Solange der Irankrieg weiterläuft, lässt die Sommerkorrektur auf sich warten. Steigende Energiepreise halten die Inflationserwartungen hoch, binden das Kapital in Rohstoff- und Rüstungswerte – und verhindern genau die Neubewertung, die eine klassische Sommerkorrektur auslösen würde.
Stand 06.05.2026: Brent Öl notiert bei rund 110 USD je Fass, der europäische Gaspreis liegt 40 Prozent über Vorkriegsniveau. Solange diese Preise auf einen aktiven Konflikt zurückzuführen sind, rechnet der Markt mit einer Auflösung – und vertagt die Neubewertung. Erneute Schusswechsel in der Straße von Hormus testen den fragilen Waffenstillstand, ohne ihn formal zu brechen. Genau dieses Muster hält den Markt in der Schwebe.
Endet der Irankrieg rasch, fallen Energiepreise – und Rohstoff- sowie Rüstungswerte verlieren ihren Kriegsaufschlag. Zieht sich der Konflikt in den Sommer, steigt der Druck auf die Unternehmensgewinne strukturell an: BASF meldete vergangene Woche Umsatz minus 3 Prozent, Gewinn minus 6 Prozent – nicht wegen fehlender Nachfrage, sondern weil deutsche Kostenstrukturen im internationalen Preiswettbewerb nicht bestehen. In beiden Fällen kommt Bewegung in den Markt. Wer wartet, wartet mit.
Stephan Heibel, Herausgeber des Heibel-Ticker seit 1998, würde in diesem Umfeld selektiv reduzieren – Nvidia, Home Depot, moderat auch Gold – und das Portfolio für beide Szenarien robuster aufstellen. Die vollständige Einschätzung lesen Sie in Ausgabe 2026/18 des Heibel-Ticker PLUS.
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