TUI - Aktuelle Aktien News und Hintergrundinfos

ISIN: DE000TUAG000

Hier gibt es aktuelle News und Hintergrundinfos zum Kurs sowie Investmentideen zur TUI Aktie.

Die Updates enthalten relevante und konzentrierte Informationen zur TUI Aktie, einer möglichen Prognose bzw. Kursziel für den Aktienkurs, Charts sowie eine Einschätzung für unser Heibel-Ticker Portfolio, die Aktie zu kaufen oder nicht.

In unseren Informationen zu den einzelnen Positionen führen wir immer die jeweilige ISIN bzw. WKN der Aktie auf, geben eine aktuelle Bewertung für zu erwartende Entwicklungen ab und fokussieren uns auf eine faktenbasierte Analyse. Ebenso berichten wir über die zu erwartende Dividende und unsere Erfahrungen mit dem Unternehmen der Aktie.

Sie finden hier archivierte Heibel-Ticker PLUS Updates zur TUI Aktie. Die Updates sind für FREE Leser 3 Monate nach der Veröffentlichung frei zugänglich. PLUS Mitglieder erhalten die Updates direkt nach der Veröffentlichung, in dringenden Fällen zusätzlich eine Express-SMS, und können die Updates tagesaktuell einsehen.

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Wir spekulieren in TUI nur noch mit unserem Gewinn, denn unseren Einsatz haben wir im Rahmen der Kapitalerhöhung zum Jahreswechsel bereits wieder heraus geholt. Wenn nun erneut Reisebeschränkungen eingeführt werden, wird sich die Erholung des Geschäfts von TUI verzögern und ich gehe davon aus, dass TUI dann erneut frisches Kapital benötigen wird. Solange der neue Kapitalbedarf nicht bekannt ist, würde ich die Aktie nicht anfassen.

Im heutigen Heibel-Ticker gehe ich näher auf den heutigen Ausverkauf ein: Keine Sorge, ich gerate nicht in Panik. Insgesamt sind wir trotz unserer hohen Investitionsquote gut für diesen Ausverkauf positioniert. Doch bei TUI habe ich nun die Geduld verloren.

Stephan Heibels Investmentideen werden im Heibel-Ticker Portfolio umgesetzt und können dort transparent nachverfolgt werden.

Die Heibel-Ticker PLUS Mitglieder nutzen die Investmentideen in der Regel zur Orientierung für ihre eigenen Investmententscheidungen. Deren Performance ist in der Regel noch besser als die durchschnittlichen 11% pro Jahr vom Heibel-Ticker Portfolio.

Bei Interesse finden Sie auf der Heibel-Ticker PLUS Seite weitere Informationen und Möglichkeiten zur Mitgliedschaft. Antworten zu den häufigsten Fragen gibt es ebenfalls und gerne beantworten wir individuelle Fragen über das Kontaktformular.

Vorgestern hat die TUI AG eine Kapitalerhöhung bekannt gegeben. Heute notieren die Aktie abzüglich der Bezugsrechte, daher das dicke Minus. Da Sie für je 21 alte TUI Aktien 10 Bezugsrechte erhalten haben, dürfte der Gesamtwert Ihrer Position nur wenig verändert sein.

Für 21 alte Aktien erhalten Sie 10 Bezugsrechte, mit denen Sie unter Zuzahlung von 2,15 EUro je Aktie neue TUI Aktien erwerben können. Vor der Bekanntgabe der Kapitalerhöhung notierte die TUI Aktie bei 3,80 Euro. Heute notiert die Aktie bei 3,53 Euro, das Beugsrecht wird aktuell mit 0,61 Euro gehandelt.

Wenn Sie also zuvor bspw. 21 TUI Aktien besaßen, die einen Wert von 79,80 Euro ausmachten, dann besitzen Sie jetzt 21 TUI Aktien zu 3,53, Euro, also im Wert von insgesamt 74,13 Euro zzgl. 10 Bezugsrechten im Wert von 6,10 Euro, also insgesamt 80,23 Euro. Die 43 Cent Differenz sind der Kursschwankung zuzuschreiben.

Es werden 523,5 Mio. Neue Aktien ausgegeben. Bei einem Bezugspreis von 2,15 EUR fließen dadurch 1,1 Mrd. Euro in die Kasse der TUI. Ankeraktionär Unifirm Ltd. hat bereits zugesagt, die Kapitalerhöhung voll mitzumachen, damit der 32% Anteil, den das Unternehmen an TUI hält, gleich bleibt.

TUI möchte das Geld verwenden, um den Schuldenberg abzutragen. Ich werte die Transaktion als positiv. Denn noch im August hatte ich von einer angespannten Finanzlage der TUI gesprochen und schloss anlässlich der vierten Coronawelle eine erneute Inanspruchnahme weiterer KFW-Hilfen nicht aus. Die Kapitalerhöhung zeigt, dass TUI nicht mehr auf staatliche Untersützung angewiesen ist, sondern die Anteilseigner überzeugen konnte, selber in die Zukunft des größten Reisekonzerns Europas zu investieren.

Je schneller die staatlichen Hilfen zurückgeführt werden können, desto früher dürfen Aktionäre auf eine attraktive Dividende hoffen. Wie schnell das gehen wird, hängt von der Geschäftsentwicklung ab. IM anstehenden Winter rechnet TUI mit einem Volumen von ca. 80% des Vorkrisenniveaus. Für den Sommer 2022 geht CEO Joussen von einer vollständigen Normalisierung aus.

Ich erinnere mich an die unzähligen Kapitalerhöhungen der Banken in Folge der Finanzkrise 21008 / 2009. Meistens wurden die Kapitalerhöhungen positiv aufgenommen. negative Kursfolgen hatten nur diejenigen Banken, bei denen die Kapitalmaßnahme nicht ausreichte bzw. Bei denen immer neue Leichen im Keller entdeckt wurden (bspw. Deutsche Bank, Commerzbank).

Das Reisegeschäft ist wenig reguliert und TUI darf auf eine schnelle Normalisierung hoffen. Der zu erwartende Cashflow könnte dann eine Rückzahlung der verbleibenden Staatshilfen hoffentlich ermöglichen.

Sie wollen nun sicherlich wissen, ob wir die Bezugsrechte versilbern, oder unter Zuzahlung in neue Aktien tauschen sollen. Da unsere TUI-Position derzeit 2% des Gesamtportfolios ausmacht, spekulative Positionen jedoch mit rund 2,5% vorgesehen sind, würde ich die Bezugsrechte ausüben.

Sie sehen: die Antwort auf die Frage hängt davon ab, wie groß Sie Ihre Position haben bzw. Machen möchten. Irrelevant sind in meinen Augen die Konditionen: Rechnerisch ist es nahezu egal, ob Sie verkaufen oder ausüben. Sollte es dort Differenzen geben, so ist das ein Spielfeld, in dem sich „Arbitrageure“ tummeln. mit großen Summen werden hier Differenzen im Cent-Bereich ausgenutzt. Das ist nicht meine Spielwiese.

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Vergangenen Donnerstag legte TUI Q-Zahlen vor, die alles in allem ordentlich waren. Während die Erholung in Großbritannien langsamer als erhofft voranschreitet, verzeichnet TUI in Deutschland eine robuste Erholung. England habe erst kürzlich die "grüne Liste" der Länder ohne Corona-Probleme überarbeitet und da sei bspw. Portugal nicht mehr drauf, so dass viele Engländer ihre Reisen storniert oder vorzeitig abgebrochen haben. Das Reiseangebot sei daher für Juli/ August auf 60% der Vor-Coronazeit reduziert worden, zuvor hatte man 75% angeboten.

Buchungen würden sehr kurzfristig vorgenommen, dafür seien die Kunden preislich flexibler. So würden durchschnittlich 9% mehr je Kunde bezahlt.

Das Effizienzprogramm komme gut voran, man werde per Jahresende bereits die Hälfte des Sparziels erreichen. Für 2022 wird ein kräftiger Umsatzsprung gegenüber 2021 erwartet. Man sei jetzt bereits wieder cashflow-positiv und werde im kommenden Jahr einen ordentlichen Überschuss erwirtschaften. Die Finanzierungen, die während der Corona-Pandemie erforderlich geworden seien (4,7 Mrd. EUR), wurden bis Sommer 2024 verlängert. Damit hat der Konzern das Schlimmste überstanden, sofern keine neuen Lockdown-Maßnahmen kommen.

Der Quartalsumsatz betrug 650 Mio. Euro, der Verlust (EBIT) lag bei 670 Mio. EUR. Diese Gegenüberstellung ist natürlich verheerend: TUI macht mehr Verlust als Umsatz. Der Betrieb des TUI-Konzerns kostet derzeit mehr als eingenommen wird. Immerhin ist der Umsatz gegenüber dem Lockdown-Quartal des Vorjahres um 800% angesprungen. Aber vom Niveau der Vor-Krisenzeit ist TUI noch weit entfernt.

In diesen Tagen setzt sich die Erkenntnis in der Bevölkerung durch, dass Corona nicht "besiegt" werden kann: Weder die versprochene Herdenimmunität, noch ein vollständiger Impfschutz kann bei dem sich immer wieder mutierenden Virus erreicht werden. Wir müssen Corona wohl in unseren Alltag einbauen.

Das verzögert natürlich die Erholungsmöglichkeit im Geschäft von TUI, aber das wird nicht zur Folge haben, dass die Menschen nicht mehr reisen.

Die Aktie ist von 5,25 EUR im Frühjahr aus Enttäuschung über die vierte Corona-Welle wieder auf 3,60 EUR zurück gefallen. Wir bleiben mit unserer Spekulativen Position dabei. Wer noch nicht investiert ist, könnte die aktuelle Kursschwäche zum Kauf nutzen :-).

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TUI hat sich mit den Kreditgebern der Coronahilfen auf eine Verlängerung des Rückzahlungstermins um zwei Jahre auf 2024 geeinigt.

Noch vor wenigen Monaten hatte TUI-Chef Joussen in Aussicht gestellt, bei einem guten Sommergeschäft vorzeitig Hilfen zurückzuzahlen, der Aktienkurs war daraufhin deutlich angestiegen. Nachdem sich nun die Delta-Variante stark ausbreitete, kamen Ängste auf, TUI könne weitere Hilfen benötigen. Mit der Verlängerung der bestehenden Vereinbarungen scheint diese Angst nun erst einmal vom Tisch.

Gleichzeitig hat TUI vermeldet, seine 19 RIU-Hotels für 541 Mio. EUR verkauft zu haben. Die Einnahmen werden für die Überbrückung der Krise verwendet, geben dem Konzern also etwas Luft.

Scheint, denn die Finanzlage bleibt angespannt und ich will nicht ausschließen, dass TUI erneut bei der KfW anklopft.

All das ändert wenig an meiner Grundeinstellung zu TUI: Europas größter Reisekonzern wird Corona überstehen und anschließend Marktanteile gewinnen, da viele kleinere Anbieter der Krise zum Opfer fielen.

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Spanien verzeichnet derzeit die höchste Zahl an täglichen Infektionen überhaupt - höher als während der ersten, sowie auch während der dritten Welle. Bei 50% voll geimpften Spaniern und weiteren 12%, die zumindest eine Impfdosis erhalten haben, bleiben die Intensivstationen leer: Die Impfung verhilft zumindest zu einem milden Verlauf der Krankheit.

Aber bei einer Inzidenz von rund 300 ist es den meisten Urlaubern doch nicht geheuer in Spanien: TUI streicht Flüge und muss wohl auf den erhofften Nachfrageschub beim Hauptreiseziel der Deutschen verzichten. Wir erinnern uns an die Aussage von CEO Joussen: "Wir brauchen kein weiteres Überbrückungskapital, wenn die Buchungen in diesem Sommer anziehen." ...heißt im Umkehrschluss: Gegebenenfalls muss TUI ein weiteres Mal frisches Kapital beschaffen, sei es über den Kapitalmarkt, sei es von der Bundesregierung, um die Coronakrise zu überstehen.

Das lastet natürlich auf dem Aktienkurs, der diese Woche 10% abgegeben hat. Unser Buchgewinn ist futsch, die Aktie notiert wieder auf dem Kursniveau vom Jahresbeginn. Glücklicherweise haben wir schon einen guten Teil der Aktien verkauft, doch der Rest hat nun seinen Gewinn wieder abgegeben.

Solange wir keine detaillierten Informationen darüber haben, wie viel Kapital TUI wohl noch benötigen wird, dürfte der Aktienkurs unter Druck bleiben. Wenn Joussen in den kommenden Tagen konkrete Zahlen ausgibt, dürfte sich der Kurs stabilisieren ... nur auf welchem Niveau?

Ich halte an meiner Spekulation fest, denn zum einen haben wir schon einen guten Teil des Gewinns gesichert und spekulieren nun also mit einem dicken Puffer. Zum anderen halte ich TUI nach wie vor für bestens positioniert für die Zeit nach Corona. Den Boden kann man kaum bestimmen und der aktuelle Rückschlag ist ärgerlich, doch ich würde nun einfach warten, bis sich die Wogen glätten.

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Die Öffnung Mallorcas für den Osterurlaub wurde nun als erfolgreich bezeichnet, daher bietet TUI ab Mai Reisen auf die Balearen, nach Portugal, Griechenland und andere Destinationen an. Die Aktie ist in Folge dieser Meldung um 11% angesprungen.

In den USA haben die Anbieter von Kreuzfahrten nun eine Einigung mit der US-Gesundheitsbehörde erzielt, so dass ab Juli wieder Kreuzfahren unternommen werden können. Auch TUI betreibt Kreuzfahrtschiffe, ich denke, die US-Meldung hat sich bei TUI noch nicht im Kurs niedergeschlagen.

Die Aktie konsolidiert immer wieder, die Tiefs sind jedoch immer höher. Der Aufwärtstrend ist intakt, wir bleiben bei dieser Spekulation dabei.

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Heute früh hat TUI bekannt gegeben, eine Wandelanleihe im Volumen von 350-400 Mio. EUR auszugeben, fällig 2028 und mit einem Zins von 4,5-5% versehen. Die Wandlung kann dann mit einem Aufschlag von 25-30% zum aktuellen Kursniveau getätigt werden.

Aktuell notiert die TUI.Aktie mit 6% im Minus. Ich hatte gestern Abend bereits ein Update vorbereitet, mit dem ich die Aktie zum Verkauf stellen wollte. Mit dem heutigen Kursrutsch und insbesondere aufgrund der zusätzlichen liquiden Mittel würde ich nun nicht mehr verkaufen.

Aktien von insolvenzgefährdeten Unternehmen beginnen immer genau dann ihre Rallye, wenn die Insolvenzgefahr abgewendet ist. Das war bei TUI "eigentlich" (schreckliches Wort!) Anfang 2021 der Fall, als der Bund nochmals kräftig nachgeschossen hat. TUI war ausreichend finanziert, um mit einem moderaten Sommergeschäft über die Runden, also über die Corona-Pandemie, zu kommen. Doch seither erleben wir ein Impf-Debakel nach dem anderen.

Das Hin und Her bei den verschiedenen Impfstoffen hat dazu geführt, dass die Menschen ihren Sommerurlaub nicht buchen. Während der Umsatz in England bereits kräftig angesprungen ist, halten sich die deutschen Urlauber noch immer zurück. So verlängert sich die Durststrecke für TUI und es wird nochmals Geld benötigt.

Ich sehe in der Wandelanleihe zwei positive Dinge: Zum einen schafft TUI es nun wieder, aus eigener Kraft Kapital zu beschaffen. Der Staat wurde nicht erneut um Hilfe gebeten. Und zum anderen ist die Aktie heute "nur" um 6% abgerutscht. Anfang des Jahres stand die Aktie splitbereinigt noch bei 3 EUR, heute sind wir bei 4,30 EUR.

Mein Kursziel von 8 Euro muss ich aufgrund der erneuten Verwässerung durch die Wandelanleihe auf 7,20 EUR senken.

Gestern war der erste Tag, an dem die Hausärzte in der Fläche impfen durften. Die gestern verabreichten Impfdosen haben sich verdoppelt. Vielleicht ist ja nun endlich der Knoten geplatzt. Ich würde also nun dabei bleiben.

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Der verschleppte Impfstart belastet natürlich insbesondere die Tourismusbranche. TUI hat Staatshilfen angenommen und eine Kapitalerhöhung durchgeführt. Anfang der Woche wurden Zahlen veröffentlicht, die den Anlegern nicht gefallen haben. Heute früh hat Gabor Steingart in seinem Morning Briefing ein fragwürdiges Zitat angeführt: "Der Vorstandsvorsitzende Fritz Joussen kündigt weiteren Zuschussbedarf an. Die Kapitalmaßnahmen des Bundes für die TUI seien möglicherweise noch nicht abgeschlossen."

Ich habe nachgeforscht und konnte keine Bestätigung für dieses Zitat finden. Meine Rückfrage bei Steinhart blieb unbeantwortet. Die Investor Relations Abteilung von TUI hingegen ist auf Zack, ich erhielt einen Rückruf und mir wurde bestätigt, dass eine solche Aussage nicht getroffen wurde.

Warum auch. Der Konzern sitzt nach den Kapitalmaßnahmen derzeit auf 2,1 Mrd. Euro Liquidität. Jeden Monat ohne Geschäft wurden in der Vergangenheit 400 Mio. Euro verbrannt. Doch ein Ende ist in Sicht und erste Buchungen für den Sommerurlaub finden bereits statt.

Das heißt, mit fortschreitender Impfung der Bevölkerung und der schrittweisen Aufhebung der Kontaktbeschränkungen werden zunehmend Buchungen bei TUI eintrudeln. Es wird niemanden überraschen, dass die meisten Urlauber dieses Jahr erst sehr spät buchen werden, schließlich blieb die Bundesregierung weiterhin einen Plan schuldig.

Doch nicht überall ist es so chaotisch wie in Europa. Zweitgrößer Markt für TUI ist England. Und dort hat man bereits 12 Mio. Menschen geimpft. Mit den 4 Mio. Menschen, die bereits Corona hatten, sind dort nun also 16 Mio. Menschen mehr oder weniger Corona-resistent. Das entspricht 23% der Bevölkerung.

So seien auch die überwiegenden Buchungen, die TUI bereits als Frühbucher verzeichnet, von der Insel. Und das Schöne daran, die Urlauber zahlen durchschnittlich 20% höhere Preise, als im Jahr 2019. Wie von mir erwartet ist der Nachholbedarf sehr groß.

Oder, um es mit einem Zitat zu unterstreichen: "Ich freu mich schon auf die Wiedereingliederung nach der langen Coronapause." Zitat von Gina aus dem horizontalen Gewerbe in Köln.

Wenn also 2,1 Mrd. Euro zur Verfügung stehen, der monatliche Verlust deutlich rückläufig sein wird, dann reicht das Geld bis über den Sommer und somit hoffentlich bis zu einer Situation, die es TUI ermöglicht, auf niedrigerem Niveau zumindest wieder profitabel zu sein.

Ein Wermutstropfen zum Abschluss: Wenn ich mir jedoch anschaue, was der Staat aus der Commerzbank gemacht hat, wird mir Angst und Bange um TUI, denn auch dort möchte sich der Staat trotz seiner Beteiligung gar nicht ins Geschäft einmischen. Dass dies eine leere Worthülse ist, zeigt die mangelhafte Innovationskraft der Commerzbank, die ich in meinem heutigen Update zu Paypal beschrieben habe. Ohne Staatshilfe hat sich Nowegian Cruise Line aus der Pandemie gekämpft. Die Norweger haben ebenfalls Kapitalerhöhungen getätigt. Doch ihnen war es möglich, sich das Geld ohne Staatshilfe am freien Markt zu beschaffen.

TUI war dazu nicht in der Lage, hat unser Finanzminister beschlossen. Wie auch: Der ruinöse Wettbewerb, der kürzlich eine Pleite bei Condor erzeugte, wurde vom Staat mit Geldspritzen verlängert und somit wurde das zuvor solide Unternehmen TUI so weit geschwächt, dass wir nun zwei Reisekonzerne am Staatstropf haben und tausende Stellenstreichungen.

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Heute notiert die Aktie von TUI um 4,80 EUR, das Bezugsrecht bei 3,30 EUR. Für eine ehemalige TUI Aktie haben wir also zwei Papiere im Wert von insgesamt 8,10 Euro im Depot. Unsere Position liegt damit 96% vorn gegenüber unserem Kaufpreis vom 9. November. Allein seit Jahresbeginn hat unsere Position um 56% zugelegt.

Ich habe mir notiert, dass die alte TUI-Aktie bei einem Kurs von 6 Euro unter Einbeziehung der laufenden Kapitalerhöhung, sowie auch schon der Wandlung durch den Bund, den doppelten Unternehmenswert (Schulden herausgerechnet) erreicht haben würde, wie vor der Corona-Pandemie.

Wenn sich die aufgestaute Urlaubsnachfrage nach Corona in Reiselust entlädt, kann die Aktie von TUI durchaus auch noch höher steigen als die angegebenen 6 Euro. Doch aktuell erscheint mir das ein wenig verfrüht: Die Impfung läuft nur schleppend an, der Lockdown - und damit auch die Reisebeschränkungen - werden wohl länger dauern, als wir uns das vor kurzem noch erhofft hatten und nun ist sogar ein Mensch in Deutschland verstorben, der zum zweiten Mal an Corona erkrankte. Gewissheit bezüglich einer Immunität gibt es also noch nicht.

Wie haben unserer Bank mitgeteilt, dass wir die Bezugsrechte ausüben möchten. Nun müssen wir bis zum Monatsende warten, bis uns die neuen Aktien ins Depot gebracht werden. Die alten Aktien jedoch können wir jederzeit verkaufen. Dies würde ich heute tun. Damit verringern wir unser TUI-Engagement und sichern einen Teil unseres Gewinns ab. 96% in nur 10 Wochen kann sich doch sehen lasen ;-).

Durch die Ausübung der Bezugsrechte bleiben wir an Bord - wenn auch nur mit einem kleineren Teil.

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Es kursieren Bewertungsansätze, die sich an der Marktkapitalisierung von TUI abarbeiten. Die hören sich in etwa so an:

Anfang 2020, also vor Corona, gab es 590 Mio. Aktien von TUI, der Kurs Ende Januar 2020 betrug 9,25 Euro. Damit ergab sich eine Marktkapitalisierung von 5,5 Mrd. Euro.

Ich möchte die Berechnung des Kurs/Umsatz-Verhältnisses um die Schulden bereinigen, weil die Schulden ja in unserem Fall eine beträchtliche Rolle spielen. Anfang 2020 hatte TUI 1 Mrd. Euro Nettoschulden. Der "Wert" des Geschäfts von TUI betrug also 6,5 Mrd. Euro: Die Marktkapitalisierung zzgl. der Nettoschulden.

Zum Verständnis: Hätte TUI damals keine Schulden gehabt, dann wäre die Marktkapitalisierung in etwa um 1 Mrd. Euro höher gewesen. Ein sauberes, schuldenfreies TUI-Geschäft ist daher 6,5 Mrd. Euro wert gewesen.

Ein Jahr später, nach dem Corona-Hilfspaket mit einem Volumen von 1,8 Mrd. Euro und nach der Ausgabe von 509.000 Neuen TUI Aktien zu 1,07 Euro steht der Kurs bei 6,62 Euro (4,11 Euro TUI zzgl. 2,51 Euro für das Bezugsrecht). Die Marktkapitalisierung beträgt somit 7,3 Mrd. Euro, die Schulden stehen bei 6,4 Mrd. Euro (zuzüglich zu den Corona-Hilfen hat TUI auch selber kräftig Schulden gemacht). Der Unternehmenswert ohne Schulden liegt damit bei 13,7 Mrd. Euro. TUI ist somit heute doppelt so viel wert, obwohl sich der Umsatz halbiert hat.

Nun hat der Bund (Wirtschaftsstabilisierungsfonds) noch die Option, weitere 420 Mio. Aktien zum Kurs von 1 Euro zu erwerben. Wenn der Bund diese Option beispielsweise Ende 2022 ausübt, fließen der TUI 420 Mio. Euro in bar zu, gleichzeitig erhöht sich die Anzahl der Aktien um 420 Mio. auf 1,52 Mio. Es würde sich, wenn wir weiterhin von einem rechnerischen Aktienkurs von 5 Euro ausgehen, eine Marktkapitalisierung von 7,6 Mrd. Euro ergeben. Gleichzeitig würde die Nettoschuld zuzüglich zu den geplanten Rückzahlungen um weitere 420 Mio. Euro vermindert, weil dieser Teil der Coronahilfe dann ja nicht mehr zurück bezahlt werden müsste.

Analysten gehen davon aus, dass ohne diese Wandlung Ende 2022 der Schuldenstand auf 4,2 Mrd. Euro zurückgeführt sein wird. Streichen wir dann noch weitere 420 Euro an Schulden und führen wir gleichzeitig 420 Mio. Euro an Barmitteln zu, dann ergibt sich eine neue Nettoschuld von 3,2 Mrd. Euro. Die Marktkapitalisierung läge dann bei 5 Euro x 1,52 Mrd. Stück Aktien = 7,6 Mrd. Euro. Zuzüglich den Nettoschulden ergibt sich eine Bewertung des Geschäfts von TUI von 10,8 Mrd. Euro.

Also: Vor Corona lag der Geschäftswert bei 6,5 Mrd. Euro, nach Corona und nach Wandlung bei 10,8 Mrd. Euro. Vor Corona lag der Jahresumsatz bei 19 Mrd. Euro, im Jahr 2022 soll der Umsatz wieder auf dieses Niveau angestiegen sein. Warum also 10,8 Mrd. Euro für ein Geschäft bezahlen, das vor Corona nur 6,5 Mrd. Euro wert war, fragen nun die Kritiker.

Die Antwort ist ganz einfach: Weil die Welt nach Corona für TUI besser ist als vor Corona. Anfang 2020 hatte TUI exorbitante Sonderaufwendungen aufgrund des Desasters um die Boeing 737MAX zu tragen: es wurden Flieger für 100 Mio. Euro pro Monat gemietet. Die Schuldfrage war ungeklärt, schlimmstenfalls würde TUI auf diesen Kosten sitzen bleiben.

Nach Corona fliegt die 737MAX wieder. Die Schuldfrage ist zwar nicht geklärt, aber die Chancen sind gestiegen, dass TUI eine Kompensation in irgendeiner Form erhalten wird.

Vor Corona gab es Überkapazitäten im europäischen Flugverkehr. Condor war pleite, flog aber mit Staatshilfen weiter und setzte damit den ruinösen Preiskampf min der Branche fort. Nach Corona werden die Fluggesellschaften den Flugbetrieb nur sukzessive aufnehmen. Überkapazitäten werden nur bedingt aufgebaut, viele Mitarbeiter sind auf Kurzarbeit oder inzwischen entlassen. Die Fluggesellschaften können die Corona-Hilfen nutzen, um die veralteten, spritfressenden und damit in der Unterhaltung teuren Flieger auszumustern, es wird einen Betrieb mit neuen Fliegern zu günstigeren Betriebskosten geben.

TUI hatte vor Corona ein gigantisches Investitionsprogramm gefahren, um eigene Hotels und Kreuzfahrtschiffe aufzubauen. Dort ist die Gewinnmarge deutlich höher, wenngleich das Risiko ebenfalls höher ist. Das Risiko hat TUI in der Krise zu spüren bekommen, dennoch ist TUI Dank der Corona-Hilfen nicht pleite gegangen. Anschließend wird TUI die Früchte der damaligen Investitionen ernten können.

Es wird weniger Geschäftsflüge nach Corona geben (Zoom Video), Urlaubsflüge jedoch werden meiner Erwartung nach sprunghaft wieder ansteigen und vielleicht schneller neue Rekordniveaus erreichen, als sich das viele vorstellen können. Da TUI hauptsächlich Urlaubsflüge anbietet, wird TUI besonders davon profitieren.

Viele Hotels sind durch Corona pleite gegangen, viele Reisebüros vom Markt verschwunden. TUI ist einer der Profiteure der Krise und wird den eigenen Marktanteil ausbauen können.

Ich gehe auch davon aus, dass die Menschen nicht mehr auf den letzten Pfennig beim Buchen ihres Urlaubs achten werden, sondern etwas großzügiger mit dem Geld umgehen werden. Durch die eigenen Hotels und Schiffe sowie durch den nachlassenden Preisdruck wird sich die Gewinnmarge in der Branche deutlich verbessern - auch gegenüber der Zeit vor Corona.

Ich hatte TUI bereits vor Corona empfohlen, das Geschäft war damals schon meiner Einschätzung nach völlig unterbewertet. Im Jahr 2022 würde TUI den obigen Berechnungen zufolge auf einem Kurs/Umsatz-Verhältnis (um die Nettoschulden bereinigt) von 0,6 notieren. Ein Verhältnis von 1 wird als fair betrachtet. Sollte TUI ordentliches Wachstum auch für nach 2022 in Aussicht stellen können, dann ist ein KUV deutlich über 1 vorstellbar.

Vor Corona notierte TUI auf einem KUV von 0,3, was den ruinösen Wettbewerb und die hohen Kosten für den Ersatz der Boeing 737MAX widerspiegelte. Nach Corona ist ein KUV von 0,6 in meinen Augen weiterhin günstig.

Gut, zwischenzeitlich, also Stand heute, ist das KUV auf 1,7 gesprungen: Exorbitant hohe Schulden bei fehlenden Umsätzen. Doch diese vorübergehende Situation als Grundlage für eine langfristige Bewertung zu nehmen, ist falsch. Bei Insolvenzgefahr kann man das tun, aber die ist ja nun durch die Corona-Hilfen abgewendet.

Die Aktie dürfte meiner Erwartung nach ein Jahr vor der Rückkehr zur Normalität 2022, also bereits Ende 2021, dieses Szenario widerspiegeln. Mich würde ein Aktienkurs von 8 Euro nicht wundern. Das würde einem KUV von 0,9 entsprechen.

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Einige Kunden haben mir bestätigt, dass meine Berechnung vom vergangenen Freitag korrekt waren, vielen Dank. Der Kurssprung, den die Aktie inkl. Bezugsrecht somit am Freitag vollzogen hat, war also tatsächlich exorbitant. Heute wird davon ein bisschen was wieder abgegeben - Aktie und Bezugsrecht sind 7-10% im Minus.

Ich bleibe bei meiner Empfehlung, das Bezugsrecht auszuüben, denn diese Kapitalerhöhung ist so etwas wie ein Befreiungsschlag. TUI dürfte damit bis zum Sommer finanziert sein. Und was glauben Sie, was mir die Menschen erzählen, wenn ich sie auf ihre Urlaubspläne nach Corona anspreche: Ich denke, TUI wird einen beispiellosen Boom erleben.

Warum das Bezugsrecht ausüben und nicht direkt die Aktien kaufen? Das ist mir egal. Wenn Sie anhand der Rechnung, die ich am Freitag aufgestellt habe, zu aktuellen Kursen feststellen, dass der Kauf der Aktie vorteilhaft gegenüber der Ausübung des Bezugsrechts ist, dann kaufen Sie die Aktie.

Das Bezugsrecht ist in erster Linie für institutionelle Anleger interessant: Wenn sie ihre Position vergrößern wollen, dann müssen sie normalerweise Aktien am Markt aufkaufen. Dadurch erhöhen sie die Nachfrage nach Aktien und treiben gegebenenfalls den Kurs nach oben, was sie in der Phase, in der sie die Aktien zukaufen, eigentlich noch nicht wollen.

Über die Ausgabe von neuen Aktien im Rahmen einer Kapitalerhöhung kommen institutionelle Anleger nun an Aktien zu einem festgelegten Preis, also ohne den Kurs am Markt zu treiben. Gleichzeitig führt eine Kapitalerhöhung in der Regel dazu, dass einige Anleger ihre Bezugsrechte, oder später auch die neuen Aktien, über die Börse verkaufen. Das Angebot an Aktien erhöht sich also und so können institutionelle Anleger ihre Positionen vergrößern, ohne den Kurs nach oben zu treiben.

Kleines Rechenbeispiel, da mich entsprechende Rückfragen erreichten: Wir haben 661 TUI Aktien im Bestand sowie dadurch nun auch 661 TUI Bezugsrechte. Da 661 nicht durch 29 teilbar ist, müssen Sie entweder Bezugsrechte hinzu kaufen, oder aber verkaufen. Für jeweils 29 Bezugsrechte erhalten Sie ein Aktienpaket von 25 Neuen TUI Aktien unter Zuzahlung von 1,07€ je neuer Aktie. Sie können nun

1. 22 mal 25 neue TUI Aktien zukaufen. Sie würden dann 550 neue TUI Aktien erhalten und müssten dafür 550 x 1,07€ = 588,50€ zuzahlen. Damit wären 22 x 29 Bezugsrechte aufgebraucht, also 638. Sie haben nun noch 661 - 638 = 23 Bezugsrechte übrig. die können Sie verkaufen. Ihre Bank schlägt Ihnen also als eine Option vor, 23 Bezugsrechte zu verkaufen und 550 neue TUI Aktien zu beziehen.

2. Sie können auch 575 neue TUI Aktien beziehen, dafür fehlen Ihnen aber ein paar Bezugsrechte. Bei 550 Neuen TUI Aktien hatten Sie 23 Bezugsrechte übrig. Doch Sie brauchen 29 Bezugsrechte für das nächste Paket mit 25 Neuen TUI Aktien, es fehlen also 6 Bezugsrechte. Ihre Bank schlägt Ihnen als alternative Option vor, 6 Bezugsrechte zu kaufen und 575 neue TUI Aktien zu beziehen.

3. Sie können alle Ihre Bezugsrechte verkaufen und

4. Sie können eine beliebige, möglichst in Summe mit Ihren vorhandenen Bezugsrechten dann durch 29 teilbare Anzahl an Bezugsrechten hinzukaufen und damit dann neue TUI Aktien beziehen.

Ich hatte empfohlen, das Bezugsrecht auszuüben. Ob Sie das nach Option 1 oder 2 tun, überlasse ich Ihnen. Da geht es nur um Pfennige.

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Heute wurden Bezugsrechte für neue TUI Aktien ausgegeben. Der Aktienkurs ist um 20% reduziert, dafür haben Sie jedoch nun Bezugsrechte im Depot. Komisch finde ich, dass die Aktie um 1 Euro gesunken ist, das Bezugsrecht jedoch mit 2,53 Euro gehandelt wird. Wenn ich das Ganze richtig verstehe, dann hat sich der Wert unserer TUI-Position heute um 27% erhöht, oder? Vielleicht findet von Ihnen jemand den Fehler:

In unserem Heibel-Ticker Portfolio haben wir 661 TUI Aktien. Die waren gestern Abend noch 5,44 Euro je Aktie wert, also insgesamt 3.595,84 Euro.

Heute haben wir die 661 TUI Aktien im Depot, die nur noch 4,42 Euro wert sind. Das ergibt einen Wert von 2.921,62 Euro. Zusätzlich haben wir 661 TUI-Bezugsrechte (WKN TUAG10) im Portfolio, die mit 2,48 Euro gehandelt werden. Das ergibt zusätzlich 1.639,28 Euro. Unsere gesamte TUI-Position ist also über Nacht auf 2.921,62 + 1.639,28 = 4.560,90 Euro angewachsen, ein Plus von 27%.

Wir haben nun mehrere Optionen: Wir können die Bezugsrechte verkaufen. Es bleiben dann die 661 TUI Aktien in unserem Portfolio und die Positionsgröße wäre bei 2,9%. Das entspricht der beabsichtigten Positionsgröße einer spekulativen Position wie TUI, wir hätten also durch diese Transaktion quasi einen Teilgewinn mitgenommen und die Positionsgröße wieder auf das beabsichtigte Niveau gestutzt.

Wir können aber auch unsere Bezugsrechte ausüben. Für 29 Bezugsrechte darf man 25 neue TUI Aktien unter Zuzahlung von je 1,07 Euro beziehen.

661 Aktien / 29 = 22,79: Wir können also 22 mal 25 neue TUI Aktien kaufen und müssten 22 x 25 + 1,07 Euro zuzahlen, also 588,50 Euro. Anschließend hätten wir demnach 22 x 25 + 661 Aktien, also insgesamt 1.211 TUI Aktien, die zum heutigen Kurs einem Wert von 6.352,62 Euro entsprächen.

Da wir nur 22 x 29 = 638 Bezugsrechte genutzt haben, bleiben 23 Bezugsrechte übrig, die wir nicht verwenden können. Wir könnten nun entweder die fehlenden 6 Bezugsrechte zukaufen, oder aber die überschüssigen 23 Bezugsrechte verkaufen. Beim Verkauf würden wir also 23 x 2,48 Euro = 57,04 Euro erhalten.

Wenn wir also die Transaktion durchführen, dann haben wir anschließend 1.211 TUI Aktien im Wert von 6.352,62 Euro, mussten jedoch 588,60 Euro für den Bezug der neuen Aktien bezahlen und können 57,04 Euro für die überschüssigen Bezugsrechte einnehmen. Das ergibt 4.821,16 Euro, die wir nach der Ausübung der Bezugsrechte in Form von Aktien und Bargeld auf dem Konto/Depot haben. Das ist um 6% mehr, als wir beim Verkauf aller Bezugsrechte hätten.

Gebühren für die Transaktionen habe ich bei dieser Betrachtung außer acht gelassen. Die 6% Differenz zwischen Verkauf und Ausübung kann ich nachvollziehen, denn wer die Bezugsrechte heute verkauft, kann sofort über den Verkaufserlös verfügen, egal wohin sich die Aktie noch bewegen wird. Wer sich jedoch für die Ausübung des Bezugsrechts entscheidet, muss noch bis zum 22. Januar warten, bis er die neuen TUI Aktien erhält. Meistens dauert es dann sogar noch länger, bis die Aktien in ihr Depot gebucht wurden und Sie somit darüber verfügen können. Für diese Wartezeit ist eine Warteprämie von 6% angemessen. Die Warteprämie dürfte in den kommenden Tagen, je näher der 22. Januar rückt, abnehmen.

Die große Differenz in meiner Wertbetrachtung zu gestern Abend (+27%) verstehe ich jedoch nicht. Habe ich da etwas übersehen? Findet jemand von Ihnen den Fehler? Alle Quellen, die mir zur Verfügung stehen, verwenden meinen Rechenweg, kommen aber nicht zu der Erkenntnis, dass der Wert über Nacht angesprungen ist.

Was tun wir nun? Ich würde das Bezugsrecht ausüben. Es ist der Befreiungsschlag von TUI, denn das Unternehmen ist nun "durchfinanziert" bis zum Ende der Coronakrise. Ich erwarte, dass die Reiselust nicht langsam, sondern sprunghaft zurückkommt. Außerdem ist inzwischen bekannt geworden, dass der Großaktionär Unifirm Ltd., die dem russischen Oligarchen Alexandrovich Mordashov gehört, im Zuge dieser Transaktion seinen Anteil von 25% auf über 30% erhöhen möchte. Er wird also nicht nur alle Bezugsrechte ausüben, sondern kauft zusätzlich am Markt Bezugsrechte, was das Zeug hält :-).

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Gestern hat TUI zum dritten Mal Staatshilfen erhalten: 700 Mio. Euro zusätzlich zu den bereits 1,2 und 1,8 Mrd. Euro, die im Sommer und Herbst flossen. Zudem wurde eine Kapitalerhöhung im Volumen von 500 Mio. Euro beschlossen. Damit hat TUI für die Bewältigung der Coronakrise inzwischen 4,2 Mrd. Euro erhalten (bzw. wird sie erhalten, wenn die Transaktion durch ist). Für ein Unternehmen mit einer Marktkapitalisierung von derzeit 3 Mrd. Euro ist das ziemlich üppig.

Aber die Marktkapitalisierung sagt derzeit wenig aus. Wichtig ist der Umsatz, den das Unternehmen macht: 2019 waren es noch 19 Mrd. Euro, im laufenden Jahr werden es wohl nur 9 Mrd. Euro werden. Im Jahr 2021 dürfte zum Jahresende hin eine deutliche Erholung des Geschäfts erfolgen, aber das Umsatzniveau von 2019 wird sicherlich nicht erreicht. Dazu müssen wir auf 2022 hoffen.

Der britische Ankeraktionär Unifirm Ltd. (24,99%) nimmt an der Kapitalerhöhung mindestens in Höhe des bisherigen Anteils teil, könnte seinen Anteil sogar auf bis zu 29% erhöhen. Der deutsche Steuerzahler hat durch die Staatshilfen eine Option auf 25% plus eine Aktie Anteil an TUI. Dafür möchte der Bund zwei Aufsichtsräte in den derzeit 20 Personen umfassenden Aufsichtsrat entsenden dürfen.

Ich persönlich hätte es durchaus für möglich gehalten, dass TUI allein durch eine Kapitalerhöhung ausreichend liquide Mittel beschafft, um durch die Coronakrise zu kommen. Ich verstehe nicht, warum der Staat im Gegenzug für Hilfen nun auch einen Anteil an TUI haben möchte. TUI war DAS gesunde Reiseunternehmen vor der Krise und braucht keine politische Einflussnahme. Schade.

Die Aktie von TUI ist um 10% eingebrochen. Das ist wenig überraschend als erste Reaktion auf eine so dramatische Verwässerung der ursprünglichen Aktien. Ich fürchte, bis zum Durchführung der Kapitalerhöhung wird die Aktie unter Druck bleiben, denn Interessenten an größeren Aktienpaketen werden auf diese Transaktion warten. Was dann im Anschluss passieren wird, kann ich derzeit noch nicht abschätzen: Bis zum Sommer 2021 sei TUI nun durchfinanziert, heißt es. Was, wenn die Reisebeschränkungen im Ausland länger anhalten? Auf der anderen Seite können wir aber genauso gut darauf spekulieren, dass bspw. Touristen mit Impfnachweis schon früher wieder die Strände von Mallorca & Co. bevölkern.

Grundsätzlich bleibt meine Spekulation damit intakt, ich bleibe dabei. Unsere Position ist noch Immer mit 26% im Plus. Mich stört allerdings die Einflussnahme des Staates, mit der ich in diesem Maße nicht gerechnet habe.

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Aus dem Heibel-Ticker Express Update 22 (09.11.2020):

TUI und den BVB würde ich hingegen jetzt ins Portfolio holen. Die beiden Aktien sind zwar bereits um 17% bzw. 10% resp. Angesprungen. Doch ich denke, das ist der Auftakt für eine lange anhaltende Erholungsbewegung bei diesen Corona-Verlierern.

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Natürlich ist nicht der "Rentenmarkt" schlau, sondern die Anleger, die in festverzinsliche Anleihen investieren. Der Rentenmarkt ist vom Volumen her um ein Vielfaches größer als der Aktienmarkt. Versicherungen und Finanzabteilungen großer Konzerne, die Rentenansprüche sichern müssen, legen den Großteil des Kapitals so an, dass der Rückfluss möglichst genau kalkulierbar ist. Und das ist bei festverzinslichen Anleihen, auch Renten genannt, der Fall.

Wenn in eine Unternehmensanleihe investiert wird, dann muss sich der entsprechende Mitarbeiter, der diese Entscheidung trifft, sehr sicher sein. Es geht hier nicht um eine kurzfristige Spekulation, sondern um eine Investition, die über viele Jahre einen sicheren Rückfluss liefern muss.

Die Unternehmensanleihe von TUI notiert derzeit bei 96%.

TUI-Anleihe20201120
Abbildung 1: TUI Anleihe: Insolvenzrisiko nicht mehr sichtbar


Im Verlauf der Coronakrise war der Anleihepreis unter 70% gerutscht. Anleger waren verunsichert, ob TUI es schaffen wird, auch nach der Krise noch die Anleihe zu bedienen.

Die Anleihe (WKN A2BPFK) läuft noch bis zum 16.10.2021, also noch ein Jahr, und wird mit 2,125% verzinst. Sollte TUI bis dahin die Grätsche machen, dann dürften Anleiheeigner kaum damit rechnen, ihre Anleihe zu 100% zurückbezahlt zu bekommen. Ich werte daher den hohen Kurs dieser Anleihe als Vertrauen der Anleiheanleger darin, dass TUI diese Krise überstehen wird.

Meine Überlegung war ja die: Viele kleine Reiseveranstalter werden die Krise leider nicht überstehen. TUI dürfte daher im Anschluss an die Krise Marktanteile zugewinnen, also perspektivisch noch profitabler werden. Ich halte das für eine ziemlich einfache Spekulation. Einziges Risiko ist in meinen Augen die Insolvenz. Und dieses Risiko wird von Anleiheeignern als gering eingeschätzt.

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Die Aktie ist gestern heftig unter die Räder geraten ... zu Recht, denn jetzt ist der Coronavirus in Europa angekommen. Südeuropa ist der Heimatmarkt von TUI, daher gehe ich davon aus, dass viele Urlauber in diesem Jahr zweimal nachdenken, ob sie ihren Urlaub in den Club-Med Ländern verbringen wollen.

Mag sein, dass die Entscheidung im Sommer schon wieder ganz anders aussieht, doch Stand heute werden nun eine ganze Reihe von Analysten die Aktie von TUI auf dieses Risiko hin untersuchen und ihre Einschätzungen abgeben ... und das werden keine optimistischen Einschätzungen sein. Daher würde ich bei TUI den Verlust realisieren und die Aktie verkaufen – tut mir leid.

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So, Boeing, Brexit, Wettbewerb, ESG mal beiseite legen: Coronavirus!

Also irgendwie fürchte ich so langsam, die Flut an negativen Dingen lässt sich von TUI nur schwer bewältigen. Für jedes Problem gibt es eine Lösung, doch das kostet Geld und die negative Presse nimmt nicht ab. Im Gegenteil, nun kursieren die Berichte über ein unter Quarantäne stehendes Kreuzfahrtschiff, in dem die Passagiere sich gegenseitig anstecken. Kreuzfahrtschiffe sind der letzte Ort, den Menschen in dieser Situation betreten möchten, so der Tenor.

Es handelt sich um das Kreuzfahrtschiff Diamond Princess, das vor Japan liegt. Inzwischen wurde dem Kreuzfahrtschiff Westerdam in fünf Ländern das Anlegen untersagt, aus Angst vor dem Coronavirus. An Bord gibt es nach offiziellen Angaben keinen Infizierten und noch nicht einmal einen Verdachtsfall. Für die Passagiere der Westerdam ist das überaus ärgerlich, während die Passagiere auf der Diamond Princess wohl den schlimmsten ihrer Albträume erleben. Heute wurde nunmehr bekannt, dass die AIDAvita ebenfalls nicht mehr anlegen darf.

Die Aktie von Carnival Cruises, dem weltgrößten Betreiber von Kreuzfahrtschiffen, ist seit Ausbruch des Coronavirus um 15% eingebrochen. Ich fürchte, für die betroffenen Kreuzfahrtschiffe in Südostasien wird es noch Monate dauern, bis Passagiere wieder mit uneingeschränktem Vertrauen an Bord gehen.

TUI ist von alledem bislang noch gar nicht betroffen, zumindest zeigt sich die Aktie ziemlich stabil. TUI betreibt derzeit 6 Kreuzfahrtschiffe, Mein Schiff 1 bis 6. Eines der Schiffe, das mit der Nr. 6, kreuzt derzeit ebenfalls in Südostasien herum: Thailand (33), Singapur (50), Vietnam (16), Malaysia (19) stehen auf der Route. Das sind Länder, die allesamt weit oben auf der Liste der mit dem Coronavirus infizierten Menschen stehen. In Klammern habe ich Ihnen oben die Anzahl der Infizierten in jedem Land angegeben. Bislang gibt es noch keine Probleme, aber wehe wenn...

Die heutigen Zahlen aus China sind sprunghaft angestiegen, weil sich China eine Kritik des Westens zu Herzen genommen hat: Bislang wurden nur Infizierte mit Symptomen gemeldet, nun werden alle Infizierten gemeldet, auch wenn sie keine Symptome zeigen. Daher der Sprung um 34% in der Zahl der Infizierten. Wir sollten uns über diese Zahl keine Sorgen machen.

Die Zahl der Todesopfer lässt sich jedoch nicht unterschiedlich interpretieren, und leider ist auch diese Zahl sprunghaft angestiegen: +23%. Das ist der höchste Tagesanstieg seit dem 30. Januar. Ich bin gespannt, wie die morgigen Zahlen aussehen.

All dies zeigt mir, dass wir noch deutlich bessere Nerven für TUI benötigen werden. Die Aktie hat sich seit den jüngsten Zahlen super entwickelt, zudem haben wir gestern 0,54€ Dividende (5%) erhalten. Unseren Stopp Loss haben wir auf 9,75 EUR gesetzt. Ich würde diese Marke auch jetzt noch, also auch nach der Dividendenausschüttung, beibehalten.

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Heute früh hat TUI vor der Hauptversammlung aktuelle Q-Zahlen veröffentlicht. Darin hat CEO Fritz Joussen den erwarteten Neustart für die Boeing 737MAX für das laufende Geschäftsjahr (läuft bei TUI bis 30.9.) vollständig abgeschrieben. 350 Mio. Euro Zusatzkosten für das Anmieten von Ersatzfliegern werde der Ausfall der 737MAX, die in Seattle auf ihre Zulassung warten, kosten, mein Joussen. In der Jahresprognose sei jedoch nun erstmals berücksichtigt, dass man seitens Boeing mit einer Kompensationszahlung rechne. Unter Berücksichtigung von anderen positiven Effekten bliebe ein Zusatzaufwand von 220-270 Mio. Euro durch den 737MAX-Ausfall, so CFO Birgit Conix.

Durch diese Zusatzkosten sinkt die Unternehmensprognose für den Gewinn im laufenden Geschäftsjahr, TUI geht nun von einem EBIT zwischen 850 und 1.050 Mio. Euro aus. Das entspricht in etwa der Erwartung der Analysten, die durchschnittlich ein EBIT von 930 Mio. Euro erwarten.

Die zweite Baustelle des TUI-Konzerns bleibt der Brexit. Ich muss zugeben, ich bin da derzeit etwas irritiert: Im Juni 2016 haben sich die Briten für den Austritt entschieden, Theresa May brauchte dann bis zum März 2017, um dies der EU offiziell mitzuteilen. Anschließend wurde drei Jahre lang über einen Austrittsvertrag verhandelt, der im Januar 2020 endlich verabschiedet wurde. Die Umsetzung des Austrittsvertrags folgt nun bis Ende des Jahres (Übergangszeit). Komischerweise scheinen die wesentlichen Punkte im Brexit-vertrag noch nicht geklärt zu sein, denn plötzlich häufen sich die Artikel über ungeklärte Fragen, die in der Übergangszeit zu klären sind. Ich dachte, das Thema sei durch :-(

So finden wir in der Q1-Mitteilung von TUI weiterhin einen Passus, in dem vor den bislang ungeklärten Folgen des Brexits gewarnt wird: TUI-Fly könne nach der Übergangszeit ihren vollständigen Zugang zum EU-Luftraum verlieren.

Den Hintergrund kennen wir ja schon: Nur EU-Fluglinien haben den vollständigen Zugang zum EU-Luftraum. Fluglinien, die mehrheitlich im Besitz von nicht-EU Eigentümern sind, werden anders reguliert. TUI ist derzeit mehrheitlich in der Hand von nicht-EU Eignern und würde im falle eines harten Brexits diese Rechte verlieren. vor einigen Monaten versicherte mir die TUI-IR-Abteilung am Telefon, das man Alternativen in der Schublade habe. Das ist auch weiterhin der Fall, doch eine "Alternative" dürfte teuer werden. Besser wäre der Abschluss eines Freihandelsabkommens, das ich schon in trockenen Tüchern wähnte.

Hmm, also geht das Gezeter nun wieder von vorne los. Mit einem Premier Boris Johnson ist ein Freihandelsabkommen nicht gerade wahrscheinlicher geworden, der harte Brexit ist also immer noch eine Möglichkeit.

Neben den belastenden Faktoren 737MAX und Brexit gibt es positive Entwicklungen im Geschäft von TUI: Der Konzern wächst im Kerngeschäft mit nahezu 20%, durch die Pleite von Thomas Cook werden in Großbritannien Marktanteile hinzu gewonnen. Auch der Gewinn wächst - und das trotz dieser Belastungen - mit 20% p.a.

Das KGV 2021e steht bei nur 8. Die Dividendenrendite wird auf 4% geschätzt. TUI wäre ein absolutes Schnäppchen, wenn der harte Brexit vom Tisch wäre. Aber im Konjunktur verdient man kein Geld an der Börse. Hier also meine aktuelle Erwartung:

Das 737MAX-Problem wird sich meiner Einschätzung nach im Verlauf des Jahres auflösen, ggfls. bereits vor dem 30. September. Nachdem Boeing nun den CEO ausgetauscht hat und die US-Flugaufsicht härter mit Boeing umspringt, als man das für möglich gehalten hätte, sind die Rahmenbedingungen für eine Lösung nun endlich gegeben.

Das Geschäft von TUI wächst überproportional zum Markt. Der Coronavirus wird sich auch TUI kaum auswirken. Die hohen Investitionen von TUI werden sich mit etwas Verzögerung in der Bilanz positiv bemerkbar machen.

Ich habe TUI im Rahmen meiner ESG-Betrachtung näher analysiert und muss sagen: Der Konzern schneidet schlechter ab als alle unsere anderen Portfoliowerte. Heute wird vor der Hauptversammlung von TUI in Hannover gegen die schlechte Umweltbilanz des Konzerns demonstriert. TUI ist keine Aktie, mit der sich institutionelle Anleger schmücken können. Das könnte eine Erholung der Aktie weiter verzögern.

In meinen Augen könnte die Aktie von TUI auch gut mit einem KGV von 20 bewertet sein, die Aktie könnte sich also verdoppeln. Doch dazu müsste es Klarheit insbesondere in Sachen Brexit geben. Ich habe keine Ahnung, wie sich die Brexit-Verhandlungen im weiteren Jahresverlauf entwickeln werden. Aus leidiger Erfahrung muss ich jedoch feststellen, dass es nervenaufreibend werden dürfte :-(

...

So, nun habe ich mir die Rede von Fritz Joussen auf der Hauptversammlung angehört: Keine weiteren Details zum Brexit. Künftig kann man bei TUI individuelle Zimmer buchen und nicht mehr nur "Kategorien". Jeder kennt die enttäuschten Gesichter, wenn der "Meerblick" sich als eher theoretisch möglich entpuppt und dafür jedoch direkt neben dem Restaurant liegt. Es ist ein Segen, denn dadurch wird der Ärger am Ankunftstresen vermindert.

Zuletzt ist Joussen noch auf das ESG eingegangen. Mit Hilfe einiger Folien versuchte er zu beweisen, dass die wirklichen Umweltsünder ganz andere sind, der Finger zeigte nach China. Man benötige technologische Lösungen für das Thema Nachhaltigkeit, so sein Credo. Sachlich betrachtet mag er Recht haben. Aber ich habe nicht umsonst das Thema ESG für das laufende Jahr groß geschrieben: Anleger meiden TUI, weil TUI in ihren Augen nicht genug für die Umwelt tut. Da ist es keine hilfreiche Antwort, wenn Joussen mit dem Finger nach China zeigt.

Die Aktie von TUI ist heute um 10% angesprungen. Wir bleiben dabei.

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Ich habe den Eindruck, dass Anleger die Auswirkungen des Coronavirus derzeit nicht richtig berücksichtigen. Über Twitter (@StephanHeibel) habe ich eine interaktive Übersicht über die Entwicklung des Flugverkehrs über China im Verlauf der vergangenen Wochen gepostet, ursprünglich kommt die Nachricht von flightradar24.com. Es ist zu sehen, dass derzeit nur noch ein Bruchteil der Flieger über China unterwegs sind als normalerweise.

Der Baltic Dry Verschiffungsindex ist seit Jahresanfang bereits um 60% eingebrochen: Es wird nichts mehr nach oder von China verschifft.

Die Wirtschaft in China steht still. Und das wird Auswirkungen auf die globale Konjunktur haben.

Ich habe diese Woche eine ganze Reihe von CEOs gesprochen und jeden gefragt, ab welcher Dauer nennenswerte negative Auswirkungen für das jeweilige Unternehmen zu befürchten seien. Der Tenor ging in die Richtung, dass das Neujahrsfest ohnehin eine Woche gedauert hätte. Wenn es nun ein oder zwei Wochen länger dauert, bis alles wieder läuft, sind die Folgen überschaubar. Wenn's länger dauert, dann sind ernste Auswirkungen zu erwarten. Ich habe den Eindruck, auch wenn die Zahlen nicht mehr exponentiell steigen, dass die Vorsichtsmaßnahmen Chinas, die leeren Straßen, die Reiseverbote, etc. länger dauern als eben nur die insgesamt drei Wochen.

Und damit werden wir erleben, dass die globalen Konjunkturprognosen gesenkt werden.

Zu TUI: Die Aktie ist absolut günstig bewertet. Der Weltmarktführer wird mit einem Kurs/Umsatz-Verhältnis von 0,3 bewertet. Da stecken Ängste drin, dass sich mit Reisen kein Geld mehr verdienen lässt. Ich halte das für übertrieben, daher spekulieren wir in dieser Aktie auf einen baldigen Kursanstieg.

Doch wenn die Auswirkungen des Coronavirus auf die verschiedenen Wirtschaftsbereiche quantifiziert werden, könnte TUI nochmals unter Druck geraten. Daher würde ich nun wieder einen Stopp Loss einsetzen: Als Limit würde ich 9,75 Euro verwenden. Das ist zwar eng und vermutlich werden wir schon beim nächsten Husten ausgestoppt. Aber ich möchte uns dennoch die Chance bewahren, falls die Aktie schon jetzt in ein vernünftigeres Bewertungsniveau startet.

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Die TUI-Aktie ist meine große Turnaround-Spekulation, die durch die Thomas Cook Pleite befeuert wird. Die Aktie ist in der zweiten Jahreshälfte 2019 von 8 auf 12 Euro gesprungen. Doch seit aus dem Hause Boeing immer weitere Hiobsbotschaften kommen, wird die Rückkehr zum "normalen" Flugbetrieb immer weiter verzögert: Auch für diesen Sommer hat TUI wieder Flüge durchzuführen, für die es keine Flieger gibt. Da müssen andere Flieger angemietet werden (teuer) und der Flugplan überarbeitet werden.

Ich bin im April wieder Radeln auf Malle. Mein Rückflug, den ich über TuiFly gebucht habe, wurde heute um anderthalb Stunden vorverlegt, ich müsste um 4 Uhr nachts aufstehen, um den Flieger zu bekommen. Zu früh für mich, ich habe nun einen anderen Flug gebucht. Erstattet wird bei solchen Urlaubsflügen in der Regel nicht viel (12 Euro).

Solche Vorkommnisse sind nicht geeignet, Anlegervertrauen zu erzeugen. Und so ist die Aktie im Sinkflug.

Nun hat sich der Coronavirus als weitere Belastung für alle Airlines in dieser Welt hinzu gesellt. Gerade die Fluggesellschaften verzeichnen heute dick-rote Vorzeichen.

So tragisch die Hintergründe dieser Ereignisse sein mögen, als Anleger schauen wir auch auf die Zahlen. Und da gilt es festzustellen, dass sowohl die Boeing-Probleme als auch das Coronavirus keine Ereignisse sind, die den Markt oder Wettbewerb von TUI langfristig verändern werden. Es sind temporäre Probleme und daher ist es in meinen Augen nur eine Frage der Zeit, bis die TUI-Aktie durch diese Ereignisse hindurchschaut und die erlittenen Verluste ausgleicht: Das KGV 2020e steht bei 10, die Dividendenrendite bei 3,5%. Bei 7% erwartetem Umsatzwachstum und 14% erwartetem Gewinnwachstum ist das eine extrem günstige Bewertung.

Die Aktienmärkte steuern auf Panik zu: Nachdem nun zwei Jahre lang auf Chinas Glaubwürdigkeit herumgeprügelt wurde, zweifeln viele Anleger auch die Zahlen über den Coronavirus an: Die Wirklichkeit sei viel schlimmer, so der Tenor. Die staatlich gesteuerten offiziellen Medien würden die Situation beschönigen, so die Befürchtung. Und wenn die Situation wirklich so schlimm ist, dann wird es auch eine Auswirkung auf die Wirtschaft in China geben.

Da China jedoch der Wachstumsmotor der Weltwirtschaft ist, zumindest steuert Chinas Wirtschaft ein gutes Stück des Wachstums bei, fürchtet man nun ein schwächeres globales Wirtschaftswachstum, wenn der Virus nicht bald unter Kontrolle gebracht werden kann. Und dieser Überlegung folgend werden dann so ziemlich alle Aktien ausverkauft.

Als Anleger interessiert mich also auch, wann die Wahrnehmung bezüglich der Ausbreitung des Coronavirus seinen Höhepunkt erreicht. Noch ist es meiner Einschätzung nach nicht so weit und daher können die Aktienmärkte noch weiter ausverkauft werden.

Unsere TUI-Spekulation ist ordentlich ins Minus gerutscht. Ich würde mich derzeit eher bereit machen, die Position zu den günstigeren Kursen aufzustocken, als die Position mit Verlust aus dem Portfolio zu werfen. Noch ist es nicht soweit, ich bleibe am Ball.

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Hmm, da hatten wir mit unserem erneuten Kauf der TUI Aktie diesmal ein schlechtes Timing: In der abgelaufenen Woche sorgten immer neue Hiobsnachrichten zum Coronavirus in China für schwache Kurse bei Reiseaktien. China hat nun elf Städte mit insgesamt 37 Mio. Einwohnern quasi unter Quarantäne gestellt: Niemand darf raus! Infizierte Menschen sind inzwischen in vielen umliegenden Staaten Chinas bestätigt worden und einer sogar in den USA. Erinnerungen an SARS kommen auf.

Auf der einen Seite hat sich 2003, als die Lungenkrankheit SARS erstmals wütete und mehrere hundert Menschen daran starben, einiges getan. In Deutschland sei man in der Lage, das Virus effektiv zu bekämpfen und infizierte Menschen zu schützen, so die Gesundheitsbehörde. Die Angst vor einer Epidemie sollte dieses Mal also nicht so groß sein wie vor siebzehn Jahren.

Auf der anderen Seite kommen die wichtigsten Informationen zum Coronavirus aus China und wir wissen, dass dort Informationen aus politischen Gründen schon mal ein wenig modifiziert werden. Erste Experten äußern bereits Zweifel daran, ob die aus China gemeldeten Zahlen (ca. 900 infizierte Menschen, bislang 26 Todesfälle) wirklich stimmen, oder ob es nicht in Wirklichkeit viel mehr seien.

Von gestern bis in den Februar hinein (4.2.) wird in China das Neujahrsfest begangen: So wie bei uns zur Weihnachtszeit steht in diesen Tagen in China Wirtschaft und Politik still, Die Menschen verbringen die Zeit bei ihren Familien. Wirklich neue Informationen über das Coronavirus dürften also in den kommenden Tagen rar sein. Ob das nun positiv oder negativ ist, kann ich nicht einschätzen. Ungewissheit ist immer negativ, aber wenn es keine alarmierenden Meldungen über eine weitere Ausbreitung des Virus gibt, dürfte das in diesem Fall positiv interpretiert werden.

Mit einem KGV 2021e von 8 und einer erwarteten Dividendenrendite von 4% ist TUI in meinen Augen extrem günstig bewertet, zumal weiterhin Marktanteilsgewinne nach der Pleite von Thomas Cook zu erwarten sind. Ich würde also einen Rückschlag aufgrund der aktuell negativen Meldungen (Coronavirus, Fortbestand von Condor) aussitzen.

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TUI hatte keinen guten Start in dieses Jahr, unser Stopp Loss bei 11 Euro wurde bereits vor einer Woche gezogen. Die Aktie ist daher nicht mehr im Portfolio.

Ich fürchte, es ist die erneute Verzögerung bei Boeing, die der Aktie zusetzt: Dem Unternehmen fehlen die Boeing 737MAX, die noch immer nicht fliegen dürfen und vermutlich frühestens in der zweiten Jahreshälfte wieder zugelassen werden. Es handelt sich nicht um ein Softwareproblem, sondern um ein grundsätzlich konzeptionelles Problem, das gelöst werden muss. Bei der Gelegenheit scheint es, dass auch gleich die bisherige Unternehmensphilosophie ausgekehrt werden muss, denn intern bei Boeing hatte man sich wohl über die Aufsichtsbehörden (FAA) lustig gemacht. Eine solche Arroganz ist nach den zwei Abstürzen Anlass genug, alles umzukrempeln. Der CEO wurde nun auch ausgetauscht, was ein Zeichen dafür ist, dass es eben nicht mehr nur um die Korrektur des Fehlers geht, der zum Absturz führte, sondern dass der ganze Konzern umgekrempelt werden muss.

TUI wird also noch eine Weile auf die Flieger warten und bis dahin teure Alternativen mieten müssen. Das belastet die Aktie. Ich denke, in den kommenden Wochen wird TUI irgendwann veröffentlichen müssen, wie man sich auf diese Situation einstellt. Da wird dann eine Ziffer genannt (wie teuer werden die Sondermaßnahmen?) und dann könnte die Aktie wieder einen Boden finden.

Ich behalte TUI weiter im Auge.

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Der Absturz / Abschuss einer Boeing 737-800, dem Vorgängermodell der 737MAX, im Iran haben die TUI-Aktie unter unseren Stopp Loss gedrückt. Der Vorfall ist gleich mehrfach brisant: Der Iran sprach schneller von einem technischen Defekt als Ursache, als irgendeine verlässliche Untersuchung gestartet werden konnte. Außerdem spricht gegen einen technischen Defekt, dass es keinen entsprechenden Funkspruch gab.

Sollte sich die iranische Version dennoch als richtig herausstellen, hätte Boeing nicht nur Probleme mit dem 737MAX, sondern gleich auch noch mit dem Vorgängermodell und einer der wohl am häufigsten verkauften Maschinen. Sollte sich diese Version als richtig herausstellen, dann würde Boeing nun endgültig in eine existentielle Krise stürzen.

Doch neben der Behauptung, ein technischer Defekt sei für den Absturz verantwortlich, haben die iranischen Behörden bislang noch keine weiteren Details bekannt gegeben, also auch keine Erklärung, was genau kaputt gewesen sein könnte.

Auf der anderen Seite liefert der Westen erdrückende Beweise dafür, dass die Maschine gegebenenfalls versehentlich durch die iranische Flugabwehr abgeschossen worden sein könnte. Videoaufnahmen, Raketenteile und Augenzeugen bestätigen diese Theorie. Glücklicherweise wird immer wieder der Begriff "versehentlich" strapaziert, was eine weitere Eskalation im Konflikt zwischen den USA und dem Iran wohl nicht befürchten lässt.

So ist die TUI-Aktie in einer erste Reaktion unter 11 Euro gerutscht, unsere Position wurde ausgestoppt. Direkt anschließend, als die westliche Version bekannt wurde, stieg sie wieder auf ihr ursprüngliches Niveau an.

Der Iran-Konflikt hat mir gezeigt, dass die Aktienmärkte in einer wesentlich stabileren Verfassung sind als noch vor zwei Wochen nach der jüngsten Rallye geglaubt. Einen stärkeren Rücksetzer erwarte ich entsprechend erst einmal nicht. Daher würde ich die Position in TUI umgehend wieder eröffnen, die Aktie notiert nur knapp über unserem Stopp-Kurs bei aktuell 11,11 EUR (Xetra 13:29 Uhr).

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TUI-Chef Fritz Joussen sagte in den Weihnachtstagen, dass die Klimadebatte wenig an der Reiselust der Menschen ändere. Die Buchungen für diesen Winter lägen mit +4% über dem Vorjahr und für das aktuelle Geschäftsjahr rechne er mit einem Wachstum im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich.

Der Wahlausgang in England bringe Klarheit in Sachen Brexit und führe zu verstärkten Buchungen der Engländer. Ein Drittel der Thomas Cook Kunden würden, so Joussen, nach der Pleite von Thomas Cook wohl bei TUI landen.

Die Aktie reagierte mit einem kleinen Kurssprung auf diese Meldung. Ich denke, das dürfte sich in den kommenden Tagen fortsetzen. Ich würde einen Stopp Loss bei 11 Euro vorsehen.

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Die Reiselaune der Deutschen hat sich im Jahr 2019 um 0,5% vermindert. Der Tourismusverband führt das auf die Reisescham zurück, die im Rahmen der Klimadebatte strapaziert wurde. Da das Jahr 2018 jedoch ein Rekordjahr war und das Minus im laufenden Jahr sehr klein ist, ist die Reiselust nach wie vor auf sehr hohem Niveau.

Boeing stoppt die Produktion des 737MAX. Es ist das Eingeständnis, dass jegliche bislang vorgeschlagenen Lösungen der US-Flugbehörde FAA nicht ausreichen. Einen Zeitplan für die Wieder-Zulassung des Fliegers gibt es nach offiziellen Aussagen inzwischen nicht mehr, da alle bisherigen Zeitpläne gerissen wurden.

Für TUI ist das ein herber Rückschlag: Gerade zu einem Zeitpunkt, wo das Unternehmen abtrünnige Thomas Cook Kunden aufsammeln möchte, wird die eigene Fliegerflotte um 9 Flieger reduziert. Es müssen Ersatzmaschinen gemietet werden, um die Reiseziele im eigenen Bestand gewohnt zuverlässig bedienen zu können. Das ist teuer, schmälert den Gewinn auch im Jahr 2020 und es ist ungewiss, ob TUI jemals eine Kompensation dafür von Boeing erhalten wird.

In meinen Augen ist das jedoch ein vorübergehender Schaden, der keinen Einfluss auf die mittel- und langfristige Entwicklung des Konzerns hat. Ein Einmaleffekt, wenngleich er - genau genommen - nun zum zweiten Mal erfolgt. Einmaleffekte belasten kurzfristig das Bewertungsniveau, die Aktie ist daher zurückgekommen. Langfristig wird dadurch der Wachstumspfad jedoch nicht geschädigt. Die Aktie wird diesen Rückschlag irgendwann kompensieren.

Ich denke, es wird nicht lange dauern, bis Anleger die gesunde Position TUIs entsprechend honorieren.

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Geregelter Brexit ermöglicht eine Einigung bei europäischen Landerechten. Es bleibt dort jedoch die Ungewissheit über den Zeitpunkt der Zulassung der Boeing 737MAX-Flieger.

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Aus dem TICKER-UPDATE #21/2019 v. 3.12.: When the facts change, I change my mind:

Mit aktuell noch +33% ist die Aktie noch 3,5% von unserem Stopp Loss entfernt. Das Risiko, in den kommenden Tagen unter 11,40 Euro zu sacken, ist nach meiner neuen Einschätzung deutlich größer als die Chance auf ein Überspringen der 13 Euro. Da brauchen wir nicht auf den Stopp Loss warten, sondern können heute die paar Prozentpunkte mehr sichern.

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Ohne besondere Ereignisse klettert die Aktie von TUI langsam weiter nach oben. Ich würde unseren Stopp Loss auf 11,40 Euro ziehen, um die derzeit attraktiven 39% Buchgewinn abzusichern :-)

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Galeria Kaufhof kauft die meisten Reisebüros von Thomas Cook und sichert damit ein Viertel der Arbeitsplätze. Der türkische Reiseveranstalter Anex Tour kauft Öger Tours und Bucher Reisen. Zudem gibt es für das Call-Center und einige kleinere Unternehmensteile Interessenten, so dass insgesamt wohl die Hälfte der 2.100 Arbeitsplätze gesichert werden kann, der Rest muss nach Hause gehen.

Das ist eine signifikante Konsolidierung im Reisemarkt, von der TUI deutlich profitieren kann ... und meiner Meinung nach auch wird. TUI hat sich lange auf diese Situation vorbereitet und weitet derzeit seine Angebote deutlich aus. Dabei werden gerade die von Thomas Cook hinterlassenen Bereiche angegangen.

Das Ganze schafft TUI ohne seine ursprünglichen Expansionspläne zu beeinflussen: diese Woche wurde bekannt gegeben, von Deutschland aus Langstreckenflüge in die Karibik einzusetzen. Dazu wurden zwei Boeing Dreamliner für diese Strecke vorbereitet.

4,3% Dividendenrendite gepaart mit der Chance auf einen Wachstumsschub werden mit einem KGV 2020e von nur 10 bewertet. Ich denke, die Aktie kann noch weiter fliegen.

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Mitte der Woche wurde bekannt, dass die BaFin sich die Versicherungen der Reisekonzerne anschaut. Es soll sichergestellt werden, dass Kunden nicht auf hohen Verlusten sitzen bleiben, wenn ein Reisekonzern pleite geht. Die Aktie ging kurzzeitig in den Sinkflug über, bis die Versicherungsbedingungen von TUI und DER Reisebüro bekannt wurden. Die beiden Reisekonzerne sichern sich gegenseitig ab. Diese Vereinbarung werde nun überarbeitet, kleinere Änderungen würden diskutiert. Die Aktie erholte sich umgehend, wir bleiben dabei.

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5-8 Flieger des Typs Boeing 737 (nicht MAX) hatte TuiFly an die Lufthansa-Tochter Eurowings vermietet, diese Flieger gibt Eurowings zum Jahresende an TuiFly zurück. Das passt gut, denn TuiFly möchte nach der Thomas Cook Pleite seine Flotte ausbauen, um in der anstehenden Marktbereinigung Marktanteile aufschnappen zu können.

Marktbereinigung? Wird Condor nicht staatlich subventioniert, um weiterzufliegen? Ja, noch. Aber die Marktbereinigung ist schon durch die Air Berlin Pleite vor zwei Jahren offensichtlich geworden, erfolgte aber nicht. Ich weiß nicht, ob sie nun folgen wird, aber wenn ich mir die Berichte der einzelnen Fluglinien anschaue, ist die Meinung ziemlich eindeutig. Wenn Condor weiterfliegen soll, dann braucht es vermutlich einen Investor aus einer anderen Region, der einen Fuß in unsere Tür stellen möchte.

Die Tarifverhandlungen, begleitet von Streiks bei Lufthansa, betreffen auch TuiFly: Bis heute Abend soll ein Schlichtungsangebot angenommen werden. Derzeit sieht es danach aus, als könnte sich TuiFly mit seinen Mitarbeitern darauf einigen, die Arbeitszeiten auszuweiten, wenn der Konzern im Gegenzug Flugzeuge für Langstreckenflüge anschafft. Auch hier könnte also expandiert werden.

Riskant, aber richtig: Wer jetzt nicht investiert, verschläft die Chancen der aktuellen Entwicklungen, die sich durch die Pleiten von Air Berlin und Thomas Cook ergeben. No risk, no fun. Unsere Position von Tui ist bereits mit 35% im Plus. Der Stopp Loss bei 10,90 Euro bleibt bestehen. Wenn alles gut geht, dürfte die Aktie noch deutlich höher steigen.

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Quantas hat bei drei ihrer Maschinen des Typs 737NG Haarrisse entdeckt und die Maschinen aus dem Verkehr genommen. TuiFly setzt überwiegend auf genau diesen Flugzeugtypen und geriet sofort unter Verdacht, vielleicht ähnliche Probleme zu haben. Heute gab TuiFly Entwarnung, die Maschinen seien wesentlich weniger beansprucht, als normale Maschinen, so das Unternehmen, und die regelmäßigen Kontrollen hätten keinerlei entsprechende Mängel gezeigt.

So notiert die Aktie von TUI heute mit 2% im Plus und nähert sich damit erneut der 12 Euro Hürde. Wir bleiben weiter dabei.

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Ihr Autor ist erst gestern aus Griechenland zurück gekommen, daher kommt der Heibel-Ticker erst heute im Laufe des Tages. Wir haben erstmals mit TUI eine Pauschalreise gebucht und konnten so ein paar Eindrücke von der Thomas Cook Pleite mit nach Hause nehmen.

Pauschalreisen sind nicht jedermanns Sache, ich möchte mich hier daher gar nicht weiter über die Eigenarten solcher Urlaube auslassen. Wir haben es genossen, uns um nichts kümmern zu müssen und Ihr Autor konnte sogar weitgehend auf dem Laufenden bleiben, was die Börsenentwicklung anging.

In einem Hotel wenige hundert Meter neben uns sah es jedoch ganz anders aus: das Thomas Cook Sunprime Pearl Beach Hotel, erst 2018 als Luxushotel mit eigenem Pool-Zugang aus dem Hotelzimmer eröffnet und aufgrund der gehobenen Klientel nur ohne Kinder buchbar, war verlassen. Es sah aus wie in einem Katastrophenfilm, wo Menschen fluchtartig ihre Behausung verlassen und alles stehen und liegen lassen. Die Pools waren teils halb, teils gar nicht mehr mit Wasser gefüllt und die Auflagen der Liegen flogen durch die Gegend.

Bei uns im Hotel, das mit TUI-Kunden gefüllt wird, traf ich einen Urlauber, der seinen Urlaub zunächst bei Thomas Cook gebucht hatte und nun ein zweites Mal über TUI buchte. Für ihn ist es offen, wie viel von den 4.000 Euro er für seine nicht durchgeführte Cook-Reise erstattet bekommt.

Bei solchen Zuständen ist es leicht nachvollziehbar, dass dies die günstigste Variante für TUI ist, den Marktanteil zu vergrößern: Künftig werden Kunden auf die Solvenz, die Größe ihres Reiseanbieters schauen, bevor Sie Monate im voraus tausende Euros für einen Jahresurlaub überweisen.

Auf Flugtickets innerhalb Europas möchte die Bundesregierung künftig eine Ticketsteuer von 13,03 Euro erheben, das sind 7,38 Euro mehr als bislang. Der Kerosinpreis wird allerdings nicht angefasst, bleibt also deutlich unter 0,50 Euro/Liter. Ich würde sagen, da haben die Fluggesellschaften nochmal Glück gehabt.

So schießt die TUI-Aktie weiter in die Höhe, aktuell beträgt der Buchgewinn unserer Position bereits 35%. Ich würde unseren Stopp Loss auf 10,90 Euro nachziehen.

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Für 2020 hat TUI die Urlaubskapazität auf den Balearen, Kanaren, in Griechenland und der Türkei um 500.000 Betten ausgebaut. Entsprechende Hotels wurden mit Buchungsgarantien gewonnen. Reisebüros, die bislang Thomas Cook Reisen verkauften, möchte TUI nun für sich gewinnen: Man spricht von einer dreistelligen Zahl neuer Partnerreisebüros für TUI. Die Flugkapazität wird kräftig ausgebaut, viele Reiseziele werde in der kommenden Saison ab Leipzig angeflogen.

Für Thomas Cook-Geschädigte hat TUI ein sorglos-Paket geschnürt: Wer nicht sicher ist, ob seine bei Cook gebuchte Reise in den kommenden Monaten angetreten werden kann, darf bei TUI eine entsprechende Reise buchen, ohne die sonst übliche Anzahlung leisten zu müssen. Sollte die Cook-Reise dann doch durchgeführt werden, darf die TUI-Reise kostenfrei storniert werden.

TUI-Chef Joussen hatte schon kurz nach der Pleite von Thomas Cook verkündet, kein Interesse an einer Übernahme von Condor zu haben. Heute wird seine Strategie sichtbar: TUI expandiert aus eigener Kraft.

Anleger reagieren begeistert, die Aktie springt heute um 10% an.

Für mich sieht es so aus, als habe sich Joussen seine Schritte schon vor einiger Zeit zurecht gelegt. In der Reisebranche war die Pleite von Thomas Cook keine Überraschung, schon im Frühjahr wurde als möglicher Termin der Herbst genannt. Joussen hatte sich vor einem Jahr schon Condor genau angeschaut, damals hatte man die Möglichkeit einer Zusammenführung von TUIFly mit Condor untersucht. Ich gehe davon aus, dass Joussen in diesem Prozess tiefe Einblicke in Condor bekam und daraus vielleicht auch Rückschlüsse auf andere Geschäftsbereiche von Thomas Cook ziehen konnte.

Es gibt nun eine ganz Reihe kleinerer Reiseveranstalter, die von einer Condor-Pleite betroffen wären: Die Kapazität würde ihnen fehlen, denn häufig werden ihre Kunden auf Condor-Flüge gebucht. Schauinsland, Alltour, DER und FTI sind einige solcher Reiseveranstalter, für die eine Pleite Condors die Reisekosten nach oben treiben würde. TUI als Inhaber einer eigenen Fluglinie wäre der lachende Dritte. Entsprechend haben die anderen Reiseveranstalter, die eine Komplettübernahme Condors alleine nicht stemmen können, Interesse an einer Minderheitsbeteiligung nicht ausgeschlossen.

Condor sei profitabel, heißt es immer wieder. Aber Interesse an einer Übernahme hat niemand, weil die Flieger von Condor veraltet seien, heißt es auf der anderen Seite. Die Flugkapazität Condors wird von den kleineren Reiseveranstaltern akut benötigt. Doch Condor in seiner heutigen Form am Leben zu erhalten wäre ein riskantes Unterfangen: Investitionen in neue Flieger stehen an und könnten nur schwer finanziert werden. Die Uhr tickt also und TUI ist in der Position, sich zurückzulehnen und abzuwarten. Während man wartet, sammelt man verprellte Kunden von Thomas Cook ein.

Keine schlechte Situation, gell? Wir bleiben dabei, ich würde den Stopp Loss auf 10,40 Euro nachziehen, um die Gewinne abzusichern.

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Heute früh hat CEO Friedrich Joussen ein umfangreiches Update zur Geschäftsentwicklung veröffentlicht. Minutiös geht er darin alle Geschäftsbereiche durch und nimmt Stellung zu den Auswirkungen der Pleite von Thomas Cook.

Auch TUI-Kunden seien teilweise über Flüge von Thomas Cook gebucht worden, man werde für diese Kunden Alternativen anbieten. Das wird zwar Geld kosten, aber nicht das Geschäftsmodell von TUI in Frage stellen. Denn der Aktienkurs eines Unternehmens wird durch die Tragfähigkeit des Geschäftsmodells bestimmt, nicht durch einmalige Sondereffekte.

Gleiches gilt auch die die 737 MAX Thematik: Für die Spitzenlast im Wintergeschäft würden erneut zusätzliche Flugkapazitäten organisiert werden müssen, doch der Aufwand werde geringer sein als im Sommer.

Im weiteren Text führt Joussen aus, dass die zunächst schwachen Buchungen vom Anfang des Sommers im weiteren Verlauf kompensiert wurden, da zuletzt sowohl mehr gebucht als auch höhere Preise realisiert wurden. Für die Wintersaison sei das Buchungsniveau auf dem gleichen Level des schwachen Vorjahres.

70 neue Hotels wurden eröffnet, ein Expeditionsschiff konnte in Dienst gestellt werden. Die neue Strategie, sich stärker auf eigene Hotels und Schiffe zu verlassen, mache das Unternehmen widerstandsfähig gegen die Marktentwicklungen. Damit gibt Joussen den Hinweis, das TUI gegen die Einflüsse, die bei Thomas Cook letztlich für die Pleite gesorgt haben, gut gewappnet ist.

Für mich ergibt sich ein Bild von TUI, das sich auf schwere Zeiten vorbereitet hat. Wenn alles schief geht, bleibt das Schiff auf Kurs. Es gibt jedoch vieles, was in den kommenden Monaten und Jahren gut laufen kann und dann zu einem Gewinnsprung führen würde. Sprich: Das Chance/Risiko-Verhältnis weist derzeit bessere Chancen aus.

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Da habe ich noch am Freitag darüber berichtet, dass TUI Fly mit Condor von Thomas Cook zusammen gehen könnte, und heute ist Thomas Cook pleite.

Das britische Traditionsunternehmen Thomas Cook wurde 1841 gegründet. Im Jahr 2001 übernahmen die deutsche Condor und Neckermann die Briten. 2012 gab es schon eine "Beinah-Pleite", die nur durch ein Bankenkonsortium verhindert werden konnte. Die daraus resultierenden Kredite belasteten Thomas Cook bis heute.

Für TUI ist damit ein Wettbewerber vom Markt, und zwar der zweitgrößte. Gelitten haben beide Unternehmen unter dem Preiskampf, der - wie sich nun zeigt - tatsächlich ruinös war. Doch nicht das Kerngeschäft, die Pauschalreisen, unterlagen dem Preiskampf, sondern eher die Flüge. Und da haben Condor und TUI FLY schon miteinander gesprochen, denn in diesem Bereich haben sich nicht die beiden gegenseitig die Kunden weggenommen, sondern Ryan Air und Easy Jet waren die Wettbewerber.

Auch AirBnB und unzählige Apps, die lokale Informationen global und doch in der heimischen Sprache zur Verfügung stellen, können als Wettbewerber genannt werden: Immer mehr Reisende trauen sich auf eigene Faust ins Ausland und nutzen daher nicht mehr das Rundum-sorglos-Paket der Pauschalreise.

Ist nun also die Pleite von Thomas Cook positiv für TUI zu werten, da die Preise nun angezogen werden können? Oder ist die Pleite negativ zu werten, da der Markt der Pauschalreisen dem Untergang geweiht ist?

Nun, ich denke, kurzfristig wird es in jedem Fall positiv sein für TUI. Vielleicht ist ein Zusammenschluss von TUI Fly mit Condor nun sogar für - aus Sicht von TUI - besseren Konditionen möglich. Und kurzfristig wird TUI sicherlich einige Kunden gewinnen, die kein entsprechendes Neckermann-Angebot mehr finden. Wir behalten also unsere spekulative Position, die heute früh bereits mit 6% im Plus notiert.

Mittelfristig wird sich TUI meiner Einschätzung nach ebenfalls behaupten: Der Markt der Pauschalreisen ist einfach kleiner geworden, trotz gestiegener Reiselust. Zwei waren einfach zu viel. Für einen Anbieter, der über ein großes Hotel- und Kreuzfahrtschiff-Netzwerk verfügt, gibt es meiner Einschätzung nach aber durchaus eine langfristige Existenzberechtigung. Und TUI investiert ja gerade in genau diese Bereiche, wo man sich von den oben genannten Entwicklungen abhebt: Pauschalreisen in vollständig eigenem Netzwerk.

Allerdings ist der Erfolg dieser Investitionen keineswegs garantiert und wenn ich mir die Entwicklung im Reisemarkt anschaue, ist es sicherlich klug, einen Stopp Loss mitzuführen. Ich würde unseren Stopp Loss nun auf 9,50 Euro nachziehen, damit wir in dieser Position aktiv den bereits erzielten Buchgewinn absichern.

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Nicht einmal der größte Ölschock seit 50 Jahren konnte die Aktie von TUI nennenswert in die Knie zwingen. Für mich ist das ein weiteres Zeichen dafür, dass die Aktie keine Aktionäre mehr hat, die bei schlechten Meldungen noch verkaufen wollen - sprich: Ein weiterer Beweis dafür, dass die Aktie "ausgebombt" ist.

Diese Woche berichtet das Handelsblatt, dass TuiFly gegebenenfalls mit Condor von Thomas Cook zusammengeführt werden könnte. Zumindest würden entsprechende Gespräche geführt, so die Gerüchteküche. Hier geht es wohl eher um Kosteneinsparungen zweier Fluglinien, die mit dem Rücken zur Wand stehen. Das passt zu meinem Bild, dass die Aktie ausgebombt ist und würde die Kostenstruktur von TUI insgesamt deutlich verbessern.

Es ist an der Zeit, dass ich mir auch die Bilanz von TUI einmal näher anschaue, denn immerhin scheint sich hier in meinen Augen eine ziemlich gute Spekulationsmöglichkeit auf einen mittelfristigen Zeithorizont abzuzeichnen. Ups, da springt sofort die Entwicklung der Nettoverschuldung ins Auge: 2018 noch 123 Mio. Euro Plus, Ende 2019 werden daraus -1 Mrd. Euro.

Vor zwei Jahren hat TUI ein paar Unternehmensteile verkauft und dafür 2 Mrd. Euro eingenommen. Dieses Kapital wird derzeit investiert. Für drei Jahre, so der Plan des Unternehmens, werden jährlich 1,2 Mrd. Euro pro Jahr investiert - etwa die Hälfte des Geldes stammt aus den jährlichen Einnahmen. Davon werden jährlich 500 Mio. Euro in die Instandhaltung der Hotels, Schiffe, etc. gesteckt und 700 Mio. Euro in neue Anlagen: Hotels und auch Schiffe. Ein Schiff kostet schnell mal über 500 Mio. Euro.

Dieses Investitionsprogramm endet in diesem Jahr. Bei 19 Mrd. Euro Jahresumsatz wird die Verschuldung in den kommenden Jahren also nicht deutlich über 1 Mrd. Euro steigen, die Bilanz ist also ziemlich solide.

Warum macht TUI das? Nun, das Unternehmen hat festgestellt, dass die größten Gewinnmargen beim Verkauf eigener Urlaubsanlagen zu finden sind. Insbesondere die zu Paketen gebündelten Reisen in eigene Anlagen, Hotels & Schiffe, liefern hohe Margen ab: Hotels ca. 14%, Schiffe sogar 23%. Um genau dieses Geschäft auszubauen, investiert TUI kräftig in eigene Anlagen und unterscheidet sich damit wesentlich von so ziemlich allen Wettbewerbern, die stets auf lokale Betreiber vertrauen.

Ist das gut? Nun, ich persönlich habe noch nie eine Pauschalreise gebucht, aber für viele Urlauber ist es beruhigend, wenn sie in einem fremden Land auf eine vertraute Organisation wie TUI bauen dürfen. Also ja, es gibt einen großen Markt für diese Reisen.

150 Flugzeuge fliegen für TUI. Lufthansa hat über 600. Die 150 Flugzeuge fliegen aber nicht nur für die TUI-Pauschalreisen, sondern bedienen auch andere Flugrouten oder nehmen auch viele Reisende auf, die ausschließlich den Flug bei TUI gebucht haben. Wir alle wissen, wie hart umkämpft der Flugmarkt ist. Um dort Geld zu verdienen, muss TUI weiter wachsen, um Skaleneffekte zu nutzen und preislich wettbewerbsfähig zu bleiben. Aber selbst wenn TUI in diesem Bereich wächst, können dort niemals so attraktive Gewinnmargen realisiert werden, wie bei Hotels und Schiffen. TUI müsste also auf verschiedenen Märkten gegen den Wettbewerb bestehen, unter anderem also auch auf dem internationalen Flugmarkt.

TUI hat sich entschieden, diesen Weg nicht einzuschlagen, wie mir die IR-Abteilung heute mitteilte. Man habe tatsächlich die Augen offen für Alternativen. Ein Zusammenschluss mit Condor würde tatsächlich die Skaleneffekte bringen, die im Fluggeschäft erforderlich sind, um im harten Wettbewerb zu bestehen.

Klingt in meinen Augen vernünftig, oder? Je mehr ich mich mit dieser Aktie beschäftige, desto besser gefällt sie mir: Wir bleiben also bei dieser Spekulation dabei: 5,3% Dividendenrendite mit einem KGV 2020 von nur 8 bei solider Bilanz und Geschäftsentwicklung finde ich ein Schnäppchen.

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TUI gefällt mir weiterhin sehr gut: 5,6% Dividendenrendite, KGV 20e von 8 und viel Pech in den vergangenen Monaten. Ich hatte TUI als völlig ausgebombt bezeichnet und in meinen Augen gilt das auch nach dem Kursplus von 8% in den vergangenen zwei Wochen immer noch.

Daher würde ich die Position im Portfolio behalten und unseren Buchgewinn mit einem Stopp Loss auf Höhe unseres Kaufkurses von 9,00 Euro absichern. Denn: der Ölpreis ist niedrig, die Boeing 737 MAX könnte Ende des Jahres wieder fliegen, der Brexit könnte abermals verschoben werden und die aufgestaute Nachfrage scheint sich derzeit zu lösen. Wir bleiben also dabei.

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Diese Woche wütete Hurrikan Dorian auf den Bahamas. TUI hat daraufhin 10 Urlauber von den Bahamas geholt und Reisen bis Mitte September abgesagt. Das ist für den weltweit größten Reisekonzern eine finanzielle Belastung, die Sie nicht eimal hinter dem Komma irgendwo in der Bilanz entdecken werden.

Das KGV 2020e steht bei nur noch 7,5, die erwartete Dividendenrendite bei 7,9%. Die negativen Auswirkungen der Lieferprobleme von Boeing hinsichtlich der 737 MAX sind inzwischen hinreichend eingepreist, die Ticketpreise für die kommende Urlaubssaison steigen. Wenn irgendwann die auf Halde gebauten 737 MAX ausgeliefert werden dürfen, sinken die Betriebskosten für TUI, die verkauften Tickets bleiben aber in der Bilanz: Ich erwarte also einen Gewinnsprung für das kommende Jahr.

Nicht spekulieren möchte ich auf Schadensersatzansprüche, die TUI gegenüber Boeing ggfls. geltend machen kann. Aber es ist schön zu wissen, dass da vielleicht nochmal was kommen könnte.

Der Brexit birgt ja die Gefahr, dass TUI Klimmzüge veranstalten muss, um europäische Flughäfen weiter anfliegen zu dürfen. Es gibt zwar nach Aussage des Unternehmens einen Notfallplan für den Fall eines harten Brexits, doch in den vergangenen Tagen hat auch die Möglichkeit einer Verschiebung sowie eines neuen Referendums wieder an Wahrscheinlichkeit gewonnen. Und Sie wissen ja, der Aktienkurs ist das Abbild der künftigen Wahrscheinlichkeiten.

Ich fühle mich also derzeit sehr wohl mit unserer TUI-Position.

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Aus dem Heibel-Ticker PLUS Update 18 (29.8.2019):

In Deutschland leidet TUI unter den Problemen Boeings, der 737 MAX kann noch immer nicht ausgeliefert werden. Während bislang verkaufte Tickets seitens TUI mit Ersatzmaschinen erfüllt werden mussten führt dieser Umstand, der branchenweit zu Kapazitätsengpässen führen wird, künftig zu höheren Ticketpreisen. Ich denke, dass TUI ausreichend bestraft wurde und die Aktie großes Erholungspotential hat.

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Gestern Abend hat Trump nun 10% Strafzoll auf alle verbleibenden, bislang noch nicht besohlten Produkte aus China angekündigt. Im heutigen Heibel-Ticker gehe ich näher darauf ein, hier nur kurz meine Schlussfolgerung: Es ist nicht der Schlusspunkt der Verhandlungen, sondern der Auftakt zu einem deutlich schärferen Tonfall für die kommenden Wochen und Monate. Wir werden sehen, ob 10% auf "Alles" auch den Aktienmarkt einschließt.

Daher ist es mit dem heutigen Minus noch nicht zu spät, einige Positionen aufzulösen bzw. zu verkleinern.

Auch der Ölpreis bricht ein, da die Zölle auf der globalen Konjunktur lasten werden. Niedrigere Spritkosten kommen TUI eigentlich zugute, doch eine schwache Konjunktur dämpft die Reiselaune. Ich kann mir gut vorstellen, dass TUI in den kommenden Tagen nochmals das Tief vom Juni unter 8 Euro aufsucht und würde daher unsere Position heute auflösen.

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Gestern hat Boeing gleich vier Hiobsbotschaften ausgegeben: Das Unternehmen hat einen der seltenen Quartalsverluste erwirtschaftet, weil die Boeing 737-MAX seit einigen Monaten nicht mehr ausgeliefert werden kann und daher der Umsatz eingebrochen ist.

Die Software-Lösung, an der Boeing seit Monaten arbeitet, könnte erst im September fertig werden. Es ist wohl doch nicht so einfach, wie am Anfang der Krise behauptet. Wenn im September eine Lösung vorgestellt wird, brauchen die Behörden einen Monat, um das zu prüfen und erst danach können die derzeit am Boden befindlichen 737-MAX wieder in Betrieb genommen werden. Vor November ist damit also nicht zu rechnen.

Bei der Entwicklung des neuen 777 gibt es ebenfalls Probleme: der Jungfernflug, der ursprünglich von Juli auf September verschoben wurde, wird nicht vor 2020 erfolgen können.

Aufgrund dieser Liste von negativen Entwicklungen hat die Ratingagentur Fitch den Ausblick für Boeing von "stabil" auf "negativ" gesenkt. Das heißt, dass die Gefahr einer Abstufung größer geworden ist.

Für TUI ist insbesondere die Lösung des 737-MAX-Problems wichtig, denn die von Boeing gekauften und bis heute nicht gelieferten Flieger sind für das Sommergeschäft wichtig gewesen und sollen auch in den kommenden Quartalen wichtige Routen übernehmen. Derzeit mietet sich TUI ersatzweise andere Flieger dazu, um die verkauften Tickets zu erfüllen. Das ist teurer und es ist ungewiss, ob Boeing den finanziellen Schaden übernimmt.

Wenn nun also die Lösung des 737-MAX Problems länger dauert, dann steigen die Kosten für TUI. Derzeit wird von Boeing sogar ins Gerede gebracht, dass die Produktion des 737-MAX, die derzeit auf Sparflamme weiterläuft (Flieger werden auf Halde produziert), vorübergehend ganz eigestellt werden könnte, wenn die Software-Lösung im Oktober nicht freigegeben wird.

Die Aktie von TUI hat allerdings nur moderat Federn gelassen, nachdem diese Meldungen veröffentlicht wurden. Für mich bedeutet das, dass diese Entwicklung größtenteils im aktuellen Kursniveau eingepreist ist. Wir bleiben dabei.

Übrigens: Airbus erreicht ein Allzeithoch nach dem anderen :-).

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Aus dem Heibel-Ticker Update 11 (1.7.2019):

CEO Friedrich-Peter Joussen hat am Freitag TUI-Aktien im Wert von 26.000 Euro gekauft. Nicht viel für einen CEO, aber immerhin ein Statement. Ich würde auch TUI wieder ins spekulative Portfolio aufnehmen.

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Ich habe mir Zeit gelassen mit meinen heutigen Updates zu unseren Spekulationen. TUI würde ich nächste Woche verkaufen und einen kleinen Gewinn, sofern noch möglich, sichern. Der Ölpreis steigt vor dem Hintergrund der Iran-Krise weiter an und könnte die Stimmung gegenüber der TUI-Aktie wieder vermiesen. Lufthansa hat bereits eine Gewinnwarnung ausgegeben und die Lufthansa Aktie ist stark eingebrochen (-16%). Es ist zwar ein Zeichen der Stärke, dass TUI von dieser Meldung nicht weiter in Sippenhaft genommen wurde, dennoch habe ich die Befürchtung, dass die Aktie nochmal gen Süden driften könnte.

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Heute meldet Mallorca, dass die Urlauber wegbleiben. Gerade das Mallorca-Geschäft war mit attraktiven Margen versehen, stattdessen bleiben deutsche als auch britische Urlauber bei dem schönen Wetter lieber zu Hause oder fliegen in die günstigere Türkei. Dieser Trend hat sich bereits in den vergangenen Wochen abgezeichnet, daher hält sich die Aktie trotz der heutigen Meldung stabil.

Gestern wurden zwei Schiffe im Golf von Oman, direkt vor der iranischen Küste, nach US-Interpretation "angegriffen". Der Iran wirft der USA eine "false flag" Operation vor, eine Operation unter falscher Flagge. Wir brauchen uns hier nicht mit der Wahrheitsfindung belasten, sondern nehmen zur Kenntnis, dass die Kriegsgefahr in der arabischen Region dadurch stark angestiegen ist. Der Ölpreis ist gestern dennoch nur moderat angestiegen. Auch die TUI-Aktie zeigte gestern keine Reaktion auf diese Ereignisse.

Normalerweise hätte ich einen sprunghaften Anstieg im Ölpreis erwartet und als Folge dann ein Einbrechen der TUI-Aktie, weil die Spritkosten für den Konzern steigen. Warum ist das nicht geschehen? Ist die TUI-Aktie so günstig, dass selbst solche Ereignisse keine zusätzlichen Verkäufer mehr mobilisieren? Oder nehmen Anleger die Entwicklungen nicht wahr, weil sie in der Sonne liegen??

Ich weiß es nicht. TUI ist damit jedoch von einer Aktie ohne nennenswerte Risiken zu einer Aktie mit großem Risiko geworden. Sollte sich die Situation mit dem Iran zuspitzen, dann wird die Reisetätigkeit in die arabischen Länder nachlassen und das Geschäft von TUI belasten ... einmal abgesehen vom ansteigenden Ölpreis.

Ich möchte daher die TUI-Aktie mit einem engen Stopp Loss absichern. Wir haben zu 7,89 Euro gekauft und können unserer Spekulation knapp unter 8 Euro (bspw. 7,95 EUR) absichern, um einen Verlust zu vermeiden.

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Update vom 3.6.:

19,5 Mrd. Euro werden mit einer Marktkapitalisierung von 4,8 Mrd. Euro bewertet, ein KUV von nur 0,25. Ich habe Ihnen erläutert, dass der Brexit als auch das Boeing 737-MAX Desaster eingepreist sind.

Gleichzeitig ist der Ölpreis in den letzten zwei Handelstagen kräftig eingebrochen. Das mindert die Spritkosten für Fluglinienbetreiber wie TUI.

Heute hat dann noch der internationale Verband der Luftfahrtbranche, IATA, vor einem schwachen Jahr 2019 gewarnt: der Gewinn in der Branche werde sich rückläufig entwickeln. Vor wenigen Monaten wurde noch ein Anstieg um 40% prognostiziert.

„Nicht ins fallende Messer greifen“ sagt eine Börsenweisheit. Genau das tun wir hier jedoch, da ich mir einen weiteren Verfall des Aktienkurses schwer vorstellen kann. Dafür setzen wir für TUI ausnahmsweise einen harten Stopp Loss, den ich im System hinterlegen würde.

Zur Erinnerung: Normalerweise verwende ich Stopp Loss Marken nur als Gedächtnisstützen, um mir beim Unterschreiten bestimmter Kursmarken neue Gedanken zur entsprechenden Aktie zu machen. Diesmal würde ich eine Stopp Loss Order im System hinterlegen.

Aktuell notiert TUI bei 8,14 Euro (Xetra 12:42 Uhr). Ich würde zu Kursen bis 8,25 Euro kaufen. Einen Stopp Loss würde ich bei 7,90 Euro vorsehen.

--> NACHTRAG:
tja, so geht's: Seit heute früh sitze ich vor dem Bildschirm und überlege mir, wann wohl der richtige Kaufzeitpunkt sein könnte. Das Update hatte ich schon heute früh geschrieben und als dann im weiteren Tagesverlauf eine negative Meldung nach der anderen eintrudelte, hielt ich den Augenblick gegen 17 Uhr für geeignet und schickte das Update heraus.

Inzwischen stand TUI aber nicht mehr bei 8,25 EUR, sondern schon unter 8 Euro und somit ist mein Kauflimit als auch mein Stopp Loss nicht mehr aktuell.

Für den günstigeren Kaufkurs bedanke ich mich, den Stopp Loss würde ich nunmehr auf 7,45 Euro setzen. Bitte entschuldigen Sie die Verwirrung.

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Aus dem Heibel-Ticker Ausgabe 22 (31.05.2019) Kapitel 04:

Auch zu TUI habe ich Näheres erfahren. Mich haben vor allem zwei Probleme beschäftigt: Zum einen die Boeing 737 MAX, die derzeit nicht starten kann. TUI hatte gesagt, wenn bis Ende Mai keine erneute Zulassung in Sicht sei, müssen man alternative Maschinen mieten, um das Sommergeschäft nicht zu gefährden. Kosten: Nachdem bereits 200 Mio. Euro bis hierher an zusätzlichen Kosten aus dem Boeing-Desaster entstanden sind, kommen nun nochmals 100 Mio. Euro drauf. Nun, nach aktuellem Stand könnte die Boeing gegebenenfalls erst wieder Mitte August ihrer Zulassung erhalten. Das ist schlecht, aber überschaubar.

Das zweite Problem betrifft den Brexit: Im Falle eines ungeregelten Brexit könnte TUI seine Landerechte in der EU verlieren. Landerechte werden nur an Fluglinien vergeben, die sich mehrheitlich in europäischer Hand befinden. Wenn England nicht mehr zur EU gehört, fallen diese 30% der Anteilseigner an TUI aus der Rechnung heraus. Gemeinsam mit einem russischen Großinvestor, der 25% an TUI hält, wohnen dann 55% der Eigner außerhalb der EU. Ich habe zu diesem Problem mit der IR-Abteilung von TUI telefoniert.

Ohne mir einen Hinweis zu geben, wie das Problem gelöst werden könnte, hat man mir am Telefon aber bestätigt, dass es eine Lösung für das Problem gebe. Ihrer Formulierung habe ich entnommen, dass es keine Sonderregelung für TUI geben werde, sondern dass TUI gegebenenfalls aktiv würde. Dazu werde es, so meine Gesprächspartnerin, sicherlich eine übliche Übergangsfrist von sechs Monaten geben. Doch ich habe den Eindruck, dass TUI dieses Problem selber lösen muss.

Wie, darüber können wir nur spekulieren. Bspw. könnte TUI 5% der ausstehenden Aktien über die britische Börse zurückkaufen. Ich hatte letzte Woche bereits darüber spekuliert. Vielleicht ist dem Unternehmen aber auch was ganz anderes eingefallen.

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Aus dem Heibel-Ticker Ausgabe 21 (24.05.2019) Kapitel 04:

TUI ZUM SCHNÄPPCHENPREIS

Der weltgrößte Reiseveranstalter hat in den vergangenen zwölf Monaten die Hälfte seines Marktwertes verloren. 20 Mrd. Euro Jahresumsatz werden derzeit nur noch mit einer Marktkapitalisierung von 5 Mrd. Euro belegt. Das KGV 2020e steht bei nur noch 7. Das sind Werte, die normalerweise nur bei Unternehmen angelegt werden, über denen der Pleitegeier kreist. Was ist los bei TUI?

Ich habe eine komplette Bilanzanalyse vorgenommen, ohne den Grund zu finden. Auch in Presseberichten wird kein Problem genannt, das für eine so katastrophale Bewertung verantwortlich sein könnte. Erst die gezielte Suche nach der Bedeutung des Brexit für TUI hat mir die gewünschte Information geliefert: TUI könnte sämtliche Flug- und Landerechte verlieren.

Für die irische Ryanair oder die britische Easy Jet wäre es hart, Europa nicht mehr anfliegen zu dürfen. Sie müssten sich auf ihren Heimatmarkt konzentrieren und würden Europa nur noch gezielt und teuer anfliegen. Doch TUI könnte nicht nur die britische Insel verlieren, sondern ganz Europa.

Hintergrund ist, dass nur diejenigen Fluggesellschaften günstige Landerechte innerhalb der EU erhalten, die sich auch mehrheitlich in EU-Hand befinden. TUI gehört zu 25% dem Russen Alexej Mordaschow, daher war das bislang kein Problem. Doch weitere 30% liegen in der Hand von Briten und wenn die Briten nicht mehr zur EU gehören, befindet sich die Mehrheit der Anteilseigner im EU-Ausland. TUI verliert seine Landerechte.

Ich finde die Situation interessant. TUI setzt derzeit 20 Mrd. Euro im Jahr um und schiebt eine nur kleine Nettoposition an Schulden vor sich her: 1 Mrd. Euro. Es sollte kein Problem sein, eine weitere Milliarde zu finanzieren und damit bspw. eigene Aktien zurückzukaufen ... vorausgesetzt genügend Briten oder sogar Mordaschow verkaufen. Für 1 Mrd. Euro könnte TUI nach aktuellem Kurs 20% seines Unternehmens kaufen, doch wenn ich Mordaschow hieße, würde ich einem solchen Verkauf nicht zustimmen.

Denkbar wäre auch eine Sondergenehmigung aus Brüssel, es wäre ja nicht das erste Mal, dass Brüssel seine eigenen Regeln missachtet.

Grundsätzlich kann ich mir nur schwer vorstellen, dass TUI im Rahmen des Brexit vor die Hunde geht. Wenn nach der EU-Wahl in den kommenden Tagen der Brexit und vielleicht sogar das Auseinanderfallen der EU durchgespielt wird, dann könnte die Aktie noch ein wenig unter Druck bleiben - wenngleich das auf dem aktuellen Ausverkaufsniveau schwer vorstellbar ist. Doch irgendwann wird sich abzeichnen, wie es weitergeht. Und dann ist TUI eine Aktie, die in meinen Augen locker mal eine Verdopplung hinlegen kann.

Stand heute sieht es extrem gefährlich aus, TUI zu kaufen. Wenn die Aktie weiter Richtung Null fällt wird mir jeder sagen, dass ich unverantwortlich gehandelt habe. Doch das sind in der Regel die besten Spekulationen: Wenn es keinerlei Hoffnung mehr gibt und jeder und sein Nachbar die Aktie schon verkauft hat.

Hmm, Sie merken es: Warten wir mal das Wochenende ab und gegebenenfalls melde ich mich am Montag bei Ihnen :-)

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