• 17.1.: Heute im Heibel-Ticker: Verantwortungsvoll investieren: Aus hohem Anspruch wird Notwendigkeit http://bit.ly/2TJqoSv #Börse #Aktien
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Archiv Heibel-Ticker STANDARD

Dieses Archiv enthält die zwölf jüngsten Ausgaben des Heibel-Ticker STANDARD. Ältere Heibel-Ticker Ausgaben finden Sie in der Version des Heibel-Ticker PLUS weiter unten.

Arrow down Heibel-Ticker 20/3 - Verantwortungsvoll investieren: Aus hohem Anspruch wird Notwendigkeit

17.01.2020 :  Ich erwarte ein Jahrzehnt unter neuen Finanzmarktregeln: Umwelt, Soziales und Unternehmensführung werden unter dem Begriff ESG bewertet und für jedes Unternehmen individuell analysiert. Die Jugend fordert nicht mehr Profit um jeden Preis, sondern verantwortungsvollen Profit. Beides lässt sich vereinen, das haben in den vergangenen Jahren bereits viele Unternehmen gezeigt. Ab jetzt wird aus diesem bislang Alleinstellungsmerkmal besonders gut geführter Unternehmen eine Notwendigkeit für alle Unternehmen.

Die westliche Welt erlebt ihre längste Friedenszeit seit Jahrhunderten. Da soll man nicht in der Lage sein, so komplizierte Zusammenhänge wie Umwelt, Soziales und Unternehmensführung unter einen Hut zu bringen? Die Jugend sagt: Doch! Im Kapitel 02 zeige ich, wie aus diesem hohen Anspruch ein Trend und schon bald eine Notwendigkeit wird.

Das Börsensentiment ist weiterhin euphorisch, wenngleich die Verschnaufpause dieser Woche für ein wenig Abkühlung sorgte. Doch es gibt handfeste Gründe für Euphorie, daher kann die Rallye durchaus weitergehen. Mehr dazu in Kapitel 03.

Das Teilabkommen zwischen China und den USA wird von der Presse in meinen Augen nicht ausreichend gewürdigt. In Kapitel 04 gehe ich näher auf die Details ein und zeige, warum die Börsenrallye mit Vertragsunterzeichnung nicht endete, sondern erst richtig Schwung aufnahm. Außerdem analysiere ich, welche Unternehmen von der Einigung am stärksten profitieren.

Arrow down Heibel-Ticker 20/2 - Anleger sehen mehr Gefahren als Chancen

10.01.2020 :  Seit fünf Jahren führe ich für das Handelsblatt jährlich eine Umfrage durch, die uns immer wieder wichtige Anhaltspunkte für die zu erwartende Jahresentwicklung gibt. Die Ergebnisse der diesjährigen Umfrage habe ich für Sie in Kapitel 05 ausgewertet.

Im heutigen Rückblick in Kapitel 02 gehe ich auch kurz auf den Iran-Konflikt ein, der schon wieder in seiner Intensität in den Hintergrund getreten ist. Carlos Ghosn ist aus Japan geflohen. Seine Geschichte zeigt, wie schlecht es um die Automobilindustrie in Europa, Japan sowie auch in den USA (ex Tesla) bestellt ist.

Bezüglich Wirecard habe ich neue Informationen: Die Leerverkaufsquote betrug in den vergangenen Monaten nicht die von deutschen Behörden veröffentlichten knapp 5%, sondern ist vielmehr auf 20% angewachsen! Die Information gilt als verlässlich, auch wenn sie nur über Twitter verbreitet wurde. Die Details dazu lesen Sie in Kapitel 02.

Die Stimmung unter den Anlegern ist euphorisch, dennoch fürchte ich keine baldige Korrektur ohne ein entsprechendes Ereignis. In Kapitel 03 analysiere ich die derzeitige Sentiment-Verfassung der Finanzmärkte.

Im heutigen Ausblick in Kapitel 04 gehe ich kurz auf meine Erwartungen für den Zinsmarkt, die Aktie und Währungen sowie für das Gold ein. Außerdem habe ich aus meinem Jahresrückblick der vergangenen Woche Veränderungen für unser Portfolio abgeleitet.

Arrow down Heibel-Ticker 20/1 - Jahresrückblick: Scharte von Chaos-Dezember mehr als ausgewetzt

03.01.2020 :  Das neue Jahr beginnt mit einem Paukenschlag: Donald Trump hat den höchsten iranischen General exekutiert und die Angst vor einem Krieg oder neuen Unruhen ist angesprungen. Die Aktienmärkte sind am Freitag abgetaucht. Ich gehe heute in Kapitel 04 näher auf die Auswirkung dieser Ereignisse ein.

Die Korrektur war aus Sentimentsicht sogar absehbar. Zumindest habe ich seit Wochen vor einer Korrektur zum Jahresbeginn gewarnt. In Kapitel 03 schaue ich mir nun an, wie lange diese Korrektur laufen könnte.

Das große Kapitel der heutigen Ausgabe ist das Kapitel 02: der Jahresrückblick. Wir haben im vergangenen Jahr die Verluste des Vorjahres mehr als ausgeglichen und liegen damit auf Zweijahressicht besser als der DAX. Wer in schlechten Börsenzeiten weniger verliert, braucht in guten Börsenzeiten nicht so aggressiv unterwegs sein, um die Verluste auszugleichen. Und da Verluste meistens schneller und kräftiger erfolgen, zeigt sich die Überlegenheit dieser Strategie, wenn man einen etwas längerfristigen Zeithorizont wählt.

Natürlich habe ich auch im vergangenen Jahr Fehler gemacht. Nur wer nichts tut, macht keine Fehler. Der Umgang mit den Fehlern ist wichtig. Daher habe ich im Jahresrückblick bei vielen Positionen daran erinnert, worauf wir mit einzelnen Positionen spekulierten bzw. was wir absicherten. Manchmal muss man eben kleine Verluste in Kauf nehmen, um sich gegen größere Verluste abzusichern.

Doch insgesamt bin ich ziemlich zufrieden mit dem Jahresverlauf, wie Sie meinen Ausführungen entnehmen können. Dennoch fallen mir noch einige Dinge ein, die noch verbessert werden können. Darauf werde ich am kommenden Freitag in meinem Jahresausblick auf das Jahr 2020 näher eingehen.

Arrow down Heibel-Ticker 19/52 - Wir wünschen alles Gute für das Jahr 2020

27.12.2019 :  Im Hause Heibel haben wir sehr schöne Weihnachtstage mit viel Besuch von Verwandten verleben dürfen. Ich hoffe, auch Sie hatten eine schöne Weihnachtszeit und wünsche Ihnen einen Guten Rutsch ins Neue Jahr 2020.

Zwischen den Festen habe ich mich heute kurz hingesetzt und zumindest zu unseren spekulativen Positionen die aktuellen Entwicklungen zusammengetragen. Dabei konnte ich eine ganze Reihe von Stopp Loss Absicherungen deutlich anheben.

Mangels Ereignissen in diesen Tagen habe ich für eine aktuelle Markteinschätzung meine animusX-Sentimentdaten herangezogen.

Nochmals herzlichen Dank für Ihre Treue im Jahr 2019. Am kommenden Freitag werde ich den Jahresrückblick erstellen. Wie jedes Jahr werde ich auch dieses Mal mit Hilfe der daraus zu ziehenden Erkenntnisse unser Heibel-Ticker System ein wenig verfeinern.

Mein großes Vorhaben für das Jahr 2020 ist, meinen Analyseansatz systematisch und schriftlich festzulegen, so dass der Heibel-Ticker künftig noch besser nachvollziehbar wird. Schon heute höre ich von meinen Kunden immer wieder, dass es kaum einen anderen Börsenbrief gibt, der seine Leser so ausführlich und verständlich in die Lage versetzt, Entscheidungen zu treffen. Wenn ich Ihnen nun noch aufzeige, wie ich dabei vorgehe, dann ist das schon fast so, als hätte ich eine Webcam auf meiner Schulter :-).

Arrow down Heibel-Ticker 19/51 - Frohe Weihnachten!

20.12.2019 :  Weihnachtliche Stimmung zieht selbst auf dem Börsenparkett ein: Anleger werden milde und ziehen ruhige Weihnachtstage vor - ich auch.

Im heutigen Kapitel 02 gehe ich auf die wenigen Ereignisse dieser Woche ein: Die Geschenke werden nicht mehr vom Christkind, Weihnachtsmann oder Nikolaus gebracht, sondern von Amazon. Boeing stoppt die Produktion des 737 MAX, die Demokraten eröffnen ein Amtsenthebungsverfahren gegen Trump mangels Alternativen und die Chipindustrie beendet ihre jahrelange Flautephase.

Das Sentiment in Deutschland hat sich in dieser Woche abgekühlt, gleichzeitig hellte sich die Zukunftserwartung auf. Das ist sehr konstruktiv für die letzten Handelstage, wenn nicht in den USA Euphorie Einzug gehalten hätte. Mehr dazu in Kapitel 03.

Klimaneutral bis 2050, sagt Brüssel. Ich habe eine Aktie, die von dieser Entscheidung besonders profitieren wird. In Kapitel 04 stelle ich das Unternehmen kurz vor.

Arrow down Heibel-Ticker 19/50 - Ereignisflut: lockere Geldpolitik, Brexit und Handelsstreit

13.12.2019 :  Mann-o-Mann, diese Woche hatte es in sich und heute überschlugen sich die Ereignisse. Zunächst gab US-Notenbankchef Jay Powell seine fehlerhafte Einschätzung von vor einem Jahr zu. Danach stellte EZB-Chefin Christine Lagarde die Weichen für eine noch lockererererere Geldpolitik in ihrer Amtszeit. Anschließend holte sich Boris Johnson die Rückendeckung seiner Landsleute für das Sprengen der Brüsseler Ketten. Und heute überschlugen sich die nebulösen Meldungen über eine Teileinigung zwischen den USA und China. Ja, es gibt eine Teileinigung, doch die Inhalte sind weitgehend ungewiss. Es sind Ereignisse, die als Rahmenbedingungen für das kommende Börsenjahr verstanden werden können. Im Kapitel 02 habe ich Ihnen meine Gedanken dazu dargelegt.

Die Stimmung unter Anlegern ist euphorisch. Was das bedeutet, untersuche ich in Kapitel 03.

Sind die Ereignisse dieser Woche nach den Kurssprüngen der vergangenen Tage nun schon im Aktienmarkt "eingepreist", also berücksichtigt? Oder dauert es ein paar Tage, Wochen, Monate, bis sich die Folgen der Ereignisse in den Aktienkursen widerspiegeln? In Kapitel 04 gehe ich dieser Frage nach.

Wir haben diese Woche kräftig eingekauft, bislang aber nur spekulative Titel. Traditionell beginnt am Montag die Weihnachtsrallye. Ich bin gespannt, ob wir die schon hinter oder noch vor uns haben.

Arrow down Heibel-Ticker 19/49 - Wenn dem Donald die Hutschnur platzt

06.12.2019 :  War das ein Aussetzer? Donald Trump verkündete vollmundig, vielleicht sei es besser, das Teilabkommen mit China erst nach den nächsten Präsidentschaftswahlen in einem Jahr auszuhandeln. Er war "pissed", wie die Amis sagen, sauer! Die Aktienmärkte gingen auf Talfahrt, doch keine 24 Stunden später sprach Trump wieder von den guten Fortschritten bei den Verhandlungen mit China. Das Kaltwasserbad hatte gesessen, im heutigen Kapitel 02 schaue ich ein wenig ins Weiße Haus und erkläre, was dahinter steckt.

Die Stimmung ist deutlich abgekühlt durch das Kaltwasserbad, dennoch würde ich unter Berücksichtigung der weiteren Sentiment-Umfrageergebnisse noch keine Entwarnung geben. Privatanleger sind derzeit zu hoch investiert und institutionelle Anleger haben kein Interesse an Käufen. Mehr zum Sentiment in Kapitel 03.

Industrie oder Cloud? Gibt es ein Teilabkommen oder nicht? Die kommende Woche wird es zeigen, doch bis zum Ende der Woche könnte es turbulent bleiben. Mehr dazu in Kapitel 04.

Arrow down Heibel-Ticker 19/48 - Privatanleger setzen auf Jahresendrallye

29.11.2019 :  In den USA wird in diesen Tagen bereits ein erfolgreiches Börsenjahr 2019 gefeiert: Mit Truthahn und Füllung haut man sich den Bauch voll und freut sich über die gute Performance, die für den Chaos-Dezember des Vorjahres mehr als entschädigt. Mangels Impulse aus den USA blieb es auch in Deutschland in der abgelaufenen Börsenwoche ziemlich ruhig.

In Kapitel 02 habe ich ein paar Aktien herausgepickt, die im ruhigen Handel durch besondere Kurssprünge auffielen: Hypoport ist die deutsche Finanzaktie erster Wahl, sie konnte um 10% zulegen. Varta sprang um 16% an: Zwar befeuert Varta nicht die E-Mobilität, aber immerhin die E-Gadgets, also Knopfbatterien für Kleinstgeiräte des Internets der Dinge. Geschockt wurden die Aktionäre der ISRA Vision von einem völlig unerwartet schwachen Quartal, die Aktie brach um -13% ein.

Die Stimmungsanalyse dieser Woche ist interessant: Insbesondere Privatanleger sind bereits heftig investiert, was normalerweise ein Warnsignal für die Aktienmärkte ist. Doch je nach Ereignissen ist die Gefahr eines heftigen Ausverkaufs dennoch gering. Mehr dazu im Kapitel 03.

Im heutigen Ausblick in Kapitel 04 gehe ich kurz auf die Verhandlungsstrategie (Willkür oder Berechnung? Ich denke eher Reaktion auf aktuelle Aktienmarktentwicklungen) ein. Vor diesem Hintergrund schaue ich dann auf die jüngsten Entwicklungen zweier Unternehmen aus unserer Einkaufsliste.

Arrow down Heibel-Ticker 19/47 - Zuversicht schwindet mit fallenden Kursen

22.11.2019 :  Zum wiederholten Mal wird meine Frau heute 27. Ich weiß nicht, wie sie das macht, aber ich werde das mit ihr feiern und habe daher die heutige Ausgabe bereits sehr früh fertiggestellt.

Von heute auf morgen werden Märkte umgekrempelt: Der Börsenliebling Grubhub bekommt Konkurrenz bei den Essensauslieferungen von Doordash, die Aktie bricht ein. Luxusartikel verkaufen sich nicht mehr durch persönliche Ansprache, sondern durch ausgefeilte Softwareunterstützung. Daher könnte nun das Traditionsunternehmen Tiffany an LVMH fallen. Und Online-Broker müssen sich gegen Unternehmen wehren, die im Stile von Robin Hood das Geld von den Reichen zu den Armen verteilen möchten. Was hinter diesen disruptiven Entwicklungen steckt, beleuchte ich im heutigen Kapitel 02.

Rückläufige Kurse führen in der Regel zu rückläufiger Stimmung. Doch günstige Kurse führen zu Zukunftsoptimismus. Ersteres erfolgte auch diese Woche, doch Letzteres nicht. Daraus lassen sich Rückschlüsse über die zu erwartende Börsenentwicklung der kommenden Tage ziehen. Mehr dazu in Kapitel 03.

Eine ganze Reihe unserer Titel von der Einkaufsliste haben inzwischen meine Wunschpreise erzielt und befinden sich somit in unserem Heibel-Ticker Portfolio. Heute gebe ich in Kapitel 04 eine kurze Übersicht über die noch offenen Wünsche. Der ein oder andere Wert ist schon abgehoben, da kamen wir leider nicht zum Zug. Doch es war ja auch nicht beabsichtigt, alles zu kaufen, sondern wir haben die breite Wunschliste so angelegt, dass wir bereit waren, die besonders attraktiven Schnäppchen aufzusammeln.

Arrow down Heibel-Ticker 19/46 - Was Autozulieferer Schaeffler & Continental über die Verfassung der Autoindustrie sagen

15.11.2019 :  Die von mir vor einer Woche angekündigte Sektorrotation fand tatsächlich statt und sorgte für eine deutliche Stimmungsabkühlung bei geringen Verlusten an den Aktienmärkten. Gerade die konjunktursensiblen Titel verloren, während Wachstumstitel zulegen konnten.

In Kapitel 02 untersuche ich anhand der Quartalszahlen von Schaeffler und Continental, ob für die Autoindustrie in Deutschland rosige (Schäffler +25%!) oder düstere (Continental -6%) Zeiten bevor stehen. Leider ist der Kurssprung von Schaeffler auf ein besonders gutes Sparprogramm zurückzuführen, wir laufen auf schwere Zeiten zu, wenn wir den Berichten der Unternehmen glauben.

Entsprechend hat sich auch die Stimmung eingetrübt. Ob das ausreicht, um an den Aktienmärkten den nächsten Schub für die Rallye zu unterfüttern, untersuche ich in Kapitel 03.

Zwei Titel aus unserer Einkaufsliste haben meine Wunschpreise erreicht und ich hole sie in unser spekulatives Portfolio. In Kapitel 04 erfahren Sie, um welche Titel es sich handelt. Außerdem werfe ich noch einen genaueren Blick in die oben angesprochene Sektorrotation.

Arrow down Heibel-Ticker 19/45 - Rettung der deutschen Automobilindustrie

08.11.2019 :  Ist das die Rettung der deutschen Automobilindustrie? Strafzölle der USA auf deutsche Autos wurden verschoben, deutsche Autobauer erhöhen stattdessen die Wertschöpfung in den USA. Der Handelsstreit zwischen China und den USA entwickelt sich konstruktiv. Und die Bundesregierung möchte die Elektromobilität und Brennstoffzellen fördern. Was das bedeutet, lesen Sie in Kapitel 02.

Die Stimmung ist entsprechend gut, so euphorisch waren unsere Umfrageteilnehmer zuletzt Ende 2018. Ist nun Vorsicht angeraten, oder kann die Rallye weiterlaufen? Dieser Frage gehe ich in Kapitel 03 nach.

5G kommt schneller als gedacht, sagt der CEO von Qorvo. Damit sind die Aktien der Unternehmen, die am Ausbau von 5G beteiligt sind, abgehoben. Doch es ist noch nicht zu spät, um dort auf den anfahrenden Zug aufzuspringen: In Kapitel 04 stelle ich Ihnen die wichtigsten Unternehmen vor, die unter Nutzung von 5G-Technologie das autonome Fahren, das Internet der Dinge oder den Mobilfunk revolutionieren.

Arrow down Heibel-Ticker 19/44 - Supermario liebt Halloween

01.11.2019 :  Gestern Abend habe ich Supermario gespielt. Zum Abschied des EZB-Chefs habe ich mich einmal in seine Situation versetzt und so gehandelt, wie er es über acht Jahre lang getan hat. Und ich muss sagen: Es hat sehr viel Spaß gemacht.

Ich habe mir vorgestellt, die Kinder, die bei uns kostümiert geklingelt haben, sind Politiker. Und die Süßigkeiten, die ich verteilt habe, sind Euros. Über zweihundert Euros habe ich verteilt: Jeder Politiker, der klingelte, durfte in meine Schale mit Euros greifen. Jeder.

Da war es mir egal, ob sich die Politiker Mühe gegeben hatten, oder nicht. Die fantastischsten Darbietungen habe ich zu hören bekommen: Mehrstimmige Grusellieder, lange Gedichte, tolle Kostüme. Fantastisch, was einzelne Politiker auf die Beine gestellt haben.

Es gab aber auch Politiker, deren Kostüm war eher spärlich. Und viele kamen über den Spruch "Süßes oder Saures" nicht hinaus. Es gab sogar Kinder, die gar nicht zu unserer Nachbarschaft gehörten, ... ups, ich meine Politiker, die gar nicht zur EU gehören. Auch die durften in meine Schüssel mit Euros greifen. Jeder! Sie glauben gar nicht, wie gut es sich anfühlt, so großzügig zu sein.

Viele Politiker wurden von der arbeitenden Bevölkerung (Eltern) begleitet. Die arbeitende Bevölkerung blieb im Hintergrund, die Politiker wurden meist alleine in den Vorgarten geschickt. Und manchmal, wenn ich zu schnell die Schüssel mit den Euros hervor holte, hörte ich aus dem Hintergrund: "Na, dass sollte aber nochmal etwas besser vorgetragen werden".

Aber was kümmerte mich die arbeitende Bevölkerung, ich wollte bei den Politikern beliebt sein. Und daher habe ich die Schüssel dennoch gleich hingehalten. Die nächsten Politiker warteten schon. Stellen Sie sich mal vor, wie viel zu tun ist, wenn innerhalb von ca. anderthalb Stunden 200 Politiker etwas bekommen wollen.

Ist es mein Mandat, den Kindern beizubringen, ein ordentliches Gedicht oder Liedchen vorzutragen? Nein, ganz und gar nicht. Rechtlich gesehen habe ich mich also innerhalb meines Mandats bewegt. Erziehung ist Sache der arbeitenden Bevölkerung. Wenn die arbeitende Bevölkerung mit den Politikern der etablierten Volksparteien nicht zufrieden ist, muss sie die Politiker besser erziehen.

Viele Eltern schieben heute einen Großteil der Erziehung auf die Lehrer ab. Die arbeitende Bevölkerung schiebt die Erziehung der Politiker auf ... auf ... ja, da gibt es niemanden. Da wird der verzogene Politiker lieber verstoßen und man wählt sich eine Alternative, egal ob links oder rechts. Hier endet der Vergleich mit den Kindern, denn das eigene Kind kann man (zum Glück) nicht so einfach verstoßen oder austauschen. Die Familie bleibt Familie, auch wenn unangenehme Probleme gelöst werden müssen.

Die Moral von der Geschicht: Jedes Volk bekommt die Politiker, die es verdient. Wer über Politiker oder über politisch engagierte Mitbürger meckert, der sollte sich überlegen, ob er nicht sein eigenes politisches Engagement verstärken sollte, um unsere Gesellschaft im eigenen Sinne zu formen. Das nennt man Patriotismus im positiven Sinne. Doch der ist in Deutschland mit einem negativen Beigeschmack versehen, deswegen fehlt's an dieser Stelle.


Im heutigen Heibel-Ticker habe ich eine ganze Reihe von Themen abgehandelt: Facebook, Apple, Alphabet (Google) und Amazon haben mit politischem Gegenwind zu rechnen, denn die Quasi-Monopolstrukturen sind inzwischen in Washington bekannt. Uber, Pinterest, Beyond Meat und Zoom Video sind vor 6 Monaten an die Börse gegangen, derzeit sorgt eine Flut von zum Verkauf frei werdenden Aktien für fallende Kurse bei allen vier IPOs. Und in Deutschland kommt Optimismus auf: Airbus, Zalando, Varta, Fresenius und FMC haben gute Zahlen veröffentlicht, oder zumindest nicht so schlechte wie befürchtet. Ordentliche Kurssprünge sind die Folge. Was hinter diesen Themen steckt, erfahren Sie in Kapitel 02.

Das Anlegersentiment hat sich deutlich abgekühlt, obwohl der DAX gar nicht korrigierte. Das ist gesund, wie ich in Kapitel 03 zeige.

Unsere Einkaufsliste umfasst inzwischen elf Titel mit Wunschpreisen. Ein Titel davon hat seinen Wunschpreis erreicht. Heute stelle ich Ihnen in Kapitel 04 aber noch drei weitere Aktien vor, die ich als vergessene Perlen betrachte und in unser Portfolio holen würde. Unternehmen, deren Geschäftsmodell funktioniert, es brummt an allen Ecken und dennoch sind die Aktien dieser Unternehmen in den vergangenen vier Wochen so stark unter Druck geraten, dass ich es nun für den richtigen Zeitpunkt halte, hier Spekulationen einzugehen und zwei Aktien sogar in unser Wachstumsportfolio zu holen.

Ältere Ausgaben aus dem Archiv Heibel-Ticker PLUS

Arrow down Heibel-Ticker PLUS 19/43 - Konjunkturhinweise der Unternehmen

25.10.2019 :  Die Berichtssaison ist voll im Gange. Statt auf die staatlich aufbereiteten Konjunkturstatistiken zu schauen, werde ich heute im Kapitel 02 aus den verschiedenen Quartalsberichten Informationen herausfiltern, um den Zustand der Konjunktur besser einzuschätzen.

In Kapitel 03 blicken wir wie gewohnt auf die Sentiment-Indikatoren: Euphorie ist unter Anlegern ausgebrochen, die Rallye wird nun voll wahrgenommen. Doch ob das eine Warnung ist, oder aber nur laute Musik, habe ich in Kapitel 03 untersucht.

Unsere Einkaufsliste der letzten Woche erweitere ich heute um ein paar Titel. Ja, die Aktienmärkte sind abgehoben. Dafür haben wir nun aber Gewissheit über die Geschäftsentwicklung und können so die Spreu vom Weizen trennen. In Kapitel 04 sehen Sie, welche Aktien ich für kaufenswert halte.

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