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18.01.2010: Heibel-Ticker 10/02 - Ausverkauf beruht nur auf Gewinnmitnahmen
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H E I B E L - T I C K E R S T A N D A R D

F I N A N Z I N F O R M A T I O N E N

- Einfach einen Tick besser -
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DEUTSCHE BIBLIOTHEK : ISSN 1862-5428

5. Jahrgang - Ausgabe 02 (15.01.2010)
Erscheinungsweise: wöchentlich Freitag/Samstag
* Bitte Schriftart Courier einstellen *
(-;______________________________________________;-)

I N H A L T

01. INFO-KICKER: AUSVERKAUF BERUHT NUR AUF GEWINNMITNAHMEN
02. SO TICKT DIE BÖRSE: HINTERGRÜNDE DES AUSVERKAUFS
03. AUSBLICK: DREI AKTIEN MIT UNGERECHTFERTIG NIEDRIGEM KURS
04. KOLUMNEN-TICKER: CONERGY, FREENET, DIALOG SEMICONDUCTOR
05. LESERFRAGE: ANLEIHEN DER DUBAI HOLDING COMMERCIAL
06. BEOBACHTETE WERTE
07. DISCLAIMER / HAFTUNGSAUSSCHLUSS UND RISIKOHINWEISE
08. AN-/ABMELDUNG

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01. INFO-KICKER: AUSVERKAUF BERUHT NUR AUF GEWINNMITNAHMEN
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Liebe Börsenfreunde,

nein, der schwache Start ins Jahr 2010 vom DAX ist kein Grund
zur Sorge. Wenn Sie sich die anderen Weltbörsen anschauen, dann
werden Sie das schnell auf die EU-Probleme mit Griechenland
zurückführen können. Und der Ausverkauf, der heute weltweit
stattfand, ist nach heftigen Kursgewinnen außerhalb der EU an
den Weltbörsen nichts weiter als Gewinnmitnahmen. Näheres dazu
im Kapitel 02.

Zeit, aktiv zu werden. Ich habe heute gleich drei
Kaufempfehlungen für Sie ausgearbeitet. Ich sehe den heutigen
Ausverkauf als eine Gelegenheit, gute Aktien zu Discount-
Preisen einzusammeln. Ich würde dies am Montag früh tun. Welche
Aktien ich favorisiere lesen Sie im Kapitel 03 – Ausblick.

Im Kolumnenticker habe ich aktuelle Meldungen zu Conergy,
Freenet und Dialog Semiconductor kommentiert. Conergy ist
wieder einmal einer Einigung mit MEMC nahe und das wird
gefeiert wie die Rettung des Unternehmens, dabei ist eine
Einigung die Voraussetzung dafür, dass man sich über eine
Rettung überhaupt Gedanken machen kann. Von einer Rettung ist
das Unternehmen noch weit entfernt, viel zu viele Schulden
werden innerhalb der nächsten Monate fällig. Der Freenetkurs
ist in den näcshten Wochen gedeckelt, es findet eine heftige
Aktienumplatzierung statt. Und Dialog Semiconductor ist ein
super Unternehmen, das jedoch leider schon super hoch bewertet
ist.

Die Leserfrage beschäftigt sich mit Dubai-Anleihen. Ich bin
weder Experte für Anleihen, noch kenne ich Dubai besonders gut.
Aber ein Blick in die Anleihenbedingungen zeigt mir, dass die
emittierende Gesellschaft auf den Cayman Islands sitzt und bei
allem Wohlwollen: Lassen Sie die Finger von solchen
Spekulationen.

In unserer Beobachtungsliste haben wir kräftig umgestellt. Ich
habe dort heute insbesondere zu Apple und Google, zu den
Problemen Googles mit China und den Chancen des Google
Smartphones Nexus One gegenüber dem Apple iPhone Stellung
bezogen. Dies und weitere Kommentare zu aktuellen Entwicklungen
unserer Positionen finden Sie im Kapitel 06.

Bin ich eigentlich der Einzige, der die Mosaiksteine zusammen
fügt:

Zunächst beschwert sich Google über Hacker-Attacken von China,
die auf ihre Suchlogik zielten. Es ist aber doch bekannt, das
China alles klaut, was nicht niet- und nagelfest ist. Wie
konnte das zugelassen werden?

Nun, kurze Zeit später gibt Microsoft eine Sicherheitslücke im
Internet Explorer bekannt. Das gehört zum Tagesgeschäft doch
diesmal steht in der Meldung von Microsoft, dass diese Lücke in
China zum Ausspionieren von Google genutzt wurde.

Nun warnt hier in Deutschland unser Bundesamt für Sicherheit in
der Informationstechnik vor der Nutzung des Internet Explorers,
da dieses Sicherheitsloch eben so einfach nicht behoben werden
kann
(https://www.bsi.bund.de/cln_183/ContentBSI/presse/Pressemittei
lungen/Sicherheitsluecke_IE_150110.html).

Wenn ich mir nun noch vor Augen führe, dass Google inzwischen
einer der Hauptkonkurrenten von Microsoft ist, dann kommen mir
da jede Menge Ideen für einen spannenden Spionageroman...

Ab morgen früh werden Sie wieder den Heibel-Ticker als PDF
herunterladen können. Hier der Link:
http://www.heibel-ticker.de/downloads/ht100115s.pdf

Ich wünsche eine anregende Lektüre,

take share, Ihr
Börsenschreibel

Stephan Heibel

Chefredakteur und
Herausgeber des
Heibel-Ticker

P.S.: Lassen Sie mich Ihre Meinung, Kritik oder
Verbesserungsvorschläge wissen (selbst Lob ist willkommen ;-)
und schreiben Sie mir an leserbrief/at/heibel-ticker/./de.

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02. SO TICKT DIE BÖRSE: HINTERGRÜNDE DES AUSVERKAUFS
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Nein, die Börse ist keine Einbahnstraße und nach heftigen
Kursgewinnen in den ersten Tagen des neuen Jahres gab es diese
Woche eine Verschnaufpause. So auch heute übrigens, nachdem
Intel und J.P. Morgan gute Quartalszahlen gemeldet haben.

Intel verdiente 40 Cent je Aktie, im Quartal vor einem Jahr
waren es noch 4 Cent. Und J.P. Morgan verdiente 61 Cent je
Aktie, nach 6 Cent vor einem Jahr. Ich weiß nicht, wer da noch
von einer Krise sprechen möchte. Ich nicht.

Dennoch erleben wir heute einen Ausverkauf an den Börsen. In
meinen Augen handelt es sich um Gewinnmitnahmen und sodann um
einige in Panik geratende, schlecht informierte Anleger.

Schlecht informierte Anleger lasen zu Intel, dass der Zenit des
Chip-Zyklus durchschritten sei und damit keine weitere
Verbesserung mehr in Aussicht stehe. Und bezüglich J.P. Morgan
las man, dass die Abschreibungen auf Immobilienkredite höher
waren als erwartet. Während das erste (Zenit) einfach falsch
ist, wird beim zweiten (Kreditabschreibungen) verkannt, dass
diese Abschreibungen schon lange erwartet sind. Immerhin hat
J.P. Morgan abzüglich der Abschreibungen noch immer 3,3 Mrd.
USD verdient.

In den USA ist der Dow Jones seit Jahresbeginn kontinuierlich
angestiegen. Es gab bislang nur einen Tag, an dem er mit einem
Minus schloss. Dort ist eine Korrektur überfällig. Bei uns in
Deutschland wächst langsam die Sorge über den Zustand unserer
Währung: Griechenland wurde die Hilfe seitens der EZB versagt
(zum Glück!) und plötzlich ist eine Euro-Anleihe nicht mehr
eine Euro-Anleihe. Plötzlich ist die Rückzahlung einer Euro-
Anleihe aus Griechenland wesentlich ungewisser als die einer
aus Deutschland und die griechische Regierung muss bis zu 3%
p.a. mehr für ihre Schulden zahlen als Deutschland. Dabei war
der Euro doch dazu gedacht, EU-weit eine einheitliche
Fiskaldisziplin herbeizuführen.

Nun, das ist wohl misslungen und auch wenn Deutschland noch
immer als Musterknabe da steht, so ist doch das Ansehen des
Euros angekratzt und der US-Dollar steigt.

Heute hat die Regierung Pläne veröffentlicht, schon ab April
die Solarförderung um 17% mehr zu kürzen, als im EEG
festgeschrieben. Die Solartitel sind eingebrochen, teilweise
notieren die Solaraktien mit zweistelligen Verlusten im Minus.
Im Heibel-Ticker PLUS haben wir gerade noch rechtzeitig am
vergangenen Freitag eine unserer Kernpositionen verkaufen
können und können diese nun 15% billiger wieder einkaufen
(näheres dazu im Kapitel 03). Ich hätte nicht gedacht, dass es
so schnell gehen kann. Aber es soll mir Recht sein, denn unser
Favorit wird von der Solarförderkürzung überhaupt nicht
betroffen.

So führte heute der TecDAX die Börsen tiefer und als dann die
Gewinnmitnahmen in den USA begannen, gerieten einige Anleger
hierzulande, so kurz vor dem Wochenende, an dem nicht gehandelt
werden kann, in Panik und verkauften auf Teufel komm raus.

Dabei haben Intel und J.P. Morgan bereits 12 bzw. 11% in diesem
Jahr zulegen können und ich sehe die heutigen Kursverluste vor
dem Hintergrund der guten Quartalsergebnisse als
Gewinnmitnahmen. Heute ist für uns Anleger kein Tag zum
Verkaufen, sondern zum Kaufen!

Aber auch in den USA führten die anfänglichen Verluste (durch
Gewinnmitnahmen) im weiteren Tagesverlauf zu Besorgnis und dann
schließlich Panik unter den Anlegern, denn die Meldungen sind
ja alles andere als börsenfreundlich: Schlechte
Arbeitsmarktdaten, ein Präsident Obama, der den Banken eine
Sondersteuer auferlegen möchte und ein rückläufiger Ölpreis.

Auf den ersten Blick sind das drei gewichtige Gründe, Aktien zu
verkaufen. Doch wir wollen einmal etwas genauer überlegen:

Der US-Leitzins ist bei 0-0,25%, ein historischer Tiefstand,
der dazu dient, die Wirtschaft anzukurbeln, indem Banken die
Refinanzierung von Krediten günstig ermöglicht wird und dadurch
Investitionsvorhaben von Unternehmen günstig finanziert werden
können. Im Allgemeinen schließt man daraus wenn Investitionen
angekurbelt werden, dass die entsprechenden Unternehmen wachsen
und Arbeitskräfte einstellen werden. Verbessert sich also die
Situation auf dem Arbeitsmarkt, dann kann die US-Notenbank Fed
sich zufrieden zurücklehnen und verkünden: Aufgabe erfüllt! Der
Zins würde dann wieder auf ein normales Niveau um 4% angehoben
werden.

Das wäre aber gleichzeitig auch das Ende der Niedrigzinsphase,
in der Unternehmen und Banken dicke Gewinne einstreichen
können, weil die Finanzierungsbedingungen so günstig sind. Eine
Anhebung der Zinsen wäre also schlecht für die
Unternehmensgewinne.

Oder mit anderen Worten: Je länger die Niedrigzinsphase anhält,
desto besser für die Unternehmensgewinne und damit auch für die
Aktienkurse. Und wenn die Arbeitsmarktdaten schlecht sind, dann
erhöht sich in den USA der Druck auf die Fed, den Leitzins noch
länger auf dem niedrigen Niveau zu belassen. Solange die
Arbeitslosigkeit also nicht das Niveau von 1930 erreicht
(Weltwirtschaftskrise mit über 25% Arbeitslosigkeit), so lange
freut man sich über Arbeitsmarktdaten, die ein bisschen
schlechter sind als erwartet.

Obamas Vorhaben, die Banken mit einer Sondersteuer zu belegen,
bedeutet zwar für die Banken, dass die Gewinne geschmälert
werden, aber es ist keine Existenz bedrohende Gefahr. Verluste
werden ja bekanntlich nicht besteuert. Und der Umstand, dass
Obama überhaupt schon wieder bei den Banken Geld abschöpfen
kann, ist doch in meinen Augen durchaus positiv zu sehen. Der
Finanzsektor steht wieder auf eigenen Füßen.

Na und zu den täglichen Kapriolen des Ölpreises kann ich kaum
etwas sagen. Vor einigen Monaten stand der Ölpreis unter 40
USD/Fass, heute steht er über 75 USD/Fass. Vor wenigen Tagen
noch stand der Ölpreis über 80 USD/Fass. Ich weiß nicht, ob
diese Schwankungen die täglich wechselnde Nachfrage abbilden
oder aber Spielball von Spekulanten sind. Wenngleich
insbesondere an den US-Börsen viele Ölkonzerne notiert sind und
daher bei steigendem Ölpreis die Gewinne dieser Konzerne, und
damit auch deren Aktienkurse, steigen, geht die Geschichte
natürlich im umgekehrten Fall nach hinten los. Doch je
niedriger der Ölpreis, desto besser für die Industrie, die
dadurch günstigere Energiekosten hat.

Diese beiden Effekte sind augenscheinlich gegenläufig und heben
sich zum Teil auf. Welcher Effekt gerade die Oberhand hat liegt
wohl meiner Einschätzung nach tatsächlich zu einem Teil bei den
Ölpreisspekulanten, weniger bei der realen Nachfrage durch
Industrieunternehmen.

Also: Nein, die Rallye ist noch lange nicht am Ende. Vielmehr
denke ich, dass viele intelligente Anleger heute glücklich
darüber sein werden, ihre Lieblingsaktien so günstig einkaufen
zu können. Wenn ein Laden in Ihrer Nähe einen Ausverkauf
veranstaltet, was tun Sie dann: Sie gehen hin und schauen, ob
Sie etwas von Ihren Lieblingssachen bekommen können. Und das
sollten Sie heute und am Montag früh mit Ihren Lieblingsaktien
tun. Mir sind gleich drei Aktien aufgefallen, die ich heute und
Montag früh kaufen würde.

Wir befinden uns am Anfang der Berichtssaison und diesmal ist
es anders als im Oktober: Diesmal sind die Erwartungen schon
wieder recht hoch und die Kurse sind im Vorfeld kräftig
angestiegen. Es dürfte meiner Einschätzung nach noch einige
Tage dauern, bis dieser Ausverkauf endet. Doch um nicht leer
auszugehen würde ich mit Käufen nicht allzu lange warten, die
heftigsten Kursabschläge sind bereits geschehen.

Schauen wir uns einmal die Wochenperformance der wichtigsten
Indizes an:


INDIZES 14.1.10

Dow Jones 10.710 1,0%
DAX 5.989 -0,5%
Nikkei 10.982 2,8%
Euro/US-Dollar 1,439 0,5%
Euro/Yen 130,52 -2,2%
10-Jahre-US-Anleihe 3,73% -0,1
Umlaufrendite Dt 3,02% -0,1
Feinunze Gold USD $1.131,50 0,0%
Fass Crude Öl USD $78,85 -4,6%
Baltic Dry Shipping I 3.235 -0,7%

Wie gesagt: An die heftigen Ölpreisschwankungen sollten wir uns
inzwischen gewöhnt haben und nicht jedes Mal weitreichende
Schlussfolgerungen daraus ziehen.

Nikkei und Dow Jones haben kräftig zugelegt, der DAX hingegen
notiert im Minus. Wie oben gesagt, für die Diskrepanz ist
meiner Einschätzung nach im Wesentlichen Griechenland
verantwortlich. Schauen wir uns die Sentimentdaten in
Deutschland einmal an:


SENTIMENTDATEN

ANALYSTEN:
Empfehlungen (Anzahl Empfehlungen):

Kaufen / Verkaufen
25.12.-1.1. ( 16): 44% / 56%
01.-08. Jan (189): 77% / 23%
08.-15. Jan (373): 76% / 24%

ANALYSTEN KAUF
ThyssenKrupp, Rheinmetall, Credit Suisse

ANALYSTEN VERKAUF
Tesco, Swiss Life, GlaxoSmithKline

PRIVATANLEGER:
Zwischen den Jahren: 72% Bullen
1. KW: 62% Bullen (-9%, 90 Stimmen)
2. KW: 66,6% Bullen (+4,6%, 99 Stimmen
Durchschnittlich erwarteter DAX-Endstand für heute: 6.036

PRIVATANLEGER KAUF
Commerzbank, Suntech Power

PRIVATANLEGER VERKAUF
Dialog Semiconductor, Pfennigaktien

Die Sentiment-Daten wurden in Zusammenarbeit mit Sharewise
erstellt: http://www.sharewise.com?heibel


Sowohl Analysten als auch Privatanleger sind derzeit extrem
bullisch. Sollten wir das als Kontraindikator ansehen? Ich
denke, im Jahr 2010 wird sich die Spreu vom Weizen trennen, ein
Umstand, der von vielen Privatanlegern nie so richtig erkannt
wird. Ich habe eine ganze Reihe (viel zu viele) Unternehmen auf
dem Zettel, die günstig bewertet sind und gute
Geschäftsaussichten haben. Aber ich habe auch eine Liste mit
Unternehmen, die auf Schwierigkeiten zulaufen und für die es
schon bald zu ernsthaften Problemen können könnte. Nachdem wir
im vergangenen Jahr mit ETFs und anderen Körben teilweise
pauschal auf eine Besserung an bestimmten Märkten gewettet
haben, ist es nun ratsam innerhalb einzelner Branchen die
gesunden, gut aufgestellten Unternehmen zu identifizieren.
Diese Unternehmen werden im Jahr 2010 meiner Einschätzung nach
große Kursgewinne erzielen während ihre Wettbewerber, die nicht
so gut aufgestellt sind, teilweise vom Markt verschwinden oder
zumindest ein rückläufiges Geschäft verzeichnen werden.

Im nächsten Kapitel habe ich gleich drei Aktien, die ich im
Rahmen des aktuellen Ausverkaufs einsammeln würde. Es handelt
sich um den oben genannten Solartitel, eine Technologieaktie
und eine Bank. Doch mehr dazu im nächsten Kapitel.

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03. AUSBLICK: DREI AKTIEN MIT UNGERECHTFERTIG NIEDRIGEM KURS
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Der Ausblick bleibt den zahlenden Abonnenten des
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dafür, aber ohne eine kleine Einnahmequelle kann ich diesen
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unsere offenen Positionen betreffen

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einzelnen Empfehlungen sowie zu den Indizes, Währungen und
Rohstoffen Gold & Öl als PDF Datei herunterzuladen

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Positionen anzeigen lassen.

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04. KOLUMNEN-TICKER: CONERGY, FREENET, DIALOG SEMICONDUCTOR
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CONERGY

Also, nochmals zu Conergy, ein Wert, den ich schon in meiner
Solarstudie im vergangenen Herbst zerrissen habe
(siehe http://www.heibel-ticker.de/bestellung.php?produktID=14,
20 Euro für Nicht-Abonnenten, gratis für Abonnenten).

Mit kurzfristigen Finanzschulden von 236 Mio. Euro hat Conergy
auch ohne die Abnahmeverpflichtung von MEMC große Probleme.
Nach der x-ten Umstrukturierung ist Conergy in meinen Augen
eher ein Überlebenskünstler als ein Wachstumsunternehmen. Doch
eins nach dem anderen:

In den letzten Tagen wurde wieder einmal die Meldung gestreut,
dass eine Einigung zwischen MEMC und Conergy wahrscheinlich
ist. Vor zwei Jahren hat Conergy eine Abnahmeverpflichtung für
Siliziumwafer, damals noch der teuerste Bestandteil der
Solarmodule, für viele Jahre unterschrieben. Conergy
verpflichtete sich, Siliziumwafer im Wert von mehreren Mrd.
Euro abzunehmen, das Ganze über einen Zeitraum von etwa zehn
Jahren.
Seither gab es die Finanzkrise, den gescheiterten Klimagipfel
von Kopenhagen und diverse Streichungen und Kürzungen von
politischen Förderprogrammen weltweit für die Solarindustrie
sowie einen harten Preiskampf mit der billigen Dünnschicht-
Solartechnologie. Die damals vereinbarten Abnahmepreise würde
Conergy vermutlich nicht tragen können.

So hat Conergy MEMC verklagt, dass der vereinbarte Vertrag
Bedingungen enthielte, die den Vertrag unwirksam machen. Seit
vielen Monaten verhandeln nun die beiden Vertragpartner und
MEMC, einer der weltweit größten Anbieter von Siliziumwafern,
zeigt sich immer wieder gesprächsbereit und kooperativ ... doch
zu einer Einigung kam es bislang nicht.

Hier kommen wir an eine wichtige Frage: Warum ist MEMC
gesprächsbereit? Durch’s Internet kursiert überwiegend die
Meinung, dass MEMC aufgrund des Potentials der zukünftigen,
langfristigen Zusammenarbeit mit Conergy die Beziehung nicht
schädigen möchte, sondern lieber eine Einigung findet, mit der
beide Unternehmen weiterarbeiten können. Daraus, so die
vorschnelle Schlussfolgerung, leiten Anleger sofort ab, dass
Conergy, sollte eine Einigung mit MEMC gelingen, wieder eine
rosige Zukunft bevor steht.

Ich sehe das anders: Ich könnte mir durchaus vorstellen, dass
MEMC fürchten muss, dass Conergy sofort insolvent ist, wenn
MEMC auf die Erfüllung der Abnahmeverpflichtung pocht. So
versucht der Konzern nun so viel wie möglich aus dem Vertrag
herauszuholen, ohne Conergy ans Messer zu liefern.

Wie sehe also das Geschäft von Conergy ohne die MEMC
Abnahmeverpflichtung aus? Nun, der Umsatz ist im 3. Quartal
2009 um 40% zurückgegangen. Gewinne sind nicht vorhanden.
Zuletzt wurde noch ein wenig Tafelsilber verscherbelt: Zwei
fertige Solaranlagen wurden für „einen zweistelligen
Millionenpreis“ verkauft. Inzwischen belaufen sich die
finanziellen Mittel auf nur noch 4 Mio. Euro. Dem Jahresumsatz
von rund 600 Mio. Euro im Jahr 2009 stehen
Nettoverbindlichkeiten von 277 Mio. Euro gegenüber. Der größte
Teil davon ist kurzfristig, muss also innerhalb der nächsten 12
Monate refinanziert werden.

Kredite sind reichlich vorhanden, die Banken geben gerne
Kredite aus ... aber sie verlangen nach der Finanzkrise nunmehr
wesentlich höhere Sicherheiten dafür. Ergebnis meiner
Solarstudie war, dass der Solarmarkt nun in eine Phase
eintritt, in der die großen Unternehmen die Flucht nach vorne
antreten müssen: Wachsen, was das Zeug hält, um dank großer
Produktionskapazitäten niedrige Stückpreise anbieten zu können.
Conergy kann froh sein, wenn es nicht durch MEMC ans Messer
geliefert wird. Aber Kapital für eine Expansion steht den
Hamburgern dadurch noch lange nicht zur Verfügung. Vielleicht,
ich meine damit bestenfalls, schaffen sie die Refinanzierung
ihrer kurzfristigen Schulden, dadurch können sie aber keinen
Cent investieren.

Conergy ist ein Überlebenskünstler, der das Geschäftsmodell je
nach Markt- und politischer Stimmung beliebig anpasst. Ich kann
mir nicht vorstellen, dass man damit langfristig Erfolg hat.
Hätte ich Conergy-Aktien so würde ich die Euphorie über eine
eventuelle MEMC-Einigung dazu nutzen, mich von meinen Aktien zu
trennen.


FREENET

Gigantische Aktienumplatzierung drückt freenet-Aktienkurs

Heute früh vor Börsenbeginn haben die UBS und Goldman Sachs für
10% der freenet Aktien, die bis dato vom holländischen
Finanzinvestor Permira gehalten wurden, neue Eigner gesucht.
Analysten gehen davon aus, das Permira mindestens 8,80 Euro je
Aktie haben wollte.

10% von freenet entsprechen zu einem Kurs von 8,80 Euro etwa
112 Mio. Euro, die innerhalb weniger Stunden aufgekauft werden
müssen. Über die Börse ist so was nicht machbar, dort wechseln
am Tag insgesamt freenet Aktien im Wert von durchschnittlich 5-
10 Mio. Euro den Eigner. Also werden institutionelle- und
Großanleger direkt von den Vertriebsmitarbeitern der UBS und
von Goldman Sachs angesprochen, ob sie nicht ein größeres Paket
haben wollen. Was in so kurzer Zeit nicht untergebracht werden
kann, übernimmt die Bank, also in diesem Fall UBS und Goldman
Sachs, häufig dann selbst und verkauft es in den folgenden
Tagen dann sukzessive über den Markt sowie weiterhin an die
eigenen Großkunden, bis die Aktien endlich aus dem eigenen
Bestand raus sind.

Zusätzlich wird es eine ganze Reihe an Spekulanten geben, die
in diesem Rahmen ein Aktienpaket günstig kaufen, um es in
einigen Wochen oder Monaten, wenn alle Aktien neue Eigner
gefunden haben und der Kurs wieder steigen kann, gewinnbringend
zu verkaufen.

Soweit die technische Abwicklung der heutigen Umplatzierung.
Kein Wunder also, dass der Kurs von 9,30 Euro auf deutlich
unter 9 Euro abgerutscht ist: Ein Anruf bei Goldman Sachs und
Sie bekommen so viele Aktien wie Sie wollen zu 8,80 Euro. Warum
also mehr über die Börse bezahlen?

Die viel wichtigere Frage ist jedoch, ob der Ausstieg von
Permira dahingehend zu deuten ist, dass der Finanzinvestor kein
Potential für weitere Kursgewinne in seiner freenet Position
mehr sieht. Denn sollte das der Fall sein, dann wäre jeder
Kleinaktionär ja blöd, wenn er die Aktien kauft. Sie können
davon ausgehen, dass Permira recht gut über die Situation bei
freenet Bescheid weiß. Sicherlich besser als die meisten
Kleinaktionäre.

Doch Permira hat mit anderen Restriktionen und Umständen zu
kämpfen. Als Finanzinvestor hat sich Permira darauf
spezialisiert, Unternehmen zu kaufen, deren Aktienkurs
niedriger notiert als der Verkauf seiner einzelnen Bestandteile
erbringen würde. Das Unternehmen war eingestiegen, um freenet
zu zerschlagen und um aus dieser Zerschlagung kurzfristig mehr
Geld heraus zu ziehen, als es für die Anteile zu zahlen hatte.
Gemeinsam mit United Internet und Drillisch wollte man freenet
aufspalten, das Mobilfunkgeschäft an Drillisch verkaufen und
das DSL-Geschäft wollte United Internet übernehmen.

Doch aus diesem Vorhaben wurde nichts weil freenet plötzlich
debitel kaufte und damit das Vorhaben von United Internet,
Drillisch und Permira vereitelte. Das war vor zwei Jahren. Es
folgte die Finanzkrise, in deren Rahmen die freenet Aktien 80%
ihres Wertes verloren, so dass ein Ausstieg für Permira und
United Internet nur mit sehr großen Verlusten möglich gewesen
wäre. Die beiden warteten also notgedrungen ab.

Inzwischen hat sich der Kurs wieder verdreifacht und die beiden
Großinvestoren können den größten Teil ihres Kapitals aus
freenet zurückholen: United Internet verkaufte im August
letzten Jahres 8,43% seiner der Anteile an freenet. Permira
reduzierte seine 25% sukzessive auf zuletzt 10% und gab heute
früh diese letzten 10% über die UBS und die Goldmänner zum
Verkauf frei. Nun haben nur noch Drillisch und United Internet
über die MSP Holding 16,57% an freenet. Auch diese Aktien
könnten meiner Einschätzung nach teilweise eher früher als
später zum Verkauf gegeben werden. Insbesondere der United
Internet zuzurechnende Anteil könnte meiner Einschätzung nach
bald verkauft werden.

Ich werte dieses Vorgehen als konsequent für United Internet
sowie für Permira, denn beide haben kein Interesse daran, am
Geschäftserfolg von freenet zu verdienen. Das entspricht nicht
ihrem Geschäftsmodell.

Fazit: Der heutige Kurseinbruch bei freenet hat nichts mit den
geschäftlichen Aussichten oder der aktuellen Aktienbewertung zu
tun, sondern resultiert ausschließlich aus dem plötzlichen
Überangebot an freenet Aktien von Permira. Dieses Überangebot
kann einige Tage, vielleicht Wochen, schlimmstenfalls sogar
Monate andauern. So ist die Kursentwicklung von freenet
kurzfristig gedeckelt, jeder Kursanstieg wird mit
Aktienverkäufen aus dem großen Bestand der Umplatzierung
beantwortet.

Mittel- und langfristig erwarte ich eine Revolution der
Datenübertragung über das Mobilfunknetz (Stichwort: mobiles
Internet) und denke, dass freenet bestens positioniert ist, um
davon zu profitieren.


DIALOG SEMICONDUCTOR

Dialog Semiconductor mit starkem Wachstum: Spezialisten sind
gefragt

Apple rollt mit seinem iPhone den Smartphone-Markt auf, neben
Research in Motion mit seinen Blackberrys haben auch Palm mit
dem Pre und nun auch Google mit dem Nexus One die Arena
betreten. An die kleinen Geräte werden immer höhere Ansprüche
in Sachen Performance gestellt. Umgesetzt werden solche
Ansprüche von Spezialisten wie Dialog Semiconductor, die
Treiber für Audio- und Bildschirmhardware entwickeln.

Nachdem die Finanzkrise insbesondere der Automobilindustrie
stark zusetzte, hat sich Dialog Semiconductor einen zweiten
Geschäftsbereich erschlossen: Den Smartphonemarkt. Dort sollen
die Verluste der Autoindustrie ausgeglichen werden. Und wenn
die Wirtschaft wieder anzieht, dann lässt sich in beiden
Bereichen gut Geld verdienen. Und danach sieht es nunmehr aus:
Gestern hat das Unternehmen die vorläufigen Zahlen für 2009
veröffentlich.

Der Umsatz fällt diesen vorläufigen Zahlen zufolge um 5% höher
aus als von Analysten erwartet wurde. Nach einer
Aktienplatzierung im vierten Quartal ist die Ausstattung mit
liquiden Mitteln überaus komfortabel. Über die Gewinnsituation
wurde keine Aussage gemacht, ich gehe jedoch davon aus, dass
ein großer Teil des zusätzlichen Umsatzes in Investitionen
gesteckt wurde, da das Unternehmen derzeit fieberhaft an neuen
Produkten arbeitet um für den erwarteten Aufschwung gut
positioniert zu sein. Die endgültigen Zahlen werden für den 11.
Februar erwartet.

Nachdem 2009 der Umsatz somit um schätzungsweise 7%
zurückgegangen ist, erwarte ich im laufenden Jahr ein
Umsatzplus von 25%. Dies könnte sich 2011 nochmals wiederholen,
denn nicht nur der Smartphonemarkt dürfte bis dahin seinen
Siegeszug fortsetzen, sondern auch die Automobilbranche sollte
dann wieder kräftige Wachstumszahlen ausweisen. Und Dialog
Semiconductors hat zuletzt beispielsweise gemeinsam mit Harman
Becker die Basis für ein vollständig integriertes
„Infotainment“-System für Autos entwickelt, das derzeit als das
High-end dieses Marktes angesehen wird.

Nachdem sich inzwischen die Erkenntnis durchgesetzt hat, dass
nicht jedes elektronische Gerät auf Windoofs-Systemen
aufgesetzt werden kann, finden sich für Spezialisten wie Dialog
Semiconductor immer wieder neue Anwendungsgebiete. Ich halte
diesen Trend für einen nachhaltigen Wachstumsmarkt und würde
sofort in diese Aktien investieren, wenn nicht...

...ja, wenn nicht die Bewertung bereits den Bereich des
Optimismus verlassen und als Phantasterei angesehen werden
müsste. Leider. Das KGV 09e steht bei 43, auf Basis des für
2010 erwarteten Gewinns fällt das KGV auf 28. Für ein
Wachstumsunternehmen ist das eine sehr ambitionierte Bewertung
sofern es nicht ein Marktführer mit uneinnehmbaren
Alleinstellungsmerkmalen ist. Und das ist DS nicht. Zwar
beschäftig Dialog Semiconductor helle Köpfe und verfügt über
eine umfangreiche Palette an Lösungen, die für neue Produkte
herangezogen werden können. Doch sind die Produkte von Dialog
Semiconductor solide Ingenieursleistungen und keine
sensationellen Erfindungen.

Der Kurs ist seit März 2009 von 0,61 auf 11,18 Euro geschossen
(nein, das ist kein Dreckfuhler, die Aktie hat sich
versiebzehnfacht!) . Doch am 11. Februar müsste schon ein
ausgesprochen hoher Gewinn vermeldet werden, um weiteres
Kurspotential zu eröffnen. Das Unternehmen ist hoch bewertet
und da darf nichts mehr schief gehen. Ich sehe also das Risiko
einer Konsolidierung oder auch Korrektur als größer an als die
Kurschance, die sich auf diesem Kursniveau noch ergibt.


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05. LESERFRAGE: ANLEIHEN DER DUBAI HOLDING COMMERCIAL
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Ihre Fragen schicken Sie bitte an leserfragen/at/heibel-
ticker/./de. Ich werde künftig nur noch eine Leserfrage
veröffentlichen. Den Rest beantworte ich direkt. Bitte fragen
Sie mich nur zu Unternehmen mit einem Marktwert von mindestens
100 Mio. Euro bzw. USD.

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FRAGE:

Sehr geehrter Herr Heibel,

ich melde mich wieder einmal aus dem Weinviertel nördlich von
Wien an der tschechischen Grenze. Ich verfolge Ihren Heibel-
Ticker schon länger, freue mich auch im Trading-Monat einige
Gewinne mitgenommen zu haben. Ich habe nicht bei allen Papieren
mitgemacht.

Doch jetzt möchte ich Ihre Aufmerksamkeit weg von Aktien auf 2
Anleihen lenken.

Dubai Holding Commercial OperaEO-Med.-T. Notes 2007(14)
Festverzinsliche Anleihe in EUR
und
Dubai Holding Commercial OperaSF-Medium-Term Notes 2008
Festverzinsliche Anleihe in CHF

Diese beiden Anleihen sind im Kurs sehr stark abgestürzt und
mein Anlageberater meint, dass die beiden Anleihen zu den
fixierten Bedingungen zurückbezahlt werden müssen, außer der
Emittent geht in Konkurs, was halt doch nicht unbedingt zu
erwarten ist.

Da gibt es vorher oft noch Umschuldungsverhandlungen mit den
Banken wegen der Kredite ohne ein Insolvenzverfahren. Außerdem
sind von den Gesamtschulden nur wenige als Anleihen emittiert,
die zu einen Insolvenzverfahren zwingen würden.

Weiters gibt es den Verdacht, dass bei dem jetzigen Kurs von
rund 45, der Emittent seine Anleihen selbst zurückkauft.
Liquidität sollte ja noch vorhanden sein und ein mehr als 50 %
iger Nachlass sollte in Verhandlungen mit den Banken kaum
erzielbar sein.

Beide Anleihen würden sich mit dem jetzigen Kurs zu einer
interessanten Spekulation mit vertretbarem Risiko eignen.

Wie ist Ihre Meinung dazu?

Ich bedanke mich jetzt schon für Ihre Äußerung.
Viele Grüße von Herbert aus dem Weinviertel


ANTWORT:

Da müssten wir uns schon die Emissionsbedingungen dieser
Anleihen genau anschauen, um uns ein fundiertes Urteil bilden
zu können. Wenn ich beispielsweise auf den ersten Blick schon
sehe, dass der Sitz des Emittenten auf den Cayman Islands ist,
dann halte ich die Rückzahlung bei weitem nicht für gesichert.
Auch Dubai könnte vielleicht eine solche Firma auf den Cayman
Islands pleite gehen lassen, ohne als Staat selber Pleite zu
gehen.

Als kurzfristige Spekulation wäre die Idee schon aufgegangen.
Der Kurs steht heute bei 68,25%. Aber die Anleihe notierte seit
Herbst 2008 schon mehrfach unter 50% - das spricht nicht dafür,
als würde die Hilfe von Abu Dhabi alle Probleme so schnell
lösen können. Dubai ist noch nicht gesund und die Probleme dort
können noch anwachsen.

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06. BEOBACHTETE WERTE
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Bitte beachten Sie auch den Kundenbereich auf meiner
Internetseite unter www.heibel-ticker.de. Dort finden Sie
aktuelle Charts mit meinen jeweils aktualisierten
Einschätzungen.

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Im Wochenverlauf habe ich zu mehreren Titeln Anmerkungen im
Kundenbereich der Webseiten verfasst. Selten sind diese
Anmerkungen nur tagesaktuell, es reicht in der Regel, wenn Sie
einmal die Woche dort hinein schauen.

Auf der Einstiegsseite heibel-ticker.de sehen Sie im Ticker am
oberen Bildrand auf den ersten Blick, zu welchen Titel aktuelle
Anmerkungen erstellt wurden.

Hier nun die Übersicht über die offenen Positionen. Wie
angekündigt habe ich jeweils die langfristigen von den
spekulativen Positionen getrennt. Bei den langfristigen
Positionen werde ich in den kommenden Wochen jeweils eine
Risikostreuung berücksichtigen.

Unter „Änd“ steht die Gesamtveränderung seit Empfehlung. Unter
„Woche“ steht die Änderung zur Vorwoche. Unter „Empf.“ steht
die Empfehlung, ob diese Position zu
H - Halten,
K - Kaufen,
NK – Nachkaufen,
V – Verkaufen,
TV - Teilverkaufen ist oder mit einem
SL - Stopp Loss
KL - Kauflimit oder
VL - Verkaufslimit versehen werden sollte.

Auch dieses Kapitel bleibt den zahlenden Abonnenten des
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Stephan Heibel
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07. DISCLAIMER / HAFTUNGSAUSSCHLUSS UND RISIKOHINWEISE
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Wer un- oder überpersönliche Schreib- oder Redeweisen
nachmacht oder verfälscht oder nachgemachte oder verfälschte
un- oder überpersönliche Schreib- oder Redeweisen in Umlauf
setzt, wird mit Lust-, manchmal auch mit Erkenntnisgewinn
belohnt; und wenn alles gut geht, fällt davon sogar etwas für
Sie ab. (frei nach Robert Gernhardt)

Wir recherchieren sorgfältig und richten uns selber
nach unseren Anlageideen. Dennoch müssen wir jegliche
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