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Einfach einen Tick besser

Stephan Heibel

Blog Artikel

Veröffentlicht von Stephan Heibel am 18. Juni 2026

Nach dem SpaceX-Börsengang: Was der Fed-Entscheid für KI-Aktien bedeutet

Der SpaceX-Börsengang am 12. Juni 2026 war der größte in der Börsengeschichte: 75 Milliarden Dollar flossen in neue Aktien. Dieses Kapital kam aus bestehenden Portfolios — wer SpaceX zeichnen wollte, musste vorher verkaufen. Die Kursverluste bei Nvidia, Apple und Microsoft waren kein Stimmungseinbruch, sondern Ergebnis eines konzentrierten Kapitalabzugs. Hinzu kamen Alphabet mit 85 Milliarden und Oracle mit 20 Milliarden an neuen Aktien — über 185 Milliarden Dollar in wenigen Wochen. Die Fed beließ am 17. Juni den Leitzins bei 3,50 bis 3,75 Prozent, doch der Dot Plot zeigt eine gespaltene Lage: 9 von 18 Mitgliedern votieren für eine Zinsanhebung. Die Gesamtinflation von 4,2 Prozent im Mai geht zu einem Großteil auf einen Energiepreisanstieg von 23,5 Prozent zurück, die Kernrate lag bei 2,9 Prozent.

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Veröffentlicht von Stephan Heibel am 17. Juni 2026

Chinas erste Boeing-Bestellung seit 10 Jahren: Was jetzt zählt

Chinas erste Boeing-Bestellung seit 10 Jahren hat die Aktie nicht beflügelt – sie gab trotz der Nachricht rund 8 % nach. Der Grund liegt nicht im Geschäftsmodell, sondern im hohen Ölpreis, der die Flugindustrie belastet und Boeing in Mitleidenschaft zieht, obwohl der Flugzeugbauer mit kurzfristigen Airline-Schwankungen operativ nichts zu tun hat. Der eigentliche Bewertungsmaßstab ist der freie Cashflow – und dieser entwickelt sich erfreulich: Im Mai wurden 60 Flugzeuge ausgeliefert, davon 51 des margenstarken 737 MAX. CEO Kelly Ortberg hat eine Steigerung der monatlichen Fertigung von 42 auf 47 Einheiten binnen zwei Monaten in Aussicht gestellt. Für H2 2026 wäre damit erstmals seit Jahren wieder ein positiver freier Cashflow möglich. Die China-Bestellung sichert planbare Auslastung für die kommenden Jahre.

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Veröffentlicht von Stephan Heibel am 16. Juni 2026

Apple Siri AI startet ohne EU: Was Anleger wissen müssen

Apple hat auf der WWDC ein komplett neu gebautes Siri vorgestellt – und die Aktie verlor danach 8 Prozent. EU und China werden nicht beliefert, das sind 35 Prozent der weltweiten iPhone-Auslieferungen. Der Kursrückgang ist keine Panikreaktion, sondern eine präzise Einschätzung des kurzfristigen Enttäuschungspotenzials. Die langfristige Substanz stimmt – der Analystenkonsens ist optimistisch. Aber der Markt bezahlt heute die Enttäuschung, nicht die Zukunft. In der EU verhindert der Digital Markets Act den Rollout auf iPhone und iPad, in China stehen eigene Regulierungsanforderungen im Weg. Das Hauptverkaufsargument für das iPhone-Update im Herbst fällt für über ein Drittel der installierten Basis weg. Der eigentliche Neubewertungsmoment liegt im September: erstes Falt-iPhone, Siri-AI-Rollout in den USA und Klarheit über den CEO-Wechsel.

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Veröffentlicht von Stephan Heibel am 11. Juni 2026

SpaceX IPO: Darum ist der erste Börsentag eine Falle

Wer SpaceX am ersten Handelstag über die Börse kauft, zahlt eine durch Angebotsknappheit erzeugte Prämie – nicht den Ausgabepreis von 135 US-Dollar, den nur direkte Zuteilungsempfänger erhalten. Der Grund liegt in der Konstruktion des Börsengangs: SpaceX gibt beim IPO lediglich 4 Prozent seiner Aktien aus. Normalerweise sind es 20 Prozent, bei 10 Prozent spricht man bereits von Salamitaktik. Institutionelle Investoren müssen fehlende Anteile über die Börse nachkaufen, Index-Zertifikate sind sofort kaufpflichtig, Kleinanleger treiben den Kurs mit unlimitierten Orders weiter. Wer in diesem Momentum einsteigt, hat die eigentliche Gefahr noch vor sich: Im IPO-Prospekt sind Sperrfristen hinterlegt, die in den ersten sechs Monaten insgesamt 40 Prozent aller Aktien freigeben – alle zwei bis drei Wochen kommt neues Angebot auf den Markt.

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Stephan Heibel

Stephan Heibel

Seit 1998 verfolge ich mit Begeisterung die US- und europäischen Aktienmärkte. Ich schreibe nun wöchentlich für mehr als 25.000 Mitglieder über die Hintergründe des Aktienmarktes und die Ursachen von Kursbewegungen. Heibel-Ticker Mitglieder schätzen meinen neutralen, simplen und unterhaltsamen Stil. Als Privatanleger nutzen sie meine Einschätzungen und Anlageideen, um ihr Portfolio unabhängig zu optimieren

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