Ölpreisverfall -16%: Trumps Deflationsplan geht auf
Der Ölpreisverfall um 16 Prozent binnen zwei Wochen auf 73 US-Dollar je Fass Brent ist kein Zufall, sondern das Ergebnis eines kalkulierten Plans, der der US-Notenbank unter Kevin Warsh Spielraum für unveränderte oder sinkende Zinsen verschafft. Öl fließt in nahezu jeden Bereich der Wirtschaft ein und trieb zuletzt die US-Inflationsrate auf 4,2 Prozent, während die Kern-Inflation ohne Energiepreise nur bei 2,9 Prozent liegt. Fällt der Ölpreis weiter, verschwindet damit ein Großteil der Inflationssorge rechnerisch von selbst. Angesichts von 39 Billionen US-Dollar Staatsschulden und jährlich rund einer Billion US-Dollar Zinslast ist ein niedrigeres Zinsniveau für die USA keine glückliche Fügung, sondern eine Notwendigkeit. In der Finanzpresse dominiert dennoch überwiegend die Lesart einer bevorstehenden Zinsanhebung.
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