Lieber Herr Heibel,
ich teile Ihre Auffassung, sehe indes sowohl schwärzer als auch Licht im Tunnel.
Angesichts der momentanen Abwärtsspiralen (schon bei Fannie Mae und Freddy Mac sitzen weltweit reinvestierte Dollarstützungskäufe vor allem der asiatischen Länder und hier besonders der Chinesen in Milliardenhöhe an Bord) dürften die USA kaum Spielraum haben. Schließlich dürfte ein Laufenlassen eine Beendigung aller Stützungskäufe vor allem der Chinesen zur Folge haben und somit die Staaten selbst in den Ruin treiben. Ich denke daher, dass Bush und Co auch noch vor den Wahlen notfalls dahin getrieben werden, alles zu tun, damit AIG und Citygroup nicht auch noch kollabieren. Sonst lassen die Asiaten den Amerikanern wohl ziemlich sicher die Luft raus, da deren Anlagen widrigenfalls so oder so nichts mehr wert wären.
Das Aussitzen der Krise und Abwarten fällt indes leider schwer, wenn man ausschließlich Spielgeld an der Börse investiert, also keine Langfristplanungen auf seinen Depoterträgen aufbaut. In diesem Sinne hoffe ich auf viele Anleger die spielen.
Mit freundlichen Grüßen, Peter aus Düsseldorf
ANTWORT:
Besten Dank für Ihr Schreiben. Ich kann Ihren Ansatz nachvollziehen, sehe aber tatsächlich derzeit kein Licht am Ende des Tunnels: Der Absturz des US-Dollars ist in meinen Augen unvermeidbar. Was den Asiaten nun noch lieb wäre ist ein langsamer Absturz, damit sie in der Zwischenzeit auf den Weltmärkten ihre Dollarreserven dazu nutzen können, um die nach wie vor dringend benötigten Rohstoffe einzukaufen.
Also: Raus aus dem US-Dollar und rein in alles, was vom schwachen US-Dollar profitiert – wie beispielsweise das von mir favorisierte Gold.{weiter[40|9]}
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