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10.11.2017:



H E I B E L - T I C K E R    S T A N D A R D

F I N A N Z I N F O R M A T I O N E N

- Einfach einen Tick besser -



DEUTSCHE BIBLIOTHEK : ISSN 1862-5428

12. Jahrgang - Ausgabe 45 (10.11.2017)
Erscheinungsweise: wöchentlich Freitag/Samstag



I N H A L T

01.Info-Kicker: Kraft sammeln für den nächsten Aufwärtsschub
02.So tickt die Börse: Überfällige Verschnaufpause
 - Wochenperformance der wichtigsten Indizes
03.Sentiment: Erwartung steigt mit fallenden Kursen
 -
04.Ausblick: Kennzeichen für eine Korrektur und deren Ende
05.Wunschanalyse: Electronic Arts
 - Electronic Arts: Torjubel zu kaufen
 - eSport und Mobile
 - Wettbewerber sind schneller
 - Realitätsnah
 - Bewertung fair für Umbruchzeit
 - Schwaches Jahr 2017, schwacher Ausblick
 - Fazit
06.Update beobachteter Werte
 Bauchschmerzen haben sich gelohnt
 Umbau schreitet voran
07.Übersicht HT-Portfolio
08.Disclaimer / Haftungsausschluss und Risikohinweise
09.An-/Ab-/Ummeldung



01. Info-Kicker: Kraft sammeln für den nächsten Aufwärtsschub

Liebe Börsenfreunde,

Nach der fulminanten Rallye des DAX seit Ende August nimmt sich der Rücksetzer diese Woche um 2% im DAX eher niedlich aus. Es hat den Anschein, dass viele Anleger nach dem Trommelfeuer guter Nachrichten nun erst einmal Gewinne sichern wollen. In Kapitel 02 gehe ich näher auf die Hintergründe dazu ein.

In Kapitel 03 schauen wir auf die Entwicklung der Stimmung unter den Anlegern. Das Sentiment ist überraschend stark zurück gegangen und bildet damit schon wieder eine gute Grundlage für weiter steigende Kurse in der kommenden Woche.

Wie eine Korrektur in einem wilden Bullenmarkt aussehen kann und welche Anzeichen es gibt, um das Ende der Korrektur zu erkennen bzw. welche Warnsignale auf eine Fortsetzung der Korrektur hindeuten, bespreche ich in Kapitel 04.

Die heutige Wunschanalyse untersucht Electronic Arts, einen der drei großen Spielehersteller. Mit FIFA 17 können Sie auf der Spielekonsole, auf dem PC oder auch auf Ihrem Handy die besten Fußballspieler der Welt in Mannschaften gegeneinander antreten lassen. eSports und mobile Online-Spiele erobern den Markt, Electronic Arts ist zwar nicht der Schnellste, aber einer der Besten. In Kapitel 05 bilde ich mir eine Meinung darüber, ob das Unternehmen den Sprung in die neue Spielewelt schafft und wie sich die Aktie entwickeln könnte.

Wie immer gibt es wichtige Updates in Kapitel 06 und eine ÜBersicht über unser Portfolio in Kapitel 07.

Die PDF-Version dieser Ausgabe steht Ihnen ab sofort im Archiv sowie unter dem folgenden Link zur Verfügung: http://www.heibel-ticker.de/downloads/hts171112.pdf

Nun wünsche ich eine anregende Lektüre,

take share, Ihr
Börsenschreibel

Stephan Heibel

Chefredakteur und
Herausgeber des
Heibel-Ticker




02. So tickt die Börse: Überfällige Verschnaufpause

So, nun ist es soweit: Ich war Ende der vergangenen Woche meiner Beobachtung zufolge der Erste, der den Beginn der Crack-Up Rallye ausgerufen hat. Am Wochenende und zu Beginn der Woche folgten dann eine Reihe weiterer Marktkommentatoren mit ähnlichen Prognosen und entsprechend kam es dann im weiteren Wochenverlauf zu Gewinnmitnahmen. Denn, wenn sich alle sicher sind, dass die Kurse steigen werden, dann ist die Rallye in der Regel (vorerst) vorbei.

Es fiel vielen Anlegern im Wochenverlauf wie Schuppen von den Augen: Nicht Donald Trumps Versprechungen sorgten für die Rallye, denn positive Überraschungen wie die Umsetzung der Steuerreform, das Infrastrukturprogramm etc. blieben aus. Sondern das Ausbleiben negativer Überraschungen reichte den Unternehmen, kräftig in Wachstum zu investieren. Während in den 8 Jahren unter Obama immer wieder neue Regulierungen und (aus Unternehmenssicht teure) Krankenversicherungen drohten, droht unter Trump in dieser Hinsicht gar nichts. Wenn mal was durchkommt, dann eine Steuererleichterung. Vielleicht passiert aber auch nichts, und das ist schon gut genug für viele.

Es ist vielen Anleger auch wie Schuppen von den Augen gefallen, dass Europa seine Hausaufgaben gemacht hat und Deutschland nun mit 2% und mehr p.a. wächst. Wann hatten wir das zuletzt? Es gibt nun nicht mehr den Streit über die richtige Wirtschaftspolitik, sondern nur noch den Streit um die richtige Interpretation: Links macht die lockere Geldpolitik für den Erfolg verantwortlich, Rechts die zuvor mit harter Hand erzwungenen Umstrukturierungen. Egal, das Resultat kann sich sehen lassen.

Diese Woche hat ein Drittel der DAX-Unternehmen Quartalszahlen vorgelegt. Letztlich waren sämtliche Ergebnisse gut oder besser als erwartet (Ausnahme ProSieben), manche CEOs haben es jedoch nicht verstanden, die Zukunftsprognose ausreichend optimistisch zu formulieren. So kam es nun zu den Gewinnmitnahmen.

WOCHENPERFORMANCE DER WICHTIGSTEN INDIZES


INDIZES9.11.17Woche ΔΣ '17 Δ
Dow Jones23.380 -0,6%18,3%
DAX13.183 -1,9%14,8%
Nikkei22.869 1,5%19,6%
Shanghai A 3.590 1,7%10,5%
Euro/US-Dollar1,16-0,1%10,6%
Euro/Yen131,76-0,9%7,1%
10-Jahres-US-Anleihe2,32%-0,02-0,12
Umlaufrendite Dt0,16%-0,050,17
Feinunze Gold$1.286 0,9%11,7%
Fass Brent Öl$63,94 5,5%12,7%
Kupfer6.776 -1,1%24,9%
Baltic Dry Shipping1.481 -0,1%59,6%



So ist der DAX diese Woche um 1,9% abgerutscht, der Dow Jones nur um -0,6%. In Japan und China hingegen herrscht weiter Aufbruchstimmung, der Nikkei konnte um 1,5% zulegen, der Shanghai A-Index um 1,7%. Damit bleibt meine Theorie, dass wir uns in einem weltweiten Aufschwung befinden, intakt. Die Rückschläge im DAX und Dow sind nichts weiter als Verschnaufpausen.

Übrigens hat der Nikkei heute Nacht kräftig Federn gelassen. Mit einem Minus von 2,8% notiert nun auch dieser Index auf einem Wochenminus. Schuld daran sei, so die oberflächliche Interpretation, der starke Yen. Der Yen hat diese Woche gegenüber Euro und US-Dollar um fast 1% zugelegt. Ich halte das aber ebenfalls für eine überfällige Verschnaufpause, immerhin ist der Yen seit diesem Frühjahr um 15% gegenüber dem Euro angesprungen.

Natürlich werden in einer Woche mit Aktienverkäufen dann Anleihen gekauft. So ist der Kurs von Anleihen leicht angestiegen, was die Rendite leicht gesenkt hat.

Gold ist leicht angestiegen, der Ölpreis ist in die Höhe geschossen: Die Erkenntnis des weltweiten Wirtschaftsaufschwung schlägt sich eben auch in diesem Konjunkturindikator nieder. zudem bleibt meine Theorie des kalten Winters intakt, was den Ölpreis nach oben drückt. Das kleine Minus im Kupferpreis sowie auch beim Baltic Dry fällt nach den exorbitanten Preissteigerungen im laufenden Jahr nicht weiter ins Gewicht.

Schauen wir nun einmal, wie sich die Stimmung unter den Anlegern entwickelt hat.




03. Sentiment: Erwartung steigt mit fallenden Kursen

Um 2% ist der DAX in der abgelaufenen Woche zurückgekommen. Für einen wilden Bullen ist das nichts, an solche Verschnaufpausen bzw. Rücksetzer müssen Sie sich gewöhnen. Dieser Rücksetzer war überfällig, Anleger nehmen Gewinne mit. Schauen wir einmal, wie sich die Stimmung der Anleger vor diesem Hintergrund entwickelt hat.

Ein Drittel aller Umfrageteilnehmer hat seine Euphorie über Bord geworfen, nur noch 27% sehen den DAX aktuell in einem Aufwärtsimpuls. Und nur noch 24% (-8) gehen von einer Topbildung aus. Hingegen betrachten nun 19% (+18%) diese Bewegung als Abwärtsimpuls, weitere 25% (+20%) gehen von einer Seitwärtsbewegung aus. Unser Sentiment ist damit innerhalb weniger Tage von Euphorie auf völlig neutral zurückgesprungen.

So überfällig dieser Rücksetzer auch gewesen sein mag, unsere Umfrageteilnehmer geben sich überrascht. Nur noch 13% (-22%) haben auf den Rücksetzer spekuliert und weitere 46% (+2%) geben an, diesen Rücksetzer zum größten Teil erwartet zu haben. Kaum erfüllt sehen hingegen nun 27% (+14%) der Anleger ihre Erwartungen, 14% (+6%) wurden diese Woche mit dem Rücksetzer auf dem falschen Fuß erwischt.

So wie die aktuelle Stimmung unter den Anleger eingebrochen ist, so ist die Erwartungshaltung angestiegen. Nun erwarten 28% (+10%) für den DAX in drei Monaten steigende Kurse, nur noch 16% (-9%) gehen von einer Topbildung aus. Einen Abwärtsimpuls fürchten nur noch 18% (-6%). Weiterhin jeder Dritte geht von einer Seitwärtsbewegung aus.

Statt beherzt zuzugreifen flüchten einige Anleger verunsichert an die Seitenlinie: Nur noch 24% (-2%) wollen in den kommenden zwei Wochen Aktien zukaufen, 16% (-3%) wollen Aktien verkaufen. Vorerst abwarten wollen hingegen 60% (+4%).

Das Euwax-Sentiment der Privatanleger ist weiter angesprungen und zeigt erstmals seit Anfang September ein leichtes Übergewicht an Long-Spekulationen. Auch institutionelle Anleger, die sich über die Eurex absichern, zeigen die stärkste Long-Aktivität seit Anfang September, also seit Beginn dieser Rallye.

In den USA ist der technische Angst und Gier Index des S&P 500 auf einen neutralen Wert von 54% zurückgefallen. Die zwei Tage Korrektur haben also bereits für eine Abkühlung bei den technischen Indikatoren gesorgt. Die Investitionsquote von institutionellen US-Investoren ist um weitere 4% auf 56% gefallen und notiert damit auf dem niedrigsten Stand seit Mai 2016.

Das Bulle/Bär-Verhältnis der US-Privatanleger ist auf 22% gestiegen und zeigt damit eine ziemlich bullische Haltung.

Sentimentdaten

Sentimentdaten

Kaufempfehlungen der Privatanleger
Pixium Vision, ProSiebenSat.1 Media, Volkswagen, Qualcomm, Alibaba

Verkaufsempfehlungen der Privatanleger
HeidelbergCement, Snap, Wacker Chemie

Die Sentiment-Daten wurden in Zusammenarbeit mit Sharewise
erstellt:
http://www.sharewise.com?heibel

Seit dem Beginn dieser Rallye Ende August ist die Stimmung kontinuierlich angestiegen und die Erwartung auf noch mehr Kursgewinne in der Zukunft kontinuierlich zurückgegangen. Diese Woche wurden mehrere Wochen dieser Entwicklung binnen weniger Tage umgekehrt: Die Stimmung ist zurück auf neutralem Niveau und der Zukunftsoptimismus ist zurück. Ich werte dies als Zeichen, dass sehr viele Anleger nur auf solche kurzen Rücksetzer warten, um dann so schnell wie möglich einzusteigen. So betrachtet, dürfte dieser Rücksetzer zum Beginn der kommenden Woche enden.

Bei der Positionierung der Anleger erhalten wir widersprüchliche Daten: Zum einen sinkt die Investitionsquote der institutionellen US-Anleger, gleichzeitig werfen in Deutschland sowohl Institutionelle, als auch Privatanleger ihre Absicherungsgeschäfte über Bord und gehen verstärkt long. Ohne meine Erklärung von vor einer Woche, dass dies der Zeitpunkt ist, in dem viele US-Hedgefonds ihren Kunden das Abziehen von Geldern erlauben, ist dieser Widerspruch kaum aufzuklären.

Ich stelle jedoch fest, dass die großen Absicherungen von Privatanlegern als auch Institutionellen, die uns in der ersten Phase der Rallye begleitet haben, inzwischen aufgelöst wurden und dadurch Rücksetzer, wie diese Woche gesehen, erst möglich werden. Aus der hohen Geschwindigkeit, mit der die Stimmung vor dem Hintergrund des kleinen Rücksetzers jedoch einbricht, folgere ich, dass Anleger sich der Gefahren an den Aktienmärkten durchaus bewußt sind und schnell umschalten können. Auch das spricht für meine Einschätzung, dass diese Rallye noch jung ist.

Ich gehe also davon aus, dass die Rallye schon bald fortgesetzt wird.










04. Ausblick: Kennzeichen für eine Korrektur und deren Ende

Der Ausblick bleibt den zahlenden Abonnenten des Heibel-Ticker PLUS vorbehalten. Bitte haben Sie Verständnis dafür, aber ohne eine kleine Einnahmequelle kann ich diesen Dienst nicht aufrecht erhalten.

Hier im Heibel-Ticker Standard erhalten Sie überwiegend vergangenheitsbezogene Erklärungen von mir. Detaillierte Analysen und Einschätzungen über die künftige Börsenentwicklung gibt es nur im kostenpflichtigen Heibel-Ticker PLUS. Das Angebot für die zahlenden Abonnenten des Heibel-Ticker PLUS baue ich kontinuierlich weiter aus und komme dabei insbesondere den Wünschen meiner Kunden nach. Inzwischen bietet das Heibel-Ticker PLUS Abonnement folgende Zusätze:

INTERNET: Kundenbereich

- täglich aktuelle Einschätzungen zu den Meldungen, die unsere offenen Positionen betreffen

- einen Chart für jede offene Position, um die Kurssituation schneller zu erfassen

- die Möglichkeit, nur die 10 neuesten Kommentare zu den offenen Positionen anzeigen zu lassen.

- Sie können sich aus den empfohlenen Werten Ihr eigenes Musterportfolio zusammenstellen, um gezielter und schneller die für Sie relevanten Neuigkeiten zu sehen.

Weiterhin erhalten meine Kunden eine übersichtliche Tabelle über alle offenen Positionen mit der jeweiligen Wochenperformance sowie Performance seit Empfehlung und mit einer Übersicht über die anstehenden Aktivitäten wie Stopp Loss nachziehen oder verkaufen bzw. kaufen.

Für die besonders aktiven Anleger unter Ihnen biete ich an, die unterwöchigen Updates direkt per E-Mail an Sie zu senden und ich benachrichtige Sie im Falle von Aktionsempfehlungen (Kauf oder Verkauf) direkt per SMS auf Ihr Handy. Dabei handelt es sich um einen Zusatzdienst (Express!), den ich mit 6,25 € pro Monat berechne. Keine Angst, sämtliche Updates befinden sich natürlich dann auch nochmals in der Freitagsausgabe für die normalen PLUS-Kunden.

Den Reaktionen meiner Kunden entnehme ich, dass der Heibel-Ticker PLUS die Bedürfnisse von Anlegern gezielt und verständlich sowie fundiert und erfolgreich befriedigt. Schauen Sie sich das neue Angebot einmal mit einem Schnupperangebot (6 Wochen zu 20 €) an. Es würde mich freuen, wenn ich Sie als neuen Abonnenten gewinnen kann.

Für eine Jahresgebühr von 150 Euro erhalten Sie ein Jahresabonnement sowie einen Vorzugspreis für sämtliche Sonderanalysen, die in unregelmäßigen Abständen veröffentlicht werden. Viele Sonderanalysen stelle ich den Heibel-Ticker PLUS Kunden sogar kostenfrei zur Verfügung.

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05. Wunschanalyse: Electronic Arts

Electronic Arts schwimmt auf einer sprunghaft ansteigenden Welle nach eSports und mobilen Online-Spielen. Die Weiterentwicklung der eigenen Spiele, die teilweise veraltet sind, ist aufwendig und teuer. Das Unternehmen hat ausreichend Geld, aber ob die Zeit reichen wird, gegenüber dem Wettbewerb zu bestehen, untersuche ich in dieser Wunschanalyse.

Electronic Arts
Torjubel zu kaufen

Fr, 10. November um 14:18 Uhr

Erinnern Sie sich, wie Aubameyang und Reus mit Batman-Masken ihren Torerfolg feierten? Diesen Torjubel können Sie künftig kaufen.

Die Spielebranche befindet sich mitten in einem Umbruch. Während bislang Spiele mit einem einmaligen Preis bezahlt und auf das eigene Gerät geladen wurden, werden Spieler in der Zukunft je nach Nutzung zwar mit kleineren Beträgen, dafür aber immer wieder zur Kasse gebeten.

Electronic Arts bringt beispielsweise jährlich eine neue Version des FIFA-Fußballspiels heraus. Sie können inzwischen Online gegen Gegner antreten, die irgendwo in der Welt sitzen. Ihr eigenes Team müssen Sie über die Zeit mit immer mehr Qualitäten ausstatten, um besser zu werden. Diese Qualitäten können Sie sich erspielen, was unendlich lange dauert, oder aber Sie kaufen ab und zu für echtes Geld Qualitäten dazu.

Und wenn Sie mal gute Laune haben, dann können Sie auch was für den Spaß tun. So können Sie den Torjubel von bekannten Fußballern kaufen. Wenn Sie nun in einem Spiel ein Tor erzielen, dann kann der Torschütze, wenn Sie das zuvor gekauft haben, plötzliche die Batman-Maske aufsetzen. Das wird Ihren Gegner, egal ob er in Japan oder Gelsenkirchen sitzt, sicherlich anspornen, einen noch besseren Torjubel zu erwidern.


ESPORT UND MOBILE

Die zwei wichtigsten Trends in der Spielebranche sind die Trends weg von dem einzelnen Spieler hin zum Online vernetzten Mulit-Teilnehmer-Spiel, das sowohl auf der Spielekonsole, dem PC oder inzwischen auch auf dem Smartphone erfolgen kann. Erst im vergangenen Monat hat Electronic Arts seine Sparte für die Entwicklung des für 2019 angekündigten Star Wars Spiels überraschend geschlossen. Star Wars wurde bislang für einen Spieler entwickelt, der sich durch das Abenteuer spielen muss. Diesem Geschäftsmodell gibt Electronic Arts keine Zukunft, das Spiel wird nun dahingehend entwickelt, dass mehrere Spieler gleichzeitig durch das Abenteuer spielen und sich gegenseitig helfen können.

Ein weiterer Geschäftsbereich mit Zukunft ist der eSport. Hier treten Mannschaften gegeneinander an. So kann ein Team von mehreren Computerspielern die verschiedenen Spieler bei FIFA Fußball spielen und gegen ein anderes Team antreten. Solche Spiele werden inzwischen bereits Online übertragen und in Asien sogar in Stadien an eine Leinwand geworfen, wo dann Zuschauer ihren Teams zujubeln.

Es wird also eine Zukunft im Sport (Basketball, Football, Eishockey, Fußball) gesehen, bei der gar keine echten Menschen mehr dem Ball/Puk nachjagen, sondern nur noch digitale Fußballer, die von Computerspielern gesteuert werden. Klingt zu abgehoben für Sie? Ja, für mich auch ... bis ich die Zahlen gesehen habe, die bereits heute dahinter stecken.

Meines Wissens wird in Deutschland (BVB) bereits geforscht, ob solche Teams auch dazu genutzt werden können, um bspw. einen Spieler eines anderen Vereins in das Team des eigenen Vereins einzugliedern. Computerspieler könnten im Vorfeld einer Übernahme austesten, ob dessen Qualitäten tatsächlich den gewünschten Mehrwert für das heimische Team bringen würden. Eine Möglichkeit, die ich dem HSV sehr ans Herz legen würde, da teuer gekaufte Spieler regelmäßig hier an der Elbe ihre Fähigkeiten verlieren bzw. nicht einsetzen können.


WETTBEWERBER SIND SCHNELLER

Activision Blizzard und Take Two Interactive heißen die beiden großen Wettbewerber von Electronic Arts. Mit Grand Theft hat Take Two bereits einen Schlager, der auch vier Jahre nach Markteinführung durch die Interaktivität und Multi-Playerfunktionen ordentlich Geld einspielt. Activision ist mit Call of Duty unterwegs.

Beide Wettbewerber erzielen bereits einen größeren Anteil ihrer Einnahmen über Multi-Teilnehmer-Spiele auf den Smartphones. Beide Wettbewerber haben derzeit größere Wachstumsraten und beide haben daher auch ein höheres Bewertungsniveau. Electronic Arts hinkt hinterher, die Entscheidung, die Star Wars Entwickler nach Hause zu schicken, hat der Aktie nochmals zugesetzt.

Wir müssen nun also beurteilen, ob Activision wieder zum Wettbewerb aufschließen kann, oder ob das Unternehmen abgehängt wird.


REALITÄTSNAH

Meine Einschätzung ist, dass Electronic Arts deutlich näher an der Realität ist als seine Wettbewerber. Daher ist der Umstieg auf die neue Welt des eSports und der mobilen Apps auch nicht so leicht zu realisieren, ohne die Qualität zu vernachlässigen. Sollte Electronic Arts sein Spieleuniversum erfolgreich in die neue Welt portieren, dürften die Entwicklungsjahre später überproportional entlohnt werden.

Ich sehe das beispielsweise an dem derzeit nicht in der Werbung befindlichen Spiel Real Racing von Electronic Arts. Da werden echte Autos mit echten Eigenschaften in einer verblüffend guten graphischen Qualität dargestellt und über echte Rennstrecken gejagt, dass man sich manchmal schon vorkommt wie Sebastian Vettel. Im Ferrari F14 T über den Nürburgring zu heizen, wenn auch nur auf dem iPad, ist doch ein Traum jedes Formel 1 Fans, oder?

Und wenn der Weg in die neue Spielewelt auch sehr lang und teuer sein mag, Electronic Arts hat die notwendigen finanziellen Mittel: 4,5 Mrd. USD Cash geben dem Unternehmen einen langen Atem, dagegen stehen nur Schulden von 1 Mrd. USD.


BEWERTUNG FAIR FÜR UMBRUCHZEIT

Ja, es ist eine Zeit des Umbruchs bei Electronic Arts. Spiele werden nicht mehr für die Konsolen von Microsoft, Sony und Nintendo entwickelt, sondern gleichzeitig für Android und iOS. Die Storyline (der rote Faden der durchspielten Geschichte) darf nicht mehr linear für einen Spieler ausgearbeitet werden, sondern muss komplexe Wechselwirkungen mehrere Spieler mit unterschiedlichen Qualitäten und Geschwindigkeiten bedienen.

Da spreche ich hier von Umbruchzeiten, gleichzeitig wächst der Gewinn von Electronic Arts Analystenschätzungen zufolge in den kommenden fünf Jahre um durchschnittlich 15% p.a. Ich würde sagen, Dank eSports und Smartphones erlebt die Spieleindustrie gerade einen Goldrausch. Es geht also darum, möglichst schnell die sprunghaft angestiegene Nachfrage nach den neuen Spielformaten zu bedienen.

Vor diesem Hintergrund halt ich die aktuelle Bewertung mit einem KGV 2018e von 22 für fair. Ja, es gibt Risiken im Übergang zu neuen Spielformaten, daher wäre ein KGV in Höhe des zweifachen Gewinnwachstums in meinen Augen zu hoch. Mit 22, also dem 1,5-fachen ist jedoch diesem Risiko ausreichend Rechnung getragen.


SCHWACHES JAHR 2017, SCHWACHER AUSBLICK

Zudem war das Jahr 2017 nicht gerade der Renner, was die Neuerscheinungen an Spielen seitens Electronic Arts betrifft. Bis Q2 2018 ist auch weiterhin erst mal Flaute. Erst in Q2 2018 werden dann die aktuellen Saison-Versionen von FIFA 18, NHL 18, Madden 18 (Football) und NBA 18 erscheinen. Im Q3 sollen dann Battlefront II, Need for Speed und Sims 4 folgen.

Ich würde sagen, wenn wir die Saison-Spiele mal ausklammern ist die Liste an Neuerscheinungen recht mau. Ich würde also auch für 2018 keine exorbitant besseren Zahlen erwarten, als wir es in diesem Jahr erlebt haben. Damit bleibt die Frage des Timings für interessierte Anleger schwer zu beantworten.

Electronic Arts profitiert von der sprunghaft wachsenden Nachfrage nach mobilen Online-Spielen und eSports, hinkt jedoch in der Entwicklung neuer Spiele hinterher. Das wird ausreichen, um der Aktie ein solides Wachstum, einen ordentlichen Cashflow und damit weitere Investitionen in die Zukunft zu ermöglichen. Mit dem KGV 18e von 22 ist dieser Entwicklung Rechnung getragen.


FAZIT

Ob es dem Unternehmen jedoch gelingt, diese neuen Spielformate zur Eroberung neuer Marktanteile zu nutzen, oder aber ob Wettbewerber dem Unternehmen die Butter vom Brot nehmen, ist noch nicht entschieden. Wenn ich mir jedoch den Realitätsgehalt der Spiele von Electronic Arts anschaue und mir die Entwicklungen in der Augmented Reality Szene vor Augen führe, dann ist Electronic Arts bestens positioniert, um – wenn auch spät – ganz vorne mitzuspielen.

Wer also diese Spielaktie ins Depot holen möchte, der braucht gegebenenfalls einen langen Atem.



06. Update beobachteter Werte

Bitte beachten Sie auch den Kundenbereich auf meiner Internetseite unter www.heibel-ticker.de. Dort finden Sie aktuelle Charts mit meinen jeweils aktualisierten Einschätzungen.

Dieses Kapitel bleibt den Heibel-Ticker PLUS-Abonnenten vorbehalten.

In Deutschland gibt es kaum einen anderen, der die Hintergründe der Aktienmärkte so messerscharf von dem täglichen Medienrummel trennen kann, wie der Autor des Heibel-Tickers Stephan Heibel.

Von seinen Fähigkeiten, komplizierte Zusammenhänge verständlich darzustellen, können Sie sich mit diesem Heibel-Ticker Standard überzeugen. Wenn Sie allerdings seine Schlussfolgerungen und Empfehlungen erfahren möchten, dann sollten Sie sich einmal um den Heibel-Ticker PLUS kümmern.

Für eine Jahresgebühr von 150 Euro erhalten Sie ein Jahresabonnement sowie einen Vorzugspreis auf sämtliche Sonderanalysen, die in unregelmäßigen Abständen veröffentlicht werden. Viele Sonderanalysen stellen wir den Heibel-Ticker PLUS Kunden sogar kostenfrei zur Verfügung.

Falls Ihnen ein Jahr zu lang erscheint, dann können Sie den Heibel-Ticker PLUS auch zunächst für ein halbes- oder viertel Jahr bestellen. Oder bestellen Sie einfach das Schnupperabo zu 20 € für 6 Wochen.

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07. Übersicht HT-Portfolio

Bitte beachten Sie auch den Kundenbereich auf meiner Internetseite unter www.heibel-ticker.de. Dort finden Sie aktuelle Charts mit meinen jeweils aktualisierten Einschätzungen.

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Im Wochenverlauf habe ich zu mehreren Titeln Anmerkungen im Kundenbereich der Webseiten verfasst.

Die tabellarische Übersicht bleibt den zahlenden Abonnenten des Heibel-Ticker PLUS vorbehalten.

Die dritte Spalte zeigt die Schlusskurse von Donnerstagabend. Unter „Woche“ steht die Veränderung im Vergleich zur Vorwoche. Unter „2014“ steht das Ergebnis der Position seit Jahresbeginn bzw. seit Aufnahme ins Portfolio. Unter „Anteil“ finden Sie den Anteil der jeweiligen Position am Gesamtdepot.

Unter ! steht zur Information meine Grundtendenz:
Kbei Gelegenheit Kaufen, 
NKNachkaufen 
HHalten, 
Vbei Gelegenheit Verkaufen, 
TVTeilverkauf, also nicht die ganze Position 
VLVerkaufslimit, bei überschreiten eines bestimmten Kurses sollte verkauft werden 
SLStopp Loss, bei Unterschreiten eines bestimmten Kurses sollte verkauft werden 
TSTrailing Stopp, wie SL, nur dass das Limit kontinuierlich nachgezogen wird 



Die „Gelegenheit“ zum Kaufen oder Verkaufen wird sodann kurzfristig von mir per Update an Sie bekanntgegeben.

Ich habe diese Spalte „!" insbesondere für neue Kunden vorgesehen, die zu einem späteren Zeitpunkt wissen wollen, ob ich die Position noch zukaufen würde, wenn ich beispielsweise darin nicht schon voll investiert wäre. Zukaufen würde ich jeweils jedoch niemals zu Höchstkursen, sondern stets nur nach kurzfristigen Kursrückschlägen von mindestens 5-7%.

Kauffolge: Je spekulativer, desto aggressiver würde ich kaufen und verkaufen. Derzeit verwende ich die folgenden Schritte:

Value Positionen in drei Schritten aufbauen: 25%-25%-50%,

Spekulative und alternative Positionen in zwei Schrittenaufbauen: 50%-50%,

Tradingpositionen ganz oder gar nicht: 100%.

Stopp Loss Limits, Verkaufslimits und ähnliche Aktionsmarken verwalte ich aktiv in meinem System und ändere ich unter der Woche mehrfach, fast täglich. Eine Veröffentlichung der entsprechenden Limits ist in der Regel nicht sinnvoll, allenfalls Stopp Loss Marken werde ich bisweilen im Text bekanntgeben.

Bitte haben Sie Verständnis dafür, aber ohne eine kleine Einnahmequelle kann ich diesen Dienst nicht aufrecht erhalten.

***************** WERBUNG ***************

In Deutschland gibt es kaum einen anderen, der die Hintergründe der Aktienmärkte so messerscharf von dem täglichen Medienrummel trennen kann, wie der Autor des Heibel-Tickers Stephan Heibel.

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Eine erfolgreiche Börsenwoche,
take share

Stephan Heibel
www.heibel-ticker.de


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08. Disclaimer / Haftungsausschluss und Risikohinweise

Wer un- oder überpersönliche Schreib- oder Redeweisen nachmacht oder verfälscht oder nachgemachte oder verfälschte un- oder überpersönliche Schreib- oder Redeweisen in Umlauf setzt, wird mit Lust-, manchmal auch mit Erkenntnisgewinn belohnt; und wenn alles gut geht, fällt davon sogar etwas für Sie ab. (frei nach Robert Gernhardt)

Wir recherchieren sorgfältig und richten uns selber nach unseren Anlageideen. Für unsere eigenen Transaktionen befolgen wir Compliance Regeln, die auf unsere eigene Initiative von der BaFin abgesegnet wurden. Dennoch müssen wir jegliche Regressansprüche ausschließen, die aus der Verwendung der Inhalte des Heibel-Tickers entstehen könnten.

Die Inhalte des Heibel-Tickers spiegeln unsere Meinung wider. Sie stellen keine Beratung, schon gar keine Anlageempfehlungen dar.

Die Börse ist ein komplexes Gebilde mit eigenen Regeln. Anlageentscheidungen sollten nur von Anlegern mit entsprechenden Kenntnissen und Erfahrungen vorgenommen werden. Anleger, die kein tiefgreifendes Know-how über die Börse besitzen, sollten unbedingt vor einer Anlageentscheidung die eigene Hausbank oder einen Vermögensverwalter konsultieren.

Die Verwendung der Inhalte dieses Heibel-Tickers erfolgt auf eigene Gefahr. Die Geldanlage an der Börse beinhaltet das Risiko enormer Verluste bis hin zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals.

Quellen:
Kurse: Deutsche Kurse von comdirect.de, Goldbarren & Münzen von proaurum.de, US-Kurse von finance.yahoo.com. Alle Kurse sind Schlusskurse vom Donnerstag sofern nichts Gegenteiliges vermerkt ist.
Bilanzdaten: Comdirect, Yahoo! Finance sowie Geschäftsberichte der Unternehmen
Informationsquellen: dpa-AFX, Aktiencheck, Yahoo! Finance, TheStreet.com, IR-Abteilung der betreffenden Unternehmen



09. An-/Ab-/Ummeldung

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