Erfahrungen & Bewertungen zu Heibel-Ticker

Veröffentlicht von Stephan Heibel am 01.10.2008 um 09:57 Uhr

Börsenanalyse: Verschwörungstheorie II: Banken sind Short und finanzieren ihre Zertifikateversprechen? Nein!

Hallo Herr Heibel,

trotz der derzeit wenig erfolgreichen Börsenphase, lese ich Ihre Ticker mit hohem Interesse und finde Ihre Hintergrundsicht immer sehr aufschlussreich.

Besonders Ihr Thema „Leerverkäufe und Upstikrule“ lässt mich seit einiger Zeit das derzeitigen Börsengeschehen in einem anderen Zusammenhang sehen und ich habe mit meinem Halbwissen – das ich gerne mit Ihnen und unseren Lesern auf Richtigkeit überprüfen möchte – mir eine erweiterte Theorie/Erklärung gebaut.

Vor ca. zwei Jahren bin ich auf das Verhältnis 10:1 bei Zertifikate/Aktien gestoßen. Für mich sind Aktien reale Werte, die natürlich Marktbewertungen unterliegen. Zertifikate/Diskountzertifikate stellen für mich eine auf Aktien aufbauende Scheinwelt dar, die mit keinem realen Wert/sondern nur durch ein Bankenversprechen gedeckt sind.

Neben-Theorie: Würden alle Gelder direkt in werthaltige Aktienkäufe gelenkt, müsste aufgrund der Nachfrage die Börse um einen Faxtor x höher stehen…..(zur Freude aller Anleger).  Zurück zu den Zertifikaten: Diese bankbezogenen Zertifikatsversprechen müssen in einer unglaublichen Dimension in absehbaren Zeiträumen eingelöst werden. Wenn man es nun schafft, diese Papiere vorsätzlich mit Hilfe von Hedgefonds gezielt herunter- zuprügeln – die Banken liefern auch noch die Aktien und die Gerüchte dazu (selbst bei den eigenen) – dann ist das Big Business für die Bank-Institute und könnte sogar die hohen Abschreibungen/Verluste) und die wegbrechenden Geschäftsmodelle CDOs/CFOs kompensieren.

Man kann den Kunden sogar weiterhin die Garantiezertifikate ohne Skrupel verkaufen und sich hinter dem Alibi „unvorhersehbarer Markt“ verstecken. Zudem lässt sich bereits im Voraus der genauen Ertrag errechnen und weiß über die hinterlegten Verkaufslimite der Kunden wann der Schneeballeffekt eintritt……….

Somit sind die Verluste sozialisiert und die Banken rasch saniert………die Hedgefonds haben natürlich……. auch Ihre Freude…….und keiner wird zur Verantwortung gezogen!………

Fazit für mich: Wenn alle Anleger auf Aktien setzen ist das Spiel aus und die Banken müssten sich wieder auf reale und faire Geschäftsmodelle konzentrieren.

Grüße PK

ANTWORT:

Ich bin ja immer offen für solche Theorien, aber auch wenn Ihr Gedankengang theoretisch möglich wäre, dann spricht dennoch einiges gegen ein solches Vorgehen: Diverse Banken sind bereits pleite gegangen. Fast alle Bankenchefs aus den vergangenen Jahren mussten inzwischen ihren Hut nehmen. Diverse Hedgefonds sind ebenfalls bereits pleite, alle anderen stöhnen unter der Last der Liquidierungen, um die Kundenrückforderungen an Einlagen befriedigen zu können. Ich kann mir nicht vorstellen, dass sich die Bankenbranche ein solches Vorgehen ausgesucht hat. {weiter[40|9]}

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Stephan Heibel

Seit 1998 verfolge ich mit Begeisterung die US- und europäischen Aktienmärkte. Ich schreibe nun wöchentlich für mehr als 25.000 Mitglieder über die Hintergründe des Aktienmarktes und die Ursachen von Kursbewegungen. Heibel-Ticker Mitglieder schätzen meinen neutralen, simplen und unterhaltsamen Stil. Als Privatanleger nutzen sie meine Einschätzungen und Anlageideen, um ihr Portfolio unabhängig zu optimieren.

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