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Einfach einen Tick besser

Stephan Heibel

Blog Artikel

Veröffentlicht von Stephan Heibel am 27. Oktober 2026

Kapital bremst KI-Aktien, sobald der Cashflow nicht mehr reicht

Für KI-Aktien bestimmt das Kapital das Risiko: Am stärksten gefährdet sind die Unternehmen, die ihren KI-Ausbau auf Pump finanzieren. Hock Tan (Broadcom) und Lip-Bu Tan (Intel) nannten am 12.10.2026 in Singapur nicht Chips oder Strom, sondern das Kapital als Engpass. Microsoft, Alphabet, Amazon und Meta investieren 2026 zusammen rund 750 Mrd. USD in KI-Infrastruktur, doch nur Microsoft erwirtschaftet noch einen deutlich positiven freien Cashflow. Der Anteil neuen Fremdkapitals an den Investitionen der Hyperscaler stieg von 9% im Jahr 2024 auf 32% im Jahr 2026. Oracle und CoreWeave hat das Kapital bereits Grenzen aufgezeigt. Der Stromengpass dauert Jahre, die Chip-Knappheit löst sich schneller, und Nvidia bekommt Wettbewerb von den eigenen Abnehmern.

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Veröffentlicht von Stephan Heibel am 20. Oktober 2026

LVMH nach dem Absturz: Warum billig noch nicht günstig ist

Die LVMH-Aktie ist nach dem Kurssturz billig, aber noch nicht günstig: Das DCF-Modell von Stephan Heibel ergibt im besten Fall ein Kursziel von 500 Euro, im ungünstigen Fall Kurse unter 300 Euro. Der Bestfall liegt rechnerisch 28 Prozent über dem Kurs von 389,93 Euro (20. Oktober 2026), der Negativfall mehr als 23 Prozent darunter, und auch UBS (510 Euro) und Kepler Cheuvreux (490 Euro) bewegen sich nach den Quartalszahlen vom 12. Oktober 2026 im Bereich dieses Bestfalls. Der Konzernumsatz wuchs im dritten Quartal organisch um 1 Prozent, Mode und Lederwaren gingen um 5 Prozent zurück. Ob sich ein Boden bildet, hängt davon ab, ob sich das China-Geschäft stabilisiert und der Nahe Osten wieder anzieht. Die Dividende von 13 Euro je Aktie trägt, macht LVMH nach den Kriterien von Stephan Heibel aber nicht zur Dividendenaktie.

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Veröffentlicht von Stephan Heibel am 13. Oktober 2026

Linde ist eine Zinswette – steigende Zinsen drücken den Kurs

Linde ist eine Zinswette: Ob sich ein Investment in die Aktie lohnt, entscheidet das Zinsniveau. Steigen die Zinsen weiter, bleibt die Aktie unter Druck. Verharren sie auf hohem Niveau, steigen die Gewinne überproportional, fallen sie, steigt die Bewertung. Dem Zinsrisiko stehen 16,5 % Rendite pro Jahr inklusive Dividende in 10 Jahren, ein Gewinnwachstum von 9 bis 10 % und Aktienrückkäufe von 7,4 Mrd. USD gegenüber, die den Gewinn je Aktie um 3 bis 4 % pro Jahr erhöhen. Der Grund liegt im Geschäftsmodell: On-Site-Verträge mit 15 bis 20 Jahren Laufzeit und Investitionen von fast 6 Mrd. USD pro Jahr. In der DCF-Rechnung nach Damodaran kostet ein Prozentpunkt mehr Zins 100 USD je Aktie, bei 469 USD am 02.10.2026 sind das 20 %. Hinzu kommen die Marge unter Lincare, ein EV/EBITDA von 16 und eine Dividendenrendite von 1,3 %.

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Veröffentlicht von Stephan Heibel am 29. September 2026

Micron extrem niedrig bewertet – doch nur bei hoher Marge

Micron ist vor den Q4-Zahlen am 30. September extrem niedrig bewertet, doch diese Bewertung trägt nur, solange die Marge hoch bleibt. Der Konsens erwartet einen Umsatz von 50,45 Milliarden US-Dollar und einen Gewinn je Aktie von 31,16 US-Dollar, eine Verzehnfachung des Gewinns gegenüber dem Vorjahresquartal, getragen von der HBM-Nachfrage. Gegenwind kommt von CXMT: Der DRAM-Marktanteil des chinesischen Wettbewerbers stieg im zweiten Quartal 2026 auf 10 Prozent, vor einem Jahr waren es 4 Prozent. Seit Jahrzehnten kennt die Chip-Industrie den Schweinezyklus: Je schneller er zuschlägt, desto schneller sinkt die Marge. Entscheidend ist, wie schnell die Marge in den nächsten 10 Jahren sinkt und wo sie sich fängt. Bleiben Belege von CEO Sanjay Mehrotra für eine lange hohe HBM-Nachfrage aus, könnte die Aktie einbrechen.

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Stephan Heibel

Stephan Heibel

Seit 1998 verfolge ich mit Begeisterung die US- und europäischen Aktienmärkte. Ich schreibe nun wöchentlich für mehr als 25.000 Mitglieder über die Hintergründe des Aktienmarktes und die Ursachen von Kursbewegungen. Heibel-Ticker Mitglieder schätzen meinen neutralen, simplen und unterhaltsamen Stil. Als Privatanleger nutzen sie meine Einschätzungen und Anlageideen, um ihr Portfolio unabhängig zu optimieren

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