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30.12.2009: Heibel-Ticker Update 09/19 - Wir wünschen einen guten Start ins Jahr 2010
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H E I B E L - T I C K E R U P D A T E

F I N A N Z I N F O R M A T I O N E N

- Einfach einen Tick besser -
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DEUTSCHE BIBLIOTHEK : ISSN 1862-5436
4. Jahrgang - Update 19 (30.12.2009)
Erscheinungsweise: je nach Aktualität
* Bitte Schriftart Courier einstellen *
(-;______________________________________________;-)

I N H A L T

01. TICKER-UPDATE: WIR WÜNSCHEN EINEN GUTEN START INS JAHR 2010
02. WUNSCHANALYSE: APPLIED MATERIALS
03. DISCLAIMER / HAFTUNGSAUSSCHLUSS UND RISIKOHINWEISE
04. AN-/ABMELDUNG

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01. TICKER-UPDATE:
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Liebe Börsenfreunde,

ich habe heute eine Wunschanalyse zum Maschinenbauer für die
Chip- und Solarbranche Applied Materials erstellt. Sicher
finden Sie diese Analyse interessant.

Am Markt ist, wie erwartet, nicht viel passiert. Ich spare mir
daher die Auflistung der Dinge, die nicht passiert sind. Im
Neuen Jahr dürfte es dann schon bald turbulent werden. Ich
werde also mit dem nächsten Schreiben nicht bis zum Freitag,
den 8. Januar warten, sondern schon im Wochenverlauf mit einem
weiteren Update auf Sie zukommen.

Für Ihre Treue und Ihre konstruktiven Leserbriefe im Jahr 2009
möchte ich mich ganz herzlich bedanken. Immer wieder stoßen Sie
bei uns Verbesserungen an. Gleichzeitig werte ich Ihre Treue
als Zeichen dafür, dass wir mit dem Heibel-Ticker bereits eine
Informationsquelle anbieten, die in dieser Form einmalig und
wertvoll ist.

Im neuen Jahr werde ich stärker auf deutsche Aktien eingehen.
Ein Wunsch, den viele Kunden immer wieder an mich herangetragen
haben. Ich habe mir Informationsquellen erschlossen, damit der
Heibel-Ticker auch im Bereich der deutschen Aktien schnell und
verlässlich informiert und das Marktgeschrei vom wirklich
Wichtigen trennt.

Seit 10 Jahren habe ich nun überwiegend mein Büro zu Hause
eingerichtet. Inzwischen krabbelt mein Nachwuchs und klopft
immer häufiger an die Tür. Es war also an der Zeit, sich ein
Büro außerhalb zu suchen. Ab dem 1. Januar werde ich also jeden
Morgen meine Wohnung verlassen und „zur Arbeit“ gehen. Damit
einher geht nun die Möglichkeit, künftig einmal einen
Praktikumsplatz hier in Hamburg anzubieten. Bei Interesse
wenden Sie sich bitte mit Anschreiben, Lebenslauf und Photo per
E-Mail an uns.

Ich hoffe, sie konnten die Weihnachtstage im Kreise Ihrer
Lieben genießen und wünsche Ihnen einen guten Start ins Neue
Jahr.

take share, Ihr
Börsenschreibel

Stephan Heibel

Chefredakteur und
Herausgeber des
Heibel-Ticker

P.S.: Lassen Sie mich Ihre Meinung, Kritik oder
Verbesserungsvorschläge wissen (selbst Lob ist willkommen ;-)
und schreiben Sie mir an leserbrief/at/heibel-ticker/./de.


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02. WUNSCHANALYSE: APPLIED MATERIALS
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Applied Materials profitiert zu einem frühen Zeitpunkt eines
Aufschwungs von den anziehenden Aufträgen für den Bau neuer
Fabriken. Nachdem der Kurs der Aktien in der Krise auf 8 USD
abgestraft wurde, steht ihm nun eine Rallye in Richtung 18 USD
bevor.


WELTGRÖßTER CHIPMASCHINENBAUER

Mit einem Jahresumsatz 2009 von 5 Mrd. USD ist Applied
Materials der weltweit größte Anbieter von Maschinen für die
Chipproduktion. Intel, Infineon, Texas Instruments und AMD
stehen auf der Kundenliste von Applied Materials. Wenn die
Nachfrage nach Chips steigt, dann werden mehr Chip-Fabriken
gebaut und die Maschinen von Applied Materials kommen zum
Einsatz.

Es gibt einen Trend, der meines Erachtens von vielen noch
unterschätzt wird: Chips, also Halbleiter, werden nicht nur für
PCs und Laptops verwendet, sondern in einer immer größer
werdenden Anzahl an Geräten: MP3-Player, Digitalkameras,
Videokameras, Smartphones, Navigationssysteme, Fernseher bis
hin zu Autos verwenden zunehmend Halbleiter, um verschiedenste
spezielle Prozesse abzubilden.

Aber Applied Materials hat in den vergangenen Jahren auch die
Solarbranche entdeckt. Die Silizium-Module basieren auf
Silizium-Wafern, die für die Chip-Industrie in einer viel
höheren Qualität hergestellt werden können, als für die
Solarbranche notwendig. Da ist es nur eine kleine Anpassung für
Applied Materials, um die hochwertigen Produktionsanlagen der
Halbleiterbranche für die Solarbranche anzupassen.


HALBLEITERBRANCHE MIT NACHHOLBEDARF

Sie werden die Erinnerung noch frisch vor Augen haben: Als im
September 2008 Lehman Brothers pleite ging stoppte die
Weltwirtschaft. Man hatte den Eindruck, dass jegliche
Investitionsprojekte storniert oder zumindest aufgeschoben
wurden, um sich für eine heftige Wirtschaftskrise zu rüsten.

Überraschenderweise jedoch zieht nun die Weltwirtschaft
schneller und stärker wieder an, als dies vor anderthalb Jahren
befürchtet wurde. In bestimmten Bereichen, wie beispielsweise
den Smartphones, war von einer Wirtschaftskrise sogar gar
nichts zu merken. Und wenn Sie dieses Jahr unter Ihren
Christbaum schauen, dann werden Sie mir vermutlich zustimmen,
dass die Angst größer war als die Realität. In Deutschland wie
auch in den USA wurden wieder ordentlich Weihnachtsgeschenke
gekauft. Und viele der Weihnachtsgeschenke enthalten
Halbleiter.


SOLARBRANCHE VOR DEM DURCHBRUCH

Auch wenn Kopenhagen ein Reinfall wurde, so ist dessen
Auswirkung auf die Solarbranche relativ gering. Die
Solarbranche steht kurz vor dem Durchbruch, es dauert nicht
mehr lange, bis die Netzparität erreicht wird. Netzparität
bedeutet, dass der Solarstrom zu ähnlichen Preisen zur
Verfügung gestellt werden kann wie Strom, der aus herkömmlichen
Quellen wie Kohle oder Atom gewonnen wird.

Ich erwarte, dass nun bald ein Wettlauf beginnt, um den größten
Solarmodulproduzenten zu schaffen. So wie Intel die Chipbranche
dominiert, werden meiner Einschätzung nach künftig ein oder
zwei Unternehmen die Solarmodulbranche dominieren. Derzeit
haben die Solarworld und First Solar die besten Karten.

Doch um diesen Wettlauf zu gewinnen braucht man Größe und
Produktionskapazitäten. Man muss Fabriken bauen. Fabriken, die
von (unter anderem) Applied Materials mit Maschinen bestückt
werden.

Nachdem die Solarbranche die Überkapazitäten an
Modulproduktionsanlagen in den vergangenen zwei Jahren abgebaut
hat, steht meiner Einschätzung nach nun wieder eine
Investitionswelle unmittelbar bevor, von der Applied Materials
profitieren dürfte.


HEFTIGER AUFTRAGS- UND GEWINNRÜCKGANG IN DER KRISE ÜBERSTANDEN

Applied Materials hat schon in diesem Sommer von der Talsohle
gesprochen, die Auftragseingänge bei dem Unternehmen nehmen
also schon seit einem halben Jahr wieder zu. So konnte das
Unternehmen auch im November die pessimistischen Erwartungen
der Analysten um Längen übertreffen: Umsatz- und Gewinnrückgang
fielen bei weitem nicht so heftig aus, wie befürchtet. Seither
vermeldet Applied Materials wieder regelmäßig neue
Auftragseingänge. Das Unternehmen ist inzwischen wieder
profitabel und arbeitet mit einer extrem schlanken
Organisation.

Somit ist Applied Materials bestens positioniert, um im
nächsten Aufschwung überproportional zu verdienen.


BILANZDATEN ZEIGEN SCHWACHE VERGANGENHEIT

Wenn Sie sich die Geschäftsentwicklung der vergangenen Quartale
anschauen, dann werden Sie die Hände über dem Kopf
zusammenschlagen: Alle wichtigen Kennziffern sind rot. Der
Umsatz ist zuletzt um 25% gegenüber dem Vorjahr eingebrochen,
der Gewinn sogar um 40%. Die Gewinnmarge auf Jahressicht ist
mit -6% negativ und auch der Nettogewinn war mit 300 Mio. USD
im Minus. Für ein solches Unternehmen müssen Sie derzeit noch
ein KGV 2010e von 19 berappen. Auf den ersten Blick ist das zu
hoch.

Doch wenn Sie berücksichtigen, dass das Unternehmen die Krise
genutzt hat, um Einsparungen von rund 400 Mio. USD p.a.
umzusetzen, dann sieht es schon viel besser aus. Auf dem
aktuellen Krisenniveau würde Applied Materials heute also mit
der neuen Organisation wieder profitabel wirtschaften.

Darüber hinaus ist die bilanzielle Situation sehr solide: Mit
einem Barbestand von 2 Mrd. USD ist die Kriegskasse bestens
gefüllt, auch eine eventuelle Kreditklemme braucht das
Unternehmen nicht zu fürchten, es schwimmt im Geld.


CHARTTECHNIK

Am Ende der Börsehausse 2003 bis 2007 pendelte der Kurs von
Applied Materials bei 20-22 USD. Die Finanzkrise führte zu
einem Kurseinbruch auf 8 USD im Dezember 2008 bis März 2009.
Seither ist der Kurs wieder bis auf 14 USD angestiegen.

Der Kursanstieg erfolgte in zwei Schüben: Zunächst bis auf 12
USD im April 2009, dann bis auf 14 USD im Juli. Seither pendelt
der Kurs zwischen 12 und 14 USD.

Meiner Einschätzung nach dürfte der Kurs schon bald nach oben
ausbrechen, denn die Geschäftslage hellt sich deutlich auf und
die Profitabilität des Unternehmens ist extrem gut. Das
Bewertungsniveau ist nur auf den ersten Blick hoch: Ein
aktuelles KGV gibt es aufgrund der erwirtschafteten Verluste
nicht. Für das nächste Jahr wird ein Gewinn von 0,73 USD je
Aktie erwartet. Das entspricht einem KGV von 19. Für den
Weltmarktführer in einem Wachstumsmarkt halte ich das für
vertretbar.

Doch diese Schätzung ist sehr gedämpft, ich erwarte, dass die
Schätzungen in den nächsten Monaten deutlich nach oben
korrigiert werden. Die Zurückhaltung aus Vorsicht vor einer
Krise dürfte bald schon einem wesentlich aggressiveren
Investitionsverhalten weichen und wie oben erwähnt, würde bei
ansteigendem Geschäftsvolumen der Gewinn überproportional
steigen.

Wenn das Umsatzvolumen von 2007 wieder erreicht werden sollte,
was ich spätestens für 2011 erwarte, dann dürfte der Kurs auch
wieder auf das damalige Niveau von 18-20 USD ansteigen. Da sich
die Umsatzerwartung für 2011 im Laufe des Jahres 2010
abzeichnen wird, dürfte meiner Einschätzung nach der Kurs schon
in den nächsten 12 Monaten in Richtung 18 USD marschieren.


FAZIT

Applied Materials gehört zu den Frühzyklikern: Am Ende eines
Abschwungs profitieren die Maschinenbauer von einem sich
anbahnenden Aufschwung als erstes. Wenn Sie, wie ich, für das
Neue Jahr 2010 eine anziehende Konjunktur erwarten, dann können
Sie mit Applied Materials sicherlich bessere Gewinne erzielen,
als mit einem DAX oder Dow Jones Zertifikat oder Fonds.


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03. DISCLAIMER / HAFTUNGSAUSSCHLUSS UND RISIKOHINWEISE
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Wer un- oder überpersönliche Schreib- oder Redeweisen
nachmacht oder verfälscht oder nachgemachte oder verfälschte
un- oder überpersönliche Schreib- oder Redeweisen in Umlauf
setzt, wird mit Lust-, manchmal auch mit Erkenntnisgewinn
belohnt; und wenn alles gut geht, fällt davon sogar etwas für
Sie ab. (frei nach Robert Gernhardt)

Wir recherchieren sorgfältig und richten uns selber
nach unseren Anlageideen. Dennoch müssen wir jegliche
Regressansprüche ausschließen, die aus der Verwendung
der Inhalte des Heibel-Tickers entstehen könnten.

Die Inhalte des Heibel-Tickers spiegeln unsere Meinung
wider. Sie stellen keine Beratung, schon gar keine
Anlageempfehlungen dar.

Die Börse ist ein komplexes Gebilde mit eigenen Regeln.
Anlageentscheidungen sollten nur von Anlegern mit
entsprechenden Kenntnissen und Erfahrungen vorgenommen
werden. Anleger, die kein tiefgreifendes Know-how über
die Börse besitzen, sollten unbedingt vor einer
Anlageentscheidung die eigene Hausbank oder einen
Vermögensverwalter konsultieren.

Die Verwendung der Inhalte dieses Heibel-Tickers erfolgt
auf eigene Gefahr. Die Geldanlage an der Börse
beinhaltet das Risiko enormer Verluste bis hin zum
Totalverlust des eingesetzten Kapitals.

Es tut mir Leid, dass im Heibel-Ticker nicht die viel
versprechenden neuen Regeln der Rechtschreibreform
berücksichtigt werden, aber ich müßte Kopf stehen, um
diese zu verstehen.

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04. AN-/ABMELDUNG
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