______________________________________________
H E I B E L - T I C K E R S T A N D A R D
F I N A N Z I N F O R M A T I O N E N
- Einfach einen Tick besser -
______________________________________________
DEUTSCHE BIBLIOTHEK : ISSN 1862-5428
7. Jahrgang - Ausgabe 14 (05.04.2012)
Erscheinungsweise: wöchentlich Freitag/Samstag
* Bitte Schriftart Courier einstellen *
(-;______________________________________________;-)
I N H A L T
01. INFO-KICKER: VORTEIL DER DIVERSIFIZIERUNG
02. SO TICKT DIE BÖRSE: FEHLINTERPRETATIONEN
03. AUSBLICK: MICROSOFT, INTEL, SAP & TIBCO
04. MONATSBETRACHTUNG: DAX, DOW JONES, NIKKEI, US-DOLLAR,
YEN, GOLD, ÖL, UMLAUFRENDITE
05. TV-INTERVIEW AM MITTWOCH: LEONI & SÜSS MICROTEC
06. BEOBACHTETE WERTE
07. DISCLAIMER / HAFTUNGSAUSSCHLUSS UND RISIKOHINWEISE
08. AN-/ABMELDUNG
==============================================================
01.INFO-KICKER: VORTEIL DER DIVERSIFIZIERUNG
==============================================================
Liebe Börsenfreunde,
15,2% liegt der Heibel-Ticker seit Jahresbeginn vorne, der DAX
nur 15%. Noch vor zwei Wochen stand der DAX mit 21% im Plus,
der Heibel-Ticker „nur“ mit 14,2%. In diesen Tagen zeigt sich
der Vorteil eines diversifizierten Portfolios: Es ist
nervenschonend. Und dank einiger heißer Kandidaten in unserem
spekulativen Portfolio und im Tradingbereich können wir die
Gesamtperformance auf einem hohen Niveau halten. Ich denke, das
gibt es in dieser Form in keinem anderen deutschsprachigen
Börsenbrief.
Sie kennen mich: Ab und zu muss ich mich selbst auch mal loben.
Ich könnte auch die Lobeshymnen des Kundenfeedbacks hier
abdrucken, doch das würde den Rahmen sprengen :-)
So lehne ich mich heute ziemlich weit aus dem Fenster, indem
ich Ihnen gleich drei Meldungen der Medien als
Fehlinterpretationen darlege. Näheres dazu finden Sie in
Kapitel 02. Dort lesen Sie auch meinen vielleicht verfrühten,
doch vermutlich nicht falschen Nachruf auf Research in Motion,
Yahoo! und eine Reihe von Solarfirmen wie Phoeinx Solar, Payom
Solar, Conergy, Centrotherm und die Solarworld.
In Kapitel 03 gebe ich Ihnen eine aktuelle Einschätzung zu den
Tech-Giganten SAP, Microsoft, Intel und Tibco. Hier hilft es
die Geschichte der Unternehmen zu kennen, um die
Aktienentwicklung besser abschätzen zu können.
In Kapitel 04 lesen Sie meine charttechnische Monatsbetrachtung
zu den wichtigsten Indizes. Inzwischen sind eine Reihe weiterer
Indizes in die Betrachtung eingeflossen, so dass Sie durch
diese monatliche Betrachtung einen umfangreichen Überblick über
die technische Verfassung der Finanzmärkte erhalten.
Das TV-Interview handelte diese Woche von Leoni und Süss
MicroTec. Leoni investiert in den Ausbau seiner asiatischen
Produktionskapazitäten um die Automobilindustrie weiterhin
verlässlich mit Kabelsträngen beliefern zu können. Besonders
attraktiv ist für Leoni der Schwenk zu Elektroautos, die ein
Vielfaches an Kabeln benötigen.
Süss MicroTec treibt die Konsolidierung in der kleinen Branche
voran und baut sein Knowhow aus.
Wie immer gibt es einige wichtige Updates in Kapitel 06 zu
unseren offenen Positionen, die Sie nicht verpassen dürfen.
Die PDF-Version dieser Ausgabe wird Ihnen ab morgen früh im
Archiv sowie unter dem folgenden Link zur Verfügung stehen:
http://www.heibel-ticker.de/downloads/hts120405.pdf
Nun wünsche ich eine anregende Lektüre und fröhliche Ostertage
im Kreise der Familie,
take share, Ihr
Börsenschreibel
Stephan Heibel
Chefredakteur und
Herausgeber des
Heibel-Ticker
==============================================================
02. SO TICKT DIE BÖRSE: FEHLINTERPRETATIONEN
==============================================================
Die Märkte erlebten einen fulminanten Start ins Jahr 2012, und
wenn sich Ihr Einkommen nach Jahresperformance richten würde,
dann würden auch Sie zu diesem Zeitpunkt Gewinne sichern und
sich auf einen ruhigen Sommer mit weniger „Leverage“, also
weniger riskanten Positionen vorbereiten.
Noch vor zwei Wochen war das Portfolio des Heibel-Tickers mit
14% im Plus während der DAX schon bei 21% stand. Heute steht
unser Portfolio bei plus 15,2%, der DAX hat nur noch 15% seit
Jahresbeginn zugelegt. Wäre es also auch für Ihren Autor nun
der richtige Zeitpunkt, alles zu liquidieren und sich nach den
anstrengenden vergangenen Jahren einmal einen schönen Sommer zu
leisten?
Ganz ehrlich? Nein. Das ist die Denke von Tradern, von
Hedgefonds und von Spekulanten. Mit unserem diversifizierten
Portfolio sind wir überdurchschnittlich gut durch die Krisen
der vergangenen Jahre gesegelt. Das hat unsere Nerven geschont,
und so werden wir auch weiterhin mit kleinen Schritten unser
Portfolio stets an die aktuellen Gegebenheiten anpassen.
Doch dieses besonnene Vorgehen ist an der Börse eher selten zu
sehen. Und so ist in dieser Woche die Skepsis gegenüber einer
Fortsetzung der Rallye aufgekommen. Mehrere Ereignisse haben
für Verunsicherung gesorgt.
So sprach US-Notenbankchef Ben Bernanke davon, die lockere
Geldpolitik nicht weiter zu lockern. Er wolle zunächst
abwarten, ob die bislang eingeführten Maßnahmen ausreichen, um
nicht nur die Wirtschaft zu stabilisieren sondern nun auch den
Arbeitsmarkt anzukurbeln.
Wenn Sie einen Grill anfachen und Brennspiritus auf die Kohle
geschüttet haben, dann warten Sie doch auch zunächst einmal ab,
ob die Kohle nun selbst auch Feuer fängt, bevor Sie in die
angefachte Flamme einen weiteren Becher Spiritus schütten,
oder? Nichts anderes tut Bernanke.
Doch Spekulanten sind enttäuscht darüber, dass kein QE3
(quantitativ easing III. – dritte Runde der Geldlockerung)
verkündet wurde und verkaufen ihre Aktienpositionen...
...oder haben etwa nur die Medien diesen vermeintlichen Grund
aufgetan, nachdem die Kurse im Minus waren? In meinen Augen
braucht es kaum einen Anstoß um Spekulanten zum Realisieren
ihrer Gewinne zu veranlassen. Bernanke zumindest hat in meinen
Augen keinen ausreichenden Grund geliefert, zumal wir uns
sicher sein können, dass er zur Stelle sein wird, wenn die
Wirtschaft wider Erwarten erneut zu straucheln beginnen sollte.
Dann war schon eher die Umsatz- und Gewinnwarnung von Sandisk
ein Grund für einen Ausverkauf: Der Hersteller der SSD
Festplatten (Flash-Drives) hat seine Prognose für das laufende
erste Quartal deutlich gesenkt. Eine heftige Überraschung, hat
man doch gedacht, dass Sandisk als größter Anbieter der SSDs
automatisch am Erfolg von Apples iPads und iPhones
partizipieren würde.
Doch weit gefehlt: Apple ist ein Kunde, der seine Zulieferer
nicht gerade mit Samthandschuhen anfasst. Wir alle haben doch
schon davon gehört, dass Unternehmen von der Zuliefererliste
Apples flogen allein aus dem Grund, weil sie öffentlich Details
über den Vertrag bekanntgegeben haben. Da ist es nicht schwer
vorstellbar, dass Sandisk zwar große Volumina an Apple liefert,
aber zu Preisen, mit denen sich kaum ein Gewinn erzielen lässt.
Den Gewinn müssen Apple-Zulieferer häufig dann bei anderen
Kunden erzielen. Vielen ist dies auch ein Leichtes, da man dank
der großen Volumina durch den Apple-Auftrag über geringere
Stückpreise verfügt als die Konkurrenz. Und das hätte
eigentlich auch bei Sandisk zu einem guten Kundenstamm führen
müssen.
Das ist jedoch nicht der Fall, wie wir diesen Mittwoch
erfuhren. So grübeln nun Investoren darüber, ob die
Umsatzwarnung auf eine geringere Nachfrage durch Apple
zurückzuführen ist, oder ob Sandisk seinen strategischen
Vorteil einfach nicht gewinnbringend umsetzen kann.
Meine Meinung? Letzteres. Egal welchen Bericht über die iPhone-
und iPad-Nachfrage ich lese, die Absatzzahlen übersteigen
jegliche Erwartungen. An Apple liegt es nicht. Somit ist wohl
schlechtes Management bei Sandisk verantwortlich für die
Misere.
Eine mutige Behauptung, denn ich stehe damit wieder einmal
recht einsam da. Doch ich finde diese Interpretation
nachvollziehbar, insbesondere vor dem Hintergrund der Meldungen
über Absatzprobleme bei der Konkurrenz, die wir im Bereich der
Touchpads immer wieder erhalten.
Erinnern Sie sich an die Berichte der Touchpad-Flut zum Ende
des vergangenen Jahres? Produzenten hatten weitaus größere
Mengen an Bauteilen geordert, als sie letztlich dann für ihre
Produktion abriefen. Es stellte sich heraus, dass der gesamte
Touchpadmarkt mit Ausnahme der iPads betroffen war. iPads
hatten den Markt überrollt.
Dass Sandisk heute noch unter dieser Entwicklung leidet, wirft
ein schlechtes Licht auf das Management. Inzwischen hätte man
sich auf die Dominanz des iPads einstellen müssen und
vorsichtiger planen sollen. Wie gesagt, die Interpretation,
dass Sandisks Umsatzwarnung eine schwäche im Touchpadmarkt
signalisiere, halte ich für einen Fehler. Nach Bernanke der
zweite Fehler.
Und es gab noch einen dritten Fehler, der sich standhaft in den
Medien hält, insbesondere in den angelsächsischen Medien, deren
Spanischkenntnisse schlecht sein müssen.
Der spanische Ministerpräsident Mariano Rajoy hat von einer
extrem schwierigen Situation für sein Land gesprochen. „Spanien
befindet sich in einer wirtschaftlichen Situation mit extremen
Schwierigkeiten, ich wiederhole, extremen Schwierigkeiten“,
sagte er auf einer Parteisitzung in Malaga. „Wer das nicht
versteht, macht sich etwas vor...die Alternative“
(Schuldenschnitt, Anm. Ihres Autors) „sei unendlich schlimmer“.
In den Medien wird nun davon gesprochen, dass der spanische
Premier sein Land auf einen Schuldenschnitt vorbereite, indem
er bereits offen darüber spreche.
Anlass für die erneuten Sorgen über Spanien ist eine Auktion
dieser Woche, bei der von 2,5 bis 3,5 Mrd. Euro geplantem
Emissionsvolumen mit 2,59 Mrd. Euro nur die untere Marke
erreicht wurde. Der Zinssatz der bis Oktober 2016 laufenden
Anleihe betrug 4,319% nachdem eine vergleichbare Auktion vor
einem Monat noch für 3,376% an den Mann gebracht werden konnte.
Ja, Spanien hat Probleme. Ja, die Arbeitslosigkeit beträgt dort
über 20%. Und ja, es gibt auch in meinen Augen eine Reihe von
berechtigten Kritikpunkten an Spaniens Vorgehen (zu zaghaft)
sowie an der Strategie der EU. Doch mit keinem Wort hat der
spanische Premier sein Volk auf einen Schuldenschnitt
vorbereitet. Vielmehr hat er Durchhalteparolen verbreitet.
Im Detail hat sich wieder einmal kaum jemand die Worte
angeschaut. Lediglich die Fehlinterpretation wurde weiter
verarbeitet, und so stand am Ende des Tages oftmals sogar ein
falsches Zitat in der Schlagzeile: „Spaniens Premier hält
Schuldenschnitt für die bessere Alternative“.
Wenn Hedgefonds auf 20% Kursgewinn sitzen, dann brauchen sie
manchmal gar keinen Grund um zu verkaufen. Man verkauft einfach
und überlässt es den Medien, nach Gründen zu suchen. Diverse
Fehlinterpretationen sind die Folge.
Fehlinterpretationen, für die wir Europäer jedoch leider die
Türen öffnen. Statt endlich Konjunkturprogramme für die
überschuldeten Club-Med Länder aufzulegen, wird nur über die
Höhe des Hilfsfonds ESM diskutiert. Ein Hilfsfonds, der von
erfolgsverwöhnten Spekulanten als neuer Spekulationsort
betrachtet wird. Je größer, desto besser. Bei den
Milliardensummen, die von Hedgefonds inzwischen verschoben
werden, gibt es ja kaum noch gleichwertige Gegenspieler, und
der ESM sorgt dafür, dass ein Spiel gegen überschuldete EU-
Staaten nicht schon nach wenigen Tagen endet sondern vielleicht
über Monate andauern kann.
Die Politik hat dieses Problem vorübergehend erkannt, als man
begann, das Spielfeld mit neuen Regularien auszustatten – auch
gegen den Widerstand Englands! Doch die Transaktionssteuer ist
heute wieder in weite Ferne gerückt. Das entschiedene Vorgehen
Deutschlands, das Spekulanten tatsächlich einige Monate davon
abhielt, gegen EU-Staaten zu spekulieren, hat sich in Luft
aufgelöst... und so kommen die Spieler zurück.
Keine strengeren Regularien, keine Konjunkturprogramme.
Stattdessen: Sparzwang in sämtlichen Club-Med Ländern, die zu
sozialen Spannungen führen. Forderungen nach Steuererhöhungen
in den Club-Med Ländern, die auch an die Rücklagen der
gebeutelten Bürger gehen. Gleichzeitig wird insbesondere hier
in Deutschland stets das Inflationsgespenst an die Wand gemalt,
so dass die Geldpolitik doch bitteschön möglichst restriktiv
bleiben solle.
Also zuerst sparen, Steuern erhöhen und Geld verknappen. Nach
wie vor höre ich nichts über eine Konjunkturhilfe für die Club-
Med Länder oder strengere Regularien für die Finanzmärkte.
Wundern Sie sich da, dass die europäischen Finanzmärkte ein
leichtes Opfer für internationale Spekulanten sind?
Einen wirklichen Grund gab es dennoch in dieser Woche: Heute
wurden Zahlen zur Industrieproduktion in Deutschland
veröffentlicht. Diese fielen schlechter aus als erwartet.
Deutschland ist die Lokomotive Europas, der Fels in der
Brandung. Wenn nun selbst Deutschland, das seinen Erfolg
stärker denn je auf den Export baut, Probleme bekommt, dann
geht es mit dem Rest Europas ganz schnell zu Ende, folgern
internationale Anleger.
Schauen wir einmal, wie sich die einzelnen Indizes diese Woche
entwickelt haben:
WOCHENPERFORMANCE DER WICHTIGSTEN INDIZES:
INDIZES 29.03.12 DIFF
Dow Jones 13.075 -0,5%
DAX 6.784 -1,3%
Nikkei 9.768 -3,4%
Euro/US-Dollar 1,315 -1,1%
Euro/Yen 108,186 -1,1%
10-Jahres-US-Anleihe 2,24% 0,1
Umlaufrendite Dt 1,50% 0,0
Feinunze Gold USD $1.623,75 -2,0%
Fass Brent Öl USD $123,28 0,8%
Kupfer in US$/to 8.396 0,4%
Baltic Dry Shipping I 926 0,4%
Der Goldpreis ist um 2% eingeknickt und notiert nur noch knapp
über 1,600 USD/Oz. Diese Marke wird von Charttechnikern als
wichtig bezeichnet, ein Unterschreiten könnte einen weiteren
Ausverkauf nach sich ziehen.
Von mir aus gerne, sind meine Gedanken dazu, dann können wir
noch günstiger nachkaufen. Denn auch wenn Bernanke vorerst kein
QE3 unternimmt, so sind die Geldmengen international doch alles
andere als rückläufig. Und selbst wenn Indien den Kauf von Gold
rationiert, so ist das mit Sicherheit kein geeignetes Mittel,
um den Goldpreis zu drücken. Politische Börsen haben kurze
Beine, sagt man, und so ist ein Ausverkauf im Gold in meinen
Augen eine Nachkaufgelegenheit. Je heftiger, desto besser. Wenn
Sie immer nur schrittweise einkaufen gehen, laufen Sie nicht
Gefahr, irgendwann kein Pulver mehr zu haben.
Die Entwicklungen an den Rohstoffmärkten betrachte ich mit
einem weinenden und einem lachenden Auge. Kupfer und Öl steigen
wieder weiter an. Das ist auf der einen Seite ein nicht
überraschendes Zeugnis für die weltweit intakte Konjunktur.
Doch auf der anderen Seite laufen wir bei diesen Preisen
Gefahr, dass die Konjunktur abgewürgt wird. Insbesondere ein
hoher Ölpreis wirkt wie eine zusätzliche Steuer.
Sollte es also in den nächsten Wochen einmal zu einem
Ölpreisrückgang kommen, dann würde ich darin nicht gleich den
Vorboten einer weltweiten Rezession sehen, sondern vielmehr
eine erfreuliche Korrektur auf ein verträglicheres Niveau.
Davon abgesehen sehe ich die Chancen für einen deutlichen
Ölpreisrückgang als sehr gering an. In der Monatsbetrachtung
(Kapitel 04) habe ich Ihnen zudem eine mögliche Begründung für
den großen Preisunterschied zwischen dem US-Texas-Öl und dem
Nordseeöl geliefert.
Schauen wir einmal, wie sich die Stimmung unter Anlegern und
Analysten entwickelt:
SENTIMENTDATEN
Analysten
Empfehlungen (Anzahl Empfehlungen):
Kaufen / Verkaufen
16.03.- 23.03. (233): 53% / 13%
23.03.- 30.03. (229): 46% / 18%
30.03.- 05.04. (153): 47% / 12%
Kaufempfehlungen der Analysten
HamburgHafen Log., Daimler, ProSiebenSat1
Verkaufsempfehlungen der Analysten
Research in Motion, Philips Electr., Vossloh
Privatanleger
12. KW: 62% Bullen (152 Stimmen)
13. KW: 70% Bullen (193 Stimmen)
14. KW: 65% Bullen (177 Stimmen)
Kaufempfehlungen der Privatanleger
Credit Agricole, Total, Soitec S.A.
Verkaufsempfehlungen der Privatanleger
Q-Cells, Gemalto N.V., Autodesc
Die Sentiment-Daten wurden in Zusammenarbeit mit Sharewise
erstellt:
http://www.sharewise.com?heibel
Die Bullen bleiben in Ihren Höhlen während erste Bären ihren
Sieg feiern. Die Stimmung gibt derzeit beides her, sowohl ein
Ende der kurzen Korrektur, als auch eine Fortsetzung. Ich
werde im nächsten Kapitel auf meine Einschätzung zu dieser
Frage eingehen.
TOP ANALYSTENZIELE
Sie wollen wissen, was die Analysten im Einzelnen für Aussagen
treffen und wo sie die größten Chancen sehen? Ich habe für Sie
ab sofort jede Woche eine Übersicht der Analysen mit den
höchsten Kurszielen ausgearbeitet. Die Liste zeigt ganz einfach
an, wo das aktuelle Kursziel des Analysten prozentual am
meisten über dem aktuellen Kurs liegt:
Firma Analyse vom Kurs Ziel Upside
PVA TEPLA 03.04 3,78€ 6,40€ 69,31%
4SC AG 02.04 2,49€ 4,00€ 60,64%
COMMERZBANK 03.04 1,76€ 2,70€ 53,41%
METRO AG 02.04 27,57€ 40,00€ 45,09%
TUI AG 04.04 5,40€ 7,80€ 44,44%
SALZGITTER 04.04 39,43€ 56,00€ 42,02%
HEIDELDRUCK..02.04 1,41€ 2,00€ 41,84%
Es handelt sich um Analysen aus dieser Woche. Bitte genießen
Sie diese Übersicht mit Vorsicht. Sie wissen ja, dass häufig
auch ein Eigeninteresse des Analysten für eine rosa Brille
sorgen kann, weshalb Analysteneinschätzungen tendenziell
optimistischer ausfallen als es die Realität anschließend
erlauben würde. Aber die Übersicht gibt einen Eindruck darüber,
wo die Erwartungen mit dem aktuellen Kurs am weitesten
auseinander liegen. Wer letztlich Recht haben wird, der Analyst
oder die Anleger, die den Kurs machen, ist in jedem Einzelfall
individuell zu beurteilen.
Zuletzt hatte ich einmal im September 2010 einen Nachruf
geschrieben. Damals auf Hewlett Packard, der Kurs ist
inzwischen von 43 auf 23 USD gefallen, und Dell, der Kurs
konnte sich bei 16 USD halten.
Beginnen wir heute mit Yahoo!: Eine tolle Firma mit unglaublich
wichtigen Web-Diensten. Ich nutze beispielsweise Yahoo! Finance
täglich. Doch seit 2009 pendelt der Kurs um 15 USD, und alle
sechs Wochen lese ich Analysen, die von einer Bodenbildung
sprechen. „Jetzt bricht die Aktie nach oben aus...“, ist im
englischsprachigen Internet immer wieder zu lesen.
Doch Yahoo! ist so komplex, dass eigentlich niemand so recht
weiß, was für eine Strategie hinter dem Sammelsurium an
Angeboten steckt. Und wenn ich mir dann die Investitionen der
Wettbewerber anschaue, die Strategien, die Innovationen und
Tests, dann ist Yahoo! von einer Auferstehung wesentlich weiter
entfernt als wir von Ostern.
Es ist nur zu menschlich nach dem Halm zu greifen, der die
eigene Position im Portfolio endlich nochmals ein wenig anheben
soll. Doch darauf würde ich bei Yahoo! nicht warten.
Research in Motion hat noch 77 Millionen Kunden, die das
Blackberry überwiegend für ihre geschäftlichen Belange nutzen.
Treue Kunden, die mit Sicherheit nicht von heute auf morgen zum
iPhone, zu einem Samsung- oder HTC-Gerät wechseln. Können sie
nämlich nicht wegen der Vertragslaufzeiten :-), und ich
erwarte, dass von diesen 77 Millionen in zwei Jahren nur noch
wenige übrig sein werden.
So wie die Verträge auslaufen, so werden die Kunden von
Research in Motion weglaufen. Ein Unternehmen nach dem anderen
bietet seinen Mitarbeitern nun auch den Support für das iPhone
an, und so wird der dramatische Wechsel sich eben über einen
längeren Zeitraum hinziehen, wenngleich die Entscheidung bei
den meisten Kunden bereits gefallen sein dürfte.
Research in Motion wird den Pfad von Nokia und Motorola
beschreiten.
Kommen wir zum dritten Kandidaten, den Namen kenne ich noch
nicht genau. Doch ich habe so eine Vermutung.
Es mag sarkastisch klingen, wenn ich hier das Lied der zehn
kleinen Negerlein anstimme – doch Sie sollten die Wut hören,
die in meiner Stimme mitschwingt, wenn ich singe. Wut über die
Politik, die einmal mehr bewiesen hat, dass man auf sie nicht
zählen kann.
Planungssicherheit sollte das Erneuerbare Energien Gesetz (EEG)
der Branche verschaffen, versprach Altkanzler Schröder. Nun,
die Planungssicherheit wurde von den Chinesen genutzt, um eine
gigantische Solarbranche aufzubauen, die mit deutschen
Stromzahlern finanziert wurde.
Inzwischen ist die chinesische Solarbranche so groß, dass
deutsche Wettbewerber keine Chance haben. Zudem wurden deutsche
Solarfirmen im Regen stehen gelassen als sie auf der Basis des
EEG ihre Investitionen planten und nunmehr durch die
beschleunigten Förderkürzungen den Boden unter den Füßen
entzogen bekamen. Es gibt keine Ausgleichsmaßnahmen der Politik
für diesen Betrug an der Branche.
So können wir nun zusehen, wie ein Solarunternehmen nach dem
anderen die Waffen streckt: Solon, Solar Millennium,
Solarhybrid und Ralos sind die ersten vier gewesen.
Diese Woche kam noch Q-Cells hinzu, der einst weltweit größte
Produzent von Solarmodulen. Ein Vorzeigeunternehmen
Deutschlands. Insolvent.
Fehlen noch Phoenix Solar, die ebenfalls diese Woche mit
schlechten Meldungen an die Presse gingen. Payom Solar und
Conergy (zappelt noch, und das schon seit Jahren). Da waren’s
nur noch zwei.
Zwei kleine Solarfirmen die gingen mal nach China (Centrotherm
macht dort über 90% seines Umsatzes). Dort wurde die Technik
abgekupfert, da war es nur noch eine.
Eine kleine Solarfirma, die stützte sich auf die Energiewende
(Solarworld bietet Carports mit Solardächern und in den Boden
versenkten Batterien zum Speichern als Kompaktlösung an). Doch
die Regierung ließ weiter Kohlekraftwerke bauen, da waren sie
alle weg...
...ja, anders als im bekannten Lied gibt es hier kein Happy
End, die Arbeitsplätze sind verloren. Insbesondere der Verlust
von Centrotherm und der Solarworld würden mich schmerzen, da
hier das Knowhow besonders wichtig für das Geschäft ist –
anders als bei Q-Cells, denn die Produktion selbst ist
letztlich nicht sehr kompliziert und kann am besten in
Niedriglohnländern erfolgen.
Zur Zeit bestehen die Energiewende wie die europäische Rettung
aus Sparmaßnahmen ohne Auffangprogramm. Ich hoffe, dass die
Politik diesen Fehler erkennt bevor Centrotherm und Solarworld
von der Bildfläche verschwinden.
==============================================================
03. AUSBLICK: MICROSOFT, INTEL, SAP & TIBCO
==============================================================
Der Ausblick bleibt den zahlenden Abonnenten des
Heibel-Ticker PLUS vorbehalten. Bitte haben Sie Verständnis
dafür, aber ohne eine kleine Einnahmequelle kann ich diesen
Dienst nicht aufrecht erhalten.
***************************WERBUNG****************************
Hier im Heibel-Ticker Standard erhalten Sie überwiegend
vergangenheitsbezogene Erklärungen von mir. Detaillierte
Analysen und Einschätzungen über die künftige Börsen-
entwicklung gibt es nur im kostenpflichtigen Heibel-Ticker
PLUS. Das Angebot für die zahlenden Abonnenten des Heibel-
Ticker PLUS baue ich kontinuierlich weiter aus und komme
dabei insbesondere den Wünschen meiner Kunden nach.
Inzwischen bietet das Heibel-Ticker PLUS Abonnement
folgende Zusätze:
INTERNET: Kundenbereich
- täglich aktuelle Einschätzungen zu den Meldungen, die
unsere offenen Positionen betreffen
- einen Chart für jede offene Position, um die Kurssituation
schneller zu erfassen
- die Möglichkeit, nur die 10 neuesten Kommentare zu den
offenen
Positionen anzeigen lassen.
- Sie können sich aus den empfohlenen Werten Ihr eigenes
Musterportfolio zusammenstellen, um gezielter und schneller
die für Sie relevanten Neuigkeiten zu sehen.
Weiterhin erhalten meine Kunden eine übersichtliche Tabelle
über alle offenen Positionen mit der jeweiligen
Wochenperformance sowie Performance seit Empfehlung und
mit einer Übersicht über die anstehenden Aktivitäten wie
Stopp Loss nachziehen oder verkaufen bzw. kaufen.
Kurz nach dem Versand des Heibel-Ticker PLUS wird Online
eine PDF-Version zur Verfügung gestellt, die zusätzlich
Charts von den besprochenen Aktien und Indizes sowie
Rohstoffen
enthält. Darüber hinaus wird die Liste der offenen Positionen
tabellarisch wesentlich übersichtlicher dargestellt als in der
„nur-Text“-Version möglich.
Den Reaktionen meiner Kunden entnehme ich, dass der
Heibel-Ticker PLUS die Bedürfnisse von Anlegern gezielt
und verständlich sowie fundiert und erfolgreich befriedigt.
Schauen Sie sich das neue Angebot einmal mit einem
Schnupperangebot (6 Wochen zu 16 Euro) an. Es würde mich
freuen, wenn ich Sie als neuen Abonnenten gewinnen kann.
Für eine Jahresgebühr von 120 Euro erhalten Sie ein
Jahresabonnement sowie einen Vorzugspreis für sämtliche
Sonderanalysen, die in unregelmäßigen Abständen
veröffentlicht werden. Viele Sonderanalysen stelle ich den
Heibel-Ticker PLUS Kunden sogar kostenfrei zur Verfügung.
Falls Ihnen ein Jahr zu lang erscheint, dann können Sie den
Heibel-Ticker PLUS auch zunächst für ein halbes- oder viertel
Jahr bestellen. Oder bestellen Sie einfach das Schnupperabo.
Geben Sie bitte den folgenden Link in Ihren Browser ein und
bestellen Sie unter
http://www.heibel-ticker.de/bestellung.php
**********************ENDE WERBUNG****************************
==============================================================
04. MONATSBETRACHTUNG: DAX, DOW JONES, NIKKEI, US-DOLLAR,
YEN, GOLD, ÖL, UMLAUFRENDITE
==============================================================
DAX - 6.946
Im Laufe des März hat sich wieder eine stärkere Reaktion der
Märkte auf Nachrichten gezeigt. Einzelne Indizes befinden sich
kurzfristig noch in einem Aufwärtstrend, andere bereits in
einem Abwärtstrend, vielfach kann aber die aktuelle Entwicklung
auch als Seitwärtstrend interpretiert werden.
Häufig erzielt der DAX im April nochmals deutliche Kursgewinne,
was mit der Dividendensaison (viele Dividendenzahlungen
erfolgen in diesem Zeitraum) erklärt werden kann, bevor es im
Sommer zu einer eher schwachen Entwicklung kommt. Die
Ausschüttungen sind gegenüber dem letzten Jahr sogar deutlich
angestiegen. Im Gegensatz dazu erfolgen die Ausschüttungen bei
vielen US-Aktien quartalsweise, was den dividendenbedingten
Einfluss auf die Kurse wesentlich reduziert. Dennoch ist gerade
an der Wallstreet das Sprichwort „Sell in May and go away“
(Verkaufe im Mai und kehre der Börse den Rücken) bekannt und
stellt sich häufig auch als passend heraus.
Die starke Entwicklung der letzten Monate führt dazu, dass
negative Nachrichten den Kurs drücken können. Die
überdurchschnittlich starke Reaktion beim DAX auf die
Notenbankpolitik der FED ist schon bemerkenswert und erlaubt es
Anlegern, noch kurz vor Start der Dividendensaison zu
vergleichsweise günstigen Preisen einzusteigen.
Während sich die Preise von Gold, Silber und WTI Crude Oil eher
schwach entwickelten, deuten die Kurse bei Kupfer und Brent
Crude Oil eher auf steigende Preise hin.
Fakten März:
29.02.2012: 6.856,1
30.03.2012: 6.946,8 (Unterschied: 90,8 bzw. 1,3%)
16.03.2012: Hoch bei 7.194,3
07.03.2012: Tief bei 6.612,6 (Schwankung: 581,7 bzw. 8,5%)
Fakten 1. Quartal 2012:
30.12.2011: 5.898,4
30.03.2012: 6.946,8 (Unterschied: 1.048,5 bzw. 17,8%)
16.03.2012: Hoch bei 7.194,3
09.01.2012: Tief bei 5.987,8 (Schwankung: 1.206,6 bzw. 20,5%)
Unterstützungen: 6610 / 6430 / 6180
Widerstände: 6830 / 7000 /7200 / 7600
Die Aktienmärkte befinden sich kurzfristig in einem klaren
Abwärtstrend. Seit dem Hoch vom 16.3. kam es sukzessive zu
immer niedrigeren Hochs und Tiefs, Anfang April wurde nun auch
die Unterstützung bei 6.830 Punkten nach unten verlassen. Auf
Monatssicht ist noch ein kleines Plus übrig geblieben. Im
längerfristigen Wochenchart sieht die Korrektur noch
vergleichsweise harmlos aus, die übergeordnete Aufwärtswelle
beginnt am 27.11.2011 bei 5.366 Punkten und reicht bis zum Hoch
vom 16.3. bei 7.194 Punkten. Das ergibt insgesamt einen
Kursanstieg von 1.828 Punkten seit November, +34%. Da sieht
eine Korrektur von 400 Punkten noch recht bescheiden aus.
SDAX, MDAX und TecDAX haben auch deutlich nachgegeben, hier
wurden aber wichtige Unterstützungen noch nicht unterschritten.
Das deutet darauf hin, dass der Ausverkauf vorwiegend von US-
Investoren ausgeht, die gleichzeitig auf Währungsdifferenzen
achten müssen. Internationale Anleger halten sich nämlich eher
an die großen DAX-Unternehmen, als dass sie bei unseren
kleineren Unternehmen nach Perlen schauen.
Die Monatsentwicklung des VDAX, ein Indikator für die
Unsicherheit der Marktteilnehmer, ist im März überwiegend unter
der wichtigen Grenze von 20 verlaufen. Heute ist der VDAX
agesichts des Kurseinbruchs auf 21,83 gestiegen. Das ist zwar
noch nicht kritisch, aber zumindest ein Warnzeichen.
VDAX Fakten:
29.02.2012: 21,02
30.03.2012: 18,81 (Unterschied: -02,21 bzw. -10,5%)
06.03.2012: Hoch bei 24,08
19.03.2012: Tief bei 17,73 (Schwankung: 06,35 bzw. 30,2%)
DOW JONES - 13.212
Fakten März:
29.02.2012: 12.952,1
30.03.2012: 13.212,0 (Unterschied: 259,9 bzw. 2,0%)
16.03.2012: Hoch bei 13.289,08
06.03.2012: Tief bei 12.734,9 (Schwankung: 630,5 bzw. 4,9%)
Fakten 1. Quartal 2012:
30.12.2011: 12.217,6
30.03.2012: 13.212,0 (Unterschied: 994,4 bzw. 8,1%)
16.03.2012: Hoch bei 13.289,08
03.01.2012: Tief bei 12.221,2 (Schwankung: 1.110,6 bzw. 9,1%)
Unterstützungen: 13000 / 12735 / 12280 / 11740
Widerstände: 13300 / 14200
Der Dow Jones Industrial Average hat mit seinem Hoch vom 2.
April bei 13.297 Punkten ein neues Mehrjahreshoch erzielt, er
lag damit deutlich über dem Hoch vom Mai 2008 bei 13136
Punkten. Höhere Kurse gab es nur im Jahr 2007. Bereits am 16.
März war der Kurs bis in diesen Bereich gestiegen und hat
seither einen Seitwärtstrend zwischen 13.000 und 13.300 Punkten
ausgebildet. Der Aufwärtstrend könnte durch eine
Seitwärtsbewegung in diesem Bereich verlassen werden, wenn
diese lange genug anhält. Der gleitende Durchschnitt der
letzten 38 Tage verläuft bei etwa 13.030 Punkten und bietet
damit Unterstützung.
S&P 500 - 1.408
Fakten März:
29.02.2012: 1.365,7
30.03.2012: 1.408,5 (Unterschied: 42,8 bzw. 3,1%)
27.03.2012: Hoch bei 1.419,2
06.03.2012: Tief bei 1.340,0 (Schwankung: 79,1 bzw. 5,8%)
Fakten 1. Quartal 2012:
30.12.2011: 1.257,6
30.03.2012: 1.408,5 (Unterschied: 150,9 bzw. 12,0%)
27.03.2012: Hoch bei 1.419,2
03.01.2012: Tief bei 1.258,9 (Schwankung: 160,3 bzw. 12,7%)
Unterstützungen: 1386 / 1335 / 1295
Widerstände: 1422 / 1440 / 1576
Der S&P 500 konnte das Hoch vom 19. Mai 2008 bei 1.440 Punkten
noch nicht überwinden und blieb mit dem Hoch vom 2. April bei
1.422 Punkten noch deutlich darunter. Hier lässt sich noch ein
flacher Aufwärtstrend ausmachen, solange der Kurs nicht unter
1.392 Punkte fällt.
NASDAQ100 - 2.755
Fakten März:
29.02.2012: 2.623,1
30.03.2012: 2.755,3 (Unterschied: 132,2 bzw. 5,0%)
28.03.2012: Hoch bei 2.794,0
06.03.2012: Tief bei 2.575,1 (Schwankung: 218,9 bzw. 8,3%)
Fakten 1. Quartal 2012:
30.12.2011: 2.277,8
30.03.2012: 2.755,3 (Unterschied: 477,4 bzw. 21,0%)
28.03.2012: Hoch bei 2.794,0
04.01.2012: Tief bei 2.307,6 (Schwankung: 486,4 bzw. 21,4%)
Unterstützungen: 2652 / 2440 / 2150
Widerstände: 2795 / 3000
Auch der Technologieindex NASDAQ 100 ist nun unterhalb von
2.800 Punkten in einen Seitwärtstrend im Bereich von 2740 bis
2795 Punkten übergegangen, ist aber heute im Begriff, unter
diese Marke zu fallen. Wesentlichen Anteil an der
Kursentwicklung hatte Apple, die Aktie erreichte am 3. April
ein neues Allzeithoch oberhalb von 632 Dollar.
NIKKEI - 10.084
Fakten März:
29.02.2012: 9.723
30.03.2012: 10.084 (Unterschied: 360 bzw. 3,7%)
27.03.2012: Hoch bei 10.255
07.03.2012: Tief bei 9.509 (Schwankung: 746 bzw. 7,7%)
Fakten 1. Quartal 2012:
30.12.2011: 8.455
30.03.2012: 10.084 (Unterschied: 1.628 bzw. 19,3%)
27.03.2012: Hoch bei 10.255
06.01.2012: Tief bei 8.349 (Schwankung: 1.906 bzw. 22,5%)
Unterstützungen: 9800 / 9500 / 9000 / 8730 / 8136
Widerstände: 10.000 / 10.255 / 10.900
Der Nikkei hat im März die 10.000-Punkte-Marke und sogar das
Hoch vom Juli 2011 bei 10208 Punkten überwinden können, ist
aber mit der Korrektur vom 4. April mit einer großen Kurslücke
deutlich unter diese Marke gefallen und bewegt sich etwas
oberhalb des gleitenden Durchschnitts der letzten 38 Tage.
Obwohl sich damit kurzfristig ein Abwärtstrend anbahnt, bleibt
es mittelfristig noch klar bei einem Aufwärtstrend.
Hang Seng - 20.556
Fakten März:
29.02.2012: 21.680
30.03.2012: 20.556 (Unterschied: -1.125 bzw. -5,2%)
01.03.2012: Hoch bei 21.641
30.03.2012: Tief bei 20.374 (Schwankung: 1.267 bzw. 5,8%)
Fakten 1. Quartal 2012:
30.12.2011: 18.434
30.03.2012: 20.556 (Unterschied: 2.121 bzw. 11,5%)
20.02.2012: Hoch bei 21.760
09.01.2012: Tief bei 18.303 (Schwankung: 3.458 bzw. 18,8%)
Der Index der Hongkonger Börse Hang Seng hat im März nicht mehr
an die Hochs vom Februar anschließen können und befindet sich
aktuell in einem flachen Abwärtstrend, hält sich aber noch über
dem gleitenden Durchschnitt der letzten 200 Tage. Man könnte
aktuell auch einen breiten Seitwärtstrend zwischen 20.375 und
21.732 Punkten vermuten. Im Bereich von 21.500 und 21.725
Punkten gibt es aus den Jahren 2011 und 2010 noch Widerstände,
die nicht nachhaltig überwunden wurden.
US-DOLLAR / EURO - 1,33
Fakten März:
29.02.2012: 1,332
30.03.2012: 1,334 (Unterschied: 0,002 bzw. 0,1%)
27.03.2012: Hoch bei 1,338
15.03.2012: Tief bei 1,301 (Schwankung: 0,038 bzw. 2,8%)
Fakten 1. Quartal 2012:
30.12.2011: 1,295
30.03.2012: 1,334 (Unterschied: 0,039 bzw. 3,0%)
29.02.2012: Hoch bei 1,349
13.01.2012: Tief bei 1,263 (Schwankung: 0,086 bzw. 6,6%)
Unterstützungen: 1,31 / 1,297 / 1,263
Widerstände: 1,338 / 1,349-1,36 / 1,39
Trotz wiederholter Anläufe kommt der Euro gegenüber dem Dollar
nicht aus dem Seitwärtstrend heraus, er konnte ihn nur nach
oben ausdehnen. Im Bereich von 1,30 bis 1,31 Dollar je Euro gab
es bisher stets genügend Unterstützung, oberhalb von 1,33
Dollar je Euro reichten negative Meldungen, um den Kurs schnell
wieder in den Bereich von 1,31 Dollar je Euro oder tiefer zu
drücken. Die Erwartung der Marktteilnehmer ist geprägt von
einer hohen Neutralität. Sobald der Seitwärtstrend verlassen
wird, kann der damit verbundene Stimmungswechsel der Teilnehmer
für starke Bewegungen sorgen.
YEN / EURO - 110,53
Fakten März:
29.02.2012: 108,30
30.03.2012: 110,53 (Unterschied: 2,23 bzw. 2,1%)
21.03.2012: Hoch bei 111,41
06.03.2012: Tief bei 105,66 (Schwankung: 5,75 bzw. 5,3%)
Fakten 1. Quartal 2012:
30.12.2011: 99,61
30.03.2012: 110,53 (Unterschied: 10,92 bzw. 11,0%)
21.03.2012: Hoch bei 111,41
16.01.2012: Tief bei 97,02 (Schwankung: 14,39 bzw. 14,4%)
Unterstützungen: 106 / 102 / 97 / 89
Widerstände: 111-112 / 114 / 118 / 123
Seit dem 21. März hat der Euro gegenüber dem Yen kein neues
Hoch mehr ausgebildet und entwickelt sich etwas schwächer, aber
überwiegend seitwärts. Zuletzt wurde mit dem Tief bei 107,9 Yen
je Euro der gleitende Durchschnitt der letzten 38 Tage berührt.
Die Chartformation passt noch gut zu einer zwischenzeitlichen
Konsolidierung in einem Aufwärtstrend. Bei 106 Yen je Euro
verläuft der gleitende Durchschnitt der letzten 200 Tage. Kurse
darunter wären ein klares Zeichen für einen wieder stärker
werdenden Yen, Kurse über 112 Yen je Euro würden auf eine
Fortsetzung des aktuellen Trends hinweisen.
Yen je US-Dollar – 82,84
Fakten März:
29.02.2012: 81,27
30.03.2012: 82,84 (Unterschied: 01,57 bzw. 1,9%)
15.03.2012: Hoch bei 84,15
06.03.2012: Tief bei 80,57 (Schwankung: 03,59 bzw. 4,4%)
Fakten 1. Quartal 2012:
30.12.2011: 76,86
30.03.2012: 82,84 (Unterschied: 05,98 bzw. 7,8%)
15.03.2012: Hoch bei 84,15
01.02.2012: Tief bei 76,01 (Schwankung: 08,15 bzw. 10,6%)
Unterstützungen: 81,5/ 80 / 76
Widerstände: 84 / 85,5 / 95
Das vorläufige Hoch des Dollars gegenüber dem Yen wurde bereits
am 15. März erreicht. Seither bewegt sich der Kurs tendenziell
wieder schwächer. Der tiefste Stand der aktuellen Korrektur
wurde am 3. April auf Höhe des gleitenden Durchschnitts der
letzten 38 Tage bei 81,5 Yen je Euro erreicht. Der steile
Aufwärtstrend wurde durch die Konsolidierung mittlerweile klar
verlassen. Im Bereich von 80 bis 81,5 Yen je Dollar sollte sich
die Kursentwicklung fangen, sonst ist der seit Anfang Februar
ausgehend von 76 Yen je Dollar bestehende Trend ernsthaft in
Gefahr. Der Kurs bewegt sich oft über längere Zeit in einer
sehr engen Spanne seitwärts, die aktuelle Volatilität ist daran
gemessen noch vergleichsweise hoch.
GOLD IN US-DOLLAR - 1.668 USD/Oz
Fakten März:
29.02.2012: 1.694,4
30.03.2012: 1.668,1 (Unterschied: -26,3 bzw. -1,6%)
01.03.2012: Hoch bei 1.726,0
22.03.2012: Tief bei 1.627,8 (Schwankung: 98,3 bzw. 5,8%)
Fakten 1. Quartal 2012:
30.12.2011: 1.564,3
30.03.2012: 1.668,1 (Unterschied: 103,8 bzw. 6,6%)
29.02.2012: Hoch bei 1.790,7
02.01.2012: Tief bei 1.564,1 (Schwankung: 226,6 bzw. 14,5%)
Unterstützungen: 1600 / 1522 / 1480
Widerstände: 1680 / 1700 / 1725 / 1800 / 1920
Der Goldpreis befindet sich seit Ende Februar in einem klaren
Abwärtstrend und hat es abgesehen von kleinern Zwischenhochs
nicht geschafft, die Folge fallender Hochs und Tiefs zu
durchbrechen. Mit dem Tief vom 4. April wurden die wichtigen
Unterstützungen bei 1.640 und 1.625 Dollar je Unze Gold klar
gebrochen. Damit muss man weiter fallende Kurse bis in den
Bereich von 1.560 oder sogar 1.520 Dollar je Unze
einkalkulieren. Es gibt jedoch auch Trendlinien, die auf
aktuellem Niveau Halt bieten könnten. Die Investorenstimmung
hat sich erheblich abgekühlt und steht dem Goldpreis mehr und
mehr kritisch gegenüber. Das war in der Vergangenheit vor einer
Trendwende schon öfters zu beobachten.
ÖL - 123 USD/Fass
Fakten März:
29.02.2012: 122,54
30.03.2012: 122,80 (Unterschied: 0,26 bzw. 0,2%)
01.03.2012: Hoch bei 127,90
06.03.2012: Tief bei 121,09 (Schwankung: 6,81 bzw. 5,6%)
Fakten 1. Quartal 2012:
30.12.2011: 106,07
30.03.2012: 122,80 (Unterschied: 16,73 bzw. 15,8%)
01.03.2012: Hoch bei 127,90
03.01.2012: Tief bei 107,20 (Schwankung: 20,70 bzw. 19,5%)
Widerstände: 126 / 128 / 135 / 144
Unterstützungen: 122 / 120 / 118 / 108 / 101
Der Preis des Nordseeöls konsolidiert seit Anfang März
ansatzweise in einem symmetrischen Dreieck, die Kursausschläge
werden also kleiner. Anders als bei WTI Crude Öl ist kein
Trendbruch erfolgt, die Seitwärtsbewegung ist noch voll intakt
und untermauert die angespannte Lage beim Ölpreis.
WTI-Crude-Oil – 102,8 USD/Fass
Fakten März:
29.02.2012: 106,9
30.03.2012: 102,8 (Unterschied: -4,1 bzw. -3,8%)
01.03.2012: Hoch bei 110,6
29.03.2012: Tief bei 102,1 (Schwankung: 8,4 bzw. 7,9%)
Fakten 1. Quartal 2012:
30.12.2011: 99,4
30.03.2012: 102,8 (Unterschied: 3,4 bzw. 3,5%)
01.03.2012: Hoch bei 110,6
02.02.2012: Tief bei 95,7 (Schwankung: 14,8 bzw. 14,9%)
Widerstände: 104 / 110 / 116 / 120
Unterstützungen: 98 / 96 / 93 / 90
Der Preis von WTI Crude Oil ist unter die wichtige Marke von
104 USD/Fass gefallen, auch der Pullback vom 2. April ist am
gleitenden Durchschnitt der letzten 38 Tage klar gescheitert.
Damit deutet die Technik klar auf weiter fallende Kurse hin,
die bis in den Bereich von 96-98 USD/Fass gehen können.
Brissant an dieser Entwicklung ist die immer größer werdende
Preisdifferenz zwischen Brent Crude Oil (Nordseeöl) und WTI
Crude Oil US-Texas Öl), die mittlerweile wieder deutlich über
20 Dollar liegt. Händler verweisen auf eine starke Nachfrage
nach dem Nordseeöl seitens Chinas. Der Preis des Texas Öls
bildet sich überwiegend in den USA, wo viele Ölpipelines in
Oklahoma zusammentreffen und das Öl von dort über das Land
verteilt wird.
Damit die Chinesen dieses günstige Öl für sich nutzen könnten,
bräuchten die USA Pipelines von Oklahoma an die Küste, und
diese Pipelines gibt es derzeit nicht.
UMLAUFRENDITE - 1,50%
Fakten März:
29.02.2012: 1,49
30.03.2012: 1,50 (Unterschied: 0,01 bzw. 0,7%)
21.03.2012: Hoch bei 1,72
12.03.2012: Tief bei 1,46 (Schwankung: 0,26 bzw. 17,4%)
Fakten 1. Quartal 2012:
30.12.2011: 1,46
30.03.2012: 1,50 (Unterschied: 0,04 bzw. 2,7%)
21.03.2012: Hoch bei 1,72
16.01.2012: Tief bei 1,42 (Schwankung: 0,30 bzw. 20,5%)
Widerstände: 1,60 / 1,72 / 1,80 / 1,98 / 3, 25
Unterstützungen: 1,50 / 1,46 / 1,42
Nach einem kurzen Anstieg bis auf 1,72% ist die Umlaufrendite
erneut in den Bereich von 1,50% gefallen. Damit wurden zwar
keine neuen Tiefststände mehr erreicht, aber der Zinssatz
bewegt sich auch nicht wesentlich über diesem Niveau. Es sieht
weiterhin nach einer sehr lange anhaltenden Bodenbildungsphase
aus, die bereits im September 2011 mit Renditen um 1,5%
begonnen hat.
Bund Future – 138,02
Fakten März:
29.02.2012: 138,07
30.03.2012: 138,02 (Unterschied: -00,05 bzw. 0,0%)
12.03.2012: Hoch bei 139,06
16.03.2012: Tief bei 135,27 (Schwankung: 03,79 bzw. 2,7%)
Fakten 1. Quartal 2012:
30.12.2011: 137,22
30.03.2012: 138,02 (Unterschied: 0,80 bzw. 0,6%)
12.03.2012: Hoch bei 139,06
09.02.2012: Tief bei 135,20 (Schwankung: 03,86 bzw. 2,8%)
Widerstände: 139 / 140,5
Unterstützungen: 137,6,/ 135,4
Anders als bei den Hochs der Umlaufrendite haben sich die Tiefs
beim Bund-Future seit Anfang des Jahres auf etwa gleicher Höhe
im Bereich von 135,30 Punkten ausgebildet. Im März erfolgte ein
Übergang auf einen neuen Future, der zu einer Anpassung der
früheren Kurse um 1,73 Punkte nach unten erforderlich wurde (um
im Bund Future investiert zu bleiben, konnte man den alten
Future zu einem höheren Preis verkaufen, als man für den neuen
bezahlen musste – der Bund-Future bewegt sich stets
entgegengesetzt zur Umlaufrendite). Schon seit langem wird der
Bund-Future als stark überbewertet angesehen, aber aufgrund der
Schuldenproblematik in der EU kann er sich weiterhin auf
extremem Niveau halten.
10-Jährige US Treasury Notes (CBOE Interest Rate 10-Year T-No)
Fakten März:
29.02.2012: 2,01
30.03.2012: 2,24 (Unterschied: 0,23 bzw. 11,3%)
20.03.2012: Hoch bei 2,43
06.03.2012: Tief bei 1,96 (Schwankung: 0,47 bzw. 23,3%)
Fakten 1. Quartal 2012:
30.12.2011: 1,88
30.03.2012: 2,24 (Unterschied: 0,36 bzw. 19,2%)
20.03.2012: Hoch bei 2,43
03.02.2012: Tief bei 1,83 (Schwankung: 0,60 bzw. 32,1%)
Die Renditen der 10-jährigen US-Staatsanleihen notieren
deutlich höher und haben mit über 11% im Monatsverlauf deutlich
stärker zugelegt als die deutschen Staatsanleihen.
10-Jährige US Treasury Notes
Die US-Treasury Notes notierten zum Monatsschluss bei 129,5
Punkten. Der Übergang auf den neuen Future brachte Kurse unter
130 Punkten. Das Tief vom 23. März lag bei 127,8 Punkten.
==============================================================
05. TV-INTERVIEW AM MITTWOCH: LEONI & SÜSS MICROTEC
==============================================================
LEONI EXPANDIERT IN SCHWELLENLÄNDER UND RÜSTET SICH FÜR E-AUTOS
Ende letzter Woche hat Leoni Zahlen für das Jahr 2011
vorgelegt. Die Zahlen bargen keine Überraschung, Analysten
schauten auf die Bemerkungen des Vorstands im Rahmen der
anschließenden Telefonkonferenz. Dort wurden in meinen Augen
zwei wesentliche Dinge kundgetan.
Zum einen baut Leoni in China und in Vietnam neue Werke. Der
Anbieter von Verkabelungssystemen für Autos hat ohnehin bereits
einen Großteil seiner Produktion außerhalb Deutschlands. Mit
Renault als größtem Kunden, GM als größtem Kunden in China ist
es nur logisch die Produktion dorthin zu bauen, wo die Produkte
nachgefragt werden. Kupferkabel sind ziemlich schwer und
Transportkosten quer über die Weltmeere müssen nicht sein, denn
die Produktion ist letztlich nicht sehr komplex.
Schon heute liefert Leoni auch die Kabelstränge für die C-
Klasse von Mercedes in China, derzeit ist eine Ausweitung der
Partnerschaft auf die A- und B-Klasse im Gespräch. So braucht
Leoni weitere Produktionskapazitäten in China.
In Vietnam ist das Lohngefüge noch deutlich niedriger als in
China und einzelne einfache Vorarbeiten lassen sich dort gut
erledigen. Vietnam ist auch logistisch gut gelegen, um weitere
asiatische Länder zu beliefern.
Ich hatte Ihnen Leoni bereits im August letzten Jahres als
Dividendentitel empfohlen. Der Kurs ist seither von 24 auf 39
Euro angesprungen. Die Dividendenrendite steht noch immer bei
stolzen 3,9%, das KGV ist mit 8 günstig. Grund für das günstige
Bewertungsniveau ist wohl die Investitionspolitik des
Unternehmens, die im laufenden Jahr an den Gewinnen knabbert.
Dank der gesicherten und hohen Dividende ist der Kurs in meinen
Augen nach unten gut abgesichert. Wenn die neuen Werke zu
weiterem Umsatzwachstum beitragen und die Investitionskosten
verdaut sind, dürfte die Aktie weiter ansteigen, als Kursziel
habe ich 50 Euro notiert. Damit liege ich deutlich oberhalb dem
Durchschnitt von 12 Analysten (43 Euro).
Ich führe dies auf eine vornehme Zurückhaltung bei der Prognose
für 2012 durch Leoni selbst sowie bei den Erwartungen von die
Analysten zurück, da nach dem Nachfrageeinbruch im vierten
Quartal 2011 (Euro-Schuldenkrise verunsicherte die Märkte)
derzeit kaum Visibilität für das laufende Jahr besteht: Haben
sich die Auftragseingänge normalisiert, kommt es gar zu einem
Nachholeffekt? Wie Sie wissen, erwarte ich ein Soft Landing für
China (eine weiche Landung der Wirtschaftsabkühlung und eben
keine Bruchlandung mit drohender Rezession!). Vor diesem
Hintergrund sollte spätestens in der zweiten Jahreshälfte 2012
die Nachfrage deutlich anziehen.
Ein weiterer Kurstreiber, der für Zukunftsphantasie sorgt, sind
die Elektroautos. Ist Ihnen bewusst, dass heute im Auto nur ein
paar dünne Kupferkabel zur Signalübertragung eingesetzt werden?
Bei Elektroautos muss Strom geleitet werden. Das erfordert
wesentlich dickere und qualitativ hochwertige Kabel, die für
ein deutliches Umsatzwachstum bei Leoni sorgen dürften. Für
diesen Markt bringt sich Leoni in Stellung.
Eine ordentliche Dividendenrendite, gute Geschäftsaussichten
und ein stabiler Cashflow machen diese Aktie zu einer guten
Komponente in einem diversifizierten Portfolio. Leider geht
Wachstum bei Leoni einher mit einer anziehenden Wirtschaft und
somit auch mit einem steigenden Kupferpreis, was den Gewinn
daran hindert, durch die Decke zu gehen. Der Kurs ist also in
erster Linie ein Dividendenbringer und hat über das von mir
derzeit errechnete Kursziel von 50 Euro hinaus in absehbarer
Zeit wenig Potential. Aber das ist doch auch alles schon recht
hübsch, oder?
BRANCHENKONSOLIDIERUNG: SÜSS MICROTEC KAUFT TAMARACK SCIENTIFIC
Süss MicroTec hatte es angekündigt: Man wird Wettbewerber
übernehmen, um eine Branchenkonsolidierung voranzutreiben.
Genau das hat das Unternehmen nun mit der Übernahme von
Tamarack für rund 9 Mio. Euro erzielt: Ein Wettbewerber im
Bereich 3D Interconnect ist nun weg. Dabei wurde gleichzeitig
eine für Süss MicroTec neue Technologie eingekauft, die Nutzung
von UV-Lichtquellen.
Süss MicroTec ist ein großer Anbieter in einem sehr kleinen
Marktsegment. Unter anderem werden Maschinen angeboten, die die
oben angesprochenen 3D Interconnect Chips bauen können.
Herkömmliche Chips wurden auf eine Platine gepresst, waren also
zweidimensional. Um Platz zu sparen hat man irgendwann begonnen
Chips nicht mehr in der Fläche zu vergrößern sondern in die
Höhe zu bauen. So wurden die Schaltkreise über mehrere Ebenen
verteilt. Anschließend begann man, Verbindungen, also Kontakte,
zwischen den Ebenen herzustellen. So sind moderne Chips in den
Kleinstgeräten wie Smartphones häufig mit dreidimensionalen
Chips ausgestattet.
Das Schlussquartal 2011 war schlecht gelaufen, der
Auftragseingang blieb weit hinter den Erwartungen zurück.
Schuld war in meinen Augen die Verunsicherung der Märkte auf
Grund der EU-Schuldenkrise und deren Auswirkung. So gab der
Vorstandsvorsitzende Frank Averdung am 30. März einen
optimistischen Ausblick auf die Entwicklung des
Auftragseingangs im ersten Quartal 2012. Wenn ein Vorstand am
letzten Tag des Quartals einen „Ausblick“ auf das Quartal gibt,
dann sollte man davon ausgehen, dass er bereits einen guten
Einblick in die tatsächlichen Zahlen hat, und so gehe ich davon
aus, dass sich die Situation für Süss MicroTec zumindest wieder
normalisiert hat, wenn nicht gar ein kleiner Nachholeffekt aus
dem letzten Quartal des Vorjahres für eine positive
Überraschung sorgt.
Süss MicroTec zahlt keine Dividende, das KGV 2012e steht bei
22. Die Gewinnprognose für 2012 ist sehr vage formuliert, das
Management spricht von einer EBIT-Marge von 5-10%, eine riesige
Bandbreite. Nach der Enttäuschung im Q4 hat die Aktie im
laufenden Jahr bereits 80% zugelegt, der Kurs hat die
Enttäuschung also bereits wieder egalisiert. Auf dem aktuellen
Kursniveau muss das Unternehmen nun für eine positive
Überraschung sorgen, um den Kurs weiter anzutreiben, denn das
Bewertungsniveau ist bereits fair.
An schwachen Tagen dürfte Süss MicroTec zu den Aktien gehören,
die überproportional verlieren, da es keine Dividende gibt und
eben nach der Enttäuschung im Q4 erst einmal wieder Vertrauen
zurückgewonnen werden muss. Solche überproportionalen
Ausverkäufe können spekulativ eingestellte Anleger zum Aufbau
einer spekulativen Position nutzen. Mein Kursziel für die
nächsten 12-18 Monate ist 14 Euro (Kurs aktuell 10,27 Euro,
Xetra Do, 12:10 Uhr). Auf Grund der großen Volatilität und der
besonderen Situation des Unternehmens ist es allerdings nichts
für schwache Nerven.
==============================================================
06. BEOBACHTETE WERTE
==============================================================
Bitte beachten Sie auch den Kundenbereich auf meiner
Internetseite unter www.heibel-ticker.de. Dort finden Sie
aktuelle Charts mit meinen jeweils aktualisierten
Einschätzungen.
==========
Im Wochenverlauf habe ich zu mehreren Titeln Anmerkungen im
Kundenbereich der Webseiten verfasst.
Die dritte Spalte zeigt die Schlusskurse von Donnerstagabend.
Unter „Woche“ steht die Veränderung im Vergleich zur Vorwoche.
Unter „2012“ steht das Ergebnis der Position seit Jahresbeginn
bzw. seit Aufnahme ins Portfolio.
Unter „Anteil“ finden Sie den Anteil der jeweiligen Position am
Gesamtdepot.
Unter i steht zur Information meine Grundtendenz:
K – bei Gelegenheit Kaufen,
NK - Nachkaufen
H - Halten,
V - bei Gelegenheit Verkaufen,
TV – Teilverkauf, also nicht die ganze Position
VL – Verkaufslimit, bei überschreiten eines bestimmten Kurses
sollte verkauft werden
SL – Stopp Loss, bei Unterschreiten eines bestimmten Kurses
sollte verkauft werden
TS – Trailing Stopp, wie SL, nur dass das Limit kontinuierlich
nachgezogen wird
Die „Gelegenheit“ zum Kaufen oder Verkaufen wird sodann
kurzfristig von mir per Update an Sie bekanntgegeben.
Ich habe diese Spalte „i“ insbesondere für neue Kunden
vorgesehen, die zu einem späteren Zeitpunkt wissen wollen, ob
ich die Position noch zukaufen würde, wenn ich beispielsweise
darin nicht schon voll investiert wäre. Zukaufen würde ich
jeweils jedoch niemals zu Höchstkursen, sondern stets nur nach
kurzfristigen Kursrückschlägen von mindestens 5-7%.
Kauffolge: Je spekulativer, desto aggressiver würde ich kaufen
und verkaufen. Derzeit verwende ich die folgenden Schritte:
Value Positionen in drei Schritten aufbauen: 25%-25%-50%,
Spekulative und alternative Positionen in zwei Schritten
aufbauen: 50%-50%,
Tradingpositionen ganz oder gar nicht: 100%.
Stopp Loss Limits, Verkaufslimits und ähnliche Aktionsmarken
verwalte ich aktiv in meinem System und ändere ich unter der
Woche mehrfach, fast täglich. Eine Veröffentlichung der
entsprechenden Limits ist in der Regel nicht sinnvoll,
allenfalls Stopp Loss Marken werde ich bisweilen im Text
bekanntgeben.
Auch dieses Kapitel bleibt den zahlenden Abonnenten des
Heibel-Ticker PLUS vorbehalten. Bitte haben Sie Verständnis
dafür, aber ohne eine kleine Einnahmequelle kann ich diesen
Dienst nicht aufrecht erhalten.
***************************WERBUNG****************************
In Deutschland gibt es kaum einen anderen, der die
Hintergründe der Aktienmärkte so messerscharf von dem
täglichen Medienrummel trennen kann, wie der Autor des
Heibel-Tickers Stephan Heibel.
Von seinen Fähigkeiten, komplizierte Zusammenhänge
verständlich darzustellen, können Sie sich mit diesem
Heibel-Ticker Standard überzeugen. Wenn Sie allerdings seine
Schlussfolgerungen und Empfehlungen erfahren möchten,
dann sollten Sie sich einmal um den Heibel-Ticker PLUS
kümmern.
Für eine Jahresgebühr von 120 Euro erhalten Sie ein
Jahresabonnement sowie einen Vorzugspreis auf sämtliche
Sonderanalysen, die in unregelmäßigen Abständen veröffentlicht
werden. Viele Sonderanalysen stellen wir den Heibel-Ticker
PLUS Kunden sogar kostenfrei zur Verfügung.
Falls Ihnen ein Jahr zu lang erscheint, dann können Sie den
Heibel-Ticker PLUS auch zunächst für ein halbes- oder viertel
Jahr bestellen. Oder bestellen Sie einfach das Schnupperabo.
Geben Sie bitte den folgenden Link in Ihren Browser ein und
bestellen Sie unter
http://www.heibel-ticker.de/bestellung.php
***************************WERBUNG****************************
Eine erfolgreiche Börsenwoche,
take share
Stephan Heibel
http://heibel-ticker.de
mailto:info/at/heibel-ticker/./de
==============================================================
07. DISCLAIMER / HAFTUNGSAUSSCHLUSS UND RISIKOHINWEISE
==============================================================
Wer un- oder überpersönliche Schreib- oder Redeweisen
nachmacht oder verfälscht oder nachgemachte oder verfälschte
un- oder überpersönliche Schreib- oder Redeweisen in Umlauf
setzt, wird mit Lust-, manchmal auch mit Erkenntnisgewinn
belohnt; und wenn alles gut geht, fällt davon sogar etwas für
Sie ab. (frei nach Robert Gernhardt)
Wir recherchieren sorgfältig und richten uns selber
nach unseren Anlageideen. Dennoch müssen wir jegliche
Regressansprüche ausschließen, die aus der Verwendung
der Inhalte des Heibel-Tickers entstehen könnten.
Die Inhalte des Heibel-Tickers spiegeln unsere Meinung
wider. Sie stellen keine Beratung, schon gar keine
Anlageempfehlungen dar.
Die Börse ist ein komplexes Gebilde mit eigenen Regeln.
Anlageentscheidungen sollten nur von Anlegern mit
entsprechenden Kenntnissen und Erfahrungen vorgenommen
werden. Anleger, die kein tiefgreifendes Know-how über
die Börse besitzen, sollten unbedingt vor einer
Anlageentscheidung die eigene Hausbank oder einen
Vermögensverwalter konsultieren.
Die Verwendung der Inhalte dieses Heibel-Tickers erfolgt
auf eigene Gefahr. Die Geldanlage an der Börse
beinhaltet das Risiko enormer Verluste bis hin zum
Totalverlust des eingesetzten Kapitals.
Quellen:
Kurse: Deutsche Kurse von comdirect.de, Goldbarren von
proaurum.de, US-Kurse von finance.yahoo.com. Alle Kurse sind
Schlusskurse vom Donnerstag sofern nichts Gegenteiliges
vermerkt ist.
Bilanzdaten: Comdirect, Yahoo! Finance sowie Geschäftsberichte
der Unternehmen
Informationsquellen: dpa-AFX, Aktiencheck, Yahoo! Finance,
TheStreet.com, IR-Abteilung der betreffenden Unternehmen
==============================================================
08. AN-/ABMELDUNG
==============================================================
Wenn Sie sich von diesem Dienst abmelden möchten, dann
gehen Sie bitte auf die Seite http://heibel-ticker.de und
„stornieren“ Sie Ihre E-Mail Adresse im rechten Bereich
„Newsletter Abo“.
Sie können sich über diese Seite gerne jederzeit wieder
anmelden.
E-MAIL ADRESSE ÄNDERN
Sollte sich Ihre E-Mail Adresse geändert haben, so stornieren
Sie bitte zunächst die alte Adresse und melden sich
anschließend mit der neuen E-Mail Adresse wieder an.
Gerne können Sie den Heibel-Ticker Ihren Freunden empfehlen.
Sie können den Heibel-Ticker STANDARD beliebig weiterleiten.
Wenn Sie Inhalte davon auf anderen Internetseiten verwenden
möchten, bitten wir um eine korrekte Quellenangabe sowie um
eine kurze Information darüber.
==============================================================
Heibel-Ticker Ende
==============================================================
(-;______________________________________________;-)
