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H E I B E L - T I C K E R S T A N D A R D
F I N A N Z I N F O R M A T I O N E N
- Einfach einen Tick besser -
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DEUTSCHE BIBLIOTHEK : ISSN 1862-5428
7. Jahrgang - Ausgabe 18 (04.05.2012)
Erscheinungsweise: wöchentlich Freitag/Samstag
* Bitte Schriftart Courier einstellen *
(-;______________________________________________;-)
I N H A L T
01. INFO-KICKER: MEGA-BÖRSENGANG IN SICHT
02. SO TICKT DIE BÖRSE: FACEBOOK: GEFÄLLT MIR!
03. AUSBLICK: UNGEMACH DROHT AUS FRANKREICH
04. MONATSBETRACHTUNG: DAX, DOW JONES, NIKKEI, US-DOLLAR,
YEN, GOLD, ÖL, UMLAUFRENDITE
05. TV-INTERVIEW AM MITTWOCH: DIALOG SEMICONDUCTOR & VESTAS
& NORDEX
06. BEOBACHTETE WERTE
07. DISCLAIMER / HAFTUNGSAUSSCHLUSS UND RISIKOHINWEISE
08. AN-/ABMELDUNG
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01.INFO-KICKER: MEGA-BÖRSENGANG IN SICHT
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Liebe Börsenfreunde,
Facebook wird der größte Börsengang der Geschichte,
entsprechende Eckdaten kommen langsam ans Licht. Ich habe heute
die verfügbaren Informationen in Kapitel 02 bewertet und
erkläre Ihnen, wieso ein KGV von 120 möglich ist.
Am Wochenende wählt Frankreich und die Chancen für den
Sozialisten Hollande stehen gut. An den Finanzmärkten sind
Sozialisten nicht besonders beliebt, und ich habe Ihnen in
Kapitel 03 dargelegt, wie ich mich verhalten würde. Ein
Wahlerfolg Hollandes wird weitgehend erwartet, doch ist das
schon in den Kursen eingepreist?
Das TV-Interview dreht sich diese Woche wieder einmal um Dialog
Semiconductor. Der Fernsehsender sucht die Titel aus und dort
wählt man eben diejenigen, die das breiteste Anlegerinteresse
aufweisen. Doch es gibt interessante Neuigkeiten zu Dialog
Semi, so dass sich eine Analyse gelohnt hat.
Der zweite Titel war Vestas. Schlimmer kann’s nimmer würde ich
sagen, und ich untersuche, ob Vestas sowie vielleicht auch der
deutsche Wettbewerber Nordex einen Boden gefunden haben
könnten.
Wie jeden Monatswechsel gibt es auch heute wieder eine
charttechnische Betrachtung der wichtigsten Indizes. Es zeigt
sich, dass die Aktienindizes in einer Seitwärtsbewegung
stecken, deren Auflösung zu einer heftigen Kursbewegung führen
kann. Mehr dazu im Kapitel 05.
Wie immer gibt es einige wichtige Updates in Kapitel 06 zu
unseren offenen Positionen, die Sie nicht verpassen dürfen.
Die PDF-Version dieser Ausgabe wird Ihnen ab morgen früh im
Archiv sowie unter dem folgenden Link zur Verfügung stehen:
http://www.heibel-ticker.de/downloads/hts120504.pdf
Nun wünsche ich eine anregende Lektüre,
take share, Ihr
Börsenschreibel
Stephan Heibel
Chefredakteur und
Herausgeber des
Heibel-Ticker
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02. SO TICKT DIE BÖRSE: FACEBOOK: GEFÄLLT MIR!
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Diese Woche sind erste Details zum geplanten Börsengang von
Facebook bekannt geworden. Am 18. Mai soll der große Tag sein,
da soll die Notierung der Aktien unter dem US-Kürzel FB an der
Nasdaq beginnen. Für den Emissionspreis wurde eine Kursspanne
von 28-35 USD je Aktie angegeben.
Es gibt ca. 2,75 Mrd. Facebook Aktien. Ich will nicht
ausschließen, dass Facebook die runde Ziffer einer
Marktkapitalisierung von 100 Mrd. USD beim Emissionspreis
erreichen wird, was einem Emissionspreis von 100/2,75 = 36,36
USD entspricht. Es würde mich also nicht wundern, wenn der
Emissionspreis kurz vor Handelsbeginn, typischerweise am Tag
zuvor, nochmals um ein oder zwei USD über die bisherige
Obergrenze angehoben wird.
Schon vor dem Börsengang werden über private Plattformen
Facebook Aktien gehandelt, derzeit steht der Kurs bei 42-44
USD.
Für uns hier in Europa ist der Emissionspreis jedoch ziemlich
unwichtig, da wir kaum mit einer Zuteilung rechnen können.
Lediglich die Deutsche Bank ist beim Emissionskonsortium dabei,
dürfte aber nur eine kleine Zuteilung erhalten, die dann an die
besten Kunden des Hauses verteilt wird.
Positiv überrascht bin ich von zwei Informationen, die an die
Öffentlichkeit drangen: Zum einen werden insbesondere Online-
Broker große Tranchen erhalten, die sodann ihre überwiegend
Privatanleger bedienen können. Typischerweise teilen sich die
großen Broker wie Goldman Sachs, Morgan Stanley und J.P. Morgan
den Kuchen unter sich auf und bedienen ihre überwiegend
institutionellen Anleger wie beispielsweise Fondsmanager. Doch
hier hat Mark Zuckerberg offensichtlich andere Prioritäten
vorgegeben.
Und zum anderen werden insgesamt 337,3 Mio. Aktien angeboten,
also 12,3% der ausstehenden Aktien. Das ist weit mehr als die
von mir erwarteten 5%, über die ich mich bereits hier im
Heibel-Ticker aufgeregt hatte.
Mit der Ausgabe von 12,3% der Aktien dürfte ein Großteil des
Hungers der Börsianer zunächst einmal gestillt werden können.
Es wird also keine künstliche Nachfrage geschaffen, die direkt
nach dem IPO den Kurs nach oben treibt, da institutionelle
Anleger ihre gewünschte Portfoliogröße zukaufen.
900 Millionen Nutzer zu 100 Milliarden USD Marktkapitalisierung
– ist ein solcher Wert gerechtfertigt?
Daimler ist 54 Mrd. USD wert, das Traditionsunternehmen Siemens
immerhin 80 Mrd. USD und unser Weltmarktführer für
Unternehmenssoftware SAP kommt auf 77 Mrd. USD. Kann ein gerade
einmal acht Jahre altes Unternehmen aus Silicon Valley da schon
100 Mrd. USD wert sein?
Der Umsatz ist im ersten Quartal um 45% auf 1,06 Mrd. USD
angewachsen, der Gewinn fiel um 12% auf 205 Mio. USD. Auf’s
Jahr gerechnet ergibt das ein KGV 12e von 120! Hier steht die
Bewertung in keinem Verhältnis zu aktuellen Wachstums- und
Gewinnraten.
Um die 100 Mrd. USD zu rechtfertigen müssen wir uns
Internetgiganten wie Amazon oder Google anschauen.
Wie kein zweites Unternehmen hat Amazon es geschafft, die
Kundenmeinungen zu Produkten einzubinden und dadurch die
Vertrauensbasis für Produkte zu steigern. Für viele Käufer sind
die amateurhaften Bewertungen wichtiger als professionelle
(häufig bezahlte) Testergebnisse. Amazon ist derzeit 102 Mrd.
USD wert.
Google ist unangefochtener Marktführer bei Suchanfragen und
liefert gemeinsam mit den Suchergebnissen auch passende Werbung
(AdWords) aus. So wird dem Nutzer genau die Werbung zugespielt,
die ihn interessieren könnte und dazu noch genau dann, wenn er
sich dafür interessiert. Google ist 196 Mrd. USD wert.
Facebook kann noch gezielter Werbung platzieren und kann zudem
nicht nur auf amateurhafte Bewertungen bauen, sondern auf die
Meinung des jeweiligen Freundeskreises. Über das eigene
Facebook-Profil geben die Nutzer eine ganze Reihe von
persönlichen Informationen preis, an die weder Amazon noch
Google jemals dran kommen. Und wenn dann passend zu den eigenen
Interessen eine Werbung erscheint, verbunden mit einem „Gefällt
mir“ eines guten Freundes, dann dürfte der Werbeerfolg deutlich
höher sein als bei Amazon und Google.
900 Millionen Nutzer sind nicht 900 Millionen Kunden, Facebook
muss den Weg zum Portemonnaie seiner Nutzer erst noch erfinden.
Und derzeit testet Facebook verschiedenste Formen der
Bannerwerbung und Textwerbung ohne diese Angebote groß zu
vermarkten.
Auf der einen Seite können wir also sagen, Facebook hat noch
gar nicht begonnen, seine Nutzerbasis zum Öffnen des
Portemonnaies aufzufordern. Die eine Mrd. USD Umsatz ist mehr
oder weniger nur ein Nebenprodukt der Testphase.
Auf der anderen Seite ist aber auch zu bemängeln, dass Facebook
im Gegensatz zu Google und Amazon noch nicht bewiesen hat, dass
die große Nutzerbasis zur Umsatz- und Gewinnerzeugung
erfolgreich genutzt werden kann. Es gibt noch kein erprobtes
Geschäftsmodell.
Also: Ja, Facebook ist weit mehr wert als die 100 Mrd. USD,
wenn es dem Unternehmen gelingt, Werbung und persönliche
Interessen der Nutzer zusammenzubringen. Aber noch ist dies
nicht geschehen, und so muss Facebook mit einem
Bewertungsabschlag zu seinen Kontrahenten versehen werden.
Neben Facebook wirken Amazon und sogar Google schon fast wie
Internet-Dinosaurier. Google arbeitet seit Jahren daran,
ähnliche Informationen wie Facebook über seine Nutzer zu
gewinnen, doch irgendwie scheint Google schwerfälliger. Und
Amazon kämpft verbissen um die Akzeptanz seines e-Book Readers
Kindle.
Mark Zuckerberg hat kürzlich Instagram für eine Milliarde USD
gekauft, eine soziale Plattform zum Teilen eigener Bilder. Der
Kauf ging am Wochenende über die Bühne, er hat nicht einmal den
Aufsichtsrat informiert, geschweige denn gefragt. Auch nach dem
Börsengang wird Zuckerberg noch über 50% der Stimmrechte an
Facebook halten. Hier wächst ein Unternehmer heran, der sich in
der schnelllebigen Internetbranche bestens bewegen kann und
dadurch vielleicht einen Vorteil gegenüber seinen etablierten
Gegnern hat.
Es würde mich nicht wundern, wenn Facebook schon im weiteren
Verlauf dieses Jahres konkrete Modelle einführt, mit denen die
Werbemöglichkeiten auf Facebook besser vermarktet werden. Das
dürfte dem Börsenhype noch weiteren Antrieb geben und die Aktie
weiter nach oben treiben.
Ob es gelingen wird, in die Börsenbewertung von 100 Mrd. USD
hineinzuwachsen oder gar zum Wettbewerber Google aufzuschließen
und sich zu verdoppeln, wird sich erst in den nächsten Jahren
zeigen. Doch in den ersten Wochen nach dem Handelsbeginn dürfte
in meinen Augen die Phantasie, das Potential, die Nutzeranzahl
(Augenpaare) und all die nicht greifbaren Bewertungsmaßstäbe,
die einige noch aus der Internetblase kennen, für eine
anhaltend positive Stimmung gegenüber der Aktie sorgen.
Wie schon vor einigen Wochen gesagt: Solange die
Marktkapitalisierung von Facebook unter 100 Mrd. USD bleibt,
bleibe ich bei meinem „Gefällt mir“ zur Aktie.
Schauen wir einmal, wie sich die einzelnen Indizes diese Woche
entwickelt haben:
WOCHENPERFORMANCE DER WICHTIGSTEN INDIZES
INDIZES 03.05.12 DIFF
Dow Jones 13.207 0,0%
DAX 6.694 -0,7%
Nikkei 9.380 -1,5%
Euro/US-Dollar 1,314 -0,1%
Euro/Yen 105,3585 -0,9%
10-Jahre-US-Anleihe 1,92% 0,0
Umlaufrendite Dt 1,33% -0,1
Feinunze Gold USD $1.633,45 -1,1%
Fass Brent Öl USD $115,89 -2,8%
Kupfer in US$/to 8.243 -0,5%
Baltic Dry Shipping I 1.157 0,8%
Es gab diese Woche unterm’ Strich keine heftigen Schwankungen.
Doch der Schein trügt, denn nach den ereignisreichen Wochen mit
jeder Mange Jahres- und Quartalszahlen bewegen sich einige
Aktien heftig nach unten und andere heftig nach oben. Die
positiven Unternehmensmeldungen überwiegen, werden jedoch von
wieder aufkommenden Euro-Sorgen überschattet.
„Sell in may and go away“, heißt es in den USA - verkaufe im
Mai und kehre der Börse bis September den Rücken. Doch das
haben viele Marktteilnehmer bereits im April gemacht, in
vorauseilendem Gehorsam und dadurch insbesondere den DAX
kräftig belastet.
Aktuell bewegen sich die Aktienindizes in einer engen
Handelsspanne seitwärts, und ich würde ein Ausbrechen abwarten,
bevor ich mich neu positioniere.
Weitere Details dazu lesen Sie in Kapitel 04 in der
charttechnischen Monatsbetrachtung.
Schauen wir einmal, wie sich die Stimmung unter Anlegern und
Analysten entwickelt:
SENTIMENTDATEN ÜBERRASCHEND BULLISCH
Analysten
Empfehlungen (Anzahl Empfehlungen):
Kaufen / Verkaufen
13.04.- 20.04. ( 94): 52% / 6%
20.04.- 27.04. (276): 46% / 15%
27.04.- 04.05. (198): 46% / 13%
Kaufempfehlungen der Analysten
BASF, Amazon, Daimler
Verkaufsempfehlungen der Analysten
Vestas Wind, Vossloh, SGL Carbon
Privatanleger
16. KW: 63% Bullen (192 Stimmen)
17. KW: 55% Bullen (171 Stimmen)
18. KW: 65% Bullen (166 Stimmen)
Kaufempfehlungen der Privatanleger
Green Mountain Coffee, Alcatel-Lucent, Vivendi
Verkaufsempfehlungen der Privatanleger
Deutsche Bank, Research in Motion, Belvedere S.A.
Die Sentiment-Daten wurden in Zusammenarbeit mit Sharewise
erstellt:
http://www.sharewise.com?heibel
Bei den Privatanlegern schwankt die Stimmung stark. Es kommt
mir vor, als klingt im Wochenrhythmus die Alarmsirene
abwechselnd mit der Entwarnung. Nach den Kursgewinnen das
Jahresbeginns ist die Zuversicht gestiegen, doch gleichzeitig
steigt auch die Angst, die erzielten Gewinne zu verlieren.
TOP ANALYSTENZIELE
Sie wollen wissen, was die Analysten im Einzelnen für Aussagen
treffen und wo sie die größten Chancen sehen? Ich habe für Sie
ab sofort jede Woche eine Übersicht der Analysen mit den
höchsten Kurszielen ausgearbeitet. Die Liste zeigt ganz einfach
an, wo das aktuelle Kursziel des Analysten prozentual am
meisten über dem aktuellen Kurs liegt:
Firma Analyse vom Kurs Ziel Upside
ADIDAS 03.05. 46,80€ 80,00€ 70,94%
DEUTZ 03.05. 4,96€ 8,00€ 61,29%
LUFTHANSA 04.05. 9,62€ 15,50€ 61,12%
Grammer 03.05. 15,86€ 25,00€ 57,63%
HOCHTIEF 03.05. 42,69€ 67,00€ 56,95%
DAIMLER 02.05. 40,20€ 63,00€ 56,72%
PORSCHE 02.05. 46,08€ 71,00€ 54,08%
LANXESS 02.05. 58,50€ 90,00€ 53,85%
METRO 04.05. 23,15€ 35,00€ 51,19%
Es handelt sich um Analysen aus dieser Woche. Bitte genießen
Sie diese Übersicht mit Vorsicht. Sie wissen ja, dass häufig
auch ein Eigeninteresse des Analysten für eine rosa Brille
sorgen kann, weshalb Analysteneinschätzungen tendenziell
optimistischer ausfallen als es die Realität anschließend
erlauben würde. Aber die Übersicht gibt einen Eindruck darüber,
wo die Erwartungen mit dem aktuellen Kurs am weitesten
auseinander liegen. Wer letztlich Recht haben wird, der Analyst
oder die Anleger, die den Kurs machen, ist in jedem Einzelfall
individuell zu beurteilen.
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03. AUSBLICK: UNGEMACH DROHT AUS FRANKREICH
==============================================================
Der Ausblick bleibt den zahlenden Abonnenten des
Heibel-Ticker PLUS vorbehalten. Bitte haben Sie Verständnis
dafür, aber ohne eine kleine Einnahmequelle kann ich diesen
Dienst nicht aufrecht erhalten.
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Hier im Heibel-Ticker Standard erhalten Sie überwiegend
vergangenheitsbezogene Erklärungen von mir. Detaillierte
Analysen und Einschätzungen über die künftige Börsen-
entwicklung gibt es nur im kostenpflichtigen Heibel-Ticker
PLUS. Das Angebot für die zahlenden Abonnenten des Heibel-
Ticker PLUS baue ich kontinuierlich weiter aus und komme
dabei insbesondere den Wünschen meiner Kunden nach.
Inzwischen bietet das Heibel-Ticker PLUS Abonnement
folgende Zusätze:
INTERNET: Kundenbereich
- täglich aktuelle Einschätzungen zu den Meldungen, die
unsere offenen Positionen betreffen
- einen Chart für jede offene Position, um die Kurssituation
schneller zu erfassen
- die Möglichkeit, nur die 10 neuesten Kommentare zu den
offenen
Positionen anzeigen lassen.
- Sie können sich aus den empfohlenen Werten Ihr eigenes
Musterportfolio zusammenstellen, um gezielter und schneller
die für Sie relevanten Neuigkeiten zu sehen.
Weiterhin erhalten meine Kunden eine übersichtliche Tabelle
über alle offenen Positionen mit der jeweiligen
Wochenperformance sowie Performance seit Empfehlung und
mit einer Übersicht über die anstehenden Aktivitäten wie
Stopp Loss nachziehen oder verkaufen bzw. kaufen.
Kurz nach dem Versand des Heibel-Ticker PLUS wird Online
eine PDF-Version zur Verfügung gestellt, die zusätzlich
Charts von den besprochenen Aktien und Indizes sowie
Rohstoffen
enthält. Darüber hinaus wird die Liste der offenen Positionen
tabellarisch wesentlich übersichtlicher dargestellt als in der
„nur-Text“-Version möglich.
Den Reaktionen meiner Kunden entnehme ich, dass der
Heibel-Ticker PLUS die Bedürfnisse von Anlegern gezielt
und verständlich sowie fundiert und erfolgreich befriedigt.
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freuen, wenn ich Sie als neuen Abonnenten gewinnen kann.
Für eine Jahresgebühr von 120 Euro erhalten Sie ein
Jahresabonnement sowie einen Vorzugspreis für sämtliche
Sonderanalysen, die in unregelmäßigen Abständen
veröffentlicht werden. Viele Sonderanalysen stelle ich den
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04. MONATSBETRACHTUNG: DAX, DOW JONES, NIKKEI, US-DOLLAR,
YEN, GOLD, ÖL, UMLAUFRENDITE
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Während die US-Indizes Anfang Mai teilweise neue Hochs
ausbilden konnten, bleibt der DAX deutlich unter den Hochs vom
März.
Nachdem nun eine aus saisonaler Sicht schwächere Zeit anbricht,
können negative Nachrichten schneller zu Korrekturen führen. Am
2. Mai des Vorjahres bildeten viele Indizes ein Hoch,
beispielsweise der DAX, der Dow Jones Industrial Average und
der S&P 500. Einige Indizes erreichten auch dieses Jahr wieder
um diese Zeit Jahreshochs, allerdings verlief in diesem Jahr
der April weitaus schwächer als vor einem Jahr. Das erschwert
Prognosen und führt auch dazu, dass sehr unterschiedliche
Voraussagen zum weiteren Verlauf gemacht werden. Obwohl viele
Kurse angeschlagen sind, kann man vielfach eher von einem
Seitwärtstrend als von einem Abwärtstrend ausgehen. Selbst bei
den Rohstoffen ist die Entwicklung weniger eindeutig als es
zunächst aussieht.
Bemerkenswert an den Sorgen um die Euro-Zone ist, dass der Euro
jeweils nur kurzfristig reagiert und danach wieder den
Seitwärtstrend fortsetzt. Besonders deutlich sind die Sorgen
anhand der schwachen Renditen der deutschen Staatsanleihen bzw.
dem Höhenflug des Kurses vom Bund-Future zu erkennen.
DAX - 6.761
Fakten:
30.03.2012: 6.946,8
30.04.2012: 6.761,2 (Unterschied: -185,6 bzw. -2,7%)
03.04.2012: Hoch bei 7.081,1
23.04.2012: Tief bei 6.499,1 (Schwankung: 582,0 bzw. 8,4%)
Unterstützungen: 6500 / 6260 / 6000
Widerstände: 6850 / 7000 /7200 / 7600
Der DAX startete stark in den April und brach dann aber ein. Er
konnte zwar Ende April den Abwärtstrend brechen, startete aber
schwach in den Mai und brach damit den erst kurz zuvor
entstandenen Aufwärtstrend. Noch hält er sich mit zunehmender
Volatilität zwischen 6.600 und 6.850 Punkten. Kritischer wird
es erst bei Kursen deutlich unter 6.500 Punkten. Dann ist mit
einem weiteren Einbruch bis 6.200 Punkten zu rechnen. Unterhalb
von 6.270 Punkten gibt es noch eine offene Kurslücke und bei
etwa 6.200 Punkten verläuft der gleitende Durchschnitt der
letzten 200 Tage.
Anders sieht es beim MDAX aus, der bereits am 30. April ein
neues Jahreshoch erreichte und dies am 2. Mai noch leicht
übertraf. Auf Monatssicht konnte er um 2,6% auf 10.703 Punkte
zulegen. Auch der TecDAX sieht aus technischer Sicht besser
aus, er stieg um 0,9% gegenüber dem Schlusskurs vom März und
erreichte am 2. Mai mit 813,5 Punkten ein neues Jahreshoch.
Allerdings liegt dies noch weit unter dem Hoch vom 9. April
2011 bei 952,3 Punkten.
Der VDAX, ein Indikator für die Angst der Marktteilnehmer, ist
im April wieder deutlich gestiegen und bewegte sich überwiegend
im Bereich zwischen 21 und 25. Die Werte sind zwar noch
unkritisch, weisen aber doch auf eine zunehmende Verunsicherung
der Marktteilnehmer hin.
VDAX Fakten:
30.03.2012: 18,81
30.04.2012: 21,97 (Unterschied: 3,16 bzw. 16,8%)
23.04.2012: Hoch bei 25,32
02.04.2012: Tief bei 17,97 (Schwankung: 7,35 bzw. 39,1%)
DOW JONES - 13.213
Fakten:
30.03.2012: 13.212,0
30.04.2012: 13.213,6 (Unterschied: 1,6 bzw. 0,0%)
02.04.2012: Hoch bei 13.297,1
10.04.2012: Tief bei 12.710,6 (Schwankung: 586,6 bzw. 4,4%)
Unterstützungen: 13000 / 12700 / 12280 / 11740
Widerstände: 13340 / 14200
Der Dow Jones Industrial Average ist am 1. Mai über das Hoch
vom 2. April gestiegen und hat damit ein neues Mehrjahreshoch
erreicht. Höhere Kurse gab es nur im Jahr 2007. Seit Anfang
Februar pendelt der Kurs zwischen 12.700 und 13.300 Punkten und
hat damit den seit Oktober bestehenden Aufwärtstrend in eine
Seitwärtsbewegung verlassen. Ab dem 10. April bildete sich
jedoch ein neuer kurzfristiger Aufwärtstrend, der noch relevant
ist. Auf Monatssicht hat sich der Kurs kaum geändert,
zwischendurch ist er jedoch um über 500 Punkte eingebrochen.
Trotz neuen Jahreshoch kämpft der Index seit Mitte März mit der
13.300-Punkte-Marke und konnte sie bisher nicht nachhaltig
überwinden.
S&P 500 – 1.408
Fakten:
30.03.2012: 1.408,5
30.04.2012: 1.397,9 (Unterschied: -10,6 bzw. -0,7%)
02.04.2012: Hoch bei 1.422,4
10.04.2012: Tief bei 1.357,4 (Schwankung: 65,0 bzw. 4,6%)
Unterstützungen: 1360 / 1340 / 1295
Widerstände: 1422 / 1440 / 1576
Der S&P 500 hat das Hoch vom 2. April bisher nicht mehr
erreicht, konnte aber die 1400-Punkte-Marke nochmals überwinden
und hat wieder zurück in den gebrochenen längerfristigen
Aufwärtstrend gefunden, ist aber Anfang Mai wieder unter diese
Marke gefallen und hat auch den Aufwärtstrend wieder verlassen.
NASDAQ100 – 2.723
Fakten:
30.03.2012: 2.755,3
30.04.2012: 2.723,7 (Unterschied: -31,6 bzw. -1,1%)
03.04.2012: Hoch bei 2.795,4
24.04.2012: Tief bei 2.629,0 (Schwankung: 166,4 bzw. 6,0%)
Unterstützungen: 2660 / 2550 / 2440 / 2150
Widerstände: 2750 / 2795 / 3000
Der Technologieindex NASDAQ 100 ist seit Anfang April unter die
2750-Punkte-Marke gefallen und hat diese Ende April wieder
erreicht. An den zwei Tagen vor Veröffentlichung der Apple-
Zahlen ist der Kurs mit einer Kurslücke eingebrochen und
startete am Tag darauf mit einer Kurslücke nach oben. Damit
bildete sich eine sogenannte untere Insel, ein bullisches
Kursmuster, das erst hinfällig wird, wenn der NASDAQ 100 unter
2.660 Punkte fällt.
NIKKEI - 9.521
Fakten:
30.03.2012: 10.084
27.04.2012: 9.521 (Unterschied: -563 bzw. -5,6%)
02.04.2012: Hoch bei 10.190
11.04.2012: Tief bei 9.388 (Schwankung: 802 bzw. 8,0%)
Unterstützungen: 9150 / 8730 / 8136
Widerstände: 9700 / 10.000 / 10.255 / 10.900
Der Nikkei hat deutlich stärker korrigiert als der DAX. Der
wieder stärker werdende Yen belastet den Kurs. Ob dies nur eine
Korrektur oder bereits eine Trendwende für den Nikkei
darstellt, muss abgewartet werden. Noch bewegt sich der Nikkei
über dem gleitenden Durchschnitt der letzten 200 Tage und
bewegt sich bereits seit Anfang April in der relativ engen
Spanne von 9.300 bis 9.700 Punkten.
Hang Seng - 21.094
Fakten:
30.03.2012: 20.556
30.04.2012: 21.094 (Unterschied: 539 bzw. 2,6%)
30.04.2012: Hoch bei 21.106
11.04.2012: Tief bei 20.036 (Schwankung: 1.070 bzw. 5,2%)
Der Index der Hongkonger Börse Hang Seng hat sich im Bereich
des gleitenden Durchschnitts der letzten 200 Tage gefangen und
bewegt sich seit Anfang April wieder aufwärts, kommt aber noch
nicht an die Hochs vom Februar bzw. März heran. Auf Monatssicht
verbucht er dennoch einen Anstieg von über 5%. Seit Februar
könnte man einen Seitwärtstrend um die 21.000-Punkte-Marke
sehen, die Handelsspanne reicht von 20.000 bis 21.760 Punkte.
US-DOLLAR / EURO 1,32
Fakten:
30.03.2012: 1,334
30.04.2012: 1,324 (Unterschied: -0,010 bzw. -0,8%)
02.04.2012: Hoch bei 1,338
16.04.2012: Tief bei 1,30 (Schwankung: 0,038 bzw. 2,8%)
Unterstützungen: 1,31 / 1,297 / 1,263
Widerstände: 1,328 / 1,338 / 1,349 / 1,39
Am 1. Mai ist der Euro gegenüber dem Dollar bis an die
Abwärtstrendlinie durch die Hochs von Ende Februar und Anfang
April gestiegen und hat genau an dieser Stelle wieder nach
unten gedreht. Damit ist der Aufwärtstrend, der nach dem
knappen Unterschreiten der 1,30-Dollar-Marke am 16. April
eingesetzt hat, am 2. Mai wieder gebrochen worden. Die 1,30-
Dollar-Marke wurde mehrfach als Unterstützung bestätigt. Ein
nachhaltiger Bruch dieser Marke bringt erhebliches
Abwärtspotential mit sich. Einerseits wird dann eine Schulter-
Kopf-Schulter-Formation aktiviert, andererseits ist dann eine
Bewegung im Umfang der aktuellen Handelsspanne üblich. Man
müsste dann mit Kursen um 1,26 Dollar je Euro rechnen. Zunächst
ist jedoch vor allem eine rückläufige Volatilität zu
beobachten, die bei den Marktteilnehmern zu zunehmender
Neutralität führt.
YEN / EURO 105,73
Fakten:
30.03.2012: 110,53
30.04.2012: 105,73 (Unterschied: -4,81 bzw. -4,3%)
02.04.2012: Hoch bei 111,13
16.04.2012: Tief bei 104,59 (Schwankung: 6,54 bzw. 5,9%)
Unterstützungen: 106 / 102 / 97 / 89
Widerstände: 108 / 111 / 114 / 118
Im April hat der Euro gegenüber dem Yen den Aufwärtstrend
gebrochen und hat im Tief vom 16. April fast 50% der
Aufwärtsbewegung korrigiert. Der Kurs hält sich abgesehen von
kurzen Ausbrüchen nach unten noch knapp oberhalb des gleitenden
Durchschnitts der letzten 200 Tage, aber unter dem gleitenden
Durchschnitt der letzten 38 Tage. Er pendelt in einer engen
Spanne von 105 bis 108 Yen zwischen diesen beiden gleitenden
Durchschnitten. Die kleiner werdende Handelsspanne kann
beispielsweise mit dem Indikator Average True Range (ATR)
gemessen und mit Bollinger-Bändern visualisiert werden. Beide
unterstreichen eindrucksvoll diese Entwicklung. Bei einem
Ausbruch aus dieser Handelsspanne kommt es in der Regel zu
starken Bewegungen, es lässt sich aber nicht vorhersagen, in
welche Richtung sie gehen werden.
Yen je US-Dollar – 79,85
Fakten:
30.03.2012: 82,84
30.04.2012: 79,85 (Unterschied: -03,00 bzw. -3,6%)
02.04.2012: Hoch bei 83,31
30.04.2012: Tief bei 79,76 (Schwankung: 03,55 bzw. 4,3%)
Unterstützungen: 79,5 / 76
Widerstände: 80,5 / 81,7 / 84 / 95
Der Dollar ist gegenüber dem Yen seit Mitte März wieder in
einen Abwärtstrend übergegangen und hat Ende April erstmals
seit Ende Februar wieder die 80 Yen je Dollar-Marke
unterschritten. Bisher wurden damit etwa 50% der
Aufwärtsbewegung korrigiert. Der Kurs bewegt sich noch deutlich
über dem gleitenden Durchschnitt der letzten 200 Tage und über
der wichtigen Unterstützung bei 79,5 Yen je Dollar.
GOLD IN US-DOLLAR 1.663 USD/Oz
Fakten:
30.03.2012: 1.668,1
30.04.2012: 1.663,8 (Unterschied: -04,3 bzw. -0,3%)
02.04.2012: Hoch bei 1.683,6
04.04.2012: Tief bei 1.612,1 (Schwankung: 71,5 bzw. 4,3%)
Unterstützungen: 1610 / 1522 / 1480
Widerstände: 1680 / 1700 / 1800 / 1920
Der Goldpreis bewegte sich im April im Bereich von 1.610 bis
1.680 USD/Oz seitwärts. Ende April erfolgte ein Ausbruch aus
dem Abwärtstrend, der mittlerweile jedoch wieder zurückgenommen
wurde (man spricht dann von einem Fehlausbruch). Der Kurs
bewegt sich unter dem gleitenden Durchschnitt der letzten 200
und 38 Tage und verletzt durch die lange Seitwärtsbewegung nun
auch längerfristige Aufwärtstrends. Auch beim Goldpreis ist ein
Rückgang der Volatilität zu beobachten, die Handelsspanne wird
zunehmend kleiner.
ÖL 119 USD/Fass
Fakten:
30.03.2012: 122,64
30.04.2012: 119,47 (Unterschied: -3,17 bzw. -2,6%)
03.04.2012: Hoch bei 125,81
18.04.2012: Tief bei 116,70 (Schwankung: 9,11 bzw. 7,4%)
Widerstände: 120 / 128 / 135 / 144
Unterstützungen: 117 / 108 / 101
Der Preis vom Nordseeöl korrigierte im April deutlich, hat aber
an einer wichtigen Unterstützung Halt gefunden. Die
Kursschwankungen im März und April waren vergleichsweise
gering. Die Abwärtsbewegung vom Donnerstag führte bereits unter
diese Unterstützung. Setzt sich diese Bewegung fort, dann ist
mit einem Test des gleitenden Durchschnitts der letzten 200
Tage (derzeit bei 111 US-Dollar) zu rechnen. Wird der erste
Teil der Abwärtsbewegung vom Zwischenhoch nach unten
projiziert, dann kommt man in etwa auf das gleiche Kursniveau.
WTI-Crude-Oil – 104,9 USD/Fass
Fakten:
30.03.2012: 102,8
30.04.2012: 104,9 (Unterschied: 2,1 bzw. 2,0%)
02.04.2012: Hoch bei 105,5
10.04.2012: Tief bei 100,7 (Schwankung: 4,8 bzw. 4,7%)
Widerstände: 104 / 111 / 116 / 120
Unterstützungen: 104/ 101 / 96 / 93 / 90
Der Preis von WTI Crude Oil ist seit dem Tief vom 10. April
wieder in einen flachen Aufwärtstrend übergegangen und hat den
wichtigen Widerstand bei 104 US-Dollar vorübergehend wieder
überwunden. Am Donnerstag erfolgte jedoch erneut ein Einbruch
in etwa der gleichen Größenordnung wie beim Nordseeöl. Die
Preisdifferenz ist in den letzten Wochen deutlich
zurückgegangen und liegt derzeit bei unter 14,60 US-Dollar.
UMLAUFRENDITE 1,36%
Fakten:
30.03.2012: 1,50
30.04.2012: 1,36 (Unterschied: -0,14 bzw. -9,3%)
02.04.2012: Hoch bei 1,55
23.04.2012: Tief bei 1,36 (Schwankung: 0,19 bzw. 12,7%)
Widerstände: 1,46 / 1,60 / 1,72 / 1,80 / 1,98 / 3, 25
Unterstützungen: 1,35 / 1,30
Im April ist die Umlaufrendite fast durchgehend gefallen und
hat am 2. Mai mit 1,33% ein neues Allzeittief erreicht. Damit
setzt sich der seit September bestehende Abwärtstrend weiter
fort. Damit sind auch Überlegungen über eine Bodenbildung
hinfällig geworden. Man kann sich zwar kaum noch vorstellen,
dass die Rendite noch weiter fallen könnte, aber das dachte man
auch schon, als die Umlaufrendite noch deutlich höher stand.
Bund Future – 141,1
Fakten:
30.03.2012: 138,02
30.04.2012: 141,08 (Unterschied: 3,06 bzw. 2,2%)
27.04.2012: Hoch bei 141,38
03.04.2012: Tief bei 137,60 (Schwankung: 3,78 bzw. 2,7%)
Widerstände: 141,83
Unterstützungen: 141,4 / 140,5 / 139,5 / 137,6,/ 135,4
Auch der Bund-Future kennt kein Halten mehr und steuert nach
kurzen Konsolidierungen immer neue Hochs an. Umfragen zufolge
fällt es Privatanlegern schwer, diese Entwicklung zu verstehen,
während institutionelle Anleger die Entwicklung vorhergesehen
haben. Allerdings gibt es auch institutionelle Anleger, die mit
Problemen bei den deutschen Staatsanleihen rechnen und sich
entsprechend positionieren.
10-Jährige US Treasury Notes (CBOE Interest Rate 10-Year T-No)
Fakten:
30.03.2012: 2,22
30.04.2012: 1,91 (Unterschied: -0,31 bzw. -14,0%)
03.04.2012: Hoch bei 2,28
23.04.2012: Tief bei 1,91 (Schwankung: 0,37 bzw. 16,7%)
Die Renditen der 10-jährigen US-Staatsanleihen sind zwar auch
niedrig, haben aber keine neuen Tiefs mehr erreicht.
10-Jährige US Treasury Notes
Die US-Treasury Notes notierten zum Monatsschluss bei 132,28
Punkten. Seit dem Hoch vom 27. April bei 132,53 Punkten pendelt
der Kurs zwar auf hohem Niveau seitwärts, hat aber keinen neuen
Höchststand erreicht.
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05. TV-INTERVIEW AM MITTWOCH: DIALOG SEMICONDUCTOR & VESTAS &
NORDEX
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DIALOG SEMICONDUCTOR: GUTES Q1 ODER UMSATZKLAU AUS Q2?
Dialog Semiconductor hat heute früh Zahlen zum ersten Quartal
2012 vorgelegt. Die Zahlen waren durchweg positiv, doch
Analysten zeigten in der anschließenden Telefonkonferenz Angst
davor, dass es sich um Einmaleffekte handeln könnte. Ich halte
diese Furcht auf dem aktuellen Kursniveau für übertrieben.
Doch schauen wir uns das Ergebnis einmal im Detail an: Der
Umsatz lag bei 166,3 Mio. USD, Analysten rechneten nur mit
123,7 Mio. USD. Gegenüber dem Vorjahresquartal stieg der Umsatz
um stolze 68,9%, gegenüber dem durch das starke
Weihnachtsgeschäft geprägte starke Vorquartal fiel der Umsatz
um „nur“ 3,3%.
Der operative Gewinn (EBIT) stieg gegenüber dem
Vorjahresquartal um 53% auf 12,3 Mio. USD, fiel jedoch deutlich
von den im Vorquartal erreichten 21,5 Mio. USD zurück. Schuld
an der schwachen Gewinnentwicklung sind zwei Faktoren, so das
Management: Zum einen die Kosten für die Emission einer
Wandelanleihe im Volumen von 200 Mio. USD, die mit 3,4 Mio. USD
Kosten zu Buche schlägt. Und zum anderen 1,4 Mio. USD
Aufwendungen für Bonuszahlungen an Mitarbeiter aufgrund der
überaus positiven Kursentwicklung der Aktie.
Die Bruttomarge betrug 36,9% und liegt damit leicht höher als
im Erfolgsquartal Q4 2011. Damit sei ein Margenanstieg schon
früher erreicht worden als erwartet, so das Management, und im
Verlauf der Telefonkonferenz wurde weitere acht Mal auf diesen
positiven Umstand hingewiesen. Im weiteren Verlauf des
laufenden Jahres werde, so die Aussage, die Bruttomarge
kontinuierlich weiter ansteigen, da man aufgrund der besseren
Planbarkeit bei reiferen Produkten bessere Einkaufskonditionen
aushandeln könne.
Die positive Entwicklung des Umsatzes führte das Management auf
zwei Umstände zurück: Zum einen gab es im ersten Quartal 2012
extrem viele Neueinführungen von Smartphones und Touchpads,
sodass eine überraschend hohe Nachfrage auf das Unternehmen
traf. Zum anderen sei ein Neuauftrag, der erst für Q2 erwartet
wurde, bereits in der letzten Woche des Q1 gestartet.
Und an diesem Erfolg lässt sich nun der heutige Ausverkauf der
Aktie fest machen: Analysten folgern nun natürlich, dass im
zweiten Quartal nicht mehr so viele Neueinführungen stattfinden
werden und zudem dass der für Q2 geplante Neuauftrag ja schon
teilweise im Q1 abgearbeitet wurde. Wird Dialog Semi also im
laufenden Quartal die Erwartungen erfüllen können? Oder gar
übertreffen?
Ich kann diese Befürchtung nicht teilen. In den vergangenen
Monaten haben wir bei einigen Unternehmen der Branche gesehen,
wie es Produktionsprobleme oder Margenprobleme gab. Die einen
wurden von der starken Nachfrage nach Smartphones und Touchpads
überrascht und konnten nicht ausreichend viele Mobilfunkchips
produzieren (Qualcomm), die anderen mussten sich einem
Preiswettbewerb stellen und konnten die Gewinnmarge nicht
halten (Sandisk).
Bei Dialog Semiconductor stimmt die Produktionskapazität als
auch die Entwicklung der Gewinnmarge. Das Unternehmen ist in
der Lage, überraschende Nachfragesprünge zu bedienen und sich
somit eine bessere Marktposition zu erarbeiten. Ich nenne das
„gutes Management“ und nicht „Umsatzklau aus Q2“!
Das KGV 12e steht aktuell bei 20, während der Umsatz mit
durchschnittlich 35% wächst und Kosteneinsparungen beim Einkauf
für ein überproportionales Gewinnwachstum sorgen. Die
konservativen Ziele für 2012 sind nun schon wesentlich leichter
zu erreichen, denn vorgezogener Umsatz bedeutet nicht
gleichzeitig das Wegbrechen dieses Umsatzes zu einem späteren
Zeitpunkt, sondern häufig einfach nur ein früherer Beginn eines
neuen Umsatzstroms.
Vor diesem Hintergrund halte ich ein KGV von 30 für vertretbar,
was dem Kurs deutlich Potential verleiht. Aufgrund des
volatilen Charakters des Halbleitergeschäfts muss jedoch ein
Abschlag vorgenommen werden, so dass ich auf Sicht von 12-18
Monaten nach wie vor bei meinem Kursziel von deutlich über 20
Euro bleibe.
FLAUTE BEI VESTAS UND NORDEX
Wussten Sie, dass 2011 weniger windig war als 2010? Und schon
2010 ging als windschwaches Jahr in die Branche der
Windradbetreiber ein. Und das erste Quartal 2012 von Nordex und
Vestas führt diese Negativserie nahtlos fort. Flaute, im
wahrsten Sinne des Wortes.
Die Branche hatte gerade auf den Ausbau der Windenergie gesetzt
und Produktionskapazitäten hochgefahren, da begann Deutschland
mit einer Serie von beschleunigten Förderkürzungen und schnitt
somit heftig in die Nachfrage. Auch Spanien kürzte seine
Windprogramme drastisch, und so führte der Sparzwang vieler
europäischer überschuldeter Staaten letztlich zu großen
Überkapazitäten in der Windbranche, die Preise purzeln.
Nicht nur dieser direkte Einfluss auf die Windbranche schmerzt,
auch der Ausbau der Netzanbindung von Offshoreparks in der
Nordsee an das öffentliche Stromnetz geht nur schleppend voran,
ich hatte kürzlich im Rahmen von Siemens darüber berichtet. Es
fehlen Tiefseekabel und der Genehmigungsprozess ist nach wie
vor zu träge.
Also: Schwindende Nachfrage, Preisdruck durch Konkurrenz,
fehlende Netzanbindung ... was kann da eigentlich noch
schlimmer werden? Ach ja, die bereits gebauten Windräder von
Vestas: 376 Windräder müssen überprüft und gegebenenfalls
gewartet werden, weil Produktionsfehler bemängelt wurden.
Vestas fürchtet Kosten von weiteren 40 Mio. Euro für dieses
Problem.
Die Aktie von Vestas befindet sich im Sinkflug. Von 90 Euro
Mitte 2008 ist der Kurs nunmehr auf 6 Euro gefallen. Der
Marktwert des einstigen Hoffnungsträgers Dänemarks ist auf 1,25
Mrd. Euro geschrumpft. Auch beim deutschen Wettbewerber Nordex
sieht es nicht viel besser aus, der Kurs ist von 40 auf 3 Euro
gefallen und führt zu einem Marktwert von nur noch 225 Mio.
Euro.
„Never catch a falling knife“ sagen die Amis, greif’ niemals in
ein fallendes Messer. Es ist eine Börsenweisheit die davor
warnt, in fallende Kurse zu investieren. Heftige Verluste, die
erodierende Nachfrage und eine ungewisse Zukunft machen es
schwer, den Boden für den Kurssturz zu bestimmen. Selbst wenn
man sich an fundamentale Bewertungsmaßstäbe hält und den
Buchwert ins Verhältnis zum erwarteten Gewinn setzt, dann wird
dieser Wert von der Börse teilweise über viele Monate
ignoriert, und viele Investoren scheuen so angelegtes „totes“
Geld.
920 Mio. Euro hat Nordex im Jahr 2011 umgesetzt, im laufenden
Jahr 2012 sollen es 1,06 Mrd. Euro werden. Sollten die
Überkapazitäten einmal abgebaut sein, so dürfte das Unternehmen
deutlich höher bewertet werden. Doch Brancheninsider erwarten
einen Abbau der Überkapazitäten erst Ende 2012 oder gar Anfang
2013. Die Bundesregierung lässt keine Gelegenheit aus, die
Zukunftsfähigkeit der Windkraft zu betonen und fordert einen
schnelleren Netzausbau, doch geschehen ist im vergangenen Jahr
herzlich wenig.
Anders also die Solarbranche, für die ich in Deutschland kaum
eine Überlebenschance sehe gegen den chinesischen Wettbewerb,
muss die Windkraftbranche diese Konkurrenz kaum fürchten, zu
teuer ist der Transport der sperrigen Windräder über die
Weltmeere. So dürfte es nur eine Frage der Zeit sein, bis
Nordex und Vestas wieder bessere Geschäfte vermelden können.
Doch vorerst würde ich mich an das amerikanische Sprichwort
halten und die weitere Entwicklung als Zuschauer beobachten.
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06. BEOBACHTETE WERTE
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Bitte beachten Sie auch den Kundenbereich auf meiner
Internetseite unter www.heibel-ticker.de. Dort finden Sie
aktuelle Charts mit meinen jeweils aktualisierten
Einschätzungen.
==========
Im Wochenverlauf habe ich zu mehreren Titeln Anmerkungen im
Kundenbereich der Webseiten verfasst.
Die dritte Spalte zeigt die Schlusskurse von Donnerstagabend.
Unter „Woche“ steht die Veränderung im Vergleich zur Vorwoche.
Unter „2012“ steht das Ergebnis der Position seit Jahresbeginn
bzw. seit Aufnahme ins Portfolio.
Unter „Anteil“ finden Sie den Anteil der jeweiligen Position am
Gesamtdepot.
Unter i steht zur Information meine Grundtendenz:
K – bei Gelegenheit Kaufen,
NK - Nachkaufen
H - Halten,
V - bei Gelegenheit Verkaufen,
TV – Teilverkauf, also nicht die ganze Position
VL – Verkaufslimit, bei überschreiten eines bestimmten Kurses
sollte verkauft werden
SL – Stopp Loss, bei Unterschreiten eines bestimmten Kurses
sollte verkauft werden
TS – Trailing Stopp, wie SL, nur dass das Limit kontinuierlich
nachgezogen wird
Die „Gelegenheit“ zum Kaufen oder Verkaufen wird sodann
kurzfristig von mir per Update an Sie bekanntgegeben.
Ich habe diese Spalte „i“ insbesondere für neue Kunden
vorgesehen, die zu einem späteren Zeitpunkt wissen wollen, ob
ich die Position noch zukaufen würde, wenn ich beispielsweise
darin nicht schon voll investiert wäre. Zukaufen würde ich
jeweils jedoch niemals zu Höchstkursen, sondern stets nur nach
kurzfristigen Kursrückschlägen von mindestens 5-7%.
Kauffolge: Je spekulativer, desto aggressiver würde ich kaufen
und verkaufen. Derzeit verwende ich die folgenden Schritte:
Value Positionen in drei Schritten aufbauen: 25%-25%-50%,
Spekulative und alternative Positionen in zwei Schritten
aufbauen: 50%-50%,
Tradingpositionen ganz oder gar nicht: 100%.
Stopp Loss Limits, Verkaufslimits und ähnliche Aktionsmarken
verwalte ich aktiv in meinem System und ändere ich unter der
Woche mehrfach, fast täglich. Eine Veröffentlichung der
entsprechenden Limits ist in der Regel nicht sinnvoll,
allenfalls Stopp Loss Marken werde ich bisweilen im Text
bekanntgeben.
Auch dieses Kapitel bleibt den zahlenden Abonnenten des
Heibel-Ticker PLUS vorbehalten. Bitte haben Sie Verständnis
dafür, aber ohne eine kleine Einnahmequelle kann ich diesen
Dienst nicht aufrecht erhalten.
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Stephan Heibel
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nachmacht oder verfälscht oder nachgemachte oder verfälschte
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nach unseren Anlageideen. Dennoch müssen wir jegliche
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Quellen:
Kurse: Deutsche Kurse von comdirect.de, Goldbarren von
proaurum.de, US-Kurse von finance.yahoo.com. Alle Kurse sind
Schlusskurse vom Donnerstag sofern nichts Gegenteiliges
vermerkt ist.
Bilanzdaten: Comdirect, Yahoo! Finance sowie Geschäftsberichte
der Unternehmen
Informationsquellen: dpa-AFX, Aktiencheck, Yahoo! Finance,
TheStreet.com, IR-Abteilung der betreffenden Unternehmen
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