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29.01.2010: Heibel-Ticker 10/04 - Branchen, die von Obama, China und Griechenland unberührt bleiben
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H E I B E L - T I C K E R S T A N D A R D

F I N A N Z I N F O R M A T I O N E N

- Einfach einen Tick besser -
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DEUTSCHE BIBLIOTHEK : ISSN 1862-5428

5. Jahrgang - Ausgabe 04 (29.01.2010)
Erscheinungsweise: wöchentlich Freitag/Samstag
* Bitte Schriftart Courier einstellen *
(-;______________________________________________;-)

I N H A L T

01. INFO-KICKER: UMSTRUKTURIERUNG UND NEUAUSRICHTUNG
02. SO TICKT DIE BÖRSE: STIMMUNGEN UND ENTSPRECHENDE GRÜNDE
03. AUSBLICK: ZUKUNFTSFÄHIGE BRANCHEN
04. KOLUMNEN-TICKER: CONERGY, SMA SOLAR, WACKER CHEMIE
05. WUNSCHANALYSE: FRESENIUS MEDICAL CARE
06. BEOBACHTETE WERTE
07. DISCLAIMER / HAFTUNGSAUSSCHLUSS UND RISIKOHINWEISE
08. AN-/ABMELDUNG

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01. INFO-KICKER: UMSTRUKTURIERUNG UND NEUAUSRICHTUNG
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Liebe Börsenfreunde,

es wird wieder unruhiger an den Märkten und so habe ich Ihnen
heute die gegenwärtige Situation sehr ausführlich dargelegt.
Obama sorgte für einen Stimmungswechsel an der Börse,
Griechenland und China dienen nun als Gründe für den
Ausverkauf. Näheres dazu im Kapitel 02.

Das Kapitel 03 – Ausblick ist heute sehr ausführlich
ausgefallen. Ich habe für Sie eingehend untersucht, wie sich
die aktuelle Missstimmung an den Märkten lösen könnte sowie in
welche Branche, welche Bereiche Sie derzeit investieren
könnten. Dabei habe ich auch herausgefunden, welche Bereiche
Sie in den nächsten Wochen und Monaten meiden sollten.

Im Kapitel 04 habe ich Ihnen meine Kolumnen dieser Woche
zusammengestellt. Conergy hat seinen Streit mit MEMC begraben,
doch ich interpretiere die Lösung anders als die offiziellen
Meldungen. Bei SMA Solar ist nun genau das eingetreten, was ich
vor einem halben Jahr in Aussicht gestellt habe: Die
Gewinnmarge beginnt zu schrumpfen. Und auch Wacker Chemie muss
sich sputen, um im Wettlauf um die Weltmarktführerschaft im
Solarsiliziummarkt nicht abgehängt zu werden. Nichts, was mich
begeistert.

Am Mittwoch habe ich als Wunschanalyse Fresenius Medical Care
untersucht. Das Unternehmen könnte sich als sicherer Hafen für
Anleger entpuppen, wenn Obama seine Gesundheitsreform weiter
zusammenstreichen muss. Meine entsprechende Analyse finden Sie
in Kapitel 05.

Wie immer habe ich im Kapitel 06 die aktuellen Kommentare für
Sie zusammengestellt. Seit vergangener Woche erhalten Sie die
Meldungen bereits vorab als E-Mail, wenn Sie im Kundenbereich
der Heibel-Ticker Internetseiten die entsprechenden Titel in
„Mein Portfolio“ aktivieren.

Die PDF-Version der jeweiligen Ausgabe können Sie ab sofort
auch stets im Archiv herunterladen. Die PDF-Version dieser
Ausgabe wird Ihnen ab morgen früh unter dem folgenden Link zur
Verfügung stehen:
http://www.heibel-ticker.de/downloads/hts100129.pdf

So, es schneit wieder einmal und ich erinnere mich an die 70er
Jahre, als man eine bevorstehende neue Eiszeit befürchtete. Ich
hoffe, dass unsere Bestrebungen, den CO2-Ausstoß zu vermindern,
nicht in Vergessenheit geraten. Was halten Sie von einem
Winterspaziergang am Wochenende?

Zunächst wünsche ich eine anregende Lektüre,


take share, Ihr
Börsenschreibel

Stephan Heibel

Chefredakteur und
Herausgeber des
Heibel-Ticker

P.S.: Lassen Sie mich Ihre Meinung, Kritik oder
Verbesserungsvorschläge wissen (selbst Lob ist willkommen ;-)
und schreiben Sie mir an leserbrief/at/heibel-ticker/./de.

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02. SO TICKT DIE BÖRSE: STIMMUNGEN UND ENTSPRECHENDE GRÜNDE
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„Das kommt mir spanisch vor“: Wissen Sie, wie die Amerikaner
diesen Ausspruch übersetzen? „It’s greek to me“ (das kommt mir
griechisch vor). Zur Zeit trifft die amerikanische Version des
Spruchs die Situation an der Börse besser: Es sind die
Griechen, die für Unruhe und Ungewissheit sorgen.

Inzwischen muss Griechenland 4% mehr Zinsen zahlen, um die
eigenen Staatsanleihen unters Volk zu jubeln, als Deutschland.
Mit einer Neuverschuldung von 12,7% des BSPs und einer
Gesamtverschuldung von 113% des BSPs ist es nur noch um Japans
Finanzen schlechter bestellt. Doch deswegen ist der japanische
Yen auch schon seit Jahren eine schwache Währung, Griechenland
hat seit 2001 den festen Euro.

53 Mrd. Euro muss Griechenland in diesem Jahr refinanzieren,
das meiste davon schon innerhalb der nächsten Monate. Für die
EU ist Griechenland nun der Präzedenzfall, an dem sich endlich
der seit Konzeption der EU kritisierte Stabilitätspakt wird
messen lassen müssen. Die Kritik, die schon damals laut wurde,
lautet: Was passiert mit den Ländern, die sich nicht an die
Stabilitätskriterien halten?

Ja, was? Was soll geschehen? Fallen sie aus der Währungsunion
heraus? Springt die Gemeinschaft ein? Hilft der Internationale
Währungsfonds IWF? Warum sollte er helfen? Warum sollten die
EU-Staaten einspringen? Und falls Griechenland geholfen wird,
ist es dann nur eine Frage der Zeit bis Italien, Portugal,
Spanien und Irland folgen?

Island hatte 2008 den großen Bruder Großbritannien, der in der
Not helfend einsprang. Dubai konnte sich vor wenigen Monaten
auf den großen Bruder Abu Dhabi verlassen. Griechenland trägt
nur 2,5% zum europäischen BSP bei und eine Rettungsaktion,
verteilt auf französische und deutsche Schultern, würde
zunächst keine fiskalische Katastrophe nach sich ziehen. Doch
der Stabilitätspakt wäre hinfällig, der Euro hätte seine
Glaubwürdigkeit verloren.

So ist es nicht dem plötzlichen Gesunden der US-Wirtschaft zu
verdanken, dass der US-Dollar wieder gegenüber dem Euro
ansteigt und derzeit auf einem 6-Monats-Hoch notiert, sondern
der Euroschwäche. Doch unsere Probleme mit Griechenland müssen
noch für ganz andere Zusammenhänge herhalten:


SCHLECHTE STIMMUNG SUCHT VERKAUFSGRÜNDE

Seit vergangenem März ist der DAX um 60% angestiegen. 6%
Jahresperformance wären gut, aber 60% sind supersuper. Beim Dow
Jones sieht es ähnlich aus. Zum Jahreswechsel haben Anleger
nach einem Grund für einen anhaltenden Börsenanstieg gesucht
... und diesen zunächst in den hervorragenden
Quartalsergebnissen der Unternehmen gefunden.

Doch dann kam die Wahlschlappe von US-Präsident Obama und sein
anschließender Feldzug gegen die Finanzbranche. Nicht nur eine
Sondersteuer möchte er einführen, sondern auch eine
tiefgreifende Reform. Anlegern sollte nun bewusst sein, dass
die US-Regierung in den nächsten Monaten nicht für sondern
gegen sie spielt. Banken und Broker, die gute Gewinne
ausweisen, dürfen mit einem Angriff aus Washington rechnen.

Nein, die Stimmungsmache allein aus Washington reicht nicht
aus, um Unternehmensgewinne in Frage zu stellen. Aber wir waren
gerade dabei, die noch immer häufig extrem niedrigen KGVs auf
historisch „normale“ Niveaus zu heben. Wir haben begonnen, die
weiteren Gewinnaussichten der Unternehmen in den Aktienkurs
einzupreisen. Das ist ein großer Schwenk von der
Bewertungsmethode aus der Krisenzeit, als man sich nur darum
kümmerte, wie hoch der Buchwert des Unternehmens ist oder wie
tief der Kurs im schlimmsten Fall sinken kann.

Die Gefahr der Krise, die Gefahr eines doppelten Bodens,
scheint gerade gebannt und die KGVs entwickelten sich in
Richtung der Wachstumschancen der Unternehmen, da schlägt Obama
quer. Nun, ein Grund für niedrigere KGVs ist das noch nicht,
aber die Stimmung unter den Anlegern hat sich nunmehr gedreht.
Man schaut nicht mehr auf die Wachstumschancen, sondern man
schenkt den Risiken wieder mehr Beachtung.

Und da kommt das Problem Griechenlands wie gerufen. Mit 2,5%
des europäischen BSPs ist Griechenland nun wahrlich kein
Problem, das die Weltfinanzmärkte durcheinander wirbeln könnte.
Doch nach Island und Dubai und gegebenenfalls vor Italien,
Portugal und wer weiß, was dann noch kommen kann, wird nun
Griechenland als Dominostein betrachtet, der, sollte er fallen,
eine Kettenreaktion auslösen könnte.

Und dann ist da noch China. Mit einem Wachstum von 10,7% im
abgelaufenen Quartal brummt die chinesische Konjunktur und ist
somit für einen guten Teil des Aufschwungs in den USA und auch
in Deutschland verantwortlich. Nun tritt die chinesische
Regierung auf die Bremse, man wolle eine Blasenbildung
verhindern. Und so wurde am 19. Januar die Kreditvergabe stark
eingeschränkt. Berichten zufolge war diese Einschränkung so
stark, dass seither keine nennenswerten Kredite mehr vergeben
wurden. Als Ziel strebe man wieder Wachstumsraten um 8% an.

In meinen Augen ist das ein Erfolg: China hat mit seinem
Konjunkturprogramm die inländische Wirtschaft in Schwung
gebracht. Und nun wird die lockere Geldpolitik zurückgedreht.

Ein chinesisches Wirtschaftswachstum von 8% wird die
Weltwirtschaft weniger nach oben ziehen als ein chinesisches
Wirtschaftswachstum von 10,7%. Aber umgehend von der Gefahr
eines doppelten Bodens, eines erneuten Rückschlags in die
Krise, zu sprechen, halte ich für übertrieben.

So hat Obama die Stimmung gedreht und Griechenland sowie China
haben die Gründe geliefert. Wäre die Stimmung positiver, so
hätte man diese beiden Gründe vermutlich gar nicht so stark in
den Vordergrund gestellt. Stattdessen hätte man mehr auf die
Unternehmensmeldungen geachtet, die nach wie vor bombastisch
sind.

Gestern Abend hat Amazon erneut ein herausragendes
Quartalsergebnis vermeldet. Nur wenige Minuten später hat
Microsoft das beste Konzernergebnis der Unternehmensgeschichte
vermeldet. Wäre die Stimmung optimistischer, dann hätte man
diese beiden Quartalsergebnisse als Grundlage für eine Rallye
genommen, gepaart mit einer Rallye in Apple aufgrund des neuen
Produktes iPad.

Doch alles was ich in ersten Kommentaren lese ist, dass Amazons
Kindle Wettbewerb von Apples iPad bekommen wird. Und das werde
in das Geschäft von Amazon schneiden. Gleichzeitig wird dem
iPad von Apple jedoch nicht zugetraut, Amazons Kindle zu
ersetzen und so notiert auch Apple im Minus.

Und das Rekordergebnis von Microsoft wird mit Problemberichten
über die nicht so erfolgreichen Geschäftszweige von Microsoft
kommentiert. Das Microsoft Tablett habe kaum Beachtung
gefunden, Windows for Mobile gerate gegenüber dem iPhone OS und
Googles Android ins Hintertreffen. Und das Rekordergebnis sei
nur ein einmaliger Effekt aufgrund von Windows 7, das schneller
verkauft wurde als irgendein anderes Betriebssystem je zuvor.
Darüber hinaus wird der Umsatzrückgang im Bereich der
Unternehmenssoftware, insbesondere des Office-Pakets,
hervorgehoben.

Und dennoch wird Apples iPad auf Basis des iPhone OS kritisch
betrachtet (auch mir fehlt das Multi-Tasking). Das iPad könne
keinen Computer ersetzen. Aufwendige Programme könne man mit
dem iPad nicht realisieren. Ich schließe daraus, dass das iPad
nicht in den Umsatz von Apple schneiden wird, sondern lediglich
zusätzlichen Umsatz generieren wird. Zudem notiert auch Google
kräftig im Minus, obwohl deren Office-Lösungen über das
Internet immer stärker genutzt werden und sicherlich ein Grund
für den Umsatzrückgang bei Microsoft sind.

Wenn Sie sich die Kursentwicklung dieser Woche anschauen, dann
könnten Sie meinen, dass wir auf eine Krise zulaufen. Doch in
Wirklichkeit gibt es Kämpfe um Marktanteile und dort gibt es
Gewinner und Verlierer. Der Blick auf die Börse suggeriert,
dass es derzeit nur Verlierer gibt. Schauen Sie selbst:


INDIZES 27.1.10

Dow Jones 10.120 -2,6%
DAX 5.540 -3,6%
Nikkei 10.414 -1,7%
Euro/US-Dollar 1,397 -0,9%
Euro/Yen 125,71 -1,5%
10-Jahre-US-Anleihe 3,66% 0,1
Umlaufrendite Dt 2,91% 0,0
Feinunze Gold USD $1.086,00 -1,0%
Fass Crude Öl USD $74,21 -3,3%
Baltic Dry Shipping I 3.118 -1,6%


Sämtliche Aktienindizes sind kräftig eingebrochen. Der
Wechselkurs zum US-Dollar ist ebenfalls weiter abgesackt und
selbst der Ölpreis hat kräftig Federn gelassen. Der Dow Jones
notiert noch immer über 10.000, der DAX ist jedoch schon wieder
deutlich unter die 6.000er-Marke gerutscht.

Diese Kursverluste haben auch ihre Spuren bei Analysten und
Anlegern hinterlassen, deren Stimmung ist in dieser Woche stark
eingetrübt.


SENTIMENTDATEN

ANALYSTEN:
Empfehlungen (Anzahl Empfehlungen):

Kaufen / Verkaufen
08.-15. Jan (373): 76% / 24%
15.-22. Jan (394): 75% / 25%
22.-29. Jan (342): 56% / 44%

ANALYSTEN KAUF
Wincor Nixdorf, SAP, Siemens

ANALYSTEN VERKAUF
Conergy, UBS, Commerzbank

PRIVATANLEGER:
2. KW 2010: 66,6% Bullen (+4,6%, 99 Stimmen)
3. KW 2010: 69% Bullen (82 Stimmen)
4. KW 2010: 47% Bullen (78 Stimmen)
Durchschnittlich erwarteter DAX-Endstand für heute: 5.671

PRIVATANLEGER KAUF
Washington Mutual, Wacker Chemie

PRIVATANLEGER VERKAUF
Dialog Semiconductor, AIG

Die Sentiment-Daten wurden in Zusammenarbeit mit Sharewise
erstellt: http://www.sharewise.com?heibel


Makro-Blick gegen Mikro-Blick. Volkswirtschaftliche
Betrachtungsweise gegen betriebswirtschaftliche
Betrachtungsweise. Unternehmensergebnisse sind hervorragend,
dennoch brechen die Börsen ein. Die volkswirtschaftliche
Betrachtungsweise dominiert.

Wird sich der volkswirtschaftlich-induzierte Pessimismus auf
die Unternehmen übertragen, zu vorsichtigeren Investitionen
führen und den Konjunkturaufschwung zum Erliegen bringen? Oder
werden die Unternehmen unbeirrt Rekordgewinne vermelden bis die
Bewertungen so lächerlich günstig sind, dass Aktien auch bei
vorherrschendem Pessimismus gekauft werden und der
Börsenanstieg die Stimmung wieder aufhellen lässt?

Und welchen Zeitrahmen müssen wir für diese Prozesse einräumen?
Oder ist die Börse bereits genug gefallen und gibt es schon
wieder Schnäppchenpreise?

Diesen Fragen werde ich im folgenden Kapitel nachgehen.

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03. AUSBLICK: ZUKUNFTSFÄHIGE BRANCHEN
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04. KOLUMNEN-TICKER: CONERGY, SMA SOLAR, WACKER CHEMIE
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CONERGY: MEMC-EINIGUNG NUR GUT FÜR ZOCKER

Conergy hat sich nun endlich mit MEMC, dem weltgrößten
Hersteller von Siliziumwafern (Siliziumwaffeln, als kleine
Scheibchen, die als Rohmaterial für Solarmodule eingesetzt
werden), geeinigt. Vor zwei Jahren hatte Conergy einen
Rahmenvertrag über die Abnahme von Siliziumwafer im Wert von 8
Mrd. USD abgeschlossen. Nach dem anschließenden Preisverfall
auf dem Siliziummarkt konnte Conergy nachverhandeln und senkte
das Volumen auf 4 Mrd. USD.

Seither ist ein erbitterter Preiskrieg auf dem Markt der
Solarmodule ausgebrochen, gleichzeitig war die Nachfrage
aufgrund schwerer Finanzierungsbedingungen eingebrochen. Es
bestehen weltweit Überkapazitäten an Solarmodulfabriken,
während gleichzeitig die Preise purzeln. Nach kurzer Zeit wurde
offensichtlich, dass Conergy weder die vereinbarte Abnahmemenge
wird verarbeiten können, noch den vereinbarten Preis wird
zahlen können. So drohte das Unternehmen mit einer Klage wegen
eines wettbewerbswidrigen Abnahmevertrages. Ich persönlich
nenne das jedoch eine Dummheit, die Conergy begangen hat.

Die nun erfolgte Einigung ist meiner Einschätzung nach weniger
auf den drohenden Rechtsstreit zurückzuführen, sondern vielmehr
darauf, dass MEMC Conergy in die Insolvenz drängen könnte,
hätte das Unternehmen auf die Vertragserfüllung gepocht. Dann
hätte MEMC nur noch ein paar Euro aus der Konkursmasse
erhalten. Doch mit der nun gefundenen Einigung besteht für MEMC
die Chance, in den verbleibenden acht Jahren des Rahmenvertrags
noch nennenswerte Zahlungen zu erhalten – man einigte sich auf
maximal ein Viertel der Höhe des zuvor geltenden
Rahmenvertrags, also auf eine Mrd. USD. Dabei wird der Preis
für die Siliziumwafer in Zukunft in Abhängigkeit vom Marktpreis
bestimmt.

Wie in meiner Solarstudie vom vergangenen Herbst beschrieben
(die Sie hier http://www.heibel-
ticker.de/bestellung.php?produktID=14 für 20 Euro beziehen
können – Sie qualifizieren sich mit dem Kauf für das Update der
Studie, das ich in den nächsten Tagen fertig stellen werde),
führt der weltweite Wettbewerb und die vergleichbare Qualität
der Solarmodule dazu, dass nur noch über die Masse weitere
Preissenkungen erfolgen können. Wer am schnellsten am meisten
Solarmodule bauen und verkaufen kann, der senkt dadurch die
Stückkosten und gewinnt nicht nur Marktanteile, sondern drängt
die Wettbewerber auch noch aus dem Markt. Mit anderen Worten:
Wir befinden uns in einer absoluten Wachstumsphase des
Solarmarktes, ungeachtet der politischen Diskussion in
Deutschland und auch ungeachtet der gescheiterten
Weltklimakonferenz in Kopenhagen.

Wie Intel in der Chipindustrie mit einem Marktanteil von über
80% an Mikroprozessoren praktisch uneinnehmbar die Führung
übernommen hat, so wird auch in der Solarbranche künftig eine
sehr kleine Anzahl von Unternehmen die gesamte Welt mit den
jeweils modernsten Solarmodulen versorgen. Solarworld, Q-Cells,
First Solar und Yingli Solar investieren daher derzeit
Milliarden in den Aufbau neuer Fertigungsanlagen.

Conergy produziert mit einer vier Jahre alten Anlage in
Frankfurt/Oder. Durch die Einigung mit MEMC kann Conergy nun
noch ein wenig weiter produzieren, doch die drückende Last
kurzfristig fällig werdender Schulden verhindert eine
aggressive Expansionsstrategie, wie sie aktuell erforderlich
wäre um nicht in die Bedeutungslosigkeit abzurutschen. Mit
neuen, größeren und moderneren Fertigungsanlagen lassen sich
die Stückkosten je Solarmodul deutlich senken und gegen diese
auf Wachstum ausgerichtete Strategie der Großen muss sich nun
Conergy mit seiner alten Fabrik behaupten.

Dabei schmelzen die Gewinnmargen, denn der Preis der
Solarmodule sinkt. Und dabei schwinden die Marktanteile, denn
Expansion kann sich Conergy nicht leisten.

Wer nun also Conergy Aktien kaufen möchte, der sollte dies
höchstens als kurzfristige Zockerei betrachten. Langfristig hat
das Unternehmen in meinen Augen kaum eine Chance, am Markt zu
bestehen. Fertigungsanlagen gelten nach 3-5 Jahren als veraltet
und neue Kredite für eine notwendige Erneuerung in
Frankfurt/Oder werden erneut die Gewinnmargen von Conergy
belasten.


SMA SOLAR: STEIGENDER WETTBEWERBSDRUCK GEFÄHRDET GEWINNMARGEN

Mit 40% Weltmarktanteil bei Wechselrichtern ist SMA Solar der
Platzhirsch. Je nach Wetter liefern Solarmodule
unterschiedliche Stromspannungen in Form von Gleichstrom. Die
Wechselrichter von SMA Solar wandeln diese unterschiedlichen
Zufütterungen in Wechselstrom mit der jeweils vorgeschriebenen
Spannung, die zur Einspeisung in die nationalen
Versorgernetzwerke erforderlich ist. Eine wichtige Komponente,
doch leider ist dafür kein besonders großes Know-how
erforderlich.

Und da sind wir auch schon beim Problem von SMA Solar: Heute
hat der Vorstandschef Günther Kramer bekannt gegeben, dass es
schwer fallen werde im Jahr 2010 die Gewinnmarge (Ebit) bei
über 20% zu halten. Wie von mir in meiner Solarstudie vom
vergangenen Oktober beschrieben, nimmt der Wettbewerbsdruck zu
und SMA Solar muss die Preise senken, um seine Position zu
behaupten.

Diese Entwicklung haben wir schon in vielen Bereichen der
Solar-Herstellungskette gesehen. Dort wo kein hochkompliziertes
Ingenieurswissen erforderlich ist und die Gewinnmargen dennoch
zweistellig ausfallen, stürmt die Konkurrenz aus China oder
auch aus anderen Ländern auf den Markt und bietet zu wesentlich
günstigeren Preisen vergleichbare Produkte an. SMA Solar hat
ausschließlich durch seine Größe Marktvorteile, die steigenden
Skalenerträge bzw. sinkenden Stückkosten mit zunehmender Größe
des Unternehmens sind Kostenvorteile, die SMA Solar durchaus
einen Platz auf dem Solarmarkt sichern können. Doch Margen von
20% und mehr gehören der Vergangenheit an.

Mit 200 Mio. Euro liquiden Mitteln auf der hohen Kante ist SMA
Solar gut positioniert um die derzeit erfolgende Flucht nach
vorn anzuführen. Trotz der angedrohten Förderkürzung in
Deutschland wächst die Solarbranche weltweit weiter an und wer
dabei sein möchte, der muss heute in größere Fertigungsanlagen
investieren. Nur so können die oben erwähnten Stückkosten
weiter gedrückt werden. In diesem Jahr möchte SMA Solar die
Umsatzmilliarde überspringen, ich halte das ebenfalls für einen
wichtigen und richtigen Schritt in diesem Wettlauf.

Im Jahr 2009 wird SMA Solar Schätzungen zufolge 4,42 Euro je
Aktie verdienen. Bei einer rückläufigen Gewinnmarge und einem
Umsatzwachstum von rund 20% wird der Gewinn im Jahr 2010 bei
etwa 4,90 Euro liegen, das entspricht einem KGV von 16. Ich
halte das für einen Marktführer in einem hart umkämpften
Marktsegment ohne besondere Zutrittsbeschränkungen für ein
ausreichendes Bewertungsniveau. So sehe ich SMA Solar auch nach
dem heutigen Ausverkauf, der den Kurs um 10% einbrechen ließ,
nicht unbedingt als einen Kauf.

Anders sieht dies bei einigen anderen Solarmaschinenbauern aus
Deutschland aus, die über technisches Know-how verfügen, das
sich nicht so einfach in Billiglohnländer transferieren lässt.
Während in der Solarbranche der Preiskampf tobt und die Sieger
von morgen schon heute die Flucht nach vorne antreten müssen,
erfreuen sich die Anbieter von Solar-Produktionsanlagen voller
Auftragsbücher.

Wenn Sie mehr zu Solarunternehmen erfahren möchten, dann
empfehle ich Ihnen meine Solarstudie (20 Euro, Link
http://www.heibel-ticker.de/bestellung.php?produktID=14). Darin
werden neben einer umfassenden Einführung in die Solarbranche
13 internationale Solarunternehmen vorgestellt. Ich werde diese
Studie in den nächsten Tagen aus aktuellem Anlass aktualisieren
und jeder Käufer erhält sodann die aktualisierte Studie
kostenfrei. Für die Leser des Heibel-Ticker PLUS ist die Studie
im Kundenbereich kostenlos zu erhalten.


WACKER CHEMIE MIT STRATEGISCHEN PROBLEMEN

Heute hat Wacker Chemie überraschend die vorläufigen Zahlen für
das 4. Quartal des vergangenen Jahres vorgelegt. Das Ergebnis
ist durchsetzt von Sondereffekten und Rückstellungen, so dass
eine Bewertung nicht leicht fällt. Meines Erachtens gibt es die
eine oder andere negative Überraschung, mit der Analysten nicht
gerechnet haben.

Als Chemieunternehmen ist einer der größten Abnehmer von Wacker
Chemie die Automobilbranche. Diese hat im vergangenen Jahr dank
der Abwrackprämien in Deutschland und den USA nicht so stark
unter der Krise gelitten wie zunächst befürchtet. So ist die
Chemiesparte mit einem überdurchschnittlichen Wachstum der
Sonnenfleck des vergangenen Jahres.

Ein weiterer großer Abnehmer ist die Chipindustrie.
Siliziumwafer für die Halbleiter haben im vergangenen Jahr
einen Aufschwung erlebt, weil mit Smartphones und Netbooks viel
mehr spezialisierte Geräte mit Chips ausgestattet wurden. Doch
dieser Trend ist meiner Einschätzung nach weitgehend an Wacker
Chemie vorbei gegangen, denn das Wachstum dieser Sparte blieb
hinter den Erwartungen zurück.

Zu guter Letzt hat sich das Unternehmen für die Solarbranche
begeistert, auch dort werden Siliziumwafer benötigt. Im
vergangenen Jahr wuchs die Solarbranche stark an, doch aktuell
erschüttert die Diskussion um die Förderkürzung in Deutschland
die Branche. Wettbewerber MEMC aus den USA hat kürzlich eine
Einigung mit Conergy erzielt, der zufolge MEMC wesentlich
weniger Silizium liefern wird als bis vor kurzem angenommen.
Auch die depressive Stimmung in Deutschland sorgt nicht dafür,
dass die Branche in Wachstumseuphorie verfällt.

Gleichzeitig ist die Herstellung des Siliziums kein Hexenwerk,
Wettbewerbsvorteile lassen sich hier nicht durch eine
überlegene Technologie erzielen, sondern durch Größe. Je größer
der Marktanteil, desto geringer die Stückkosten und trotz
verhaltener Stimmung in der Solarbranche tobt der
Preiswettbewerb bei den Siliziumherstellern. Hier gilt es,
genau wie bei den Solarmodulherstellern, die Flucht nach vorne
anzutreten.

Und das kostet Geld. Eine Kooperation mit Schott Solar wurde im
vergangenen Jahr beendet, die Investitionen müssen nun alleine
getragen werden. Entsprechend ist die Eigenkapitalquote von
Wacker Chemie von 47,6% vor zwei Jahren auf heute 41,6%
zurückgegangen. Eine neue Produktionsanlage leistet nun ihren
Beitrag zum Umsatzwachstum des Unternehmens, es bleibt
abzuwarten, wie sich die Preise der Branche entwickeln. Meiner
Einschätzung nach wird sich der Preisdruck der
Solarmodulhersteller schon sehr bald auch auf die
Siliziumhersteller übertragen.

So ergibt sich für mich das folgende Bild: In der Chemie
profitiert Wacker Chemie von der Automobilindustrie. In der
Chipindustrie hat das Unternehmen offensichtlich Probleme und
die Solarbranche, ein nachhaltiger Wachstumsmarkt mit kleinen
Margen, wird weitere Investitionen benötigen. Für mich ist das
Bild zu gemischt, um mich für das Geschäftsmodell zu
begeistern.


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05. WUNSCHANALYSE: FRESENIUS MEDICAL CARE
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Der Konjunkturaufschwung wird von Obama in Frage gestellt.
Nicht-zyklische Unternehmen bieten in diesen Zeiten einen guten
Zufluchtsort für Anleger, um den Sturm abzuwarten. Das sichere
Geschäft und die solide Bewertung machen den Anbieter von
Dialysetechnik zu einem sicheren Hafen.

DIALYSETECHNIK WELTWEIT

Hauptprodukt der Bad Homburger sind Dialysegeräte. Unter
Dialyse versteht man das Waschen des Blutes, eine Aufgabe, die
eigentlich die Nieren übernehmen. Doch immer mehr Menschen
erleiden ein Nierenversagen, eine Tendenz die in direktem
Zusammenhang mit der steigenden Altersdiabetes steht, die
wiederum bei Dicken häufiger auftritt. Also: Wer zuviel wiegt,
der riskiert, seine Nieren zu überfordern, riskiert ein
Nierenversagen und könnte am Ende regelmäßig sein Blut durch
ein Dialysegerät schleusen müssen. Es wird Sie nicht wundern,
wenn Sie nun erfahren, dass der mit Abstand größte Markt für
Fresenius Medical Care (FMC) die USA ist.

Sie brauchen sich jetzt nicht den Schweiß von der Stirn zu
wischen und denken, dass Sie in unseren Breiten nochmals Glück
gehabt haben: Der deutsche Markt trägt auch schon ordentlich
zum Umsatz bei. Nicht erst seit ich mit einer Medizinerin
verheiratet bin weiß ich über die vielen Krankheiten Bescheid,
die Fettleibigkeit nach sich zieht. Als Schreibtischtäter gehe
ich also mehrmals die Woche joggen um die Alster und kämpfe so
gegen den Ansatz eines Schwimmrings. So hoffe ich, FMC nur als
Aktionär und nicht als Patient kennenzulernen.

Mit seinen Dialyse-Geräten, den dazu verwendeten Medikamenten
sowie der Dienstleistung rund um den Dialysevorgang herum ist
Fresenius Medical Care (FMC) weltweit führend.


KONSTANTES, NICHT-ZYKLISCHES GESCHÄFTSFELD

Wenn die Nieren Hilfe brauchen, dann ist das ein ernstes
Gesundheitsproblem. Es lässt sich nicht verschieben und schon
gar nicht planen, wann man eine Dialyse in Anspruch nimmt. So
hängt der Geschäftserfolg von FMC sicherlich nicht an der
Konjunkturentwicklung. Wer eine Dialyse benötigt, der achtet
nicht auf den Konjunkturzyklus.

Damit zählt FMC zu den nicht-zyklischen Aktien. Die Umsatz- und
Gewinnentwicklung hängt also nicht an irgendwelchen
Konjunkturzyklen. Vielmehr wächst die Anzahl derer, die eine
Dialyse benötigen, jährlich um 5-6%. Zusätzlich gewinnt FMC
weitere Marktanteile hinzu indem neue Märkte, neue Länder
erschlossen werden. Weiter wird das Paket um die Dialysetechnik
weiter ausgebaut, zuletzt wurden weitreichende Dienstleistungen
aufgebaut und angeboten.

So wächst der Umsatz von FMC seit über 10 Jahren um rund 10%
p.a. Der Gewinn schwankt schon mal ein wenig, je nachdem, wie
das Unternehmen investiert. Zuletzt wurde 2007 kräftig
investiert, daher gelang 2008 ein Gewinnsprung. 2009 hielt das
Unternehmen seine Schäfchen beisammen und konnte Anfang dieses
Jahres sogar durch die Ausgabe einer Unternehmensanleihe in
Höhe von 250 Mio. Euro die Bilanzstruktur positiv verändern.


SOLIDE BILANZ, AMBITIONIERTE BEWERTUNG

Die Eigenkapitalquote verbesserte sich seit 2007 von 39% auf
42% heute und dürfte Schätzungen zufolge bis Ende nächsten
Jahres auf 47% steigen. Langfristige Schulden in Höhe von 3,5
Mrd. Euro sind nicht kritisch, weil sie eben langfristig sind.
Gerade in der jüngsten Finanzkrise hat sich die solide Praktik
von FMC bewährt. Unternehmen, die ihre Schulden nur kurzfristig
finanzierten bekamen Probleme mit der Refinanzierung und
gerieten so in Schwierigkeiten. Der Kurs von FMC hielt sich in
der gesamten Krise verhältnismäßig gut.

Doch Qualität hat ihren Preis. Mit einem KGV von 18 ist das
Wachstum von 10% schon ambitioniert bewertet. Auf Basis der
Gewinnschätzung für das laufende Jahr steht das KGV noch immer
bei 16. Die Dividendenrendite von 1,5% fällt hier ebenfalls in
den Bereich der Vernunft: Nicht zu hoch, nicht zu niedrig.

Für den Kurs sehe ich daher aus fundamentaler Sicht kein
besonders hohes Potential. Auf der anderen Seite ist das
Kursrisiko ebenso beschränkt.


OBAMAS GESUNDHEITSREFORM UND QUERSCHLÄGE GEGEN DIE WIRTSCHAFT

Nach der verlorenen Wahl in Massachusetts fehlt Obama im Senat
die erforderliche Mehrheit um seine Gesundheitsreform gegen die
Stimmen der Republikaner durchzuboxen. Probleme mit der
Gesundheitsreform Obamas zeichneten sich schon seit September
letzten Jahres ab, Obama musste immer mehr von seinen Ideen
eintauschen gegen Stimmen in der eigenen Partei. Die
Gesundheitsreform wurde zum zahnlosen Tiger und die
Pharmaaktien inklusive FMC stiegen seither an. Da eine
Gesundheitsreform nach Obamas Willen stark in die
Verdienstmöglichkeiten der Pharmabranche eingegriffen hätte,
stiegen die Kurse der Pharmabranche während der vergangenen
Monate, als Obama eine Idee nach der anderen eintauschen
musste.

Die nun erfolgte Wahlschlappe stellt hingegen auch die
Gesundheitsreform als Ganzes in Frage und führt damit dazu,
dass eben nicht, wie von Obama gewünscht, jeder in den USA eine
Krankenversicherung erhält. Es würden 80 Mio. nicht versicherte
US-Bürger zusätzlich versichert werden und könnten somit die
teure Dialyse von FMC erhalten, wenn sie sie brauchen.

FMC stand im September noch bei 30 Euro und notiert vor den
Wahlen in Massachusetts bei 38 Euro. Seit der Wahlschlappe
rutschte der Kurs der FMC Aktien auf 36,60 Euro.


FAZIT

Obama ist wild geworden. Er beharrt nun auf seinen Ideen zur
Gesundheitsreform obwohl keine Chance mehr besteht, diese Ideen
umzusetzen. Gleichzeitig schießt er gegen die Finanzbranche wo
er nur kann, verlangt eine Sondersteuer und möchte die Branche
zerschlagen und die Verdienstmöglichkeiten beschränken sowie
die Gehälter deckeln, obwohl er auch an dieser Front keine
Chance hat, mit seinen Ideen durchzukommen. Dennoch ist Obama
sehr populär und seine Ankündigungen verunsichern die
Finanzmärkte und somit auch die Aktienbörsen.

Banken werden dadurch vorsichtiger agieren, Kredite nur noch
bei erstklassigen Sicherheiten ausgeben und dadurch die
Investitionstätigkeit drosseln. So werden Aktien
konjunktursensibler Unternehmen meiner Einschätzung nach in der
nächsten Zeit unter Druck geraten, Zuflucht kann eine Aktie wie
FMC bieten. In unsicheren Zeiten suchen Anleger den sicheren
Hafen. Dieser befindet sich zum einen bei Goldbarren und zum
anderen bei den Aktien die von Obamas neuen Ideen nicht
betroffen sind. Und da steht FMC als solider, ja fast
langweiliger Titel ganz oben auf der Wunschliste von Sicherheit
suchenden Fonds- und Geldmanagern.

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06. BEOBACHTETE WERTE
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Bitte beachten Sie auch den Kundenbereich auf meiner
Internetseite unter www.heibel-ticker.de. Dort finden Sie
aktuelle Charts mit meinen jeweils aktualisierten
Einschätzungen.

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Im Wochenverlauf habe ich zu mehreren Titeln Anmerkungen im
Kundenbereich der Webseiten verfasst. Selten sind diese
Anmerkungen nur tagesaktuell, es reicht in der Regel, wenn Sie
einmal die Woche dort hinein schauen.

Auf der Einstiegsseite heibel-ticker.de sehen Sie im Ticker am
oberen Bildrand auf den ersten Blick, zu welchen Titel aktuelle
Anmerkungen erstellt wurden.

Hier nun die Übersicht über die offenen Positionen. Wie
angekündigt habe ich jeweils die langfristigen von den
spekulativen Positionen getrennt. Bei den langfristigen
Positionen werde ich in den kommenden Wochen jeweils eine
Risikostreuung berücksichtigen.

Unter „Änd“ steht die Gesamtveränderung seit Empfehlung. Unter
„Woche“ steht die Änderung zur Vorwoche. Unter „Empf.“ steht
die Empfehlung, ob diese Position zu
H - Halten,
K - Kaufen,
NK – Nachkaufen,
V – Verkaufen,
TV - Teilverkaufen ist oder mit einem
SL - Stopp Loss
KL - Kauflimit oder
VL - Verkaufslimit versehen werden sollte.

Auch dieses Kapitel bleibt den zahlenden Abonnenten des
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dafür, aber ohne eine kleine Einnahmequelle kann ich diesen
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Wer un- oder überpersönliche Schreib- oder Redeweisen
nachmacht oder verfälscht oder nachgemachte oder verfälschte
un- oder überpersönliche Schreib- oder Redeweisen in Umlauf
setzt, wird mit Lust-, manchmal auch mit Erkenntnisgewinn
belohnt; und wenn alles gut geht, fällt davon sogar etwas für
Sie ab. (frei nach Robert Gernhardt)

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