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09.02.2018:



H E I B E L - T I C K E R    S T A N D A R D

F I N A N Z I N F O R M A T I O N E N

- Einfach einen Tick besser -



DEUTSCHE BIBLIOTHEK : ISSN 1862-5428

13. Jahrgang - Ausgabe 06 (09.02.2018)
Erscheinungsweise: wöchentlich Freitag/Samstag



I N H A L T

01.Info-Kicker: Wenigstens ein Schnupperabo
02.So tickt die Börse: Zinsanstieg führt zu Aktienmarktcrash, der durch Liquidationen verstärkt wird
 - Wochenperformance der wichtigsten Indizes
03.Sentiment: Noch keine Panik, aber kurzfristig miese Laune
 -
04.Ausblick: Auswirkung von Hedgefonds-Liquidationen auf die Realwirtschaft
05.Wunschanalyse: Deutsche Bank
 - Deutsche Bank: Nichts ist spannender als Wirtschaft
 - Bilanz- und Geschäftsentwicklung ermutigend
 - Ray Dalio erklärt die Welt
 - Der weltgrößte Hedgefonds wettet gegen Italien und Deutschland
 - Herdentrieb: Andere Hedgefonds folgen
 - Demographie, Kultur, Schulden, Bildung, Sozialsystem
 - Europa vor der Entscheidung
 - Es droht die schlimmste aller Welten für Deutschland
 - FAZIT
06.Update beobachteter Werte
 Gefährlich: Nachkaufen mit engem Stopp Loss
 Verkaufen, zu früh für Erholung
 Nachkaufen: Zahlen auf 2. Blick besser als gedacht
 15% Umsatzwachstum für 12er KGV
 Korrektur erfasst auch Uranmarkt
 Softbank treibt Big Data bei Versicherungen voran
 Verkaufen zu 1,90 EUR, komisches Verhalten
07.Übersicht HT-Portfolio
08.Disclaimer / Haftungsausschluss und Risikohinweise
09.An-/Ab-/Ummeldung



01. Info-Kicker: Wenigstens ein Schnupperabo

Liebe Börsenfreunde,

Seit 2006 schreibe ich wöchentlich kostenfrei für weit über 20.000 Leser, was hinter den Kursbewegungen der abgelaufenen Woche steckt. Diese Woche ging's rund an den Aktienmärkten und ich habe mich mit täglichen Updates bei meinen Kunden gemeldet: Ausführlich habe ich die Zusammenhänge dargestellt, vieles davon wurde erst Tage später in der deutschen Finanzpresse aufgegriffen, einiges davon wird jetzt erst in den USA veröffentlicht.

Weil ich auch meine Heibel-Ticker PLUS Kunden nicht mit zu vielen E-Mails bombardieren möchte, habe ich einzelne Themen auf meinem Blog http://www.heibel-unplugged.de ausgearbeitet - kostenfrei für alle. Ohne die zusätzlichen Informationen aus meinen kostenpflichtigen Updates sind diese Ausarbeitungen aber kaum zu verstehen.

Heute ist die Zeit für diejenigen unter Ihnen gekommen, die seit Jahren von meinem kostenfreien Dienst profitieren: Fassen Sie sich ein Herz und bestellen Sie wenigstens mal ein 6-wöchiges Schnupperabo für 20 Euro. Außerdem würde ich es als Zeichen der Wertschätzung meiner kostenfreien Arbeit sehen, wenn Sie sich nun einmal einen Ruck geben.

Unter https://www.heibel-ticker.de/customer/new können Sie ziemlich einfach Kunde werden. Und wenn Sie noch nicht genug Argumente haben, dann lesen Sie doch einfach, was meine Kunden mir in den vergangenen Tagen geschrieben haben: http://www.heibel-ticker.de/references

Im Kundenbereich sind sämtliche Updates und Analysen hinterlegt. Sie werden überrascht sein, was zur Zeit an den Finanzmärkten los ist.

Ich habe die heutige Ausgabe rückwärts geschrieben - Kapitel für Kapitel, nicht Wort für Wort. Die heutige Wunschanalyse zur Deutschen Bank habe ich dazu missbraucht, die Strategie des weltgrößten Hedgefonds offen zu legen: Gründer Ray Dalio wettet auf fallende Kurse in Deutschland, Italien und - wie ich soeben erfahren habe - auch in den Niederlanden. Dabei sieht er insbesondere den Finanzsektor als gefährdet an. Wenn Sie den aktuellen Crash verstehen wollen, dann müssen Sie die Wunschanalyse lesen. Und übrigens: Nichts ist spannender als Wirtschaft!

Der heutige Ausblick in Kapitel 04 listet Ihnen die Finanzprodukte auf, die für die Ausweitung des Crashs an den US-Märkten ursächlich verantwortlich sind. Beobachten Sie die Entwicklung des Handelsumsatzes in diesen Finanzinstrumenten und Sie werden beurteilen können, wann die Korrektur tatsächlich endet.

Das Sentiment ist eingebrochen, die Verunsicherung ist größer denn je. Dennoch würde ich noch nicht Haus und Hof auf ein Ende der Korrektur setzen, wie ich Ihnen in Kapitel 03 zeige.

Und das Kapitel 02 heute - ja, sorry, das ist etwas kürzer geraten.

Weitere Einschätzungen und wichtige Infos lesen Sie auch in den Updates dieser Woche in Kapitel 06. Eine Übersicht über unser Portfolio, das diese Woche übrigens deutlich besser abgeschnitten hat als der DAX und daher "nur" auf das Niveau des Jahresbeginns zurückgefallen ist (DAX -5,1%), sehen Sie in Kapitel 07.

An meine geschätzten Heibel-Ticker PLUS Kunden: Bitte entschuldigen Sie meine reißerische Propaganda in diesem Teil der Ausgabe. Aber wann, wenn nicht jetzt und gerade hier, sollte ich die Nutznießer der kostenfreien Ausgabe wach rütteln?

Die PDF-Version dieser Ausgabe steht Ihnen ab sofort im Archiv sowie unter dem folgenden Link zur Verfügung: http://www.heibel-ticker.de/downloads/hts180211.pdf

Nun wünsche ich gute Nerven, einen gesunden Schlaf und eine anregende Lektüre,

take share, Ihr
Börsenschreibel

Stephan Heibel

Chefredakteur und
Herausgeber des
Heibel-Ticker




02. So tickt die Börse: Zinsanstieg führt zu Aktienmarktcrash, der durch Liquidationen verstärkt wird

Also nur ganz kurz: In den USA sind die Löhne überraschend stark angestiegen. Anleger fürchten nun, dass die drei von der US-Notenbank in Aussicht gestellten Zinserhöhungen des laufenden Jahres nicht ausreichen könnten, vielleicht wird der Leitzins viermal angehoben. Dann wäre das Zinsniveau hoch genug, um nach vielen Jahren erstmals wieder eine vernünftige Alternative zum Aktienmarkt darzustellen. Und so begann eine Anpassung des Aktienmarktniveaus in den USA an den Anleihemarkt.

Nach Deutschland ist diese Welle natürlich übergeschwappt, denn an den US-Märkten sind jede Menge internationale Investoren engagiert, die ihre Positionen weltweit nun an die neuen Rahmenbedingungen anpassen.

Dabei sind jedoch einige Hedgefonds auf dem falschen Fuß erwischt worden. Seit Jahren spekulieren sie auf eine immer weiter fallende Volatilität an den Finanzmärkten und haben damit dicke Renditen eingefahren. Die Finanzprodukte, mit denen diese Spekulation betrieben wurde, gehen aber bei dem großen Volatilitätssprung der vergangenen Tage kaputt, es folgen Liquidationen. Dadurch wurde die oben ausgeführte Preisanpassung verstärkt.

Wir befinden uns also in einer technischen Korrektur, die inzwischen stärker durch Liquidationsverkäufe falsch positionierter Hedgefonds getrieben wird als durch die oben beschriebene Preisanpassung. Wir lange diese turbulente Korrektur anhalten könnte, ob sie vielleicht bereits ihr Tief gesehen hat oder wie eine anschließende Erholung aussehen könnte, das kann ich Ihnen nicht sagen. Ich kann Ihnen aber ein paar Instrumente an die Hand geben, mit deren Hilfe Sie besser beobachten können, wo wir uns befinden.

Die Spekulation gegen Italien, Deutschland und - wie ich soeben erfuhr - auch gegen eine Reihe von holländischen Aktien durch den weltgrößten Hedgefonds machen die Sache nicht leichter. Die GroKo mit altbekannten Gesichtern sorgt ebenfalls kaum für Aufbruchstimmung.

Schauen wir uns einmal an wie sich die Indizes im Wochenvergleich geschlagen haben:

WOCHENPERFORMANCE DER WICHTIGSTEN INDIZES


INDIZES8.2.18Woche ΔΣ '18 Δ
Dow Jones23.860 -8,9%-3,9%
DAX12.260 -5,7%-5,1%
Nikkei21.383 -8,1%-6,1%
Shanghai A 3.417 -5,8%-1,4%
Euro/US-Dollar1,23-2,0%2,2%
Euro/Yen133,59-2,6%-1,0%
10-Jahres-US-Anleihe2,85%0,080,43
Umlaufrendite Dt0,52%0,060,24
Feinunze Gold$1.318 -2,3%1,1%
Fass Brent Öl$64,78 -7,3%-2,7%
Kupfer7.059 -0,6%-1,4%
Baltic Dry Shipping1.106 -4,0%-19,0%
Bitcoin7.935 -21,3%-42,9%



Der Dow Jones ist doch sage und schreibe 8,9% eingebrochen. Ich denke, das könnte der größte 5-Tagesverlust (Donnerstag bis Donnerstag) sein, den der Dow Jones seit 15 Jahren gesehen hat. Beim DAX schlägt das Pendel bei -5,1% an, der Nikkei sogar bei -8,1%.

Der Euro ist gegenüber dem US-Dollar um 2% zurückgekommen, eine willkommene Verschnaufpause. Auch gegenüber dem japanischen Yen konnte der Euro zulegen.

Auslöser des Crashs waren die Anleihen, deren Rendite ansprang: Die 10 Jahre laufende US-Anleihe notiert nun bei 2,85%. Die Marke von 3% gilt als magische Katastrophengrenze für den Aktienmarkt. Die Umlaufrendite in Deutschland ist auf 0,52% angestiegen, ein Plus von 0,2%punkte seit Jahresbeginn, das sind Welten in der Welt der Anleihen!

Der Goldpreis in US-Dollar ist angestiegen, umgerechnet in Euro ist er leicht gefallen. Heftig ist jedoch der Ölpreis eingebrochen, wie von mir vor einigen Wochen an dieser Stelle ausführlich gezeigt und in Aussicht gestellt.

Na und der Bitcoin verschwindet von den Titelseiten: -43% hat er in diesem Jahr bereits verloren, allein diese Woche -21%. Es ist noch zu früh für den Abgesang, doch es war richtig, diesen Markt den Spekulanten zu überlassen.




03. Sentiment: Noch keine Panik, aber kurzfristig miese Laune

Auch wenn es sich nur um eine "technische" Korrektur handelt, so ist doch die Auswirkung auf die Stimmung der Anleger überaus "real". Der DAX-Einbruch hat Anlegern die Stimmung versaut, wie das vorläufige Ergebnis unserer Umfrage zeigt. Schauen wir mal, ob wir schon blutunterlaufene Augen sehen, oder ob die Korrektur noch eine Weile fortdauern kann.

Aufwärtsimpuls oder Topbildung sieht kaum mehr jemand in der aktuellen DAX-Bewegung. Auch eine Seitwärtsbewegung sehen nur noch 11% (-12%). Mit 57% (+9%) attestieren über die Hälfte dem DAX nun eine Abwärtsbewegung und weitere 25% (+13%) hoffen, dass es sich bereits um die Bodenbildung der Korrektur handelt. Unser Sentiment ist damit auf den tiefsten Stand seit der Wahl Donald Trumps gefallen.

57% (+14%) wurden mit dieser Korrektur auf dem falschen Fuß erwischt. So viele, wie nie zuvor! Damit haben die Hälfte derer, die vor einer Woche noch gehofft hatten, die Korrektur gehe schnell vorbei, ihre Hoffnung über Bord geworfen. Denn kaum erfüllt sehen diese Woche nur noch 17% ihre Erwartungen, das sind um 13% weniger als vor einer Woche. Für 18% (-3%) ist der Rücksetzer weiterhin im Rahmen der Erwartungen und 8% 8+1%) haben sogar darauf spekuliert. Die Verunsicherung ist damit so groß wie nie zuvor.

Winterschlussverkauf, hoffen die meisten, und sehen vom aktuell niedrigen Niveau aus die Kurse in drei Monaten deutlich höher. 36% (+3%) erwarten einen Aufwärtsimpuls. Eine anhaltende Abwärtsbewegung fürchten nur noch 13% (-4%) und eine Bodenbildung erst in drei Monaten erwarten 15% (+6%). Auf diesem Niveau könnte der DAX erst einmal verharren, meinen 30% (-1%). Damit ist der Optimismus kräftig angestiegen.

Und ihrem Optimismus entsprechend wollen nun auch 33% (+6%) in den kommenden zwei Wochen Aktien zukaufen, nur noch 13% (-4%) wollen verkaufen. Damit ist die Investitionsbereitschaft unter den Anlegern recht hoch. Nur 54% (-2%) sind derzeit noch unentschlossen.

Das Euwax-Sentiment ist auf 9 Punkte gesprungen, Privatanleger, die über die Börse Stuttgart handeln, kaufen in diese Korrektur hinein überwiegend Long-Produkte, spekulieren also auf wieder steigende Kurse. Institutionelle Anleger, die sich über die Euro absichern, gehen etwas besonnener vor: Das Put/Call-Verhältnis ist mit 1,75 leicht überdurchschnittlich (1,5). Es werden also etwas mehr Puts zur Absicherung gekauft, als Long-Spekulationen eingegangen werden.

In den USA zeigt der technische Angst und Gier Indikator des S&P 500 extreme Angst an (8%)! Ich kann mich nicht erinnern, dass je zuvor so extreme Angst angezeigt wurde. Derweil bleibt die Investitionsquote der institutionellen US-Anleger mit 57% (+1%) extrem niedrig. Da wartet eine Menge Anlagekapital darauf, zur Arbeit geschickt zu werden (sprich: Aktien & Anleihen zu kaufen). Das Bulle/Bär Verhältnis zeigt mit 2% ein relativ ausgeglichenes Verhältnis an.

Sentimentdaten

Kaufempfehlungen der Privatanleger
Wirecard, Henkel, Netflix, Allianz, Deutsche Bank

Verkaufsempfehlungen der Privatanleger
Biotest, Amazon, Tesla, Twitter, Chipotle Mexican Grill

Die Sentiment-Daten wurden in Zusammenarbeit mit Sharewise
erstellt:
http://www.sharewise.com?heibel

Noch keine Panik, aber kurzfristig extrem miese Laune können wir verzeichnen. Für einen Boden, der uns mehrere Monate als Basis für eine lang anhaltende Rallye dient, wie wir es im August letzten Jahres gesehen haben, reicht das noch nicht. Aber für eine kräftige Gegenbewegung ist dieses kurzfristige Extrem in der Stimmung ausreichend.

Es ist alles eine Frage des Zeithorizonts. Wer Spekulieren möchte, der kann heute Abend oder Montag früh einsteigen. Die Kaufbereitschaft auf dem aktuellen Kursniveau ist sehr groß und könnte für eine Erholung gut sein.

Doch der Schreck dürfte in den Gliedern der Anleger stecken, insbesondere in den Gliedern derer, die bei dieser Korrektur mit dem Schrecken davon gekommen sind. Sie werden in steigende Kurse hinein ihre Positionen auflösen bzw. anpassen, so dass eine Gegenbewegung schon bald auslaufen dürfte. Was genau noch passieren muss, damit wir einen nachhaltigen Boden haben, das habe ich im folgenden Kapitel untersucht.

5-Wochenschnitt
Abbildung 1: 5-Wochenschnitt Sentiment


Egal wie schnell moderne Handelssysteme und Algorithmen Positionierungen im Portfolio anpassen und auflösen können, Menschen brauchen ihre Zeit, um sich mit Änderungen abzufinden. Entsprechend wird auch eine Korrektur ihre Zeit in Anspruch nehmen, bevor ein nachhaltiger Boden gefunden wird.

Ich habe in den vergangenen Jahren gute Erfahrungen mit dem 5-Wochendurchschnitt unseres Sentiments gemacht, mehrere akademische Arbeiten haben diesem Indikator eine hohe Korrelation nachgewiesen. Schauen Sie mal, wie hoch der 5-Wochenschnitt des Sentiments noch steht. Da ist noch viel Platz für ein weiteres Abrutschen, bevor wir von einem nachhaltigen Boden sprechen können.

Aber Vorsicht: Nicht jede Korrektur führt zu extremen Ausschlägen im Sentiment. Häufig endet die Korrektur bereits viel früher, die Kurse drehen häufig schon viel früher wieder nach oben. Das kann ich auch dieses Mal nicht ausschließen.

Dieser Indikator hilft mir nur, die Wahrscheinlichkeiten besser abzuschätzen. Es ist derzeit noch nicht an der Zeit, Haus und Hof auf steigende Kurse zu wetten. Das würde ich höchstens dann tun, wenn dieser Indikator ein extremes Tief erreicht.

Und so unbefriedigend das klingen mag: Ich bleibe bei meiner Aussage, dass wir schrittweise Positionen vergrößern, in Erholungen hinein auch mal was verkaufen und so über die Zeit die Kaufbasis unserer Positionen verbessern und dadurch möglichst besser aus dieser Korrektur herauskommen als DAX, Dow Jones und Co.










04. Ausblick: Auswirkung von Hedgefonds-Liquidationen auf die Realwirtschaft

Der Ausblick bleibt den zahlenden Abonnenten des Heibel-Ticker PLUS vorbehalten. Bitte haben Sie Verständnis dafür, aber ohne eine kleine Einnahmequelle kann ich diesen Dienst nicht aufrecht erhalten.

Hier im Heibel-Ticker Standard erhalten Sie überwiegend vergangenheitsbezogene Erklärungen von mir. Detaillierte Analysen und Einschätzungen über die künftige Börsenentwicklung gibt es nur im kostenpflichtigen Heibel-Ticker PLUS. Das Angebot für die zahlenden Abonnenten des Heibel-Ticker PLUS baue ich kontinuierlich weiter aus und komme dabei insbesondere den Wünschen meiner Kunden nach. Inzwischen bietet das Heibel-Ticker PLUS Abonnement folgende Zusätze:

INTERNET: Kundenbereich

- täglich aktuelle Einschätzungen zu den Meldungen, die unsere offenen Positionen betreffen

- einen Chart für jede offene Position, um die Kurssituation schneller zu erfassen

- die Möglichkeit, nur die 10 neuesten Kommentare zu den offenen Positionen anzeigen zu lassen.

- Sie können sich aus den empfohlenen Werten Ihr eigenes Musterportfolio zusammenstellen, um gezielter und schneller die für Sie relevanten Neuigkeiten zu sehen.

Weiterhin erhalten meine Kunden eine übersichtliche Tabelle über alle offenen Positionen mit der jeweiligen Wochenperformance sowie Performance seit Empfehlung und mit einer Übersicht über die anstehenden Aktivitäten wie Stopp Loss nachziehen oder verkaufen bzw. kaufen.

Für die besonders aktiven Anleger unter Ihnen biete ich an, die unterwöchigen Updates direkt per E-Mail an Sie zu senden und ich benachrichtige Sie im Falle von Aktionsempfehlungen (Kauf oder Verkauf) direkt per SMS auf Ihr Handy. Dabei handelt es sich um einen Zusatzdienst (Express!), den ich mit 6,25 € pro Monat berechne. Keine Angst, sämtliche Updates befinden sich natürlich dann auch nochmals in der Freitagsausgabe für die normalen PLUS-Kunden.

Den Reaktionen meiner Kunden entnehme ich, dass der Heibel-Ticker PLUS die Bedürfnisse von Anlegern gezielt und verständlich sowie fundiert und erfolgreich befriedigt. Schauen Sie sich das neue Angebot einmal mit einem Schnupperangebot (6 Wochen zu 20 €) an. Es würde mich freuen, wenn ich Sie als neuen Abonnenten gewinnen kann.

Für eine Jahresgebühr von 150 Euro erhalten Sie ein Jahresabonnement sowie einen Vorzugspreis für sämtliche Sonderanalysen, die in unregelmäßigen Abständen veröffentlicht werden. Viele Sonderanalysen stelle ich den Heibel-Ticker PLUS Kunden sogar kostenfrei zur Verfügung.

Falls Ihnen ein Jahr zu lang erscheint, dann können Sie den Heibel-Ticker PLUS auch zunächst für ein halbes- oder viertel Jahr bestellen. Oder bestellen Sie einfach das Schnupperabo zu 20 € für 6 Wochen.

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05. Wunschanalyse: Deutsche Bank

„Nichts ist spannender als Wirtschaft” lautet ein Werbeslogan der Wirtschaftswoche. In dieser Wunschanalyse zeige ich Ihnen das Kalkül des weltgrößten Hedgefondsmanagers auf, der gegen die Deutsche Bank wettet. Es geht um Demographie, Kultur und Politik und die Positionen könnten gegensätzlicher nicht sein. Vergessen Sie KGV und Dividendenrendite der Deutschen Bank, hier werden größere Themen gespielt.

Deutsche Bank
Nichts ist spannender als Wirtschaft

Fr, 09. Februar um 12:35 Uhr

Ich entführe Sie heute mal in eine andere Welt: die Welt des großen Geldes. Der weltgrößte Hedgefonds wettet darauf, dass die Deutsche Bank vor die Hunde geht. Der Gründer Ray Dalio hat seine Gründe, die er gut nachvollziehbar verbreitet. Wenn er Recht hat, wird Deutschland in den kommenden Jahren ernste Probleme haben. Vielleicht irrt er sich aber auch nur. Doch so einfach sollten wir die Argumente des in den vergangenen Jahrzehnten erfolgreichsten Hedgefondsmanager nicht beiseite schieben.

Daher werde ich in der heutigen Wunschanalyse nicht die Geschäftsentwicklung und das Bewertungsniveau der Deutschen Bank in den Vordergrund stellen. Vergessen dürfen wir das aber auch nicht, daher werde ich nur kurz eine Übersicht über die aktuelle Situation in Deutschlands größtem Geldhaus geben.


BILANZ- UND GESCHÄFTSENTWICKLUNG ERMUTIGEND

Ich brauche Ihnen nicht zu erzählen, dass die Deutsche Bank in der Finanzkrise 2007 bis 2009 nur knapp der Verstaatlichung entgangen ist und im Anschluss unzählige kriminelle Machenschaften (insbesondere Marktmanipulation verschiedenster Märkte) aufgedeckt wurden. Der Deutsche Branchenprimus hat es geschafft, immer wieder genug Geld aufzutreiben, um Verluste und gerichtlich festgesetzte Strafen zu bezahlen, während gleichzeitig sukzessive die Leichen der Finanzkrise aus dem Keller geholt wurden und die Bilanz an die härteren Vorschriften von Basel II angepasst wurde. Ein Kraftakt, den das Geldhaus meiner Einschätzung nach ohne ihre wichtige gesellschaftliche Stellung als internationaler Knotenpunkt für die deutsche Exportwirtschaft nicht geschafft hätte.

Vereinfacht gesagt gibt es zwei Einnahmequellen für die Deutsche Bank: Zum einen Einnahmen aus dem Investmentbanking, die um so höher ausfallen, je volatiler (Kursschwankungen) die Finanzmärkte sind. Zum anderen Einnahmen aus der Zinsdifferenz zwischen Einlagenzins und Kreditzins.

In den vergangenen Jahren schwankten die Märkte immer weniger. Als Maßstab für die Schwankungen gilt der VDAX, der Volatilitätsindex auf den DAX. War der VDAX im Rahmen der Finanzkrise noch auf 83 gesprungen, so ist er seither kontinuierlich gefallen, zuletzt wurden sogar Tiefstwerte unter 11 erreicht. Das Investmentbanking hat im abgelaufenen Q4 2017 grottenschlecht abgeschnitten, viel schlechter, als von Analysten nach mehrfachen Prognosesenkungen noch befürchtet wurde.

Die Zinsdifferenz zwischen Einlagen und Kredit wird durch die Zinskurve definiert: Je größer der Unterschied zwischen langfristigem und kurzfristigem Zins, desto größer die Zinsdifferenz und desto höher der Gewinn im Bankensektor. Nun, die Zinskurve ist derzeit extrem flach, der kurzfristige Zins ist sogar negativ und der 10-Jahreszins steht bei etwa einem halben Prozent. Auch hier gibt es derzeit nicht viel zu verdienen.

Dennoch hat es CEO John Cryan in dieser schweren Zeit geschafft, durch Kapitalerhöhungen (verwässert den Aktienkurs), Umstrukturierungen (Verkauf von Unternehmensteilen) und Kosteneinsparungen (Personalabbau) die harte Kernkapitalquote auf 14% steigern, damit ist die deutsche Bank Basel II konform.

Doch die Umstrukturierung von Cryan trägt meiner Einschätzung nach bereits Früchte: Das vermeintlich schwache Q4-Ergebnis wurde durch die US-Unternehmenssteuerreform belastet, denn Verlustvorträge sind plötzlich nicht mehr so viel Wert und müssen angepasst werden. Dieser Effekt hat einen Quartalsgewinn in einen Quartalsverlust gedreht.

Ich betrachte die Deutsche Bank vor diesem Hintergrund als endlich halbwegs gesundet. Was die beiden Verdienstmöglichkeiten angeht, so ist Ihnen bestimmt nicht entgangen, dass wir seit zwei Wochen extreme Börsenturbulenzen haben. Die Volatilität ist in den Himmel geschossen, das Investmentergebnis der Deutschen Bank, die unter viel Kritik kürzlich noch den Mitarbeitern dieser Sparte Milliardenboni ausgeschüttet hat, dürfte bereits im laufenden Quartal anspringen. Und am Zinsmarkt kommt ebenfalls die Zinswende in Sicht, in den USA liegt das schon hinter uns.

Aus dieser Betrachtung ist die Deutsche Bank eine Aktie, die man eigentlich jetzt kaufen muss. Doch schauen wir uns nun mal näher an, warum Ray Dalio bei der Deustche Bank auf fallende Kurse spekuliert.


RAY DALIO ERKLÄRT DIE WELT

Ray Dalio hat im Jahr 1975 den Hedgefonds Bridgewater gegründet. Heute verwaltet er 160 Mrd. USD und ist damit der größte Hedgefonds der Welt. Irgendwas muss er richtig gemacht haben, sonst würden ihm nicht so viele reiche Menschen ihr Geld anvertrauen.

Vor 10 Jahren hat sich Dalio hingesetzt und ein Buch mit 300 Seiten geschrieben, in dem er seine Sicht der Welt darlegt. Dieses Buch aktualisiert er nun alle paar Jahre, zuletzt 2017. Er behandelt darin sämtliche Finanzkrisen der vergangenen 100 Jahre im Detail und wirft sogar einen Blich 500 Jahre zurück. Daraus zieht er seine Schlussfolgerungen betont „unwissenschaftlich”, sondern eher als jemand, der gut beobachtet und eine große Portion Bauernschläue hat.

Sehr einleuchtend hat Dalio die Wechselwirkung der Geldflutung durch die Notenbanken mit der Fiskalpolitik, den Ausgaben der Regierungen, dargestellt. Auch sehr gut veranschaulicht ist die Bedeutung von Kredit für das Wachstum einer Wirtschaft.

Es gibt ein halbstündiges Video in deutscher Sprache, dass seine Sicht der Welt präsentiert:
http://www.economicprinciples.org/de/index.html.

In seinem 300 Seiten umfassenden Dokument wird dann noch detailliert die derzeitige Situation der einzelnen Industrieländer analysiert. Das Dokument können Sie als PDF hier herunterladen:
http://www.economicprinciples.org/wp-content/uploads/ray_dalio__how_the_economic_machine_works__leveragings_and_deleveragings.pdf

Das für mich überraschende: Überall im Dokument erscheinen Italien und Deutschland als die zwei Länder mit den schlechtesten Zukunftsaussichten. Und konsequenterweise hat Dalio DAX-Aktien sowie Aktien aus dem MIB (Mailand) leerverkauft. Bridgewater ist mit 6 Mrd. EUR short in DAX-Aktien und weiteren 3 Mrd. EUR short in italienischen Aktien, jeweils vorzugsweise große, liquide Aktien und gerne aus dem Finanzsektor.


DER WELTGRÖSSTE HEDGEFONDS WETTET GEGEN ITALIEN UND DEUTSCHLAND

Es gibt Meldepflichten für institutionelle Anleger. Übersteigt eine Position eine bestimmte Größe, so müssen sie das den zuständigen Behörden melden. In Deutschland muss beispielsweise jede Leerposition, die größer ist als 0,5% der Marktkapitalisierung des betreffenden Unternehmens, bis zum Folgetag um 15:30 Uhr veröffentlicht werden. In Deutschland kann man das im Bundesanzeiger einsehen.

Im Herbst veröffentlichte Bridgewater, mit 700 Mio. EUR gegen italienische Banken positioniert zu sein. Im Januar wurde diese Position auf nicht-Banken ausgeweitet und auf 3 Mrd. EUR vergrößert.

Am 29.1. gab Bridgewater bekannt, 0,51% der Aktien der Deutschen Bank leerverkauft zu haben. Zwei Tage später wuchs die Position auf 0,63% an. Anfang dieser Woche legte Dalio nochmals nach, am Montag stieg die Position auf 0,7%, am Dienstag auf 0,8%. Das heißt, in den turbulenten Ausverkauf im DAX hinein hat Bridgewater nicht etwa Gewinne realisiert, wie man es von einem kurzfristig orientierten Spekulanten erwarten würde, wenn seine Spekulation auf fallende Kurse in so kurzer Zeit aufgegangen ist, sondern die Positionen wurden ausgebaut.

Lediglich am Mittwoch wurde dann ein kleiner Teil zurückgekauft, die Leerposition schrumpfte auf 0,76%. Das sind immerhin knapp 200 Mio. Euro, mit denen Bridgewater auf fallende Kurse bei der Deutschen Bank wettet.

Ähnliche Leerpositionen hält Bridgewater heute bei der Deutschen Telekom, Daimler, SAP, Allianz, Fresenius, Siemens, Münchener Rück, adidas, BASF, Bayer, E.ON und der Deutschen Post. Dreizehn der 30 DAX-Aktien sind mit über 0,5% betroffen, wir wissen nicht, welche anderen DAX-Aktien vielleicht ebenfalls leerverkauft wurden, nur eben in einer kleineren Dimension. Insgesamt hat Bridgewater also DAX-Aktien im Wert von mindestens 6 Mrd. EUR leerverkauft.

In Italien und Deutschland, ein wenig auch in Frankreich wettet Bridgewater also mit mindestens 9 Mrd. Euro auf fallende Kurse. Das entspricht also mindestens 7% des Portfolios von Bridgewater (9 Mrd. EUR = 11 Mrd. USD von 160 Mrd. USD).

In meinem Heibel-Ticker Portfolio sehe ich 10% für Spekulationen vor, verteile diese Spekulationen jedoch möglichst auf fünf voneinander unabhängige Spekulationen zu je 2%. Wenn jemand also 100.000 Euro im Depot hat und auf etwas spekulieren möchte, dann jeweils bitte nur mit 2.000 Euro pro Spekulation. Das hat sich über Jahre als sinnvolle Faustregel erwiesen.

Ray Dalio ist sich so sicher bei seiner Spekulation gegen Italien und Deutschland, dass er seine Positionsgröße sogar auf 7% ausweitet. Beachtlich.


HERDENTRIEB: ANDERE HEDGEFONDS FOLGEN

Na, wenn wir schonmal dabei sind, dann schauen wir uns mal die anderen Hedgefonds an: AQR Capital Management mit Sitz in Connecticut, USA, in der Nachbarschaft von Bridgewater, hat mit 1,32% der ausstehenden Aktien die größte Leerposition in der Deutschen Bank. AQR wettet daneben noch gegen ADVA Optical, Bilfinger, Sartorius, GEA Group, Zalando, ProSiebenSat.1, Commerzbank und Qiagen.

Überhaupt scheint der deutsche Aktienmarkt bei Hedgefonds für Leerpositionen zunehmend beliebt zu werden. Unter http://shortsell.nl/universes/Duitsland können Sie für jede Aktie sehen, wie stark und von wem sie leerverkauft wurde.

An dieser Stelle sollte ich Leerpositionen vielleicht ein wenig einordnen: Hedgefonds haben die Aufgabe, Rendite zu erzielen, wenn alle anderen Anlagen an Wert verlieren. Institutionelle Anleger, die Milliarden verwalten, legen das Vermögen größtenteils in Anleihen, Aktien und Immobilien an, um an Wertsteigerungen zu partizipieren. Doch die Finanzmathematik hat gezeigt, dass man zu jedem Zeitpunkt auch Anlagevermögen in Orte stecken sollte, die gerade dann zulegen, wenn alle anderen verlieren: Hedgefonds.

Hedgefonds müssen also nach Anlageorten suchen, die nicht parallel zu den anderen Anlageklassen laufen. Und wenn man Aktien leerverkauft, dann hat man genau dieses Ziel erreicht. In Zeiten, zu denen sämtliche Anlageklassen parallel an Wert zulegen, wie in den vergangenen Jahren, dürfen Hedgefonds auch mal Verluste machen. Institutionelle Anleger verbuchen die Verluste ihrer Hedgefonds gegen die hoffentlich viel größeren Gewinne der anderen Anlageklassen.

Hedgefonds sind also so etwas wie eine Versicherung für Aktien, Anleihen und Immobilien. Und Versicherungen kosten Geld, solange alles gut läuft.

Wir dürfen also nicht bei jeder Leerposition sofort das Schlimmste befürchten. Anders ist es jedoch bei der exorbitant großen Leerposition von Bridgewater, wie oben gezeigt: Das ist keine Absicherung, dahinter steckt ein durchdachtes Kalkül. Schauen wir uns das Kalkül von Ray Dalio nun einmal näher an.


DEMOGRAPHIE, KULTUR, SCHULDEN, BILDUNG, SOZIALSYSTEM

Ab Seite 172 untersucht Dalio die Situation der wichtigsten Länder der Welt. Da werden die Industrienationen Europas gegen die Schwellenländer (BRIC) gestellt, da wird die USA als Maßstab angesetzt und beurteilt, wer besser, und wer schlechter ist. Argentinien, Brasilien und Mexico werden ebenso betrachtet wie Australien, Japan, Thailand und Singapur.

Langfristig laufen die Aktienmärkte parallel zum Wirtschaftswachstum der einzelnen Länder. Während Dalio auf Sicht von 10 Jahren für Indien ein jährliches Wachstum von 7,2% bis 9,2% erwartet, rechnet er für Deutschland nur mit 0,3% bis 0,8%, für Italien sogar nur mit einer Schrumpfung von -0,6% bis -0,2%.

Als Grund für seine Erwartungen geht er nun im Detail durch die einzelnen Faktoren, die das Wachstum bestimmen.

Demographie: Die arbeitende Bevölkerung wird in Deutschland seiner Untersuchung zufolge um jährlich 0,8% schrumpfen, in Italien um 0,6%. Gleichzeitig werde der Produktivitätszuwachs je Arbeitskraft in Deutschland bei 1,1-1,6% liegen, in Italien bei -0,2 bis +0,2%. So zeigt Italien künftig eine rückläufige Produktivität, während Deutschland mit einem mageren Plus davonkommt.

Ich will Ihnen hier seine Ausführungen nun nicht nacherzählen: In ähnlicher Weise betrachtet er die Kultur, wo beispielsweise der Krankenstand und die Anzahl der Urlaubstage verglichen werden. Zur Kultur zählt er auch den Bildungsstand und die Sozialabgaben. Und, ganz wichtig aus Sicht von Dalio, die Neigung, Schulden aufzunehmen, zählt ebenfalls zur Kultur eines Landes und ist damit ein wichtiger Indikator für das künftige Wachstum.

Deutschland ist berühmt für seine Austeritätspolitik, entsprechend gering wird nach Meinung Dalios das künftige Wachstum ausfallen. Italien ist bereits hoffnungslos überschuldet, kann also keine zusätzlichen Schulden mehr aufnehmen und wird daher ebenfalls nicht sonderlich wachsen.

Wenn Sie sich ein wenig mit der Darstellung von Dalio beschäftigt haben, dann werden Sie schnell erkennen, dass er nicht nur auf den aktuell laufenden Crash wettet, sondern längerfristige Ziele vor Augen hat.

Meine Meinung: die Geschworenen beraten noch, das Urteil wurde noch nicht verkündet. Doch es könnte sein, dass Dalio den positiven Effekt auf die Gesamtwirtschaft unterschätzt, den der hohe Bildungsstand in Deutschland hat und den das funktionierende soziale System hat. Hoffen wir das Beste.


EUROPA VOR DER ENTSCHEIDUNG

Neben Demographie und Kultur gibt es noch Politik. Die Politik klammert Dalio in seiner Betrachtung explizit aus, da sie unberechenbar sei. Achtung, jetzt wird’s politisch:

Am 4. März wählen die Italiener ihre neue Regierung. Es ist damit zu rechnen, dass die Italiener gegenüber Europa eine härtere Gangart einlegen werden, wenngleich ich derzeit nicht fürchte, dass sie den Briten folgen werden. Sie werden mehr Unterstützung fordern, denn alleine werden sie ihre Finanzen in absehbarer Zeit nicht in den Griff bekommen.

Und wer wird künftig den Forderungen der Club-Med Länder die Stirn bieten müssen? Nun, neben Mutti fällt das in die Aufgabe des Finanzministerium, das die geforderten Gelder freigeben muss. Bislang haben Mutti und Schäuble mit zugenähten Taschen das Vermögen der Deutschen gesichert. Leider waren die Taschen so fest vernäht, dass es nicht einmal Gelder für dringend erforderliche Investitionen in Deutschland gab. Der Staat muss seine Ausgaben in Krisenzeiten erhöhen. Hätte Mutti das getan, dann müsste ich mich nicht noch immer über die zu langsame Internetleitung ärgern und außerdem hätten wir dann kein Geld mehr, auf das die Club-Med Länder scharf sein könnten.

Nun, der Zug ist abgefahren. Der Staatssäckel quillt über, wir werden aller Voraussicht nach einen SPD-Finanzminister bekommen (Scholz), der meiner eigenen Erfahrung nach nicht nach dem Willen des Volkes handelt, sondern im politischen Morast nach gangbaren Wegen sucht.

Zum Glück haben wir Mutti, die eine klare Linie vorgibt, an die sich die Ministerien zu halten haben. Sie lautet sinngemäß: Macht was ihr wollt, bis das Kind in den Brunnen gefallen ist. Dann komme ich mit intelligenten Rettungsaktionen.

Zu viel Sarkasmus? Tut mir leid.


ES DROHT DIE SCHLIMMSTE ALLER WELTEN FÜR DEUTSCHLAND

Zurück zur Deutschen Bank und zu Ray Dalio: Wenn Deutschland also durch einen europäischen Einlagensicherungsfonds oder ähnliche Klimmzüge für die Schulden der Club-Med Länder aufkommen wird, dann laufen die Dinge aus Sicht von Dalio gleich doppelt schlecht für Deutschland: Zum einen erhöhen sich die Schulden, die doch eigentlich verringert werden sollten. Und zum anderen gibt es auch keinen stimulierenden Effekt von Investitionsprogrammen für die Deutsche Wirtschaft, denn das Geld fließt ja in den Süden.

Erfolg und Misserfolg von Banken sind eng an die wirtschaftliche Entwicklung ihres Heimatlandes geknüpft. Wenn der deutschen Wirtschaft das, was sie braucht, nämlich Investitionen in Infrastruktur und Bildung, vorenthalten werden (Austerität) und gleichzeitig dennoch der Schuldenstand steigt (Belastung zukünftiger Generationen), dann wird das Wirtschaftswachstum suboptimal ausfallen. Es ergibt sich in der Welt von Dalio eine düstere Zukunft für Deutschland.

Wie oben gesagt: Ich gebe hier die Sichtweise von Dalio wider doch ich vermute, dass er positive Effekte unseres guten Sozialsystems und unseres guten Bildungsstands unterschätzt. Ich weiß jedoch nicht, was am Ende rauskommen wird.

Für die Deutsche Bank würde das folgendes bedeuten: der Schrumpfungsprozess (Deleveraging), der nach der Finanzkrise einsetzte und in Deutschland nahezu beendet ist, wird in Europa noch ein paar Jahre anhalten und daher noch länger ein Niedrigzinsumfeld erforderlich machen, als wir es uns derzeit wünschen. Auch Deutschland würde in dieses Problem gezogen werden, wie durch die Besetzung der Ministerien absehbar. Die eine Einnahmequelle der Deutschen Bank, Zinsdifferenz aus Einlagen und Krediten, würde sich wider Erwarten vieler Analysten nicht so schnell erholen.


FAZIT
Ich werde im Heibel-Ticker die Aktionen von Bridgewater im Auge behalten. Sollte sich Dalio bald von seiner Leerposition trennen, wäre das in meinen Augen ein Startsignal für die Wiederaufnahme der Hausse, den Melt-Up Boom. Sollte Dalio jedoch an seiner Wette festhalten, wird es spannend bleiben, wie sich Politik, Wirtschaft und Finanzmarkt entwickeln. Nur eines ist dann sicher: Wir werden uns an größere Schwankungen, eine höhere Volatilität gewöhnen müssen.



06. Update beobachteter Werte

Bitte beachten Sie auch den Kundenbereich auf meiner Internetseite unter www.heibel-ticker.de. Dort finden Sie aktuelle Charts mit meinen jeweils aktualisierten Einschätzungen.

Dieses Kapitel bleibt den Heibel-Ticker PLUS-Abonnenten vorbehalten.

In Deutschland gibt es kaum einen anderen, der die Hintergründe der Aktienmärkte so messerscharf von dem täglichen Medienrummel trennen kann, wie der Autor des Heibel-Tickers Stephan Heibel.

Von seinen Fähigkeiten, komplizierte Zusammenhänge verständlich darzustellen, können Sie sich mit diesem Heibel-Ticker Standard überzeugen. Wenn Sie allerdings seine Schlussfolgerungen und Empfehlungen erfahren möchten, dann sollten Sie sich einmal um den Heibel-Ticker PLUS kümmern.

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07. Übersicht HT-Portfolio

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Im Wochenverlauf habe ich zu mehreren Titeln Anmerkungen im Kundenbereich der Webseiten verfasst.

Die tabellarische Übersicht bleibt den zahlenden Abonnenten des Heibel-Ticker PLUS vorbehalten.

Die dritte Spalte zeigt die Schlusskurse von Donnerstagabend. Unter „Woche“ steht die Veränderung im Vergleich zur Vorwoche. Unter „2014“ steht das Ergebnis der Position seit Jahresbeginn bzw. seit Aufnahme ins Portfolio. Unter „Anteil“ finden Sie den Anteil der jeweiligen Position am Gesamtdepot.

Unter ! steht zur Information meine Grundtendenz:
Kbei Gelegenheit Kaufen, 
NKNachkaufen 
HHalten, 
Vbei Gelegenheit Verkaufen, 
TVTeilverkauf, also nicht die ganze Position 
VLVerkaufslimit, bei überschreiten eines bestimmten Kurses sollte verkauft werden 
SLStopp Loss, bei Unterschreiten eines bestimmten Kurses sollte verkauft werden 
TSTrailing Stopp, wie SL, nur dass das Limit kontinuierlich nachgezogen wird 



Die „Gelegenheit“ zum Kaufen oder Verkaufen wird sodann kurzfristig von mir per Update an Sie bekanntgegeben.

Ich habe diese Spalte „!" insbesondere für neue Kunden vorgesehen, die zu einem späteren Zeitpunkt wissen wollen, ob ich die Position noch zukaufen würde, wenn ich beispielsweise darin nicht schon voll investiert wäre. Zukaufen würde ich jeweils jedoch niemals zu Höchstkursen, sondern stets nur nach kurzfristigen Kursrückschlägen von mindestens 5-7%.

Kauffolge: Je spekulativer, desto aggressiver würde ich kaufen und verkaufen. Derzeit verwende ich die folgenden Schritte:

Value Positionen in drei Schritten aufbauen: 25%-25%-50%,

Spekulative und alternative Positionen in zwei Schrittenaufbauen: 50%-50%,

Tradingpositionen ganz oder gar nicht: 100%.

Stopp Loss Limits, Verkaufslimits und ähnliche Aktionsmarken verwalte ich aktiv in meinem System und ändere ich unter der Woche mehrfach, fast täglich. Eine Veröffentlichung der entsprechenden Limits ist in der Regel nicht sinnvoll, allenfalls Stopp Loss Marken werde ich bisweilen im Text bekanntgeben.

Bitte haben Sie Verständnis dafür, aber ohne eine kleine Einnahmequelle kann ich diesen Dienst nicht aufrecht erhalten.

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In Deutschland gibt es kaum einen anderen, der die Hintergründe der Aktienmärkte so messerscharf von dem täglichen Medienrummel trennen kann, wie der Autor des Heibel-Tickers Stephan Heibel.

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Eine erfolgreiche Börsenwoche,
take share

Stephan Heibel
www.heibel-ticker.de


mailto:info/at/heibel-ticker/./de



08. Disclaimer / Haftungsausschluss und Risikohinweise

Wer un- oder überpersönliche Schreib- oder Redeweisen nachmacht oder verfälscht oder nachgemachte oder verfälschte un- oder überpersönliche Schreib- oder Redeweisen in Umlauf setzt, wird mit Lust-, manchmal auch mit Erkenntnisgewinn belohnt; und wenn alles gut geht, fällt davon sogar etwas für Sie ab. (frei nach Robert Gernhardt)

Wir recherchieren sorgfältig und richten uns selber nach unseren Anlageideen. Für unsere eigenen Transaktionen befolgen wir Compliance Regeln, die auf unsere eigene Initiative von der BaFin abgesegnet wurden. Dennoch müssen wir jegliche Regressansprüche ausschließen, die aus der Verwendung der Inhalte des Heibel-Tickers entstehen könnten.

Die Inhalte des Heibel-Tickers spiegeln unsere Meinung wider. Sie stellen keine Beratung, schon gar keine Anlageempfehlungen dar.

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Die Verwendung der Inhalte dieses Heibel-Tickers erfolgt auf eigene Gefahr. Die Geldanlage an der Börse beinhaltet das Risiko enormer Verluste bis hin zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals.

Quellen:
Kurse: Deutsche Kurse von comdirect.de, Goldbarren & Münzen von proaurum.de, US-Kurse von finance.yahoo.com. Alle Kurse sind Schlusskurse vom Donnerstag sofern nichts Gegenteiliges vermerkt ist.
Bilanzdaten: Comdirect, Yahoo! Finance sowie Geschäftsberichte der Unternehmen
Informationsquellen: dpa-AFX, Aktiencheck, Yahoo! Finance, TheStreet.com, IR-Abteilung der betreffenden Unternehmen



09. An-/Ab-/Ummeldung

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