. Seinen Äußerungen zufolge kann der Bankensektor
damit rechnen, für eine gewisse Zeit mit Nachsicht behandelt zu
werden, wenn mark-to-market nicht mehr angewendet wird.
Bernanke dreht sich also um und sagt, ich möchte gar nicht
wissen, was ihr in den nächsten Monaten hinter meinem Rücken
macht.
UPTICK RULE WIRD WIEDER DISKUTIERT
John Nester, Sprecher der US-Börsenaufsicht SEC, hat heute
bekannt gegeben, dass die Uptick Rule Ende dieser Woche zur
Diskussion stehen werde und gegebenenfalls schon im April
wieder eingesetzt werden könnte. Mary Shapiro, die neue SEC-
Chefin, sagte in ihrer Antrittsrede bereits, dass die Uptick
Rule zu den Dingen gehöre, die sie als erstes untersuchen
wolle.
Und zwei einflussreiche Senatoren aus dem Weißen Haus, Barney
Frank und Christopher Dodd, haben sich in einer ersten Reaktion
zum SEC-Statement bereits positiv zu diesem Vorhaben
ausgesprochen. Auch hier kann ich nur kommentieren: Endlich! Da
bewegen sich also Dinge!
KEINE PANIK NÖTIG
Wenn Sie sich die Kursentwicklung vom Montag dieser Woche
anschauen, dann werden Sie sehen, wie die Aktienkurse
kontinuierlich abwärts glitten. Keine besonderen Meldungen,
keine besonderen Ereignisse, keine Panik und auch keine
besonders aufgeregte Berichterstattung in den Medien. Im
Gegenteil, man hat sich an Börsentage gewöhnt, an denen sich
jeder Kauf umgehend als Fehler herausstellt. Also kaufte man
eben nicht mehr.
Und verkauft wurde nur noch von Profis. Privatanleger haben
längst ihre wichtigen Beträge gerettet. Wer jetzt noch Aktien
hält, der hält sie wie Warren Buffet mit einem Zeithorizont von
über fünf Jahren. Verkauft wird von Profis: Leerverkäufer, die
in den vergangenen Monaten immer mächtiger wurden.
Leerverkäufer, die allein schon die Märkte immer wieder in die
Knie zwingen können, auch wenn es keinen negativen Anlass dazu
gibt.
PERMA-BÄREN HABEN ÜBERZOGEN
Diese Leerverkäufer müssen derzeit keine Uptick Rule
berücksichtigen, sie können so schnell Shorten, dass die Kurse
gar keine Chance für eine Rallye haben. Und wenn es keinen
Grund für weiter fallende Kurse mehr gibt, dann tritt Nouriel
Roubini im Fernsehen auf: Am Montag verkündete der Perma-Bär (=
ewiger Pessimist), dass der Dow Jones noch auf 5.000 Punkte
sinken werde. Ich habe eine grobe Kalkulation der 30 Dow-
Komponenten vorgenommen und bin zu dem Schluss gekommen, dass
dann die Citigroup, JP Morgen und die Bank of America nicht
mehr existieren dürften. Es gebe dann im Dow Jones keine Bank
mehr. Das wäre gleichbedeutend mit dem Ende des privaten
Finanzsektors der USA. Glauben Sie, Obama ist darauf
vorbereitet, den US-Finanzsektor zu verstaatlichen? Ich glaube
das nicht.
Wie es immer mit Perma-Bären ist: In Baisse-Zeiten werden sie
schnell zu den Helden der Shortseller. Sie wachsen in diese
Rolle hinein, sonnen sich im Rampenlicht und verpassen den
Absprung. Oder glauben Sie, CNBC ruft bei Roubini an und fragt,
ob er nicht einmal etwas ganz anderes behaupten wolle? Nein,
Roubini kommt immer genau dann ins Fernsehen, wenn Gründe für
die Kursverluste gesucht werden und verlässlich wie ein Uhrwerk
verkündet Roubini sodann auch das Ende der Finanzwelt und
prognostiziert einen Dow Jones von 5.000 Punkten.
Meredith Whitney, die Königin der Bären, hat ebenfalls am
Montag einen ausführlichen Bericht über die ausstehenden
Kreditkartenschulden der Amerikaner geschrieben. Ich habe schon
vor einigen Monaten die Kreditkartenangst als überzogen
entlarvt und das ganze vorgerechnet. Nun am Boden des Crashs
malt Whitney aus, wie der Konsum zurückgehen werde, wenn die
Kreditkartenlimite gestrichen würden – ein Vorgang der ihrer
Ansicht nach bereits begonnen habe. Whitney ist 37 Jahre alt
und sehr hübsch. Ich denke, das ist der Hauptgrund, warum sie
ins Fernsehen geladen wird. Die Folge: Bank of America, die
Citigroup und Capital One brachen am Montag nochmals ein.
Ich kann nur sagen: Wenn selbst den Perma-Bären keine neuen
Argumente mehr einfallen, dann ist es Zeit für eine
Gegenreaktion! Roubini und Whitney: Vielen Dank für das
eindeutige Signal. Es war für Vikram Pandit ein Leichtes, diese
Panikmache mit seiner Meldung über das überraschend gute erste
Quartal 2009 ins Lächerliche zu ziehen.
Normalerweise erleben wir so etwas wie eine Panik, wenn sich am
Ende eines Bärenmarktes ein Boden bildet. Doch diesmal fand die
Panik schon im vergangenen Oktober statt. Wer zu panischen
Reaktionen neigt, der ist bereits im vergangenen Oktober
ausgeflippt.
Seither zieht es die Börse immer weiter in den Abgrund, obwohl
viele Unternehmen bereits unter ihren Barreserven bewertet
sind. Mit dem niedrigsten KGV des S&P 500 seit ich an der Börse
aktiv bin! Das durchschnittliche KGV im S&P beträgt derzeit
14,29! Alles unter 17 wird als unterbewertet angesehen. Doch
mark-to-market sorgte für immer neue Hiobsbotschaften und die
fehlende Uptick Rule gab den Bären ein leichtes Spiel mit den
angeschlagenen Unternehmen kurzen Prozess zu machen.
POSITIVE SIGNALE VON BANKEN, ENERGIE UND TECH
Eine Rallye allein im Bankensektor kann nicht nachhaltig sein.
Wenn der Markt abhebt, wünscht man sich eine Beteiligung
möglichst vieler Branchen. Und tatsächlich war dies gestern der
Fall:
Finanzaktien +14,86%, damit ist der Finanzsektor gestern am
besten gelaufen. Wenn selbst die Citigroup noch ein gutes
Quartalsergebnis erzielt, was glauben Sie, was Goldman Sachs,
Morgan Stanley und die Deutsche Bank erwirtschaften werden? Vor
der „Gefahr" einer positiven Überraschung werden die Bären nun
ihre Shortpositionen eindecken.
Der Ölpreis ist deutlich über 45 USD/Fass gestiegen. Damit ist
der Flirt mit den 30ern zunächst vorüber. Der Ölkonzern Chevron
hat bekannt gegeben, die verbrauchten Ölvorräte um 148% ersetzt
zu haben: Die Ölvorräte von Chevron steigen also. Gleichzeitig
wird von der OPEC eine Reduzierung der täglichen Fördermenge
oder zumindest die strikte Durchsetzung der aktuellen
Förderlimits erwartet. Energieaktien sind gestern um 5,07%
angestiegen.
Texas Instruments vermeldete rückläufige Lagerbestände und eine
anziehende Nachfrage im 3G-Bereich. Der Zulieferer des
Mobilfunkmarktes gab damit positive Signale für die gesamte
Branche von Research in Motion, Nokia und Apple über Analog
Devices bis hin zu Qualcomm aus. Techaktien legten um 5,75% zu.
Damit sind viele für eine nachhaltige Rallye wichtigen Branchen
angesprungen.
AUSBLICK
Gestern haben wir also gesehen, was passiert, wenn die
Argumente der Bären als lächerlich entlarvt werden. Die
Bauteile, um die Finanzmärkte wieder zum Funktionieren zu
bringen, sind vorhanden. Es fehlt nun noch ein US-
Finanzminister Tim Geithner der sagt, dass die Senatoren Dodd
und Frank, dass die SEC-Chefin Spagiro und dass Bernanke Recht
haben mit Ihrer Kritik und dass deren Verbesserungsvorschläge
sinnvoll sind und unterstützt werden. Mehr muss Geithner nicht
machen, und eine Gegenreaktion von über 25% wäre drin. Die
Banken könnten sich bei einer solchen Meldung verdoppeln.
Ja, ich lehne mich hier ganz schön weit aus dem Fenster:
Vergangene Woche sagte ich, dass das Jahrestief von 2009 im
März erfolgen werde. Und jetzt spreche ich schon von einer
sensationellen Rallye. Und das, obwohl gerade einmal ein Tag
mit steigenden Kursen zu sehen war.
Als gesichert sehe ich meine Prognose denn auch noch nicht an:
Noch kann Geithner die Entwicklung stoppen, noch kann auch die
Uptick Rule innerhalb der SEC gegen Widerstände laufen und
abgelehnt werden und noch ist eine großzügige Anwendung von
mark-to-market nicht möglich – Bernanke braucht hier das Okay
von Geithner.
Über Geithner thront Obama, der bislang kaum Verständnis für
die Finanzmärkte gezeigt hat. Im Gegenteil, sein Ansatz von
„nimm's den Reichen und Stärke die Staatsmacht bei
gleichzeitiger Rückführung der Neuverschuldung" ist während der
schlimmsten Wirtschaftskrise der USA seit 70 Jahren der falsche
Weg. Immerhin regt sich im Weißen Haus Widerstand gegen diese
falsch terminierte idealistische Marschrichtung Obamas.
Das ist die Gefahr, mit der wir Leben müssen: Obama und / oder
Geithner können die heute eingeschlagenen richtigen und
wichtigen Schritte mit einem Federstrich, einer Randbemerkung
in einer Rede, zunichte machen. Es wäre nicht das erste Mal.
Sie kennen mich als unverbesserlichen Optimisten und so ist
auch diese Ausgabe verfasst. Vielleicht paart sich auch die
Vorfreude auf meinen Nachwuchs mit meinem Optimismus, ich weiß
es nicht. Daher gebe ich Ihnen die Dinge an die Hand, die für
die Entwicklungen verantwortlich sind und ich habe Ihnen hier
auch die Risiken gezeigt, die noch immer bestehen. Wenn diese
Risiken erst beseitigt sind, dann steht der Dow Jones 25%
höher, dann haben sich die Banken verdoppelt. Doch bis es
soweit ist bleibt die Entwicklung ungewiss. Große Chancen an
der Börse kommen eben selten ohne großes Risiko.
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03. DISCLAIMER / HAFTUNGSAUSSCHLUSS UND RISIKOHINWEISE
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Wer un- oder überpersönliche Schreib- oder Redeweisen
nachmacht oder verfälscht oder nachgemachte oder verfälschte
un- oder überpersönliche Schreib- oder Redeweisen in Umlauf
setzt, wird mit Lust-, manchmal auch mit Erkenntnisgewinn
belohnt; und wenn alles gut geht, fällt davon sogar etwas für
Sie ab. (frei nach Robert Gernhardt)
Wir recherchieren sorgfältig und richten uns selber
nach unseren Anlageideen. Dennoch müssen wir jegliche
Regressansprüche ausschließen, die aus der Verwendung
der Inhalte des Heibel-Tickers entstehen könnten.
Die Inhalte des Heibel-Tickers spiegeln unsere Meinung
wider. Sie stellen keine Beratung, schon gar keine
Anlageempfehlungen dar.
Die Börse ist ein komplexes Gebilde mit eigenen Regeln.
Anlageentscheidungen sollten nur von Anlegern mit
entsprechenden Kenntnissen und Erfahrungen vorgenommen
werden. Anleger, die kein tiefgreifendes Know-how über
die Börse besitzen, sollten unbedingt vor einer
Anlageentscheidung die eigene Hausbank oder einen
Vermögensverwalter konsultieren.
Die Verwendung der Inhalte dieses Heibel-Tickers erfolgt
auf eigene Gefahr. Die Geldanlage an der Börse
beinhaltet das Risiko enormer Verluste bis hin zum
Totalverlust des eingesetzten Kapitals.
Es tut mir Leid, dass im Heibel-Ticker nicht die viel
versprechenden neuen Regeln der Rechtschreibreform
berücksichtigt werden, aber ich müßte Kopf stehen, um
diese zu verstehen.
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04. AN-/ABMELDUNG
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Heibel-Ticker Ende
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