Heibel-Ticker 09/10 - Die Rallye, die von allen klein geredet wird

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H E I B E L - T I C K E R S T A N D A R D

F I N A N Z I N F O R M A T I O N E N

- Einfach einen Tick besser -
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DEUTSCHE BIBLIOTHEK : ISSN 1862-5428

4. Jahrgang - Ausgabe 10 (13.03.2009)
Erscheinungsweise: wöchentlich Freitag/Samstag
* Bitte Schriftart Courier einstellen *
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I N H A L T

01. INFO-KICKER: DIE RALLYE TRÄGT SICH INS WOCHENENDE!
02. SO TICKT DIE BÖRSE: DAS STARTETE DIE RALLYE
03. AUSBLICK: DAS BRAUCHT DIE RALLYE, UM WEITERZULAUFEN
04. EINKAUFSLISTE: DIE ÜBERLEBENDEN DER KRISE
05. LESERFRAGE: GOLDPREIS BEZÜGLICH EURO UND USD
06. BEOBACHTETE WERTE
07. DISCLAIMER / HAFTUNGSAUSSCHLUSS UND RISIKOHINWEISE
08. AN-/ABMELDUNG

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01. INFO-KICKER: DIE RALLYE TRÄGT SICH INS WOCHENENDE!
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Liebe Börsenfreunde,

es ist kaum zu glauben, aber die Gewinne dieser Woche sind noch
immer nicht ausradiert. Wann war es das letzte Mal, dass eine
Rallye länger dauerte als ein paar Stunden? Ich kann mich nicht
erinnern. Seit der Geithner-Rede zumindest gab es so etwas
nicht mehr.

Im heutigen Rückblick liste ich nochmals alle Faktoren auf, die
meiner Ansicht nach zu der Rallye geführt haben. Selten war es
so auffällig wie in diesen Tagen, dass die Börsen noch immer
von den USA bestimmt werden. Wer wie wir die USA versteht, der
hat auch die Erklärungen für die Kursbewegungen im DAX. Die
Medien hierzulande stochern auch heute noch weitgehend im
Dunkeln und halten die Kursgewinne dieser Woche für eine
Bärenmarktrallye.

Im heutigen Ausblick nenne ich Ihnen weitere Elemente der
Rallye. Hier gehe ich insbesondere auf die Faktoren ein, die
für den weiteren Erfolg oder Misserfolg verantwortlich sein
werden. Es ist wichtig, nicht blind zu investieren, sondern wer
in dieser Marktphase einsteigt, der muss genau wissen, was noch
immer schief gehen kann und was passieren muss, damit die
Rallye weiter geht.

Ich darf nochmals an unsere Sonderaktion Glückskinder erinnern:
Bis zur Geburt meines Kindes biete ich das Jahresabo zu 100
statt 120 Euro an. Und falls Mutter und Kind gesund aus dem
Kreissaal kommen, schenke ich allen PLUS-Kunden zwei Wochen
Abo. Gerade in dieser Marktsituation ist es vielleicht auch für
Sie interessant, die Hintergründe zum Börsengeschehen zu
verstehen.

Heute ausnahmsweise habe ich im Kapitel 04 – „Einkaufsliste"
aus der Hüfte geschossen. Im Kapitel 03 habe ich meine
favorisierte Tradingidee dargelegt. Doch da viele von Ihnen zu
einer ganzen Reihe von Aktien Fragen haben, können Sie meine
Kurzeinschätzung im Kapitel 04 nachlesen.

Die heutige Leserfrage klärt nochmals den (Un)Sinn der
Währungsabsicherung beim Goldinvestment.

Ich wünsche Ihnen eine anregende Lektüre,

take share, Ihr
Börsenschreibel

Stephan Heibel

Chefredakteur und
Herausgeber des
Heibel-Ticker

P.S.: Lassen Sie mich Ihre Meinung, Kritik oder
Verbesserungsvorschläge wissen (selbst Lob ist willkommen ;-)
und schreiben Sie mir an leserbrief/at/heibel-ticker/./de.

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02. SO TICKT DIE BÖRSE: DAS STARTETE DIE RALLYE
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Selten habe ich so viele erboste E-Mails zu einer Ausgabe
erhalten, wie zur Mittwochs-Ausgabe: Vermutlich waren doch
einige inzwischen auf Pessimismus getrimmte Trader ziemlich
überrascht von dem Stimmungswechsel an der Börse. Und
offensichtlich war ich der Einzige, der diesen Stimmungswechsel
mit aller Deutlichkeit ansprach, die Gründe aufzeigte und der
das Tief für 2009 ausrief. Somit war ich also Ziel aller short
positionierten Trader, die der Wut über ihre erlittenen
Verluste durch wüste Beschimpfungen Luft machten.

Ich habe Verständnis für Enttäuschung, für Wut und für
Ohnmacht. Doch wer seine Luft bei mir ablassen möchte, der
sollte sich bitte zunächst überlegen, was genau er mir sagen
möchte und dann eine verständliche E-Mail formulieren. Das
Bombardieren mit unzähligen haltlosen Behauptungen landet bei
mir mangels Verwendbarkeit leider umgehend in der runden
Ablage.

Aber es zeigt mir, dass wir hier wirklich eine Chance auf einen
nachhaltigen Boden haben. Denn nur wenn der Großteil der
Anleger noch ungläubig nach dem Haar in der Suppe sucht, kann
es eine Bodenbildung geben. Und um ehrlich zu sein, in der
Suppe gibt es noch genügend Haare für jeden Pessimisten. Ich
will hier nicht behaupten, dass plötzlich alle Probleme gelöst
sind.

Aber ich sehe die Chance, dass es nicht mehr noch schlimmer
wird. Und die Intensität der Rallye dieser Woche, bei
gleichzeitig völliger Ungläubigkeit in den Medien und unter den
Anlegern, bestärkt mich in meiner Auffassung, dass wir ihn
gesehen haben: Ihn, den Boden :-)

Hier die Wochenstatistik der wichtigsten Indizes:

INDIZES 12.3.09

Dow Jones 7.170 8,7%
DAX 3.956 7,1%
Nikkei 7.569 5,5%
Euro/US-Dollar 1,290 1,6%
Euro/Yen 126,5 2,6%
10-Jahre-US-Anleihe 2,89% 0,1
Umlaufrendite Dt 2,85% 0,0
Feinunze Gold USD $922,70 -1,6%
Fass Crude Öl USD $47,03 7,8%
Baltic Dry Shipping I 2.201 1,6%


Sheila Bair, Chefin des US-Einlagensicherungsfonds FDIC, sagte,
dass viele der toxischen Derivate im Portfolio der Banken
derzeit niedriger bewertet seien, als ihr eigentlicher Wert.
Wenn die FDIC also solche Derivate aufkauft, dann ist zu
erwarten, dass daraus auf lange Sicht ein Gewinn für die FDIC
entsteht, ein Gewinn, der den Steuerzahlern zugute kommt.

Mary Schapiro, Chefin der US-Börsenaufsicht SEC, sagte, sie
unterstüze nicht die Abschaffung der Mark-to-Market Regel, aber
wünsche sich eine Änderung derselben.

Ben Bernanke befürwortet Ausnahmeregelungen für die Mark-to-
Market Regel für besonders illiquide Vermögenswerte wie eben
die toxischen Derivate.

Und von Stunde zu Stunde steigt die Wahrscheinlichkeit, dass
die Uptick Rule wieder eingeführt wird. Shortseller sollten
langsam in Panik geraten :-)

Gestern wurden unter anderem die viel gefürchteten
Einzelhandelsumsätze der USA veröffentlicht. Erinnern Sie sich
an die Warnung von Meredith Whitney, die im Monat davor warnte,
dass die Streichung der Kreditkartenlimits zu einem Einbruch
beim Konsum führen werde? Nun, der Konsum ist der
Wirtschaftslage entsprechend ein wenig zurück gegangen, jedoch
um weit weniger als befürchtet. Und nach den Worten Whitneys
hatte man sich auf einen Einbruch beim Einzelhandelsumsatz
eingestellt.

General Electric (GE) hat gestern sein AAA Rating von Standard
& Poors verloren. Dieses Tripple-A-Rating ist so etwas wie ein
Ritterschlag für ein Unternehmen, es gibt nun nur noch fünf
Unternehmen, die das Tripple-A haben. Lange war befürchtet
worden, dass der schwer kreditabhängige Gigant GE mit einer
halben Billionen USD an Krediten sein Tripple-A Rating
verlieren würde und dadurch höhere Finanzierungskosten in Kauf
nehmen müsse. Nun, wo die Angst zur Gewissheit wird und nachdem
der Kurs von 40 auf 6 USD gefallen ist, sorgt diese Gewissheit
für eine Rallye, die Aktie ist in Folge dieser Meldung um 10%
angesprungen.

US-Finanzminister Tim Geithner, ja er lebt noch, hat sich
gestern zu Wort gemeldet und forderte die Regierungen weltweit
auf, ihre Konjunkturprogramme nicht zu früh auslaufen zu
lassen. Sie müssten nachhaltig, also über viele Jahre, laufen.
Gleichzeitig verspricht sein Präsident Obama eine Kürzung der
Neuverschuldung um die Hälfte in vier Jahren. Na, da müssen
sich die beiden wohl nochmals miteinander unterhalten.

Der chinesische Premierminister Wen Jiabao hatte heute Nacht
eine klare Antwort auf die Auseinandersetzung zwischen Geithner
und Obama: Als größter Gläubiger der USA fordert Jiabao die USA
auf, sich um die Stabilität des US-Dollars zu kümmern. Damit
hat er Obama bei seinen Bemühungen den Rücken gestärkt.

Gleichzeitig gab Wen bekannt, dass seiner Auffassung nach das
bisherige Konjunkturpaket Chinas ausreiche, um China als erstes
aller Länder aus der Rezession zu holen. Er sagte jedoch auch,
dass noch weitere Mittel zur Verfügung stünden, sollten weitere
Hilfen notwendig werden. Darüber hinaus gebe es bereits einen
Plan, der in einem solchen Fall dann nur noch umgesetzt werden
müsste.

Ja, Sie haben richtig gehört: Die Chinesen haben einen „Plan".
Haben Sie so etwas zu Zeiten von Bush gehört? Ich nicht. Da gab
es nur „Reaktion". Obama spricht immerhin viel von seinem Plan,
doch dessen genaue Ausgestaltung braucht sehr viel Zeit. Er
arbeitet noch an den Details, während der Plan bereits in Kraft
getreten ist. Und von unserer Deutschen Regierung habe ich das
Wort „Plan" im Zusammenhang mit der Finanzkrise noch gar nicht
gehört.

Schauen wir einmal, wie die Stimmung an der Börse auf diese
Entwicklungen reagiert:


SENTIMENTDATEN

ANALYSTEN:
Empfehlungen (Anzahl Empfehlungen):

Kaufen / Verkaufen
20.-26. Feb (145): 52% / 48%
27.- 6. Mär (187): 56% / 44%
07.-13. Mär (187): 53% / 47%

ANALYSTEN KAUF
Linde, Fortis, E.On

ANALYSTEN VERKAUF
Veolia, EADS


PRIVATANLEGER:
Aktuell 47% Bullen (+1%, 86 Stimmen)
Bisheriges Tief war Ende November bei 35% Bullen
Durchschnittlich erwarteter DAX-Endstand für heute: 3.753

PRIVATANLEGER KAUF
Allianz, Centrotec Sustainable, Barclays

PRIVATANLEGER VERKAUF
Kampa, Lufthansa, HypoRealEstate

Die Sentiment-Daten wurden in Zusammenarbeit mit Sharewise
erstellt: http://www.sharewise.com?heibel


Der Optimismus wird nur sehr langsam größer. Ich habe den
Eindruck, dass die Rallye dieser Woche noch immer ungläubig und
skeptisch beäugt wird. Das kann ich niemandem verübeln, hat
sich doch in den vergangenen Wochen immer wieder jede Rallye
als Bullenfalle herausgestellt. Wer immer bei einer Rallye
aufgesprungen war, der konnte schon beim Erhalt seiner
Kaufabrechnung den Verlust ausrechnen, den sein Kauf ihm
gebracht hatte. Seit der inzwischen legendären inhaltslosen
Geithner-Rede Ende Januar hat keine Rallye länger als ein paar
Stunden durchgehalten.

Und heute haben wir schon den vierten Tag in Folge!

Ich habe Position bezogen: Ich glaube, wir haben den Boden
gesehen. Doch es wäre leichtsinnig, nun alles auf eine Karte zu
setzen. Denn ich habe mich schon oft genug geirrt und es wäre
vermessen, einen Irrtum auszuschließen. Daher werde ich im
nächsten Kapitel die einzelnen Komponenten der Rallye
analysieren: Welche Branchen sollten besonders profitieren?
Wenn der Ölpreis steigt, schadet das dann dem Aufschwung oder
nicht? Wenn der Goldpreis steigt, ist das ein gutes oder ein
schlechtes Zeichen? Wenn die Pharma-Branche Fusionen und
Übernahmen meldet, ist das ein Zeichen der Not oder der Stärke?

Denken Sie bitte an mein Sonderangebot Glückskinder: Bis zum
Tag der Geburt meines Kindes erhalten Sie das Jahresabo für 100
statt 120 Euro und wenn Sie am Tag der Geburt bereits ein
aktives Abo haben, bekommen Sie nochmals zwei Wochen geschenkt.
Wann das Angebot endet liegt nicht in meiner Hand, es kann
heute sein, es kann aber auch erst in vier Wochen sein.

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03. AUSBLICK: DAS BRAUCHT DIE RALLYE, UM WEITERZULAUFEN
==============================================================

Der Ausblick wie auch Kapitel 04 bleiben den zahlenden Abonnenten des
Heibel-Ticker PLUS vorbehalten. Bitte haben Sie Verständnis
dafür, aber ohne eine kleine Einnahmequelle kann ich diesen
Dienst nicht aufrecht erhalten.

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In den vergangenen Monaten habe ich das Angebot insbesondere
für die zahlenden Abonnenten des Heibel-Ticker PLUS deutlich
verbessert. Im Kundenbereich im Internet gibt es nun

- täglich aktuelle Einschätzungen zu den Meldungen, die
unsere offenen Positionen betreffen

- einen Chart für jede offene Position, um die Kurssituation
schneller zu erfassen

- die Möglichkeit, sämtliche Kommentare und Analysen zu den
einzelnen Empfehlungen sowie zu den Indizes, Währungen und
Rohstoffen Gold & Öl als PDF Datei herunterzuladen

- die Möglichkeit, nur die 10 neuesten Kommentare zu den offenen
Positionen anzeigen lassen.

- Sie können sich aus den empfohlenen Werten Ihr eigenes
Musterportfolio zusammenstellen, um gezielter und schneller
die für Sie relevanten Neuigkeiten zu sehen.

Weiterhin erhalten meine Kunden eine übersichtliche Tabelle
über alle offenen Positionen mit der jeweiligen
Wochenperformance sowie Performance seit Empfehlung und
mit einer Übersicht über die anstehenden Aktivitäten wie
Stopp Loss nachziehen oder verkaufen bzw. kaufen.

Der Heibel-Ticker wird bis auf weiteres als "nur-Text" E-Mail
verschickt werden. Graphische Bedürfnisse werden im
Kundenbereich des Internets und mit den PDF-Dateien befriedigt.
Doch inhaltliche Bedürfnisse deckt der Heibel-Ticker nun
besser ab denn je.

Den Reaktionen meiner Kunden entnehme ich, daß ich mit
diesen Änderungen einen echten Mehrwert geschaffen habe.
Schauen Sie sich das neue Angebot einmal mit einem
Schnupperangebot (6 Wochen zu 16 Euro) an. Es würde mich
freuen, wenn ich Sie als neuen Abonnenten gewinnen kann.


Für eine Jahresgebühr von 120 Euro erhalten Sie ein
Jahresabonnement sowie sämtliche Sonderanalysen, die in
unregelmäßigen Abständen veröffentlicht werden.

Falls Ihnen ein Jahr zu lang erscheint, dann können Sie den
Heibel-Ticker PLUS auch zunächst für ein halbes- oder viertel
Jahr bestellen. Oder bestellen Sie einfach das Schnupperabo.

Geben Sie bitte den folgenden Link in Ihren Browser ein und
bestellen Sie unter

http://www.heibel-ticker.de/bestellung.php

Bei Fragen senden Sie direkt eine eMail an den Autor unter

Leserfragen/at/heibel-ticker/./de
(Schrägstriche weglassen, at durch den Klammeraffen ersetzen)

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05. LESERFRAGE: GOLDPREIS BEZÜGLICH EURO UND USD
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Ihre Fragen schicken Sie bitte an leserfragen/at/heibel-
ticker/./de. Ich werde künftig nur noch eine Leserfrage
veröffentlichen. Den Rest beantworte ich direkt. Bitte fragen
Sie mich nur zu Unternehmen mit einem Marktwert von mindestens
100 Mio. Euro bzw. USD.

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FRAGE:

Hallo Herr Heibel,

ich muss nochmals nachfragen:

Warum braucht man kein Gold, wenn man denkt, dass
der Euro stabil bleibt? - Der Goldpreis kann doch
dennoch steigen, ohne dass der Euro dabei an Wert
verliert. Er verliert doch nur gegenüber Gold an
"Kaufkraft" (ist für mich allerdings kein
Wertverlust im alltäglichen Leben, wenn ich Sachen
einkaufe). Und das ist doch das gleiche Phänomen
wie wenn Aktien steigen, da verliert der Euro doch
auch an "Kaufkraft" (schließlich muss ich mehr Euro
für eine Aktie hinlegen), doch dann spricht keiner
von diesem Phänomen. Ist der Euro also bei
steigenden europäischen Aktien auch eine schwache
Währung?
Und warum soll es mir egal sein wie der US-Dollar
steht, wenn Gold doch in dieser Währung in erster
Linie gehandelt wird? Die Tatsache, dass bei einem
starken Absturz des US-Dollars mein Gold in Euro
weniger wert wird - ein gleichbleibender Goldpreis
in US-Dollar vorausgesetzt -, ist doch
offensichtlich, oder übersehe ich schon hier
etwas?! Mein Gold in Euro gewinnt doch jetzt nicht
in Europa deswegen an Kaufkraft. Viele Anleger
haben doch gerade deswegen die letzten Jahre beim
Gold in Euro keine so großen Wertsteigerungen
mitgemacht wie in US-Dollar, da der Wechselkurs
nicht abgesichert war. Die haben sich doch ziemlich
geärgert. Und freuen sich jetzt seit ca. 1 Jahr
wieder...
Tut mir leid, ich bin ein hartnäckiger Frager.
Beste Grüße, Ortwin aus Frankfurt

ANTWORT:

Wenn der Preis des Goldes gegenüber dem Euro
steigt, dann spricht man von einem schwachen Euro,
weil das Gold sich nicht verändert hat. Wenn
hingegen der Preis von Aktien gegenüber dem Euro
steigt, dann kann dies zwei Gründe haben: Entweder
der Euro wird schwächer, oder die den Aktien
zugrunde liegenden Unternehmen werden stärker. Es
kann also durchaus sein, dass die Aktien steigen,
weil die Unternehmen einen Produktivitätsschub
erfahren und dadurch mehr wert sind.

Zu Ihrem zweiten Absatz kann ich nur nochmals
wiederholen: Sie haben einen Denkfehler. Gold hat
einen Wert in US-Dollar sowie auch in Euro. Der
Zufall, dass Gold häufiger mit US-Dollar gekauft
wird als mit Euro hat mit der Preisentwicklung des
Goldes nichts zu tun. Der US-Dollar ist weltweit
einfach weiter verbreitet.

Wir haben hier also drei gleichwertige
Zahlungsmittel: US-Dollar, Euro und Gold. Alle drei
Zahlungsmittel können ihren Wert gegenüber den
anderen zweien verändern. Wieso gehen Sie bei einem
"starken Absturz des US-Dollars" in einem kleinen
Nebensatz davon aus, dass der Goldpreis in US-
Dollar gleich bleibt? Wenn der US-Dollar abstürzt,
dann steigt entsprechend der Goldpreis! Und damit
ist die ganze Absicherungsgeschichte reine
Geldmacherei der Emittentenbranche.

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06. BEOBACHTETE WERTE
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Bitte beachten Sie auch den Kundenbereich auf meiner
Internetseite unter www.heibel-ticker.de. Dort finden Sie
aktuelle Charts mit meinen jeweils aktualisierten
Einschätzungen.

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Im Wochenverlauf habe ich zu mehreren Titeln Anmerkungen im
Kundenbereich der Webseiten verfasst. Selten sind diese
Anmerkungen nur tagesaktuell, es reicht in der Regel, wenn Sie
einmal die Woche dort hinein schauen.

Auf der Einstiegsseite heibel-ticker.de sehen Sie im Ticker am
oberen Bildrand auf den ersten Blick, zu welchen Titel aktuelle
Anmerkungen erstellt wurden.

Hier nun die Übersicht über die offenen Positionen. Wie
angekündigt habe ich jeweils die langfristigen von den
spekulativen Positionen getrennt. Bei den langfristigen
Positionen werde ich in den kommenden Wochen jeweils eine
Risikostreuung berücksichtigen.

Weiter habe ich in Empfehlungen unterschieden zwischen denen,
die vorwiegend über die deutschen Börsen zu haben sind, und
jenen, die Sie in Ihr US-Depot kaufen sollten.

Insgesamt gibt es nun also vier Kategorien: Deutsches Depot
lang- und kurzfristig sowie US-Depot lang- und kurzfristig.

Unter „Änd" steht die Gesamtveränderung seit Empfehlung. Unter
„Woche" steht die Änderung zur Vorwoche. Unter „Empf." steht
die Empfehlung, ob diese Position zu
H - Halten,
K - Kaufen,
NK – Nachkaufen,
V – Verkaufen,
TV - Teilverkaufen ist oder mit einem
SL - Stopp Loss
KL - Kauflimit oder
VL - Verkaufslimit versehen werden sollte.

Auch dieses Kapitel bleibt den zahlenden Abonnenten des
Heibel-Ticker PLUS vorbehalten. Bitte haben Sie Verständnis
dafür, aber ohne eine kleine Einnahmequelle kann ich diesen
Dienst nicht aufrecht erhalten.

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In Deutschland gibt es kaum einen anderen, der die
Hintergründe der Aktienmärkte so messerscharf von dem
täglichen Medienrummel trennen kann, wie der Autor des

Heibel-Tickers Stephan Heibel.

Von seinen Fähigkeiten, komplizierte Zusammenhänge
verständlich darzustellen, können Sie sich mit diesem
Heibel-Ticker Standard überzeugen. Wenn Sie allerdings seine
Schlussfolgerungen und Empfehlungen erfahren möchten,
dann sollten Sie sich einmal um den Heibel-Ticker PLUS kümmern.

Für eine Jahresgebühr von 120 Euro erhalten Sie ein
Jahresabonnement sowie sämtliche Sonderanalysen, die in
unregelmäßigen Abständen veröffentlicht werden.

Falls Ihnen ein Jahr zu lang erscheint, dann können Sie den
Heibel-Ticker PLUS auch zunächst für ein halbes- oder viertel
Jahr bestellen. Oder bestellen Sie einfach das Schnupperabo.

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Eine erfolgreiche Börsenwoche,
take share

Stephan Heibel
http://heibel-ticker.de


mailto:info/at/heibel-ticker/./de

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07. DISCLAIMER / HAFTUNGSAUSSCHLUSS UND RISIKOHINWEISE
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Wer un- oder überpersönliche Schreib- oder Redeweisen
nachmacht oder verfälscht oder nachgemachte oder verfälschte
un- oder überpersönliche Schreib- oder Redeweisen in Umlauf
setzt, wird mit Lust-, manchmal auch mit Erkenntnisgewinn
belohnt; und wenn alles gut geht, fällt davon sogar etwas für
Sie ab. (frei nach Robert Gernhardt)

Wir recherchieren sorgfältig und richten uns selber
nach unseren Anlageideen. Dennoch müssen wir jegliche
Regressansprüche ausschließen, die aus der Verwendung
der Inhalte des Heibel-Tickers entstehen könnten.

Die Inhalte des Heibel-Tickers spiegeln unsere Meinung
wider. Sie stellen keine Beratung, schon gar keine
Anlageempfehlungen dar.

Die Börse ist ein komplexes Gebilde mit eigenen Regeln.
Anlageentscheidungen sollten nur von Anlegern mit
entsprechenden Kenntnissen und Erfahrungen vorgenommen
werden. Anleger, die kein tiefgreifendes Know-how über
die Börse besitzen, sollten unbedingt vor einer
Anlageentscheidung die eigene Hausbank oder einen
Vermögensverwalter konsultieren.

Die Verwendung der Inhalte dieses Heibel-Tickers erfolgt
auf eigene Gefahr. Die Geldanlage an der Börse
beinhaltet das Risiko enormer Verluste bis hin zum
Totalverlust des eingesetzten Kapitals.


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08. AN-/ABMELDUNG
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Heibel-Ticker Ende
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