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06.10.2017:



H E I B E L - T I C K E R    S T A N D A R D

F I N A N Z I N F O R M A T I O N E N

- Einfach einen Tick besser -



DEUTSCHE BIBLIOTHEK : ISSN 1862-5428

12. Jahrgang - Ausgabe 40 (06.10.2017)
Erscheinungsweise: wöchentlich Freitag/Samstag



I N H A L T

01.Info-Kicker: DAX 13.000 in greifbarer Nähe
02.So tickt die Börse: Unfähige Politik ermöglicht Rekordjagt
 - Wochenperformance der wichtigsten Indizes
03.Sentiment: Champagnerlaune nach Allzeithoch
 -
04.Ausblick: Wichtige Q-Zahlen am kommenden Donnerstag
05.Wunschanalyse: Netflix
 - Netflix: Daran scheiden sich die Geister
 - Geschäftsmodell: TV-Flatrate für „Day and Date”
 - US-Sättigung vs. Internationales Wachstum
 - Gewinnmarge passt sich der Branche an
 - Investitionen werden hoch bleiben
 - Neue Möglichkeiten durch Reichweite und Infrastruktur
 - Chancen: Statistische Auswertungen und Live-Events
 - Umkehr der Marktmacht
 - Solide Bilanz
 - Kurs auf Allzeithoch
 - Fazit
06.Update beobachteter Werte
 Seitwärtskonsolidierung dauert fort
 Unterstützung hält
 Produktionszahlen schwach, dennoch Hochstufung
 Abstufung w/ schwacher Uranpreisprognose
 +31% trotz Russland-Vorwürfen, Teilverkauf
07.Übersicht HT-Portfolio
08.Disclaimer / Haftungsausschluss und Risikohinweise
09.An-/Ab-/Ummeldung



01. Info-Kicker: DAX 13.000 in greifbarer Nähe

Liebe Börsenfreunde,

Allzeithoch im DAX, die 13.000 bislang nur um Haaresbreite verfehlt, da ist es kein Wunder, dass Anleger in Feierlaune sind. In Kapitel 02 zeige ich kurz auf, was diese Woche zu dem Rekordlauf geführt hat.

In Kapitel 03 werfen wir einen Blick auf die Stimmung der Anleger: Euphorie ist klar zu sehen, aber der Zukunftsoptimismus nimmt ab. Nur gemeinsam mit einer Reihe von weiteren Stimmungsindikatoren können wir uns ein Bild über die für nächste Woche zu erwartende Marktbewegung machen.

Meine konkrete Erwartung für die kommenden Tage habe ich in Kapitel 04 ausformuliert: Kommende Woche Donnerstag findet ein Ereignis statt, das meiner Einschätzung nach Aufschluss geben wird über die Richtung der Aktienmärkte in den kommenden Wochen.

Die heutige Wunschanalyse in Kapitel 05 betrachtet Netflix. Ich kann mich für das Unternehmen begeistern, aber nicht für die Aktie. Auch wenn ich mir unbegrenzte Gewinnmöglichkeiten für die Zukunft ausmale, so fehlt mir doch die Phantasie, wie genau Netflix das anstellen möchte. Ohne diese Phantasie halte ich die Aktie derzeit für zu hoch bewertet.

Wie immer finden Sie eine ganze Reihe von wichtigen Updates inklusive einer Empfehlung zu Gewinnmitnahmen in einem Titel in Kapitel 06. Eine tabellarische Übersicht über unser Portfolio ist in Kapitel 07 ausgewiesen.

Die PDF-Version dieser Ausgabe steht Ihnen ab sofort im Archiv sowie unter dem folgenden Link zur Verfügung: http://www.heibel-ticker.de/downloads/hts171008.pdf

Nun wünsche ich eine anregende Lektüre,

take share, Ihr
Börsenschreibel

Stephan Heibel

Chefredakteur und
Herausgeber des
Heibel-Ticker




02. So tickt die Börse: Unfähige Politik ermöglicht Rekordjagt

US-Präsident Donald Trump hat sich in den vergangenen Monaten zumindest in den Medien als "lame duck" entpuppt, als lahme Ente. Das ist ein Begriff, mit denen Politiker bezeichnet werden, die ihre Vorstellungen nicht umsetzen können. Ich habe zwar vor einer Woche am Beispiel von Importzöllen für Solarmodule gezeigt, dass Trump alles andere als eine lahme Ente ist, doch das kommt in den Medien nicht an.

Und damit auch nicht bei den Unternehmen. Für Unternehmen ist es letztlich egal, ob eine linke oder rechte Regierung an der Macht ist. Die beste aller Regierungen ist genau die, die nicht verändert. Anpassungen an Änderungen kosten Geld, sowas ist derzeit nicht erforderlich. Und vor diesem Hintergrund ist es nun endlich möglich, dass die US-Aktienbörsen neue Allzeithochs erklimmen.

Auch der DAX hat diese Woche sein Allzeithoch bei 12.888 Punkten übersprungen und liebäugelt momentan mit der 13.000er Marke. Auch in Deutschland zeichnet sich eine Politik ab, die wenig handlungsfähig sein wird. Es mag zwar helfen, dass Cem Özdemir und Christian Lindner offensichtlich gut befreundet sind, dennoch können sie nicht sämtliche Parteiprinzipien über Bord werfen, um zu koalieren. Und wenn wir dann noch die Positionen der CSU dagegen setzen, scheint es fast unvorstellbar, dass eine Jamaika-Koalition irgendwelche maßgeblichen Änderungen in Deutschland wird umsetzen können. Beste Rahmenbedingungen also für Unternehmen, die nichts mehr schätzen als Planungssicherheit.

Zum Quartalsende wurden viele Aktienindizes weltweit in die Höhe getrieben. Es handelte sich um aufgestaute Anlagegelder, die im Rahmen der Sommer-Korrektur zurückgehalten wurden. Nun kommt der Herbst und mit ihm beginnt die beste Phase an den Aktienmärkten. Da möchten alle an Bord sein.

Doch wer glaubte, mit dem Monats- und Quartalswechsel würde sich diese Bewegung auslaufen, der wurde nun eines besseren belehrt: Auch in der ersten Oktoberwoche stieg der DAX weiter an, das Wochenplus beträgt stolze 2,1%, obwohl die Woche um einen Feiertag verkürzt wurde.

Die Konjunktur läuft, geopolitische Risiken sind bekannt und entsprechende Eskalationen scheinen schon hinter uns zu liegen und in den kommenden Monaten wird seitens nationaler Politik weder in den USA, noch in Deutschland irgendein Störfeuer befürchtet. Grund genug, sich in diesen Tagen für die nächsten Monate deutlich long zu positionieren.

Da scheint der heranwachsende Konflikt in Katalonien übersehen zu werden. Die Katalanen haben mit 90% für eine Abspaltung gestimmt, doch Brüssel und auch Kanzlerin Merkel stärken der spanischen Regierung Rajoy den Rücken. In Rajoy hat man einen treuen EU-Partner und den zieht man einer ungewissen Zukunft mit Katalonien vor. Zur Erinnerung: Als Bosnien sich von Serbien abspaltete, war die EU die Erste, die Bosnien anerkannt. Damals war geltendes Völkerrecht nicht so wichtig.

Derweil übernimmt der Französische Präsident Emanuel Macron die europäische Führung. Der Zeitpunkt ist günstig für ihn, denn Merkel ist noch mit der Regierungsbildung beschäftigt und kann derzeit kaum klare Aussagen machen. Doch seine Vorstellungen von Europa sind mit dem deutschen Verständnis nicht vereinbar. Wieder soll eine europäische Bankenunion geschaffen werden, mit der einfach nur deutsche Gelder in den Süden transferiert würden, ohne entsprechende Sanktionsmechanismen vorzusehen.

Ich schätze Macron, denn er hat Ziele - etwas, das Merkel fehlt. Wenn die Regierungsbildung abgeschlossen ist, würde ich mir wünschen, dass Merkel auf Macrons Ziele eingeht und Wege sucht, diese auf vernünftige Weise zu verfolgen. Wir dürfen gespannt sein, ob Macron und Merkel ein Paar geben, das Europa wieder gemeinsam führen kann.

Soweit meine kurzen politischen Statements. Damit wird es nun hoffentlich für einige Wochen gut sein, denn wir laufen auf die Berichtssaison zu. Ab nächster Woche werden täglich Quartalszahlen veröffentlicht. Die Q3-Berichte sind bei vielen Unternehmen besonders wichtig, weil hier bereits ein erster Ausblick auf das kommende Jahr gegeben wird. In den kommenden Wochen werde ich also wieder stärker auf einzelne Unternehmen und Branchen eingehen.

WOCHENPERFORMANCE DER WICHTIGSTEN INDIZES


INDIZES5.10.17Woche ΔΣ '17 Δ
Dow Jones22.775 1,8%15,2%
DAX12.968 2,1%13,0%
Nikkei20.629 1,3%7,9%
Shanghai A 3.507 0,3%7,9%
Euro/US-Dollar1,17-0,7%11,1%
Euro/Yen132,11-0,4%7,4%
10-Jahres-US-Anleihe2,35%0,04-0,10
Umlaufrendite Dt0,25%-0,020,26
Feinunze Gold$1.268 -1,3%10,1%
Fass Brent Öl$56,87 -1,0%0,3%
Kupfer6.510 1,7%20,0%
Baltic Dry Shipping1.382 -0,6%48,9%



Mit dem Rückgang auf 1,17 USD/EUR (-0,7%) hat der Wechselkurs ein Niveau erreicht, dem sowohl die USA als auch Europa Positives abgewinnen können. Dow Jones (+1,8%) und DAX (+2,1%) haben diese Woche kräftig zugelegt, auch in Japan profitierte man von der guten Börsenstimmung (Nikkei +1,3%).

An den Anleihemärkten ergibt sich weiterhin ein uneinheitliches Bild: Während in den USA Anleihen gekauft werden und die Rendite damit sinkt (-0,02%punkte auf 0,25%), hält man sich in Deutschland zurück und verhilft dem Zinsniveau dadurch zu einem leichten Anstieg (+0,04%punkte auf 2,35%). Ich kann aus dieser Entwicklung keine bedeutende Aussage ableiten.

Der Goldpreis sackt ab (-1,3%) und stellt in meinen Augen weiterhin eine gute Einstiegsgelegenheit dar. Der Ölpreis konsolidiert die Kursgewinne der Vorwoche (-1%). Kupfer zieht vor dem Hintergrund des Konjunkturoptimismus weiter an und auch der Baltic Dry Verschiffungsindex hat sich im Verlauf der Woche nach einem Rücksetzer zum Wochenbeginn deutlich erholt.

Schauen wir uns einmal an, wie sich die Stimmung unter den Anlegern entwickelt hat.




03. Sentiment: Champagnerlaune nach Allzeithoch

Der DAX hat diese Woche ein neues Allzeithoch erklommen. Da ist es nur zu verständlich, dass die Laune der Anleger super ist. Wie schon in der vergangenen Woche erläutert ist Euphorie kein hinreichendes Indiz für einen bevorstehenden Ausverkauf. Wenn die Börse haussiert, ist es nur zu verständlich, dass die Laune überschäumt.

Und die Laune schäumt über: 60% (+5%) unserer Umfrageteilnehmer sehen den DAX in einem Aufwärtsimpuls, weitere 22% (+2%) gehen von einer Topbildung aus. Nur noch 16% (-7%) betrachten die aktuelle DAX-Bewegung als Seitwärtsbewegung. Damit steigt unser Sentiment-Indikator auf einen Wert von 5,8 und erreicht damit das dritthöchste Niveau, seit wir diese Umfrage im Herbst 2014 starteten. Ich höre Champagner-Korken.

Noch deutlicher wird die Euphorie bei der Selbsteinschätzung: 28% (+8%) der Anleger geben an, auf diese Entwicklung spekuliert zu haben, weitere 53% (+6%) fühlen ihre Erwartungen der Vorwoche durch die aktuelle Entwicklung zum größten Teil bestätigt. Kaum jemand ist enttäuscht (-9% auf 14%) und nur noch 5% (-5%) wurden auf dem falschen Fuß erwischt. Damit steigt die Selbstzufriedenheit auf 4,3 Punkte, das höchste Niveau seit über zweieinhalb Jahren.

Einmal abgesehen von den extrem euphorischen Werten, die wir diese Woche messen, so ist auch bemerkenswert, wie schnell die Stimmung von einem Extrem ins andere umgeschlagen ist. Noch vor sechs Wochen, also Mitte August, haben wir Extremwerte auf der anderen Seite unserer Skala gemessen: Extreme Niedergeschlagenheit gepaart mit extremer Verunsicherung der Anleger. Das war der Nährboden für die Rallye, die wir aktuell erleben. Wir haben das damals auch so herausgestellt. Die Rekorde an den Aktienmärkten überraschen uns also kaum, wohl aber der extreme Stimmungsumschwung, der schneller denn je zuvor erfolgte.

Doch genau gegenläufig zur Stimmung fällt der Zukunftsoptimismus mit steigenden Aktienmärkten weiter zurück. Nur noch 28% (-4%) der Anleger erwarten für den DAX in drei Monaten steigende Kurse, 26% (+5%) hingegen erwarten ein Ende der Rallye in Form einer Topbildung. Eine Seitwärtsbewegung erwarten 27% (-2%) und das Lager der Bären ist um 3% auf 19% angewachsen.

Drei Monate in die Zukunft zu blicken, ist ein langer Zeitraum. Bis dahin kann noch viel passieren, und aktuell erwarten unsere Umfrageteilnehmer vorwiegend steigende Kurse. So wollen 31% (+3%) der Anleger in den kommenden zwei Wochen Aktien zukaufen, während nur noch 12% (-3%) Aktien verkaufen möchten. 57% (-1%) warten ab, bis sich klarere Kursniveaus ergeben. Damit ist die Investitionsbereitschaft so groß wie seit einem Jahr nicht mehr und spricht für weiter steigende Kurse in den kommenden zwei Wochen.

Das Euwax-Sentiment ist auf -7,2 angestiegen und zeigt damit eine moderat vorsichtige Positionierung der Privatanleger auf. Noch Ende September erreichte dieser Indikator bei -12,4 Punkten ein negatives Extrem. Privatanleger haben ihre Aktienposition sehr stark durch Puts bzw. durch Finanzinstrumente, die bei fallenden Kursen profitieren, abgesichert. Diese starke Absicherung löst sich, wie von mir erwartet wurde, nun langsam auf und gibt der Rallye vorerst noch zusätzlichen Treibstoff.

Institutionelle Anleger, die sich über die Eurex-Terminbörse absichern, haben diese Woche ihre zuvor bullische Positionierung aufgelöst und sind nun neutral positioniert.

In den USA zeigt der technische Angst und Gier Index des S&P 500 mit 95% extreme Gier auf. Ich kann mich nicht erinnern, den Index schon mal auf so hohem Niveau gesehen zu haben. Kein Wunder, nach 6 Tagen mit neuem Allzeithoch infolge ist der Markt stark überkauft. Nicht in das Bild passt der Rückgang der Investitionsquote bei institutionellen US-Anlegern von 96% auf 91%. Ich kann das höchstens dadurch erklären, dass der Oktober bei vielen Hedgefonds der Zeitpunkt ist, zu dem Kunden ihre Gelder abziehen dürfen. Viele Hedgefonds haben nur ein oder zwei Termine im Jahr, zu dem ihre Kunden Geld abziehen können, damit sie in der verbleibenden Zeit nicht stets eine Barreserve für solche Fälle vorhalten müssen. Die meisten Hedgefonds ermöglichen Entnahmen im Oktober.

Die Bullenquote unter den US-Privatanlegern ist mit 2,8% im neutralen Bereich.

Sentimentdaten

Sentimentdaten

Kaufempfehlungen der Privatanleger
Geely Automobile, Mattel, Gilead Sciences, Viscom, Deutsche Wohnen

Verkaufsempfehlungen der Privatanleger
MannKind, Endocyte, Mondelez, Uniper, MorphoSys

Die Sentiment-Daten wurden in Zusammenarbeit mit Sharewise
erstellt:
http://www.sharewise.com?heibel

Wir befinden uns bereits in der Phase der Kaufpanik: Anleger kaufen in die steigende Kurse hinein, um dabei zu sein. Dieser Herbst verspricht einfach, zu gut zu werden. Doch der Optimismus, dass auch in drei Monaten noch steigende Kurse an den Aktienmärkten zu sehen sein werden, sinkt zunehmend. Es sind nun also kurzfristig orientierte Spekulanten, die die Kurse treiben.

Spekulanten sind ruck zuck raus aus ihren Aktien, wenn es negative Meldungen gibt. Ab der nächsten Woche werden Quartalszahlen für das Q3 veröffentlicht und da sind negative Überraschungen leicht möglich. Nach der Kursrallye der vergangenen Wochen sind schon hohe Erwartungen eingepreist, das Risiko einer Enttäuschung ist gestiegen.

Die Unterstützung einer Rallye wird kleiner, da Privatanleger ihre Absicherungspositionen auflösen. Wie Sie wissen, führt die Auflösung von Absicherungspositionen zu Aktienkäufen, was gegebenenfalls einen Ausverkauf auffangen würde. Noch sind Privatanleger relativ gut abgesichert, aber sie lösen diese Absicherungen nun in die steigenden Kurse hinein auf, weil die Absicherung mit steigenden Kursen teurer wird.

Die Rallye kann nicht ewig weiterlaufen. Unsere Sentiment-Indikatoren zeigen an, dass wir einer Verschnaufpause näher sind als einem weiteren Anstieg um 2%. Ein mögliches Szenario wäre beispielsweise ein Überspringen der 13.000 Punkte Anfang nächster Woche mit einer anschließenden Verschnaufpause, die den DAX wieder in Richtung 12.900 Punkte zurückführt.

Danach sind wir in der Hand der Quartalszahlen.










04. Ausblick: Wichtige Q-Zahlen am kommenden Donnerstag

Der Ausblick bleibt den zahlenden Abonnenten des Heibel-Ticker PLUS vorbehalten. Bitte haben Sie Verständnis dafür, aber ohne eine kleine Einnahmequelle kann ich diesen Dienst nicht aufrecht erhalten.

Hier im Heibel-Ticker Standard erhalten Sie überwiegend vergangenheitsbezogene Erklärungen von mir. Detaillierte Analysen und Einschätzungen über die künftige Börsenentwicklung gibt es nur im kostenpflichtigen Heibel-Ticker PLUS. Das Angebot für die zahlenden Abonnenten des Heibel-Ticker PLUS baue ich kontinuierlich weiter aus und komme dabei insbesondere den Wünschen meiner Kunden nach. Inzwischen bietet das Heibel-Ticker PLUS Abonnement folgende Zusätze:

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- täglich aktuelle Einschätzungen zu den Meldungen, die unsere offenen Positionen betreffen

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- Sie können sich aus den empfohlenen Werten Ihr eigenes Musterportfolio zusammenstellen, um gezielter und schneller die für Sie relevanten Neuigkeiten zu sehen.

Weiterhin erhalten meine Kunden eine übersichtliche Tabelle über alle offenen Positionen mit der jeweiligen Wochenperformance sowie Performance seit Empfehlung und mit einer Übersicht über die anstehenden Aktivitäten wie Stopp Loss nachziehen oder verkaufen bzw. kaufen.

Für die besonders aktiven Anleger unter Ihnen biete ich an, die unterwöchigen Updates direkt per E-Mail an Sie zu senden und ich benachrichtige Sie im Falle von Aktionsempfehlungen (Kauf oder Verkauf) direkt per SMS auf Ihr Handy. Dabei handelt es sich um einen Zusatzdienst (Express!), den ich mit 6,25 € pro Monat berechne. Keine Angst, sämtliche Updates befinden sich natürlich dann auch nochmals in der Freitagsausgabe für die normalen PLUS-Kunden.

Den Reaktionen meiner Kunden entnehme ich, dass der Heibel-Ticker PLUS die Bedürfnisse von Anlegern gezielt und verständlich sowie fundiert und erfolgreich befriedigt. Schauen Sie sich das neue Angebot einmal mit einem Schnupperangebot (6 Wochen zu 20 €) an. Es würde mich freuen, wenn ich Sie als neuen Abonnenten gewinnen kann.

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05. Wunschanalyse: Netflix

Netflix hat die USA erobert und schickt sich nun an, die ganze Welt zu erobern. Im Aktienkurs ist der Erfolg dieses Vorhabens bereits eingepreist, neue Geschäftsmodelle müssen ebenfalls erfunden werden, um das aktuelle Bewertungsniveau zu rechtfertigen. In dieser Wunschanalyse zeige ich, was passieren müsste, um die Rallye von Netflix weiterlaufen zu lassen.

Netflix
Daran scheiden sich die Geister

Fr, 06. Oktober um 10:42 Uhr

Ein Kurs/Gewinn-Verhältnis (KGV) 2017e von 152 und ein Kurs/Umsatz-Verhältnis (KUV) von 7 sprengen jegliche Bewertungsmodelle der Finanzindustrie. Es gibt unzählige Analysten, die zu beweisen versuchen, dass diese Aktie überbewertet ist.

Auf der anderen Seite gehört Netflix zu den wenigen Konzernen, die wissen, wie man aus Big Data Profit schlägt. Nur Amazon und Facebook haben es bislang geschafft, gigantische Datenmengen in Echtzeit zu analysieren und über individuelle Angebote direkt in Geld umzuwandeln. Da nimmt sich Netflix mit einer Marktkapitalisierung von nur einem Sechstel der beiden anderen Big Data Experten wie eine unterbewertete Perle aus.

Ich werde zunächst gängige Bewertungsmodelle mit extrem optimistischen, aber linearen Annahmen durchrechnen und zeigen, dass kein noch so optimistisches Szenario die aktuelle Marktbewertung rechtfertigt.

Im zweiten Teil werde ich dann von linearen Erwartungen (Fortführung des aktuellen Geschäftsmodells) auf exponentielle Erwartungen (die Welt der unbegrenzten Gewinnmöglichkeiten) umstellen und zeigen, was Anleger von Netflix tatsächlich erwarten.

Sie können dann selber entscheiden, welche Methode Ihnen zusagt.


GESCHÄFTSMODELL: TV-FLATRATE FÜR „DAY AND DATE”

Bei Netflix zahlen Sie eine monatliche Nutzungsgebühr (8-12€), es stehen Ihnen dann alle Filme sofort zur Verfügung. Dem Wörtchen „sofort” kommt hier eine besondere Bedeutung zu: Anders als bei anderen Anbietern stellt Netflix unter dem Schlagwort „Day and Date” sofort bei Verfügbarkeit Filme für alle ins Portal. Keine gestaffelten Veröffentlichungstermine für Kinos, dann per DVD und erst später für den Streaming-Dienst, sondern einen einzigen Tag für alles.

Insbesondere bei Serien hat dieses Konzept für Furore gesorgt, denn erstmals können die Zuschauer von Tag eins an sämtliche Folgen einer Staffel schauen. Man kann also alle Folgen in einem durchsehen, oder auch mit der letzten Folge anfangen. Das steht im Widerspruch zu den Marketingstrategen, die mit Serien einen Spannungsbogen in der Bevölkerung aufbauen möchten und die Konfliktlösung erst zu einem späteren Zeitpunkt liefern.

Einen zusätzlichen Kick bekam Netflix, als es gelang, mit den beiden Serien „Orange is the new Black” und „House of Cards” zwei Serien selbst zu produzieren, deren Handlung schon bald (in den USA) in aller Munde war. Seither werden neue Serien „in Serie” produziert.

Am gestrigen Donnerstag hat Netflix seine Preise überraschend um 10% angehoben. Die Aktie sprang um 5% an. Ob 10 oder 11 Euro im Monat, Netflix-Kunden werden sich wegen eines Euros nicht von diesem Dienst abwenden. Entsprechend wird die Preiserhöhung voll der Gewinnentwicklung zugute kommen, Abwanderungen wird es meiner Einschätzung nach dadurch nicht geben.


US-SÄTTIGUNG VS. INTERNATIONALES WACHSTUM

In den USA ist das Kundenwachstum von 30% im Jahr 2010 auf nunmehr 10% gesunken. Insgesamt hat Netflix in den USA derzeit etwas über 51 Mio. Haushalte als Kunden. Das sind 43% der US-Haushalte. Da ist es verständlich, dass die Wachstumsgeschwindigkeit zurückgeht.

International hat Netflix seit Ende 2016 mehr Kunden als in den USA, also über 52 Mio. Nun hoffen Anleger, dass Netflix in den kommenden Jahren international Wachstumsraten aufweist wie zuvor in den USA. Wenn also die heutigen 30-32% Kundenwachstum in den kommenden 8 Jahren schrittweise auf 10% zurückgehen, wird Netflix im Jahr 2025 stolze 250 Mio. Kunden haben.

Ich denke, Sie stimmen mir zu, wenn ich sage, dass eine solche Entwicklung überaus optimistisch wäre, oder? So lassen sich bei uns in Deutschland beispielsweise viele Serien über die sendereigenen Mediatheken kostenfrei abrufen. Viele Länder haben jedoch gar kein ausreichend schnelles Internet, um flächendeckend Netflix anzubieten. So gelten Länder wie Brasilien und Mexiko bereits als weitgehend ausgeschöpft seitens Netflix.

In Deutschland erreicht Netflix mit 5 Mio. Kunden 6% der deutschen Haushalte und belegt damit Platz 2 hinter Amazon PrimeVideo, die 30% erreichen. Ja, da ist also noch Wachstumspotential, aber als zufriedener Amazon Prime Kunde fällt mir persönlich wenig ein, was mich zu einem Wechsel zu Netflix bewegen würde. Zunehmend wird Netflix neue Marktanteile anderen Anbietern abjagen müssen. Die Zeit des „land grab”, in der man als Erster einen bestehenden Bedarf decken kann, ist vorbei.

Rechnen wir diese Entwicklung einmal in Umsatz und Gewinn um: Der Jahresumsatz von Netflix würde bei 250 Mio. Kunden dann 30 Mrd. USD betragen ... in 8 Jahren. Wenn wir diesen Umsatz mit 5% p.a. abdiskontieren (das ist weniger als üblich bei solchen Kalkulationen, um dem aktuellen Zinsniveau einen Risikozuschlag hinzuzurechnen – ich unterstelle hier einen sehr geringen Risikoabschlag), dann ist dieser Umsatz heute 20 Mrd. USD wert.

Im Jahr 2025 werden die Wachstumsraten unter 10% liegen und Netflix wird als ein reifes Unternehmen bewertet sein. Ich betrachte für ein reifes Unternehmen ein KUV von 1 für angemessen, besonders gut positionierte Unternehmen können auch schon mal mit einem KUV von 2 bewertet sein. Das würde bei dem angenommenen abdiskontierten Umsatz eine Marktkapitalisierung von 20-40 Mrd. USD bedeuten. Aktuell wird Netflix mit 80 Mrd. USD Marktkapitalisierung versehen, ist also schon doppelt so viel wert.

GEWINNMARGE PASST SICH DER BRANCHE AN

Heute hat Netflix eine operative Marge von 6,3%, Wettbewerber Charter liegt bei 10,6%, DISH bei 12,8% und Comcast sogar bei 21,2%. Die Gewinnmarge von Netflix liegt bei 3,5%, ein wenig höher als bei Charter, deren Gewinnmarge jüngst von 10 auf 2,3% eingebrochen ist. Auch DISH beklagt eine rückläufige Marge, liegt aber noch bei 7,2%. Comcast ist stabil bei 11,4%.

Heute investiert Netflix vehement in den Ausbau der Infrastruktur, um überall Streaming Videos anbieten zu können, in Content (Serien und Filme) sowie in die Kundenakquise. Nach Aussage von CEO Reed Hastings wird es noch einige Jahre dauern, bis Netflix Cashflow-positiv sein wird. Sprich: Es wird mehr investiert als eingenommen.

Aber egal, gehen wir mal davon aus, dass in 8 Jahren alle Investitionen getan sind und Netflix eine Gewinnmarge ausweisen kann, die der hohen Marge von Comcast entspricht. Abdiskontiert würde Netflix heute dann 2,2 Mrd. USD Gewinn erwirtschaften, was zu einem KGV von 37 führen würde. Ein KGV von 37 für Netflix, nachdem es die exorbitanten Wachstumsraten erzielt hat und vielleicht nur noch mit 6% p.a. wächst, ist zu hoch. Für ein solides Unternehmen würde ich ein KGV von 15 für angemessen halten. Also auch hier ergibt sich eine mehr als doppelt so hohe Bewertung, als durch sehr optimistische Finanzmathematik zu rechtfertigen wäre.


INVESTITIONEN WERDEN HOCH BLEIBEN

Ich kann nicht sehen, wie die Investitionen von Netflix nennenswert zurückgehen können, ohne das Geschäft zu schädigen. Zum einen wird jeder zusätzliche Kunde, der gewonnen werden will, immer teurer. Ich habe Ihnen oben bereits gezeigt, dass immer mehr Kunden nicht mehr anderen Wettbewerbern abgejagt werden müssen. Zum anderen wird auch qualitativ hochwertiger Content (Serien & Filme) immer seinen Preis haben – egal ob Netflix das selber produziert oder einkauft.

Lediglich die Investitionen in die Infrastruktur könnten zurückgehen, doch darauf warten wir beispielsweise bei Amazon quartalsweise bereits seit 20 Jahren. Bei Amazon stellen wir fest, dass die Ansprüche immer weiter steigen und Amazon daher einen kontinuierlich hohen Anteil in die Infrastruktur investiert. Ein Ende ist nicht in Sicht.

Es ist in meinen Augen also fraglich, ob Netflix irgendwann einfach so die Gewinnmarge wird deutlich erhöhen können. Kurzfristig ja, aber nur zu Lasten des Wachstums oder der Kundenzufriedenheit – und das ist nicht gesund.


NEUE MÖGLICHKEITEN DURCH REICHWEITE UND INFRASTRUKTUR

Doch wenn Netflix nun schon mal so viele Zuschauer erreicht und zudem noch eine hochmoderne Infrastruktur hat, dann kann das Unternehmen künftig auch andere Angebote ausstrahlen. Sie haben vielleicht mitbekommen, welche Probleme Eurosport zu Beginn dieser Bundesliga-Saison mit dem Übertragen der Fußballspiele über das Internet hatte. Netflix wäre das nicht passiert.

Somit qualifiziert sich Netflix für solche Massensportarten wie kein anderes Unternehmen und kann etwaige Lizenzgebühren aufgrund der großen Reichweite (viele Kunden) besser umlegen.

Zudem gab es diese Woche eine kleine Sensation: Netflix verhandelt Berichten zufolge mit Time Warner, die Neuauflage des Films „Shaft” im Ausland anzubieten, während im Inland die Rechte bei Time Warner verbleiben. Wenn sich Netflix und Time Warner einigen, dann würde Netflix erstmals von dem Dogma „Day and Date” abrücken. Das fällt dann wohl unter Contentkosten, weil man mit einer solchen Vereinbarung neue Kunden im Ausland anziehen möchte.


CHANCEN: STATISTISCHE AUSWERTUNGEN UND LIVE-EVENTS

Wenn wir das Fernseherlebnis von heute linear in die Zukunft fortschreiben, dann lässt sich also die aktuelle Bewertung von Netflix kaum rechtfertigen. Neue Geschäftsideen, und damit neue Einnahmequellen, müssen her.

Ich denke, Netflix wird das Rad nicht neu erfinden müssen, sondern lediglich effizienter nutzen. Sprich: Ein Netflix mit nur einer Flatrate und vollständig werbefrei muss nicht ewig Bestand haben. Dass Netflix von seinem Dogma „Day and Date” Abstand nimmt, ist ein erster Hinweis darauf, dass nichts in Stein gemeißelt ist.

Seit August testet Netflix nun auch in einer kleinen Testgruppe bereits Werbung für hauseigene Produkte. Es wird getestet, wie unterschiedlich die Kunden reagieren, wenn ein „Werbung überspringen”-Knopf angeboten wird und wenn nicht. Allerdings wird die Werbung nur zu Beginn eines Films eingeblendet, nicht währenddessen.

Ich kann mir nun beispielsweise gut vorstellen, dass Netflix künftig für eigene Sonderangebote Werbung macht. Beispielsweise die Live-Übertragung eines wichtigen Sport-Events könnte gezielt, dank Big Data, denjenigen Kunden kostenpflichtig angeboten werden, die zu der betreffenden Zeit erfahrungsgemäß ohnehin vor dem Fernseher sitzen, oder aber die sich erfahrungsgemäß besonders für Sport interessieren.

Na, und wenn sich dann Netflix eines Tages für Werbung durch Dritte öffnet, wie Facebook und Google, dann ergibt sich eine völlig neue, hochpreisige Einnahmequelle. Hochpreisig, weil Netflix eben Dank Big Data viel über die eigenen Kunden weiß und somit sehr gezielt Werbung ausliefern kann.


UMKEHR DER MARKTMACHT

Aber allein durch Big Data und die dadurch möglichen neuen Einnahmequellen kann ich mir den aktuellen Aktienkurs noch immer nicht erklären. Da muss noch was anderes in den Köpfen der Anleger herumgeistern. Zwei Dinge fallen mir da noch ein:

Das eine wäre der Tesla-Effekt: Jeder, der einmal einen Tesla probegefahren hat, ist begeistert von dem Elektroantrieb und möchte an der Elektrorevolution teilhaben. Also kauft man sich das Auto und häufig gleich noch ein paar Aktien dazu. Ähnlich sehe ich die Begeisterung bei Netflix-Kunden, die sich dankbar von den traditionellen TV-Kanälen abwenden und ihrer Begeisterung dadurch Ausdruck verleihen, sich neben dem Abo auch gleich noch ein paar Netflix-Aktien ins Depot zu holen. Man will bei der Zukunft dabei sein.

Und wenn das die Zukunft ist, dann kommen wir gleich noch zum zweiten Punkt: Der Dienst von Netflix könnte so überlegen sein, dass Netflix in der Zukunft als Monopolist der Branche die Preise diktieren könnte. So könnte Disney auf Netflix angewiesen sein, wenn ein neuer Blockbuster-Film veröffentlicht wird. So könnte sich die Weisheit „Content is king” (Inhalte sind Trumpf) als falsch erweisen, wenn die Verbreitung neuer Filme nur mit Hilfe von Netflix erfolgreich umgesetzt werden kann.

Wenn das käme, dann wären die Gewinnmöglichkeiten von Netflix unbegrenzt.


SOLIDE BILANZ

Der Vollständigkeit halber schauen wir noch kurz auf die Bilanz, auch wenn die von Anlegern überhaupt nicht berücksichtigt wird: 10 Mrd. USD Jahresumsatz werden mit einer Marktkapitalisierung von 80 Mrd. USD bewertet. 3 Mrd. USD Nettoschulden sind bei dem exorbitanten Wachstum in Ordnung. Analysten erwarten für die kommenden 5 Jahren ein durchschnittlich überproportionales Gewinnwachstum von 75% p.a., was das eingangs erwähnte KGV 2018e von 90 relativiert.


KURS AUF ALLZEITHOCH

Die Aktie notiert derzeit bei 194 USD bzw. 168 EUR und hat damit infolge der Preiserhöhung ein neues Allzeithoch erklommen. In den vergangenen zwölf Monaten hat sich die Aktie von 80 EUR aus verdoppelt. In den vergangenen fünf Jahren ist die Aktie um 2.000% angestiegen.

Bitte fordern Sie mich nicht auf, nach möglichen Unterstützungen oder Widerständen zu suchen, denn die gibt es kaum. Wer einsteigen möchte, der kann auf einen Rücksetzer von 7-10% vom jeweiligen Hoch warten. Sollte die Rallye hingegen auslaufen und eine Korrektur folgen, dann wäre ein Absturz um 50% keine Überraschung.

FAZIT

Netflix hat Momentum! Die Aktie läuft gen Norden und hat viele Spekulanten angezogen, die diesen Lauf mitnehmen wollen. Sollte die Rallye in Netflix ins Straucheln kommen, dann dürfte ein heftiger Rückschlag zu erwarten sein, weil sich diese Spekulanten dann ohne Rücksicht auf das aktuelle Bewertungsniveau einfach verabschieden werden.

Doch Netflix hat einen neuen Markt geschaffen und ist in diesem Markt in den USA Marktführer. Nun wird die Welt erobert. Gelingt es Netflix, in den großen Regionen der Welt ebenfalls Marktführer zu werden, dann stehen dem Unternehmen viele Jahre exorbitanten Wachstums bevor. Doch ich bezweifle, dass sich das US-Modell so einfach auf die ganze Welt übertragen lässt. International dürften meiner Einschätzung nach Probleme auftauchen, von denen Netflix bislang noch nichts wusste. Und das wird das Wachstum verlangsamen.

Mag sein, dass Netflix die Kapitalkraft hat, um sich unliebsame Wettbewerber einfach einzuverleiben. Doch auch diese Strategie kostet Geld und wird die Aktie belasten.

Für meinen Geschmack ist zu viel Positives bereits in der Aktie eingepreist. Anleger schauen bei den Quartalszahlen nicht auf Umsatz und Gewinn, sondern ausschließlich auf die Kundenentwicklung. Solange Netflix die hohen Wachstumsraten in der Kundenentwicklung - künftig hauptsächlich durch die Eroberung neuer geographischer Regionen - aufrecht erhalten kann, wird die Aktie wohl weiterlaufen. Für Momentum-Spekulanten ist das eine lukrative Spekulation.

Doch irgendwann wird Netflix vom Wachstumsunternehmen zu einem reifen Unternehmen heranwachsen und das wird ein völlig neues Bewertungsmodell nach sich ziehen. Ich fürchte, wir sind diesem Augenblick näher als einer weiteren Kursverdopplung. Daher würde ich mich aus dieser Spekulation heraushalten.



06. Update beobachteter Werte

Bitte beachten Sie auch den Kundenbereich auf meiner Internetseite unter www.heibel-ticker.de. Dort finden Sie aktuelle Charts mit meinen jeweils aktualisierten Einschätzungen.

Dieses Kapitel bleibt den Heibel-Ticker PLUS-Abonnenten vorbehalten.

In Deutschland gibt es kaum einen anderen, der die Hintergründe der Aktienmärkte so messerscharf von dem täglichen Medienrummel trennen kann, wie der Autor des Heibel-Tickers Stephan Heibel.

Von seinen Fähigkeiten, komplizierte Zusammenhänge verständlich darzustellen, können Sie sich mit diesem Heibel-Ticker Standard überzeugen. Wenn Sie allerdings seine Schlussfolgerungen und Empfehlungen erfahren möchten, dann sollten Sie sich einmal um den Heibel-Ticker PLUS kümmern.

Für eine Jahresgebühr von 150 Euro erhalten Sie ein Jahresabonnement sowie einen Vorzugspreis auf sämtliche Sonderanalysen, die in unregelmäßigen Abständen veröffentlicht werden. Viele Sonderanalysen stellen wir den Heibel-Ticker PLUS Kunden sogar kostenfrei zur Verfügung.

Falls Ihnen ein Jahr zu lang erscheint, dann können Sie den Heibel-Ticker PLUS auch zunächst für ein halbes- oder viertel Jahr bestellen. Oder bestellen Sie einfach das Schnupperabo zu 20 € für 6 Wochen.

Geben Sie bitte den folgenden Link in Ihren Browser ein und bestellen Sie unter

http://www.heibel-ticker.de/customer/new



07. Übersicht HT-Portfolio

Bitte beachten Sie auch den Kundenbereich auf meiner Internetseite unter www.heibel-ticker.de. Dort finden Sie aktuelle Charts mit meinen jeweils aktualisierten Einschätzungen.

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Im Wochenverlauf habe ich zu mehreren Titeln Anmerkungen im Kundenbereich der Webseiten verfasst.

Die tabellarische Übersicht bleibt den zahlenden Abonnenten des Heibel-Ticker PLUS vorbehalten.

Die dritte Spalte zeigt die Schlusskurse von Donnerstagabend. Unter „Woche“ steht die Veränderung im Vergleich zur Vorwoche. Unter „2014“ steht das Ergebnis der Position seit Jahresbeginn bzw. seit Aufnahme ins Portfolio. Unter „Anteil“ finden Sie den Anteil der jeweiligen Position am Gesamtdepot.

Unter ! steht zur Information meine Grundtendenz:
Kbei Gelegenheit Kaufen, 
NKNachkaufen 
HHalten, 
Vbei Gelegenheit Verkaufen, 
TVTeilverkauf, also nicht die ganze Position 
VLVerkaufslimit, bei überschreiten eines bestimmten Kurses sollte verkauft werden 
SLStopp Loss, bei Unterschreiten eines bestimmten Kurses sollte verkauft werden 
TSTrailing Stopp, wie SL, nur dass das Limit kontinuierlich nachgezogen wird 



Die „Gelegenheit“ zum Kaufen oder Verkaufen wird sodann kurzfristig von mir per Update an Sie bekanntgegeben.

Ich habe diese Spalte „!" insbesondere für neue Kunden vorgesehen, die zu einem späteren Zeitpunkt wissen wollen, ob ich die Position noch zukaufen würde, wenn ich beispielsweise darin nicht schon voll investiert wäre. Zukaufen würde ich jeweils jedoch niemals zu Höchstkursen, sondern stets nur nach kurzfristigen Kursrückschlägen von mindestens 5-7%.

Kauffolge: Je spekulativer, desto aggressiver würde ich kaufen und verkaufen. Derzeit verwende ich die folgenden Schritte:

Value Positionen in drei Schritten aufbauen: 25%-25%-50%,

Spekulative und alternative Positionen in zwei Schrittenaufbauen: 50%-50%,

Tradingpositionen ganz oder gar nicht: 100%.

Stopp Loss Limits, Verkaufslimits und ähnliche Aktionsmarken verwalte ich aktiv in meinem System und ändere ich unter der Woche mehrfach, fast täglich. Eine Veröffentlichung der entsprechenden Limits ist in der Regel nicht sinnvoll, allenfalls Stopp Loss Marken werde ich bisweilen im Text bekanntgeben.

Bitte haben Sie Verständnis dafür, aber ohne eine kleine Einnahmequelle kann ich diesen Dienst nicht aufrecht erhalten.

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In Deutschland gibt es kaum einen anderen, der die Hintergründe der Aktienmärkte so messerscharf von dem täglichen Medienrummel trennen kann, wie der Autor des Heibel-Tickers Stephan Heibel.

Von seinen Fähigkeiten, komplizierte Zusammenhänge verständlich darzustellen, können Sie sich mit diesem Heibel-Ticker Standard überzeugen. Wenn Sie allerdings seine Schlussfolgerungen und Empfehlungen erfahren möchten, dann sollten Sie sich einmal um den Heibel-Ticker PLUS kümmern.

Für eine Jahresgebühr von 150 Euro erhalten Sie ein Jahresabonnement sowie einen Vorzugspreis auf sämtliche Sonderanalysen, die in unregelmäßigen Abständen veröffentlicht werden. Viele Sonderanalysen stellen wir den Heibel-Ticker PLUS Kunden sogar kostenfrei zur Verfügung.

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Eine erfolgreiche Börsenwoche,
take share

Stephan Heibel
www.heibel-ticker.de


mailto:info/at/heibel-ticker/./de



08. Disclaimer / Haftungsausschluss und Risikohinweise

Wer un- oder überpersönliche Schreib- oder Redeweisen nachmacht oder verfälscht oder nachgemachte oder verfälschte un- oder überpersönliche Schreib- oder Redeweisen in Umlauf setzt, wird mit Lust-, manchmal auch mit Erkenntnisgewinn belohnt; und wenn alles gut geht, fällt davon sogar etwas für Sie ab. (frei nach Robert Gernhardt)

Wir recherchieren sorgfältig und richten uns selber nach unseren Anlageideen. Für unsere eigenen Transaktionen befolgen wir Compliance Regeln, die auf unsere eigene Initiative von der BaFin abgesegnet wurden. Dennoch müssen wir jegliche Regressansprüche ausschließen, die aus der Verwendung der Inhalte des Heibel-Tickers entstehen könnten.

Die Inhalte des Heibel-Tickers spiegeln unsere Meinung wider. Sie stellen keine Beratung, schon gar keine Anlageempfehlungen dar.

Die Börse ist ein komplexes Gebilde mit eigenen Regeln. Anlageentscheidungen sollten nur von Anlegern mit entsprechenden Kenntnissen und Erfahrungen vorgenommen werden. Anleger, die kein tiefgreifendes Know-how über die Börse besitzen, sollten unbedingt vor einer Anlageentscheidung die eigene Hausbank oder einen Vermögensverwalter konsultieren.

Die Verwendung der Inhalte dieses Heibel-Tickers erfolgt auf eigene Gefahr. Die Geldanlage an der Börse beinhaltet das Risiko enormer Verluste bis hin zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals.

Quellen:
Kurse: Deutsche Kurse von comdirect.de, Goldbarren & Münzen von proaurum.de, US-Kurse von finance.yahoo.com. Alle Kurse sind Schlusskurse vom Donnerstag sofern nichts Gegenteiliges vermerkt ist.
Bilanzdaten: Comdirect, Yahoo! Finance sowie Geschäftsberichte der Unternehmen
Informationsquellen: dpa-AFX, Aktiencheck, Yahoo! Finance, TheStreet.com, IR-Abteilung der betreffenden Unternehmen



09. An-/Ab-/Ummeldung

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